Manche mögen's heiß - Kritik

US 1959 Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 06.06.2002

Kommentare zu Manche mögen's heiß

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    CuchillaPitimini 18.08.2014, 19:29

    Noch immer habe ich meine Skepsis gegenüber Klassikern nicht ganz abgelegt, aber es wird. "Manche mögen's heiß" ist ein weiterer Schritt in Richtung Klassikerliebe. Denn der Film hat mich herzlich zum Lachen gebracht, viel mehr als es moderne Komödien meistens schaffen.
    Die Geschichte um die zwei Musiker Jerry und Joe ist eigentlich ganz einfach und doch alles andere als plump. Auf der Flucht vor Mafiagangstern müssen sie aus Chicago fliehen, doch wie soll das gehen ohne Geld, ohne eigenen Wagen, ohne Plan? Sie schleusen sich, verkleidet als Frauen, in eine Damenkapelle ein und machen sich auf den Weg nach Florida.

    Dies war übrigens mein erster Film mit Marilyn Monroe und ich muss sagen: ich habe sie in mein Herz geschlossen. Wo ich sie vorher nur als Stilikone, als Schönheitsideal kannte, so fand ich ihre Darstellung hier einfach liebenswert, bezaubernd und sehr erfrischend natürlich. Doch auch die 'männlichen' Hauptdarsteller, Tony Curtis und Jack Lemmon, wirken außerordentlich sympathisch und schafften es, mich durchweg zu unterhalten.

    Ich fand es besonders angenehm, dass die Geschichte "von sich selbst" lebt, das heißt die Witze entstehen aus der Situation heraus, wirken nicht aufgesetzt oder deplatziert. Und vor allem kommt der Film ohne den heutzutage weitverbreiteten Fäkalhumor aus, was ich sehr angenehm fand. Im Prinzip haben wir es hier mit einem klassischen Verwechslungsspiel zu tun, aber einem, das richtig toll umgesetzt wurde und ganz zu Recht heute als Klassiker bekannt ist. Und ja, doch, so langsam erwärmt sich mein Klassikerherz...! :)

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      DonChris 17.08.2014, 00:30

      Nachdem ich den Film heute zum wiederholten male gesichtet habe, wird es einfach ein mal Zeit für eine Aufwertung. Und so geht es von 9.0 auf die 10 mit Herz.
      Im Normal tu ich mich ja schwer, Filme alten Jahrgangs so gut zu bewerten wie es teilweise die Community hier macht - nebenbei bemerkt scheint es da von Eurer Seite einen Jahrgangsbonus zu geben, aber lassen wir das ;) - denn in diesem Fall haben wir einfach einen Film, der Ende der 50`er gedreht wurde, aber gut und gerne auch von heute stammen könnte.

      Zu verdanken hat der Film dies in erster Linie Regisseur Billy Wilder, der ein sehr gelungenes Drehbuch, aus witzigen Dialogen, skurrilen Situationen und einer geschickten Geschichte aus mafiösen Strukturen der Prohibition-Zeit, einer Damenkapelle, die wirkt wie ein Haufen 16 jähriger Schulmädchen auf Klassenfahrt, ein prunkvoller Badeort voller Millionäre und natürlich zwei Musikern, die sich einfach finanziell über Wasser halten wollten, dabei aber in eine Situation geraten sind, die sie auf eine Flucht in Damenklamotten treibt - auf einer Flucht vor der Mafia und vor sich selbst ;).

      Vor allem Jack Lemmon sticht für mich hier hervor, seine Rolle und vor allem wie er sie interpretiert ist einfach göttlich - wobei es generell ein schauspielerisch stark geführter Film ist, angeführt von einem prominenten und dominanten Dreigestirn aus Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon.

      Und Wilder weiß eben auch wie er seine Bilder zu komponieren hat, was das angeht schien er seiner Zeit fast ein wenig voraus. Da waren schon ein paar experimentelle Perspektiven dabei, das kenne ich sonst nicht aus Filmen dieses Jahrgangs. Sowohl witzig und klug umgesetzt, als auch einfach handwerklich geschickt gemacht fand ich zum Beispiel (SPOILER) die Bildübergänge der Szene, in der sich einerseits Curtis mit Monroe auf dem Boot vergnügt, während gleichzeitig "Daphne" mit ihrem "echten" Millionär durch die Nacht tanzt ;). Er riss dabei die Kamera so zur Seite, das jeweils am Szenenende und Szenenanfang ein solch schneller Schwenk entstand, dass man den Schnitt kaum wahrnimmt ... nichts neues heutzutage, klar, doch damals auf jeden Fall. Allein von der Idee.

      Der Film bietet eine gute Mischung aus gutem Handwerk & Schauspiel, Mafia, einem verschmitzten Humor und einem angenehmen Touch Gesellschaftskritik - und natürlich, er macht riesig Spaß ;)

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        Schmarti92 05.08.2014, 00:27

        "Gute Nacht Charlie...." Peng peng peng

        Da kommen Erinnerungen hoch :)

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          Ioosh698 03.08.2014, 16:33

          " We wouldn't be coud dead with men! Rough, hairy beasts with eight hands. And all they want is just one thing from a girl."
          Herrlich!
          Im Normalfall bin ich nicht der größte Fan von Komödien, doch wenn mich jemand fragen würde welcher Film mich am meisten zum Lachen gebracht hat und es nach jeder erneuten Sichtung immer noch tut, gäbe es nur einen Streifen den ich nennen könnte: "Some Like it Hot". Billy Wilders unsterblicher Klassiker, ein Meistwerk der Filmgeschichte und meiner Meinung nach ganz klar DIE Komödie schlechthin, oft kopiert und NIE erreicht! Es ist unglaublich wie der Film trotz seines enormen Alters von mittlerweile über 50 Jahren absolut nicht's von seinem unverwechselbaren Charme, seiner Liebe zum Detail, der brillanten Situationskomik, seiner warmen und wohlfühlenden erzählweise und den so wunderbar charismatisch, so unverblümt verspielt und leidenschaftlich auftretenden Schauspielern eingebüßt hat und heute immer noch die Massen begeistert, egal ob jung oder alt. Immer wenn ich den Film sehe verspüre ich ein so ungebrochenes Gefühl der Lust, der Freude, schlichtweg der Euphorie und auch, und das obwohl ich mit "Some Like it Hot" nicht aufgewachsen bin oder ihn vor 10 Jahren oder so das erste mal gesehen habe, der Nostalgie. Es ist dieser einmalige Charme der 50er, die damit verbundene lockere und und so intensive Atmosphäre und die wunderschöne schwarzweiß Optik die bei mir jedesmal ein verschmitztes Schmunzeln auf die Lippen zaubert und mich immer wieder auf's neue in den Film eintauchen lässt, für zwei Stunden alles um mich herum vergessen und einfach nur diesen wunderschönen Film genießen lässt. Ich könnte mich jedesmal wegschmeißen, wenn sich Tony Curtis und Jack Lemmon, getarnt als reizende Damen namens Josephine und Daphne, aus der Affäre ziehen wollen und langsam aber sicher von einem aberwitzigen Abenteuer in's nächste stürzen und nebenbei noch um die Gunst der wohl blondesten Versuchung aller Zeiten buhlen, um sich letztendlich in einem Sumpf aus allerlei Missverständnisen wiederfinden. Dabei ist esdie wie schon hgesagt fantastische Situationskomik, die "Some Like it Hot" unter anderem so besonders und augenzwinkernd Ironisch macht, seien es Szenen in denen Daphne mit Sugar im Zug eine gemütliche Party feiern will und alles in Chaos verfällt, oder die legendäre Schlussszene, die wohl fast jeder kennen dürfte, und wenn nicht: "Well, nobodys perfect" . "Some Like it Hot" wird dabei nie langweilig oder öde, Nein, man wird über den ganzen Film hin prächtig unterhalten und nebenher mit so wundervollen Schauspielern belohnt, dass man sich geehrt fühlen sollte dieses Werk kennen und gucken zu dürfen! Tony Curtis und Jack Lemmon spielen hier so absolut grandios, wirken als Josephine und Daphne so liebenswert und komisch zugleich, das man sagen kann das diese Leistung auch heutzutage absolut herausragend und erreicht bleibt! Marilyn Monroe ist als Sugar, so klischeehaft, aber einfach so schön, so witzig, so herzerwärmend charmant und verspielt zugleich, das es immer wieder eine Freude ist ihr zuzusehen! Die Chemie zwischen den drei Protagonisten stimmt zu 100% , Curtis, Lemmon und Monroe harmonieren so toll, so echt und so einmalig miteinander, das man sich vor ihnen nur verneigen kann. Und wenn sie dann alle glücklich und zufrieden auf einem Boot übers.Meer segeln, alle Missverständnisse und Strapazen geklärt und scheinbar überstanden sind und die legendären Schlussworten erklingen, Lemmons verdutztes Gesicht zu sehen ist und langsam der Abspann beginnt, dann fühle ich mich in meiner Sichtweise immer wieder bestätigt: "Some Like it Hot" ist und bleibt ein absolutes MEISTERWERK, DIE Komödie schlechthin und ein ganz großer Klassiker der niemals in Vergessenheit geraten und in meinem Herzen immer einen Platz haben wird!

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            filmfreak180 31.07.2014, 01:17

            Bei allen Filmen die vor 1970-1960 erschienen sind, habe ich vorab immer die Befürchtung, dass sie heutzutage deutlich angeschlagen wirken und nicht mehr zeitgemäß sind. Diese Befürchtung hatte ich auch bei dem Film "Manche mögen´s heiß". Doch das sich diese Befürchtung in diesem Fall als gänzlich falsch erwies, musste ich ziemlich schnell feststellen. Denn "Manche mögen´s heiß" ist auch knapp 55 Jahre nach seinem Kinostart unglaublich amüsant, herzerwärmend und grandios! Die Geschichte rund um 2 Männer, die sich in Frauenklamotten zwängen, nachdem sie Zeuge eines Mordes werden und ihrem eignenden Tod nur knapp entkommen, sorgte seinerzeit aufgrund der "Freizügigkeit" für viel Aufruhr. Über die Jahre hinweg mauserte sich "Manche mögen´s heiß" allerdings zu einem echten Klassiker und das wahrlich zu recht! Die Geschichte weiß auch heute noch zu überzeugen, das Hauptdarsteller-Trio spielt hervorragend und die Dialoge sind schlichtweg genial! Ausnahmslos jede Szene wirkt stets originell und grandios geschrieben, was den Film unglaublich charmant macht. Für mich ist "Manche mögen´s heiß" insgeheim ein kleines Meisterwerk, den ich sicherlich nicht zum letzten Mal gesehen habe. Schade, dass heutige Komödien (meistens) nicht halb so genial und betörend wirken....

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              jacker 14.07.2014, 12:02

              Dieser Film ist nun 55 Jahre alt, wird innig geliebt, wurde tausendfach gereviewt, besprochen, analysiert und es ist sehr wahrscheinlich, dass wirklich jeder nur erdenkliche inhaltliche, gesellschaftspolitische und humoristische Punkt erörtert wurde. Deswegen fasse ich mich ausnahmsweise mal kurz:

              SOME LIKE IT HOT ist von vorne bis hinten, links bis rechts, oben bis unten, in jedem Frame und jeder Einstellung vollkommen und durchweg charmant, leicht, witzig, liebenswert, herzerwärmend, grandios, wunderschön und großartig! Wenn mehr Filme auf eine derart un-triviale Art leicht daher kämen, wäre die Filmauswahl mit der "etwas lustiges" schauen wollenden besseren Hälfte auch heute noch um einiges einfacher. Dann wäre "leicht" kein Schimpfwort, sondern eine nicht abzustreitende Qualität.

              Wie schön ist dieser Film denn bitte? Wie herzhaft kann man lachen? Wie simpel, aber effektiv ist die Story? Wie provokant muss es in den Fünfzigern gewesen sein, zwei gestandene Männer in Frauenkleider und Perücken zu stopfen und sie andere gestandene Männer an der Nase herum führen zu lassen? Wie bezaubernd ist Marylin? Wie cool Lemon und Curtis? Wie toll ist das alles geschrieben? Wie tief geht die Musik in Herz? Wie sehr fängt man denn hier das Schwärmen an?

              Einer der Filme, die beim Schauen ein halbes Jahrhundert später eine nostalgische Wärme, geradezu eine Sehnsucht gleichermaßen in der Bauch- und Kopfgegend entstehen lassen. Ein Rausch der Bilder, Kostüme und Klänge einer vergangenen Zeit, die man sich in diesen zwei Stunden sehnlichst wieder herbei wünscht.

              Danke Billy Wilder für ein solches Werk, denn das ist Feelgood-Kino, welches diese Bezeichnung nicht im geringsten Verleugnen muss! Einfach toll.

              [http://weltamdraht.blogsport.de/2014/07/14/review-manche-moegens-heiss-some-like-it-hot-1959]

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              • 8 .5
                EvertonHirsch 07.03.2014, 10:09

                Jack Lemmon und Tony Curtis getarnt (notgedrungen) als Frauen, um auf der Flucht mit einem musikalischen Frauenensemble umher zu touren, sorgen mit ihrer lockeren, flappsigen und schlagfertigen Art für ungemeinen Spaß und großartig lustige Dialoge. Aber weil diese beiden noch nicht reichen, gesellt sich auch noch Schnuckelchen Marylin Monroe dazu.

                Kaum zu glauben, aber das war mein erster Film mit Monroe, ihren Ruhm hat sie aber garantiert nicht zu Unrecht. Es werden wohl heute noch einige Herzen höher schlagen, wenn sie im Zug zu ihrem großen Auftritt ansetzt. Irgendwie fällt mir dabei sofort ein cartoonatiger Wolf ein, der jault, dessen Augen einen Meter nach vorne heraustreten, der sein Herz erst einmal in die Brust zurückdrücken muss und die Zunge über eine Länge von 5 Metern über dem Boden ausrollen lässt.

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                  CutieKitten 14.01.2014, 22:00

                  Klassiker. Mehr muss ich nicht sagen.

                  • 9 .5
                    doenef 13.01.2014, 00:09

                    Bestimmt schon mindestens(?) hundert mal gesehen, aber sobald der Film beginnt,
                    hat man sofort mindestens einen der Running Gags dieser unangefochten brillanten Jahrtausendkomödie(!) im Ohr,...äh, sicherlich ist der Film unbestritten als einer der besten Filme aller Zeiten einzuordnen!
                    GENIAL!!!!!

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                      Bubo 10.01.2014, 16:45

                      Mein unangefochtener Lieblingsfilm (bis jetzt). Herrlich, spritzig, warmherzig, mit Drive und Hirn. Vielleicht nicht perfekt...doch, perfekt! Und wer jetzt genervt "aber" ausruft, tja...dann, ihr wisst schon: nobody's perfect.

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                        Moe Szyslak 05.01.2014, 22:41

                        Männer, die sich als Frauen verkleiden. Eigentlich ja die primitivste und dümmste Form der komödiantischen Unterhaltung. Nicht aber so bei Billy Wilder, der aus der Thematik ein richtiges Kaliber gemacht hat, das zurecht ein Klassiker der Filmgeschichte ist. Angesiedelt im Jahre 1929 während der Prohibition (mitsamt geheimen Jazz-Clubs, Hüten und der Thompson Machine Gun) haut Wilder einem ein Feuerwerk von unglaublich spritzigen Dialogen mit mehr oder weniger subtilen frivolen Anzüglichkeiten und enorm viel Wortwitz um die Ohren, dass es nur so rauscht. Extrem positiv ansteckender Film mit sehr unterhaltsam und temporeich inszenierten amourösen Verwicklungen und Missverständnissen, der seit der ersten Minute an für eine Menge Spaß sorgt, auch wenn es natürlich auch mal etwas peinlicher zuging. Jack Lemmon und Tony Curtis spielten absolut köstlich und Marilyn Monroe als verführerisches Naivchen mit dem passenden Namen "Sugar" war der Hammer. Lange wollte ich den Film nicht sehen, jetzt bin ich froh, dass ich ihn endlich mal gesehen habe. Hat richtig Spaß gemacht.

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                          Lichtlady 05.01.2014, 02:29

                          "Wieso Daphne???"

                          Bei diesem Spruch muss ich viel mehr lachen als bei dem typischen "Some like it hot" Zitat.

                          Dieser Film ist alt und ich bin nicht wirklch ein Monroe Fan, aber Jack Lemmon ist in diesem Film eine Offenbarung.
                          Die Story ist einfach, wie bei vielen Komödien aus dieser Zeit, aber sie funktioniert und mit Abweichungen würde sie sogar heute noch funktionieren. (Clooney, falls du ein Remake wünschst...)

                          "Du bist ein Mädchen!"

                          Billy Wilder zeigte hier einmal mehr sein Gespür für eine Komödie. Nachdem er schon mit "Zeugin der Anklage" und "Ein zwei drei" Klassiker geschaffen hat, hat er mit "Some like it hot" einen Meilenstein geschaffen und das nicht wegen MM. Ode wegen "I wanna be love by you" oder dergleichen. Nicht einmal weil zwei Ponyies beim Wasserpolo uner Tony Curtis gestorben sind.
                          Dieser Film lebt in erster Linie von Jack Lemmon. Seine "Daphne" ist einfach grandios. Der Witz, der in dieser Figur und ihrem Verehrer verborgen ist, macht viel mehr aus als den dümmlichen vorhersehbaren Handlungsstrang um Jo und Sugar.

                          Hier sitzt jede Pointe.
                          Jeder Moment funktioniert.
                          Eine perfekte, wenn auch vorhersehbare Komödie, die ihres Gleichen sucht.

                          Respekt für einen unglaublich starken Jack Lemmon. Nein, eigentlich sollten wir kurz niederknien. Der Mann hat es verdient.

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                          • 8 .5
                            Alienator 02.01.2014, 16:00

                            Ein ganz Wilder Cocktail…

                            ….der übertreibenden Zutaten. Dieser Film ist nicht nur die Mutter der US-amerikanischen Travestie und Verwechslungskomödien (Wilder hat extra einen Travestiekünstler aus Berlin einfliegen lassen) sondern auch die inszenatorische Basis sämtlicher folgender Komödien. Auch wenn Wilder den Humor und die Komödie nicht neu erfunden hat, so hat er doch eins ganz bewusst und gezielt geschafft mit diesen Film: er hat dem prüden, konservativen, verlogenen US-Bürger geschickt bewusst unterbewusst in seine moralischen Schranken gewiesen. Wie er das gemacht hat ist Hauptbestandteil dieses Films und das macht die große Wichtigkeit dieses Werkes aus. Filme müssen, wenn sie die Jahre überdauern wollen, dem Menschen etwas mitteilen. Und das schaffen sie durch Emotionalisierung. Wilder erreicht das durch den Humor. Und durch seinen speziellen Humor schafft er es ein Werk zu schaffen, welches in seiner unterschwelligen Botschaft gekonnt den zynischen Finger auf die Wunde der Prüderie legt. Zur Entstehungszeit gab es den sogenannten „Hays-Code“. Zur genauen Bestimmung hier folgende interessante Links:

                            http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=198

                            http://historymatters.gmu.edu/d/5099/

                            http://de.wikipedia.org/wiki/Hays_Code

                            Dieser war einer der m. E. n. schlimmsten Eingriffe in die Kunst und dem menschlichen Empfinden überhaupt. Anscheinend sah das Wilder ebenso. Zu einer Zeit, wo die Doppelmoral enorm hoch war (selbstredend auch heute noch) umging Wilder dies sehr geschickt. Er zeigte die Monroe in knallengen Klamotten von hinten, im heißem Dampf stehen, Männer hauen Männer auf den Hintern, die Ausschnitte der Kleider von der Monroe waren von so unglaublicher Tiefe, dass man was ins Dekoltee fällt, die Gewalt ist brutal, die Parodien auf totalitäre Führer (Mussolini-Parodie) sitzen, selbst Bi- und Homosexualität kommen hier drin vor. Man nehme nur das ausschweifende Loblied von Jack Lemmon an Osgood nach dem nächtlichen Tanzen. All das und noch viel mehr umgeht Wilder hier indem er der Doppelmoral und der falschen Ethik durch Humor einen Strich durch die Rechnung macht. Dieser Film ist der Beweis, dass humoristische Filme etwas verändern können. Sei es in der Filmdramaturgie, im Leben der Zuschauer, in der Politik oder in der Neuschaffung von Inszenierungen. Denn auch das tat Wilder hier. Durch neue Techniken verwirrte und faszinierte er zugleich das Publikum. Und zwar so sehr, dass es die Herren von den Moralikern nicht erfassten, dass Wilder sich über sie lustig machte. Auch wenn nicht jeder Gag zündet (auch heute nicht) und auch wenn man manchmal den Anschein hat (wie gesagt aus heutiger Sicht) das die Nostalgie hier Bonuspunkte bekommen müsste, so lässt sich dennoch eins feststellen: Wilder schuf hier einen herrlichen , kritisch-humoristischen Film der zwar manchmal hakt aber dennoch zur Weltspitze gehört.

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                              deregenerator 30.12.2013, 18:57

                              Some Like It Hot - innerhalb dieses Adressraumes variiert der typographische Baukasten einen Identitäsexhibitionismus, in der die Schwerpunktsetzungen der Theorie und Praxis sich gegenseitig modifizieren. Sowohl die variable Reproduzierbarkeit als auch die versuchsweisen Grenzüberschreitungen stellen diesen diverse Aufbrüche entgegen. Die Perspektiven involvieren eine Art Selbstreflexion. Dieser Nichtort lässt die Ästhetik der Eigentlichkeit anekdotisch erscheinen. Entstehungsprozesse im weitesten Sinn texturieren einen Soziolekt in die Abstraktionen mit dem Ziel, diese in einen diskreten Realismus zu setzen. Rationelle Grafiken der Kontextkünste recyceln Koordinaten des Bewusstseins.

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                                littledrummerboy01 30.12.2013, 18:05

                                Wenn jemand sagt, dass alte Filme in schwarz-weiß langweilig sind, dann empfiehlt es sich immer, einen Billy Wilder-Film zu zeigen. Wenn dann auch noch Jack Lemmon mitspielt ist sowieso alles in Butter. Nachdem "Das Appartement" schon zu meinen Lieblingskomödien gehört, habe ich es jetzt endlich geschafft, "Some like it hot" zu sehen und bin einfach begeistert. Eigentlich braucht man nichts mehr zu dem Film sagen, alles wunderbare daran ist schon tausendfach gelobt worden, die Darsteller, die Dialoge, die aberwitzige Geschichte, die tollen Bildeinfälle und natürlich das grandiose Timing. Tony Curtis und Marilyn Monroe sind super und haben eine umwerfende Chemie, aber alles überragt der großartige Jack Lemmon. Allein sein Blick ist so urkomisch, dass ich jedes mal, wenn er nur ins Bild kommt, schon laut loslachen muss. Und dann macht er erst was... Toller Schauspieler.
                                Insgesamt kann man sagen: Wenn jemand etwas über Komödien lernen will, soll er doch diesen Film schauen, da steckt alles drin. Und wenn man ihn schon kennt - dann macht er trotzdem wieder Spaß. :)

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                                  Martin Oberndorf 16.12.2013, 09:05

                                  Nachdem ich zuletzt meine Kommentarreihe zum Thema Schwarzweiß-Filme gestartet habe, mit dem Gedanken unterschiedliche Genres zu beleuchten, geht es jetzt auch schon gleich weiter.
                                  ...
                                  Titel: Manche mögen's heiß (Some like it Hot)
                                  S/W-Klassiker Nummer: 2
                                  Genre: Comedy

                                  ...
                                  "Männer? Wir würden uns mit Männern niemals abgeben! Diese hässlichen haarigen Biester, die alles antatschen müssen und dabei wollen sie alle das selbe von einem Mädchen!"

                                  Zur Zeit als "Manche mögen's heiß" herauskam, da muss das ja ein ganz schöner Adults-Only-Film gewesen sein. Männer, die sich als Frauen verkleiden, in diverse anzügliche Situation verwickelt sind, sich immerzu vorsagen müssen, sie seien Mädchen, damit sich auch ja nichts regt und von allen Seiten angebaggert werden.
                                  Heutzutage würde danach nicht mal in Amerika ein Hahn krähen. Dass er heutzutage immer noch laut FSK ab 16 ist, ist echt ein Witz, es sollte bei Neuprüfung maximal ab 6 herauskommen und auch nur wegen den Schießereien.

                                  "Manche mögen's heiß" ist ein Film, der mit unheimlich viel Charme und noch mehr ironischem Augenzwinkern daherkommt, bei dem sich genial lustige Situationen aneinanderreihen wie bei kaum einem anderen Streifen, den man sich einfach nicht totsehen kann, weil er immer wieder gut zu amüsieren weiß. Wenngleich es vielleicht im Nachhinein einen leicht säuerlichen Nachgeschmack hat, dass Marilyn Monroe hier das dumme Blondinchen mimt, die aber einfach kein Glück in der Liebe findet, so macht die ja nicht gerade für ihre darstellerische Leistungen bekannte Hollywoodikone das hier tadellos und spielt, wie sich das für eine Komödie gehört, unterhaltsam.
                                  Die wahre Komik entsteht allerdings durch die Dynamik zwischen den Figuren von Jack Lemmon und Tony Curtis. Der Eine gerissen und womanizerisch, der Andere naiv und dümmlich.
                                  Und spätestens als dann die Figur Osgood Fielding, ein lüsterer Millionär, in den Mittelpunkt der Handlung rückt, wird das Ganze einfach nur mehr saukomisch.
                                  Mit Stolz kann ich sagen, dass bereits hier in den 1950er (!) erste Anflüge von Homo- bzw. Bisexualität nicht negativ dargestellt werden.
                                  Den legendären Abschlusssatz des Films sollte eh jeder kennen: Well, nobody's perfect.

                                  In "Manche mögen's heiß" entsteht der Humor daraus, dass verschiedene Charaktere aufeinanderknallen, zumeist mit der Absicht, "das Eine" vom Anderen zu wollen.
                                  Natürlich steht dabei im Zentrum, dass nur 2 davon wissen, dass ein Teil des Casts in Wirklichkeit männlich ist.
                                  Da entstehen zum Teils wirklich extrem lustige Dialoge und Zitate.

                                  Warum die Gags in "Manche mögen's heiß" trotz des Themas, welches heute schon zu genüge ausgereizt wurde, nicht angestaubt wirken, ist, dass der Film nicht auf Brachialhumor umschwenkt, sondern sich subtil der Situationskomik hingibt, zudem durchdachte Charaktere aufweist, und das ganze Thema in eine gut ausgetüftelte Handlung einbindet. Heutzutage würde ein solcher Film nur mehr aus semi-sexuellen Witzlein, und einem abwechselnden Gesafte aus hetero- und homoerotischen Albernheiten bestehen, beides aber so auf Teufel komm raus bewusst widerlich in Szene gesetzt. Ich spiel da jetzt auf White Chicks an.
                                  Hier fehlt das, es wirkt immer noch neu und frisch, und anständig unanständig.

                                  Deshalb, und weil man ihn sich gefühlte hundert Mal ansehen kann, bekommt "Manche mögen's heiß" als Komödie 10.0 Punkte.

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                                    Louis Cyphre 14.11.2013, 12:47

                                    Ich lege mich heute fest und ernenne "Some Like It Hot" für mich zum besten Film aller Zeiten. Lange Zeit gab es auf dieser Position nur einen "Taxi Driver". Aber wie ich es auch drehe und von allen Seiten betrachte: "Some Like It Hot" ist für mich in allen Belangen, nach all den Jahren und in seiner Vollkommenheit der rundum perfekte Film.
                                    Alleine das Drehbuch ist gottgleich. Billy Wilder hat ja wirklich genug 10-Pünkter gedreht ("Sunset Boulevard", "One, Two, Three", "Witness for the Prosecution"), aber hier hat er sich für mich als einer der 3 besten Regisseure aller Zeiten ein Denkmal gesetzt, welches bis heute von keinem weiteren Film/Regisseur wieder erreicht wurde. Dieser Film bietet einfach so viel, es ist für jeden etwas dabei. Spannung, etwas Action, grandioser Humor und Witz und überhaupt ist der Film so unfassbar klug.
                                    Und man kann es auch heute nicht oft genug sagen: Jack Lemmon hat mit seiner Rolle als Daphne die für mich größte und anbetungswürdigste Schauspielleistung in der Geschichte von Hollywood manifestiert. Ich liebe diesen Schauspieler so sehr, kein anderer mir bekannter Schauspieler hätte auch nur ansatzweise diese Rolle spielen können. Wie ungeheuer viel Menschlichkeit in dieser Rolle steckt. Lemmon konnte einfach so unglaublich viel und alles. Mit seiner Schrulligkeit, gerade als Daphne, hat er mich so berührt, man ist so extrem nah an seiner Figur dran und kommt aus dem staunen überhaupt nicht mehr heraus, wenn er seine Gesichtsmuskeln benutzt. Alleine diese ganzen unterschiedlichen und aberwitzigen Gesichtsausdrücke, die er in dem Film abliefert, sind es Wert, dass man sich vor lachen einnässt. Ja, für mich ist er vielleicht der größte und perfekteste Schauspieler, den man jemals bewundern konnte. Dies ist Genialität!

                                    Tony Curtis als sein kongenialer Partner(in), steht da natürlich etwas hinten an. Aber diese Kombination aus beiden, ist meisterhaft, beispiellos und ein Geniestreich der Filmgeschichte. Auch hier könnte ich mir keinen anderen (passenden) Schauspieler für die Rolle der Josephine vorstellen. Zudem Hat Curtis als Shell Junior noch eine dritte Rolle zu spielen, die er ebenfalls meisterhaft verkörpert. Beide Schauspieler sehen in ihren Damenmasken auch heute noch überzeugend und wahnsinnig realistisch sowie abartig genial-komisch aus, was natürlich auch an der zum weinen wunderbaren Mimik und Gestik von Lemmon/Curtis liegt, denn genau dadurch wirkt es erst so richtig glaubwürdig.

                                    Der ganze Rest des von A-Z großartigem Ensembles, ist nichts weiter als purer Glanz und Können. "Spats" Colombo, Detective Mulligan, Mr. Beinstock(!), Sweet Sue, Osgood, "Toothpick" Charlie und natürlich Sugar sind einfach durchdachte und interessante Charaktere. Alles komplett geil dargestellt. Dazu fulminante Musik und eine perfekte Kamera. Als Komödie für mich unerreicht, als Film furchteinflößend perfekt.

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                                      Peter Hofbauer 11.11.2013, 12:47

                                      Durchaus charmante Komödie mit einer tollen Besetzung, die jedoch heutzutage nicht mehr so funktioniert.....für die charmante inszenierung und den schrulligen Humor reicht es dennoch für eine angenehme Sonntagnachmittag unterhaltung.

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                                        timmoe 03.11.2013, 20:28

                                        Herrlich schrullig, herzerwärmend, hervorragend geschauspielert. Ganz einfach Hollywoodkino.

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                                          Cayopei 07.10.2013, 11:09

                                          Hiermit widerspreche Millionär Osgood Fielding III ausdrücklich. Einer nämlich ist perfekt - dieser eine ist Billy Wilder.

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                                            goetzinho 31.08.2013, 14:39

                                            toller film, erst recht wenn man bedenkt, dass dieser film 54 jahre alt ist und dennoch unterhaltsamer und kurzweiliger als viele der heutigen "blockbuster"!!
                                            pflichtprogramm!

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                                              anne.rohr.16 10.07.2013, 10:46

                                              einer meiner absoluten Lieblingsfilme! hab ihn schon so oft gesehen und kann ihn immer wieder gucken und lachen.
                                              ein film, den echt jeder mal gesehen haben sollte.

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                                                Herrbert 27.06.2013, 14:04

                                                Some Like It Hot!

                                                Die beste Komödie, die Hollywood jemals hervorbrachte, wenn man dem American Film Institute glauben darf. Zwar ist Humor durchaus verschieden, und diese Komödie gehört nicht zu denen, bei der man sich zurücklehnen kann. Selbst bei voller Konzentration wird man es nicht schaffen, alle Witze, Parodien und Anspielungen zu verstehen. Einerseits versteht sich der Film als Parodie auf Gangsterfilme wie "Der öffentliche Feind" (man beachte Colombos Grapefruit beim Bankett). Schauspieler (Shell Jr. bei Cary Grant) oder Melodramen. Andererseits ist viel Humor auch parodiefrei: es gibt Dutzende Running Gags über Musketiere, fliegende Fische, Buttercremetorte und Leichenschauhäuser für Damen, viel Wortwitz, und revoulutionär: auch Action-Gags und so offene sexuelle Anspielungen. Wunderbar ist auch, dass man immer wieder hintergründige Gags findet, die Komödie aber insgesamt auch nicht zu abgehoben ist, nicht mal etwas derbere Gags zu zünden.

                                                Billy Wilder ist als Regisseur, Autor und Produzent der Drahtzieher dieses Filmes und seine Filmografie gibt ihm recht, dass ein Meister seines Fachs am Werke war. Musik, Kamera und Schnitt wurden von Oscarpreisträgern bedient. Und die Besetzung erst: Erotikgöttin Marilyn ist heute mehr als Sexsymbol als als Schauspielerin bekannt. Doch hier zeigt sie ihr Talent, indem sie lechtfertig Erotik mit Komödie verbindet. Sie war eine dieser Leinwandgöttinnen, die leider irgendwann alle ausgestorben sind. An ihrer Seite brilliert der immer etwas unterschätzte Tony Curtis, der als rücksichtsloser, trickreicher Saxofonspieler brilliert und es auch mit dem hervorragend witzigen Jack Lemmon aufnehmen kann. Dann ist da noch George Rafts wortgewandter Gangster Gamaschen-Colombo. Raft verkörpert den Gangster der alten Schule routiniert, kein Wunder, immerhin war Humphrey Bogart in den 1930er-Jahren regelmäßig Rafts Co-Star. Pat O'Brien spielt den Polizisten ebenfalls ordentlich, Nehemiah Persoff ist eine grandiose Mussolini-Parodie, doch vor allem Starkomiker Joe E. Brown als sieben oder achtmal verheirateter Millionär Osgoooooood hat es mir angetan. Der Rest der Besetzung wurde mit bis auf wenige Ausnahmen mit eher unbekannten Schauspielern gedreht, die jedoch alle haargenau auf ihre Rollen passen.

                                                Wilder nimmt nebenbei noch hier und da amerikanische Verklemmtheit aufs Korn, zeigt Unterschiede zwischen Armut und Reichtum auf und die Gangster- und Verfolgungszenen sind auch zum Nägelkauen. Insgesamt hat der Film seinen Ruf mehr als verdient und viele heutige Komödien könnten sich mal ein Beispiel an diesem Tempo, diesem Charme, dieser vorzüglichen Witzparade nehmen... Nobody's Perfect - kein Mensch, kein Film ist perfekt, doch diese Komödie ist nah dran.

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                                                  based_god 05.06.2013, 15:37

                                                  Eine sehr amüsante Screwball-Komödie, die sich niemals zu ernst nimmt und heutigen RomComs noch immer die Show zu stehlen vermag.

                                                  Was zuerst einmal aufzuführen ist, sind die zwei grundsympathischen Protagonisten, die vom Zuschauer sofort ins Herz und von den Umständen (Flucht vor der Mafia - Ja so ernst ist der Film nun auch wieder nicht) dazu gezwungen werden Frauen zu spielen. Unterwegs zu Auftritten in einer "Nur-Frauen-Band" verlieben sich beide in Sugar, gespielt von Marilyn Monroe, welche in diesem Film zum Stereotypen, der Frau wird, in die sich Männer auch in Zukunft noch generationenweise verlieben werden. Ihre Performance ist derart überzeugend, dass ich bestimmt noch weitere zehn Zeilen mit Superlativen schwärmen könnte… Was folgt ist eine Ode ans "Nicht an die Zukunft denken und einfach mal machen", denn viele Gedanken an die Konsequenzen ihrer Handlungen verschwenden die Hauptdarsteller nicht.

                                                  Die Geschichte verliert, im Gegensatz zu vielen heutigen RomComs, auch gegen Ende nicht an Tempo und an Konsequenz, was sich in der irrwitzigen, letzten Szene manifestiert.
                                                  Unter dem Strich ist Some Like it hot such mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen ein fast perfekter Feel-Good-Film für unterhaltsame Heimkino-Abende… Und er wird es auch bleiben!

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                                                    »It's the story of my life. I always get the fuzzy end of the lollipop.«

                                                    Hinter konservativen Aushängeschildern für Anstand und Ordnung lauert die hämisch-zynische Fratze der ungeordneten Realität. Alles glänzt, alles funkelt, alles besticht durch seine kokette Vitalität, doch schiebt man die Schwarz-Weißen-Samtgardinen beiseite, dann trifft man nicht auf herrlichen Slapstick, wunderbare Dialoge und drei Giganten, die mit schwungvollem Esprit ihr ganzes Können zeigen, sondern auf den Ernst des Lebens: Arbeitslosigkeit, Gewalt durch Syndikate und die entscheidende Täuschung. Die Geschichte von »Manche mögen's heiß« wurde auf ein reines Lügenkonstrukt als Ausgangslage aufgebaut, in dem die eigene Identität aus Angst vor düsteren Nachtgestalten mit durchgeladenen Thompsons im Anschlag verleugnet wird, genau wie blonde Schönheiten ihr Hochprozentiges im Flachmann unter den lockeren Kleidern verstecken – Das aber nicht nur aufgrund der Prohibition. Und dort lässt sich die große Stärke von Billy Wilder erkennen: Die Fassade ist heiter, fast durchgehend darf herzhaft gelacht und sich amüsiert werden, doch Wilders Duktus und der Bezug zum Realen sind unverkennbar als Fundament angegeben. Am Ende siegt dennoch der herzerwärmende Optimismus, der – für damalige Verhältnisse äußerst mutigen – etwas anderen Travestie-Komödie. Ein Filmerlebnis, so verführerisch und liebreizend wie Marilyn Monroes Wimpernschlag, und gleichzeitig ein unantastbares, unvergessliches und unnachahmliches Muss.

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