Manche mögen's heiß - Kritik

US 1959 Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 06.06.2002

  • 6 .5

    Voll der bekannte Filmklassiker, 8,0-Punkte-Vorhersage, mit Marilyn Monroe eine Schauspielerin dabei, von der sogar ich Banause ein Bild im Kopf habe: daran gemessen eine gewisse Enttäuschung.
    Aber sonst: nette Komödie, die ihre Momente hat.

    • 10
      ElmStreet84 14.02.2015, 19:42 Geändert 14.02.2015, 19:53

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      Zugegeben, viele Werke von Billy Wilder habe ich noch nicht gesehen (Das Apartment, Manche mögen's heiß), aber was ich gesehen habe, hat mich bis jetzt immer begeistert und ich habe mich schnell damit angefreundet, immer wenn ich einen Film von Billy Wilder sehe, auf gute Unterhaltung und ein tolles Gesamtpaket hoffen zu können. So ist es ohne Zweifel auch hier.

      In...

      "SOME LIKE IT HOT"

      ... zeigt uns Billy Wilder mal wieder seine Chokoladenseite der Komik und des Humors, indem er zwei Jazzmusiker, genannt Jerry und Joe, einen Mord beobachten und zu weiblichen Gestalten umformen läßt. Auf der Zugreise begleiten sie eine Damenkapelle, nachdem sie auf der Flucht dort aufgesprungen sind und bei der Kapelle als Daphne und Josephine heuern, und sich schließlich mit auf die Reise nach Florida begeben um dort die Gruppe, bestehend ausschließlich aus Mädchen, bei einem Konzert zu begleiten.

      Was sich Regisseur Billy Wilder hier aus dem "Ärmel geschüttelt hat" ist wirklich Unterhaltung vom feinsten während ihm mit Jack Lemmon (RIP) und Tony Curtis (RIP) wohl die passenste und harmonischste Besetzung gelungen ist, die überhaupt nur möglich gewesen wäre, neben der tollen Marilyn Monroe (RIP) natürlich, die hier ebenfalls die Rolle des ahnungslosen, unschuldigen Mädchens grandios meistert, in das sich die beiden bereits im Zug mächtig vergucken. Es folgt ein Kampf zwischen Jerry und Jack um das Herz der hübschen Musikerin während sie sich aber gleichzeitig noch darauf konzentrieren müssen, ihre Rollen nicht auffliegen zu lassen.
      In "Some like it hot" verbindet Wilder sowohl das Element der Komödie, als auch des Dramas und sogar des Gangsterfilms, dessen Sequenz beim Bankett und dem Tod des Mafiabosses allein bei mir schon ein Herz verdient hat, und gleichzeitig aber auch zeigt, dass Wilder sich hier von nichts beeindrucken läßt und die drei Elemente gekonnt in ein Stück Film packt; dabei zeigt er uns als der Buddy mit dem Maschinengewehr aus der Torte gesprungen kommt auch noch einen der besten Tode, die man auf Film inszinieren konnte! Aus diesem Grund wundert es mich auch ein wenig, warum bis jetzt noch nicht viele bzw. garniemand versucht hat, diesen zu kopieren bzw. vielmehr sich ein Stück davon abzugucken.

      Hier verbindet Billy Wilder wirklich tolle Komik, Romanze, Drama und Gangsterfilm in einem Stück und zaubert dabei ein Meisterwerk, dass zurecht aus heutiger Sicht als Kultfilm und als Meilenstein in der Komödie gilt. Und darum gibt es von mir heute nach der dritten Sichtung höchstens verdient die 10 mit dem

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      6
      • 9

        Bin absolut kein Freund von Männern im Frauenklamotten Filme,aber Billy Wilder´s fantastischer Klassiker, ist da die goldene Ausnahme!
        Allein Marilyn Monroe ist hier zum dahinschmelzen.
        EIN KLASSIKER !

        • 10
          Martin Oberndorf 21.01.2015, 23:59 Geändert 22.01.2015, 09:25

          "Manche mögen's heiß" ist einer dieser großen Klassiker, die niemals alt werden.
          Das ist gerade für einen Film der 50er, in dem es um Männer in Frauenkleidern, und in weiterer Folge auch mit scheinbarer oder wirklicher Homosexualität, geht, eigentlich ein Wunder.
          Der Humor des Werkes ist generationsübergreifend, allgegenwärtig verständlich und überaus turbulent, neutral und sympathisch, sodass der Film für jeden etwas bietet, der gerne lacht und Spaß an der Freude hat.

          Seinerzeit war "Manche mögen's heiß", wie die meisten von Billy Wilders Werken, eine Ausgeburt an Sexualität und Kriminalität, die zwar manierlich und humoristisch daherkam, aber strikt einem erwachsenen Publikum vorbehalten war.
          Man denke: Gleich zu Beginn wird Alkohol geschmuggelt, ein Lokal mit Tänzerinnen ist ausgiebig im Blick und es werden Leute vom organisierten Verbrechern hingerichtet.
          Wenig später verkleiden sich die Zeugen als Frauen, um in einer Damenkapelle unterzutauchen. Ab da ist eine sexuelle Spannung ununterbrochen spürbar.
          Sei es die Szene, in der sich Sugar (die entzückende Marilyn Monroe) ganz eng an Daphne (der verkleidete Jack Lemmon) kuschelt und er sich immer wieder vorsagen muss "Ich bin ein Mädchen.", oder später, als er selbst von Osgood Fielding angebaggert wird.
          Asexualität, oder Impotenz, findet ebenfalls seinen Weg in den Film, wird aber freilich schön umschrieben.
          Es ist aber auch ein Film, den man in Anbetracht der heutigen Sehgewohnheiten bedenkenlos einem Kind zeigen kann.
          Durch diverse TV-Serien ist man auch in jungen Jahren bestens mit solchen Szenen vertraut, und aufgrund der uneindeutigen Erzählweise gehen die unanständigen Witze bestens über die Köpfe der Kleinen hinweg (obwohl ich es persönlich ohnehin für blödsinnig halte, Sex komplett vor Kindern zu verstecken, weshalb auch?).

          Es hat sich die Wahrnehmung des Filmes vielleicht geändert, weil sich der Zeitgeist geändert hat.
          Skandalös ist daran nichts mehr, und versaut sieht heutzutage auch ganz anders aus.
          Der brillante Witz, die charmante Geschichte und die feinfühligen oder einfach nur wahnwitzigen darstellerischen Leistungen sind jedoch zeitlos.

          Der Humor dieses Filmes ist nicht böse, nicht gemein und nicht aufgesetzt, er ist so leicht, mit einfachsten Sätzen, die wahre Lachanfälle hervorrufen.
          "Jetzt hast du's geschafft. Du hast mir einen Busen abgerissen."
          Es gibt Situationskomik, die derartig komisch ist, dass sie auch nach Sichtungen im zweistelligen Bereich immer noch für Lachkrämpfe sorgt.
          Als Josephine (Tony Curtis in Verkleidung) in der Badewanne ihr Liedlein trällert, und dann wortlos nach Sugars Verlassen mit finsterem Blick aufsteht und im klitschnassen Anzug auf Daphne zugeht.
          Oder die kleine Party, als sich immer mehr Mädchen der Kapelle im Zug in ein irrsinnig kleines Schlafabteil zwängen und es immer größere Ausmaße annimmt.
          Oder als Daphne mit Osgood tanzt und mit jeder Einstellung leidenschaftlicher wird.
          Es sind Szenen, die Gold wert sind. Die immer wieder lustig sind und die vom Mienenspiel der Schauspieler leben.

          Außerdem hat "Manche mögen's heiß" ein erstklassig geschriebenes Buch, was er quasi allen anderen Travestiekomödien voraushat.
          Die Gründe für die Verkleidung liegen in einem Film Noir reifen Gangstermassaker (St. Valentinstag anyone?), dass die beiden Protagonisten sehr notgedrungen macht.
          Dann gibt es den Strang mit Osgood, einem zunächst widerlich erscheinenden notgeilen Millionär, der sich unsterblich in Daphne verliebt hat - aber vielleicht doch besser zu ihm/ihr passt, als zunächst angenommen. Wuhaha.
          Mit Sugar hat man definitiv das große Los gezogen. Ihre Figur wirkt oftmals ziemlich gebrochen und melancholisch. Sie hatte nie Glück in der Liebe und spielt unter ihrem musikalischen Niveau, um den Männern zu entkommen. Deswegen trinkt sie viel und träumt sich ihren perfekten Mann zusammen, der zu ihr passt, und all das verkörpert, was seine Vorgänger nicht waren. Nichtsdestotrotz tritt sie mit einem Lächeln und massig Charisma auf die Leinwand, dass der Saal bebt - selbst, wenn sie immer nur den Zipfel von der Wurst bekommt.
          Und dann kommt Curtis, nicht nur als Josephine, sondern als Shell Jr. verkleidet...
          Dieses Spiel mit diversen ernsteren Genres, plausiblen Charakteren und dramatischen Handlungen sorgt dafür, dass wir dem leichtfüßigen Film seine Prämisse zu jeder Zeit abkaufen.
          Dabei ist der Film überaus fein und exquisit, und sorgt dafür, dass wir mitten in dr filmischen Achterbahn Platz finden.
          Wenn dann noch richtig viel bezaubernder Charme und eine Vielzahl hochwertiger Gags in jeder Minute spürbar werden, hat man auch schon die perfekte Unterhaltung.
          Besetzt man dann auch noch Tony Curtis und Jack Lemmon als Transvestiten wider Willen, dann hat man ein echt erstklassiges Filmerlebnis.
          Und zur Krönung die einmalige Marilyn Monroe, wohl in der Rolle ihres viel zu kurzen Lebens.
          Sie tritt auf und IST Sugar.
          Wie sie geht, wie sie spricht, wie sie schmachtet und schwärmt, wie sie lacht oder aber depressiv an der Flasche hängt. Wenn sie singt, spiegelt sich darin die jeweilige Gemütslage ihrer Figur wieder. Das ist die pure Verkörperung einer Rolle, pure Hingabe an eine Filmfigur. Oder steckt da etwas Wahres drin?

          Ein Film, der zurecht Geschichte schrieb und sich niemals abnutzt.
          Immer wieder ein aufheiternder, spaßiger Genuss!
          "BEEEEAAAANSTAAAAAAALK!"

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          • 9

            Nach wie vor eine der besten Komoedien aller Zeiten. Kann und sollte definitiv von jedem geguckt werden, immer und immer wieder!

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            • 10
              Padrona 01.01.2015, 01:54 Geändert 01.01.2015, 03:55

              Über diesen Film ist wirklich alles gesagt. Und ich knutsche die ARD, dass sie das traditionell grauenhafte deutsche Fernsehprogramm in der Neujahrsnacht zwischen diversen Stadeln und abgehalfterten Schlagerstars mit diesem Böller aus Witz und Humor, Sex, Intelligenz sowie Frechheit und Liebe mit einem ordentlichen Schuss Slapstick sowie Musik fürstlich krönen. Komischerweise fällt mir immer die Stelle mit den Makrönchen ein:-).

              So etwas bekam wirklich nur Wilder hin. Marylin soll die Kerle durch Vergesslichkeit, Versprecher und notorisches Zuspätkommen bei den Dreharbeiten an den Rand des Wahnsinns getrieben haben. Das merkt man dem Endprodukt überhaupt nicht an. Sie ist einfach atemberaubend. Dass Lemmon ein vielschichtiger Schauspieler war, wissen wir ja. Mich fasziniert auch der immer ein wenig unterschätzte Tony Curtis in der Rolle seines Lebens.Hier ist er Lemmon wirklich ebenbürtig. Nicht zu vergessen Joe E. Brown als Osgood Fielding III. :-).

              Lasst Euch verzaubern von diesem zauberhaften Film und schwebt Tango tanzend ins neue Jahr (und sei es auch nur vor der Glotze)!

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              • 10

                ..alles ist schon gesagt, ein Klassiker des Filmes, einfach immer ansehen.

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                • 10

                  Ein unvergessliche Klassiker. Top!

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                  • 9

                    Noch immer habe ich meine Skepsis gegenüber Klassikern nicht ganz abgelegt, aber es wird. "Manche mögen's heiß" ist ein weiterer Schritt in Richtung Klassikerliebe. Denn der Film hat mich herzlich zum Lachen gebracht, viel mehr als es moderne Komödien meistens schaffen.
                    Die Geschichte um die zwei Musiker Jerry und Joe ist eigentlich ganz einfach und doch alles andere als plump. Auf der Flucht vor Mafiagangstern müssen sie aus Chicago fliehen, doch wie soll das gehen ohne Geld, ohne eigenen Wagen, ohne Plan? Sie schleusen sich, verkleidet als Frauen, in eine Damenkapelle ein und machen sich auf den Weg nach Florida.

                    Dies war übrigens mein erster Film mit Marilyn Monroe und ich muss sagen: ich habe sie in mein Herz geschlossen. Wo ich sie vorher nur als Stilikone, als Schönheitsideal kannte, so fand ich ihre Darstellung hier einfach liebenswert, bezaubernd und sehr erfrischend natürlich. Doch auch die 'männlichen' Hauptdarsteller, Tony Curtis und Jack Lemmon, wirken außerordentlich sympathisch und schafften es, mich durchweg zu unterhalten.

                    Ich fand es besonders angenehm, dass die Geschichte "von sich selbst" lebt, das heißt die Witze entstehen aus der Situation heraus, wirken nicht aufgesetzt oder deplatziert. Und vor allem kommt der Film ohne den heutzutage weitverbreiteten Fäkalhumor aus, was ich sehr angenehm fand. Im Prinzip haben wir es hier mit einem klassischen Verwechslungsspiel zu tun, aber einem, das richtig toll umgesetzt wurde und ganz zu Recht heute als Klassiker bekannt ist. Und ja, doch, so langsam erwärmt sich mein Klassikerherz...! :)

                    6
                    • 10

                      Nachdem ich den Film heute zum wiederholten male gesichtet habe, wird es einfach ein mal Zeit für eine Aufwertung. Und so geht es von 9.0 auf die 10 mit Herz.
                      Im Normal tu ich mich ja schwer, Filme alten Jahrgangs so gut zu bewerten wie es teilweise die Community hier macht - nebenbei bemerkt scheint es da von Eurer Seite einen Jahrgangsbonus zu geben, aber lassen wir das ;) - denn in diesem Fall haben wir einfach einen Film, der Ende der 50`er gedreht wurde, aber gut und gerne auch von heute stammen könnte.

                      Zu verdanken hat der Film dies in erster Linie Regisseur Billy Wilder, der ein sehr gelungenes Drehbuch, aus witzigen Dialogen, skurrilen Situationen und einer geschickten Geschichte aus mafiösen Strukturen der Prohibition-Zeit, einer Damenkapelle, die wirkt wie ein Haufen 16 jähriger Schulmädchen auf Klassenfahrt, ein prunkvoller Badeort voller Millionäre und natürlich zwei Musikern, die sich einfach finanziell über Wasser halten wollten, dabei aber in eine Situation geraten sind, die sie auf eine Flucht in Damenklamotten treibt - auf einer Flucht vor der Mafia und vor sich selbst ;).

                      Vor allem Jack Lemmon sticht für mich hier hervor, seine Rolle und vor allem wie er sie interpretiert ist einfach göttlich - wobei es generell ein schauspielerisch stark geführter Film ist, angeführt von einem prominenten und dominanten Dreigestirn aus Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon.

                      Und Wilder weiß eben auch wie er seine Bilder zu komponieren hat, was das angeht schien er seiner Zeit fast ein wenig voraus. Da waren schon ein paar experimentelle Perspektiven dabei, das kenne ich sonst nicht aus Filmen dieses Jahrgangs. Sowohl witzig und klug umgesetzt, als auch einfach handwerklich geschickt gemacht fand ich zum Beispiel (SPOILER) die Bildübergänge der Szene, in der sich einerseits Curtis mit Monroe auf dem Boot vergnügt, während gleichzeitig "Daphne" mit ihrem "echten" Millionär durch die Nacht tanzt ;). Er riss dabei die Kamera so zur Seite, das jeweils am Szenenende und Szenenanfang ein solch schneller Schwenk entstand, dass man den Schnitt kaum wahrnimmt ... nichts neues heutzutage, klar, doch damals auf jeden Fall. Allein von der Idee.

                      Der Film bietet eine gute Mischung aus gutem Handwerk & Schauspiel, Mafia, einem verschmitzten Humor und einem angenehmen Touch Gesellschaftskritik - und natürlich, er macht riesig Spaß ;)

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                      • 10

                        "Gute Nacht Charlie...." Peng peng peng

                        Da kommen Erinnerungen hoch :)

                        • 10

                          " We wouldn't be coud dead with men! Rough, hairy beasts with eight hands. And all they want is just one thing from a girl."
                          Herrlich!
                          Im Normalfall bin ich nicht der größte Fan von Komödien, doch wenn mich jemand fragen würde welcher Film mich am meisten zum Lachen gebracht hat und es nach jeder erneuten Sichtung immer noch tut, gäbe es nur einen Streifen den ich nennen könnte: "Some Like it Hot". Billy Wilders unsterblicher Klassiker, ein Meistwerk der Filmgeschichte und meiner Meinung nach ganz klar DIE Komödie schlechthin, oft kopiert und NIE erreicht! Es ist unglaublich wie der Film trotz seines enormen Alters von mittlerweile über 50 Jahren absolut nicht's von seinem unverwechselbaren Charme, seiner Liebe zum Detail, der brillanten Situationskomik, seiner warmen und wohlfühlenden erzählweise und den so wunderbar charismatisch, so unverblümt verspielt und leidenschaftlich auftretenden Schauspielern eingebüßt hat und heute immer noch die Massen begeistert, egal ob jung oder alt. Immer wenn ich den Film sehe verspüre ich ein so ungebrochenes Gefühl der Lust, der Freude, schlichtweg der Euphorie und auch, und das obwohl ich mit "Some Like it Hot" nicht aufgewachsen bin oder ihn vor 10 Jahren oder so das erste mal gesehen habe, der Nostalgie. Es ist dieser einmalige Charme der 50er, die damit verbundene lockere und und so intensive Atmosphäre und die wunderschöne schwarzweiß Optik die bei mir jedesmal ein verschmitztes Schmunzeln auf die Lippen zaubert und mich immer wieder auf's neue in den Film eintauchen lässt, für zwei Stunden alles um mich herum vergessen und einfach nur diesen wunderschönen Film genießen lässt. Ich könnte mich jedesmal wegschmeißen, wenn sich Tony Curtis und Jack Lemmon, getarnt als reizende Damen namens Josephine und Daphne, aus der Affäre ziehen wollen und langsam aber sicher von einem aberwitzigen Abenteuer in's nächste stürzen und nebenbei noch um die Gunst der wohl blondesten Versuchung aller Zeiten buhlen, um sich letztendlich in einem Sumpf aus allerlei Missverständnisen wiederfinden. Dabei ist esdie wie schon hgesagt fantastische Situationskomik, die "Some Like it Hot" unter anderem so besonders und augenzwinkernd Ironisch macht, seien es Szenen in denen Daphne mit Sugar im Zug eine gemütliche Party feiern will und alles in Chaos verfällt, oder die legendäre Schlussszene, die wohl fast jeder kennen dürfte, und wenn nicht: "Well, nobodys perfect" . "Some Like it Hot" wird dabei nie langweilig oder öde, Nein, man wird über den ganzen Film hin prächtig unterhalten und nebenher mit so wundervollen Schauspielern belohnt, dass man sich geehrt fühlen sollte dieses Werk kennen und gucken zu dürfen! Tony Curtis und Jack Lemmon spielen hier so absolut grandios, wirken als Josephine und Daphne so liebenswert und komisch zugleich, das man sagen kann das diese Leistung auch heutzutage absolut herausragend und erreicht bleibt! Marilyn Monroe ist als Sugar, so klischeehaft, aber einfach so schön, so witzig, so herzerwärmend charmant und verspielt zugleich, das es immer wieder eine Freude ist ihr zuzusehen! Die Chemie zwischen den drei Protagonisten stimmt zu 100% , Curtis, Lemmon und Monroe harmonieren so toll, so echt und so einmalig miteinander, das man sich vor ihnen nur verneigen kann. Und wenn sie dann alle glücklich und zufrieden auf einem Boot übers.Meer segeln, alle Missverständnisse und Strapazen geklärt und scheinbar überstanden sind und die legendären Schlussworten erklingen, Lemmons verdutztes Gesicht zu sehen ist und langsam der Abspann beginnt, dann fühle ich mich in meiner Sichtweise immer wieder bestätigt: "Some Like it Hot" ist und bleibt ein absolutes MEISTERWERK, DIE Komödie schlechthin und ein ganz großer Klassiker der niemals in Vergessenheit geraten und in meinem Herzen immer einen Platz haben wird!

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                          • 10

                            Bei allen Filmen die vor 1970-1960 erschienen sind, habe ich vorab immer die Befürchtung, dass sie heutzutage deutlich angeschlagen wirken und nicht mehr zeitgemäß sind. Diese Befürchtung hatte ich auch bei dem Film "Manche mögen´s heiß". Doch das sich diese Befürchtung in diesem Fall als gänzlich falsch erwies, musste ich ziemlich schnell feststellen. Denn "Manche mögen´s heiß" ist auch knapp 55 Jahre nach seinem Kinostart unglaublich amüsant, herzerwärmend und grandios! Die Geschichte rund um 2 Männer, die sich in Frauenklamotten zwängen, nachdem sie Zeuge eines Mordes werden und ihrem eignenden Tod nur knapp entkommen, sorgte seinerzeit aufgrund der "Freizügigkeit" für viel Aufruhr. Über die Jahre hinweg mauserte sich "Manche mögen´s heiß" allerdings zu einem echten Klassiker und das wahrlich zu recht! Die Geschichte weiß auch heute noch zu überzeugen, das Hauptdarsteller-Trio spielt hervorragend und die Dialoge sind schlichtweg genial! Ausnahmslos jede Szene wirkt stets originell und grandios geschrieben, was den Film unglaublich charmant macht. Für mich ist "Manche mögen´s heiß" insgeheim ein kleines Meisterwerk, den ich sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen habe. Schade, dass heutige Komödien (meistens) nicht halb so genial und betörend wirken....

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                            • 8

                              Dieser Film ist nun 55 Jahre alt, wird innig geliebt, wurde tausendfach gereviewt, besprochen, analysiert und es ist sehr wahrscheinlich, dass wirklich jeder nur erdenkliche inhaltliche, gesellschaftspolitische und humoristische Punkt erörtert wurde. Deswegen fasse ich mich ausnahmsweise mal kurz:

                              SOME LIKE IT HOT ist von vorne bis hinten, links bis rechts, oben bis unten, in jedem Frame und jeder Einstellung vollkommen und durchweg charmant, leicht, witzig, liebenswert, herzerwärmend, grandios, wunderschön und großartig! Wenn mehr Filme auf eine derart un-triviale Art leicht daher kämen, wäre die Filmauswahl mit der "etwas lustiges" schauen wollenden besseren Hälfte auch heute noch um einiges einfacher. Dann wäre "leicht" kein Schimpfwort, sondern eine nicht abzustreitende Qualität.

                              Wie schön ist dieser Film denn bitte? Wie herzhaft kann man lachen? Wie simpel, aber effektiv ist die Story? Wie provokant muss es in den Fünfzigern gewesen sein, zwei gestandene Männer in Frauenkleider und Perücken zu stopfen und sie andere gestandene Männer an der Nase herum führen zu lassen? Wie bezaubernd ist Marylin? Wie cool Lemon und Curtis? Wie toll ist das alles geschrieben? Wie tief geht die Musik in Herz? Wie sehr fängt man denn hier das Schwärmen an?

                              Einer der Filme, die beim Schauen ein halbes Jahrhundert später eine nostalgische Wärme, geradezu eine Sehnsucht gleichermaßen in der Bauch- und Kopfgegend entstehen lassen. Ein Rausch der Bilder, Kostüme und Klänge einer vergangenen Zeit, die man sich in diesen zwei Stunden sehnlichst wieder herbei wünscht.

                              Danke Billy Wilder für ein solches Werk, denn das ist Feelgood-Kino, welches diese Bezeichnung nicht im geringsten Verleugnen muss! Einfach toll.

                              [http://weltamdraht.blogsport.de/2014/07/14/review-manche-moegens-heiss-some-like-it-hot-1959]

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                              • 8 .5

                                Jack Lemmon und Tony Curtis getarnt (notgedrungen) als Frauen, um auf der Flucht mit einem musikalischen Frauenensemble umher zu touren, sorgen mit ihrer lockeren, flappsigen und schlagfertigen Art für ungemeinen Spaß und großartig lustige Dialoge. Aber weil diese beiden noch nicht reichen, gesellt sich auch noch Schnuckelchen Marylin Monroe dazu.

                                Kaum zu glauben, aber das war mein erster Film mit Monroe, ihren Ruhm hat sie aber garantiert nicht zu Unrecht. Es werden wohl heute noch einige Herzen höher schlagen, wenn sie im Zug zu ihrem großen Auftritt ansetzt. Irgendwie fällt mir dabei sofort ein cartoonatiger Wolf ein, der jault, dessen Augen einen Meter nach vorne heraustreten, der sein Herz erst einmal in die Brust zurückdrücken muss und die Zunge über eine Länge von 5 Metern über dem Boden ausrollen lässt.

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                                • 10

                                  Klassiker. Mehr muss ich nicht sagen.

                                  • 9 .5

                                    Bestimmt schon mindestens(?) hundert mal gesehen, aber sobald der Film beginnt,
                                    hat man sofort mindestens einen der Running Gags dieser unangefochten brillanten Jahrtausendkomödie(!) im Ohr,...äh, sicherlich ist der Film unbestritten als einer der besten Filme aller Zeiten einzuordnen!
                                    GENIAL!!!!!

                                    • 10

                                      Mein unangefochtener Lieblingsfilm (bis jetzt). Herrlich, spritzig, warmherzig, mit Drive und Hirn. Vielleicht nicht perfekt...doch, perfekt! Und wer jetzt genervt "aber" ausruft, tja...dann, ihr wisst schon: nobody's perfect.

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                                      • 8

                                        Männer, die sich als Frauen verkleiden. Eigentlich ja die primitivste und dümmste Form der komödiantischen Unterhaltung. Nicht aber so bei Billy Wilder, der aus der Thematik ein richtiges Kaliber gemacht hat, das zurecht ein Klassiker der Filmgeschichte ist. Angesiedelt im Jahre 1929 während der Prohibition (mitsamt geheimen Jazz-Clubs, Hüten und der Thompson Machine Gun) haut Wilder einem ein Feuerwerk von unglaublich spritzigen Dialogen mit mehr oder weniger subtilen frivolen Anzüglichkeiten und enorm viel Wortwitz um die Ohren, dass es nur so rauscht. Extrem positiv ansteckender Film mit sehr unterhaltsam und temporeich inszenierten amourösen Verwicklungen und Missverständnissen, der seit der ersten Minute an für eine Menge Spaß sorgt, auch wenn es natürlich auch mal etwas peinlicher zuging. Jack Lemmon und Tony Curtis spielten absolut köstlich und Marilyn Monroe als verführerisches Naivchen mit dem passenden Namen "Sugar" war der Hammer. Lange wollte ich den Film nicht sehen, jetzt bin ich froh, dass ich ihn endlich mal gesehen habe. Hat richtig Spaß gemacht.

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                                          "Wieso Daphne???"

                                          Bei diesem Spruch muss ich viel mehr lachen als bei dem typischen "Some like it hot" Zitat.

                                          Dieser Film ist alt und ich bin nicht wirklch ein Monroe Fan, aber Jack Lemmon ist in diesem Film eine Offenbarung.
                                          Die Story ist einfach, wie bei vielen Komödien aus dieser Zeit, aber sie funktioniert und mit Abweichungen würde sie sogar heute noch funktionieren. (Clooney, falls du ein Remake wünschst...)

                                          "Du bist ein Mädchen!"

                                          Billy Wilder zeigte hier einmal mehr sein Gespür für eine Komödie. Nachdem er schon mit "Zeugin der Anklage" und "Ein zwei drei" Klassiker geschaffen hat, hat er mit "Some like it hot" einen Meilenstein geschaffen und das nicht wegen MM. Ode wegen "I wanna be love by you" oder dergleichen. Nicht einmal weil zwei Ponyies beim Wasserpolo uner Tony Curtis gestorben sind.
                                          Dieser Film lebt in erster Linie von Jack Lemmon. Seine "Daphne" ist einfach grandios. Der Witz, der in dieser Figur und ihrem Verehrer verborgen ist, macht viel mehr aus als den dümmlichen vorhersehbaren Handlungsstrang um Jo und Sugar.

                                          Hier sitzt jede Pointe.
                                          Jeder Moment funktioniert.
                                          Eine perfekte, wenn auch vorhersehbare Komödie, die ihres Gleichen sucht.

                                          Respekt für einen unglaublich starken Jack Lemmon. Nein, eigentlich sollten wir kurz niederknien. Der Mann hat es verdient.

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                                          • 8 .5

                                            Ein ganz Wilder Cocktail…

                                            ….der übertreibenden Zutaten. Dieser Film ist nicht nur die Mutter der US-amerikanischen Travestie und Verwechslungskomödien (Wilder hat extra einen Travestiekünstler aus Berlin einfliegen lassen) sondern auch die inszenatorische Basis sämtlicher folgender Komödien. Auch wenn Wilder den Humor und die Komödie nicht neu erfunden hat, so hat er doch eins ganz bewusst und gezielt geschafft mit diesen Film: er hat dem prüden, konservativen, verlogenen US-Bürger geschickt bewusst unterbewusst in seine moralischen Schranken gewiesen. Wie er das gemacht hat ist Hauptbestandteil dieses Films und das macht die große Wichtigkeit dieses Werkes aus. Filme müssen, wenn sie die Jahre überdauern wollen, dem Menschen etwas mitteilen. Und das schaffen sie durch Emotionalisierung. Wilder erreicht das durch den Humor. Und durch seinen speziellen Humor schafft er es ein Werk zu schaffen, welches in seiner unterschwelligen Botschaft gekonnt den zynischen Finger auf die Wunde der Prüderie legt. Zur Entstehungszeit gab es den sogenannten „Hays-Code“. Zur genauen Bestimmung hier folgende interessante Links:

                                            http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=198

                                            http://historymatters.gmu.edu/d/5099/

                                            http://de.wikipedia.org/wiki/Hays_Code

                                            Dieser war einer der m. E. n. schlimmsten Eingriffe in die Kunst und dem menschlichen Empfinden überhaupt. Anscheinend sah das Wilder ebenso. Zu einer Zeit, wo die Doppelmoral enorm hoch war (selbstredend auch heute noch) umging Wilder dies sehr geschickt. Er zeigte die Monroe in knallengen Klamotten von hinten, im heißem Dampf stehen, Männer hauen Männer auf den Hintern, die Ausschnitte der Kleider von der Monroe waren von so unglaublicher Tiefe, dass man was ins Dekoltee fällt, die Gewalt ist brutal, die Parodien auf totalitäre Führer (Mussolini-Parodie) sitzen, selbst Bi- und Homosexualität kommen hier drin vor. Man nehme nur das ausschweifende Loblied von Jack Lemmon an Osgood nach dem nächtlichen Tanzen. All das und noch viel mehr umgeht Wilder hier indem er der Doppelmoral und der falschen Ethik durch Humor einen Strich durch die Rechnung macht. Dieser Film ist der Beweis, dass humoristische Filme etwas verändern können. Sei es in der Filmdramaturgie, im Leben der Zuschauer, in der Politik oder in der Neuschaffung von Inszenierungen. Denn auch das tat Wilder hier. Durch neue Techniken verwirrte und faszinierte er zugleich das Publikum. Und zwar so sehr, dass es die Herren von den Moralikern nicht erfassten, dass Wilder sich über sie lustig machte. Auch wenn nicht jeder Gag zündet (auch heute nicht) und auch wenn man manchmal den Anschein hat (wie gesagt aus heutiger Sicht) das die Nostalgie hier Bonuspunkte bekommen müsste, so lässt sich dennoch eins feststellen: Wilder schuf hier einen herrlichen , kritisch-humoristischen Film der zwar manchmal hakt aber dennoch zur Weltspitze gehört.

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                                            • 7 .5

                                              Some Like It Hot - innerhalb dieses Adressraumes variiert der typographische Baukasten einen Identitäsexhibitionismus, in der die Schwerpunktsetzungen der Theorie und Praxis sich gegenseitig modifizieren. Sowohl die variable Reproduzierbarkeit als auch die versuchsweisen Grenzüberschreitungen stellen diesen diverse Aufbrüche entgegen. Die Perspektiven involvieren eine Art Selbstreflexion. Dieser Nichtort lässt die Ästhetik der Eigentlichkeit anekdotisch erscheinen. Entstehungsprozesse im weitesten Sinn texturieren einen Soziolekt in die Abstraktionen mit dem Ziel, diese in einen diskreten Realismus zu setzen. Rationelle Grafiken der Kontextkünste recyceln Koordinaten des Bewusstseins.

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                                              • 8 .5

                                                Wenn jemand sagt, dass alte Filme in schwarz-weiß langweilig sind, dann empfiehlt es sich immer, einen Billy Wilder-Film zu zeigen. Wenn dann auch noch Jack Lemmon mitspielt ist sowieso alles in Butter. Nachdem "Das Appartement" schon zu meinen Lieblingskomödien gehört, habe ich es jetzt endlich geschafft, "Some like it hot" zu sehen und bin einfach begeistert. Eigentlich braucht man nichts mehr zu dem Film sagen, alles wunderbare daran ist schon tausendfach gelobt worden, die Darsteller, die Dialoge, die aberwitzige Geschichte, die tollen Bildeinfälle und natürlich das grandiose Timing. Tony Curtis und Marilyn Monroe sind super und haben eine umwerfende Chemie, aber alles überragt der großartige Jack Lemmon. Allein sein Blick ist so urkomisch, dass ich jedes mal, wenn er nur ins Bild kommt, schon laut loslachen muss. Und dann macht er erst was... Toller Schauspieler.
                                                Insgesamt kann man sagen: Wenn jemand etwas über Komödien lernen will, soll er doch diesen Film schauen, da steckt alles drin. Und wenn man ihn schon kennt - dann macht er trotzdem wieder Spaß. :)

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                                                • 10

                                                  Nachdem ich zuletzt meine Kommentarreihe zum Thema Schwarzweiß-Filme gestartet habe, mit dem Gedanken unterschiedliche Genres zu beleuchten, geht es jetzt auch schon gleich weiter.
                                                  ...
                                                  Titel: Manche mögen's heiß (Some like it Hot)
                                                  S/W-Klassiker Nummer: 2
                                                  Genre: Comedy

                                                  ...
                                                  "Männer? Wir würden uns mit Männern niemals abgeben! Diese hässlichen haarigen Biester, die alles antatschen müssen und dabei wollen sie alle das selbe von einem Mädchen!"

                                                  Zur Zeit als "Manche mögen's heiß" herauskam, da muss das ja ein ganz schöner Adults-Only-Film gewesen sein. Männer, die sich als Frauen verkleiden, in diverse anzügliche Situation verwickelt sind, sich immerzu vorsagen müssen, sie seien Mädchen, damit sich auch ja nichts regt und von allen Seiten angebaggert werden.
                                                  Heutzutage würde danach nicht mal in Amerika ein Hahn krähen. Dass er heutzutage immer noch laut FSK ab 16 ist, ist echt ein Witz, es sollte bei Neuprüfung maximal ab 6 herauskommen und auch nur wegen den Schießereien.

                                                  "Manche mögen's heiß" ist ein Film, der mit unheimlich viel Charme und noch mehr ironischem Augenzwinkern daherkommt, bei dem sich genial lustige Situationen aneinanderreihen wie bei kaum einem anderen Streifen, den man sich einfach nicht totsehen kann, weil er immer wieder gut zu amüsieren weiß. Wenngleich es vielleicht im Nachhinein einen leicht säuerlichen Nachgeschmack hat, dass Marilyn Monroe hier das dumme Blondinchen mimt, die aber einfach kein Glück in der Liebe findet, so macht die ja nicht gerade für ihre darstellerische Leistungen bekannte Hollywoodikone das hier tadellos und spielt, wie sich das für eine Komödie gehört, unterhaltsam.
                                                  Die wahre Komik entsteht allerdings durch die Dynamik zwischen den Figuren von Jack Lemmon und Tony Curtis. Der Eine gerissen und womanizerisch, der Andere naiv und dümmlich.
                                                  Und spätestens als dann die Figur Osgood Fielding, ein lüsterer Millionär, in den Mittelpunkt der Handlung rückt, wird das Ganze einfach nur mehr saukomisch.
                                                  Mit Stolz kann ich sagen, dass bereits hier in den 1950er (!) erste Anflüge von Homo- bzw. Bisexualität nicht negativ dargestellt werden.
                                                  Den legendären Abschlusssatz des Films sollte eh jeder kennen: Well, nobody's perfect.

                                                  In "Manche mögen's heiß" entsteht der Humor daraus, dass verschiedene Charaktere aufeinanderknallen, zumeist mit der Absicht, "das Eine" vom Anderen zu wollen.
                                                  Natürlich steht dabei im Zentrum, dass nur 2 davon wissen, dass ein Teil des Casts in Wirklichkeit männlich ist.
                                                  Da entstehen zum Teils wirklich extrem lustige Dialoge und Zitate.

                                                  Warum die Gags in "Manche mögen's heiß" trotz des Themas, welches heute schon zu genüge ausgereizt wurde, nicht angestaubt wirken, ist, dass der Film nicht auf Brachialhumor umschwenkt, sondern sich subtil der Situationskomik hingibt, zudem durchdachte Charaktere aufweist, und das ganze Thema in eine gut ausgetüftelte Handlung einbindet. Heutzutage würde ein solcher Film nur mehr aus semi-sexuellen Witzlein, und einem abwechselnden Gesafte aus hetero- und homoerotischen Albernheiten bestehen, beides aber so auf Teufel komm raus bewusst widerlich in Szene gesetzt. Ich spiel da jetzt auf White Chicks an.
                                                  Hier fehlt das, es wirkt immer noch neu und frisch, und anständig unanständig.

                                                  Deshalb, und weil man ihn sich gefühlte hundert Mal ansehen kann, bekommt "Manche mögen's heiß" als Komödie 10.0 Punkte.

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                                                  • 10

                                                    Ich lege mich heute fest und ernenne "Some Like It Hot" für mich zum besten Film aller Zeiten. Lange Zeit gab es auf dieser Position nur einen "Taxi Driver". Aber wie ich es auch drehe und von allen Seiten betrachte: "Some Like It Hot" ist für mich in allen Belangen, nach all den Jahren und in seiner Vollkommenheit der rundum perfekte Film.
                                                    Alleine das Drehbuch ist gottgleich. Billy Wilder hat ja wirklich genug 10-Pünkter gedreht ("Sunset Boulevard", "One, Two, Three", "Witness for the Prosecution"), aber hier hat er sich für mich als einer der 3 besten Regisseure aller Zeiten ein Denkmal gesetzt, welches bis heute von keinem weiteren Film/Regisseur wieder erreicht wurde. Dieser Film bietet einfach so viel, es ist für jeden etwas dabei. Spannung, etwas Action, grandioser Humor und Witz und überhaupt ist der Film so unfassbar klug.
                                                    Und man kann es auch heute nicht oft genug sagen: Jack Lemmon hat mit seiner Rolle als Daphne die für mich größte und anbetungswürdigste Schauspielleistung in der Geschichte von Hollywood manifestiert. Ich liebe diesen Schauspieler so sehr, kein anderer mir bekannter Schauspieler hätte auch nur ansatzweise diese Rolle spielen können. Wie ungeheuer viel Menschlichkeit in dieser Rolle steckt. Lemmon konnte einfach so unglaublich viel und alles. Mit seiner Schrulligkeit, gerade als Daphne, hat er mich so berührt, man ist so extrem nah an seiner Figur dran und kommt aus dem staunen überhaupt nicht mehr heraus, wenn er seine Gesichtsmuskeln benutzt. Alleine diese ganzen unterschiedlichen und aberwitzigen Gesichtsausdrücke, die er in dem Film abliefert, sind es Wert, dass man sich vor lachen einnässt. Ja, für mich ist er vielleicht der größte und perfekteste Schauspieler, den man jemals bewundern konnte. Dies ist Genialität!

                                                    Tony Curtis als sein kongenialer Partner(in), steht da natürlich etwas hinten an. Aber diese Kombination aus beiden, ist meisterhaft, beispiellos und ein Geniestreich der Filmgeschichte. Auch hier könnte ich mir keinen anderen (passenden) Schauspieler für die Rolle der Josephine vorstellen. Zudem Hat Curtis als Shell Junior noch eine dritte Rolle zu spielen, die er ebenfalls meisterhaft verkörpert. Beide Schauspieler sehen in ihren Damenmasken auch heute noch überzeugend und wahnsinnig realistisch sowie abartig genial-komisch aus, was natürlich auch an der zum weinen wunderbaren Mimik und Gestik von Lemmon/Curtis liegt, denn genau dadurch wirkt es erst so richtig glaubwürdig.

                                                    Der ganze Rest des von A-Z großartigem Ensembles, ist nichts weiter als purer Glanz und Können. "Spats" Colombo, Detective Mulligan, Mr. Beinstock(!), Sweet Sue, Osgood, "Toothpick" Charlie und natürlich Sugar sind einfach durchdachte und interessante Charaktere. Alles komplett geil dargestellt. Dazu fulminante Musik und eine perfekte Kamera. Als Komödie für mich unerreicht, als Film furchteinflößend perfekt.

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