Mann beißt Hund
C'est arrivé près de chez vous (1992), BE Laufzeit 95 Minuten, FSK 18, Dokumentarfilm, Komödie, Kinostart 25.03.1993
7.2
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von Benoît Poelvoorde und Rémy Belvaux, mit Benoit Poelvoorde und André Bonzel
Ben lebt von den Einnahmen, die er bei Überfällen auf Rentnerinnen und Geldbriefträger ergaunert. Ein Kamerateam beobachtet ihn dabei.
Cast & Crew
-
Rémy Belvaux
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André Bonzel
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Benoît Poelvoorde
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Benoit Poelvoorde
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Rémy Belvaux
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André Bonzel
-
Benoît Poelvoorde
Regie
Schauspieler
-
Vincent Tavier
-
Benoît Poelvoorde
-
André Bonzel
-
Rémy Belvaux
- Genre
- Mockumentary, Schwarze Komödie, Mediensatire
- Handlung
- Annäherung, Charme, Dokumentarfilmer, Dokumentarfilmer, Fernsehen, Geistige Krankheit, Kultfilm, Leiche, Mord, Mörder, Psychopath, Reporter, Schwarzer Humor, Serienmörder, Verrückter
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Drehbuch
Filmdetails Mann beißt Hund
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Kritiken (4) — Film: Mann beißt Hund
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenDie Entlarvung seiner selbst. Vordergründig als kritische Auseinandersetzung mit einer sich langsam enthumanisierenden und stetig tabuloser werdenden TV-Landschaft erdacht, teilt die belgische Low-Budget-Produktion samt ihres Mockumentary-Stils eben jene fadenscheinige Selbstgerechtigkeit und problematisches Verhältnis zu sich selbst, die vorangegangene und spätere Medienschelten, von „Cannibal Holocaust“ bis hin zu Michael Haneke, so unerträglich machen sollte: Unter dem Deckmantel satirisch überhöhter Realität/Authentizität manövriert sich "Man Bites Dog" dabei durch eine Nummernrevue aus Abscheulichkeiten und tumben Zynismen; versucht sein Publikum zwar einerseits moralisch zu konditionieren, unterhält es letztlich aber auf banale Weise mit eben jenem voyeuristischen Gestus und Gefallen an Gewalt, die er auf Subtext-Ebene ebenso vor- wie auch vergeblich als inhuman geißeln möchte.
Ein abstoßendes und dummes Werk für diejenigen, die sich ihren visuellen Blutdurst nur verbrämt durch ein intellektualisiertes Arthouse-Gedankenspiel eingestehen, und Abgestumpftheit als besonders schwarzen Humor deklarieren können. Passend hierzu auch das Fazit, welches ein anderer Kritiker zog: „Der Film geriert sich als Kunstfilm, kaschiert unter diesem Deckmantel aber nur seine voyeuristische Natur und gibt seinen Zuschauern so einen Vorwand ihren eigenen Voyeurismus in einer intellektuellen Verbrämung auszuleben.“
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der cineast 2011/04/25 16:33:26
Antwort löschenDer letzte Absatz ist ein Fest, trifft vielleicht sogar auf mich zu. :P
DerDude_ 2011/05/18 18:13:04
Antwort löschenDer Film versucht doch durch Gewalt den Zuschauer zum mitfiebern zu bringen , und ihn dadurch als Gewalt und skandal geil zu entlarven.
johnboy1979 2011/07/08 18:52:06
Antwort löschenWenn man anfängt unliebsame Kommentare zu löschen, spricht das nicht gerade für eine selbstbewusste Position deinerseits: Gut zu wissen, dass ich dich schon soweit gebracht habe ;)
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johnboy1979 2011/07/08 18:55:35
Antwort löschenÜbrigens: In einer Hausarbeit hättest du die Gedankengänge anderer als Zitat deklarieren müssen, aber bei den Juristen wird ja sowas nicht so Ernst genommen ;)
TexasTomBoe 2011/08/27 06:14:24
Antwort löschendu warst nie ein profikiller, oder?
der film is genial genial geanial! egal was du sagst!
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAus der anfänglich verspielt, schwarzhumorigen Mockumentary wird nach und nach ein Abstieg in die Abgründe der Medienwelt. Going Native in seiner letzten Konsequenz bei der alle Schranken fallen. Das Ende ist folgerichtig und hinterlässt einen bitten Beigeschmack. Ein Film, wie ihn Michael Hanecke drehen würde, wenn er kein so selbstgefälliges arrogantes Stück wäre.
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschenIn “Man Bites Dog” geht es um ein Kamerateam, welches den Serienkiller Ben bei seiner “Arbeit” begleitet. Nach und nach jedoch freunden sie sich mit ihm an, verlieren die Distanz und werden selber zu Mittätern. Was “Behind the Mask” also nur andeutete und sich dann letztendlich doch nicht traute, das hat “Mann beißt Hund” schon 1992 gezeigt: Wohin der ganze Wahnsinn der Reality-Shows führen kann, wenn man nur genug abgestumpft ist.
Bei so einem Film über die technische Ausführung zu diskutieren, ist müßig. Hier geht es nicht um den perfekten Sound (ganz im Gegenteil muss sogar der Tonmann als erstes dran glauben), perfekte Effekte oder eine ruhige Kameraführung. Fast Kommentarlos, ohne Bewertung der Taten Bens begleitet ihn die Kamera: Bei seinen Morden, den Besuchen zu Hause, seiner Geburtstagsparty. Dabei philosophiert er über Polik, Gott und die Welt, als sei sein Geschäft das normalste von der Welt. Doch das dieses nicht unbedingt normal ist, bemerkt…
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenGrenzgeniale und grenzwertige Mockumentary über einen gestörten Killer, die amüsant beginnt, gegen Ende einem allerdings das Lachen gefrieren lässt. Benoit Poelvoorde spielt den eloquenten Berufsverbrecher als eine Mischung aus dem jungen Robert De Niro und Sean Penn. Einmalig und unvergessen! Diese hintersinnige und äußerst brutale Milieustudie schockiert, spart aber nicht an sozialkritischen Untertönen. Ist Benoit nun eiskalter Killer, ein verfehlter Poet oder ein bemutternder Kommunalpolitiker? Die dunkle Seite der Menschen wird hier messerscharf ausgeleuchtet. Nur die armen Tonmänner, die im bester "Spinal Tap"-Drummer-Manier ableben, haben es in "Mann beißt Hund" richtig schwer . Starker Tobak aus Belgien!
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Kommentare (30) — Film: Mann beißt Hund
Kommentar schreibenElMagico 2011/12/29 21:27:34
Kommentar löschenIst das nun Medienkritik? Oder nur ein trojanisches Pferd um mal deftig auf den Putz zu hauen, ein paar Grenzüberschreitungen im Mantel der Satire zeigen zu dürfen? Ich kann das ja doch nur für mich beantworten und mein Eindruck ist der, dass mir für eine ernsthafte Kritik die letzte Konsequenz fehlt. Denn immer in den Momenten, in denen "C'est arrivé près de chez vous" beginnt dem Zuschauer den Spiegel vorzuhalten, nimmt er diesen ganz schnell wieder weg und flüchtet sich in seine ausgeprägten satiritschen Elemente und wird zur reinen Farce. Doch einfach nur Lustig zu sein scheint ihm nicht zu genügen und er versucht doch wieder eine kritische Aussage einzubinden, die ich aber selten wirklich Ernst nehmen konnte.
Das funktionierte einfach alles nicht für mich, schon allein weil keine einzige Figur aus dem Leben gegriffen schien, der Mörder zu weltmännisch und das Film-Team zu blöd waren. Klar werden hier Themen angesprochen wie Reality-Formate und Gewalt im Film...er wirft diese Themen aber eben einfach nur in den Raum, setzt sich nicht mit ihnen auseinander, überspitzt sie nur, ohne so intelligent zu sein sie auch karikieren zu können. Alles wird so sehr übertrieben, dass es zur reinen Farce wird...aber naja, das schaffen die entsprechenden TV-Formate und Filme auch ganz von allein...dazu brauchen sie keine Filme wie "C'est arrivé près de chez vous".
Blieb mir, sich den Film auf einer rein scharz-humoresken-Ebene anzuschauen und hier funktioniert er auch tatsächlich um einiges besser, da er doch einige völlig surreale Szenen aufzubieten hat. Dieser Spass wurde aber durch die Vergewaltigungsszene ziemlich getrübt, denn hier hat der Film einen völlig falschen Ton und Umgang mit dieser Situation gewählt und sich tatsächlich auf ein und dasselbe Niveau gestellt mit all dem, das er ja eigentlich bloßstellen will. Für mich eine völlig ekelhafte Szene und danach war ich eigentlich dann auch mit allen Charakteren fertig. Mir war egal was mit denen ist oder passiert.
Trotzdem: Als völlig überdrehte, skurrile Farce ist "C'est arrivé près de chez vous" bis auf diese eine Szene wirklich gut und witzig. Als entlarvende Satire funktioniert der Film aber nur leidlich, seine Aussagen sind meist nur inhaltsleere Allgemeinplätze.
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Sigmund 2011/12/29 23:06:46
Antwort löschenLange, lange nicht mehr gesehen den Film, aber was Du hier schreibst, klingt überzeugend.
ElMagico 2011/12/29 23:34:06
Antwort löschenIch zum ersten Mal ;) Ist ja auch nicht leicht an die DVD ranzukommen leider...
Andy Dufresne 2011/12/30 15:41:21
Antwort löschenMir geht es ähnlich wie dem guten Sigmund.Eeeewig her das ich ihn sah,der Film kam vor ca 15 Jahren mal Nachts (glaub sogar als TV-Premiere) im WDR.Ich fand ihn äußerst interessant und hab heut noch einige Bilder davon im Kopf(der Mord an dem Kind,der Teppich,der Hauptdarsteller),allerdings hab ich nicht mehr das Große und Ganze des Filmes vor mir.
Wenn ich es richtig im Kopf hab war der Film ein Abschlußfilm,was vielleicht erklären würde das der Film(emacher) (noch) vieles an Feinheiten usw. vermissen lässt.
Wird wohl Zeit das ich mir den Film nochmal zu Gemüte führe (wohl auch besser den Film mit 30 zu sehen und zu verstehen als damals mit ca.14 oder 15 :D)
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Mimuschka 2012/01/01 17:10:41
Antwort löschenhehe, genau wie bei mir. als jugendlicher wars supercool und provokativ. müsste ich mir echt nochmal anschauen in nächster zeit und evtl mein bild revidieren. die kritik hier zeigt mir dass es evtl nötig wäre.
ElMagico 2012/01/01 17:20:42
Antwort löschenin gesprächen danach merkte ich, dass in manchen Szenen die Sozialkritik an und für sich ganz ok ist...vorallem wenn er rassistisch hoch zehn ist. Trotzdem für mich immernoch ein paar Szenen die einfach überhaupt nicht gehen...
Kieke 2011/09/29 20:56:07
Kommentar löschenEiner, der Ur-Väter von Blair Witch und Co.
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drbami 2011/09/29 21:45:56
Antwort löschenbitte was? blair witch und den film hier vergleichen??? das ist so als würdest du nen apfel mit nem güterwaggon vergleichen...
Kieke 2011/09/29 23:28:34
Antwort löschenWer ist der Apfel und wer der Güterwaggon ?;)
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drbami 2011/09/29 23:42:37
Antwort löschenohje...
Kieke 2011/09/29 23:53:48
Antwort löschenich würde lieber Obstsorten vorziehen. Das passt mehr zur Doku-Fiktion.
crab1973 2011/09/27 12:22:48
Kommentar löschenUltrakrass die zweite...
Nach der langen und durchaus produktiven Diskussion um "A Clockwork Orange" habe ich mir diese Woche mal vorgenommen die kontroversesten Filme ever made zu besprechen. (Die Auswahl ist naürlich völlig subjektiv und ich bin für Vorschläge offen)
Der Anfang wurde gestern mit "Baise moi" gemacht und weiter gehts mit "Man bites Dog".
Die belgische, sehr gallige Mediensatire ist natürlich ein Kind ihrer Zeit hat aber nichts von ihrer Aktualität verloren.
Der Film versteht es vorzüglich den Zuschauer zum Mittäter zu machen und wenn man danach ein etwas flaues Gefühl hat, ist das durchaus beabsichtigt.
Im Gewand einer Pseudodoku, bei der ein Profikiller bei der "Arbeit" gefilmt wird dem Publikum unglaublich geschickt der Spiegel vorgehalten.
Zu einer Zeit, als noch niemand über Mockumentaries (Ich mag das Wort nicht) gesprochen hat, kam der Film wie ein gut gesetzter Schlag in die Magengegend daher.
Zuerst ist das Ganze noch lustig aber spätestens wenn das Drehteam dann...
Nee... schreibe ich nicht, soll jeder selber angucken. Aber Vorsicht! Der Streifen ist wirklich hart und ganz sicher nicht jedermanns Sache. Wenn es den Begriff "das Lachen im Halse steckenbleiben" noch nicht gegeben hätte, es hätte für diesen Film erfunden werden müssen...
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PaulthePirat 2011/11/07 19:23:18
Antwort löschenein Vorschlag der dir vielleicht gefallen könnte (falls du ihn noch nicht gesehen hast): "Ex Drummer". Auch ein belgischer Film und ähnlich verstörend...
crab1973 2011/11/07 23:02:46
Antwort löschenDanke. Tatsächlich noch nicht gesehen (aber davon gehört). Steht mir im Moment zwar nicht der Sinn nach aber irgendwann ist der "Ex-Drummer" auch mal dran.
satura82 2011/09/23 13:38:05
Kommentar löschenIch weiß nich ob ich den Film gut finde oder nicht. Am besten man sieht ihn sich an und macht sich selbst ein Bild.
Auf mich wirkte der Film sehr verstörend. Eigentlich fand ich ihn auch garnicht wirklich interessant und bin doch dran geblieben.
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Roka586 2011/08/14 17:13:12
Kommentar löschenIch kann die Meinung der meisten Rezensenten hier nicht teilen. Für mich geht das Konzept des Films nicht auf, durch den charismatischen Hauptcharakter die Identifikation des Zusehers mit seinen Ansichten und Taten aufzubauen und ihm dadurch den stetigen Verfall von Sitten, Tabus und die Missachtung der Menschenwürde in der heutigen Medienlandschaft aufzuzeigen. Zwar ist die Problematik heute weiter verbeitet denn je. Oft bekomme man den Eindruck die Medienanstalten versuchten sich in der Niveaulosigkeit ihres Unterhaltungssektors gegenseitig zu überbieten. Im Film können jedoch noch so viele Morde und rassistische Aussagen aneinandergereiht werden, ich fühle mich dadurch nicht unterhalten, sondern empfinde die gleiche Sinnlosigkeit, die ich vielfach im heutigen Unterhaltsprogramm erlebe. In letzter Konsequenz ist er für mich daher überflüssig.
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DerDude_ 2011/08/05 09:11:41
Kommentar löschenMarkaber , Geschmacklos , Böse , Originell , Innovativ, Kult.
Interessanterweise werden Filme , mit hoher Gewalt deutlich schneller zu Kult , als Filme ohne. Bestes Beispiel sind die werde von Tarantino , Peter Jacksons "Braindead" und natürlich Oliver Stones "Natural Born Killers". "Mann beißt Hund" reiht sich irgendwo zwischen diesen Filmen ein.
Das Genre Mockumentry , wurde bei mir , durch Film, wie Rob Reiners "This is Spinal Tap" , sehr beliebt. "Mann beißt Hund" greift auf dieses Thema zu und nutzt es perfekt , um die Medien zu kritisieren und die Frage aufzuwerfen , wo Unterhaltung endet und wo Voyeurismus beginnt.
Sehr zum Vorteil des Films fällt Hauptdarsteller Benoit Poelvoorde , der den Psychopath so charmant verkörpert , das man als Zuschauer nicht nur Sympathie für ihn empfindet , sondern auch bei seinen Morden geradezu mitfiebert , womit der Film quasi auch den Zuschauer entlarvt.
Fazit: "Mann beißt Hund" ist nichts für zarte Gemüter , aber gleichzeitig auch ein wichtiger Film , der ´sowohl den Medien , als auch dem Zuschauer gekonnt den Spiegel vorhält. Zudem ist er (zusammen mit "Clerks- die Ladenhüter") das beste Beispiel , wie man großes Kino , auch mit einem niedrigen Budget erreichen kann.
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seniorem 2011/08/05 14:15:07
Antwort löschenAuf den Punkt würde ich sagen!!!!
SpiceWeasel 2011/08/05 17:02:58
Antwort löschenHammer Film! Schöner Kommentar!
Tobe Berg 2011/05/17 17:20:17
Kommentar löschenKnallharter Streifen, bei dem ich mich desöfteren gefragt habe, wie weit es der Regisseur noch treiben will. Meiner Meinung nach nichts für schwache Nerven.
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seniorem 2011/05/09 13:48:49
Kommentar löschenUltrakrasser Shocker, der beim zweiten mal echt lustig wird und einem das lachen im Halse stecken bleibt.
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Galaxysinger 2011/03/25 14:55:51
Kommentar löschenIch habe mich bei einem Film noch nie so hilflos gefühlt! Das Lachen bleibt einem immer wieder buchstäblich im Halse stecken. Man will nur eines: sich nicht auf die Ereignisse einlassen, kein Teil des Filmes werden. Interessanterweise funktioniert die abscheulich alltäglich wirkende Brutalität ohne jeden Voyeurismus und ohne irgendwelchen technischen Schnörkel.
Nicht nur das brillante Psychogramm eines ... Mörders (mir fällt tatsächlich keine annähernd passende Bezeichnung ein), sondern vor allem auch der Medien.
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chs88 2011/03/21 15:53:48
Kommentar löschengeniale Mediesatire mit knallhartem Humor
darauf einen "kleinen Gregori"
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SpiceWeasel 2011/01/24 15:20:23
Kommentar löschenHatte den schon Jahre nicht mehr gesehen aber die Criterion Edition daheim rummliegen und am WE endlich mal wieder geschaut. Der Film ist so einzigartig und genial! Gibt keinen Film der mich gleichzeitig so amüsiert und doch abstößt das es weh tut! Benoit Poolverde spielt den Killer so glaubwürdig das es schon erschreckend ist! Ich liebe diesen Schauspieler einfach und hat viel zu wenige Filme gedreht! Er ist der einzige in dem ich noch etwas Kinski in den Augen erkenne und dieses leicht durchgedrehte was einfach nur klasse ist!
Der Film ist außerhalb jeder Konkurrenz ,für mich immer noch einer der besten LowBudget Filme aller Zeiten!
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harm4life 2010/10/22 11:18:51
Kommentar löschenZwar ist der Film nicht so verrückt wie die Werke des David Lynchs doch gewissermaßen ist die Handlung und das Verhalten der Darsteller an Absurdität kaum zu übertreffen. Besonders positiv hervorzuheben ist die außergewöhnlich überzeugende schauspielerische Leistung Poelvoordes. Insgesamt wohl ein wichtiger Film der seinen Platz in der Liste der abgedrehtesten Filme wohl noch sehr lange Zeit behalten wird, doch für meinen Geschmack (und ich halte meine Toleranzgrenze für sehr hoch) fast schon ein wenig zu paradox.
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JackoXL 2010/10/21 00:30:10
Kommentar löschenGenauso krank wie genial. Abgrundtiefer Humor, bei dem einem das Lachen teilweise im Hals stecken bleibt. Die Gewalt ist hier genauso schockierend wie lustig, ein sehr grenzwärtiger Film. Was einem wirklich Angst macht, vor knapp 20 Jahren war so was wirklich undenkbar. Gemessen an dem, was einem heutzutage im Fernsehen geboten wird, gar nicht mehr so weit weg von der Realität. Immer noch weit genug, aber wer weiß was RTL 2 macht, wenn es Frauentausch irgendwann nicht mehr bringt. Bis heute leider immer noch nicht als deutsche DVD erhältlich, deshalb immer im Arte-Programm schauen. Die zeigen den ganz gerne. Für mich schon ein Klassiker des europäischen Kinos, weit weg vom Mainstream.
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wiedererkennbar 2010/10/20 13:53:35
Kommentar löschenEs gibt Filme, die kann man eigentlich niemandem empfehlen. "Die 120 Tage von Sodom", "Irreversibel" und auch "Mann beißt Hund" gehören sicher dazu. Ich verstehe, warum es diese Filme gibt und ich verstehe ebenso, warum sie hart sind.
Ich verstehe aber auch, warum ich sie mir nur einmal angesehen habe und sie niemandem empfehlen kann.
Niemals könnte ich einen solchen Film als "ausgezeichnet" bewerten. Denn dafür sind sie mir einfach zu böse, zynisch und traurig.
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BigDi 2010/10/07 22:04:45
Kommentar löschenVon Menschen wie Ben kann man wirklich so einiges lernen: Toleranz anderer Religionen ("In dieser Wand habe ich vor ein paar Jahren zwei Araber eingemauert - mit dem Gesicht nach Mekka, versteht sich."), Munitionssparmethoden bei Besuch von alten Damen, wie man Häuserblöcke gestalten sollte, damit die Welt schöner und gemütlicher wird, wie man Kinderleichen beschwert, damit sie gut untergehen, wie man richtig vergewaltigt und so weiter und so fort. Schön, dass es solche Menschen gibt, die mit unkonventionellen Denkweisen unsere Welt immer wieder ein Stückchen besser machen und dabei nie abgehoben sind, sondern stets ungemein kumpelhaft bleiben. Das sind die Vorbilder, an welche die heutige Welt sich richten soll, und es ist doch nur logisch, dass sie die nötige mediale Aufmerksamkeit erhalten, um ihr Wissen und ihre Weisheit möglichst weit verbreiten zu können. Da ist man dann mittendrin statt nur dabei und kann sich selbst ein Bild von der fabelhaften Welt des Monsieur Ben machen, die selbst in ihren spröden Schwarz-Weiß-Aufnahmen mehr Lebendigkeit und Lebenslust verströmt, als jede Hochglanz-Doku über verwöhnte C-Starlets. Und dass der eingechlagene Weg bis zum Ende gegangen wird, ohne eine Abblendung vor dem Unvermeidbaren, unterstreicht noch einmal die Unmöglichkeit dieser klügeren, respektvolleren und schlicht und einfach schöneren Lebensart. Nein, unsere TV-Landschaft braucht wahrlich Menschen wie Ben, um endlich richtige Unterhaltung mit wahrer Lebenslehre verbinden zu können.
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Filmsuechtiger 2010/10/07 22:37:35
Antwort löschenVor allem braucht unsere Fernsehlandschaft so kultivierte und gehaltvolle Dokus fernab von jeder Sensationslust!
BigDi 2010/10/07 22:52:54
Antwort löschenStimmt, etwas so Subtiles und Bescheidenes sieht man wirklich viel zu selten.
JimiHendrix 2010/08/12 19:34:06
Kommentar löschenMit dieser abgrundtief bösen und radikalen Mockumentary liefern Rémy Belvaux, André Bonzel und Benoît Poelvoorde den besten und wichtigsten Film dieses ungewöhnlichen Genres ab.
Ich bin generell schonmal ein großer Anhänger der selbstgemachten Filmchen, die sich nicht für Millionen von Produktionsgeldern und jede Menge Schleichwerbung prostituieren, sondern vollkommen auf filmische Zuhälter verzichten.
Und was Rémy Belvaux von Zuhältern hält zeigte er der Öffentlickeit mit seinem Tortenangriff auf Bill Gates ja recht eindrucksvoll.
Man tausche die Torte gegen Pflastersteine aus und schon läßt sich der Film passend beschreiben. Denn er verübt ein filmisches Attentat auf die sensationsgeilen Medien, welches sich sehen lassen kann.
Geschickt stellt er sie, je länger der Film andauert, als immer forschere Mittäter bloß, die bald sogar Hauptschuldige werden sollen.
Immer tiefer und tiefer dringen sie in die Schuldspirale ein, welche ihnen als Gegenzug zur Mitschuld, eine große Sensation und natürlich viel Geld verspricht, sie gehen über Leichen für eine gute Story..
Zum Inhalt des Films gibt es handlungstechnisch nicht allzuviel zu erwähnen, aber schon die ersten Minuten stimmten mich positiv, den es baue sich schon gleich zu Beginn eine seltsame Stimmungsmischung aus Komik und Tragik auf, welche von der Selbstverständlichkeit des mitfilmenden Kamarateams begleites, ein irrwitziges und kroteskes Bild abgab.
Wie auf N24 oder RLT2, wo in endloser Wiederholungsschleife regelmäßig Zollbeamte, Polizisten oder Bahnkontrolleure(ich hasse diese Wichser!) dabei gefilmt werden, wie sie Schwerenöter zur Ordung rufen, werden auch in dieser ironisierten Variante ständig Fragen vom Kamaramann an den Serienkiller gestellt, wie er den verfährt und warum. Natürlich gibt der selbstdarstellerisch veranlagte Ben auch gerne ungefragt Informationen zur sachgemäßen Beschwerung einer Kinder-, Kleinwüchsigen- oder Erwachsenenleiche. Zwischendurch verköstigt er den wissbegierigen Fernsehvoyeur und das Kamarateam mit Dichtunngen und Lebensweisheiten.
Der Film kennt genauso viele Tabus wie die Presse und so werden einem auch schon mal die offenliegenden Gedärme einer vergewaltigten Frau vor die Nase gehalten, aber solche Bilder bekommt man ja fast jede Woche in der BILD zu sehen, also dürfte es ein gewohnter und abgestumpfter Anblick sein.
Benoît Poelvoorde übernahm die Rolle des charismatischen Serienkillers Ben und hatte immer einen flotten und medienwirksamen Spruch auf lager, der einfach zur Unterhaltung zwang, heute würde man sich um so einen publikumswirksamen Entertainer prügeln. Trotz seiner gausamen Taten wirkte er stets freundlich und gelassen. Er trug den Film mit seiner fabelhaft kühlen Ausstrahlung spielend allein er war der routinierte Fließbandarbeiter, der alles jederzeit unter Kontrolle hatte, nur das auf seinem Band keine Ware lag sondern Leichen.
Da der Film in schwarz-weiß aufgenommen worden ist, konnte man viel besser Mimik und Ausdruck erkennen und darstellen, was dem Streifen enorm viel Ausdruckskraft verleiht.
Ich würde diesen Film allen medienbeeinflussten Menschen ans Herz legen, nämlich eigentlich jedem Menschen, denn wir werden doch alle irgendwie maipuliert.
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nmrd 2010/07/26 23:56:29
Kommentar löschenHerrliche Medienkritik, bitterböse, pechschwarzer Humor und jenseits aller Grenzen des guten Geschmacks.
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cyranorick 2010/06/26 20:21:16
Kommentar löschenMockumentary at it´s best.
Ich würde nicht so weit gehen, diesen Film als "kult" zu bezeichnen.. aber er ist m.E. recht nah dran.
Was noch sehr schwarzhumorig-amüsant beginnt, begibt sich schliesslich auf eine abwärtsführende Spirale... und nach einiger Zeit hat man vergessen, dass das Ganze doch so spassig angefangen hat. Herrlich makabre Bilder zum Beispiel bei der Geburtstagsfeier. Ebenfalls grossartig einige Kommentare, so zum Beispiel eines meiner Lieblingszitate: "Water is not good for flutes!" "And you think shit is good for scales?"
Ich bin kein Freund der französischen Sprache.. aber hier habe ich mir das Original mit englischen Untertiteln gegönnt.. hier kommt der ohnehin genial agierende Benoit Poelvoorde ohne Synchronisation noch viel besser zur Geltung. Sicher kein Film für Jedermann... schade eigentlich denn ich denke, den Film sollte jeder mal gesehen haben... ein wenig Durchhaltevermögen für die kleineren Längen und nicht zu schwache Nerven sollte man allerdings mitbringen.
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Fulsome. 2009/10/18 20:41:41
Kommentar löschen"Ihr seid alle Brutalos, man muss ganz behutsam vorgehen wie ein Vogel - wie ein kleiner Vogel, der in sein Nest zurückfliegt"
Erschreckend[&]Polarisierend.
War das nur ein Film? »Man Bites Dog« wirkte auf ganzer Linie wie eine trockene Studie über einen misanthropisch-verzweifelten, egomanischen Psychopathen, der trotz seines Gedankenguts Anhang durch ein junges, experimentierfreudiges Kamerateam findet, das erst merkt, wie weit sie gegangen sind, als es schon zu spät ist. Doch so geht es den Medien wohl immer. So lange sie Profit aus einer noch so menschenverachtenden Story gewinnen können, ist ihnen alles recht, diese zu vermarkten.
Den drei Regisseuren ist eine wunderbare Studie über die Faszination des Abscheulichen gelungen, die abrupt wie das Augenzwinkern des Ben vor einem weiteren Todesschuss endet.
"...die Kälte erkämpft sich Ihr Recht gegen das letzte Zucken des Sommers..."
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Strikerth 2009/10/18 20:11:44
Kommentar löschenKann man einen Schlusstrich ziehen bevor es zu spät ist? So oder ähnlich könnte ein Fazit lauten, wenn man von "Mann beißt Hund" redet. Verstörend und vorallem mehr als düster kommt die Stimmung daher und wird untermalt von der Schwarz-Weiß Einstellung. So zeigt uns der Film doch die mehr als kranke Abgründe in die uns die Habsucht treibt. Das man sie nicht kontrollieren kann zeigen uns ihre steten Freunde, die Medien. Immer gierig nach mehr Sensationen können sie am Ende selber kaum noch den Unterschied zwischen Journalist und Täter erkennen. Was als absurde und abschäuliche Doku begann, endet in einer Orgie der Selbstzerstörung und den darauffolgenden logischen Konsequenzen.
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