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Margaret

Margaret (2011), US Laufzeit 149 Minuten, FSK 12, Drama


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6.0
Kritiker
3 Bewertungen
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6.2
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105 Bewertungen
10 Kommentare
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von Kenneth Lonergan, mit Anna Paquin und Matt Damon

In dem Drama Margaret muss Anna Paquin als teenagerin sich zwischen Wahrheit und dem Verlust jugendlicher Unschuld entscheiden.

Als Jugendlicher hat man noch Ideale. Das zumindest denkt Margaret (Anna Paquin). Doch als sie infolge eines Flirts mit dem Busfahrer Maretti (Mark Ruffalo) diesen ablenkt, er eine Passantin überfährt und diese noch am Unfallort stirbt, muss Margaret sich zwischen der Wahrheit oder einer Notlüge entscheiden. Da sie sich traumatisiert für die Lüge entscheidet, hat dies weitreichende Konsequenzen. Im Widerstreit ihrer Gefühle und der erwachsenen Umwelt rebelliert Margaret mehr und mehr gegen alles und jeden.

Hintergrund und Infos zu Margaret
Ausführender Produzent des von Kenneth Lonergan (Autor von Gangs of New York) inszenierten Filmes war der 2008 verstorbene Anthony Minghella (Der talentierte Mr. Ripley), was für eine lange Produktionsgeschichte von Margaret spricht. Weitere Produzenten waren Sydney Pollack (Die drei Tage des Condor) und Scott Rudin. Schauspielerisch beteiligt waren u.a. Matt Damon (Elysium), Kieran Culkin (The Mighty – Gemeinsam sind sie stark) und Jean Reno (22 Bullets).

Margaret erhielt in Kritikerkreisen zahlreiche Preise, so z.B. bei der Central Ohio Film Critics Association oder den London Critics Circle Film Awards. Für eine Kinoverwetung reichte diese Wertschätzung dennoch nicht aus. (EM)

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Margaret

Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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6.5Ganz gut

'Margaret' ist in Besitz einer eigenwilligen Stilistik. Vor allem der Schnitt lässt beim Betrachter viele Fragen offen. [...] Nach dem gelungenen Beginn schweift dieses Drama in zu viele Richtungen ab, und der Zuseher wird mit dieser Machart zusätzlich verwirrt.

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Kommentare (9) — Film: Margaret


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ratomelf

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessante, aufschlussreiche Milieustudie, mit richtig guten Schauspielern, deren Rollen nicht nur gefällig sind. Glücklicherweise gibt es auch diese Art von Teenagerfilmen.

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CHF

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Bewertung3.0Schwach

Langweilig und unnötig gestreckt. Dieser Film zieht einen nur runter.

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CHF

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Versuche es mal mit "Vielleicht lieber morgen" oder "Dirty Girl". Die zeigen eindrucksvoll, dass man solche Sachen viel besser aufziehen kann und der Zuschauer dabei nicht genervt oder eingeschläfert wird.


Mr.Moffet

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Okay, danke für die Tips...


CJ1203

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Irgendwann fällt der Satz: Die Teenager sollen regieren. Weil sie sich engagieren. Weil sie noch nicht desillusioniert sind. Das braucht die Welt.
Lisa ist siebzehn und weiß, was richtig und falsch ist. Sie hat es auf die harte Tour gelernt, an der eigenen Psyche sozusagen: Ein Busfahrer ist - durch sie abgelenkt - bei Rot in eine Kreuzung eingefahren und hat eine Frau überrollt. Lisa war die erste am Unfallort, hat der Frau beim Sterben zugesehen.
Als die Polizei sie zum Unfallhergang befragt, lügt sie, um den Busfahrer, den sie bemitleidet, zu decken. Von da an aber geht ihr das Geschehen nicht mehr aus dem Kopf und sie bemüht sich zunehmend, die Fakten richtig zu stellen.
"Margaret" ist "provozierend und brilliant, ein sich ausbreitender Albtraum der urbanen Katastrophe" schreibt The Guardian und wirft somit die Frage in den Raum, inwieweit und ob überhaupt es neurotisch sein kann für die Wahrheit einzutreten.
Sicherlich, Lisa kann das Geschehen nicht überwinden, aber nur aus dem Grund, weil sie sich selbst nicht verzeihen kann, weil sie eine Schuld verspürt, die sie abzutragen wünscht, und weil sie hofft, die Verantwortlichen - sich selbst eingeschlossen - zur Rechenschaft zu ziehen.
Dass sich aber aus all dem zwangsweise eine Neurose entwickeln muss, liegt an der pervertierten Gerechtigkeitsauffassung der Erwachsenenwelt, der Lisa bei ihrem Versuch, das Geschehnis gerade zu rücken, gegenübertritt: Da geht es - aus Sicht der Verwandtschaft des Opfers - darum, Profit aus dem Ableben der Frau zu schlagen. Da leugnet der Busfahrer seine Schuld. Da wird Lisa vorgeworfen, eine Inszenierung um ihrerselbst Willen, eine scheinbare Tiefgründigkeit erzeugen zu wollen, um eine gewichtige Rolle zu spielen.
Lisa selbst aber denkt nicht in derartigen Kategorien. Sie ist ein Teenager und vielleicht gerade deswegen (noch) nicht desillusioniert. Ihr Handeln wirft paradigmatisch die Frage auf, ob wir es uns denn überhaupt erlauben können, die von ihr vertretenen Werte illusorisch zu nennen.
Ein Meisterwerk, das leider nie das Kino gesehen hat.

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mattxl

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Bewertung7.5Sehenswert

Am Anfang steht eine ebenso banale wie grausame Ausgangssituation: Ein junges Mädchen, Lisa, auf der Suche nach einem Cowboyhut. Ein Busfahrer, der genau so einen trägt. Und eine tote Frau - das Opfer der hieraus resultierenden Ablenkung.

Magaret handelt von Schuld oder schuldhafter Verstrickung. Und von unterschiedlichen Strategien, mit dieser Schuld zu Rande zu kommen angesichts einer Umwelt, die sich dicht macht für das Erlebte, Empfundene, die verdrängt, schönredet und endlos plappert, um an der schrecklichen Erfahrung von Lisa nicht teilhaben zu müssen. Hier wird nur nebeneinander existiert, nicht miteinander. Das ist anstrengend, und der Zuschauer braucht schon einen langen Atem um durchzuhalten. Eindrücklich schildert der Film, wie Lisa mehrfach den "Bewältigungs-Kurs" ändert, nachdem sie mit all ihren Gesprächsversuchen scheitert. Wie sie beginnt, die eigene Schuld zu bagatellieren, wie sie versucht, ihr Problem auf juristischem Weg zu lösen, wie sie merkt, dass die zum juristischen Fall gewordene Unglücks-Episode immer weniger zu tun hat mit dem, was sie empfindet. Großes Lob an Anna Paquin, die die schwierige Gratwanderungen der Rolle zwischen tiefempfundener Not und selbstgerechtem Vollstreckungseifer brilliant meistert.

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denratten

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Bewertung5.5Geht so

Seltsames Gerechtigkeitsempfinden, das Lisa da entwickelt. Dann noch ihr krasses Diskussionsverhalten in der Klasse. Was soll das bedeuten? Soll es den verwirrten Geisteszustand Lisas wiederspiegeln?
Sieht sie gar nicht ihre eigene Schuld an dem Unfall?
Mir geht Lisa jedenfalls gehörig auf die Nerven.
Pluspunkte für die durchgeknallte Mutter.
Insgesamt zähe zweieinhalb Stunden.

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Martin Quilitz

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich hab mich doch hinreissen lassen, diesen Film zu schauen. Am Anfang sah ich noch wirklich Potenzial. Ab Mitte des Film zieht sich alles wie ein Kaugummi. Was will das junge Mädchen denn nun? Sie möchte, dass der Busfahrer keine Schwierigkeiten bekommt und versucht dann dennoch vor Gericht zu gehen? Ich schnall das nicht.. sorry...

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the-eraser-guy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gut, der Film mag seine Fehler haben. So merkt man, dass viele Szenen nur angerissen sind oder Zusammenhänge fehlen. Daher gibt es auch einen 30 Minuten länger Director´s Cut. Dennoch fehlt es der gekürzten Fassung nicht an einer emotionalen Wucht die man noch lange mit sich trägt. Angefangen bei dem Unfall, der den Zuschauer schon am Anfang ins kalte Wasser schmeißt oder den fragwürdigen Entscheidungen der Protagonisten. Ein Film der sicherlich nicht jeden anspricht da er nicht gemacht wurde um jeden zu gefallen. Viele werden für Lisa, dem Hauptcharakter, keine Sympathie entwickeln können da sie die Fehler in jedem Einzelnen widerspiegelt. Vor allem die Dialoge, die selten so echt und direkt auf der Leinwand gezeigt wurden, stoßen bitter auf. Sie zeigen wie wir Menschen aneinander vorbeireden und nur unsere eigenen Bedürfnisse berücksichtigen. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Welt, welche von Lisa aus der Bahn geworfen wird. Die Mutter, Der Lehrer, die Freundin des Unfallopfer, der Busfahrer und noch einige mehr. All diese Figuren werden Teil von Lisas Odyssey nach Gerechtigkeit um mit ihrer eigenen Schuld fertig zu werden. Getragen wird der Film auch von den sensationellen Darstellern. Besonders J. Smith-Cameron als Lisas Mutter und Jeannie Berlin als Freundin des Opfers sind herausragend. Star des Films ist dennoch Anna Paquin. Sie schaft es auf beeindruckende Weise diesen Film zu tragen und lässt den Zuschauer immer im Ungewissen welche Ziele sie verfolgt. Eine echte Glanzleistung von der damals 23-jährigen. Insgesamt ist "Magaret" ein Film der die Zuschauer spalten wird. Dennoch bleibt er ein überaus beeindruckender Film der schwierige Themen aufgreift und nicht immer Antworten findet. Ein Film von Verlust, Schuld und vom Erwachsenwerden.

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Telebaum

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Directors Cut???? Die 145 Minuten waren doch schon viel zu lang, dafür dass der Plot in maximal 60 Minuten zu erzählen wäre


Kana

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"…as the heart grows older, it will come to such sights colder." Namensgebend und symbolisch steht Gerard Manley Hopkins Gedicht über das Bewusstwerden eines jungen Geistes über die Vergänglichkeit des Menschen und Endlichkeit des Lebens Pate für dieses sehr beeindruckende Werk.
Bereits 2005 abgedreht dient "Magaret" der Beleuchtung der amerikanischen post 9/11-Gesellschaft anhand der 17-jährigen Lisa Cohen. Ein Film, der in seiner bereits gekürzten Fassung von 150 Minuten, etliche spannende Gedanken und Ideen aufwirft, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Was diesen Film aber neben seinen diversen interessanten Subplots und den vielen großartig verkörperten Nebencharakteren besonders auszeichnet, ist sein sensationelles, detailfreudiges Drehbuch samt seiner unglaublich realen Dialoge, die in ihrer Echtheit hohe Identifikation bieten und gelegentlich zum Schmunzeln verleiten.

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uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

einfach nur hammer film!! mag zwar keine filme die fast 3 stunden gehen aber bei den ist es wie 60 min.

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