Maos Letzter Tänzer

Mao's Last Dancer (2009), AU
Laufzeit 122 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Drama, Kinostart 04.11.2010

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6.5 Kritiker
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von Bruce Beresford, mit Bruce Greenwood und Chi Cao

Ein Leben fürs Ballett – auch wenn es große Opfer bedeutet: Das ist die Geschichte des Chinesen Li Cunxin, der als Maos letzter Tänzer in der westlichen Welt für Furore sorgen sollte. Im Alter von elf Jahren wird Li Cunxin die fragwürdige Ehre zuteil, am Staatlichen Ballett in Beijing ausgebildet zu werden, was bedeutet, dass man ihn aus seiner Familie herausreisst. Als Teenager bekommt er die Möglichkeit, in den USA als Austauschstudent seine Ausbildung fortzuführen. Unter der Fittiche von Ben Stevenson (Bruce Greenwood) wird aus ihm eine Berühmtheit. Li Cunxin möchte allerdings nicht Maos letzter Tänzer sein, sondern in den USA bzw. später in Australien bleiben. Diese Entscheidung hat allerdings seinen Preis: Ihm wird die Einreise nach China auf Lebzeiten verweigert und auch seine Eltern darf er nicht mehr sehen. Es wird lange Zeit dauern, bis ihm die Wiedervereinigung vergönnt ist.

Maos letzter Tänzer beruht auf den Aufzeichnungen Li Cunxins. Als Darsteller Li Cunxins in drei verschiedenen Altersstufen wurden ausnahmslos ausgebildete Tänzer eingesetzt. Der australische Regisseur Bruce Beresford hat sich im Laufe seines Filmschaffens immer wieder amerikanischen Projekten gewidmet (Miss Daisy und ihr Chauffeur, Black Robe – Am Fluß der Irokesen), ist aber thematisch zumindest seiner Heimat treu geblieben mit Filmen wie Der Fall des Lieutnant Morant und jetzt auch mit Abstrichen in Maos letzter Tänzer. (EM)

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Kritiken (8) — Film: Maos Letzter Tänzer

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.5Sehenswert

...Herausgekommen ist eine mitreißende, authentische Filmbiografie, die nur gelegentlich etwas pathetisch wird

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Christina Freko: Radio Köln Christina Freko: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Regisseur Bruce Beresford ist es gelungen, die bewegende Autobiografie des Tänzers Li Cunxin feinfühlig und packend auf die Leinwand zu bringen. Die Ballettsequenzen sind geradezu poetisch gefilmt und in ihrer Bildsprache auch für den Laien leicht zugänglich. [...] Ein Abend im Ballett ist für Verweigerer dieser Kunstform vermutlich selten so bewegend und mitreißend.

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M. Kastl: Filmszene.de M. Kastl: Filmszene.de

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6.5Ganz gut

Dank exotischem Setting und sympathischer Protagonisten funktioniert das Erzählen einer [...] vertraut wirkenden Geschichte [...] hier eigentlich ganz gut - auch wenn der Film schon oft in Richtung Klischee driftet und ziemlich vorhersehbar ist. Glücklicherweise verfügen aber insbesondere die chinesischen Schauspieler, vor allem die drei Cunxin-Darsteller und Joan Chen als Mutter, über jede Menge Charme und halten die Zuschauer so bei der Stange.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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5.0Geht so

Obwohl der Stoff, den Drehbuchautor Jan Sardi und Beresford aufgreifen, die Biografie des Tänzers Li Cunxin, eigentlich genug dramatisches Material für mehr als einen Spielfilm liefern würde, verplätschert die Verfilmung als laues Melodrama, dessen Protagonisten so konturlos bleiben wie die Zeichnungen der politischen und kulturellen Lager und ihrer Konfrontationen, die sich in naiven Klischees erschöpfen. Selbst fürs Ballett bringt die Inszenierung zu wenig Interesse auf, um wenigstens mit ihren Tanzsequenzen zu begeistern. [...]
Hauptdarsteller Chi Cao ist eigentlich Tänzer, was vielleicht erklärt, warum es ihm schauspielerisch nicht gelingt, seine Rolle eindringlich zu gestalten; und leider erhält er wenig Gelegenheit, dies mit den Mitteln seiner eigenen Kunst, dem Tanz, auszugleichen; der Film nutzt kaum die Chance, auch in den Ballettszenen diese Geschichte eines Mannes zwischen zwei Kulturen fortzuspinnen. Die Figur Lis bleibt ein blasser Naivling; die emotionale Zerreißprobe, der er im Lauf des Films ausgesetzt wird – die Konfrontation mit einer fremden Lebens- und Tanzkultur, schließlich der Druck, sich zwischen Heimat und Familie und dem Leben in den USA entscheiden zu müssen – kann man nur erahnen. Mehr als am Unvermögen des Darstellers liegt dies allerdings an einer Regie, die generell alles einebnet, was irgendwie weh tun könnte, und es immer dann, wenn es dramatisch, hässlich oder gefährlich wird, bei dezenten Andeutungen belässt.

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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.5Sehenswert

"Maos letzter Tänzer" ist ein klassisches Biopic, das in seiner Form und Haltung auch eher konventionell gehalten und erzählt ist. Beresford erlaubt sich keinerlei extravagante narrative oder visuelle Mätzchen, er stellt alles in den Dienst der Erzählung dieser ungewöhnlichen Lebensgeschichte. [...]
"Maos letzter Tänzer" mag, neben seiner etwas zu episch geratenen Länge, denn auch durchaus den einen oder anderen Moment haben, der ins Pathos, ins Sentiment abzudriften droht, doch ist diese verfilmte Autobiographie vor allem eines: eine zutiefst bewegende Lebensgeschichte, die an uns appellieren mag, das Menschsein nicht zu vergessen.

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Christian Wolf: outnow.ch Christian Wolf: outnow.ch

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7.0Sehenswert

Mao's Last Dancer ist ein geradliniges und ruhiges Drama geworden. Bruce Beresford belässt es trotz des Grundthemas auf wenigen, aber sehr schön inszenierten Tanzsequenzen. Fans der Autobiografie dürften von der Verfilmung trotz einiger Längen sicher angenehm unterhalten werden.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.5Ganz gut

Ein junger chinesischer Tänzer kommt für ein Gastspiel in den Westen, wird zum Star und verliebt sich in die Verheißungen des Kapitalismus. Subtil ist das zwar nicht, aber nicht zuletzt dank des tollen Hauptdarstellers, der vor allem Tänzer ist, aber auch einiges schauspielerisches Talent vorweisen kann, ein berührender, sehenswerter Film.

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Khitos: Kälte Reich

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4.0Uninteressant

[...] Mao’s Last Dancer besitzt einige Momente, die erfreulich anzusehen sind, so ist das nicht. Es sind halt nur durchschnittliche Szenen, die nach und nach mit mehr Melodrama abgespielt werden. Es ist ein Schema, das aufgrund des Drehbuchs einfach nicht überzeugen kann. Lediglich die letzten Szenen des Films – genauer: Lis’ vorletzter Tanz – können aufgrund ihrer universellen Bedeutung familiärer Verbundenheit Emotionen erwecken, die den ganzen Film über nicht da gewesen sind. Aber diese letzten Szenen können nicht darüber hinweg helfen, dass Mao’s Last Dancer mit all seinen Schwächen insgesamt nur ein etwas unterdurchschnittlicher Film ist, dessen Fehler nicht in der Geschichte des Ballettstars Li liegen, sondern in ihrer mäßigen Umsetzung.

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Kommentare (2) — Film: Maos Letzter Tänzer

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stuforcedyou

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Bewertung4.0Uninteressant

Pathetisch aufgeblähtes Drama nach einer wahren Geschichte, in dem ein netter Ami einen armen Chinsen hilft seine Freiheit zu entdecken. Zum Glück für die Drehbuchautoren mischen sich aber noch die böse, kommunistische Regierung von China ein und sorgt so für viel Gezeter, Tränen, Hoffen und Bangen. Zu schmalzig, einfältig und vorhersehbar um zu begeistern.

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Maos letzter Tänzer: langweilig inszeniert, großartige Tanzszenen und eine schöne Story, die mich zu Beginn leicht angewidert hat, am Schluss dann aber doch sehr bewegt hat. Leider hat's der Regisseur nicht wirklich drauf, der Cast hingegen stimmt hier.

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Khitos

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Dachte ich auch, aber leider ist dem nicht so =/


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