Majestät brauchen Sonne
Majestät brauchen Sonne (2000), NL/DE Laufzeit 95 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 09.11.2000
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von Peter Schamoni, mit Mario Adorf und Otto Sander
Ein Dokumentarfilm Kaiser Wilhelm II., den letzten deutschen Kaiser. Wilhelm II. wollte sich selbst, den Staat und das Reich als Gesamtkunstwerk zu inszenieren. Er war zu seiner Zeit die Person, die am meisten fotografiert und gefilmt wurde, und für Aufnahmen mit dem sprichwörtlichen “Kaiserwetter” brauchten Majestät eben Sonne. Am Ende des 1. Weltkriegs wurde er zur Abdankung gezwungen, und lebte bis 1941 mit den Requisiten, Bildern und Filmen aus seiner Glanzzeit im Exil, im luxuriösen Kasteel Huis Doorn in Holland.
Cast & Crew
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Peter Schamoni
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Mario Adorf
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Otto Sander
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Donald Arthur
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Arthur Brauss
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Salome Kammer
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Peter Schamoni
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Regie
Schauspieler
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Peter Schamoni
- Genre
- Dokumentarfilm
Drehbuch
Filmdetails Majestät brauchen Sonne
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Kritiken (1) — Film: Majestät brauchen Sonne
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenWas den Betrachter zunächst überrascht und gefangennimmt, sind die Bilder. In langwieriger Archivarbeit hat der Regisseur zahlreiche ungesehene Aufnahmen zutagegefördert. Am faszinierendsten sind dabei die allerersten bekannten Farbaufnahmen, entstanden 1913 bei der Hochzeit der Kaisertochter. Beklemmend nah rückt einem dieses bunte, bald 100 Jahre alte Berlin.
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Kommentare (3) — Film: Majestät brauchen Sonne
Kommentar schreibenHellbilly 2012/01/11 14:27:52
Kommentar löschenKaiser Wilhelm II. – eine der faszinierendsten, wenn nicht die faszinierendste Persönlichkeit der deutschen Geschichte – porträtiert anhand der Bilder seiner Zeit. Fotos, Denkmäler und vor allem Filmaufnahmen wurden grandios in Szene gesetzt. Ich habe den Film jetzt zum dritten Mal gesehen und noch immer lassen mich die Farbaufnahmen mit offenem Mund vor dem Fernseher sitzen.
Natürlich ist man sich immer klar darüber, dass das Leben auch vor Erfindung der Farbfotografie / des Farbfilms in Farbe stattfand, aber so wirklich vorstellen kann ich es mir anhand der ganzen schwarz-weißen Bilddokumente dennoch nie. Die Aufnahmen der farbenprächtigen Paraden, die in diesem Film gezeigt werden, sind absolut sehenswert, nein eigentlich Pflichtprogramm. Ein tolles Fenster in die Vergangenheit, leider gibt es viel zu wenig davon.
Um diese Bilder herum wird die Biographie Wilhelms II. entwickelt – immer mit der richtigen Menge an Informationen. Niemand braucht Angst haben, von historischen Fakten erschlagen zu werden, niemand wird Verständnisprobleme haben. Das ist alles wohl dosiert, sehr gut durchdacht und wunderbar auf die Bilder abgestimmt. Vor allem der letzte Aspekt ist wahrscheinlich der Punkt, in dem sich diese Dokumentation von so vielen anderen abhebt – man verzichtet auf den üblichen Abriss über Wilhelm und seine Zeit mit den auf Dauer ermüdenden, immer gleichen Fakten und erzählt frei von der Leber weg das, was man mit diesem Material erzählen kann. Was nicht ins Bild gesetzt werden kann, lässt man weg und fertig – finde ich super.
Einen wirklichen grünen Faden gibt es daher auch nicht – vielmehr ein Potpourri verschiedener Stationen im Leben von Wilhelm, frei ausgewählt und dennoch letztlich gut zusammenpassend. Das Bild, das sich von Wilhelm ergibt, ist genauso vielschichtig. Einerseits der auf Ansehen und Selbstdarstellung bedachte Staatsmann, andererseits der einfache und alte Mann auf dem Holzplatz. Die ganze Vielfalt seiner Wesenseigenschaften, eingefangen in simplem Bildmaterial, untermalt vom gleichfalls sehr zurückhaltenden Kommentar Mario Adorfs. Kein Rumreiten auf Wilhelms Charakterschwächen und politischen Fehlern, keine Wertung seiner Person und erst rechte keine historische Schuldzuschreibung.
Einfach nur eine auf großen Trommelwirbel verzichtende Bilderschau und Biographie eines Mannes, der historisch bis heute nicht wirklich eingeordnet werden kann.
Absolute Empfehlung!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Annumbay 2012/01/11 14:35:36
Antwort löschenAbsolut keine Empfehlung, genau wie diese Bewertung !!!
Hast du den Film überhaupt verstanden, gar gesehen ???
Hellbilly 2012/01/11 14:45:35
Antwort löschenWürde ich das sonst schreiben?
Was hast du denn zu bemängeln?
Joeyjoejoe17 2012/01/11 15:15:10
Antwort löschenNicht beachten. Don't feed the troll ;)
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Annumbay 2012/01/11 15:19:25
Antwort löschenMan sollte dich echt sperren Hillbilly ...
Hanno Jones 2012/01/11 15:58:04
Antwort löschenich dachte das sei eine filmbewertungs- und nicht eine userkommentarebewertungs community ...
hör mal auf rumzuhaten ... vor allem wenn du selber nichts zu erläutern hast!
Gaston 2011/03/20 20:48:23
Kommentar löschenEine spannende "Dokumentation", die eine Kaleidoskop aus frühen bewegten "Live"bildern, Fotos und Karten Wilhelms II.
Mario Adorfs ruhige Erzählstimme macht die Bilder zu einem Erlebnis und Otto Sander, der die Zitate Wilhelms spricht ist kongenial besetzt. Schön auch der Zusammenschnitt moderner Aufnahmen mit altem Material der besuchten Orte des "Reisekaisers".
Auf Dauer fand ich die Nachvertonung etwas aufdringlich und den Schluss ein wenig weich gezeichnet.
Aber alles in allem eine großartige Spurensuche mit beeindruckenden historischen Filmaufnahmen!
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maslobojew 2008/03/09 11:28:38
Kommentar löschenSehr empfehlenswerte Doku, die Wilhelm II. als "Medienkaiser" in den Mittelpunkt stellt und nur soviel über politische Details und Hintergründe der damaligen Zeit Auskunft gibt, wie es für das allgemeine Verständnis nötig ist. Beeindruckend aufgearbeitetes Filmmaterial - übrigens vereinzelt sogar in Farbe - und intelligente, weil dezente "Nachvertonung" der historischen Aufnahmen. Otto Sander kommt als Sprecher zum Einsatz bei Originalzitaten von Wilhelm II., sonst spricht sachlich, zurückhaltend Mario Adorf.
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