Mademoiselle

Mademoiselle (2001), FR
Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.02.2002

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Mademoiselle - Bild 5984
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von Philippe Lioret, mit Patrick Mercado und Sandrine Bonnaire

Das Leben der jungen Claire läuft in festgefügten Bahnen. Sie arbeitet als Pharma-Referentin für eine Arzneimittelfirma, hat einen Ehemann, zwei Kinder, liebt ihren Beruf und ist eigentlich glücklich. Zu Beginn dieser Geschichte nimmt sie, – weit weg von zuhause – am Jahrestreffen ihrer Firma teil. Pierre gehört zu einer Truppe Schauspielern, die ihren Lebensunterhalt mit der Darbietung von Improvisationen auf Firmenveranstaltungen verdient. Pierre ist kein Schauspieler, nein, er improvisiert. Die Wege von Claire und Pierre kreuzen sich, – wie die Bahnen von Merkur und Venus im Schaltjahr. 24 Stunden lang reiben sie sich aneinander, spüren einander, ziehen sich magisch an. Ohne viel Worte lassen sie sich aufeinander ein – ohne sich aufzugeben. Hinter einem leichten, liebevollen Spiel von Sarkasmus verstecken sie das Gefühl, das sie bewegt und das droht von ihnen Besitz zu ergreifen. Eine kurze Begegnung, (eine kurze) Romanze. Zum Scheitern verurteilt oder nicht – wer kann das schon sagen? Wenn so etwas geschieht, handelt man aus dem Augenblick heraus.

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Kritiken (2) — Film: Mademoiselle

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7.0Sehenswert

In Mademoiselle finden die Liebenden nur schüchtern und platonisch zueinander. Dank seiner großartigen Darsteller kann es sich Lioret leisten, auf subtile Emotionen, Blicke und Gesten zu setzen. Vor allem Sandrine Bonnaire kommt anders als in ihren bisherigen Filmen zur Geltung. Statt gewohnt kühler Distanziertheit darf sie auch etwas Wärme und Glück ausstrahlen.

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7.0Sehenswert

Man darf bei MADEMOISELLE an die Novellen von Schnitzler und Zweig denken, die oft von solchen bittersüßen, flüchtigen, aber ins Mark treffenden Begegnungen handeln. Und noch mehr an Eric Rohmer, der in seinen feinfühlig-melancholischen Komödien eigentlich nichts anderes zeigt, als dieses kurze Aufeinandertreffen zweier ungleicher Menschen, das doch in seiner Flüchtigkeit vielleicht das wichtigste in beider Leben ist: die letztendliche Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens.

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