Magnolia - Kritik

US 1999 Laufzeit 188 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 13.04.2000

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Kommentare (164) — Film: Magnolia


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alex023

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Bewertung10.0Herausragend

[Paul Thomas Anderson Werkschau 3/5]

„It’s not going to stop…“

Was soll man zu diesem Ultrawerk groß sagen? Lange habe ich überlegt und bin doch zu nichts gekommen. Dieser in verschiedenen, miteinander verwebten Episoden erzählte Film schlägt ein wie eine Bombe aufgrund seiner Intensität, die brachial nachwirkt – und das noch viele Stunden. Anderson spornt seinen erneut sehr gut aufgestellten Cast (der fast identisch mit dem von 'Boogie Nights' ist) wieder zu einer unglaublich-wirkenden Gesamtleistung an, wobei hier meiner Meinung nach Philip Seymour Hoffman und John C. Reilly besonders hervorstechen. Sehr gut aber auch wieder William H. Macy.
Was ist die Intention von Anderson bei MAGNOLIA? Der Film beschreibt ganz schlicht und einfach das Leben in all seiner Konsequenz und Härte. Ist alles nur Zufall? Oder ist es vorherbestimmt? Anderson schneidet dieses Thema jedoch nur phasenweise an und beantwortet die Frage nicht, sondern lässt es offen. Jedenfalls habe ich es als offen empfunden. Dies ist demnach also auch ein wichtiger Punkt, da es dazu dient, den Zuschauer selbst mit einzubinden. „Magnolia“ hat so viel, was andere Filme nicht haben, im Überfluss. Bei vielen Filmen heutzutage fehlen echte Geschichten, die wie aus dem Leben gegriffen sein können. Das hat der Film hier auch, aber darauf verlässt er sich nicht nur. Zum einen hat „Magnolia“ die wohl beste Kamera, die ich je betrachten durfte, zum anderen ist die weitere Inszenierung Andersons schlichtweg nicht zu überbieten. Jede einzelne Szene, jeder Cut und die Folge, die Struktur – alles scheint perfekt zu sein, ebenso wie die sich durchweg steigernde Dramaturgie bis zum Froschregen. Besonders genial sticht hier die 'Wise Up'-Szene heraus, wo die Schauspieler bzw. die Figuren selbst als Instrument der Inszenierung eingesetzt werden.
Insgesamt gesehen ist „Magnolia“ das erste monumentale Meisterwerk von Paul Thomas Anderson mit einer schlichtweg brillanten Inszenierung und hervorragendem Cast sowie einer schönen Botschaft.

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alex023

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@SR: Ich meinte ja auch, ich kann ihn nicht leiden, daher kann ich ihm das nicht bescheinigen - weil ich nicht will. Objektiv gesehen natürlich schon.

@bestseimon: Bloß nicht.


craax

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...die brachial nachwirkt - noch viele Stunden! - bei mir ists jetzt schon 1 Jahr - und ich fürchte, es wird so bleiben, wie ich welche habe.


Cameron

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der grösste Film überhaupt... es scheint, es ist nicht möglich, jemals einen besseren Film zu drehen....und nicht nur Film, denn Magnolia ist ein wahres Kunstwerk! Schauen wir, was PTA persönlich dazu sagt:
"I have a feeling, one of those gut feelings, that I'll make pretty good movies the rest of my life. And maybe I'll make some clunkers, maybe I'll make some winners, but I guess the way that I really feel is that Magnolia is, for better or worse, the best movie I'll ever make."

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Hexor

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Bewertung10.0Herausragend

Extravagant? Gefühlvoll? Intensiv? Außergewöhnlich? Ja, ich denke diese Worte bringen meine Meinung über diesen Film am besten zum Ausdruck.
Eine wahrer Exot unter den Filmen. Kenne keinen einzigen Film, der den Zuschauer mit so vielen Charakteren und deren Probleme konfrontiert, die im Prinzip die verschiedensten Arten von "Liebe" als Hauptthema tragen. Egal ob das bloße Verlangen danach, das fehlen davon oder die nachträglich erkannte Liebe. Hier kommt wirklich alles zusammen. Da fällt es, gerade anfangs, schwer die jeweiligen Personen mit ihren individuellen Auffassungen von Liebe zu merken und sie bei plötzlichen Schnitten wieder abrufen zu können. Man muss sich innerhalb von wenigen Sekunden vollkommen neu in die veränderte Szene hineinversetzen. Die Musik erschwert das ganze noch zusätzlich, da sie stetig bis zum Ende hin immer an Intensität zulegt. Hinzu kommt noch die Laufzeit, die sich auf sagenhafte 188 Minuten erstreckt.
Harter Tobak also! Doch genau das zeichnet dieses Meisterwerk. Man soll von den verschieden Schicksalen regelrecht erschlagen werden. Genau wie sie, so soll auch der Betrachter das Gefühl von Hilflosigkeit und Verzweiflung verspüren. Und das gelingt überaus gut! Mit der Zeit gewöhnt man sich sogar daran.
Während im Prolog noch die drei recht übersichtlichen Kurzgeschichten mit ihren "WOW"-Effekten die Aufmerksamkeit weckten, versucht der Film in seiner Haupthandlung dasselbe Gefühl zu erzeugen. Doch im Gegensatz zu diesen Geschichten, deren Besonderheiten immer am Ende entstanden, stückelt der Film diese Momente auf, was echt wohltuend für diese depressive Stimmung ist.
In der Tat versuchte der Regisseur so gut es geht die komplexe Handlung aufzulockern. Nennenswert sind hier vor allem Überleitungen von einer Hauptperson zur Nächsten, wo man dann Gedanken hat wie "Ach so, das hat also der/die eine mit dem/der anderen zu tun!", die unerwartete Song-Einlage, die Hoffnung wecken soll und zum Durchhalten bittet, und natürlich die "Unwetter"-Sequenz, die dann endlich einen gewissen Abschluss bildet, da alle davon betroffen sind.
Es war ein waghalsiges Unterfangen, dem sich der Regisseur P.T.Anderson verschrieben hat, doch es zahlte sich mehr als aus. Doch das alles verdankt er aber dem wohl wichtigsten Aspekt, ohne den dieses Werk niemals so erfolgreich geworden wäre: den Darstellern, die allesamt auf gleichhohem Niveau zu überzeugen wissen.
Ich kann die vielen überaus hohen Bewertungen nachvollziehen, wie auch die Negativen. Der Film ist anstrengend, keine Frage. Doch wenn man wirklich das Bedürfnis hat, zu verstehen welche Probleme die handelnden Personen haben und ihnen bei ihrem Leidensweg beizustehen, der wird am Ende die wahre Bedeutung eines einfachen "Lächelns" (Melora Walters) haben. Und ich denke all diejenigen, die der Ansicht sind, dass es sich hierbei um einen religiöser "Läuterungs"-Film handelt, haben entweder die Aussage nicht wirklich verstanden oder nicht bis zum Ende durchgehalten, was deren Meinung dann überflüssig macht.
Man braucht schon ein gewisses Maß an an Verständnis und Durchhaltevermögen um in den vollen Genuss dieses cineastischen Kunstwerks zu kommen, doch wer es schafft erlebt eines der intensivsten Erfahrungen durch einen der besten Filme aller Zeiten, der so schön ist, wie eine Magnolie selbst!

P.S.: An Interessierte -> Exodus 8:2; achtet auch auf die Zahl 82 währen ihr den Film seht ;-D

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DerDude_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"One is the loneliest Number"

Endlich mal wieder geschaut. Das Bedürfnis nach einem neuen Kommentar überrannte mich. PTA hat ein überragendes Meisterwerk geschaffen !
In seiner 3 Stunden Laufzeit wirkt "Magnolia" wie eine Verkettung der bewegensten, menschlichsten, schönsten, grausamsten Momente die je auf Zelluloid gebannt wurden.
Momente wie die Anfangsszene welche schon besser inszeniert ist als manch ganzer Film, die Kamera die völlig entgleist und unkontrolliert über die Figuren rast, begleitet zu Aimee Manns "One". Die Montage während der Quiz Show die alle Figuren in ungebremster Hektik zeigt. Der unvergessliche Moment wenn die Story des Filmes für 5 Minuten aufhört als würde der Film sich erholen müssen, wenn alle Figuren sich einem Moment gönnen und eine Strophe eines todtraurigen Liedes singen. Der Regen am Ende, das Lächeln...

"Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen aber die Vergangenheit nicht mit uns"

Und wenn der Film beim 10 mal zu Tränen rührt, einen den Atem stocken lässt, dann weiß es. Nähmlich das das hier großes Kino ist. Kino so groß wie Wolkenkratzer.
Ist der Zufall gegenwärtig ? Was können wir verzeihen ? So viele Fragen. So viele Leid. So viel Schmerz. Und das Ende ist in seiner Absurdität so überwältigent, das ich bis heute keine Worte finde. Die Erlösung, der letzte Moment in dem alles wieder aufsteht, was 3 Stunden lang gefallen ist. Und doch ist alles so unbedeutend, weil diese Dinge jeden Tag passieren. Jeden Tag geschieht die größte Katastrophe und das größte Wunder. Mal kommt ein neuer Transformers, mal ein Film wie Magnolia.

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der cineast

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Ganz Stark! Sowas sage ich nicht oft...


TheJoker

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Gehört für mich in die Top 3 der besten Filme aller Zeiten!


krisdtina

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Bewertung10.0Herausragend

wundervoller film mit wundervoller musik!

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krisdtina

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der film verarbeitet alle aspekte des leben, warum denn nicht auch den religiösen auf eine küstlerische weise


doctorgonzo

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Eine Auseinandersetzung mit dem märchenmäßigen Abschluss des Filmes habe ich in meiner Kritik schon ausgebreitet. Würde ich das noch weiter ausformulieren, wäre der Spoiler für diejenigen, die den Film noch nicht erdulden mussten zu offensichtlich.


der cineast

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film, der meinen Körper durchdringt.

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fkfilmkritik

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Einziger Lieblingsfilm? <3


der cineast

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Mhm....


MrDepad

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Bewertung10.0Herausragend

Trauer, Schmerz, Liebe, Verzweiflung, Missbrauch, Hoffnung, Drogenkonsum, Religion, Fremdgehen, Schuld, Erlösung, Schicksal, Zufall, Frösche.

In Paul Thomas Anderson´s drittem Mammutwerk werden alle oben genannten Motive, Themen und Begriffe verarbeitet. Der Film erzählt in knapp mehr als 3 Stunden Laufzeit aus dem Leben von neun Menschen, deren Schicksale innerhalb von 24 Stunden mehr oder weniger zufällig zusammenlaufen. Das Drehbuch ist dabei das vielleicht beste, was ich je in verfilmter Form erlebt habe. Anderson schafft es, neun verschiedene Charaktere unterzubringen, ihre Persönlichkeiten ausreichend zu beleuchten, dabei verläuft die Handlung zwischen allen parallel ab und springt von einer Person zur nächsten und wieder zurück, Schicksale und Ereignisse werden verknüpft und keinerlei Längen entstehen. Die Dialoge sind zudem absolut fantastisch, viele davon könnte man sich einrahmen und an die Wand hängen, damit man sie nie mehr vergisst. Laut eigener Aussage saß Anderson im Urlaub in einer Hütte fest, weil er vor der Tür eine Schlange gesehen haben soll, und schrieb dann einfach so einen Großteil des Scripts zu Magnolia. Er wirft dabei zentrale Fragen auf, wie Vorfälle im Alltag geschehen und durch welche Zufälle oder Vorherbestimmungen wir alle miteinander verbunden sind. Seine Figuren sind durch und durch zutiefst menschlich gezeichnet, im Laufe des Films werden sie alle immer weiter auf den persönlichen Abgrund hingedrängt und man fragt sich, für wen es noch Erlösung geben kann. Ohne zuviel spoilern zu wollen, werden gegen Ende auch biblische Themen aufgegriffen, die sich aber meiner Meinung nach optimal einfügen und das Ende perfektionieren. Der Cast ist unglaublich, Darsteller wie zum Beispiel Julianne Moore, Philip Seymour Hoffman, Tom Cruise, William H. Macy oder John C. Reilly würden alleine einen Film schon sehenswert machen, aber Anderson vereint sie hier alle in einem und noch weitere tolle Darsteller. Jeder liefert eine emotionale sowie charakterdarstellertechnische Höchstleistung ab und weiß zu beeindrucken. Der Soundtrack ist von Songwriterin Aimee Mann komponiert worden und ist absolut toll. Vor allem ein Song von ihr in der Mitte des Films ist in Kombination mit der dazugehörigen Szene so rührend, dass man es selbst gesehen haben muss. Nach meiner ersten Sichtung kann ich sagen, dass ich sicherlich noch lange nicht alle Facetten dieses Meisterwerks erfasst habe, aber ich werde ihn sicherlich noch öfters anschauen, da er mich absolut beeindruckt hat und sich zu einem der besten Filme aller Zeiten zählen darf, da er alles vereint, wofür man das Medium Film lieben kann.

"One is the loneliest Number that you´ll ever know"

"Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns"

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Murray

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Bewertung10.0Herausragend

Ein unfassbar intensives, atemberaubendes Meisterwerk das keine weiteren Worte bedarf, das erlebt werden will und muss.

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Ichundso

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Bewertung9.0Herausragend

Paul Thomas Anderson rechnet mit der Menschheit ab. Mit Liebe, Hass, Tod, Verachtung, Vergebung, Jugend, Alter, dem Fernsehen und Hoffnung. Er nimmt sich eine Geschichte vor und treibt diese bis an den Rand des Begreifbaren, wühlt solange in der Handlung, wie es nur irgend geht und bleibt am Ende mit 188 Minuten Filmmaterial zurück, das ohne große Brüche auskommt und obwohl man nie länger als 5 Minuten an einem Ort bleibt, ständig fließt und lebendig bleibt.

Magnolia ist nicht DER Film. Aber Magnolia ist DAS Drehbuch. Bis zum äußersten ausgereizt ist das Skript zu Magnolia ein Meisterwerk voller Überraschungen, lebensechter Dialoge und vor allem Menschlichkeit. Niemand scheint die Spezies Mensch so gut verstanden zu haben wie Paul Thomas Anderson und das macht ihn auch nach wie vor zum besten Regisseur der Welt. Keiner schafft es wie er, Emotionen in einen filmischen Kontext zu setzen und dabei nie zu übertreiben.

In Magnolia werden fünf augenscheinlich grundverschiedene Filme miteinander verwoben und ich habe keine Ahnung, warum das so toll funktioniert. Es gibt kaum gemeinsame Nenner, kaum Parallelen. Es läuft wohl darauf hinaus, das alle Geschichten mit Menschen zu tun haben, und dass man sie alle glaubt. Eine halbe Stunde vor Schluss erleben wir einen der tollsten Momente der Kinogeschichte. All die Charaktere, die so realistisch und greifbar sind, werden mit der aberwitzigsten aller Situationen konfrontiert und sind genauso überrascht wie ich. Aber dass ich kein bisschen an dem zweifle, was da passiert, ist wohl der endültige Beweis dafür, dass ich in diesen drei Stunden mehr als ein paar Figuren, sondern Menschen kennengelernt habe, die es irgendwie geschafft haben, ihre Probleme zwar nicht zu überwinden aber wenigstens jetzt angreifen. Und ich glaube einfach mal, dass das kein Zufall war.
Alles fließt, alles ist im Arsch und alles ist gut.

One is the loneliest number that you'll ever do.
Two can be as bad as one, it's the loneliest number since the number one.

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ihre-herrlichkeit

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Nicht zu vergessen: Die größte Meisterleistung, die Tom Cruise schauspielerisch je hingelegt hat.


homeaffairs

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und Magnolia ist doch DER Film :)


homeaffairs

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Bewertung10.0Herausragend

Eigentlich hätte man nach Magnolia aufhören können, Filme zu drehen. Magnolia ist die filmische Perfektion in Reinform und wurde weder vorher noch hinterher nochmal qualitativ erreicht. Unfassbare schauspielerische Leistungen, so viele tolle und einzigartig ausgearbeitete Charaktere, spannende und mitreißende Geschichten, die perfekte Filmmusik, eine fulminante Drehbuch- und Regieleistung, wundervolle Bilder und Kamerafahren, eine Plansequenz schöner als die zuvor...
Es geht um Zufall und Schicksal, um Liebe und Tod, um den, der man ist und den, der man sein will, um Vergebung und Vergessene, es geht um Alles und Nichts.
Ich habe Magnolia damals im Kino gesehen und war genauso gefesselt wie ich es heute noch bin, nachdem ich den Film bestimmt schon 10mal gesehen habe....Ich habe heute Geburtstag und habe mir dieses Filmvergnügen noch einmal selber geschenkt und tolle 3 Stunden hinter mir. Danke immer wieder, danke Paul Thomas Anderson.....

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Nishi

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Bewertung9.0Herausragend

The book says, "We might be through with the past, but the past ain't through with us."

Magnolia ist ein 3-stündiger Episodenfilm, der von der Schuld und der Liebe zweier Generationen handelt. Da sind einmal die Kinder, denen meist in ihrer Kindheit etwas schlechtes widerfahren ist und die Eltern, die die Schuldigen sind. Obwohl alles in der Vergangenheit passiert ist, ist es allgegenwärtig. Nach dem Motto: Wir sind fertig mit der Vergangenheit, die Vergangenheit aber nicht mit uns. Alle suchen einen Ausweg aus diesem Dilema, aus der Einsamkeit und der Verzweiflung und finden ihn schlussendlich in der Liebe.

Magnolia ist ein 3-stündiger Episodenfilm, der die 3 Stunden wie im Flug vergehen lässt. Mit einer genialen Einleitung, der das Thema Zufall aufgreift und den ganzen Film durchziehen lässt. Mit Schauspielern die ihre Charaktere glaubhaft darstellen, deren Emotionen und Entwicklung wunderbar zur Geltung bringen und charismatisch erscheinen lassen. Mit einer genialen musikalischen und akustischen Untermalung und vielen genialen Zitaten die immer an den passenden Stellen eingeworfen werden. Und natürlich mit den ganzen Szenenwechseln, die Geschwindigkeit und Tempo in den Film bringen.

Magnolia ist ein 3-stündiger Episodenfilm den man gesehen haben sollte.

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Coach T

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film begann sehr vielversprechend. Ich machte mich auf einen bärenstarken Episodenfilm in bester P. T. Anderson Manier gefasst. Wie beide von mir bisher gesehenen Anderson-Werke ist auch dieser hier wieder sehr vernarrt, liebevoll und ästhetisch inszeniert. Die Schauspieler, die Charaktere und der Storyverlauf machten auch durchaus Lust auf mehr. Vor allem das Intro war spitze! Aber was nach der wirklich schnell vergangenen ersten Stunde folgte war einfach nichts. Die Story dümpelte vor sich hin. Wirre Gefühlsausbrüche und irrelevante Dialoge gewannen die Überhand. Es wurde belanglos und banal. Und langatmig. Doch woran lag es? Nun ja, die angekratzten Story- / Charakterhintergründe blieben angekratzt. Vieles wurde nur angedeutet und dem Zuschauer überlassen. Das wirkte jedoch nicht so gewollt. Auch die Charaktere und die Orte, an denen sie sich aufhielten, wurden blasser und blasser. Ich wartete förmlich auf eine Aufwärtskurve oder einen Sinn hinter all diesem. Das blieb jedoch leider aus.

Von allen Charakteren war besonders die von Cruise dargestellte Figur interessant. Aber auch dessen Verlauf empfand ich als unbefriedigend. Viele andere Charaktere wirkten sogar deplatziert oder einfach langweilig.

Es mag sein, dass ich nicht in der richtigen Stimmung für diesen Film war (hat man ja ab und zu), aber es bleibt sehr wahrscheinlich Andersons uninteressantestes Werk für mich.

Ansehnlich war dieser 3-Stunden-Film dennoch. Jedoch war mir das Dargebotene "zu wenig" für so einen Mammutfilm. Vielleicht gefällt er mir beim nächsten Mal besser, aber jetzt gerade bin ich schon etwas enttäuscht.

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Zweiter Versuch:
Yes. Jetzt wirkte der Film viel besser. PTA spürt man in jeder Einstellung, in jeder Szene. Dennoch ist mir alles, das Thema, zu dick aufgetragen. Drama, baby. Drama everywhere. Dennoch: Äußerst sehenswert. Und Cruise rockt!

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matsss

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coach, bin deiner meinung!


Coach T

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Aber die Zweitsichtung ist noch immer in Planung! Vielleicht gefällt er ja da besser!


Toblerone

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Bewertung10.0Herausragend

Gäbe es diesen Film nicht. gäbe es nicht DEN Episodenfilm überhaupt. Aber Anderson hat ihn gemacht und man, das ist großes, großes Kino. Perfekt gespielt. Großartig erzählt. Eine Einleitung, welche noch nie besser war. Ehrliches, großartiges Stück Menschen-Kino, was mehrere Schicksale bizarr, aber auch mit dem gewissen Gespür für Ironie verknüpft.

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russell

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Bewertung5.0Geht so

das ist einer von denen, von denen ich mir viel versprochen hatte, die mich dann - trotz guter darsteller - nicht berühren oder packen konnten, bei denen ich trotzdem nicht das velangen nach vorzeitigem abbruch hatte und denen ich aber selbst dann nicht eine zweite chance gäbe, wenn sie mir auf´m silbertablett serviert würden; da les ich doch lieber ein buch.

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keinohrhase20

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für viele Filmfreunde ist Magnolia der Film dem man immer wieder begegnet und den man sich (so sagt man sich immer wieder) demnächst anschauen wird. Tatsächlich ist Magnolia DER Film den man sich als kommender Cineast schlichtweg ansehen muss.Hier lernt und sieht man die ganze Bandbreite was Anhand des Mediums Film alles möglich ist inklusive jedem kleinen Detail das dazu gehört.

Dafür werden lediglich 3 Stunden Zeit und die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers vorausgesetzt. In Sachen Drehbuch , Kameraführung, Darstellerführung, Inszenierung und in geschätzten anderen 200 Punkten macht der Film seinem Ruf alle Ehre. Ein Film zum erleben, verstehen, diskutieren, Weinen, Lachen und gleich noch mal einlegen. Last but not least: Die Musik: Gut, besser, Aimee Mann:Magnolia Ost. Passt wie die Faust aufs Auge.

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knusperzwieback

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Bewertung3.5Schwach

Hab gestern versucht Magnolia zu schauen. Wird ja überall abgefeiert der Film und da ich was ruhiges und anspruchsvolles wollte traute ich mich mal ran.

Die ersten 10 Minuten machen Spaß und ich bin guter Dinge. Dann allerdings nur noch blablabla, blablabla und mehrere Geschichten wo immer wieder gewechselt wird.
Der Wechsel der Geschichten untereinander wäre nicht schlecht, wenn denn mal was passieren würde. Bei andern Filmen hat das ja auch schon funktioniert und sogar gut.
Hier allerdings ist eine Geschichte öder als die andere und der Part mit Tom Cruise ging mir sogar richtig auf den Sack.
Anfangs dachte ich noch... hey, cool Tom Cruise... später dann oh, man, hoffentlich ist es bald vorbei und es wird zur nächsten langweiligen Geschichte gewechselt.

Naja, nach 1.5 Stunden war ich noch 30 % guter Dinge. nach etwas über 2 Stunden hab ich dann allerdings erstmal abgeschaltet, weil ich einfach keinen Sinn und keine Handlung bzw. roten Faden entdecken konnte. *

Schön wenn der Film dann nach 3 Stunden nen ganz tolles Ende bietet das einen vom Hocker haut. Aber wenn ich da erstmal zwei Stunden gelangweilt werde weil nix passiert ist das auch nicht so prall.
Hoffe mal die letzte Stunde pack ich auch mal mich da durchzuquälen und bete das endlich mal was passiert.

Schade... hatte mich auf ne Filmperle gefreut und GuteZeitenSchlechteZeiten bekommen. *g*

* Habe ihn mir dann doch irgendwann zu ende geschaut und es wurde leider nicht besser.

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knusperzwieback

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Nachtrag: Habs doch noch geschafft und die letzte Stunde angeschaut. War so langweilig wie die ersten zwei. Fragen wurden am Ende nicht beantwortet, aber macht nichts. Wurden ja auch keine Fragen gestellt. Der Film plätschert einfach 3 Stunden rum und ist dann aus. Super.


Kautschuk777

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Kompetenzfaktor null plus


Gremlin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn es Frösche regnet, benutzt man dann auch einen Regenschirm?

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bestseimon

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Bewertung10.0Herausragend

Ein herrlich abgedrehter Streifen, der einem zum Lachen bringt und gleichzeitig noch berührt. Es gibt Momente, in denen er wirklich genial ist und wieder Momente wo er ein paar Längen hat, doch das ist bei knapp drei Stunden Laufzeit auch nicht verwunderlich.
Tom Cruise, den ich persönlich eigentlich verachte, liefert hier eine seiner besten Leistungen ab. Er gibt auf der einen Seite den coolen Machotypen, auf der anderen Seite den verletzen Sohn und beides absolut glaubwürdig. Golden Globe und Oscarnominierung waren hier der verdiente Lohn.
Neben ihm hat mich vor allem Julianne Moore beeindruckt. Die eine Szene in der Apotheke ist einfach unglaublich von ihr, da trifft ihr Spiel mitten ins Herz. Auch die anderen Darsteller um John C. Reilly, Jason Robards und William H. Macy können überzeugen.
Bleibt noch der grandiose Prolog zu erwähnen, der zwar nicht so recht zum Rest des Films passt, doch klasse inszeniert ist und einer Höhepunkte des Films darstellt.
Insgesamt ist Magnolia ein mehr als gelungener Film, der sich letztendlich aber nicht so sehr ins Gedächtnis brennt, wie es zum Beispiel L.A Crash getan hat.

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Coldkid

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Unglaublich mitreissend und faszinierend.
Mein Highlight: ein fast 30 minütiger Filmteil mit mehreren voneinander getrennten Episoden aber einem durchgehenden Musikstück, das alle eigentlich in sich alleinstehende Teile wieder zusammenfügt. Großartig.

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random hero

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Bewertung2.5Ärgerlich

Komisch. Eigentlich sollte Magnolia genau passen, in jene Ecke meines Filmgeschmacks (es gibt einige andere) die ich "deep dark 'n difficult" nennen würde, irgendwo bei Synecdoche New York, David Lynch, The Fountain und Konsorten. Kommentare aus dem realen und virtuellen Umfeld reichen von positiv bis begeistert. Irgendwie kam es dazu, dass der Film stets an mir vorbeigegengen ist, lange auf der imaginären To-Do Liste stand, und gestern war es soweit.
Ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht so enttäuscht zu werden. Ich finde der Film tat weh, und das nicht weil die Schicksale so ergreifend wären, mir eine schmezhafte Wahrheit über mich selbst ins Gesicht geworfen wurde, sondern weil mir die Schauspieler ihren viel zu pathetischen Schmerz mit voller Lautstärke 180 Minuten lang ins Ohr trompetet haben. Die Schicksale fand ich zu überhöht, die Einsichten und Erkenntnisse so einfach, dass die lange und schwierige Suche der Entertainer, Sexpäpste und Hyperjunkies einfach nicht passend erschienen ist. Dazu kommt die Filmmusik. Oh die Musik! Sie wollte einfach nicht enden, nahezu durch die kompletten 3 Stunden lief die orchestrale Filmmusik, in jeder Szene, banal oder dramatisch, schicksalhafte klänge im Hintergrund. Brainwashing. Erzeugte bei mir Schwindel und Übelkeit. Könnte man als gelungenen Effekt loben, dient aber für mich nur dazu, den armen Zuschauer durch eigene Überhöhung dazu zu bringen, die völlig hysterische Geschichte abzukaufen. Und was kommt am Ende, nachdem so ziemlich alle zweieinhalb Stunden lang ihr leben abfucken? Eine zwar außergewöhnlich und auch eindrucksvoll inszenierte Wende in ein halbherziges und bei manchen Charakteren arg konstruiertes Happy-End. Stell dich deinem Dämon, oder besser "bereue die scheiße die du gebaut hast" und alles wird gut und alles fängt bei Null an. So läuft das aber doch nicht. Es gibt den Neuanfang nicht, alles bleibt ein ewiges Kampf ein ewiges Ringen. Ich will dem Film auch nicht seinen sehr stark konfessionistisch-religiösen (sektenhaften?) Unterton vorwerfen, denn Religion ist nichts grundsätzlich Schlechtes. Aber ich finde er macht es sich zu einfach, und das ist für einen Film der so tiefgründig und missionarisch daherkommt einfach unverzeihlich. Du bist schlecht und verkommen!, aber ICH habe die Weisheit für dich, mit der du gerettet werden kannst. Nein das nehme ich dem Film nicht ab. Es wäre schön gewesen, wenn die Personen weniger hysterisch verzerrte Abziehbilder wären, sondern echte Menschen, mit komplizierten Zwischentönen, mit Farbe, kein Schwarz-Weiß.
Ich muss zugeben, die Wertung ist sehr hart und es gibt nun wirklich schlechtere Filme. Allerdings habe ich viel erwartet und wurde dementsprechend enttäuscht. Hohe Ansprüche wurden gestellt, also gilt eine hohe Messlatte. Ich denke Anderson versucht etwas Gewagtes und ganz großes zu machen, nur ist es misslungen. Shit happens, ich bleib bei den anderen deiner Filme.
Übrigens: Das ist ein etwas ausgelutschtes Thema, aber: Tom Cruise a) als Sexprediger und b) bei seinem Scientology-Ausfall-Interview gleichen sich wie ein Ein dem anderen! Da frage ich mich, bei welcher Nummer er von der anderen abgeschaut hat...

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