Martha Marcy May Marlene - Kritik

US 2011 Laufzeit 102 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 12.04.2012

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Kritiken (24) — Film: Martha Marcy May Marlene

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Für die Rolle der Martha hatte sich Durkin ganz explizit ein unbekanntes, frisches, unverbrauchtes Gesicht gewünscht und fand dies in Gestalt von Elizabeth Olsen, die zwar tatsächlich mit den bekannten Olsen-Zwillingen verwandt ist, zum Glück der Zuschauer genetisch aber nichts von deren fragwürdigem Schauspieltalent abbekommen hat. Stattdessen brilliert sie als feinfühlige, angreifbare, verschüchterte, desorientierte und von Tag zu Tag paranoider werdende Martha, die in der namenlos bleibenden Kommune von dem charismatischen Patrick auf den Namen Marcy May getauft wurde, was zweifellos Teil der gängigen Indoktrination von Neuankömmlingen ist, um sie ihres Charakters und ihrer Herkunft zu entfremden, auf dass sie sich in ihre neue Familie integrieren. [...]

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Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

Vielleicht der beste Film 2012 soweit. Die Rumtreiberin Martha flieht aus einer Kommune/Sekte (Ähnlichkeiten mit der Manson-Familie sind subtil und bestimmt nicht zufällig). Sie wird von ihrer Schwester Lucy aufgenommen. Ein neues Leben scheint aber nicht möglich zu sein – die Vergangenheit verfolgt sie und der Zuschauer fragt sich, ob Martha noch genau weiß, was real ist und was nicht. Die verschiedenen Lebensabschnitte und verschiedenen Wirklichkeiten scheinen sich in den verschiedenen Vornamen zu spiegeln … Brillant: Elizabeth Olsen und John Hawkes. Ein Film mit Schockeffekten, verwirrten Ichperspektiven, sanft-intensiv-dämonischen Elementen, der sich nicht um Genregrenzen kümmert. (Mehr im Podcast)

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Flibbo: Wie ist der Film?

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4.0Uninteressant

Unter der Leitung von Autor und Regie-Debütant Sean Durkin präsentiert die junge Produktionsfirma Borderline Films eine Charakterstudie über eine desillusionierte Frau, die vom rechten Weg abkam und nicht mehr zurück in die Gesellschaft findet. „Martha Marcy May Marlene“ ist so sehr darum bemüht, Klischees zu vermeiden, dass die Umsetzung des sensiblen, auf wahren Begebenheiten beruhenden Themas völlig austrocknet und dabei immer noch nicht wirklich originell ist. Der als Indie-Perle verkaufte Programmkinostreifen ist trotz einer Prise Paranoia zu verhalten, um sich Thriller zu schimpfen, zu kalt und verschlossen, um als Drama zu berühren und quält bis zum Schluss mit Langeweile. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

marco.henkel.129

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Ich find es arg enttäuschend dass selbst "Filmkritiker" nicht in der Lage zu sein scheinen einen Film zu interpretieren. Angesichts der Fülle an Themen und Problemen die dieser Film sehr ausgiebig betrachtet, scheint es mir als hätte der Kritiker "kaum etwas zu sagen" und sollte vielleicht anfangen sein Essen selber zu kauen anstatt alles vorgekaut bekommen zu wollen.


Roman Schreiber: ray Roman Schreiber: ray

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7.5Sehenswert

Derart subtil war die Verwundbarkeit einer jungen Frau im Kino zuletzt selten zu sehen.

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Ba. Schweizerhof: EPD-Film Ba. Schweizerhof: EPD-Film

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8.0Ausgezeichnet

Vieles erzählt Durkin mit den Mitteln der Suggestion, was bedeutet, dass der Zuschauer oft im Unklaren gelassen wird. Sind sie ihr tatsächlich auf den Fersen?

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Dass Durkins Film nicht nur als intimes Drama über die Suche nach verlorener Identität überzeugt, sondern eben auch als beklemmender Thriller, wurde auf dem Sundance-Filmfestival zu Recht mit dem Regiepreis gewürdigt.

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D.Brüggemann: Schnitt D.Brüggemann: Schnitt

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5.5Geht so

Martha Marcy May Marlene klebt an seiner Ästhetik, an seiner Kunstfilmsprache, bleibt damit an der Oberfläche und tut aber so, als wäre er unheimlich tief.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

marco.henkel.129

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Wer in diesem Film nur oberflächliches sieht, ist nicht in der Lage tiefgründig zu suchen.


Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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8.5Ausgezeichnet

Für Durkin, und das macht seine drastische Aussteigergeschichte sensibel und unerträglich realistisch, ist nicht nur die Vergangenheit wichtig. Er kümmert sich vor allem um das Hier und Jetzt, um das komplexes Geflecht aus Schuldgefühlen, Scham, Hilflosigkeit, in dem die zunehmend von paranoiden Wahnvorstellungen geplagte Martha gefangen ist.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Martha Marcy May Marlene ist ein psychologisch durchaus nachvollziehbares Psychostück – mit dem intensiven aber doch dezenten Rhythmus und dem völlig unaufgeregten Bildstil dem schwierigen Thema durchgehend angeglichen.

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Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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9.5Herausragend

Martha Marcy May Marlene ist ein eher stiller, komplett in Naturidylle angesiedelter und dennoch äußerst spannender und berührender Film über repressive, individuellen Bedürfnissen entgegenstehende Strukturen, die sich an allen Ecken und Enden der Gesellschaft finden.

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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9.0Herausragend

Martha Marcy May Marlene ist feines, implizites Horrorkino, das sich den Horror sogar in das Filmmaterial gebrannt hat.

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Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film

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8.5Ausgezeichnet

Elizabeth Olsen verkörpert das Gefühl der Verunsicherung und Angst mit einer Intensität, die in der Tat »unglaublich« ist.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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8.5Ausgezeichnet

Sean Durkin interessiert sich für die trügerische Geborgenheit, die [die] Gruppe bietet, für das zerstörerische Charisma eines demagogischen Predigers, dem entwurzelte Menschen erliegen. Martha Marcy May Marlene zeigt auf nachhaltig beunruhigende Art, wie die Faszination schleichend wächst und wie sich dann die Angst nicht mehr abschütteln lässt.

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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9.0Herausragend

Martha Marcy May Marlene ist das große Indie-Juwel des Jahres, ein stimmungsvoller Psychothriller, der mit Martha einen heimatsuchenden Menschen zeigt, der in einer zerrissenen Gesellschaft vor allem aber Selbstsucht und Angst findet.

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Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de Jens Hinrichsen: Film-Dienst.de

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8.5Ausgezeichnet

Trotz kleinerer Einschränkungen ist Martha Marcy May Marlene ein nachhaltig verstörender Film über die Verletzbarkeit der Seele – und den Wankelmut der psychisch Gesunden, die Grenzen ihrer Geduld.

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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.5Ausgezeichnet

Die kleine Schwester der Olsen-Twins erhebt sich aus deren mageren Schatten und legt mit ihrem Filmdebüt gleich eine erschütternd fragile Glanzleistung hin. Sie vereint die Ausstrahlung einer Maggie Gyllenhaal und die Kraft einer Jennifer Lawrence und verhilft dem Film auf ein ungeahntes psychologisches Niveau. "Martha Marcy May Marlene" (ein Titel, der auf der Zunge vergeht und den Nagel auf den Kopf trifft) dringt tief in den Kopf seiner Protagonistin ein und stellt alles in Frage. Parallelen mit "Winter's Bone" sind nicht nur aufgrund von John Hawkes erneut sehr physischen Präsenz gegeben, doch diese filmische Alliteration lässt am Ende selbst den letztjährigen Oscarkandidaten hinter sich. Eine clever strukturierte Darstellung über die Einflüsse sektoider Gruppierungen auf die menschliche Psyche - mit einem Ende, das man entweder nachdenklich annimmt oder empört von sich weist.

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Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Mit Martha Marcy May Marlene liefert Regisseur Sean Durkin ein beeindruckendes Regiedebüt ab, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Film behält sich seine Mysterien, hebt sich stilistisch deutlich von der Masse ab und schafft es auf beeindruckend subtile Weise für Spannung zu sorgen. Dank ausgezeichnetem Schnitt, der traumwandlerisch die Zeitebenen verbindet und einer feinfühlig erzählten Geschichte wird die Spannungsschraube konstant angezogen und man kann sich ungefiltert in die Desorientierung und Paranoia der Hauptfigur hineinversetzen. Der verschlossene Charakter des Films und sein außergewöhnlicher audiovisueller Stil erzeugen eine meisterhafte, fast schon surreal-bedrohliche Atmosphäre der Extraklasse und da Martha Marcy May Marlene es auch schafft die aufgestaute Bedrohung in einem punktgenau inszenierten Finale zu kulminieren gibt es keinerlei Grund diesen wunderbaren Film zu versäumen.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Nicht zuletzt dank seiner großen Endeckung Elizabeth Olsen ist Regisseur Sean Durkin mit diesem formal bemerkenswert präzisen Film ein erstaunliches Debüt gelungen.

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Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

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8.0Ausgezeichnet

Im Jahre 2012 wird Elisabeth Schauspielgrößen wie Robert DeNiro, Sigourney Weaver oder Dustin Hoffman als Partner in diversen Produktionen begrüßen dürfen. Schon jetzt gilt sie, schon allein wegen ihrer hervorragenden Leistung zuletzt, als das kommende Talent.

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SiameseMax: SiameseMovies

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7.0Sehenswert

Zwar hat diese US Amerikanische Indie-Perle fast genauso viele M's im Titel wie der einstige Wohlfühl-Hit der Crash Test Dummies, mit Kuschelrock hat das Regie-Debüt von Sean Durkin aber herzlich wenig zu tun: Mit ruhiger Hand fängt er die Identitätskrise und graduell wachsende Paranoia einer jungen Frau ein, die, von einem Sekten-ähnlichen Kult geflüchtet, versucht, im Haus und Leben ihrer älteren Schwester wieder zu sich selbst und zu ihrer Familie zurückzufinden.
Das klingt nach schwerem Stoff, ist aber recht unaufdringlich inszeniert und lebt vor allem von der hervorragenden Darstellung Elisabeth Olsens, die es schafft, die schwierig nachzuvollziehende innere Wandlung ihrer Figur glaubhaft zu verkörpern. Diese schauspielerische Glanzleistung verleiht dem psychologischen Drama wahre Tiefe, die dem Drehbuch stellenweise fehlt: Gerne hätten wir mehr über die Beweggründe der jungen Erwachsenen Martha erfahren, später "liebevoll" von ihrem Anführer "Marcy May" getauft, ein Teil des menschenunwürdigen, patriarchalischen Kults zu werden, sowie auch über die Motive desselbigen. [...]

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Eric Kohn: indieWIRE Eric Kohn: indieWIRE

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8.0Ausgezeichnet

Dank der langen Kameraeinstellungen und der unangenehmen Ruhe, die Marthas apathische Haltlosigkeit begleiten, liegt eine der Stärken von Martha Marcy May Marlene im sachlichen und klar verständlichen Stil des Films.

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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York

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8.0Ausgezeichnet

Regisseur Durkin und Hauptdarstellerin Olsen verstehen es meisterhaft, Marthas Oritentierungslosigkeit zu schildern - eine Identitätskrise, die vollkommen ohne Identät auskommen muss.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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5.0Geht so

Sektenführer Patrick ermahnt seine Jünger immer wieder, dass sie sich ihm stärker öffnen sollen - und genau das ist auch das Problem von Martha Marcy May Marlene: Zu verschlossen, zu clever und zu zurückhaltend, um den Zuschauer in mitzureißen.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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7.5Sehenswert

Dass Martha Marcy May Marlene funktioniert, hängt in erster Linie mit der Leistung der Hauptdarstellerin zusammen - und Elizabeth Olsen schlägt den Zuschauer in ihren Bann. Sie beherrscht die Schauspielpalette von rehäugig und verletzlich bis hin zur paranoiden Gefangenen, die ihre Ängste mithilfe kleiner Gesten ausdrückt.

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Kommentare (36) — Film: Martha Marcy May Marlene


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bianca.gleissinger

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Olsen-Schwester mit Talent. Wer hätts gedacht!

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filmfreak23

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als erstes muss auch ich sagen, dass die Leistung von Elizabeth Olsen schlicht brillant war, aber auch John Hawkes, der mir schon in 'Winters Bone' gefallen hat, konnte erneut überzeugen.

Wie sehr schlimme Erfahrungen aus der Vergangenheit Jemanden für die Zukunft prägen können, wurde meiner Meinung nach selten zuvor so eindringlich darstellt wie hier.
Durch eine exzellente Kameraarbeit wurde die Atmosphäre gekonnt unter dem Gefrierpunkt gehalten und die Vergangenheit mit der Gegenwart geschickt miteinander verwoben.
Konsequenterweise verzichtete man fast gänzlich auf musikalische Untermalung, welche aber dafür den wenigen Szenen in denen sie kurz ansetzte eine besondere Wucht verlieh.

Was mir aber besonders gut gefallen hat war der Spannungsbogen.
Ich als Zuschauer wurde in den ersten Minuten zunächst noch wenig, jedoch mit der Zeit immer mehr von einem seltsamen Sog mitgerissen von dem ich mich bis zum großen Paukenschlag nicht wieder befreien konnte.
Und dieser kam so plötzlich, so überraschend, auf einmal war es vorbei.
Dieser Moment war irgendwie unbefriedigend, aber dennoch atemberaubend und faszinierend und ließ mich mit einem merkwürdigen Gefühl im Bauch zurück.

Auf jeden Fall war dies ein Psycho-Thriller/Drama genau nach meinem Geschmack.

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ratomelf

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Bewertung6.0Ganz gut

Achtung Spoiler!

Mich hat der Film recht ratlos zurückgelassen. Keinem Genre richtig zuzuordnen, was nicht von Nachteil sein muss. Starke schauspielerische Leistungen, insbesondere von Olsen. Kein Happy-End, also ein weiterer Pluspunkt. Dennoch fehlt etwas. Spannung, Witz, Personen die mich berühren oder abstoßen. So bleibt weitgehend Gleichgülitigkeit zurück.

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angelmoonsoul

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Bewertung9.5Herausragend

Also ich hab bei diesem Film echt mitgefiebert!
Elizabeth Olsen ist in ihre Rolle absolut grandios!
Mit leisen Tönen und kleinen Gesten bringt sie die Zerbrechlichkeit, ebenso aber die stille Stärke ihrer Figur erschütternd intensiv zum Ausdruck.
John Hawkes ist wie schon in Winters Bone perfekt besetzt.
Er wirkt als Sektenanführer oft sehr bedrohlich.
Wenn man ihn dann sieht, mit der Gitarre & ihn singen hört, versteht man, weshalb er die Frauen im Film so berührt.
Regisseur Sean Durkin liefert mit Martha Marcy May Marlene ein beeindruckendes Regiedebüt ab, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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marco.henkel.129

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Bewertung9.0Herausragend

Der Großteil der Kommentare bringt mich dann doch dazu hier nochmal meine Meinung mitzuteilen. Großartige Regiearbeit und Schauspielkunst der meisten Darsteller (mit Ausnahme des Freundes Ihrer Schwester).
Der Film stellt unangenehme Fragen und kommt recht langsam in Schwung. Es ist quasi das Bild einer Frau an der Wand, welches hier betrachtet wird. Wir haben keine Seiten voller Beschreibungen über diese Person und trotzdem gibt es eine Vielzahl an Mitteln um etwas über sie herauszufinden. Es gibt Aspekte die werden wir nie erfahren, können aber trotzdem eigene Erfahrungen und Wissen aus dieser Betrachtung ziehen.
Dieser Film stellt viele subtil unangenehme Fragen und drängt diese dem Zuschauer auf. Auch das Ende finde ich gut gewählt da es den Hauptaspekt der 2. Hälfte des Films nochmal ins Rampenlicht rückt, auf den ich jetzt hier nicht unbedingt zu direkt eingehen will.
Ein Film der unaufhörlich leise Fragen stellt. Zwar recht subtil, aber definitiv effektiv.

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JackoXL

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Bewertung6.0Ganz gut

Tja, so ein Grenzfall von einen Blick wert und dann auch wieder nicht.
Der authentische Look, die hervorragenden Darsteller und die an sich sehr interessante Geschichte sprechen eindeutig für dieses hochgelobte Independent-Drama. Ich muss ihm aber leider auch eine nicht geringes Maß an Langeweile attestieren, es ist mitunter so bleiern-schwer und dröge, dass ich mich immer wieder an den Vorzügen hochziehen musste, um ernsthaft dran zu bleiben. Wie gesagt, Darsteller tip-top, Geschichte interessant, Umsetzung macht Schwierigkeiten. Weit weg von einem schlechten Film, aber nur schwer weiterzuempfehlen und echt stimmungs- und geschmacksabhängig. Ich kann sonst gut mit solchen Filmen ("Winter's Bone" ist grob vergleichbar, von seiner Herangehens- und Erzählweise), das war mir dann doch zu trocken. Schade. Kann man sicher ganz toll finden, kann man wohl auch so gar nicht gut finden, ich fand es nach Abwägen von Vor- und Nachteilen in Ordnung. Brauch ich so schnell aber sicher nicht nochmal.

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JackoXL

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@Punsha: Konzeptlos trifft es eigentlich ganz gut.


Martin Oberndorf

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Spricht mir aus der Seele. Könnten meine Worte sein.


AdamWest

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Bewertung2.0Ärgerlich

*kleiner Spoiler*

Traurig - der film wäre eine 8...die schlusszene macht ihn zu einer 2.

Wer einen spannungsreichen film mit überzeugenden darstelleren sehen will ist hier richtig

Wer auf ein erklärendes ende hofft - ZEITVERSCHWENDUNG :(

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marco.henkel.129

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Die Schlussszene dient der Darstellung eines der Hauptelemente des Films - Ihre Paranoia. Der Film erklärt eigentlich alles auf was angesprochen wird. Ich nehme an du beziehst dich auf das Ende bezüglich Ihrer "Verfolgung", und das Ende ist der Paukenschlag der verdeutlicht dass Ihr Leben (und die zweite Hälfte des Films) sich nur noch um ihren Verfolgungswahn dreht. Ob sie jetzt tatsächlich verfolgt wird, tut in dem Moment nichts zur Sache. Es geht nur darum dass denkt sie wird verfolgt und dass sie jetzt höchstwahrscheinlich diese psychischen Probleme den Rest ihres Lebens haben wird.

Überhaupt hat der Film viele andere Aspekte angesprochen, auch der Umgang mit traumatisierten Menschen, die Handhabung anderer Weltansichten (was sowohl den Darstellern auch dem Zuschauer ein Hinterfragen abverlangt) und noch paar mehr.

Wenn überhaupt war das Ende einer der gelungensten Aspekte des Films da er recht subtil den Fokus auf dieses Schicksal und den Umgang mit ihr legt (auch dass sich die letzten 5-10 minuten um das Abschieben etc gedreht haben und sie nun ihren einzigen derzeit vertrauten Menschen verliert). Der Film wollte keine Antworten bieten, er wollte dass Zuschauer Fragen stellen.


countcount

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Bewertung4.0Uninteressant

Leider ist der Film für ein Drama viel zu oberflächlich* und für ein Thriller viel zu langweilig geraten. Einzig positiv zu nennen sind die langen Kameraeinstellungen. Sie erzeugen eine wirklich gute und interessante Atmosphäre. Allerdings das auf die komplette Filmlänge ausgedehnt ist halt doch etwas wenig.

*Achtung Spoiler:
Warum hat ihre Schwester nie mit ihr über ihre Vergangenheit geredet oder es zumindest versucht... ?? Ich finde es inhaltlich darum doch eher sehr unglaubwürdig und zumindest viel zu oberflächlich. Ich gehe davon aus das durch weglassen von Dialogen / Gesprächen Spannung erzeugt werden sollte, welche aber leider dann in Langeweile umgeschlagen ist...

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JohnnyKee

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein mehr als verstörendes und erschreckendes Portrait einer angeschlagenen und zum Zerbersten drohenden, jungen Seele. Wo die Grenzen zwischen Realität, Wahn, Vergangenheit, Gegenwart und Paranoia zu verschmelzen drohen. Intensiviert und erzeugt durch eine sanfte und doch abgebrühte und durchtriebene Regie des Newcomer Sean Durkin. Großartig einem aufgehenden Stern bei der Arbeit zuzusehen. Der genau weiß wo er gekonnt die Strippen ziehen muss um die Spannung beizubehalten, den stetigen Mix zwischen Psychose und Gesellschaftskritik und die einzelnen Schlüsselmomente platziert, durch die die Story um Martha und der Sektengemeinschaft nach und nach entschlüsselt werden kann. Fantastisch, subtil und doch verdammt leidenschaftlich gespielt von Elizabeth Olsen, brodelt es unter der ruhigen Oberfläche, ehe man den immer wieder kehrenden emotionalen Ausbrüchen nahe ist. Hawkes spielt und singt als wäre er jener Charakter, eindringlich, bizarr und angsteinflössend. Großes Kino. Mit perfektem Schnitt und einer gigantischen musikalischen Untermalung die zu den besten und nervenaufreibendsten des letzten Jahres gehört. Eine zutiefst packende und quälend emotionale Achterbahnfahrt in die Abgründe der puren Angst und dem Verfolgungswahn, vom wunderbar eingeleiteten Anfang bis hin zum meisterhaft inszenierten Ende. Lässt nicht mehr los. Auch nach dem Abspann, nach Tagen.

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Bandrix

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Ich fand den leider wahnsinnig langwierig. Hat mich selten gepackt und war teilweise unfreiwillig komisch. Aber Olsen und Hawkes sind hier tatsächlich ne Wucht! :)


countcount

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Wow. Wahnsinnig toll geschrieben. (das meine ich Ernst) Leider sah ich anscheinend einen ganz anderen Film. Du schaffst es wirklich einen mittelmäßigen Film zu großer Filmkunst hochzustilisieren..


einSchluss

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Bewertung6.5Ganz gut

Wen die Namensalliteration der Hauptdarstellerin schon strapaziert, wird vermutlich von den vielen kontemplativen Momenten enerviert sein. Die Bilder sind ausführlich, stark, nehmen sich Zeit und grenzen teilweise an Langeweile.
Es geht um das mangelnde Selbstwertgefühl einer jungen Frau, die in einer sektenähnlichen Kommune mit abseitigen Regeln zugleich aufgefangen, als auch in ihrer Selbstbestimmung misshandelt und nach geltenden, aber auch ohnehin menschlichen Rechten vergewaltigt, gegen ihren Willen behandelt wird.

Die ambivalent empfundene und halbherzig gewollte Flucht zu ihrer Schwester in ein luxuriöses Leben entwickelt sich während ihres Aufenthaltes mit vielen Rückblenden und deren psychisch schweren Eingriffen zu einer unterbewussten, traumgleichen Aufarbeitung. Die Seele brennt. Der Puls bleibt ruhig. Die schauspielerischen Leistungen sind herausragend, aber ich kann den Film schlecht einschätzen,- … ich kann nicht davon abraten, ihn zu betrachten. Zeitverschwendung präsentiert sich allerdings offensichtlicher. Ein beschaulicher Film über essenzielle Zwischentöne ohne sie genau zu zeigen. Je nach Betrachtungswinkel ist dies Vorteil oder Schwäche.

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einSchluss

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Das ist kein Grund mich so anzuschreien! ;) Natürlich verfolge ich die Kommentare unter meinen, aber ein Bezug auf die Personen ist hilfreich; nachher sitze ich im gleichen Topf und weiß es nicht mal.


Anoirja

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Mimimi. :*


Marie Krolock

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Bewertung5.0Geht so

John Hawkes ist richtig richtig großartig - erinnerte mich zudem stark an Charles Manson. Eine Gruppe, der fast nur Frauen angehören, die ihm alle hörig sind, für ihn töten.... und er mit der Gitarre mitten drin.
Die Geschichte ist an sich gut, dümpelt aber irgendwie vor sich hin, ohne mich großartig zu begeistern. Der Schnitt ist allerdings fantastisch...wenn nur zwischendurch etwas mehr "passieren" würde.

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hosch

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Hab gerade nachgedacht was ich schreiben soll. Hat sich aufgrund deines Kommentares erübrigt. Ich bin absolut deiner Meinung!! Danke:)


Marie Krolock

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Freut mich, danke! :)


BaltiCineManiac

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Bewertung9.0Herausragend

Mit diesem leisen Psychogramm einer verstörten jungen Frauenseele, die dem Griff und dem unscheinbar-allgegenwärtigen Terror einer sektenartigen Landkommune zu entkommen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen versucht, mit dieser von der ersten Minute an eine enorme Grundspannung aufweisenden Indie-Filmperle, die es versteht, auf ganz subtile Art eine äußerst beklemmende Atmosphäre sowohl in Richtung Drama als auch Thriller zu erzeugen, dem Zuschauer die Brocken der Erkenntnis nur stückchenweise serviert, ihn mitdenken lässt und auf ganzer Linie fesselt, ist Regisseur Sean Deakin ein tolles Regiedebüt gelungen. Die ruhige, nach dem Grund für den psychischen Zustand der Hauptfigur suchende Inszenierung, diese ihr innewohnende explosive Hochspannung, deren finale Entladung man in jedem Moment erwartet, die schönen, intelligent gesetzten Rückblende-Szenenübergänge zwischen den Zeitebenen und die stilvolle Farbgebung an sich machen den Streifen zu einem wunderbaren, aber auch traurigen und verstörenden Filmwerk, das auf ganz eigene Weise den Istzustand der Gesellschaft reflektiert und die Verführbarkeit der orientierungslosen Jugend anmahnt.

Schauspiel-Newcomerin Elizabeth Olsen, kleine Schwester der Boulevardblatt-wir-waren-mal-Kinderstars-Zwillinge Mary-Kate und Ashley, liefert zudem eine mitreißende Performance ab und schlägt ein wie eine Bombe. Hier wird nicht nur gutes Kino während des Films geboten, sondern auch noch danach, denn mit diesem allen erzählerischen Konventionen zuwiderhandelnden Ende an einem Punkt, wo jeder gewöhnliche Hollywoodfilm sich erst zum Endspurt aufgerafft hätte, geht das Kopfkino beim Zuschauer noch viel weiter. Das muss man sich trauen und sollte auch mal honoriert werden. Nein, um das US-amerikanische Kino im Allgemeinen braucht man sich angesichts dieser vielen jungen, talentierten, einen Independent-Knaller nach dem anderen raushauenden Filmemacher im Schatten der Blockbustermaschinerie, wahrlich keine Sorgen zu machen, denn hier ist ein weiterer Beweis dafür.

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TheSilurium

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vorgemerkt

kann ees sein dass der film irgendwie der geschichte charles mansons ähnelt?

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ell

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Bewertung9.0Herausragend

Wow wie gut war bitte John Hawkes?! Von Elizabeth Olsen werden wir bestimmt noch was hören. Fesselnder Film. Und die Gitarrenszene..Ach du scheiße!! Ich bin sprachlos. Unheimlich tolle Atmosphäre.. Super Geschichte und toller Film.

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denratten

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Bewertung5.0Geht so

Ich konnte mich irgendwie nicht richtig auf den Film einlassen, mehr so nebenbei geschaut. Ein paar interessante Szenen gab es, insgesamt fand ich die Inszenierung eher langweilig. tue dem Film wahrscheinlich unrecht.

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MrDepad

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Bewertung7.5Sehenswert

"Martha Marcy May Marlene" ist eine ungewöhnliche Mischung aus Drama und Psycho-Thriller.
Eine junge Frau, die zwei Jahre in einer sektenartigen Kommune gelebt hat, flüchtet in das Eigenheim ihrer Schwester, um dort Unterschlupf zu finden und wieder in das bürgerliche Leben zurückzukehren. Newcomerin Elizabeth Olsen spielt die Rolle von Martha, die sich gedanklich immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegt. Diese innere Zerissenheit wird von ihr sehr facettenreich gespielt, was für ein Schauspieldebut eine beachtliche Leistung darstellt. Regisseur Sean Durkin lässt zudem Vergangenheits- und Gegenwartebene fließend ineinander übergehen, wodurch die Unentschlossenheit und Verwirrung von Martha noch eindrucksvoller portraitiert wird.
Immer wieder zieht Durkin die Spannungsschraube ein wenig an, wobei die Spannung vor allem durch die Stille der Bilder, das langsame Tempo und die gelungene Musikuntermalung ausgeht.
Oft denkt man, die Stimmung explodiert gleich und der Wahnsinn sei kurz davor auszubrechen, doch dann nimmt sich Durkin wieder ein Stück zurück und bewegt sich erzählerisch weiterhin sehr langsam vorwärts. Dieses regelrechte Suhlen in der langsamen Inszenierung ist für mich der Hauptkritikpunkt. Dadurch plätschert der Film an einigen Stellen ein wenig zu sehr vor sich hin, ohne so richtig mitzureißen, was durch den distanzierten, kühlen Stil noch ein wenig verstärkt wird.
"Martha Marcy May Marlene" ist eine dramatische Geschichte um eine Aussteigerin, die den Absprung aber nie wirklich zu schaffen scheint. Dazu ist der Film ein feinfühliges Psychogramm, welches von sehr starken Schauspielern, der kühlen, langsamen Inszenierung und dem fließenden Übergang von Gegenwart und Vergangenheit lebt. Ein sehr ungewöhnlicher und interessanter Film, nach dem man sowohl Regisseur Sean Durkin als auch Hauptdarstellerin Elizabeth Olsen im Auge behalten sollte.

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chmul_cr0n

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Bewertung5.5Geht so

Cool gespielt von Olsen. Gepaart mit ihrer Natürlichkeit - betreffend Aussehen und Sympathie :> - führte das zu 102 netten Minütchen Filmguckens. Obwohl das Ding sonst recht langweilig war.
Und das Ende war scheiße. Einfach die schlechtstmögliche Option, den Film so enden zu lassen.

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BJRN

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Bewertung3.0Schwach

Hatte mir vom Trailer und der Geschichte viel erhofft. Allerdings lässt das Ergebnis sehr zu wünschen übrig. Ist mir alles zu konfus und zu weit hergeholt. Es wird an falschen Stellen eine Dramaturgie aufgebaut und unwichtige Momente künstlich in die Länge gezogen.
Schnitt, Licht und Stimmung sind gelungen, aber am Ende des Tages bleibt nichts hängen. Kein Film über den es sich lohnt zu erzählen.

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Martin Quilitz

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Bewertung4.5Uninteressant

ich weiss nicht wo dieser film herausragend sein soll. bin normalerweise freund anspruchsvoller filme, aber hier wird das thema psychisches leid und die folgen einer sekte sowas von in die länge gezogen. da verpulvert man viel mehr potential... schade.

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

"Martha Marcy May Marlene" ist ein thematisch recht interessanter Film über eine Frau, die nach ihrem unheilvollen Dasein in einer ländlichen Kommune große Schwierigkeiten hat, sich wieder in die normale Gesellschaft einzugliedern. Abgesehen von einigen hervorragend inszenierten Szenen belässt es Regie-Debütant Durkin bei einer ruhigen und verhaltenen Erzählweise, ist dabei aber anscheinend vielmehr daran interessiert, jegliche Klischees zu umgehen, als die Charakterstudie seiner Hauptfigur treibend voranzubringen. Immer wieder klebt der Film an seiner Ästhetik, an seiner aufgesetzt anspruchsvollen Haltung und bleibt bis auf wenige geistreiche Ansätze überraschend gehaltlos und ideenarm. Überraschend ist aber auch die durchaus sehenswerte Präsenz von Elizabeth Olsen, die sich zusammen mit einem ebenso stark aufspielenden John Hawkes redlich Mühe gibt, einen Film zu retten, der einiges an Potential verschenkt.

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