„Mein Freund Harvey“ ist eine emotionale, berührende, warmherzige und humorvolle Botschaft für mehr Toleranz, Fantasie und Freundlichkeit. Es ist nicht das Kind in Elwood, sondern ein Teil des Erwachsenen, den außer ihm alle verdrängen. Der Film nimmt Stewart ernst, Harvey wird behandelt wie ein weiterer Hauptdarsteller. Josephine Hull erhielt einen Oscar als beste Nebendarstellerin und James Stewart liefert hier eine der besten darstellerischen Leistungen seiner gesamten Karriere ab. Ein Film, den man lieben muss. Klug, originell, witzig und sensibel.
Als ich den Film zum ersten mal sah, war ich regelrecht aus dem Häuschen. Ich liebte die Figur von Elwood, seine Sanftmütigkeit und seine naive Art. Der ewige Optimist, der sich irgendwann dazu entschlossen hat, dem Leben nur noch mit Liebeswürdigkeit zu begegnen.
Die Geschichte gerät nie in Versuchung die Handlung auf den Boden der Tatsachen zu holen. Oder liegt es an Elwoods entwaffnenden Charakterzügen, die dem Film gar nicht die Chance gaben in Erklärungsnot zu geraten? Ebenfalls ganz groß die vielen kleinen Zufälle, oder eben vielleicht doch Harveys Spiel mit dem Schicksal, das alles scheinbar zufällig in die richtigen Bahnen lenkt.
Wundervoll sind die Szenen in denen die Geschichte auf ihre eigene selbstverständliche Naivität baut, sich aber gleichzeitig die ganze Metapher dahinter zu erkennen gibt. Beispielsweise die Szene mit Veta, als sie erläutert, dass Fotografien nur die Oberfläche zeigen, Gemälde dagegen das Innere, die Träume und Wünsche offenbaren, der Kontext in der Szene aber völlig Kopf stand. Perfekt!
Der Film ist eine einzige Metapher für Toleranz, Individualität oder vielleicht auch einfach nur eine Erinnerung an die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen und die wir leider zu oft vergessen.
"In this world, you must be oh so smart or oh so pleasant. Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me."
[...] Der bekannteste Film mit ihm als Hauptdarsteller ist heutzutage sicherlich Alfred Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“, doch James Stewart erbringt in „Harvey“ die wahrscheinlich großartigste Schauspielleistung seiner Karriere. Als liebenswerter doch etwas eigenartiger Gentleman, Mr. Dowd, Elwood P., der mit einem unsichtbaren Riesenhasen befreundet ist, erobert er mit seiner Mimik die Herzen der Zuschauer und bleibt dabei stets glaubwürdig. Großes Lob gebührt auch Josephine Hull als Elwoods arme große Schwester, die mit den Nerven völlig am Ende und dabei urkomisch ist. Dafür gab es wohlverdient einen Oscar. [...]
Ob Geist oder Schutzengel, ob Theaterstück oder Verfilmung - herzerwärmend und tugendhaft ist dieses Pulitzer-Preis gekrönte Chase-Stück sicherlich. Stewart spielt die Gentleman-Grinsekatze und die Hull freut sich über ihren fragwürdigen Oscar. Filmgeschichte mit einem unvergesslichen Hauptdarsteller, den man allerdings nie zu Gesicht bekommt. Wow, das will was heißen!
Eigentlich liebe ich James Stewart Filme, wie ich eh ein großer Fan von Filmen von damals bin.
Aber ehrlich gesagt, diesen Film fand ich sterbenslangweilig.
Die Story ist niedlich, aber Kostüme, Dialoge und leider auch einige Figuren waren einfach nur schrecklich öde.. sorry, Jimmy :-(
So konstruiert 'Harvey' teilweise auch sein mag, so ist er ein wunderschönes Plädoyer für das Recht auf Andersartigkeit und die Kraft der Gutmütigkeit. In seiner unendlichen Naivität zeigt Elwood eine erstaunliche Weisheit und Güte, die die Engstirnigkeit seiner Mitmenschen auf's Höchste trivial und albern wirken lässt und den Zuschauer wirklich zutiefst berührt.
Mein Freund Harvey ist einer dieser Filme bei denen man durchgehend lächelt. Nicht unbedingt, weil alles urkomisch ist, das ist es zeitweise auch, sondern weil der Charakter des Elwood P. Dowd so gutmütig und freundlich ist, dass einfach alle Sorgen von einem abfallen. Die Welt scheint plötzlich schön und das Leben etwas lebenswerter. Elwood P. Dowd, toll gespielt von Jimmy Stewart, ist einer dieser Filmcharaktere, die es schaffen eine wichtige Nachricht an den Zuschauer zu übermitteln, ohne plakativ zu wirken, ohne einen polemischen Schlussmonolog. Einfach und dezent lernt man, dass man nicht immer den gesellschaftlichen Normen entsprechen muss, um glücklich zu sein und vorallem, um Andere glücklich zu machen.
Abgerundet wird der Film durch schöne schwarz/weiß Bilder, tolle Nebendarsteller und tolle Dialoge. So wird Mein Freund Harvey zu einem filmischen Vergnügen, was den Verstand anspricht, an manchen Stellen die Lachmuskeln anregt, aber vorallem die Seele berührt. Ich scließe am Besten mit einem Zitat unseres Protagonisten:
"Years ago my mother used to say to me, she'd say, "In this world, Elwood, you must be" - she always called me Elwood - "In this world, Elwood, you must be oh so smart or oh so pleasant." Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me."
"Mein Freund Harvey" ist ein Film über einen stets gutgelaunten und höflichen Mann mittleren alters namens Ellwood P. Dowd, der einen über zwei Meter großen, sprechenden weißen Hasen (ein Puka) als Freund hat, den nur er sieht.
Wer glaubt das Mr. Dowd in die Klappsmühle gehört, stellt sich somit auf die Seite seiner Schwester, die vor einiger Zeit, mit ihrer Tochter zusammen, bei Ellwood eingezogen ist und
die durch ihren Bruder und seine vermeintlichen "Selbstgespräche" mit Harvey, allmälich in den Wahnsinn getrieben wird.
Allerdings glaube ich kaum, das ich mich besonders weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, das ein Großteil der Zuschauer,
ihre Meinung über Ellwood und Harvey im laufe der Zeit ändern werden. Das liegt vorallem daran, das man von Minute zu Minute mehr erkennt, wie glücklich Mr. Dowd
(übrigens grandios gespielt von James Stewart) eigentlich ist und das sein Freund Harvey eher als eine Bereicherung für sein Leben (und das seiner Mitmenschen) gesehen werden sollte, wenn nicht sogar gesehen werden MUSS.
Doch "Mein Freund Harvey" ist nicht einfach nur ein Film über einen Mann, der imaginäre weiße Hasen sieht und dessen Titelhelden man nie wirklich zu Gesicht bekommt.
"Mein Freund Harvey" ist vorallem eins, ein Spiegel der dem Zuschauer vorgehalten wird.
Ein Spiegel in dem man erkennt, wie mürrisch, verbissen und fantasielos man selbst und die Menschen um einen herum,
ihr Leben allzuoft leben. Ein spiegel in dem man erkennt, wie schön das Leben sein kann, wenn man es nicht allzu ernst nimmt, stets freundlich zu seinen
Mitmenschen ist und der Fantasie einen großen Platz in seinem Herzen einräumt. Ich ziehe meinen Hut vor Mr. Dowd und ich wünschte es gäbe mehr menschen wie ihn, die Welt wäre ein schönerer Ort.
Aha, du wolltest also endlich das eine Mädchen rumkriegen? Zum Glück hast du deine To-Do-Liste geändert, du hättest bei mir eh keine Chance gehabt :>
:D
Pass auf, es gab da mal so nen Freak, der immer sagte: Das Leben besteht nun mal aus Widersprüchen :D :D :D Wobei ich eigentlich finde, dass ich "nett" und "dissen" durchaus in einem Satz schreiben darf, schließlich kann ich ja noch viel böser sein. Das Dissen gehört dann schon noch eher zur netteren Kategorie^^
Unsagbar langsamer, unlustiger und zäher Film. Die Deutsche Synchronfassung muss anscheinend einiges davon kompensieren oder sogar aufwerten. Im Original ungeniessbar...
"In diesem unbeschwerten, auf einem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Theaterstück basierenden Film-Klassiker liefert James Stewart eine der besten schauspielerischen Leistungen seiner Karriere."
Eine Beleidigung spar ich mir an dieser Stelle, auch wenn eine 0er Wertung sowas eigentlich erfordert.
Oh wow, was copy n paste so alles kann... indirekte bitchslaps sind auch nicht so mein fall, lieber gleich sagen was man sagen will, bevor man sich den mantel der scheinheiligkeit überstreift... oder steht am ende noch dein imaginärer freund vor meiner tür ?!?
PS: was ist eigentlich ne Ör Wertung? In der Vogü gelesen?
- Hallo Harvey!
• ...
- Wir müssen reden.
• ...
- Du setzt dich besser.
• ...
- Es ist wohl am besten, wenn ich es gleich direkt sage... Du, ich habe scheinbar kein Herz.
• ...
- Doch, doch.
• ...
- Warum? Du, ich glaube das wird nichts mit uns.
• ...
- Ja, du hast richtig gehört.
• ...
- Jetzt kucke nicht so traurig drein... Schau dich mal um, so viele positive Kommentare hier. Die Leute lieben dich. Du hast genug Freunde, und kommst garantiert wunderbar ohne mich klar.
• ...
- Was ist nur schief gelaufen mit uns? Gute Frage!
• ...
- Ich kannte dich eigentlich schon so lange. Du bist ja ein regelrechtes popkulturelles Phänomen, von Roger Rabbit bis Donnie Darko. Ein echter Klassiker..., und auch meine Prognose hier lag deutlich über 8.0 für uns.
Und vor vielen Jahren hatte ich auch imaginäre Freunde. Ein Hase war da allerdings nie darunter. I'm just not the bunny-type, you know.
• ...
- Siehst du.
• ...
- Ja, Jimmy Stewart ist natürlich toll...-
• ...
- Ja, um einiges toller als du. Wenn man sich den Film anschauen muss, dann nur aufgrund seiner Darstellung des naiven Säufers Elwood, wie immer mit seinem typischen vor Staunen geöffnetem Mund.
• ...
- Schau, kein Grund die Löffel anzulegen. Die Prämisse macht ordentlich etwas her und die Andeutungen, du würdest tatsächlich existieren, verleihen der Geschichte nicht nur eine fantastische, sondern zuweilen auch finstere Note. Als Theaterstück von Mary Chase magst du ganz gut funktionieren, dein Film fühlt sich unnötigerweise schon so an, als wären Cast und Crew nie so recht von der Bühne herunter gekommen.
• ...
- Nein, von Capra konnte ich nur sehr wenig erkennen: Melancholie und die gut gemeinte, aber flache Botschaft. Josephine Hull als Elwoods Schwester soll für die Lacher sorgen, doch übertreibt sie für die Kamera zu sehr und nervte eher, als dass sie mich amüsierte.
Ein Glückskeks bietet mir kaum mehr Spannung, Weisheit und Vergnügen als dieser Film.
• ...
- Harvey... ist doch okay. Man muss ja nicht jeden Klassiker als solchen beklatschen...
• ...
- Eben. So und nun hoppele bitte weiter. Ich schließe nun meine Augen und dann will ich dich nicht mehr sehen.
Googly googly googly, go away!
Sehr schöne Idee, aber ich persöhnlich bin mit James Stewart' Rolle als Elwood Dowd nicht zufrieden. Er spielt sehr stark, keine Frage, aber war irgendwie nicht in seinem Element wie in der Kamerafahrt "Cocktail für eine Leiche" oder "Das Fenster zum Hof".
Wahrscheinlich Haarspalterei, die dieses von sympathischen Charakteren strotzende Meisterwerk auch nicht schlechter macht.
Jimmy Stewart war nie liebenswerter. Ran an seinen Tisch, mit ihm und Harvey picheln und sich klar entscheiden: Früher schlau, heute nur noch freundlich. Ihr findet Harvey an jeder Straßenlaterne oder im Bistro. Und das wunderschöne Ende? Unter Tränen der Glückseligkeit verschwommen.
Auch ich habe einen Harvey daheim. Und das ist wunderbar. Zu sehen, wie ein Mensch sich der Wirklichkeit enthält - bewusst - und am Ende von seinen engsten Freunden, in diesem Falle tatsächlich von seiner Schwester, die ihn ja eigentlich loswerden will, gerettet wird, erregt GÄNSEHAUT. Keine Spritze für Bekloppte!!!
Unfaßbar herrlich!Aus heutiger Sicht vielleicht etwas staubig, aber wen interessiert das? James Stewart in einer seiner größten Rollen...Und das Ende ist so anrührend und doch sehr amüsant.
Mein Freund Harvey - Kritik
US 1950 Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 03.08.1951
Kritiken (4) — Film: Mein Freund Harvey
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschen„Mein Freund Harvey“ ist eine emotionale, berührende, warmherzige und humorvolle Botschaft für mehr Toleranz, Fantasie und Freundlichkeit. Es ist nicht das Kind in Elwood, sondern ein Teil des Erwachsenen, den außer ihm alle verdrängen. Der Film nimmt Stewart ernst, Harvey wird behandelt wie ein weiterer Hauptdarsteller. Josephine Hull erhielt einen Oscar als beste Nebendarstellerin und James Stewart liefert hier eine der besten darstellerischen Leistungen seiner gesamten Karriere ab. Ein Film, den man lieben muss. Klug, originell, witzig und sensibel.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenAls ich den Film zum ersten mal sah, war ich regelrecht aus dem Häuschen. Ich liebte die Figur von Elwood, seine Sanftmütigkeit und seine naive Art. Der ewige Optimist, der sich irgendwann dazu entschlossen hat, dem Leben nur noch mit Liebeswürdigkeit zu begegnen.
Die Geschichte gerät nie in Versuchung die Handlung auf den Boden der Tatsachen zu holen. Oder liegt es an Elwoods entwaffnenden Charakterzügen, die dem Film gar nicht die Chance gaben in Erklärungsnot zu geraten? Ebenfalls ganz groß die vielen kleinen Zufälle, oder eben vielleicht doch Harveys Spiel mit dem Schicksal, das alles scheinbar zufällig in die richtigen Bahnen lenkt.
Wundervoll sind die Szenen in denen die Geschichte auf ihre eigene selbstverständliche Naivität baut, sich aber gleichzeitig die ganze Metapher dahinter zu erkennen gibt. Beispielsweise die Szene mit Veta, als sie erläutert, dass Fotografien nur die Oberfläche zeigen, Gemälde dagegen das Innere, die Träume und Wünsche offenbaren, der Kontext in der Szene aber völlig Kopf stand. Perfekt!
Der Film ist eine einzige Metapher für Toleranz, Individualität oder vielleicht auch einfach nur eine Erinnerung an die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen und die wir leider zu oft vergessen.
"In this world, you must be oh so smart or oh so pleasant. Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me."
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Der bekannteste Film mit ihm als Hauptdarsteller ist heutzutage sicherlich Alfred Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“, doch James Stewart erbringt in „Harvey“ die wahrscheinlich großartigste Schauspielleistung seiner Karriere. Als liebenswerter doch etwas eigenartiger Gentleman, Mr. Dowd, Elwood P., der mit einem unsichtbaren Riesenhasen befreundet ist, erobert er mit seiner Mimik die Herzen der Zuschauer und bleibt dabei stets glaubwürdig. Großes Lob gebührt auch Josephine Hull als Elwoods arme große Schwester, die mit den Nerven völlig am Ende und dabei urkomisch ist. Dafür gab es wohlverdient einen Oscar. [...]
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenOb Geist oder Schutzengel, ob Theaterstück oder Verfilmung - herzerwärmend und tugendhaft ist dieses Pulitzer-Preis gekrönte Chase-Stück sicherlich. Stewart spielt die Gentleman-Grinsekatze und die Hull freut sich über ihren fragwürdigen Oscar. Filmgeschichte mit einem unvergesslichen Hauptdarsteller, den man allerdings nie zu Gesicht bekommt. Wow, das will was heißen!
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Kommentare (18) — Film: Mein Freund Harvey
Kommentar schreibenTeezy123 2011/11/20 10:27:39
Kommentar löschenEigentlich liebe ich James Stewart Filme, wie ich eh ein großer Fan von Filmen von damals bin.
Aber ehrlich gesagt, diesen Film fand ich sterbenslangweilig.
Die Story ist niedlich, aber Kostüme, Dialoge und leider auch einige Figuren waren einfach nur schrecklich öde.. sorry, Jimmy :-(
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
aberaber 2011/11/06 09:32:28
Kommentar löschenEin wunderbarer Film mit dem großartigen James Steward
Kommentar gefällt mir Antworten
davidleeuw 2011/05/24 18:51:51
Kommentar löschenSo konstruiert 'Harvey' teilweise auch sein mag, so ist er ein wunderschönes Plädoyer für das Recht auf Andersartigkeit und die Kraft der Gutmütigkeit. In seiner unendlichen Naivität zeigt Elwood eine erstaunliche Weisheit und Güte, die die Engstirnigkeit seiner Mitmenschen auf's Höchste trivial und albern wirken lässt und den Zuschauer wirklich zutiefst berührt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
ash-williams 2011/04/27 13:07:59
Kommentar löschenMein Freund Harvey ist einer dieser Filme bei denen man durchgehend lächelt. Nicht unbedingt, weil alles urkomisch ist, das ist es zeitweise auch, sondern weil der Charakter des Elwood P. Dowd so gutmütig und freundlich ist, dass einfach alle Sorgen von einem abfallen. Die Welt scheint plötzlich schön und das Leben etwas lebenswerter. Elwood P. Dowd, toll gespielt von Jimmy Stewart, ist einer dieser Filmcharaktere, die es schaffen eine wichtige Nachricht an den Zuschauer zu übermitteln, ohne plakativ zu wirken, ohne einen polemischen Schlussmonolog. Einfach und dezent lernt man, dass man nicht immer den gesellschaftlichen Normen entsprechen muss, um glücklich zu sein und vorallem, um Andere glücklich zu machen.
Abgerundet wird der Film durch schöne schwarz/weiß Bilder, tolle Nebendarsteller und tolle Dialoge. So wird Mein Freund Harvey zu einem filmischen Vergnügen, was den Verstand anspricht, an manchen Stellen die Lachmuskeln anregt, aber vorallem die Seele berührt. Ich scließe am Besten mit einem Zitat unseres Protagonisten:
"Years ago my mother used to say to me, she'd say, "In this world, Elwood, you must be" - she always called me Elwood - "In this world, Elwood, you must be oh so smart or oh so pleasant." Well, for years I was smart. I recommend pleasant. You may quote me."
Ein toller Film!
8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
St_Jimmy 2011/04/02 00:34:46
Kommentar löschen"Mein Freund Harvey" ist ein Film über einen stets gutgelaunten und höflichen Mann mittleren alters namens Ellwood P. Dowd, der einen über zwei Meter großen, sprechenden weißen Hasen (ein Puka) als Freund hat, den nur er sieht.
Wer glaubt das Mr. Dowd in die Klappsmühle gehört, stellt sich somit auf die Seite seiner Schwester, die vor einiger Zeit, mit ihrer Tochter zusammen, bei Ellwood eingezogen ist und
die durch ihren Bruder und seine vermeintlichen "Selbstgespräche" mit Harvey, allmälich in den Wahnsinn getrieben wird.
Allerdings glaube ich kaum, das ich mich besonders weit aus dem Fenster lehne, wenn ich behaupte, das ein Großteil der Zuschauer,
ihre Meinung über Ellwood und Harvey im laufe der Zeit ändern werden. Das liegt vorallem daran, das man von Minute zu Minute mehr erkennt, wie glücklich Mr. Dowd
(übrigens grandios gespielt von James Stewart) eigentlich ist und das sein Freund Harvey eher als eine Bereicherung für sein Leben (und das seiner Mitmenschen) gesehen werden sollte, wenn nicht sogar gesehen werden MUSS.
Doch "Mein Freund Harvey" ist nicht einfach nur ein Film über einen Mann, der imaginäre weiße Hasen sieht und dessen Titelhelden man nie wirklich zu Gesicht bekommt.
"Mein Freund Harvey" ist vorallem eins, ein Spiegel der dem Zuschauer vorgehalten wird.
Ein Spiegel in dem man erkennt, wie mürrisch, verbissen und fantasielos man selbst und die Menschen um einen herum,
ihr Leben allzuoft leben. Ein spiegel in dem man erkennt, wie schön das Leben sein kann, wenn man es nicht allzu ernst nimmt, stets freundlich zu seinen
Mitmenschen ist und der Fantasie einen großen Platz in seinem Herzen einräumt. Ich ziehe meinen Hut vor Mr. Dowd und ich wünschte es gäbe mehr menschen wie ihn, die Welt wäre ein schönerer Ort.
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BigDi 2011/03/27 22:33:13
Kommentar löschenTo-Do-Liste:
1. Das richtige Studienfach wählen.
2. Endlich das eine Mädchen rumkriegen.
3. Reich werden.
4. Berühmt werden.
5. Dadurch glücklich werden…?
*alles durchstreich, zusammenknüll, wegwerf und neu schreib*
1. Harvey (oder einen anderen Puka) treffen.
2. So freundlich und gelassen wie Elwood P. Dowd werden.
3. Endlich ungezwungen glücklich sein.
27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
Acry 2011/03/27 23:23:47
Antwort löschenAha, du wolltest also endlich das eine Mädchen rumkriegen? Zum Glück hast du deine To-Do-Liste geändert, du hättest bei mir eh keine Chance gehabt :>
:D
BigDi 2011/03/27 23:40:59
Antwort löschenLenk mich nicht ab, ich bin gerade dabei, dir zurückzuschreiben. :P
Acry 2011/03/27 23:49:11
Antwort löschenTzz, ich wollte doch nur nett sein und dich mal wieder ein bisschen dissen ^^
BigDi 2011/03/27 23:56:35
Antwort löschenVoll geil, wie das nicht mal ein Widerspruch ist. ;)
Acry 2011/03/28 00:31:42
Antwort löschenPass auf, es gab da mal so nen Freak, der immer sagte: Das Leben besteht nun mal aus Widersprüchen :D :D :D Wobei ich eigentlich finde, dass ich "nett" und "dissen" durchaus in einem Satz schreiben darf, schließlich kann ich ja noch viel böser sein. Das Dissen gehört dann schon noch eher zur netteren Kategorie^^
BigDi 2011/03/28 21:34:13
Antwort löschenEs war doch gar keine Ironie von mir! :D Ich habe mich wirklich darüber gefreut, dass es, obwohl es sich widersprüchlich anhört, voll passt. ^^
Alle 8 Antworten zeigen
Acry 2011/03/28 23:02:32
Antwort löschenNagut...Wenigstens mal einer, der die Widersprüchlichkeiten des Lebens noch zu schätzen weiß ^^
Kreischling 2012/01/02 00:04:24
Antwort löschenMan muss im Leben entweder sehr klug oder sehr nett sein :)
ezemeze 2011/01/06 21:44:44
Kommentar löschenUnsagbar langsamer, unlustiger und zäher Film. Die Deutsche Synchronfassung muss anscheinend einiges davon kompensieren oder sogar aufwerten. Im Original ungeniessbar...
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
dAJaro 2011/01/06 22:05:28
Antwort löschen"In diesem unbeschwerten, auf einem mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Theaterstück basierenden Film-Klassiker liefert James Stewart eine der besten schauspielerischen Leistungen seiner Karriere."
Eine Beleidigung spar ich mir an dieser Stelle, auch wenn eine 0er Wertung sowas eigentlich erfordert.
ezemeze 2011/01/10 21:04:23
Antwort löschenOh wow, was copy n paste so alles kann... indirekte bitchslaps sind auch nicht so mein fall, lieber gleich sagen was man sagen will, bevor man sich den mantel der scheinheiligkeit überstreift... oder steht am ende noch dein imaginärer freund vor meiner tür ?!?
PS: was ist eigentlich ne Ör Wertung? In der Vogü gelesen?
Sonse 2010/02/06 19:42:41
Kommentar löschen- Hallo Harvey!
• ...
- Wir müssen reden.
• ...
- Du setzt dich besser.
• ...
- Es ist wohl am besten, wenn ich es gleich direkt sage... Du, ich habe scheinbar kein Herz.
• ...
- Doch, doch.
• ...
- Warum? Du, ich glaube das wird nichts mit uns.
• ...
- Ja, du hast richtig gehört.
• ...
- Jetzt kucke nicht so traurig drein... Schau dich mal um, so viele positive Kommentare hier. Die Leute lieben dich. Du hast genug Freunde, und kommst garantiert wunderbar ohne mich klar.
• ...
- Was ist nur schief gelaufen mit uns? Gute Frage!
• ...
- Ich kannte dich eigentlich schon so lange. Du bist ja ein regelrechtes popkulturelles Phänomen, von Roger Rabbit bis Donnie Darko. Ein echter Klassiker..., und auch meine Prognose hier lag deutlich über 8.0 für uns.
Und vor vielen Jahren hatte ich auch imaginäre Freunde. Ein Hase war da allerdings nie darunter. I'm just not the bunny-type, you know.
• ...
- Siehst du.
• ...
- Ja, Jimmy Stewart ist natürlich toll...-
• ...
- Ja, um einiges toller als du. Wenn man sich den Film anschauen muss, dann nur aufgrund seiner Darstellung des naiven Säufers Elwood, wie immer mit seinem typischen vor Staunen geöffnetem Mund.
• ...
- Schau, kein Grund die Löffel anzulegen. Die Prämisse macht ordentlich etwas her und die Andeutungen, du würdest tatsächlich existieren, verleihen der Geschichte nicht nur eine fantastische, sondern zuweilen auch finstere Note. Als Theaterstück von Mary Chase magst du ganz gut funktionieren, dein Film fühlt sich unnötigerweise schon so an, als wären Cast und Crew nie so recht von der Bühne herunter gekommen.
• ...
- Nein, von Capra konnte ich nur sehr wenig erkennen: Melancholie und die gut gemeinte, aber flache Botschaft. Josephine Hull als Elwoods Schwester soll für die Lacher sorgen, doch übertreibt sie für die Kamera zu sehr und nervte eher, als dass sie mich amüsierte.
Ein Glückskeks bietet mir kaum mehr Spannung, Weisheit und Vergnügen als dieser Film.
• ...
- Harvey... ist doch okay. Man muss ja nicht jeden Klassiker als solchen beklatschen...
• ...
- Eben. So und nun hoppele bitte weiter. Ich schließe nun meine Augen und dann will ich dich nicht mehr sehen.
Googly googly googly, go away!
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
suzee 2010/01/09 18:05:04
Kommentar löschenoh, wie gern hätte ich einen harvey, der mit mir einen "lüpfen geht"!
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
spanky 2010/01/09 18:06:04
Antwort löschenFuck, genau das wollte ich auch schreiben!
spanky 2010/01/09 18:08:47
Antwort löschenÜbrigens klarer Fall von sympathischer Synchronfassung, die sich durchs Original sicher nicht toppen lässt!
Maaartin 2009/11/18 17:40:09
Kommentar löschenMein persönliches all-time-feel-good-movie... Herzerwärmend schön.
Kommentar gefällt mir Antworten
alanger 2009/08/05 17:10:54
Kommentar löschenharvey ist NICHT imaginär!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Lykaner 2009/07/31 01:24:46
Kommentar löschenSehr schöne Idee, aber ich persöhnlich bin mit James Stewart' Rolle als Elwood Dowd nicht zufrieden. Er spielt sehr stark, keine Frage, aber war irgendwie nicht in seinem Element wie in der Kamerafahrt "Cocktail für eine Leiche" oder "Das Fenster zum Hof".
Wahrscheinlich Haarspalterei, die dieses von sympathischen Charakteren strotzende Meisterwerk auch nicht schlechter macht.
Kommentar gefällt mir Antworten
Darbon 2009/03/22 23:24:23
Kommentar löschenJimmy Stewart war nie liebenswerter. Ran an seinen Tisch, mit ihm und Harvey picheln und sich klar entscheiden: Früher schlau, heute nur noch freundlich. Ihr findet Harvey an jeder Straßenlaterne oder im Bistro. Und das wunderschöne Ende? Unter Tränen der Glückseligkeit verschwommen.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
willy50 2009/11/19 08:23:00
Antwort löschenSchönen Gruß von Harvey: nett geschrieben.
Bennilein 2009/03/22 23:17:31
Kommentar löschenAuch ich habe einen Harvey daheim. Und das ist wunderbar. Zu sehen, wie ein Mensch sich der Wirklichkeit enthält - bewusst - und am Ende von seinen engsten Freunden, in diesem Falle tatsächlich von seiner Schwester, die ihn ja eigentlich loswerden will, gerettet wird, erregt GÄNSEHAUT. Keine Spritze für Bekloppte!!!
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doctorgonzo 2008/01/21 17:02:53
Kommentar löschenUnfaßbar herrlich!Aus heutiger Sicht vielleicht etwas staubig, aber wen interessiert das? James Stewart in einer seiner größten Rollen...Und das Ende ist so anrührend und doch sehr amüsant.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
willy50 2011/02/16 13:40:08
Antwort löschenDieses Jahr unbedingt nochmal ansehen ! Wir sind im Jahr des Hasen.
Zuri 2008/01/19 20:15:31
Kommentar löschenHarvey sitzt in der Badewanne!
Kommentar gefällt mir Antworten
Gasoline 2007/11/07 10:13:42
Kommentar löschenEine herrliche Komödie mit einem köstlichen James Stewart und einem großartigen (leider unsichtbaren) Harvey. Ein Klassiker und ein Must-have-seen!
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dAShEIKO 2007/10/09 16:06:01
Kommentar löschenJames Steward und sein imaginärer Freund...einfach klasse Komödie.
Kommentar gefällt mir Antworten
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