Mammut

Mammoth (2009), DE/DK/SE Laufzeit 124 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 10.06.2010

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5.7
Kritiker
17 Bewertungen
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6.1
Community
174 Bewertungen
24 Kommentare
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von Lukas Moodysson, mit Gael García Bernal und Michelle Williams

In Mammut löst Gael Garcia Bernal unbeabsichtigt eine Kaskade von dramatischen Ereignissen aus, die nicht nur seine Familie betreffen.

Im Zentrum von Mammut steht das erfolgreiche New Yorker Paar Leo (gespielt vom mexikanischen Superstar Gael García Bernal) und Ellen (Michelle Williams). Leo ist Gründer einer erfolgreichen Internetseite und lebt in einer Welt voll Geld und Entscheidungen. Seine Frau Ellen arbeitet als Notärztin, die engagiert um das Leben ihrer Patienten kämpft. Durch ihre erfolgreichen, beruflichen Karrieren bleibt den beiden kaum Zeit für ihre 8-jährige Tochter Jackie. Stattdessen kümmert sich das philippinischen Kindermädchen Gloria liebevoll um die Kleine, während sie ihre eigenen Kinder in der Heimat zurücklassen musste. Als Leo für einen Geschäftstermin Thailand fliegt, setzt er unbabsichtigt eine Kette von Ereignissen in Gang, die für alle Beteiligten dramatische Auswirkungen haben wird.

Hintergrund & Infos zu Mammut
Mammut von Lukas Moodysson feierte auf der Berlinale 2009 seine internationale Premiere. Der preisgekrönte Arthouse Regisseur hatte vorher mit kleineren Produktionen wie A Hole In My Heart und Lilja 4-ever teils Begeisterung, teils Verstörung geernet. “Mammut” startet im Sommer 2010 in den deutschen Kinos.

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Mammut

José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Obwohl das Drehbuch überfrachtet und der Erzählrhythmus insgesamt eher schleppend ist, stellt „Mammut“ interessante Fragen über die Beziehung von Beruf und Familie: Die Eltern bemühen sich, für ihre Kinder zu arbeiten, aber distanzieren sich deshalb von ihnen. Lukas Moodyssons Film handelt eigentlich davon, dass die wirklich Leidtragenden in der Globalisierung die Kinder auf der ganzen Welt sind – ob sie in New York, den Philippinen oder in Thailand leben.

Die zeitlose Botschaft von „Mammut“ fasst der schwedische Regisseur mit den Worten zusammen: „Der Film handelt von Familien, von Eltern und Kindern, und wie wir uns zu unseren und anderer Leute Kinder verhalten. Es geht darum, dass wir alle auf diesem Planeten miteinander verbunden sind, ob wir es mögen oder nicht. Und dass jeder jeden irgendwie braucht.“

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Der Schwede Lukas Moodysson gehört zweifelsfrei zu den europäischen Regisseuren, deren Namen man sich merken sollte. Seine bezaubernde Coming of Age-Geschichte „Raus aus Amal“, die 70er-Jahre-Dramödie „Zusammen“ und das an die Nieren gehende Prostitutiertendrama „Lilja 4-ever“ zeugten bereits von großem erzählerischen Talent, das auf kein Genre festgelegt war. Dies hat sich auch außerhalb seiner Heimat herumgesprochen und so konnte Moodysson für seinen letzten Film, der schon 2009 im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war, mit Gael Garcia Bernal und Michelle Williams eine hochkarätige, internationale Besetzung verpflichten.
Die beiden spielen das in New York lebende Ehepaar Leo und Ellen. Während Leo das große Los gezogen hat und mit einem Internetdienst zu viel Geld gekommen ist, geht Ellen voll in ihrem Job als Chirurgin auf. Ihre gemeinsame Tochter Jackie (Sophie Nyweide) wird so aus elterlichem Zeitmangel meistens von der philippinischen Nanny Gloria (Marife Necesito) beaufsichtigt…

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Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online

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4.0Uninteressant

Die Eheprobleme eines New Yorker Paares, das Schicksal ihrer Immigranten-Haushälterin, zwei Brüder in der dritten Welt: Der Film schielt so oft nach Alejandro González Iñárritus Meisterwerk "Babel", das man sich als Zuschauer irgendwann nur noch die Augen reibt. Von dessen Tiefe, Atmosphäre und emotionaler Dichte ist "Mammut" jedoch meilenweit entfernt. Die Inszenierung des schwedischen Regisseurs Lukas Moodysson ("Raus aus Amal") ist zwar voll von guten Absichten, letztendlich aber nicht mehr als eine Folge von Plattitüden. (...) Dem babylonischen Sprachgewirr setzt der Film lediglich seine eigene Sprachlosigkeit entgegen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Mammutprojekt, das leider seinem eigenen Anspruch nicht gerecht werden kann.

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Elisabeth Maurer

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6.5Ganz gut

...Hier wird die Zersplitterung des modernen Lebens deutlich. Grundlegendes Thema ist Entfremdung, sie ist Essenz jeder einzelnen Szene des Films. Immer wenn die Menschen miteinander reden, sei es übers Telefon oder auch direkt, sind sie innerlich weit voneinander entfernt. Nie können sie erkennen, was in den anderen gerade vorgeht. Woher sollen sie dies auch, keiner hat einen richtigen Einblick in das Leben der anderen. Nur dem Zuschauer wird dieser Überblick gewährt und er kann die Situation der Figuren erkennen. Und die Entfremdung geht wesentlich weiter. Keiner kann eine Beziehung zu dem Ort aufbauen, an dem er sich befindet. Ellen wandert durch ihre Wohnung wie ein gefangenes Tier und ist so unruhig, daß sie nicht schlafen kann. Leo steht in seinem Hotelzimmer in Bangkok und blickt auf das Stadtpanorama in eine Kultur, die er ebensowenig verstehen kann wie seine eigene. Denn im Grunde haben alle sich von sich selbst entfremdet, funktionieren in ihrem abgesteckten System, doch haben keinen Plan und kein Ziel vor Augen. Es ist sogar noch schlimmer, sie können keinen Sinn in ihrem Tun finden, nichts wonach sie sich richten könnten. Gloria glaubt an Gott, doch auch Beten hilft keinem der Beteiligten. ...

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Chuchaqui: Critic.de

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5.5Geht so

Letztlich kann Mammut sein Potential nicht ausschöpfen und scheitert am eigenen Anspruch. An zu vielen Orten spielen sich zu viele Konflikte um zu viele Figuren ab. Vor allem der Vergleich zum offensichtlichen Vorbild Babel lässt die Defizite deutlich hervortreten: Iñárritu schwächt die globalen Sprünge des Drehbuchs filmisch ab, nimmt den Übergängen durch visuelle Analogien die Härte des Schnitts und etabliert sie als Verbindungsglieder zwischen den Welten. In Mammut dagegen ist fast jeder Übergang störende Zäsur. Moodysson schneidet zwischen den USA, Thailand und den Philippinen so häufig und willkürlich hin und her, dass wir uns auf keine der drei Welten und ihre Figuren einlassen können. Der globale Schnitt wird zum Selbstzweck, der kein kohärentes Werk mehr zulässt. Es geht um alles und um nichts, und am Ende singt wie immer Cat Power.

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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film

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5.0Geht so

Dort wo „Babel“ von unbändiger emotionaler Kraft und Tragik strotzte, nimmt Lukas Moodyssons Drama deutlich weniger Fahrt auf, legt den Finger aber in ähnliche Wunden. Auch hier ist es das Leid von Kindern, das am stärksten herausgearbeitet wird und zur großen Nebenwirkung des modernen Kapitalismus erklärt wird. Dennoch ist es gerade diese Zurückhaltung, die dem Film nicht immer gut tut. Die Unentschlossenheit der Erzählung ist vielleicht aber auch nur eine Parallele zur Ohnmacht ihrer Protagonisten, die in den Zwängen des modernen Lebens ihre ursprünglichen emotionalen Bindungen vernachlässigen müssen. Lukas Moodyssons Drama ist dennoch ein wichtiges Statement über den fatalen Kreislauf von Ursache und Wirkung zwischen technologisierter Erster Welt und gebeutelter Dritter Welt. Mit etwas gedämpfter Erwartungshaltung wird man den Film jetzt im Kino garantiert nicht mehr ausbuhen.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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3.0Schwach

Moodyssons Erste-Welt-Figuren suhlen sich in ihren Luxusproblemen, wiederholt zeigt der Regisseur Michelle Williams, die einen bis zum Bersten gefüllten Kühlschrank öffnet und wieder schließt, weil sie keine Ahnung hat, wie sie mit den Lebensmitteln ein Mahl zubereiten soll. Moodysson findet keine Haltung zu seinen Personen.
Der einzige Anflug von Konsequenz streift den Film erst in seinen letzten Sekunden, wenn Bernal und Williams nach dem Abgang ihrer Filipina ankündigen, ihr Leben weiterzuführen, ohne etwas zu verändern.

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Mammoth wurde am meisten ausgebuht. Jedenfalls liest man das in jeder schlechten Kritik des Films und davon gab es viele. Trotzdem ist "Mammoth" ein sehr guter Film, den man schlichtweg falsch angeht. Ich habe bisher noch keinen Film von Hr. Moodysson gesehen, aber anscheindend hat er bisher äußerst sozial-kritische und radikale Filme abgliefert. Wer mit diesem Background in Mammoth geht, kann nur enttäuscht werden.
"Mammoth" ist nämlich ein pro-familiärer Film, der die Familie verteidigt und nicht zerstört, wie in allen anderen Familien-Dramen. Moodysson kommt somit Spielberg näher und das mögen Kritiker natürlich garnicht, besonders nicht wenn ein philipinisches Hausmädchen an Gott glaubt, ohne das man das als Mumpitz abtut. "Mammoth" verhandelt klassische und moderne Werte und erzählt von pervertierten familiären Strukture. Der Film beginnt mit trügerischem Glück, in dem die Tochter wie ein Äffchen durch die Wohnung läuft und von den Eltern gejagt…

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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3.0Schwach

Nach Filmen wie Lilja 4-ever und A Hole in my Heart ist Mammoth jedenfalls Moodyssons bislang schwächster Film und eine derart tumbe Feier von moralischen Werten, dass man sich beinahe in einem ins Unendliche ausgedehnten Wahlwerbespot der Partei mit dem großen C im Namen oder des Vatikans glaubt. Was Glorias erstaunliche Erklärung für den Urknall und die Erschaffung der Erde zumindest einigermaßen verständlich machen würde.

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Kommentare (15) — Film: Mammut


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LeBateauPolice

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Bewertung7.5Sehenswert

Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Gibt es in einer globalisierten, vom Kapitalismus dominierten Welt noch die klassische Familie? Was sich kontextuell zunächst plattdumm anhört, verarbeitet Moodysson auf seine eigene unnachahmliche Weise erstaunlich souverän. Wie der globale Kapitalismus uns alle beraubt, ganz gleich ob arm oder reich, wird hier wunderbar dargestellt, wenngleich Moodysson sich die letzten 10 Minuten und dem damit verbundenen "Geschmäckle" hätte sparen sollen. Wer über die fragwürde Message am Schluss hinwegsehen kann, dem sei dieser Film empfohlen.

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Hartmut Wastian

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich kann die Kritiken leider nicht ganz verstehen: Hatte den Film ganz ohne Voschusslorbeeren gesehen und ihn als ein einfühlsames Portrait von Menschen auf der Suche nach ihrem - teils sehr kleinen - Glück sehr genossen. Die Entwicklung ist stimmig, nichts wirkt zu dick aufgetragen.

Gut, nach großen Überraschungen wird man hier vergeblich suchen, aber die muß der Film auch nicht bieten, will er doch eher das tägliche Laufen im Hamsterrad zeigen. Am Ende stehen alle mehr oder weniger geknickt, aber mehr oder weniger nochmal davon gekommen da, ein Happy End ist das für mich nicht...

Für mich insgesamt deutlich besser als der überfrachtete Babel, aber hinter Amores perros.
Überragend für mich Michelle Williams, schon alleine ihretwegen kann ich den Film empfehlen.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Titel hat mit dem Film so viel zu tun wie besagtes Mammut mit der Raumfahrt. Vater Leo (Gael Garcia Bernal) macht Millionen und ist dafür global unterwegs, Mutter Ellen (Michelle Williams) ist Unfallchirurgin und im Dauerstress. Auf die kleine Tochter passt das philippinische Kindermädchen Gloria (Marifa Necesito) auf. In dokumentarischer Art und Weise werden die sich aus dieser Konstellation ergebenden Probleme beleuchtet. Beziehungen ändern sich aufgrund gemeinsamer Realität, das Kindermädchen wird Ersatzmutter. Vater versucht es mit der ehelichen Treue in Thailand. Ob er da den lokalen Schönheiten widerstehen kann? Schau ‘mer mal! Glorias Sohn erfährt daheim ein Unglück. Und am Ende ist alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen.
Zuvor gab es noch nationalistische Vorurteile der einheimischen Nutten. Pätscher-plätscher…Das Harmoniebedürfnis von Regisseur Moodysson ist so groß, dass keine Rührung aufkommen kann. Die Tränen der Akteure verdampfen an der heißen Luft der Dialoge. Man versteht ansatzweise die dargestellten menschlichen Probleme, nimmt sie aber zur Kenntnis wie die Rechnung im Supermarkt. Für den, der etwas Neues erfahren will, ist der Film glatte Zeitverschwendung. Für die Übrigen aber auch.

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Lorion42

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein guter und sehr moralischer Film, der leider daran krankt, dass es sehr wenig Charakterentwicklung gibt und das Ende sehr plump, wenn nicht sogar ironisch wirkt. Einer der häufigsten Kritikpunkte war, dass der Film wenig Interpretationsspielraum bietet. Pro Familie und Gemeinschaft, contra Globalisiserung und Kapitalismus. Doch wenn man sich auf den Film einlässt, dann bietet er einiges mehr. Besser als in vergleichbaren Filmen sind die Auswirkungen einzelner Handlungen von den Entscheidungen der Anderen abhängig. Desweiteren bietet er eine Diskussionsgrundlage, indem er die Familie zwar als das ideale Glück darstellt, aber niemals zeigt, was passiert, wenn sich jemand für die Familie und gegen das Geld entschieden hätte - da alle Charaktere im Prinzip die selben Entscheidungen treffen. Irgendwie schade, dass so viel Potential verschenkt wurde, aber ihn als schlechten Film zu bezeichnen geht dann doch zu weit.

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Telebaum

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Bewertung6.0Ganz gut

"Mammon" hätte es wohl besser getroffen, denn Moodysson erzählt davon, wie die existentielle Notwendigkeit, Geld zu verdienen, Familien zerstören kann. Aber vielleicht sollte "Mammoth" ja genau das assoziieren, diese Ambivalenz, dass Familienglück durch materiellen Reichtum nicht erzwingbar ist, durch die Armut jener Kinder, die im Kontrast dazu ihr Essen auf Müllkippen suchen, jedoch vollkommen ausgeschlossen. Sicher, all das wirkt zum Teil sehr klischeehaft. Der Film hat seine Schwächen, ohne Zweifel. Wobei ich die glücklichen Familienszenen zu Beginn und am Schluss nicht einmal dazurechnen würde, denn die sind für mich weniger Klischee als vielmehr als Ironie zu verstehen, aber so sicher weiß man das nicht - Moodysson hat immer so etwas Ungelenkes, Schwammiges in seinen Filmen, so als wäre es ihm selbst nicht ganz klar, wohin die Reise geht, was er zu sagen hat. Er sagt aber zuviel und er redet zu moralisch, als dass etwa Spielräume für Interpretationen blieben. Das alles wirkt dahingehend unreif, unausgegoren, nicht konsequent zu Ende gedacht. Mal abgesehen von den unterirdisch flachen Dialogen, hat der Film seine größte Schwäche in der Dramaturgie. Nach einer ewigen, ich meine, eineinhalbstündigen! Exposition, entwickelte sich das Drama dann allein in der letzten halben Stunde. So funktioniert Kino nicht, so hat Drama noch nie funktioniert. Seine größte Stärke hat der Film in seiner Hauptdarstellerin Michelle Williams.

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vuvuzela

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Bewertung5.0Geht so

In dem Film bekommen Neureiche eine Lebens-Sinn-Krise, gleichzeitig zeigt man verschiedene Typen die um ihr Existenzminimum kämpfen. Was will der Film einem da vermitteln, dass auch die Superreichen "große" Probleme haben? Nee, da muss mehr kommen als so eine halbfertige Seifenoper ähnliche Story.

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bugsb

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Bewertung1.0Ärgerlich

Der film endet wie er anfangt: mit klichehaftes Familienglück. Und dazwischen: keine Geschichte, schlechte Dialoge, uninteressante erzählt. Zusammengefasst: Belanglos und langweilig.

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vPidschv

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falsch.


Fabs123

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Bewertung7.5Sehenswert

Ohne den tollen Soundtrack von Ladytron wäre der Film nur halb so gut. Umgekehrt funktioniert das entsprechende Album am besten als Soundtrack. Ansonsten: Relevante Geschichte mit guter Besetzung.

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vPidschv

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Bei Moodyssons Filmen ist der Soundtrack immer entscheidend und macht den Film erst richtig gut. Ich kenne kaum einen anderen Regisseur, dem es so gut gelingt, irgendwelche normalen Pop/Rock-Songs so passend in seine Filme zu integrieren.


kalim11

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Bewertung1.0Ärgerlich

Es gibt Filme, die erzählen eine spannende Geschichte, schaffen den spagat zwischen Tragik, herzaufreißend und nachhaltig eindrucksvoll, und es gibt Mammut! Ich habe schon viele Filme gesehen, aber das war seit langer Zeit mal wieder ein Film, bei dem ich mich im Nachhinein wirklich ärger, dass ich ihn mir ausgeliehen habe!!! Ich schaue Filme grundsätzlich immer bis zum Ende, da ich der Meinung bin, dass man einen Film erst wirklich bewerten kann, wenn man ihn bis zum Ende gesehen hat. Mammut jedoch, lässt mich wirklich an meinem Vorgehen zweifeln! Hätte ich ihn früher ausgemacht, hätte ich etwas spannenderes mit diesen verschwendeten 1 1/2 Stunden machen können - z.B. das Klo putzen oder dem Schnee beim tauen zusehen können! Rückblicken frage ich mich auch, Welche Botschaft mir dieser Film denn bitte mitteilen sollte??? Abgesehen, von einer der schlechtesten deutschsynchonisationen (beim männlichen Hauptdarsteller), die ich so auch noch nicht erlebt habe, kotzt mich ich Nachhinein der Versuch des Film, die ganze zeit hochdramatisch, sozialkritisch zu seine gerade zu an!!! Heiße Luft, die in Sachen Langeweile dem Abendprogramm des offenen Kanals meilenweit den Rang abläuft!!! Mein Tip, wenn ihr mal jemanden richtig ärgern wollt, oder euch bei eurer Ex rächen wollt, empfeht diesen Film weiter... ich geh mich jetzt erstmal wieder ärgern!!!

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annaberlin

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Bewertung6.5Ganz gut

Natürlich ist der Plot überkonstruiert, doch bei Babel funktioniert es ja. Was Mammoth fehlt, ist die Virtuosität. Die Charaktere bleiben platt und indifferenziert, die reiche Hauptfigurenfamilie total unnahbar. Klar sind die Schicksale der Familien aus den Entwicklungsländern tragisch, aber die Kunst besteht nicht darin, den Zuschauer durch Kindesmisshandlung und Armut zu schockieren, sondern dieses Thema so hinüberzubringen, dass wir Verknüpfungen anstellen und zum Nachdenken angeregt werden. Die letzte Einstellung bleibt mir ein Rätsel: Soll das ironisch sein? Oder ein Blick auf das perfekte Familienglück? Wurde daraus nicht schlau. Positiv hervorzuheben sind Michelle Williams und Gael Garcia Bernal, ohne die der Film leider Gottes jedoch zu Recht untergegangen wäre.

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MartinWieandt

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Bewertung2.5Ärgerlich

A slick message movie about what disconnects in the globalized world. Well played and shot, it will appeal to the curious people who liked Babel, Motorcycle Diaries but not many more. It needs too much time to get going and it's very predictable, patronizing and humourless.

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Herr Marcus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diese ganze "MESSAGE DES FILMS" Gewäsch in der Kritik geht mir total gegen den Strich. Eine ständige Sehnsucht nach Bestätigung der eigenen "Haltung". Hier wird eine Geschichte über eine Familie und deren ganz eigene Verlorenheit erzählt.

Ohne dass man jemandem die Schuld für die Verhältnisse zuschiebt kann man also keinen kritischen Film machen?

"Ah, der Kühlschrank ist voll - Globalisierungskritik!!" "Aber das geht mir nicht weit genug"
Sind wir da nicht längst drüber weg?
Spannend ist doch hier (wohltuend ohne vordergründige Botschaft)zu beobachten: Das Scheitern von MEnschen jeder Herkunft und jeden Alters , sich mit diesen Gegebenheiten zu arrangieren. Und ja: Es gibt keinen Schuldigen.
Außer der Weltbank und der CDU.

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albiedo

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Bewertung7.0Sehenswert

Babel trifft Lost in Translation

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Tobias

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich verstehe die Verstimmungen der Kritik nicht. "Mammoth" ist eine sehr zeitgeistige babel-formatige Bestandsaufnahme eines modernen Familienentwurfs - gespickt mit ein einigen starken globalisierungskritischen Sequenzen.

Für mich standen dabei gar nicht so sehr die Moralkeulen im Vordergrund, die die Kritiker überall vermuten. Die Qualität des Films liegt für mich eher in der sehr ehrlichen und genauen Beobachtungen der Sehnsüchte und wirkenden Kräfte ihrer Hauptfiguren. Der Film will gar nicht groß. Sondern wirkt groß im kleinen.

Das ganze gutmenschelnd vordergründig zu finden, ist bei einigen Szenen natürlich einfach. Zielt aber meiner Meinung nach voll an der Intention und der Wirkung des Films vorbei.

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davidpm

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Bewertung3.0Schwach

Hohe Erwartungen hatte ich an diesen Film mit tollen Darstellern, von einem Regisseur, der mit Raus aus Amal einen meiner Lieblingsfilme gemacht hat. Auch dieser Film ist niemals langweilíg, die Hauptdarsteller gut, der Film schön anzusehen. Nur die Message! Der vermeintlich globalisierungskritische Film scheitert an platten Gegenüberstellungen von arm und reich, an der Glorifizierung von wertkonservativen Familienbildern und an Kitsch und Gutmenschentum! Undifferenziert und ärgerlich. Die drei Punkte bekommt der Film nur, weil er das Ganze wenigstens hübsch verpackt daherbringt.

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