Alexandre Ajas Maniac - Kritik

Maniac

FR/US · 2012 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 18 · Thriller, Horrorfilm, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 6

    Das wa sonst nur ein kurzweiliger dramaturgischer Kniff wäre wird hier bis zum äußersten eingehalten: der Film begibt sich in die Ich-Perspektive der Hauptfigur und kommt (außer einer kurzen Szene) dort gar nicht mehr heraus. Daran muß man sich gewöhnen, aber es geht – und wenn man dann Elijah Wood sieht erkennt man wirklich dass der alle „Frodo“ Güte ect. komplett ausgeschaltet hat und wirklich ein furchtbares Scheusal hergibt. Etwas kritisch ist die Inszenierung nur daher dass man bei der intensiven Behandlung des Mörders und auch seiner Verzweiflung dann und wann fast geneigt ist ein Mitgefühl zu entwickeln. Das ist nicht furchtbar schlimm, kann aber leicht verstören. Ansonsten liefert der Film sehr viel Blut, Leid und Qual, vor allem für die Charaktere – krasse Horrorunterhaltung die nicht grundlos ab 18 freigegeben ist. Mir persönlich gefällt auch der eigentümliche Soundtrack welcher manchmal das Gefühl weckt einen steinalten Film aus den 80ern zu schauen, ansonsten bin ich aber ehrlich: der Film ist nicht schlecht, aber ich mags am Ende doch eher etwas „konventioneller“

    Fazit: Harter Horrorfilm der tiefe Einblicke in die Seele eines Mörders liefert und fast nie die Ich-Perspektive verlässt

    • 7

      Ein junger Mann mit kranken Intensionen.
      Spannung war da und auch die Kills waren recht ordentlich aber irgendwie fehlte mir doch dieses gewisse etwas an Atmosphärischer Dichte um den Streifen als etwas besonderes in Erinnerung zu behalten.
      Fazit: Ein guter Horrorfilm aber leider auch nicht mehr!

      • 6

        Fazit: Dieses Remake wird die Meinungen ganz sicher spalten. Mit der neuen Machart und der sehr veränderten Handlung muss man sich anfreunden können, doch gerade die Inszenierung ist schon gut gelungen. Dazu gibt es gute Darstellerleistungen und ein paar sehr derbe Szenen. Trotzdem sprang der Funke bei mir nicht so recht über. Die Atmosphäre ist nicht gut genug, das Drehbuch besitzt kaum tolle Ideen und der Unterhaltungswert schwächelt im Mittelteil doch sehr. Alles in einem kein unnötiges Remake und ein solider Film, den ich mir so schnell aber sicher nicht noch mal ansehen muss!

        • 7 .5

          Einer der besten Slasher!
          Tolle Atmosphäre...starkes Schauspiel von Elijah

          Fand die Ego-Perspektive sehr gut gewählt für diesen Film, nur an Manchen stellen hätte man da mehr Rausholen können

          Kenne leider noch nicht des Original...bin aber schon sehr gespannt!

          • 1 .5

            Eine Bewertung, die mir nicht leicht fällt... aber wenn ich bei einem Film fast einpenne, und ja es war die Uncut Version, dann kann ich dem Film auch nicht viele Punkte geben.
            Und natürlich muss sich das Remake einen Vergleich mit dem Original gefallen lassen und auch da fällt er in so gut wie jedem Bereich durch... und zwar mit Pauken und Trompeten.
            Zugegeben sind die Skalpierszenen härter als damals... das wars dann aber auch schon.
            Die Macher vom Remake, haben bei allem Blut und Tricks etc. das Wichtigste vergessen... etwas, was das Original nun Mal ausmacht... und das nennt sich Atmosphäre.
            Das Original ist einfach dreckig, schmierig und finster und wirkt gerade deswegen so erdrückend real.
            Das geht dem Remake leider völlig ab.
            Im ersten Drittel geht es zwar noch... und für dieses Drittel gebe ich auch 1,5 Punkte... dann aber flacht der Film zusehendst ab und erholt sich von dieser Eintönigkeit auch nicht mehr.
            Die niederschmetternde Atmosphäre des Originals und leider auch die unglaublich gute Darstellung von Joe Spinell sucht man in dem Remake leider vergebens, denn "Frodo" wirkt mit dieser Rolle komplett überfordert und das merkt man leider zu jeder Sekunde.
            Fazit: Eines der schlechtesten Remakes der letzten Zeit

            1
            • 8 .5

              Alexandre Aja hat schon einige gute Sachen im Horrorsegment gedreht - Piranha und dazu die herausragenden Horns und The hills have eyes. Auch Maniac reiht sich da nahtlos ein.
              Schöne harte Killer, zu weilen beklemmend und ein authentisch agierender Elijah Wood. Hervorzuheben ist noch der tolle Synthie-Sound, der perfekt passt.
              In Frankreich im tollen Steelbook ohne deutsche Tonspur erschienen.

              • 6

                Ein Horrorfilm mit für mich sehr gewöhnungsbedürftigen Blickwinkeln. Elijah Wood's dargestellter Charakter wird wenn überhaupt nur angekratzt. Kein Remake das es wirklich gebraucht hätte, aber auch keines was wirklich schadet.
                Ein Highlight ist die Musik, sie ist größer als das was sie untermalt.!

                7
                • 6

                  Obwohl ich jetzt nicht gerade ein Horrorfilm Fan bin, fand ich Maniac zumindest "Unterhaltsam" besser sogar, als das Original. Würde ich mir aber nicht nochmals anschauen.
                  In nicht allzu ferner Zukunft gibt es bestimmt ein Virtual Reality Remake für die Oculus Rift. Damit man noch mehr mittendrin ist, statt nur dabei.

                  • 4 .5

                    Ein Horror-Slasher, der eine extrem kranke Story hat.ein perverser und derber Film.
                    Für mich ist alles ein wenig too much.
                    Elijah Wood, find ich immer gut. Ein guter Schauspieler der vielseitige Rollen spielen kann.
                    In diesem Film ist Wood nur in der Ego-perspektive zu sehen.
                    Der Film ist für mich teilweise nicht sehr anspruchsvoll und fordert sein Publikum zu wenig.
                    Leider gibt heutzutage nur noch Fortsetzungen und Remakes, zu viele auf jedenfall. Hat Hollywood keine Ideen mehr?
                    "Maniac" ist ein unödiges Remake, wer hätte eine neu Verfilmung von diesem Film gewünscht? Keiner oder... ?... Der Film hat sehr brutalen Szenen aber so übertrieben das es wieder lächerlich wirkt. Der Soundtrack ist gut und passt voll und ganz zum Film.Ganz schade finde ich das Elijah Wood's Charakter kein Tiefgang hat, der müsste viel tiefgründiger sein.So macht es also keinen Sinn für mich diesem Film neu zu verfilmen. Es wäre das wichtigste gewesen das der Charakter von Wood richtig authentisch mit Tiefgang erschaffen werden sollte . Man hätte sich mehr Zeit lassen müssen um diesen Charakter zu erschaffen.Aber daraus wurde nur eine Trashige Figur , schade!
                    Der Film wird nie ein Meilenstein werden so viel ist klar. Auch Fans vom Original werden sehr enttäuscht sein.

                    • Elijah Wood ist ein toller Schauspieler, aber nicht im Genre des Horrors

                      • 8

                        Warum geht niemand auf den tollen Soundtrack ein ?
                        Der ist super :D

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                        • 10

                          genau so gut wie Maniac, kranke story, aber nur in uncut zu genießen

                          • 6
                            hallidalli 17.09.2016, 10:21 Geändert 17.09.2016, 10:41

                            Stellenweise ganz schön heftige Horrorfilm Bilder wie ich finde. Story und die Leistungen der Akteure sehe ich im mittleren Bereich. Jetzt muss ich mir ja fast noch Maniac von 1980 ansehen. ;-)
                            PS: Achja, wollte noch kurz was zu der Ego-Perspektive sagen im Vergleich zum Film Hardcore. Für mich gewinnt da definitiv Hardcore. Ich weis ja nicht an was man früher bei dem Schlagwort "Ego-Perspektive" gedacht hat aber heutzutage denkt man vermutlicherweise gleich an Computerspiele und Hardcore setzt das einfach 1:1 um. Die Ansicht bei Maniac ist ein ganz nettes Gimmick für mich, mehr nicht, fühlte mich dadurch auch nicht näher dran am Geschehen.

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                            • 7 .5
                              Mekridi 25.06.2016, 18:16 Geändert 17.09.2016, 11:59

                              https://www.youtube.com/watch?v=Db4Nds4BOVo

                              Parallelen zum 80er Original sind zum einen Joe Spinell, der an den Drehbüchern beider Filme mitwirkte, William "Maniac Cop" Lustig, Regisseur des Originals, hier dann "nur" Mitproduzent, der Storyinhalt an sich, und die Tatsache das beide Titel inzwischen wegen des Paragraphen 131 bundesweit beschlagnahmt sind.

                              Die Herangehensweise ist jedoch eine etwas andere. Während das Original eher als dreckig-rotziger und äußerst kantiger B-beinahe-Splatterfilm daherkommt, taucht Khalfoun sein Remake in fast schon feingelackte Refnartige Bilder, einen collateralen Michael Mann und ein äußerst smoothes Soundgewand. Dies verleiht der Neuverfilmung eher den Geschmack eines Giallo. Vielleicht gerade einer der Gründe warum der Film so wirkt, schmiegt er sich doch hier und da bildlich und soundig an, stößt inhaltlich aber gleichzeitig vehement ab. Stark wirkender Kontrast.

                              Der Zuschauer verfolgt die Story um den schizophrenen, in Selbstgespräche vertieften und Mutterkomplex behafteten Schaufensterpuppendekorateur Frank Zito fast ausschließlich aus dessen Egoperspektive und läßt ihn hautnah teilhaben an seinen brutalen Frauenmorden. Mittendrin statt nur dabei, wäre wohl ein passender Slogan für dieses nihilistische Remake. Das raubt dem Film zwar einerseits die "whodunitundvorallemwann" Spannung, löst durch dieses Stilmittel aber enormste Beklemmungsgefühle beim Zuschauer aus. Khalfoun badet dabei keineswegs im ausufernden, minutenlangen Gemetzel, sondern setzt vielmehr kurze und explizite, erfreulich sehr CGIfreie tiefe Stiche in die Augen des Beobachters. In diversen kleineren Rückblenden, die Frank als Kind in Interaktion mit seiner gewalttätigen, erziehungsunfähigen und herumhurenden Mutter zeigen, wird das "warum" ausreichend gezeichnet und bedarf aus meiner Sicht keiner weiteren Erklärung. Die Egoperspektive, die des Öfteren sichtfeldeingeschränkt und verschwommen gefilmt ist, spiegelt Franks innerliche Zerrissenheit gekonnt wieder. Selten sieht man Frank selbst, meist nur als verzerrte Spiegelansicht oder mit blutigem Skalp in der einen und Messer in der anderen Hand wie er sich in einem Auto spiegelt, nebenbei eine kleine Hommage an das Original Maniac-Cover. Desweiteren könnte man als Referenz noch Q Lazarus Song "Goodbye Horses" aus Schweigen der Lämmer anbringen und natürlich Das Kabinett des Dr. Caligari, den Frank sich zusammen mit Anna, einer angehenden Künstlerin und Interessierten an seinen Schaufensterpuppen, im Kino ansieht.

                              Franks Unfähigkeit längerfristige Beziehungen zu Mitmenschen einzugehen und seine verzweifelte Suche nach Liebe, Zweisamkeit und der Wunsch nicht alleine sein zu wollen, zeigt sich darin dass er seine Schaufensterpuppen, mit den Skalps und Kleidern seiner Opfer verziert, als Freunde in der Wohnung "hält", sie mit ins Bett nimmt, mit Ihnen spricht und mich damit entfernt an den realen Serienkiller Jeffrey Dahmer erinnerte. Auch dieser Maniac versuchte seine Opfer nicht einfach "nur" zu töten, sondern experimentierte an Ihnen herum, bohrte ihnen die Köpfe auf, schüttete Säure hinein und wollte sie so am Leben erhalten. Einerseits zwar um sie als Sexklaven zu nutzen, aber auch um sie zu unwilligen und für immer bei ihm bleibenden "Freunde" zu machen.

                              Alles in allem ein weiteres, ordentliches - von mir generell nicht sehr geschätzten - Remake (nach den "blutigen Augenhügeln"), bei dem Alexandre Aja zwar nur als Drehbuchautor und Produzent fungierte, dessen Handschrift aber auch hier deutlich zu spüren ist.

                              Elijah Wood beweist einmal mehr dass man ihn nicht nur auf seine alles überstrahlende Rolle als Ringschlepper-Hobbit festlegen darf. Er ist nämlich nicht nur der schnuckelige Frodo sondern hat durchaus weit mehr drauf, für mich eine sehr gute Wahl, wenn er auch nicht ganz an den Original-Maniac Joe Spinell herankommt.

                              Fazit: Gelungen in die Neuzeit transportiertes Remake eines von jeglichem Humor befreiten, düsteren und dreckigen 80er Klassikers

                              Wertung: 7,5 von 10 verpuppten Migräneanfällen

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                              • 4

                                Alexandre Ajas Maniac gibt einblickt über das Leben eines Serienkillers aus der Ego - Perspektive die ich immer kritisch verfolge, soll heißen, man sieht Elijah Woods Hände die Frauen töten. Es gibt auch Momente in dem er in den Spiegel etc. schaut damit man wirklich das Gefühl hat man ist Elijah Wood.
                                An sich ist die Atmosphäre düster und der Soundtrack super, aber manchmal langweilig und unverständlich von einigen Handlungsfähigkeiten der Opfer.

                                • 8 .5
                                  old_pirate 03.04.2016, 12:43 Geändert 03.04.2016, 13:00

                                  Anmerkung gleich zu Beginn:
                                  Normalerweiße schaue ich, wenn dies möglich, immer erst das Original und dann das Remake. Im Fall von Maniac, war dies nicht möglich, Ich kenne also das Original von 1980 nicht und kann den Film daher nicht in Bezug zum Original bewerten. Falls ich das Original doch irgendwann in die Hände bekomme werden die Punkte gegebenenfalls angepasst.

                                  Maniac ist ein Trip in die Psyche eines Frauenmörders, überzeugend inszeniert und gut gespielt von Elijah Wood. Beim anschauen merkt man wie sich in einem die Leere ausbreitet. Man spührt die brennende Einsamkeit, den Schmerz der ständigen Zurückweisung die schon im Kindesalter,ausgehend von seiner eignen Mutter begann. Die er, Frank, wie wohl jedes Kind abgöttisch geliebt haben muss. Seine Mutter dagegen, war jedoch mehr mit Party´s beschäftigt, trank viel, nahm Drogen, hatte Sex mit immer anderen Männern und das sogar vor den Augen des kleinen Frank. Was in seiner Kindheit begann änderte sich vermutlich auch später nicht. Frank war wohl nie beliebt bei Frauen, nie hat er die Liebe bekommen die er sich so sehr gewünscht hat, weder von seiner Mutter noch von anderen Frauen. Frank wurde immer zurückgewiesen, nie war er es für den sich die Frauen interessierten.
                                  So zeigt der Film einen kaputten Frank, zerfressen von Zwängen und Wahnvorstellungen. Seine Mutter ist inzwischen tot, Frank ist alleine mit seinen Schaufensterpuppen. Frank´s Einsamkeit muss erdrückend sein. Die Stadt ist voll von Frauen, hübsche Frauen, doch keine möchte Frank, alles was er hat sind seine Puppen. Verzweifelt sucht Frank nach der Liebe die er sich wünscht. Er möchte nicht nur die Liebe, er möchte diese Frauen... diese schönen Frauen, besitzen! Wenn sie nicht möchten dann muss Frank eben seine eigenen Welt erschaffen. So zieht er los, auf der Jagd nach Liebe und hübschen Frauen, er tötet sie, skalpiert sie! Die Haare nimmt er mit. Die Haare befestigt Frank dann auf einer seiner Schaufensterpuppen, die er sorgfältig nach dem Vorbild des letzten Opfers gekleidet hat. So gehören diese hübschen Frauen für immer Ihn, keine wird ihn mehr verlassen!...

                                  Elijah Wood spielt die Rolle des Mörders sehr gut, der leere apahtische Blick. Auch die Kamera zum Großteil aus der Ich-perspektive passt hier sehr gut. Nur das Ende fande ich etwas abrupt. Meiner Meinung nach hätte man noch etwas auf die Beziehung zwischen Frank und Anna eingehen können, ebenso auf die Beziehung zwischen Anna und ihrem Freund. Im großen und ganzen aber ein gelungener Film.

                                  Punkte: 8,5

                                  • 1

                                    Die Zusammenfassung des Films klang ja noch recht spannend... aber der Film an sich ist ziemlich langweilig... da hätte man mehr draus machen können. Und auch die Wahl der Schauspieler ist nicht gut gewählt. Elijah Wood ist ein toller Schauspieler, aber nicht im Genre des Horrors .

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                                    • 0
                                      HarryNeub 27.01.2016, 12:47 Geändert 27.01.2016, 12:47

                                      Leider konnte ich das Kino nicht verlassen! Selten einen SO SCHLECHTEN, DUMMEN und HIRNLOSEN Film gesehen.
                                      Story: - unendlich
                                      Darsteller: grottenschlecht
                                      Atmosphäre: ungut

                                      TOP eins auf der Liste der ÄRGERLICHSTEN Filme!

                                      4
                                      • 6 .5

                                        Ein recht ansprechender Film wenn auch nicht bis ins letzte Detail gut. Ich finde jedoch die Perspektive aus der die Kamera filmt recht interessant und Elijah Wood macht sich in seiner Rolle ziemlich gut.

                                        • 7 .5

                                          Sehr spannender Film. Gruselige Atmosphäre. Interessante Darstellung aus der Sicht des Mörders. Für Genrefans ein muss!!

                                          • 8 .5
                                            Shepardo 24.12.2015, 12:25 Geändert 24.12.2015, 12:33

                                            ''Alexandre Ajas Maniac'' passt jetzt zwar eigentlich nicht zur Festtagsstimung, doch das hält mich natürlich nicht davon ab, einen Kommentar zu schreiben.
                                            Aber worum geht es hier denn eigentlich?
                                            Frank ist ein ziemlicher Psychopath. Er hat eine Liebe zu Puppen. Er liebt sie sogar so sehr, dass er dafür glatt Menschen umlegt, nur dafür, dass seine Püppchen etwas Haarpracht von seinen Opfern auf dem Köpfchen haben, denn die wollen ja schleißlich nicht am Kopf frieren.
                                            ''Alexandre Ajas Maniac'' fängt schon recht böse und düster an. Wir sehen hier einen Mann, den man nur in der Ego Perspektive sieht, der einer Frau hinterherspioniert und sie verfolgt. Alleine nach den ersten fünf Minuten weiß man, worauf man sich einlässt, denn das ist kein Film, den man auf einem Elternabend vorführt. Zuerst einmal muss ich erwähnen, dass fast der komplette Film nur aus der Sicht des Killers gezeigt wird und dies hier wirklich ziemlich gut passt. Im Verlauf des Films hat man nicht nur puren Hass auf den Killer, wie sonst in den meisten Filmen, sondern man bekommt auch Einblicke in seine Vergangenheit, um zu verstehen, warum er das alles macht. Dieser Schritt ist mir im Gegensatz zum Original ziemlich eindeutig aufgefallen, da im Jahr 1980 der Herr Lustig, anscheinend keine Lust(haha Wortspiel) hatte um auf Franks Kindheit einzugehen. Ich finde es auch sehr gut, dass der Film nicht von den Morden an sich lebt, sondern von der Geschichte Franks und seinen Emotionen gegenüber anderen Menschen. Wo wir schon einmal bei Frank sind, muss ich unbedingt erwähnen, dass Elijah Wood, in den Szenen in denen man ihn sieht, eine ziemlich gute schauspielerische Leistung darbietet. Das gleiche gilt für Nora Arnezder, die die Rolle der Anna wirklich gut rüberbringt. Wenn man jetzt bis zu dem Zeitpunkt an dem Film interessiert ist, sollte man wissen, dass er wirklioch nur hartgesottenen Filmfans zu empfehlen ist, denn er ist ja nicht umsonst am 30.04.2015 bundesweit beschlagnahmt worden, was ich einigermaßen verstehen kann, wenn man nur die Morde sieht, von denen es nicht einmal allzu viele gibt. Denn im Film sind die Morde und Skalpierungen nicht selbstzweckhaft dargestellt, sondern werden diese eigentlich für die Story benötigt um frank nachzuvollziehen. Denn eigentlich geht es ja hier um Frank und sein Verhalten gegenüber anderen Menschen und Puppen. Aber wenn die Kamera bei einer Skalpierung(heißt das so?) 10 Sekunden lang gnadenlos draufhält kann ich schon verstehen, warum es da den ''Jugendschützern'' nicht so Recht in den Kram passt.
                                            Doch wer solche Szenen aushalten kann, für den wird ''Alexandre Ajas Maniac'' ziemlich gut passen, jedenfalls wenn man nicht nur einen puren Metzelfilm erwartet.

                                            Ach ja, Frohe Weihanchten natürlich :D

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                                            • 8 .5
                                              DerBauerluemmel 20.12.2015, 15:28 Geändert 20.12.2015, 15:29

                                              Direkt nach meiner Kritik zum Original widme ich mich nun auch dem Remake, welches mir insgesamt besser gefällt. Fairerweise jedoch muss man festhalten dass "Maniac" auch schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat.
                                              Übrigens ist die FSK18 geschnitten. Auch die ungekürzte SPIO/JK-Fassung ist gem. §131 StGB bundesweit beschlagnahmt worden.

                                              Die Story ist exakt die selbe wie die des Originals, jedoch glücklicherweise mit etwas mehr Substanz und verständlicheren Ausführungen zu Franks Kindheit. Dies geschieht mittels grandios inszenierter Flashbacks, die lückenlos in die eigentliche Handlung eingefügt werden. Dies zeigt, wie sehr die Vergangenheit und Gegenwart in Franks Welt verschwimmen und wie präsent dessen verkorkste Kindheit immer noch ist. Den Film beinahe ausschließlich aus der Ego-Perspektive des Killers zu filmen ist ein ebenso interessanter wie gelungener Schachzug.
                                              Die Schauspieler allesamt überzeugend, besonderes Augenmerk natürlich auf Elijah "Frodo" Wood. Optisch natürlich das komplette Gegenteil zum originalen Maniac Joe Spinell. Auch kann er ihm nicht das Wasser reichen. Dennoch liefert Wood mMn einen überzeugenden Killer ab.
                                              Die Kills ähnlich brutal wie im Original und zumeist schön handgemacht.
                                              Was dem Film einen deutlichen Pluspunkt verschafft ist der wahnsinnig gelungene Soundtrack, ganz im Stile des Originals. Für mich sogar einer des besten Sountracks die ich bislang hören durfte.

                                              Fazit: Ein bemerkenswertes Remake, welches glücklicherweise ähnlich kompromisslos wie das Original agiert und kein weichgespülter Hollywoodabklatsch geworden ist. Unbedingt anschauen!

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                                              • 5 .5

                                                Ich finde den Film insgesamt durchschnittlich. Der Spannungsaufbau funktioniert meines Erachtens nicht richtig, es wird schnell klar in welche Richtung der Film läuft, die einzige Frage, die bis zum Schluss offen bleibt, ist ob gut oder böse den Film lebend überstehen werden. Das hat mich nicht von Hocker gerissen.

                                                Auch wirkt Wood von seinen Gesichtszügen für mich nicht wie eine ideale Besetzung für einen verrückten Psychopathen. ich weiß pauschalisieren ist da nicht, aber meinen Erwartungen entspricht er nicht.

                                                Letztlich gibt es eine leicht überdurchschnittliche Wertung, da man dem Film die innovative Kameraarbeit und den interessanten Look nicht absprechen kann.

                                                Für mich nicht empfehlenswert nur für Horror fans eventuell von Interesse.

                                                • 3 .5

                                                  Ich nehme E Wood die Rolle nicht ab, denkbar ungünstig besetzter Möchtergern Thriller. Tja viel Blut und Morde machen noch keinen guten Film aus. Was mich störte ist diese blöde Kameraperspektive, immer aus den Augen des Hauptdarstellers, das ermüdet, dazu die ständigen selbstgespräche. Und was soll der Mist als er am Anfang in nen Chat geht sofort ne Frau abschleppt und sie unbedingt mit ihm in die Kiste will? Er benimmt sich wie ein Psychopath hat dreckige Finger sieht Scheisse aus.. völlig unglaubwürdig, welche halbwegs gutaussehende Frau würde sich mit so nem Typen einlassen.. Ne so nen Film brauche ich nicht. Klack abgeschaltet nach 40 min.

                                                  2
                                                  • 5 .5

                                                    #Horrorctober 11

                                                    Ein interessanter Film. Aber ist er auch gut? Da bin ich mir nicht so sicher.

                                                    Interessant ist, dass ich in meinem Studium Anfang der 00er Jahre noch gelernt habe, dass Lady in the Lake aus dem Jahr 1947 gezeigt habe, dass Filme mit einer durchgehenden subjektiven Kamera nicht funktionieren. Geschichten mit Ich-Erzähler müssen auf der Leinwand anders erzählt werden. Das Experiment, dies Eins zu Eins umzusetzen, war gescheitert.

                                                    Mit Maniac hat Franck Khalfoun nach über 60 Jahren das Experiment wiederholt. Und ich finde nicht, dass er damit gescheitert ist. Gewiss, die Beschränkung, die er sich selbst auferlegt, führt zu ein paar Kuriositäten. Dennoch bricht der Film nicht komplett auseinander.

                                                    Ich glaube zwei Faktoren spielen Khalfoun in die Hände, sodass der Film einen besseren Eindruck machen kann als Lady in the Lake. Zum einen haben First-Person-Shooter unsere Sehgewohnheiten beeinflusst, sodass diese Perspektive auf uns nicht mehr so ungewohnt wirkt wie sie es noch 1947 tat. Zum anderen ist das Genre sicher besonders für einen solchen Film geeignet.

                                                    Dennoch hat der Film ein Problem: Er macht einen schönen Build-up und vergisst dann den Pay-Off.

                                                    Die vollständige Rezension gibt es hier:

                                                    http://www.spaetfilm.de/horrorctober-11-maniac/