Malice in Lalaland

Malice in Lalaland (2010),
Laufzeit 93 Minuten, Erotikfilm, Road Movie, Drama, Abenteuerfilm

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Malice in Lalaland
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mit Sasha Grey und Ron Jeremy

Malice bricht, von einem Karnickel geführt, aus der Psychiatrie aus. Doch die Anstaltsdirektorin Queenie schickt einen Wärter aus, um Malice wieder einzufangen.


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Muffin Man

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Bewertung4.5Uninteressant

"Don't ever, ever, criticize a girl about her hair!"

Okay, werd ich mir merken ;)

"Malice in Lalaland", der auch auf dem Berliner Pornofilmfestival lief, ruft bei den Rezensenten einer Erwachsenenfilmverteilerseite sehr positive Kritiken hervor: an ein "anspruchsvolles Publikum" sei der Film gerichtet, er vereine "grandiose" Schauspielleistungen, biete den "wohl besten" Soundtrack in einem Pornofilm, und sei überhaupt "grossartig".
Ach komm, wirklich?
Was man "Malice in Lalaland" zugutehalten kann, ist, dass er wirklich auf Film gedreht wurde und dementsprechend gut aussieht. Ansonsten ist er ein schönes Beispiel dafür, wie leicht heute Pornos, die sich ein minimales Mass anstrengen, als Film zu funktionieren, schon gefeiert werden, obwohl sie eigentlich vergessenswert sind.
Die Geschichte dreht sich um Malice (Sasha Grey), einer Insassin einer Art Irrenanstalt, die von einem Typen, der als schwarzes Kaninchen verkleidet ist, befreit wird. Ihr leicht gestörter Aufseher, der auf Queenie, die Chefin der Anstalt, steht, macht sich auf, sie wieder zurückzubringen.
Es lohnt sich, hier kurz zu verweilen und anzumerken, dass die Ausgangslage gar nicht schlecht ist: Malice, die Alice dieser Version, fällt ins Wunderland, wird aber von den Kreaturen und Einwohnern dieser Phantasiewelt selbst als phantastisches Geschöpf angesehen, das nicht hierher gehört, fremd ist, gefährlich. Deshalb wird sie eingesperrt, verwahrt, negiert als psychisch Kranke. Somit wird die Perspektive gewechselt: genau so, wie die Bewohner des Wunderlandes Alice merkwürdig erscheinen, geschieht es auch umgekehrt.
Der Film schöpft dieses Potenzial zu keiner Sekunde aus, es scheint sogar, er sei sich dessen gar nicht bewusst. Völlig ziellos plätschert die Geschichte dahin. Malice trifft auf einen Typen, der wie Hunter S. Thompson in "Fear and Loathing in Las Vegas" aussieht, er macht Photos von ihr, bringt sie irgendwohin, verschwindet wieder. Warum Hunter S. Thompson? Das weiss der Film doch selbst nicht. In einem Striplokal sitzt Ron Jeremy herum und labert etwas von Titten, wohl, um der Besetzungsliste noch einen grossen Namen hinzufügen zu können. Immerhin macht er in den Sexszenen nicht mit.
Die fallen völlig generisch und seelenlos aus, sind unterlegt mit Brechreizhardrockmucke, die einem das Gehirn zerfräst ("bester Soundtrack", meine Fresse), und nerven nicht zuletzt darum, weil sie rein gar nichts zum Verlauf der Geschichte beitragen, sondern diesen ständig aufhalten. So bremst sich "Malice in Lalaland" selber aus und wird zum Langweiler, aber spätestens im Abspann merkt man, dass sowieso alles eine Mogelpackung war.
Natürlich ist "Malice in Lalaland" besser als sehr vieles von dem Schrott, der da produziert wird, und das gilt es auch verhältnismässig zu würdigen, aber was es zu verstehen gilt, ist, dass besser zu sein als die anderen noch nicht bedeutet, gut zu sein.

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Muffin Man

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@Hendrik: Vielen Dank! Ich hab nichts gegen Grey per se, sie hat Ausstrahlung und Präsenz, nur habe ich sie bis jetzt noch in nichts gesehen, was ich für wirklich gut befinden würde, was aber vielleicht auch damit zu tun hat, dass mir die moderne Pornoästhetik nicht so liegt. Ich hab vor gewisser Zeit mal ein Auge auf "The Last Rose" mit ihr geworfen, aber nach ein paar Screenshots meine geplante Sichtung an den St. Nimmerleinstag verschoben.
Ausserdem schreit sie ein bisschen viel rum - ich hab nie verstanden, was am Rumbrüllen von obszönen Sätzen erregend sein soll. But that's just me...

@guggenheim (Falls du das liest): Du darfst dem moviepiloten, der bei den Filmen, die ich bewertet/kommentiert habe, das Filmposter hinzufügt, meinen herzlichen Dank ausrichten! ;)


Blutonos

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Hm... ich fand den eigentlich recht gut gelungen, sowohl den Soundtrack, als auch den Film per sé.


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