Maggies Plan - Kritik

Maggie's Plan

US · 2015 · Laufzeit 99 Minuten · FSK 0 · Komödie · Kinostart
Du
  • 6

    Ach ja, die Liebe, die Liebe … Oft macht ihr das Eheleben einen Strich durch die Rechnung. In „Maggies Plan“ kommt das spritzig-komödiantisch daher, aber es muss ja auch nicht immer dramatische Schwermut sein. Mit dem vierfach Oscar-nominierten Ethan Hawke („Boyhood“) und Oscar-Preisträgerin Julianne Moore („Still Alice“) hat Greta Gerwig zwei spielfreudige Stars an ihrer Seite. Das Trio trägt den dialogstarken Film über die eine oder andere Klippe der Seichtigkeit, speziell Moore geht in ihrer Rolle einer überdrehten Bestseller-Autorin auf.

    Ausführlich bei DIE NACHT DER LEBENDEN TEXTE.

    • 6

      [...] Die filmerzählerische Nähe zu den Werken von Noah Baumbach, Richard Linklater und Woody Allen ist Maggies Plan durchweg anzumerken: Hier geht es nicht darum, einen dramaturgischen Bogen zu spannen, mit eingetragenen Start- und Endpunkten. Vielmehr fließt das Leben aus der Leinwand in den Kinosaal; es geht darum, sich mit dem Wellengang des von Irrungen und Wirrungen gezeichneten Menschendaseins treiben zu lassen und die Fetzen der Wahrheit, die Rebecca Millers eloquentes Drehbuch in sich trägt, aufzunehmen und nach eigenem Ermessen zu verwerten. Das kann man, wie auch bei der erwähnten männlichen Verwandtschaft, unergiebig bis gemächlich empfinden. Dem wunderbar natürlich agierenden Ensemble allerdings muss man Anerkennung zollen und letztlich, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte, spiegelt man sich bisweilen doch selbst in diesem Gespinst aus Selbstlügen, Unsicherheiten, moralischen Erniedrigungen und Eitelkeiten. [...]

      9
      • 6 .5

        Je mehr die Geschichte fortschreitet, desto komplexer werden die beiden Hauptfiguren für den Zuschauer, bei dem sie damit ein Wechselbad der Gefühle und Sympathien auslösen. [Frank Arnold]

        • 7

          Miller liefert eine tolle, sehr komische und kluge Überraschung der angenehmsten Art. [Günter H. Jekubzik]

          1
          • 6 .5

            Genüsslich zelebriert Miller den alltäglichen Stress zwischen Anthropologen-Kongress, Eurythmie und klimpernden Smartphones am Frühstückstisch. [Krischan Koch]

            • 7

              Man kann in dieser Dekonstruktion des Genres der romantischen Komödie so herrlich abschalten und [den Figuren] amüsiert zusehen. [Andreas Fischer]

              • 8

                Regisseurin Rebecca Miller und Schauspielerin Greta Gerwig verbünden sich für eine ebenso flirrende wie kluge romantische Komödie über eine Frau um die 30, deren zwanghafter Gestaltungswille an den Klippen des realen Lebens zerschellt. [Anke Sterneborg]

                • 8

                  Maggies Plan ist eine perfekt gecastete Sittenkomödie, die komplexe Emotionen in einer erfreulichen Farce verarbeitet. [Jimi Famurewa]

                  • 8 .5

                    "Rebecca Miller klaut sich Figuren aus den Universen männlicher Kollegen und baut mit ihnen eine grandios unromantische Komödie." [Till Kadritzke]

                    • 7

                      Regisseurin Rebecca Miller findet die richtige Balance zwischen Farce, Satire und Ernsthaftigkeit und ihre Figuren sind gleichermaßen lächerlich wie sympathisch. [A.O. Scott]

                      • 6 .5

                        Maggies Plan hat Greta Gerwig, Ethan Hawke, jede Menge Charme, aber nicht genug Neues zu bieten. [April Wolfe]

                        • 8

                          Millers Film versucht nicht, es jedem Recht zu machen, sondern nur ganz bestimmten Leuten. [Katie Walsh]

                          • 7 .5

                            Rebecca Millers liebenswerte Beziehungskomödie Maggies Plan ist ihr bis jetzt überzeugendster Film. [John DeFore]

                            • 7

                              [...] Was Maggie's Plan trotzdem so sehenswert macht, ist - abseits des wundervollen Casts, der sich neben den bereits erwähnten Schauspielerinnen und Schauspielern aus Maya Rudolph und Bill Hader zusammensetzt - der Diskurs zur Unberechenbarkeit des Lebens aus der Perspektive einer jungen Frau. Rebecca Miller verortet ihren Film in einer Welt, in der die Figuren in Planungsgedanken zu ersticken drohen und sich dabei möglichst einfach sowie zielgerichtet absichern wollen, ohne sich je verbindlich entscheiden zu müssen. Es herrscht eine große Angst, jeden Augenblick von seinem Gegenüber fallengelassen zu werden. Und in diesem Punkt greift Rebecca Miller sehr schön ein unbeschreibliches Gefühl auf, das sich zuletzt durch die erste Staffel von Aziz Ansaris Netflix-Serie Master of None gezogen hat. Egal, welche Vorkehrungen Maggie im Lauf der Jahre mit berechnender Sorgfalt getroffen hat: Am Ende setzt sich das Schicksal und dessen Ironie durch. Maggie kann nicht alles richtig machen, genauso wie Guy nie die letzte Gleichung lösen wird.

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                              • 6 .5

                                Maggie's Plan bietet mit Greta Gerwig, Ethan Hawke und Julianne Moore ein erfreuliches Dreieck mit übergreifenden Beziehungen, das drei Kinder über drei Jahre involviert.