Mein liebster Feind - Klaus Kinski

Mein liebster Feind - Klaus Kinski (1999), DE/FI/GB/US Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 07.10.1999


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7.7
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40 Kommentare
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von Werner Herzog, mit Eva Mattes und Werner Herzog

Mein liebster Feind – Klaus Kinski ist eine Dokumentation von Werner Herzog über seine Hassliebe zu dem außergewöhnlichen Schauspieler, den er dennoch fünf Mal in der Hauptrolle seiner Filme besetzte.

1972 beginnt die Zusammenarbeit zwischen dem Autorenfilmer Werner Herzog und dem wohl exzentrischsten deutschen Schauspieler Klaus Kinski. Für die Rekonstruktion der Zusammenarbeit dieser beiden Ausnahmekünstler reist Werner Herzog zurück zu den abgelegenen Drehorten von damals (u.a. nach Peru) und lässt sowohl Crewmitglieder, Schauspieler wie Eva Mattes oder Claudia Cardinale als auch die Indios zu Wort kommen. Aber Herzog zeigt auch seltenes Filmmaterial, das während den Dreharbeiten zu seinen Filmen entstanden ist. Hierzu zählen unter anderem Kinskis Wutausbrüche, die während der Drehpausen mitgeschnitten wurden. Die Dokumentation Mein liebster Feind – Klaus Kinski ist sowohl ein Dokument des deutschen Autorenfilms als auch ein Portrait eines außergewöhnlichen Schauspielers.

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Mehr Bilder (9) und Videos (2) zu Mein liebster Feind - Klaus Kinski


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Genre
Langzeitdokumentation, Making-Of-Dokumentation, Dokumentarfilm
Ort
Zentral- und Südamerika
Handlung
Aggressivität, Beziehung, Dreharbeiten, Drehort, Fehde, Feindschaft, Filmteam, Freunde, Freundschaft, Genie, Genie und Wahnsinn, Hassliebe, Konflikt, Kreativität, Männerfreundschaft, Phantasie, Projekt, Regisseur, Schauspieler, Schauspielern, Streit, Talent, Verrückter, Wahnsinn, ungleiche Freunde
Stimmung
Berührend, Eigenwillig, Traurig, Witzig
Verleiher
Zephir Film GmbH
Produktionsfirma
Arte, Bayerischer Rundfunk, British Broadcasting Corporation, Cafe Productions Ltd., Independent Film Channel, Werner Herzog Filmproduktion, Westdeutscher Rundfunk, Yleisradio, Zephir Film GmbH

Kommentare (32) — Film: Mein liebster Feind - Klaus Kinski


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longus69

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Bewertung9.0Herausragend

ZWEI selbstverliebte selbstinszenierungssüchtige Genies dem Wahnsinn entgegen-irrlichternd...

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DerDude_

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Herzog, der Meister der Inszenierung der wahren Größe, inszeniert sich selbst.
Sich selbst und Klaus Kinski. Und dabei tut er nichts, was er nicht schon zuvor getan hat : Er inszeniert wahre Größe.
Es sei gesagt das Herzog selbst sich hier enorm in Szene setzt, was abstoßend wirken kann. Schließlich wissen wir nicht ob sein beschriebenes Verhältnis gegenüber Klaus Kinski in allen Details der Wahrheit entsprechen. Aber allein die zahlreichen Interviews mit all den Schauspielern, die Kinskis Weg kreuzten machen den Film sehenswert, da sie einem diesen wirklich einzigartigen Mensch näher bringen. Fast noch besser helfen dabei die Aufnahmen von Kinskis legendären Wutanfällen.
Und doch ist MEIN LIEBSTER FEIND - KLAUS KINSKI kein fertiger Film, aber er selbst kann nichts dafür. Denn was fehlt ist Kinski selbst, der Stellung zu sich und Herzog bezieht.

Aus heutiger Sicht kann ich nicht mehr völlig positiv über ihn denken. Ich wünschte ich könnte es...
Aber es bleibt ein grandioser Film über einen grandiosen Schauspieler.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Schwiffel

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Hier mal ein interessantes Interview mit Walter Saxer, welcher die Beziehung Kinski zu Herzog in ein ganz anderes Licht rückt.

http://www.youtube.com/watch?v=gKf9SL0xoyQ


movie.max

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Das ist toll. Gottwald ist zwar ein Hirni, aber das Video bestätigt mein Wissen um Herzog als Hochstapler und Selbstinszenierer.
Mich schüttelt es richtig, wenn ich an seine Fratze denke...


uncut123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

nette doku über ein lieben mensch der mich zu lachen bringt

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Janus Winter

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Bewertung7.0Sehenswert

Unterhaltsam. Und skurril. Und in vielen Momenten peinlich. Wie Herzog da in die Wohnung eindringt und die armen neuen Eigentümer in einer Tour und ungefragt vollsülzt, das hat schon was sehr bizarres, egomanisches (er selbst bezeichnet sich im Film als "klinisch gesund" - oO). Natürlich ist es nicht unspannend, was er da von sich gibt (deswegen die gute Bewertung), aber die gewählte Umsetzung gibt Anlass zur Sorge, wie es denn um seine eigene psychische Konsistenz bestellt ist.
Großer Fremdscham überkam mich, als Herzog im Hintergrund zwei Indianer drappiert, die nichts weiter tun als blöde aus der Wäsche zu gucken (so wie es jeder tun würde, der als Deko herhalten muss). Er gibt sich dann selbst das Stichwort in der vorgetragenen Anekdote (in etwa "bla bla bla ... da waren dann die [indianerstamm xy] verärgert, das hier sind übrigens welche"), zeigt kurz auf die Indianer hinter sich und erzählt emotionslos weiter. Hinter/her zog/ es /Werner/ weiter, wie wahr, wie wahr! --

Bunnyfaktor: 6,5

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Einar

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswerter Blick hinter die Kulissen - ein Kinski, wie man ihn wohl vermutet hätte, in den Filmrollen aber nur ansatzweise sah. Wunderbar, dass es nun diese 'Doku' gibt, die eigentlich gar keine ist.

Es ist mehr eine Art Aufarbeitung von Werner Herzog. Wie sich die beiden Vernarrten (ja, Beide haben/hatten mMn einen positiven Vollschatten!) gegenseitig anstachelten und weiter antrieben.
Rares Material aus "Jesus Christus Erlöser" und Gespräche mit anderen 'Zeitzeugen' runden das Wohlfühlmoment ab. Was einem bleibt, ist der Eindruck, dass Kinski der wahrscheinlich intensivste und vielleicht beste deutsche Schauspieler aller Zeiten war und ist. Nicht trotz seiner Macken, sondern eben wegen dieser!

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Andy Dufresne

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Bewertung9.0Herausragend

Klaus Kinski und der Schmetterling.
Reine Magie.

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Einar

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Eben erst aufgenommen und heute abend wird dann angeschaut.


Andy Dufresne

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Da kannste dich echt drauf freuen :)


MrDepad

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Bewertung9.0Herausragend

"Mein liebster Feind" ist eine Dokumentation von Werner Herzog.
Der Film beschäftigt sich mit dem beruflichen und teils auch privaten Verhältnis, das zwischen Regisseur Werner Herzog und Schauspieler Klaus Kinski bestand.
Werner Herzog drehte diesen Film nach dem Tod Kinskis, erzählt wie er ihn kennenlernte und von den Dreharbeiten mit ihm. Dazu bereist er die Drehorte nochmals, erzählt von seinen ganzen Erfahrungen und Erinnerungen der Zusammenarbeit, wobei viele sehr interessante Geschichten bei raus kommen. Auch einige der damaligen Schauspieler aus den Filmen kommen zu Wort und berichten von ihren Dreherfahrungen mit Kinski.
Man sollte natürlich schon in gewisser Weise Fan von Herzog oder Kinski oder am besten von beiden sein und ihre gemeinsamen Werke kennen, um in den vollen Genuss dieser Dokumentation zu kommen. Ich hab mir ihre fünf gemeinsamen Filme kurz vorher erst angesehen und so bekommt man auf viele Szenen einen ganz neuen Blick und betrachtet sie mit völlig neuen Augen. Schön ist auch, dass Herzog Kinski nicht wirklich verurteilt. Er berichtet einfach, wie dieser auf menschlicher Ebene drauf war, erzählt von seinen Tobsuchtanfällen, aber auch wie kreativ und genial er war. Die beiden sind einfach ein ausgezeichnetes Duo, welches sich perfekt ergänzt hat.
"Mein liebster Feind" ist eine wirklich tolle Dokumentation. Werner Herzog´s Erzählstil ist einfach herrlich und ich höre ihm sehr gerne zu. Fans von Klaus Kinski müssen diese Doku auf jeden Fall gesehen haben, gibt sie eben nicht nur einen Einblick in sein Arbeitsverhalten, sondern auch in sein menschliches Innenleben.

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SpiceWeasel

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Bewertung9.5Herausragend

Pack es einfach mal hier rein:

Bud Spencer über Klaus Kinski

Ein Textauszug aus: „Bud Spencer – In achtzig Jahren um die Welt“

Ein anderer Schauspieler, der in den Zeitungen, unter anderem in Berichten über seine Wutausbrüche, von sich reden machte, war Klaus Kinski. Wir haben nie einen Film zusammen gedreht, als ich ihn aber einmal traf, wirkte er auf mich überhaupt nicht wie jemand, der zu irgendwelchen Bosheiten imstande ist. Er gab sich sogar die größte Mühe mich trotz meines beträchtlichen Bauchumfangs zu umarmen.
Kinski war bekanntlich unkontrollierbar und recht hemmungslos: Sergio Corbucci erzählte mir einmal von einem entsetzlichen Moment zwischen Kinski und Frank Wolff am Set von „Leichen pflastern seinen Weg“, bei dem es allen Anwesenden eiskalt den Rücken hinunterlief. Frank kannte ich mehr als gut, er hatte ja in „Gott vergibt ... Django nie!“ den Schurken gespielt; und den spielte er auch in Corbuccis Film.
Es fehlte nicht viel und er hätte Kinski die Fresse poliert, als dieser sich am Set weigerte, Frank die Hand zu geben, weil er Jude war, und ihm dann, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Gesicht schrie, er hasse Juden!
Sergio musste all seine Überzeugungskraft anwenden, um zu verhindern, dass sein Film Bösewicht mit einem blauen Auge vor die Kamera treten musste. Doch dann erklärte Klaus ihm lachend, dass er das mit Absicht gemacht hätte: Da die beiden im Film Feinde waren, sollte dieser zweifelhafte Geistesblitz dem Amerikaner helfen, ihn noch mehr zu hassen.
Wäre ich an Franks Stelle gewesen, hätte ich ihm geradewegs eine Ohrfeige verpasst und dann im scherzhaften Tonfall erklärt: „Das habe ich nur gemacht, damit auch du mich im Film besser hassen kannst.“ Vermutlich wäre dies aber genau die falsche Reaktion gewesen. Wolff dagegen, professioneller Schauspieler durch und durch, begriff und schluckte die bittere Pille.
Kinskis Karriere war voller ähnlicher und teilweise sogar noch wilderer Vorfälle (davon kann der große deutsche Regisseur Werner Herzog ganz sicher ein Lied von singen!), aber vielleicht werden Schauspieler einfach um so maßloser, je berühmter sie werden. Ich habe keine Ahnung wie es Terence mit Klaus ergangen ist, als die beiden „Nobody ist der Größte“ (1975) zusammen drehten; doch andererseits weiß ich, das es ein Ding der Unmöglichkeit war, mit meinem Freund Terence, der die Freundlichkeit in Person ist, zu streiten.
Terence hätte niemals mit Gewehren nach ihm geworfen, wozu sich Antonio Margheriti, ein großer Regisseur à la Castellari, einmal beim Dreh des Westerns „Satan der Rache“ (1968) hat verleiten lassen. Aber wenn man diese genialen Schauspieler dann auf der Leinwand sieht, ist alles vergessen: Kinski hatte diesen unglaublichen Blick, diese großen, weit geöffneten Augen, die wie Pforten zu einer fremden und gefährlichen Welt wirkten.

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Baumkopf Holzfaust

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aaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh................................das tut so gut..........


Andy Dufresne

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Ach der Bud...Ist halt einfach der Allerbeste! :)


ezemeze

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Bewertung9.5Herausragend

Ein interessanter und amüsanter Film. Es macht natürlich Spaß, sich die Tollwutanfälle von Kinski zu Gemüte zu führen, hat etwas entspannendes und gleichzeitig anregendes. Was mich nur stört, ist Herzog wie er die Leute für seine Zwecke in diesem Film benutzt und instrumentalisiert, seine Wahrheit, DIE WAHRHEIT über Kinski dem Publikum zugänglich zu machen. Die Machepeke Indianer, die zwar bei Fitzcarraldo mitgearbeitet haben, in der Doku aber nur als Legitimierung einer der vielen Mythen zu Kinski ins Bild drapiert wurden und auch gar nicht zu Wort kommen, das sollen sie ja auch nicht. Die Frauenwelt äußern sich durchgehend positiv über Kinski, so z.B. die Schauspielerin Eva Matthes, die mit ihm in Woyzeck gespielt hat. Man merkt, dass dies Herzog nicht zusagen möchte. In Retrospektive über das ganze Verhältnis Herzog/Kinski kommt bei mir der laute Verdacht auf, dass beide wohl einen Pakt geschlossen haben müssen: Derjenige, der zuerst abkratzt macht klar, dass der andere zu einem Mythos, einer Legende und auf den Olymp der Kinogeschichte emporgehoben wird. Gleichzeitig wirkt die Doku wie der Versuch Herzogs, seinen eigenen Wahnsinn
( Leitmotiv Leid, wir leben nur wenn wir leiden) gekonnt zu kaschieren, indem er in ihn in die Öffentlichkeit trägt und Kinski aufbauscht, nur um seinen Wahnsinn dadurch geringer wirken zu lassen. ( Extravertierter Wahnsinn (=Kinski) vs. introvertierter indirekt ausgeführter Wahnsinn(=Herzog)) Eine spannende Kiste, ein spannender Film, eine Hommage eines wahnsinnigen an seinen Pro-/Anta-gonisten. Lohnt sich immer wieder anzuschauen. Die Kinski Autobiographie " Ich brauche Liebe" ist an dieser Stelle auch zu empfehlen, sehr bildlich geschrieben und es kommt kaum Langeweile auf, ein Schmankerl ;)

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natedb

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Bewertung7.0Sehenswert

Einprägsam: Nach einem von Klaus Kinskis berüchtigten Wutanfällen am Set von "Fitzcarraldo" boten die Indios Werner Herzog an, seinen tobenden, dämonischen Hauptdarsteller zu eliminieren.
Herzogs Antwort: "Nein! Nein! Ich brauche ihn doch noch für den Film!"
Herrlich! Auch wenn ich absolut kein Werner Herzog Fan bin.

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BobbyIII

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Bewertung7.0Sehenswert

Klaus Kinski - Zwischen Genie und Wahnsinn.
Eine im Zusammenhang mit Kinski inflationär benutzte Floskel. Da stellt sich die Frage ob er wirklich zwischen den beiden Extremen gependelt ist, oder ob sich das Eine ausgehend von dem Anderen ergab? Welches in dieser Sichtweise zuerst da war, ist dann wohl jedem selbst überlassen.
In "Mein liebster Feind" nimmt Werner Herzog den Zuschauer mit durch eine kleine Retrospektive seiner Arbeiten und seiner Beziehung mit und zu Klaus Kinski. Er versucht die egomanische Gestalt Kinski seinem Publikum erklären zu wollen und offenbart dabei selber stark markante und in Bezug auf Kinski fast besessene Züge.
Dennoch zeugt allein das Erschaffen dieser Dokumentation, aber auch in dieser selber in ein paar Momenten und auch zwischen den Zeilen, von einer tiefen Bewunderung Herzogs gegenüber Kinski.
Rein filmisch gesehen handelt es sich ebenfalls um gelungene 100 Minuten. An vielen Originalschauplätzen haut Herzog und ein paar andere Menschen, die glücklicher oder unglücklicherweise Kinskis Weg kreuzten, eine Anekdote nach der anderen raus. Gespickt mit Originalszenen und Aufnahmen der Produktion, sowie Interviews mit Kinski. Welche auch viel Lust auf die Filme von Herzog machen.
Als psychologisches Manifest über einen Mann der seinen Wahnsinn in fast jeder ihm bietenden Möglichkeit ausgelebt hat und über einen anderen Mann, dessen Wahnsinn durch eben diesen Mann geweckt wurde, uneingeschränkt sehenswert.

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movie.max

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich will dazu eigentlich nicht viel sagen.
Es ist eine schöne Zusammenfassung aller Youtube-Videos über Kinski. Darüber hinaus ist es schön, all die Eindrücke seiner Bekannten sammeln zu können.
Dennoch habe ich niemals das Gefühl, ein genaues Porträt abgeliefert zu bekommen. In erster Linie liegt das am penetrant selbst darstellerischem Werner Herzog, dem ich ohnehin nicht viel abgewinnen kann.

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Schloøpselcki

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"DU DUMME SAU!!! Wir drehen hier nen FILM!!" (mein oftmals zum besten gegebenes Lieblingszitat Kinskis)
Als Kinski-Herzog-Fan ist diese Dokumentation ein absoutes Muss. Werner Herzog geht noch einmal den Weg, auf dem sein liebster Feind ihn begleitete, erinnert sich in Peru und an anderen Orten an die Höhe- und Tiefpunkte Kinkis und stellt sich so gut es geht als Opfer dar, was ihm aber angesichts meiner Verehrung durchaus gegönnt sei. Durch "Mein liebster Feind" hat sich mein Bild von Klaus Kinski wie man ihn zu kennen glaubte aufs Neue verändert. Allein diese Geschichte, in der er nackt und knieftief im Laub versunken durch die Wohnung watet um dem Postboten zu öffnen.. man muss wahrscheinlich ein Fan sein um das zu verstehen und vor allem um ihn zu mögen. Ich liebe ihn.

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f-rex

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr interessante Doku.

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Discostu

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Bewertung7.0Sehenswert

Herzog ist vermutlich der letzte, der eine objektive Dokumentation über Kinski machen könnte, dennoch ein interessanter Einblick in die gemeinsame Arbeit dieser beiden außergewöhnlichen Menschen.

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KingOli

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Bewertung7.0Sehenswert

Was diese Dokumentation vor allem zeigt ist, dass Werner Herzog nicht nur ein begnadeter Regisseur ist, sondern sich auch gut selbst zu inszenieren weiß. Wenn zwischendurch der Kameramann und Fotograph zu Herzog sagt, dass er den Fitzcarraldo selber hätte spielen können, dann ist dies gar nicht so weit her geholt. Die Darstellung des Kinski ist dagegen sehr einseitig. Zu jedem positiven Kommentar über den Darsteller werden fünf Minuten Wutausbrüche gezeigt, und jede wohlwollende Erinnerung von Schauspielerkolleginnen wird von Herzog durch eigene Ansichten sofort relativiert. Dabei bleibt die Rolle Herzogs in der künstlerisch fruchbaren Beziehung der beiden zumindest ambivalent, wenn er zugibt, dass er mehrmals plante, Kinski umzubringen. Diese interessante Ambivalenz und die tollen Aufnahmen sowohl aus dem Archiv als auch von einer Reise entlang der gemeinsamen Drehorte machen die Dokumentation trotz der starken Subjektivität sehenswert.

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Hendrik

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine Geschichte zweier Verrückter: Werner Herzog erinnert (sich) an Klaus Kinski und besucht aus diesem Grund alte Weggefährten und Wirkungsstätten. Mehr gibt es nicht. Mehr braucht man aber auch nicht.

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crab1973

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Habe die Doku jetzt endlich mal gesehen! Hätte mich nicht gewundert, wenn die Idios, nach der Erfahrung mit den beiden sämtlichen Kontakt mit der "Zivilisation" gleich wieder abgebrochen hätten...


Hendrik

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:-D


der cineast

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine Freundschaft. Eine Liebe. Ein leidenschaftlicher Hass. Herzogs Selbstdarstellung, Kinskis Genie und manche eindrucksvolle Aufnahme machen 2 Dinge klar: Herzog wäre ohne Kinski nichts gewesen und Kinski wäre ohne Herzog unvollkommen. Beide sind auf ihre Weise unerträglich. Und wahrscheinlich deshalb, liebt man sie so.

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anninas

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film über zwei Egomanen. Der eine lebt es offen aus: schreit, tobt, stampft, schäumt, verzieht das Gesicht. Der andere ist ruhig und vollzieht seine biestigen Attitüden eher im Stillen, aber dennoch nicht weniger übertrieben und ichbezogen. „Mein liebster Feind“ stellt, wie es der Titel bereits impliziert eine Beziehung dar, eine komplizierte, aber dennoch, allem Anschein nach sehr fruchtbare. Das macht auch gleich unmissverständlich klar, dass man alle naiven Annahmen, dass es eine Dokumentation nur über Kinski wird, begraben kann. Selbstverständlich schwingt bei jeder kritischen Auseinandersetzung immer ein respektierliches Maß an Subjektivität mit. Dennoch empfinde ich den omnipräsenten Erzähler als störend, Fassbinder mischt sich zu viel ein in seiner Auseinandersetzung mit Kinskis Arbeit. Aber vielleicht liegt auch darin die brutale Ehrlichkeit der Beziehung der zwei Freinde, die der Regisseur hier unbewusst vermittelt.
Die Dokumentation in allem ist schon sehr amüsant und hat einen großen Unterhaltungswert, als Basis für einschlägige Fakten ist es aber nicht zu empfehlen, weil es einfach unmöglich ist, festzustellen was halbwegs wahr ist und was schlichtweg Fiktion.

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anninas

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upps, hahahaha stimmt


guggenheim

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Bewertung9.5Herausragend

Welchen Einstieg wähle ich? Ich entscheide mich für meine Lieblingsaussage: Werner Herzog erzählt, dass er kein Stück wahnsinnig ist, nur um im gleichen Atemzug zu sagen, dass er drauf und dran war, Kinskis Haus anzuzünden. Ein Widerspruch in sich? Sicher, aber doch wird "Mein liebster Feind", der keinen besseren Titel haben könnte, auf diese Weise ideal zusammengefasst. Herzog thematisiert Kinskis Wutsausbrüche, die z.T. auch dokumentiert wurden, aber es wird klar, dass hier zwei Seelenverwandte zusammengearbeitet haben, versessen in dem, was sie tun, manisch was das den Film angeht, der gerade in der Produktion ist.
Herzog fokussiert nur den irren Kinski? Ja, auch das. Weil er wohl so war. Aber Herzog beschränkt sich darauf nicht. Nicht selten wird er melancholisch, liebevoll redet er von seinem Freund, von den zahlreichen Abenteuern, die sie gemeinsam erlebt haben. Wie eng sie letztlich doch waren, demonstriert Herzog durch eine Nebensächlichkeit: Den ganzen Film über, außer in den Archivaufnahmen, wird nur von "Kinski" geredet. Doch am Schluss nennt Herzog ihn "Klaus". So klein dieser Unterschied ist, so groß ist dieser Moment.

"Mein liebster Feind" führt Klaus Kinski nicht vor, Herzog profiliert sich nicht durch diesen Film, es ist ein Werk über eine Freundschaft, die zu weiten Teilen wohl eher Feindschaft war - und in jedem Fall wahnsinnig produktiv.

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guggenheim

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Da möchte ich nicht widersprechen...


patcharisma

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;-)/xD



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