Maurice

Maurice (1987), GB
Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.01.1988

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8.3 Kritiker
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mit James Wilby und Barry Foster

Maurice Hall und Clive Durham studieren an der altehrwürdigen Universität in Cambridge. Gegen alle gesellschaftlichen Normen verlieben sich die beiden Männer ineinander. Doch um seine Karriere als angehender Anwalt nicht zu gefährden, löst Clive die Verbindung und stürzt Maurice in eine Sinn- und Lebenskrise.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Maurice

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HarleyQuinn

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Bewertung7.5Sehenswert

"Maurice" basiert auf dem gleichnamigen Roman von E.M. Forster. Es ist die Geschichte um Maurice Hall, der sich in Cambridge in seinen Komilitonen Clive verliebt. James Wilby gibt die Titelrolle mit, zuweilen schnurrbärtiger Verzweiflung, aber immer vornehmer britischer Sympathie. Hugh Grant zeigt als Clive Durham, einem jungen Mann, der sich seiner homosexuellen Neigung ergibt, eine seiner besten Leistungen. Besonders der Teil, in dem ein alter College-Freund vor Gericht gestellt wird und Clive, aus Angst um seinen Ruf, es ablehnt ihn als Anwalt zu verteidigen. Das beschäftigt ihn dermaßen, dass er darüber krank wird. Der Wendepunkt in Clive´s Leben. Von da an spielt ihn Grant mit subtiler Schnurrbart-Arroganz und naivem Verständnis. Zu Recht wurden beide in Venedig als "beste Darsteller" ausgezeichnet.
Jedoch schwächelt der vergessene oder zumindest untergegangene "Brokeback Mountain"-Vorreiter an einigen Stellen. Zwar haben es Filme dieses Genres so an sich endlos lang zu sein, aber hier hätte es eine kürzere Fassung auch getan. Und die üppig poetische Optik unterstreicht die inneren Kämpfe der Hauptfiguren teilweise mit einer unpassenden Süsse.
Wer Kostümfilme im viktoriansichen England mag, dem wird "Maurice" aber durchausgefallen.
Für mich persönlich ist das aber keine Geschichte über Homosexualität, sondern über zwei Menschen, die sich einmal sehr liebten und sich am Ende nichts mehr zu sagen haben.

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Tenzing

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zugegeben, es ist doch nur eine Art Historienschinken. Aber die Schnäuzer und die schüchternen Blicke und dieses englische Snobgehabe ist hinreißend und entbehehrt keineswegs einer gewissen Komik. Andererseits ist die Homodramatik eher altbacken...
Aber schön anzusehen allemal.

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