Matinee

Matinee (1993), US
Laufzeit 99 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama

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6.8 Kritiker
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mit John Goodman und Cathy Moriarty

Als Regisseur ist Woolsey (John Goodman) bekannt für die Schocks, mit denen er sein Publikum fesselt. Matinnee-Vorstellung für seinen neusten Film ist ausgesucht und diesmal wird das Leinwandspektakel zum härtesten Alptraum. Der für Werbezwecke angeheuert Harvey im Ameisenkostüm rastet plötzlich aus, überdreht das Powersystem der Special-Effects, das Gebäude bebt, Panik bricht aus. Das von der Außenwelt abgeschnittene Publikum glaubt an die Druckwelle einer Atomexplosion und versucht ins Freie zu flüchten. Doch der Weg ist abgeschnitten, das Kino steht in Flammen. Ein weiterer Trick des Filmemachers Woolsey?


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Matinee

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7.0Sehenswert

Nach der Fortsetzung seines 80er-Jahre-Hits "Gremlins" zur zügellosen Nummernrevue verrückter Einfälle und einem Beinahe-Overkill fantasievoller Spezialeffekte, schaltete Regisseur Joe Dante in "Matinee" wieder eins, zwei Gänge runter, um zu seinen filmemacherischen Wurzeln zurückzukehren. In dieser nostalgischen Hommage an die eigene Kindheit wirft er einen fast intimen Blick zurück in die frühen 60er Jahre, als sich die amerikanische Bevölkerung während der Kubakrise in einem Ausnahmezustand befand. Dante verknüpft die kollektiven Ängste vor einem drohenden Atomkrieg interessanterweise mit einer Beschwörung an zeitgenössische Horrorfilme, die effektvoll gesellschaftliche Angstszenarien kanalisierten, während das Kino seine Position als Hort von Spektakel und Attraktion gegen das Konkurrenzmedium Fernsehen verteidigen musste. Die Verschränkungen von Genrefilm und politischer Realität, die nicht nur den jungen Dante, sondern auch viele Altersgenossen hinreichend beschäftigt und irritiert haben dürften, werden in "Matinee" auf eine amüsante, sentimentale und vor allem harmonische Art zugunsten des Kinos gelöst. Dessen eskapistische Möglichkeiten betont der Film insbesondere durch eine sehr freie, aber liebevolle Würdigung der Showmanship-Legende William Castle nachdrücklich: John Goodman spielt einen leicht verrückten Gimmick-Regisseur, der wie eine gute Seele über der Handlung thront und mit seinen Filmen eine vergnügliche Zuflucht vor den Schrecken der Wirklichkeit schafft, ohne diese auszublenden.

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Kommentar — Film: Matinee

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crab1973

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch leider ein Film der ungerechter Weise in Vergessenheit geraten ist. Joe Dantes Hommage an den guten alten Horrorfilm der 50er im allgemeinen und an William Castle im speziellen.
Castle, ein wahres Marketing Genie versuchte aber auch alles und probierte auch alles aus um seine billigen aber charmanten Gruselfilmchen an den Mann zu bringen.
3D Vorstellungen, Skelette die während der Vorstellung durch den Saal "schwebten", ein "Geistergucki" für 13 Ghosts (Man wurde an einer bestimmten Stelle des Films aufgefordert seine (3D)Brille aufzusetzen und konnte dann die Geister sehen).
Joe Dante schafft es ausserdem noch die Kuba Krise in seine amüsante Handlung mit einzubauen und bringt so den Film zu einem bizarren Höhepunkt.
John Goodmann ist in der Rolle des Regiesseurs schlichtweg genial. Ein spleeniger Filmliebhaber und cleverer Geschäftsmann der nie vergisst was sein Publikum möchte und es ihm auch gibt.
Das ist alles wunderbar sentimental, stimmig, auf den Punkt gespielt und inszeniert.
Richtig neidisch kann man werden, in Zeiten in denen Kinos eher Einkaufszentren gleichen, nicht die Chance gehabt zu haben so einen "Gimmick Horror" mal zu sehen.
Es ist wieder mal jammerschade, dass diese Hommage an die guten alten Gruselfilme selten bis nie im Fernsehen läuft und auch sonst kaum Erwähnung findet. Man merkt wirklich zu jeder Minute wieviel Herzblut Joe Dante in die Sache gesteckt hat.

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