Mein Essen mit André

My Dinner with Andre (1981), US Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 12.02.1982

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Kritiker
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7.1
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von Louis Malle, mit Wallace Shawn und Andre Gregory

Bei einem gemeinsamen Abendessen reflektieren die beiden Dramatiker Wally und André über die Abenteuer des Lebens.


Cast & Crew


Kommentare (3) — Film: Mein Essen mit André


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GamarnaNebel

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Bewertung9.5Herausragend

Louis Malles Dialogfilm, der nach dem Drehbuch der beiden Hauptdarsteller Wallace Shawn und André Gregory entstand, behandelt diverse existenzielle, politische und künstlerische Themen.
Die beiden Hauptfiguren (die die gleichen Namen wie ihre Darsteller tragen) treffen sich in einem französischen Restaurant zum Abendessen. Dabei entspinnt sich eine lange Unterhaltung, deren Inhalt anfangs von Andrés Erlebnissen nach seinem Ausstieg aus der New Yorker Theaterszene bestimmt wird (hier droht der Film zeitweise in arg esoterischen Erzählungen zu versinken), und sich im weiteren Verlauf immer mehr zum freundschaftlichen Dialog über das Leben im Allgemeinen, die menschliche Gesellschaft und künstlerische Ambitionen entwickelt.
Die Regie bleibt im Hintergrund, konzentriert sich ganz auf das Gespräch, und trägt gerade durch ihre Unaufdringlichkeit dazu bei, dass man dessen Faszination erliegt.
Selbiges gilt für die Musik, die nur am Anfang und zum Abschluss des Films erklingt.
Ein Werk dieser Art steht und fällt logischerweise in besonderem Maße mit seinen beiden Hauptdarstellern, die hier zu jeder Zeit eine glaubwürdige, natürliche Performance bieten, welche die Erzählungen der Figuren im Kopf des Zuschauers lebendig werden lässt.

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Hoang-Thach-Vu

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Bewertung9.0Herausragend

"Dinner with Andre" ist ein durch und durch grandios geschriebener Film über zwei Personen (Andre Gregory und Wallace Shawn), die sich in einem Restaurant treffen und sich schlicht und einfach unterhalten. Dabei sprechen sie äußerst interessante, ja wenn nicht sogar absolut wichtige Themen an wie die Realität als solche und das Leben in einer von grundauf konstruierten Welt wie dieser. Leben wir überhaupt wirklich, wenn wir uns all diesen sozialen Konstrukten hingeben und gesellschaftlichen Rollen (wie "Vater", "Mutter", "Sohn" oder "Ehemann") einnehmen, die man uns aufgezwungen hat, und das "Leben" fernab von jeglicher Natur ist? Oder finden wir auch in dieser Welt wirkliche Freude und Glück in Form von Banalitäten? Müssen wir uns wunderschöne Berge und Naturschauspiele anschauen um für einen kurzen Augenblick wirklich zu leben, oder reicht es nicht letztendlich aus die kleinen Dinge uns wirklich von ganzem Herzen bewusst zu machen, sodass die bloße Tatsache, dass man einen kalten Kaffee am morgen trinkt uns in tiefstes Glück schwingen kann?

Anfangs noch ein von Andre Gregory dominierender Monolog, verwandelt sich der Film zunehmend in einen dynamischen Dialog und pendelt hin und her zwischen den unterschiedlichen Weltanschaungen der Protagonisten. Es ist ein rhetorisches Meisterwerk, ohne aggressiv oder unangebracht pathetisch zu werden. Pathos und Logos werden äußerst clever eingebaut, sodass jedes Argument uns überzeugt, egal ob wir der Meinung nun zustimmen oder nicht.

Nachdem der Dialog beendet ist, die Credits rollen und Erik Saties Gymnopédie No. 1 gespielt wird, fällt es dem Zuschauer trotzdem schwer aufzuatmen. Was hat man gerade gesehen? Was für eine Bedeutung haben all die aufgeworfenen Fragen für die Charaktere und vor allem für einen selbst?

"Dinner with Andre" ist ein wirklich faszinierender und großartiger Film. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber dennoch durch und durch fantastisch.

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nurleben

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vorgemerkt

Nach Jeff Canatas brennender Liebeserklärung an diesen Film im Criterion Cast (http://criterioncast.com/2010/08/23/criterioncast-episode-047-louis-malles-my-dinner-with-andre-special-guest-jeff-cannata/ ) muss ich "My Dinner with Andre" einfach sehen :).

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