Die Mumblecore-Version von The Big C mit einer steinerweichenden Sarah Polley. Jedoch viel subtiler, sensibler, man wagt kaum zu atmen, aus Angst, man könnte etwas verpassen. Der Zuschauer versinkt in den unausgesprochenen Gedanken des Film und bleibt am Ende mit den Hinterbliebenen alleine zurück - mit dem sehnsüchtigen Wunsch nach einem eigenen Tonband.
"Mein Leben ohne mich" besticht durch die konsequente Auslassung aller Krebs-Genre-Klischees, verweigert sich dem großen Gefühlskino - und wirkt gerade dadurch anrührend. Von Pedro Almodóvar produziert, aber in Kanada inszeniert, ist dies wohl der erste Krebsfilm, bei dem man einem Menschen nicht zusieht, wie er stirbt, sondern wie er zu leben beginnt.
Sehr doll Isabel Coixet. Dramatisch erzählte Geschichten am Küchentisch (wahlweise auf der Krankenstation wie im Geheimen Leben der Worte), eine Sarah Polley, die natürlich zu überzeugen weiß, aber Drehbuchschwächen, wohin das Auge blickt. Viel mehr gibt es da nicht zu sagen (ich könnte natürlich ein ganzes Buch über die Drehbuchpatzer (völlig unrealistische Dialogszenen im Krankenhaus, im Gefängnis (ganz haarsträubend) etc) schreiben, aber dafür müsste ich mir den Film ein zweites Mal anschauen, und das möchte ich doch lieber nicht).
Vergebene Chance, da der Stoff als Ausgangsidee viel Potential hat und die DarstellerInnen-Crew nun auch keine Schwächen zeigt, von Maria de Medeiros abgesehen (klar, die Rolle sollte nervig sein, aber die Umsetzung war wirklich doppelt-grob-peinlich).
Und soeben sehe ich, was ich zu Elegy... geschrieben hatte, und das trifft immer wieder bei Coixet zu: "Gute SchauspielerInnen machen ein bestenfalls mittelmäßiges Drehbuch bzw. eine solche Regie nicht wett." Auch bei "Eine Karte der Klänge..." und "Das Geheime Leben..." habe ich jeweils mangelnden Realismus vermerkt, wenn auch jeweils verziehen, da ich die Filme als zu parabelhaft empfunden hatte, um hier Wert auf Realismus zu legen. Das trifft auf "Mein Leben ohne mich" aber nicht zu, daher kann ich die Schwächen hier auch nicht verzeihen. Und wundere mich, wie sehr die ganzen Punktwerfer an diesem Film drüber hinweg gehen (es nicht sehen?).
Achja, fast vergessen: Die Kamera! "Oh ich mach auch mal Handkamera, auch wenn ich keine Ahnung davon habe."
So wahnsinnig traurig und gleichzeitig so lebensbejahend. Wer bei diesem Film nicht berührt wird, ist ein verdammter Stein.
Einen Film den man sich immer wieder ansehen kann und der einem das Herz öffnet.
Ein Film der sehr beruehrt, ohne kitschig zu wirken und alle Klischees zu bedienen, was sehr selten ist bei Filmen mit diesem Thema.
Jedoch fuer mich, oder wahrscheinlich jeden der mit der Problematik im Freundeskreis/Verwandtenkreis konfrontiert worden ist, sehr unbegreiflich wie die Protagonistin mit der Situation umgeht.
Trotzdem ein sehr schoener Film, der wie gesagt, ohne viele Mittel beruehrt, zum nachdenken anregt. Einfach all das, was fuer mich so ein Film ausmacht.
Und meiner Meinung nach Mark Ruffalo beste Rolle.
Selbstexperiment: 'Drama gucken, wenn's einem schlecht geht.' mal wieder gehörig in die Hose gegangen. Aber dafür ein wundervoll trauriger Film, der sehr behutsam mit der Thematik umgeht und einen trotz allem mit einem Lächeln auf den Lippen zurück lässt.
Noch nie so emotional von einem Film berührt worden.
Coixet zeigt dermassen viel Gefühl, Empathie und Authentizität. Einer der schönsten und zugleich traurigsten Filme, die ich je sehen durfte. Ein extrem gefühlsgeladener aber überhaupt nicht aufdringlicher Film, wie ihn wahrscheinlich nur eine Frau fähig ist zu machen.
Hab noch nie so etwas Realitätsnahes so wunderschön verfilmt gesehen.
Ein ziemlich trauriger Film. Wie die Protagonistin mit ihrem Schicksal umgeht ist sehr beeindruckend. Man muss sich aber bei diesem Film fallen lassen, das konnte ich leider nicht. Mir war der Film auch an einigen stellen etwas zu trocken.
Nüchtern und subtil erzählt Isabel Coixet von einer Frau die mit dem Tod konfrontiert wird , und gleichzeitig das Leben erst richtig entdeckt. Sarah Polley (und dem hervorragenden restlichen Cast )zuzusehen wie kleine Dinge plötzlich an Bedeutung gewinnen und ängste an furcht verlieren ist eindrücklich. Gerade weil der Film nichts beschönigt oder in einem Bilderrausch versinkt sondern allein mit den Mitteln des Lebens zu verzaubern weiss. Ein kleiner Film über den wir lernen“ richtig“ zu leben und der uns bringt über uns selbst nach zu denken.
Dieser wunderschöne ruhige Film hat mich überrascht und zu Tränen gerührt und das passiert mir sehr selten. Der Film geht ja nicht darum, ob die Krebsdiagnose nun medizinisch realistisch ist oder nicht. Sondern wie die junge Frau danach weitermacht. Anscheinend haben bestimmte Leute den Film einfach nicht kapiert. Es geht darum eine Geschichte zu erzählen und das tut der Film auf eine einfühlsame Weise. Man verliebt sich in die Protagonistin und wünscht sich doch so sehr ein Happy End.
Natürlich geht es nicht nur darum ob medizinische Details stimmen - nur hat (für mich) bei dem Film auch alles andere nicht gestimmt. Und das hat sicher nichts mit verstehen zu tun. Ehrlich gesagt, war mir die Geschichte einfach zu platt erzählt...
Aber schön wenns dir gefallen hat :-) Geschmäcker sind eben verschieden.
Hatte nur Gutes über den Film gelesen und wurde extrem enttäuscht. Medizinisch absolut haarsträubend - abgesehen davon, dass (und das weiß ich leider aus eigener Erfahrung) kein Arzt eine Prognose in der Art "zwei Monate, höchstens drei" abgibt finden sich darüber hinaus weitere Ungereimtheiten (siamesische Zwillinge, ein Junge, ein Mädchen???).
Darüber hätte ich vielleicht hinweg sehen können, wenn mich der Film sonst irgendwie gepackt hätte. Tat er aber leider nicht. Ich fand die Art mit der die Hauptfigur mit dem Tod umgeht wenig überzeugend und auch ärgerlich (möchte irgendjemand, dass ein naher Mensch ihm verheimlicht, dass er todkrank ist und somit auch jede Möglichkeit sich zu verabschieden nimmt?). Viele Wendungen sind schrecklich vorhersehbar und kitschig. Die Stimme aus dem off liefert unglaubliche Plattitüden die aber wahnsinnig tiefsinnig rüberkommen wollen ("Menschen im Supermarkt. Keiner denkt an den Tod." - hm, okay?). Insgesamt unglaubwürdig und ärgerlich. Einziges Highlight war der wie immer (wunderschöne und) überzeugende Mark Ruffalo.
Man kann sowas aber natürlich auch sehr auseinanderpflücken. Ich denke in dem Film geht es nicht um medizinische Genauigkeit. Es geht darum, dass Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und eine neue Perspektive zu gewinnen. Ich finde das der Film schön und gefühlvoll ist. Natürlich ist er unrealistisch, das will ich gar nicht bestreiten. Wie wahrscheinlich ist es schon, dass sie in der Zeit jemanden findet, den sie liebt, jemanden, der für ihren Mann die richtige Folgefrau ist und dass sie ihre Mutter dazu bewegt, wieder (aus sich) herauszugehen? Aber ich denke, dass man auch nicht immer alles 1:1 zur Realität sehen muss. Sonst würden wir uns schließlich keine Filme ansehen, denn Realität gibts genug außerhalb des Fernsehbereiches, oder? Wenn du das willst solltest du dich vielleicht in den Wartebereich eines Krankehauses setzen.
Ich hab nochmal über meinen Kommentar drüber gelesen und ich möchte hier nochmal ausdrücklich sagen, dass ich deine Meinung gegenüber dem Film respektiere und dich deswegen nicht blöd anmachen oder angreifen will. Nur, damit es nicht zu missverständnissen kommt.
Kein Problem, no offense taken :-) Klar sind die medizinischen Details nicht sooo wichtig. Mit denen hatte ich wahrscheinlich vor allem ein Problem, weil ich selbst grad einen Krebstodesfall in der Familie hatte. Aber mir ist eben noch ganz viel anderes an dem Film auf die Nerven gegangen, wie z.B. der (wie ich fand) pseudotiefsinnige Kommentar aus dem off usw... Aber das ist eben Geschmackssache.
Ein kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“
gott sei dank mal nen film zu dieser thematik, der nicht ständig auf die tränendrüse drückt, sondern schlicht beleuchtet, wie eine mutter sich auf ihren tod vorbereitet und ihre eigenen bedürfnisse und wünsche entdeckt und erfüllt. aber irgedwas fehlte mir.. wahrscheinlich einfach nicht mein geschmack. :)
Der eigentliche Konflikt findet nicht statt. Schön, wenn damit Klischees vermieden werden, aber was nützt es? Sarah Polley arbeitet ihre rosarote To-Do-Liste ab und gibt für alle Zuschauerinnen das versteckte Prinzesschen im Mittelpunkt. Sterben kann ja so romantisch sein.
Gut gemachtes Drama. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr lange zu leben hättest? Eine wirklich traurige und doch gute Geschichte, umgesetzt mit der idealen Besetzung.
Sehr schöner, trauriger, rührender Film. Aber das Ende finde ich absolut unbefriedigend. Irgendeine Wendung oder irgendetwas unvorhergesehenes wäre schön gewesen.
Ein atmosphärisch sehr stimmiger und irgendwie auch schöner Film, bei aller Traurigkeit, die das Thema mit sich bringt. Er zeigt weder offen ausgetragene Konflike, noch bedient er sich - wie hier schon oft richtig betont - bei den gängigen Klischees.
Das Stück von Alpha, "Sometime later", liefert die musikalische Entsprechung zur ganzen Stimmung.
Schlichtweg tiefergreifend. Der Film will nicht uebertreiben, verzichtet auf bombastisch melodramatische Szenen und auf Klischees. Er widmet sich Ann und ihren Gedanken, ihren Gefuehlen und besonders ihren Plaenen, wie ihr Leben ohne sie weiterleben soll.
Der Film hat mich wirklich umgehauen. Habe selten einen so tragischen Film gesehen... 'Mein Leben ohne mich' funktioniert hervorragend ohne pathetisch zu sein, was auch daran liegen mag, dass Sarah Polley einfach super spielt und der Film dadurch sehr empathisch ist. Auch Mark Ruffalo's Leistung fand ich herausragend!
Mein Leben ohne mich - Kritik
CA/ES 2003 Laufzeit 106 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 04.09.2003
Kritiken (2) — Film: Mein Leben ohne mich
goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenDie Mumblecore-Version von The Big C mit einer steinerweichenden Sarah Polley. Jedoch viel subtiler, sensibler, man wagt kaum zu atmen, aus Angst, man könnte etwas verpassen. Der Zuschauer versinkt in den unausgesprochenen Gedanken des Film und bleibt am Ende mit den Hinterbliebenen alleine zurück - mit dem sehnsüchtigen Wunsch nach einem eigenen Tonband.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Mein Leben ohne mich" besticht durch die konsequente Auslassung aller Krebs-Genre-Klischees, verweigert sich dem großen Gefühlskino - und wirkt gerade dadurch anrührend. Von Pedro Almodóvar produziert, aber in Kanada inszeniert, ist dies wohl der erste Krebsfilm, bei dem man einem Menschen nicht zusieht, wie er stirbt, sondern wie er zu leben beginnt.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (27) — Film: Mein Leben ohne mich
Kommentar schreibendbeutner 2012/01/30 18:30:29
Kommentar löschenSehr doll Isabel Coixet. Dramatisch erzählte Geschichten am Küchentisch (wahlweise auf der Krankenstation wie im Geheimen Leben der Worte), eine Sarah Polley, die natürlich zu überzeugen weiß, aber Drehbuchschwächen, wohin das Auge blickt. Viel mehr gibt es da nicht zu sagen (ich könnte natürlich ein ganzes Buch über die Drehbuchpatzer (völlig unrealistische Dialogszenen im Krankenhaus, im Gefängnis (ganz haarsträubend) etc) schreiben, aber dafür müsste ich mir den Film ein zweites Mal anschauen, und das möchte ich doch lieber nicht).
Vergebene Chance, da der Stoff als Ausgangsidee viel Potential hat und die DarstellerInnen-Crew nun auch keine Schwächen zeigt, von Maria de Medeiros abgesehen (klar, die Rolle sollte nervig sein, aber die Umsetzung war wirklich doppelt-grob-peinlich).
Und soeben sehe ich, was ich zu Elegy... geschrieben hatte, und das trifft immer wieder bei Coixet zu: "Gute SchauspielerInnen machen ein bestenfalls mittelmäßiges Drehbuch bzw. eine solche Regie nicht wett." Auch bei "Eine Karte der Klänge..." und "Das Geheime Leben..." habe ich jeweils mangelnden Realismus vermerkt, wenn auch jeweils verziehen, da ich die Filme als zu parabelhaft empfunden hatte, um hier Wert auf Realismus zu legen. Das trifft auf "Mein Leben ohne mich" aber nicht zu, daher kann ich die Schwächen hier auch nicht verzeihen. Und wundere mich, wie sehr die ganzen Punktwerfer an diesem Film drüber hinweg gehen (es nicht sehen?).
Achja, fast vergessen: Die Kamera! "Oh ich mach auch mal Handkamera, auch wenn ich keine Ahnung davon habe."
Kommentar gefällt mir Antworten
eisbaerdios 2012/01/26 03:48:01
Kommentar löschenSo wahnsinnig traurig und gleichzeitig so lebensbejahend. Wer bei diesem Film nicht berührt wird, ist ein verdammter Stein.
Einen Film den man sich immer wieder ansehen kann und der einem das Herz öffnet.
Kommentar gefällt mir Antworten
pzychomaniac 2012/01/10 17:36:41
Kommentar löschenEin Film der sehr beruehrt, ohne kitschig zu wirken und alle Klischees zu bedienen, was sehr selten ist bei Filmen mit diesem Thema.
Jedoch fuer mich, oder wahrscheinlich jeden der mit der Problematik im Freundeskreis/Verwandtenkreis konfrontiert worden ist, sehr unbegreiflich wie die Protagonistin mit der Situation umgeht.
Trotzdem ein sehr schoener Film, der wie gesagt, ohne viele Mittel beruehrt, zum nachdenken anregt. Einfach all das, was fuer mich so ein Film ausmacht.
Und meiner Meinung nach Mark Ruffalo beste Rolle.
Kommentar gefällt mir Antworten
C4Rn1f3x 2011/08/22 04:23:28
Kommentar löschenSelbstexperiment: 'Drama gucken, wenn's einem schlecht geht.' mal wieder gehörig in die Hose gegangen. Aber dafür ein wundervoll trauriger Film, der sehr behutsam mit der Thematik umgeht und einen trotz allem mit einem Lächeln auf den Lippen zurück lässt.
Kommentar gefällt mir Antworten
mad02 2011/06/18 14:32:04
Kommentar löschenEinfach nur ein wirklich wunderschöner Film. Ich Glaub besser als wie in dem Film kann man die Thematik gar nicht umsetzen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
lopalopa 2011/05/11 23:37:37
Kommentar löschenNoch nie so emotional von einem Film berührt worden.
Coixet zeigt dermassen viel Gefühl, Empathie und Authentizität. Einer der schönsten und zugleich traurigsten Filme, die ich je sehen durfte. Ein extrem gefühlsgeladener aber überhaupt nicht aufdringlicher Film, wie ihn wahrscheinlich nur eine Frau fähig ist zu machen.
Hab noch nie so etwas Realitätsnahes so wunderschön verfilmt gesehen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
momopipi 2011/04/04 21:33:26
Kommentar löschenEin ziemlich trauriger Film. Wie die Protagonistin mit ihrem Schicksal umgeht ist sehr beeindruckend. Man muss sich aber bei diesem Film fallen lassen, das konnte ich leider nicht. Mir war der Film auch an einigen stellen etwas zu trocken.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
keinohrhase20 2011/01/27 19:15:28
Kommentar löschenNüchtern und subtil erzählt Isabel Coixet von einer Frau die mit dem Tod konfrontiert wird , und gleichzeitig das Leben erst richtig entdeckt. Sarah Polley (und dem hervorragenden restlichen Cast )zuzusehen wie kleine Dinge plötzlich an Bedeutung gewinnen und ängste an furcht verlieren ist eindrücklich. Gerade weil der Film nichts beschönigt oder in einem Bilderrausch versinkt sondern allein mit den Mitteln des Lebens zu verzaubern weiss. Ein kleiner Film über den wir lernen“ richtig“ zu leben und der uns bringt über uns selbst nach zu denken.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kate Austen 2010/11/10 20:43:32
Kommentar löschenDieser wunderschöne ruhige Film hat mich überrascht und zu Tränen gerührt und das passiert mir sehr selten. Der Film geht ja nicht darum, ob die Krebsdiagnose nun medizinisch realistisch ist oder nicht. Sondern wie die junge Frau danach weitermacht. Anscheinend haben bestimmte Leute den Film einfach nicht kapiert. Es geht darum eine Geschichte zu erzählen und das tut der Film auf eine einfühlsame Weise. Man verliebt sich in die Protagonistin und wünscht sich doch so sehr ein Happy End.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Merle 2011/01/10 16:36:56
Antwort löschenNatürlich geht es nicht nur darum ob medizinische Details stimmen - nur hat (für mich) bei dem Film auch alles andere nicht gestimmt. Und das hat sicher nichts mit verstehen zu tun. Ehrlich gesagt, war mir die Geschichte einfach zu platt erzählt...
Aber schön wenns dir gefallen hat :-) Geschmäcker sind eben verschieden.
Merle 2010/09/06 16:27:56
Kommentar löschenHatte nur Gutes über den Film gelesen und wurde extrem enttäuscht. Medizinisch absolut haarsträubend - abgesehen davon, dass (und das weiß ich leider aus eigener Erfahrung) kein Arzt eine Prognose in der Art "zwei Monate, höchstens drei" abgibt finden sich darüber hinaus weitere Ungereimtheiten (siamesische Zwillinge, ein Junge, ein Mädchen???).
Darüber hätte ich vielleicht hinweg sehen können, wenn mich der Film sonst irgendwie gepackt hätte. Tat er aber leider nicht. Ich fand die Art mit der die Hauptfigur mit dem Tod umgeht wenig überzeugend und auch ärgerlich (möchte irgendjemand, dass ein naher Mensch ihm verheimlicht, dass er todkrank ist und somit auch jede Möglichkeit sich zu verabschieden nimmt?). Viele Wendungen sind schrecklich vorhersehbar und kitschig. Die Stimme aus dem off liefert unglaubliche Plattitüden die aber wahnsinnig tiefsinnig rüberkommen wollen ("Menschen im Supermarkt. Keiner denkt an den Tod." - hm, okay?). Insgesamt unglaubwürdig und ärgerlich. Einziges Highlight war der wie immer (wunderschöne und) überzeugende Mark Ruffalo.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
KokoBanana 2011/03/12 13:30:19
Antwort löschenMan kann sowas aber natürlich auch sehr auseinanderpflücken. Ich denke in dem Film geht es nicht um medizinische Genauigkeit. Es geht darum, dass Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und eine neue Perspektive zu gewinnen. Ich finde das der Film schön und gefühlvoll ist. Natürlich ist er unrealistisch, das will ich gar nicht bestreiten. Wie wahrscheinlich ist es schon, dass sie in der Zeit jemanden findet, den sie liebt, jemanden, der für ihren Mann die richtige Folgefrau ist und dass sie ihre Mutter dazu bewegt, wieder (aus sich) herauszugehen? Aber ich denke, dass man auch nicht immer alles 1:1 zur Realität sehen muss. Sonst würden wir uns schließlich keine Filme ansehen, denn Realität gibts genug außerhalb des Fernsehbereiches, oder? Wenn du das willst solltest du dich vielleicht in den Wartebereich eines Krankehauses setzen.
Alle 3 Antworten zeigen
KokoBanana 2011/03/12 13:32:18
Antwort löschenIch hab nochmal über meinen Kommentar drüber gelesen und ich möchte hier nochmal ausdrücklich sagen, dass ich deine Meinung gegenüber dem Film respektiere und dich deswegen nicht blöd anmachen oder angreifen will. Nur, damit es nicht zu missverständnissen kommt.
Merle 2011/03/14 16:50:38
Antwort löschenKein Problem, no offense taken :-) Klar sind die medizinischen Details nicht sooo wichtig. Mit denen hatte ich wahrscheinlich vor allem ein Problem, weil ich selbst grad einen Krebstodesfall in der Familie hatte. Aber mir ist eben noch ganz viel anderes an dem Film auf die Nerven gegangen, wie z.B. der (wie ich fand) pseudotiefsinnige Kommentar aus dem off usw... Aber das ist eben Geschmackssache.
8martin 2010/08/03 19:16:33
Kommentar löschenEin kleiner, ernster Film, in dem es ohne viel Schnickschnack gelingt das Lebensende einer jungen Frau und Mutter von zwei kleinen Kindern zu schildern, die tödlich an Krebs erkrankt ist; und das ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Der Film thematisiert nicht ohne Emotionen eigentlich nur die Vorbereitungen auf das Leben ihrer Umgebung, wenn sie mal nicht mehr da ist. Und sie arbeitet eine Liste ab, was sie noch alles vor ihrem Ableben unbedingt tun muss, inklusive eine Frau für ihren Mann zu finden. Sarah Polley spielt wie immer überzeugend. Ihre kalten Tränen laden nicht zum Mitheulen ein, machen aber doch betroffen. Sie behält ihre Krankheit für sich und muss sich stattdessen von allen anderen zutexten lassen, weil jeder doch so seine Sorgen loswerden will, außer Sarah. Sie kommt zu der Erkenntnis „Du trauerst dem Leben, das du nicht führen wirst, gar nicht nach, weil du dann schon tot bist. Und Tote fühlen nichts, nicht mal Trauer.“
Kommentar gefällt mir Antworten
Sanylein 2010/06/18 05:50:53
Kommentar löschenEin trauriger Film der aber auch gleichzeitig schön ist. Es war interessant zu beobachten was die Hauptdarstellerin als nächstes macht und sagt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Pardus 2010/04/02 13:24:32
Kommentar löschengott sei dank mal nen film zu dieser thematik, der nicht ständig auf die tränendrüse drückt, sondern schlicht beleuchtet, wie eine mutter sich auf ihren tod vorbereitet und ihre eigenen bedürfnisse und wünsche entdeckt und erfüllt. aber irgedwas fehlte mir.. wahrscheinlich einfach nicht mein geschmack. :)
Kommentar gefällt mir Antworten
Schlegel 2010/04/02 00:20:34
Kommentar löschenDer eigentliche Konflikt findet nicht statt. Schön, wenn damit Klischees vermieden werden, aber was nützt es? Sarah Polley arbeitet ihre rosarote To-Do-Liste ab und gibt für alle Zuschauerinnen das versteckte Prinzesschen im Mittelpunkt. Sterben kann ja so romantisch sein.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Dead_Eye_Dodo 2010/03/16 23:25:49
Kommentar löschenGut gemachtes Drama. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr lange zu leben hättest? Eine wirklich traurige und doch gute Geschichte, umgesetzt mit der idealen Besetzung.
Kommentar gefällt mir Antworten
slartidan 2010/02/15 15:55:44
Kommentar löschenSehr schöner, trauriger, rührender Film. Aber das Ende finde ich absolut unbefriedigend. Irgendeine Wendung oder irgendetwas unvorhergesehenes wäre schön gewesen.
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
jackii93 2010/04/08 03:11:29
Antwort löschenIst ein abrubtes Ende nicht etwas unvorhergesehenes ?
maslobojew 2010/02/12 23:04:51
Kommentar löschenEin atmosphärisch sehr stimmiger und irgendwie auch schöner Film, bei aller Traurigkeit, die das Thema mit sich bringt. Er zeigt weder offen ausgetragene Konflike, noch bedient er sich - wie hier schon oft richtig betont - bei den gängigen Klischees.
Das Stück von Alpha, "Sometime later", liefert die musikalische Entsprechung zur ganzen Stimmung.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
svunzel 2010/01/08 00:47:27
Kommentar löschenSchlichtweg tiefergreifend. Der Film will nicht uebertreiben, verzichtet auf bombastisch melodramatische Szenen und auf Klischees. Er widmet sich Ann und ihren Gedanken, ihren Gefuehlen und besonders ihren Plaenen, wie ihr Leben ohne sie weiterleben soll.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Mum Pitz 2009/08/31 19:29:00
Kommentar löschenein tief bewegender film über den tod, ganz ohne pathos
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
kristallrainer 2009/08/11 13:43:08
Kommentar löschenDer Film hat mich wirklich umgehauen. Habe selten einen so tragischen Film gesehen... 'Mein Leben ohne mich' funktioniert hervorragend ohne pathetisch zu sein, was auch daran liegen mag, dass Sarah Polley einfach super spielt und der Film dadurch sehr empathisch ist. Auch Mark Ruffalo's Leistung fand ich herausragend!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein Mein Leben ohne mich
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Mein Leben ohne mich