Totschlag

Drabet (2005), DK
Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
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von Per Fly, mit Jesper Christensen und Pernilla August

Carsten ist ein angesehener Gymnasiallehrer mit Familie, Haus und Freundin. Als diese bei einer linksterroristischen Aktion einen Polizisten tötet, gerät Carstens sichere Existenz ins Wanken: Er verlässt Frau und Sohn, schlägt sich auf die Seite seiner jungen Geliebten und glaubt, damit auf der “richtigen” Seite des politischen Spektrums ein ehrliches Leben ohne Lug und Trug zu beginnen. Als Carsten klar wird, dass seine Lebenslüge nur noch größer wird, ist es schon zu spät. Es scheint keinen Ausweg zu geben.


Cast & Crew


Kommentar — Film: Totschlag

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Stefan Ishii

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Abschluß von Per Flys Trilogie über die gegenwärtige dänische Gesellschaft hat mich leider etwas enttäuscht. Dies ist allerdings auch aufgrund der super Vorgänger auch nicht wirklich verwunderlich. Nach dem sympathischen Film "Die Bank" über die unterste Gesellschaftsschicht und dem grandiosen, toll besetzten und häufig prämierten "Das Erbe", das die reiche Oberschicht porträtierte, war es sicherlich extrem schwierig, einen absolut überzeugenden Abschluß über die Mittelschicht zu schaffen.

Die grundlegende Handlung über das Treffen potentiell falscher Lebensentscheidung (mitsamt zerplatzenden Träumen, Selbstbelügen und kaputten Schicksalen) ist auch sehr interessant. Leider empfand ich persönlich das Einbetten der Geschichte in ein linksextremes Umfeld als etwas unpassend. Es ist mir etwas zu speziell, um tatsächlich als Veranschaulichung einer gesamten Gesellschaftsschicht herangezogen zu werden.

Schauspielerisch ist natürlich auch "Totschlag" wirklich toll. Jesper Christensen überzeugt selbstverständlich in der Darstellung seines tragischen Charakters. Er trägt den Film fast allein. Aber die weiblichen Nebenrollen sind prominent besetzt: Charlotte Fich und Pernilla August. Dazu noch ein junges, unbekanntes, aber durchaus interessantes Gesicht: Beate Bille.

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