Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Mein liebster Feind - Klaus Kinski (1999), DE/FI/GB/US Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 07.10.1999
20 Bewertungen
Skala 0 bis 10
906 Bewertungen
39 Kommentare
Keine
von Werner Herzog, mit Eva Mattes und Werner Herzog
Mein liebster Feind – Klaus Kinski ist eine Dokumentation von Werner Herzog über seine Hassliebe zu dem außergewöhnlichen Schauspieler, den er dennoch fünf Mal in der Hauptrolle seiner Filme besetzte.
1972 beginnt die Zusammenarbeit zwischen dem Autorenfilmer Werner Herzog und dem wohl exzentrischsten deutschen Schauspieler Klaus Kinski. Für die Rekonstruktion der Zusammenarbeit dieser beiden Ausnahmekünstler reist Werner Herzog zurück zu den abgelegenen Drehorten von damals (u.a. nach Peru) und lässt sowohl Crewmitglieder, Schauspieler wie Eva Mattes oder Claudia Cardinale als auch die Indios zu Wort kommen. Aber Herzog zeigt auch seltenes Filmmaterial, das während den Dreharbeiten zu seinen Filmen entstanden ist. Hierzu zählen unter anderem Kinskis Wutausbrüche, die während der Drehpausen mitgeschnitten wurden. Die Dokumentation Mein liebster Feind – Klaus Kinski ist sowohl ein Dokument des deutschen Autorenfilms als auch ein Portrait eines außergewöhnlichen Schauspielers.
Mehr Bilder (9) und Videos (2) zu Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Cast & Crew
- Genre
- Langzeitdokumentation, Making-Of-Dokumentation, Dokumentarfilm
- Ort
- Zentral- und Südamerika
- Handlung
- Aggressivität, Beziehung, Dreharbeiten, Drehort, Fehde, Feindschaft, Filmteam, Freunde, Freundschaft, Genie, Genie und Wahnsinn, Hassliebe, Konflikt, Kreativität, Männerfreundschaft, Phantasie, Projekt, Regisseur, Schauspieler, Schauspielern, Streit, Talent, Verrückter, Wahnsinn, ungleiche Freunde
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig, Witzig
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Kritiken (4) — Film: Mein liebster Feind - Klaus Kinski
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen"Wir können nicht mehr weiter. Ich bin nicht mehr.
Wir waren zusammen ja wie zwei kritische Massen, die eine gefährliche Mischung ergaben, wenn sie in Berührung kamen. Etwas, was hochexplosiv wurde…
...Und doch gehörten wir zusammen. Wir waren bereit miteinander unterzugehen. Ich sehe uns zurück im Dschungel, zusammen in einem Boot. Die ganze Welt gehört uns. Aber Klaus scheint davon fliegen zu wollen. Hätte ich es damals nicht wahrnehmen müssen, dass es wohl seine Seele war, die davon flattern wollte? Und dann sehe ich ihn mit einem Schmetterling, ganz sachte, ganz leicht. Das kleine Wesen will nicht fort von ihm und ist so zutraulich, das mir manchmal scheint, Klaus selbst wird zum Schmetterling. Und alles was schwer war zwischen uns weicht und alles wird gut. Und auch wenn sich mein Verstand dagegen sträubt, sagt etwas in mir, so würde ich ihn am liebsten im Gedächtnis behalten…
...Manchmal möchte ich noch einmal meinen Arm um ihn legen, aber ich träume wohl nur davon, weil ich das in alten Filmaufnahmen von uns gesehen habe. Wir sind Freunde, wir scherzen miteinander, als wäre es nie anders gewesen…"
23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenEine absolut faszinierende Doku über eine Hassliebe, über die gegenseitige Abhängigkeit eines Regisseurs und seines Stammprotagonisten. Ehrlich, essentiell, aufschlussreich, ein toller Einblick in das Leben des Grande Klaus Kinski, in dessen Seele Wahnsinn und Genie eine Einheit bildeten. Danke Herr Herzog für Ihre Einsicht, welche wunderbar aufzeigt, warum Kinski nicht nur einer meiner Lieblingsschauspieler, sondern einer der größten Künstler aller Zeiten ist/war. In diesem Sinne: "Jedes graue Haar auf meinem Kopf nenne ich Kinski." (Werner Herzog)
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
JimiHendrix Mon, 21 Nov 2011 13:49:59 -0000
Antwort löschengefällt mir ;) ...der button spinnt wieder mal
Oceanic6 Fri, 25 Nov 2011 23:40:04 -0000
Antwort löschenDanke :)
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen„Mein liebster Feind“ ist kein Film über Klaus Kinksi, kein Film über Werner Herzog, sondern eine eher klein gehaltene, sehr unaufgeregte Dokumentation der ungewöhnlichen Freundschaft zweier Männer, die beide auf ihre ganz eigene Art Genies beziehungsweise beide auf ihre ganz eigene Art dem Wahnsinn verfallen sind. Das alles leider nur einseitig, da Kinski ja 1991 verstarb. [...]
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Flibbo Sun, 23 Jan 2011 21:15:12 -0000
Antwort löschenDa hätte ich bestimmt ein, zwei Punkte mehr gezückt. :D
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenWerner Herzog begibt sich auf eine Reise zurück an jene Drehorte, die den eigentlichen Star seiner Filme bildeten, um über Klaus Kinski und sein mal durch Hassattacken, dann wieder freundschaftliche Nähe geprägtes Verhältnis zum Schauspieler zu sinnieren. Über Kinski erfährt man dabei wenig, meist bleibt er der passive Dämon, der durch die bemüht seriösen, nervig gesetzten Off- und On-Kommentare des Regisseurs wie eine Kreatur zwischen Genie und Wahnsinn zu entmystifizieren versucht wird.. Außer eitle Eigenwerbung und allerlei Pseudoesoterik kommt dabei nicht viel herum – die Selbstinszenierung Herzogs wird nur durch einige wertvolle Setaufnahmen erträglich. Ansonsten nämlich findet die Dokumentation keinerlei schlüssige Erklärung für die Hassliebe der beiden Exzentriker.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Onkel Fleischer Wed, 30 Mar 2011 18:02:18 -0000
Antwort löschenDa muss ich mich Mr anschließen. Herzogs Selbstinszenierung ist nahezu unterträglich. Absolut sehenswert ist der Film trotzdem - Kinski war ein großartiger Irrer.
movie.max Wed, 20 Feb 2013 21:50:26 -0000
Antwort löschenIch schließe mich an.
Kommentare (35) — Film: Mein liebster Feind - Klaus Kinski
DerDude_ Wed, 20 Feb 2013 16:45:47 -0000
Kommentar löschenHerzog, der Meister der Inszenierung der wahren Größe, inszeniert sich selbst.
Sich selbst und Klaus Kinski. Und dabei tut er nichts, was er nicht schon zuvor getan hat : Er inszeniert wahre Größe.
Es sei gesagt das Herzog selbst sich hier enorm in Szene setzt, was abstoßend wirken kann. Schließlich wissen wir nicht ob sein beschriebenes Verhältnis gegenüber Klaus Kinski in allen Details der Wahrheit entsprechen. Aber allein die zahlreichen Interviews mit all den Schauspielern, die Kinskis Weg kreuzten machen den Film sehenswert, da sie einem diesen wirklich einzigartigen Mensch näher bringen. Fast noch besser helfen dabei die Aufnahmen von Kinskis legendären Wutanfällen.
Und doch ist MEIN LIEBSTER FEIND - KLAUS KINSKI kein fertiger Film, aber er selbst kann nichts dafür. Denn was fehlt ist Kinski selbst, der Stellung zu sich und Herzog bezieht.
Aus heutiger Sicht kann ich nicht mehr völlig positiv über ihn denken. Ich wünschte ich könnte es...
Aber es bleibt ein grandioser Film über einen grandiosen Schauspieler.
bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
movie.max Wed, 20 Feb 2013 19:22:02 -0000
Antwort löschenUnd er inszeniert sich aufs peinlichste selbst. Ich hasse Herzog so sehr, dass ich auch diesem Film nichts abgewinnen kann.
Dahmer Wed, 20 Feb 2013 19:52:00 -0000
Antwort löschenDie Selbstinszenierung hat mich überhaupt nicht gestört...Interessanter fand ich die Wutausbrüche Kinskis und Herzogs Meinung über ihn..Und wie Dude schon geschrieben hat,leider kann sich Kinski nicht mehr dazu äußern...Kinski ich werde dich nie vergessen,und egal was du gemacht hast,du bleibst für mich einer der besten und interessantesten Schauspieler aller Zeiten ... R.I.P. :(
DerDude_ Wed, 20 Feb 2013 19:53:45 -0000
Antwort löschen@movie.max : Well, that is just your opinion, man ...
DerDude_ Wed, 20 Feb 2013 19:55:32 -0000
Antwort löschen@Dahmer : Kinski war ein so großartiger Darsteller aber seit den neusten Schlagzeilen um ihn weiß ich nicht mehr was ich von ihm halten soll.
Dahmer Wed, 20 Feb 2013 19:59:08 -0000
Antwort löschen@Dude: ich weiss was du meinst...aber ich trenne schauspieler und ihr privatleben.Wobei das mit Kinski echt ne harte Sache ist,ich kanns immer noch nicht so ganz glauben ...leider kann er sich nicht mehr dagegen wehren usw. aber wie gesagt,für mich kratzt das nicht im geringsten an seinem status und an seiner grossartigen Schauspielerkarriere....
movie.max Wed, 20 Feb 2013 21:49:48 -0000
Antwort löschenIch finde 'Mein liebster Feind' als Zusammenschnitt aller coolen Kinski-Clips auch in Ordnung, aber wenn mir dieser Möchtegern vor die Flinte kommt...
Naja, that's just my opinion... ;)
Fakt ist aber, dass ich es feige finde, dass Herzog diesen Film gemacht hat. Gute Unterhaltung für uns, aber ein Armutszeugnis Herzogs.
Alle 8 Antworten zeigen
Schwiffel Tue, 19 Mar 2013 08:56:08 -0000
Antwort löschenHier mal ein interessantes Interview mit Walter Saxer, welcher die Beziehung Kinski zu Herzog in ein ganz anderes Licht rückt.
http://www.youtube.com/watch?v=gKf9SL0xoyQ
movie.max Tue, 19 Mar 2013 13:58:04 -0000
Antwort löschenDas ist toll. Gottwald ist zwar ein Hirni, aber das Video bestätigt mein Wissen um Herzog als Hochstapler und Selbstinszenierer.
Mich schüttelt es richtig, wenn ich an seine Fratze denke...
uncut123 Wed, 12 Dec 2012 22:41:35 -0000
Kommentar löschennette doku über ein lieben mensch der mich zu lachen bringt
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Janus Winter Sun, 11 Nov 2012 18:56:03 -0000
Kommentar löschenUnterhaltsam. Und skurril. Und in vielen Momenten peinlich. Wie Herzog da in die Wohnung eindringt und die armen neuen Eigentümer in einer Tour und ungefragt vollsülzt, das hat schon was sehr bizarres, egomanisches (er selbst bezeichnet sich im Film als "klinisch gesund" - oO). Natürlich ist es nicht unspannend, was er da von sich gibt (deswegen die gute Bewertung), aber die gewählte Umsetzung gibt Anlass zur Sorge, wie es denn um seine eigene psychische Konsistenz bestellt ist.
Großer Fremdscham überkam mich, als Herzog im Hintergrund zwei Indianer drappiert, die nichts weiter tun als blöde aus der Wäsche zu gucken (so wie es jeder tun würde, der als Deko herhalten muss). Er gibt sich dann selbst das Stichwort in der vorgetragenen Anekdote (in etwa "bla bla bla ... da waren dann die [indianerstamm xy] verärgert, das hier sind übrigens welche"), zeigt kurz auf die Indianer hinter sich und erzählt emotionslos weiter. Hinter/her zog/ es /Werner/ weiter, wie wahr, wie wahr! --
Bunnyfaktor: 6,5
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Einar Wed, 03 Oct 2012 00:37:41 -0000
Kommentar löschenSehenswerter Blick hinter die Kulissen - ein Kinski, wie man ihn wohl vermutet hätte, in den Filmrollen aber nur ansatzweise sah. Wunderbar, dass es nun diese 'Doku' gibt, die eigentlich gar keine ist.
Es ist mehr eine Art Aufarbeitung von Werner Herzog. Wie sich die beiden Vernarrten (ja, Beide haben/hatten mMn einen positiven Vollschatten!) gegenseitig anstachelten und weiter antrieben.
Rares Material aus "Jesus Christus Erlöser" und Gespräche mit anderen 'Zeitzeugen' runden das Wohlfühlmoment ab. Was einem bleibt, ist der Eindruck, dass Kinski der wahrscheinlich intensivste und vielleicht beste deutsche Schauspieler aller Zeiten war und ist. Nicht trotz seiner Macken, sondern eben wegen dieser!
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einSchluss Tue, 11 Sep 2012 12:57:27 -0000
Kommentar löschenAutorenfilmer Herzog langweilt schon Generationen von Filmgeeks und stimuliert Massen von Kulturpessimisten. Seine persönliche und frivol-subjektiv-plakative Schilderung des Umgangs und der Wahrnehmung eines egomanen Soziopathen ist letztlich nur eine Reflux verursachende, narzisstische Selbstdarstellung mit dem Unterhaltungswert von "Bauer sucht Frau". Aufklärend? Eher persönliche Erfahrungswerte und populistische Springer-Verkettung. Glaubt ihr denn jeden Scheiß? Die Intelligenzia fickt sich ins Maul. Spektakel und Sensation ohne Substanz. Man kann den Film lieben. Man sollte es nicht.
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ezemeze Tue, 18 Sep 2012 18:47:49 -0000
Antwort löschen" Die Intelligenzia fickt sich ins Maul." Was ein schöner Satz !!! Super Kommentar!
einSchluss Wed, 19 Sep 2012 20:07:01 -0000
Antwort löschenEgo dankt.
JackoXL Mon, 10 Sep 2012 10:56:03 -0000
Kommentar löschenWer sich erhofft hat, dass sich einem der Mensch Klaus Kinski näher erschließt, dazu taugt die Doku nicht ernsthaft. Schließlich geht es aber auch nicht darum. Werner Herzog schildert, wie er ihn in den gemeinsamen Jahren erlebt hat. Das ist schon interessant und unterhaltsam genug, dass sich dieser Film uneingeschränkt lohnt. Am Ende ist man dieser faszinierenden Person nicht viel näher gekommen, denn auch die hier zu Wort kommenden Wegbegleiter haben ihn wohl nie so ganz durchschauen können, aber dieser Einblick in die oft chaotische, grenzwertige, dabei jedoch so unglaublich fruchtbare Zusammenarbeit zweier komplett wahnsinniger Filmschaffender ist einfach toll.
"Nach etwa einer halben Stunde unartikulierbarer Schreie ließ sich heraushören, dass ihm das Drehbuch gefiel und er unbedingt Aguirre sein wollte". Köstlich. :)
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SoulReaver Mon, 10 Sep 2012 14:35:43 -0000
Antwort löschenWunderbar und vor allem sehr versöhnlich im letzten Moment. "Kinskis Seele flattert im Wind." :)
Andy Dufresne Mon, 10 Sep 2012 10:28:28 -0000
Kommentar löschenKlaus Kinski und der Schmetterling.
Reine Magie.
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Butch7 Mon, 10 Sep 2012 10:31:17 -0000
Antwort löschenUnd dazu das Lächeln. Einfach wunderschön.
Andy Dufresne Mon, 10 Sep 2012 10:34:53 -0000
Antwort löschenTotal.
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Einar Mon, 10 Sep 2012 10:45:25 -0000
Antwort löschenEben erst aufgenommen und heute abend wird dann angeschaut.
Andy Dufresne Mon, 10 Sep 2012 10:47:54 -0000
Antwort löschenDa kannste dich echt drauf freuen :)
MrDepad Sat, 08 Sep 2012 21:14:43 -0000
Kommentar löschen"Mein liebster Feind" ist eine Dokumentation von Werner Herzog.
Der Film beschäftigt sich mit dem beruflichen und teils auch privaten Verhältnis, das zwischen Regisseur Werner Herzog und Schauspieler Klaus Kinski bestand.
Werner Herzog drehte diesen Film nach dem Tod Kinskis, erzählt wie er ihn kennenlernte und von den Dreharbeiten mit ihm. Dazu bereist er die Drehorte nochmals, erzählt von seinen ganzen Erfahrungen und Erinnerungen der Zusammenarbeit, wobei viele sehr interessante Geschichten bei raus kommen. Auch einige der damaligen Schauspieler aus den Filmen kommen zu Wort und berichten von ihren Dreherfahrungen mit Kinski.
Man sollte natürlich schon in gewisser Weise Fan von Herzog oder Kinski oder am besten von beiden sein und ihre gemeinsamen Werke kennen, um in den vollen Genuss dieser Dokumentation zu kommen. Ich hab mir ihre fünf gemeinsamen Filme kurz vorher erst angesehen und so bekommt man auf viele Szenen einen ganz neuen Blick und betrachtet sie mit völlig neuen Augen. Schön ist auch, dass Herzog Kinski nicht wirklich verurteilt. Er berichtet einfach, wie dieser auf menschlicher Ebene drauf war, erzählt von seinen Tobsuchtanfällen, aber auch wie kreativ und genial er war. Die beiden sind einfach ein ausgezeichnetes Duo, welches sich perfekt ergänzt hat.
"Mein liebster Feind" ist eine wirklich tolle Dokumentation. Werner Herzog´s Erzählstil ist einfach herrlich und ich höre ihm sehr gerne zu. Fans von Klaus Kinski müssen diese Doku auf jeden Fall gesehen haben, gibt sie eben nicht nur einen Einblick in sein Arbeitsverhalten, sondern auch in sein menschliches Innenleben.
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Ohne Wiederkehr Fri, 17 Aug 2012 00:02:14 -0000
Kommentar löschenDer Film ist meiner Meinung nach ein Muss für alle Kinski-Fans. Werner herzog gibt sich in der Tat sehr selbstdarstellerisch und war mir nicht besonders sympathisch ( was nichts daran ändert, dass ich ihn für einen hervorragenden Regisseur halte), mir gefiel jedoch, dass auch die anderen Seiten von Klaus Kinski durchleuchtet wurden, nämlich den warmen und einfühlsamen Kinski, vom tobsüchtien Kinski habe ich genug gesehen.
Merkürdig fand ich jedoch, dass man in den Filmausschnitten nicht die Originalversion mit Kinskis Stimme hörte, sondern die deutsche Synchronfassung mit der Stimme von Gert Martienzen bzw. Fred Maire, Untertitel wären hier angebrachter gewesen.
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Ohne Wiederkehr Thu, 23 Aug 2012 13:57:14 -0000
Antwort löschenNachdem ich ihn mir noch zweimal in einer Woche angesehenhabe muss ich die Bewertung auf 10 Punkte und Lieblingsfilm erhöhen
SpiceWeasel Wed, 15 Aug 2012 14:29:17 -0000
Kommentar löschenPack es einfach mal hier rein:
Bud Spencer über Klaus Kinski
Ein Textauszug aus: „Bud Spencer – In achtzig Jahren um die Welt“
Ein anderer Schauspieler, der in den Zeitungen, unter anderem in Berichten über seine Wutausbrüche, von sich reden machte, war Klaus Kinski. Wir haben nie einen Film zusammen gedreht, als ich ihn aber einmal traf, wirkte er auf mich überhaupt nicht wie jemand, der zu irgendwelchen Bosheiten imstande ist. Er gab sich sogar die größte Mühe mich trotz meines beträchtlichen Bauchumfangs zu umarmen.
Kinski war bekanntlich unkontrollierbar und recht hemmungslos: Sergio Corbucci erzählte mir einmal von einem entsetzlichen Moment zwischen Kinski und Frank Wolff am Set von „Leichen pflastern seinen Weg“, bei dem es allen Anwesenden eiskalt den Rücken hinunterlief. Frank kannte ich mehr als gut, er hatte ja in „Gott vergibt ... Django nie!“ den Schurken gespielt; und den spielte er auch in Corbuccis Film.
Es fehlte nicht viel und er hätte Kinski die Fresse poliert, als dieser sich am Set weigerte, Frank die Hand zu geben, weil er Jude war, und ihm dann, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Gesicht schrie, er hasse Juden!
Sergio musste all seine Überzeugungskraft anwenden, um zu verhindern, dass sein Film Bösewicht mit einem blauen Auge vor die Kamera treten musste. Doch dann erklärte Klaus ihm lachend, dass er das mit Absicht gemacht hätte: Da die beiden im Film Feinde waren, sollte dieser zweifelhafte Geistesblitz dem Amerikaner helfen, ihn noch mehr zu hassen.
Wäre ich an Franks Stelle gewesen, hätte ich ihm geradewegs eine Ohrfeige verpasst und dann im scherzhaften Tonfall erklärt: „Das habe ich nur gemacht, damit auch du mich im Film besser hassen kannst.“ Vermutlich wäre dies aber genau die falsche Reaktion gewesen. Wolff dagegen, professioneller Schauspieler durch und durch, begriff und schluckte die bittere Pille.
Kinskis Karriere war voller ähnlicher und teilweise sogar noch wilderer Vorfälle (davon kann der große deutsche Regisseur Werner Herzog ganz sicher ein Lied von singen!), aber vielleicht werden Schauspieler einfach um so maßloser, je berühmter sie werden. Ich habe keine Ahnung wie es Terence mit Klaus ergangen ist, als die beiden „Nobody ist der Größte“ (1975) zusammen drehten; doch andererseits weiß ich, das es ein Ding der Unmöglichkeit war, mit meinem Freund Terence, der die Freundlichkeit in Person ist, zu streiten.
Terence hätte niemals mit Gewehren nach ihm geworfen, wozu sich Antonio Margheriti, ein großer Regisseur à la Castellari, einmal beim Dreh des Westerns „Satan der Rache“ (1968) hat verleiten lassen. Aber wenn man diese genialen Schauspieler dann auf der Leinwand sieht, ist alles vergessen: Kinski hatte diesen unglaublichen Blick, diese großen, weit geöffneten Augen, die wie Pforten zu einer fremden und gefährlichen Welt wirkten.
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Baumkopf Holzfaust Wed, 15 Aug 2012 14:50:05 -0000
Antwort löschenaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh................................das tut so gut..........
Andy Dufresne Mon, 10 Sep 2012 10:31:47 -0000
Antwort löschenAch der Bud...Ist halt einfach der Allerbeste! :)
ezemeze Fri, 10 Aug 2012 16:15:43 -0000
Kommentar löschenEin interessanter und amüsanter Film. Es macht natürlich Spaß, sich die Tollwutanfälle von Kinski zu Gemüte zu führen, hat etwas entspannendes und gleichzeitig anregendes. Was mich nur stört, ist Herzog wie er die Leute für seine Zwecke in diesem Film benutzt und instrumentalisiert, seine Wahrheit, DIE WAHRHEIT über Kinski dem Publikum zugänglich zu machen. Die Machepeke Indianer, die zwar bei Fitzcarraldo mitgearbeitet haben, in der Doku aber nur als Legitimierung einer der vielen Mythen zu Kinski ins Bild drapiert wurden und auch gar nicht zu Wort kommen, das sollen sie ja auch nicht. Die Frauenwelt äußern sich durchgehend positiv über Kinski, so z.B. die Schauspielerin Eva Matthes, die mit ihm in Woyzeck gespielt hat. Man merkt, dass dies Herzog nicht zusagen möchte. In Retrospektive über das ganze Verhältnis Herzog/Kinski kommt bei mir der laute Verdacht auf, dass beide wohl einen Pakt geschlossen haben müssen: Derjenige, der zuerst abkratzt macht klar, dass der andere zu einem Mythos, einer Legende und auf den Olymp der Kinogeschichte emporgehoben wird. Gleichzeitig wirkt die Doku wie der Versuch Herzogs, seinen eigenen Wahnsinn
( Leitmotiv Leid, wir leben nur wenn wir leiden) gekonnt zu kaschieren, indem er in ihn in die Öffentlichkeit trägt und Kinski aufbauscht, nur um seinen Wahnsinn dadurch geringer wirken zu lassen. ( Extravertierter Wahnsinn (=Kinski) vs. introvertierter indirekt ausgeführter Wahnsinn(=Herzog)) Eine spannende Kiste, ein spannender Film, eine Hommage eines wahnsinnigen an seinen Pro-/Anta-gonisten. Lohnt sich immer wieder anzuschauen. Die Kinski Autobiographie " Ich brauche Liebe" ist an dieser Stelle auch zu empfehlen, sehr bildlich geschrieben und es kommt kaum Langeweile auf, ein Schmankerl ;)
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natedb Thu, 02 Aug 2012 21:06:11 -0000
Kommentar löschenEinprägsam: Nach einem von Klaus Kinskis berüchtigten Wutanfällen am Set von "Fitzcarraldo" boten die Indios Werner Herzog an, seinen tobenden, dämonischen Hauptdarsteller zu eliminieren.
Herzogs Antwort: "Nein! Nein! Ich brauche ihn doch noch für den Film!"
Herrlich! Auch wenn ich absolut kein Werner Herzog Fan bin.
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BobbyIII Tue, 06 Mar 2012 20:34:22 -0000
Kommentar löschenKlaus Kinski - Zwischen Genie und Wahnsinn.
Eine im Zusammenhang mit Kinski inflationär benutzte Floskel. Da stellt sich die Frage ob er wirklich zwischen den beiden Extremen gependelt ist, oder ob sich das Eine ausgehend von dem Anderen ergab? Welches in dieser Sichtweise zuerst da war, ist dann wohl jedem selbst überlassen.
In "Mein liebster Feind" nimmt Werner Herzog den Zuschauer mit durch eine kleine Retrospektive seiner Arbeiten und seiner Beziehung mit und zu Klaus Kinski. Er versucht die egomanische Gestalt Kinski seinem Publikum erklären zu wollen und offenbart dabei selber stark markante und in Bezug auf Kinski fast besessene Züge.
Dennoch zeugt allein das Erschaffen dieser Dokumentation, aber auch in dieser selber in ein paar Momenten und auch zwischen den Zeilen, von einer tiefen Bewunderung Herzogs gegenüber Kinski.
Rein filmisch gesehen handelt es sich ebenfalls um gelungene 100 Minuten. An vielen Originalschauplätzen haut Herzog und ein paar andere Menschen, die glücklicher oder unglücklicherweise Kinskis Weg kreuzten, eine Anekdote nach der anderen raus. Gespickt mit Originalszenen und Aufnahmen der Produktion, sowie Interviews mit Kinski. Welche auch viel Lust auf die Filme von Herzog machen.
Als psychologisches Manifest über einen Mann der seinen Wahnsinn in fast jeder ihm bietenden Möglichkeit ausgelebt hat und über einen anderen Mann, dessen Wahnsinn durch eben diesen Mann geweckt wurde, uneingeschränkt sehenswert.
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movie.max Sat, 03 Mar 2012 23:20:13 -0000
Kommentar löschenIch will dazu eigentlich nicht viel sagen.
Es ist eine schöne Zusammenfassung aller Youtube-Videos über Kinski. Darüber hinaus ist es schön, all die Eindrücke seiner Bekannten sammeln zu können.
Dennoch habe ich niemals das Gefühl, ein genaues Porträt abgeliefert zu bekommen. In erster Linie liegt das am penetrant selbst darstellerischem Werner Herzog, dem ich ohnehin nicht viel abgewinnen kann.
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Schloøpselcki Mon, 23 Jan 2012 19:32:34 -0000
Kommentar löschen"DU DUMME SAU!!! Wir drehen hier nen FILM!!" (mein oftmals zum besten gegebenes Lieblingszitat Kinskis)
Als Kinski-Herzog-Fan ist diese Dokumentation ein absoutes Muss. Werner Herzog geht noch einmal den Weg, auf dem sein liebster Feind ihn begleitete, erinnert sich in Peru und an anderen Orten an die Höhe- und Tiefpunkte Kinkis und stellt sich so gut es geht als Opfer dar, was ihm aber angesichts meiner Verehrung durchaus gegönnt sei. Durch "Mein liebster Feind" hat sich mein Bild von Klaus Kinski wie man ihn zu kennen glaubte aufs Neue verändert. Allein diese Geschichte, in der er nackt und knieftief im Laub versunken durch die Wohnung watet um dem Postboten zu öffnen.. man muss wahrscheinlich ein Fan sein um das zu verstehen und vor allem um ihn zu mögen. Ich liebe ihn.
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f-rex Mon, 12 Dec 2011 21:30:28 -0000
Kommentar löschenSehr interessante Doku.
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Discostu Wed, 30 Nov 2011 22:17:38 -0000
Kommentar löschenHerzog ist vermutlich der letzte, der eine objektive Dokumentation über Kinski machen könnte, dennoch ein interessanter Einblick in die gemeinsame Arbeit dieser beiden außergewöhnlichen Menschen.
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KingOli Mon, 21 Nov 2011 21:23:51 -0000
Kommentar löschenWas diese Dokumentation vor allem zeigt ist, dass Werner Herzog nicht nur ein begnadeter Regisseur ist, sondern sich auch gut selbst zu inszenieren weiß. Wenn zwischendurch der Kameramann und Fotograph zu Herzog sagt, dass er den Fitzcarraldo selber hätte spielen können, dann ist dies gar nicht so weit her geholt. Die Darstellung des Kinski ist dagegen sehr einseitig. Zu jedem positiven Kommentar über den Darsteller werden fünf Minuten Wutausbrüche gezeigt, und jede wohlwollende Erinnerung von Schauspielerkolleginnen wird von Herzog durch eigene Ansichten sofort relativiert. Dabei bleibt die Rolle Herzogs in der künstlerisch fruchbaren Beziehung der beiden zumindest ambivalent, wenn er zugibt, dass er mehrmals plante, Kinski umzubringen. Diese interessante Ambivalenz und die tollen Aufnahmen sowohl aus dem Archiv als auch von einer Reise entlang der gemeinsamen Drehorte machen die Dokumentation trotz der starken Subjektivität sehenswert.
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Hendrik Mon, 21 Nov 2011 13:53:38 -0000
Kommentar löschenEine Geschichte zweier Verrückter: Werner Herzog erinnert (sich) an Klaus Kinski und besucht aus diesem Grund alte Weggefährten und Wirkungsstätten. Mehr gibt es nicht. Mehr braucht man aber auch nicht.
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crab1973 Thu, 24 Nov 2011 13:37:50 -0000
Antwort löschenHabe die Doku jetzt endlich mal gesehen! Hätte mich nicht gewundert, wenn die Idios, nach der Erfahrung mit den beiden sämtlichen Kontakt mit der "Zivilisation" gleich wieder abgebrochen hätten...
Hendrik Sat, 26 Nov 2011 18:04:39 -0000
Antwort löschen:-D
der cineast Tue, 18 Oct 2011 23:07:51 -0000
Kommentar löschenEine Freundschaft. Eine Liebe. Ein leidenschaftlicher Hass. Herzogs Selbstdarstellung, Kinskis Genie und manche eindrucksvolle Aufnahme machen 2 Dinge klar: Herzog wäre ohne Kinski nichts gewesen und Kinski wäre ohne Herzog unvollkommen. Beide sind auf ihre Weise unerträglich. Und wahrscheinlich deshalb, liebt man sie so.
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