Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Mein liebster Feind - Klaus Kinski (1999), US/FI/GB/DE Laufzeit 95 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 07.10.1999
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- DVD
von Werner Herzog, mit Eva Mattes und Klaus Kinski
1972 beginnt die Zusammenarbeit zwischen dem Autorenfilmer Werner Herzog und dem wohl exzentrischsten deutschen Schauspieler Klaus Kinski. Für die Rekonstruktion der Zusammenarbeit dieser beiden Ausnahmekünstler reist Werner Herzog zurück zu den abgelegenen Drehorten von damals (u.a. Peru) und lässt sowohl die Teams als auch die Indios zu Wort kommen. Aber Herzog zeigt auch seltenes Material das während den Dreharbeiten zu seinen Filmen entstanden ist. Hierzu zählen unter anderem Kinskis Wutausbrüche, die während den Drehpausen mitgeschnitten wurden. Diese Dokumentation ist sowohl ein Dokument des deutschen Autorenfilms als auch ein Portrait eines außergewöhnlichen Schauspielers.
Cast & Crew
-
Werner Herzog
-
Eva Mattes
-
Klaus Kinski
Regie
Schauspieler
-
Werner Herzog
- Genre
- Making-Of-Dokumentation, Langzeitdokumentation
- Ort
- Zentral- und Südamerika
- Handlung
- Aggressivität, Beziehung, Dreharbeiten, Drehort, Fehde, Feindschaft, Filmteam, Freunde, Freundschaft, Genie, Genie und Wahnsinn, Hassliebe, Konflikt, Kreativität, Männerfreundschaft, Phantasie, Projekt, Regisseur, Schauspieler, Schauspielern, Streit, Talent, Verrückter, Wahnsinn, ungleiche Freunde
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Traurig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Mein liebster Feind - Klaus Kinski
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Kritiken (2) — Film: Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen„Mein liebster Feind“ ist kein Film über Klaus Kinksi, kein Film über Werner Herzog, sondern eine eher klein gehaltene, sehr unaufgeregte Dokumentation der ungewöhnlichen Freundschaft zweier Männer, die beide auf ihre ganz eigene Art Genies beziehungsweise beide auf ihre ganz eigene Art dem Wahnsinn verfallen sind. Das alles leider nur einseitig, da Kinski ja 1991 verstarb. [...]
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
alanger 2011/01/23 21:54:13
Antwort löschen"Das alles leider nur einseitig". so isses, heißt ja auch "Mein liebster Feind" und dich "kinski und herzog - szenen einer ehe". ;)
Flibbo 2011/01/23 22:15:12
Antwort löschenDa hätte ich bestimmt ein, zwei Punkte mehr gezückt. :D
Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenWerner Herzog begibt sich auf eine Reise zurück an jene Drehorte, die den eigentlichen Star seiner Filme bildeten, um über Klaus Kinski und sein mal durch Hassattacken, dann wieder freundschaftliche Nähe geprägtes Verhältnis zum Schauspieler zu sinnieren. Über Kinski erfährt man dabei wenig, meist bleibt er der passive Dämon, der durch die bemüht seriösen, nervig gesetzten Off- und On-Kommentare des Regisseurs wie eine Kreatur zwischen Genie und Wahnsinn zu entmystifizieren versucht wird.. Außer eitle Eigenwerbung und allerlei Pseudoesoterik kommt dabei nicht viel herum – die Selbstinszenierung Herzogs wird nur durch einige wertvolle Setaufnahmen erträglich. Ansonsten nämlich findet die Dokumentation keinerlei schlüssige Erklärung für die Hassliebe der beiden Exzentriker.
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alanger 2011/01/23 22:40:42
Antwort löschennee, schwach.
man erfährt zb., dass herzog ein ganz eitler ist. und da er ja auchnicht dumm ist, war ihm das sicher auch bewust.
ehrlicher film.
Onkel Fleischer 2011/03/30 20:02:18
Antwort löschenDa muss ich mich Mr anschließen. Herzogs Selbstinszenierung ist nahezu unterträglich. Absolut sehenswert ist der Film trotzdem - Kinski war ein großartiger Irrer.
Kommentare (26) — Film: Mein liebster Feind - Klaus Kinski
Kommentar schreibenSchloøpselcki 2012/01/23 20:32:34
Kommentar löschen"DU DUMME SAU!!! Wir drehen hier nen FILM!!" (mein oftmals zum besten gegebenes Lieblingszitat Kinskis)
Als Kinski-Herzog-Fan ist diese Dokumentation ein absoutes Muss. Werner Herzog geht noch einmal den Weg, auf dem sein liebster Feind ihn begleitete, erinnert sich in Peru und an anderen Orten an die Höhe- und Tiefpunkte Kinkis und stellt sich so gut es geht als Opfer dar, was ihm aber angesichts meiner Verehrung durchaus gegönnt sei. Durch "Mein liebster Feind" hat sich mein Bild von Klaus Kinski wie man ihn zu kennen glaubte aufs Neue verändert. Allein diese Geschichte, in der er nackt und knieftief im Laub versunken durch die Wohnung watet um dem Postboten zu öffnen.. man muss wahrscheinlich ein Fan sein um das zu verstehen und vor allem um ihn zu mögen. Ich liebe ihn.
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sikkmeidack 2011/12/31 15:26:47
Kommentar löschenDiese Film-Doku hat handwerklich gar nix zu bieten und ist allemal leidlich von dem Riesentalent (lächel) Werner Herzog aneinander geflickt wurden. Er lässt sich hier an alten Schauplätzen im IN über Kinski lamentierend abfilmen.
Kinski war zum Ersten eine richtig dumme Sau. Ein gemeingefährlicher Sozialterrorist immer hart am PsychKG. Die Adjektive, die ihn beschreiben sind der Doku zu entnehmen. Was Menschen an ihm "iebten" war die Sensation nicht die Konfrontation.
Zum Zweiten wurde sein Schauspiel völlig überbemessen. Von wegen Genius und Wahnsinn... ich finde seine gesamte attitude genauso übertrieben wie sein Schauspiel (always overacting) und die Leistungen wirken bisweilen grotesk-lächerlich. Brecht am Arsch.
Die allgemeine Liebe zu Kinski ist auch nur eine Pose, welche die Menschen, die sie teilen, zu dem Geschmeiß machen, das er beschimpfte. Ihn toll zu finden ist so flott-subversiv und so schön rebellisch (hey m.)/antisozial, dabei ist das Protegé eines solchen Typen nur allzu leicht. Die eigene Freiheit ist da schwerer und sollte kein Vorbild an ihm nehmen. Seine Filme sind für mich scheiße und die Darstellung in dieser Dokumentation oberflächlich-reflektierter Springer-Populismus.
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Mimuschka 2011/12/31 16:13:33
Antwort löschenGEWAGTE aussagen, ganz schön rebellisch ... ;-)
johnboy1979 2012/01/02 14:01:16
Antwort löschenWernehr Herzogs Talent ist für mich auch nicht ersichtlich, aber Kinskis Bessenheit und Konsequenz in seiner "Leckt-mich-doch-alle am-Arsch-Attitüde" finde ich faszinierend, weshalb ich die Doku auch sehr genossen habe: Denn wo gibt es denn heute noch Egomanen, die zu ihrem Narzissmus ganz klar stehen. Die meisten verstecken sich doch heutzutage hinter falscher Bescheidenheit. Da lob ich mir den guten alten Klaus. :)
Btw.: Trotzdem ein stilistisch schöner Kommentar deinerseits. Hätte von mir sein können. ;)
KonTaicho 2012/01/21 20:09:12
Antwort löschenich stimme dir zwar nicht zu, da ich noch zu wenig von kinski gesehen habe, aber dieser gewagt rebellische schreibstil gefällt mir ;)
Le Samourai 2012/01/23 20:31:19
Antwort löschenWas für ein Kack!
sikkmeidack 2012/01/24 02:11:56
Antwort löschenGenau le Samourai... Doku und Kinski sind Kack. Sehr schön formuliert.
Le Samourai 2012/01/24 02:21:27
Antwort löschenDa ich Doku, Kinski und Herzog verehre, meinte ich dann leider doch eher deine Ausführungen! ;)
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sikkmeidack 2012/01/24 02:39:45
Antwort löschenHaaach, verdammt; umsonst gefreut! <Barney says: no prob bro.> zwinker.
sikkmeidack 2012/02/10 07:37:56
Antwort löschenYeah bro, bodies (not buddies) in the profile, bro. Do it like Barney, bro. Pro bra, bro=? Erkennst du Zynismus, wenn er auf deinem Gesicht sitzt?
f-rex 2011/12/12 22:30:28
Kommentar löschenSehr interessante Doku.
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Discostu 2011/11/30 23:17:38
Kommentar löschenHerzog ist vermutlich der letzte, der eine objektive Dokumentation über Kinski machen könnte, dennoch ein interessanter Einblick in die gemeinsame Arbeit dieser beiden außergewöhnlichen Menschen.
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KingOli 2011/11/21 22:23:51
Kommentar löschenWas diese Dokumentation vor allem zeigt ist, dass Werner Herzog nicht nur ein begnadeter Regisseur ist, sondern sich auch gut selbst zu inszenieren weiß. Wenn zwischendurch der Kameramann und Fotograph zu Herzog sagt, dass er den Fitzcarraldo selber hätte spielen können, dann ist dies gar nicht so weit her geholt. Die Darstellung des Kinski ist dagegen sehr einseitig. Zu jedem positiven Kommentar über den Darsteller werden fünf Minuten Wutausbrüche gezeigt, und jede wohlwollende Erinnerung von Schauspielerkolleginnen wird von Herzog durch eigene Ansichten sofort relativiert. Dabei bleibt die Rolle Herzogs in der künstlerisch fruchbaren Beziehung der beiden zumindest ambivalent, wenn er zugibt, dass er mehrmals plante, Kinski umzubringen. Diese interessante Ambivalenz und die tollen Aufnahmen sowohl aus dem Archiv als auch von einer Reise entlang der gemeinsamen Drehorte machen die Dokumentation trotz der starken Subjektivität sehenswert.
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Hendrik 2011/11/21 14:53:38
Kommentar löschenEine Geschichte zweier Verrückter: Werner Herzog erinnert (sich) an Klaus Kinski und besucht aus diesem Grund alte Weggefährten und Wirkungsstätten. Mehr gibt es nicht. Mehr braucht man aber auch nicht.
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crab1973 2011/11/24 14:37:50
Antwort löschenHabe die Doku jetzt endlich mal gesehen! Hätte mich nicht gewundert, wenn die Idios, nach der Erfahrung mit den beiden sämtlichen Kontakt mit der "Zivilisation" gleich wieder abgebrochen hätten...
Hendrik 2011/11/26 19:04:39
Antwort löschen:-D
Oceanic6 2011/11/21 00:36:06
Kommentar löschenEine absolut faszinierende Doku über eine Hassliebe, über die gegenseitige Abhängigkeit eines Regisseurs und seines Stammprotagonisten. Ehrlich, essentiell, aufschlussreich, ein toller Einblick in das Leben des Grande Klaus Kinski, in dessen Seele Wahnsinn und Genie eine Einheit bildeten. Danke Herr Herzog für Ihre Einsicht, welche wunderbar aufzeigt, warum Kinski nicht nur einer meiner Lieblingsschauspieler, sondern einer der größten Künstler aller Zeiten ist/war. In diesem Sinne: "Jedes graue Haar auf meinem Kopf nenne ich Kinski." (Werner Herzog)
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JimiHendrix 2011/11/21 14:49:59
Antwort löschengefällt mir ;) ...der button spinnt wieder mal
Oceanic6 2011/11/26 00:40:04
Antwort löschenDanke :)
der cineast 2011/10/19 01:07:51
Kommentar löschenEine Freundschaft. Eine Liebe. Ein leidenschaftlicher Hass. Herzogs Selbstdarstellung, Kinskis Genie und manche eindrucksvolle Aufnahme machen 2 Dinge klar: Herzog wäre ohne Kinski nichts gewesen und Kinski wäre ohne Herzog unvollkommen. Beide sind auf ihre Weise unerträglich. Und warscheinlich deshalb, liebt man sie so.
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stalker 2011/08/26 02:41:51
Kommentar löschenEin Dokumentarfilm von Herzog, man weiß, was geschehen wird, der Film beginnt, nimmt unmittelbar gefangen, lässt nicht wieder los und am Ende bleibt Sehnsucht, nach mehr, mehr Kinski, aber vor allem mehr Herzog und da empfinde ich es als großes Glück, Herzog bisher gemieden zu haben und freue mich auf...und jetzt fehlen mir die Worte, ein Blick in die Filmografie...so viele Filme...und bisher nur die großartigen "Grizzly Man", "Bad Lieutenant", "My son my son what have ye done" und eben dieses Meisterstück des Dokumentarfims gesehen, ein Portrait über Kinski, aber vielmehr noch ein Selbstportrait Herzogs, in dessen Bild Kinski nur ein nachhaltiges Kapitel, auch ein Film über die gemeinsamen Filme in wunderschönen Bildern mit herausragenden Menschen, aber vor allem ist er doch überwältigend, von fast magischem Sog, und diese letzten Bilder, selten sehe ich etwas derart Schönes.
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Brennegan 2011/08/26 10:41:39
Antwort löschenuih, deine Worte wecken mein Interesse!
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duffy 2011/08/26 13:09:02
Antwort löschenGanz stark, Stalker!
König_Lustig 2011/10/14 20:32:52
Antwort löschenEin Film den mensch sich immer wieder anschauen kann! Grandios!!
anninas 2011/07/21 14:11:43
Kommentar löschenEin Film über zwei Egomanen. Der eine lebt es offen aus: schreit, tobt, stampft, schäumt, verzieht das Gesicht. Der andere ist ruhig und vollzieht seine biestigen Attitüden eher im Stillen, aber dennoch nicht weniger übertrieben und ichbezogen. „Mein liebster Feind“ stellt, wie es der Titel bereits impliziert eine Beziehung dar, eine komplizierte, aber dennoch, allem Anschein nach sehr fruchtbare. Das macht auch gleich unmissverständlich klar, dass man alle naiven Annahmen, dass es eine Dokumentation nur über Kinski wird, begraben kann. Selbstverständlich schwingt bei jeder kritischen Auseinandersetzung immer ein respektierliches Maß an Subjektivität mit. Dennoch empfinde ich den omnipräsenten Erzähler als störend, Fassbinder mischt sich zu viel ein in seiner Auseinandersetzung mit Kinskis Arbeit. Aber vielleicht liegt auch darin die brutale Ehrlichkeit der Beziehung der zwei Freinde, die der Regisseur hier unbewusst vermittelt.
Die Dokumentation in allem ist schon sehr amüsant und hat einen großen Unterhaltungswert, als Basis für einschlägige Fakten ist es aber nicht zu empfehlen, weil es einfach unmöglich ist, festzustellen was halbwegs wahr ist und was schlichtweg Fiktion.
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duffy 2011/07/21 14:19:38
Antwort löschenKleine Korrektur: Herzog, nicht Fassbinder. :)
anninas 2011/07/21 15:10:10
Antwort löschenupps, hahahaha stimmt
guggenheim 2011/07/16 21:57:35
Kommentar löschenWelchen Einstieg wähle ich? Ich entscheide mich für meine Lieblingsaussage: Werner Herzog erzählt, dass er kein Stück wahnsinnig ist, nur um im gleichen Atemzug zu sagen, dass er drauf und dran war, Kinskis Haus anzuzünden. Ein Widerspruch in sich? Sicher, aber doch wird "Mein liebster Feind", der keinen besseren Titel haben könnte, auf diese Weise ideal zusammengefasst. Herzog thematisiert Kinskis Wutsausbrüche, die z.T. auch dokumentiert wurden, aber es wird klar, dass hier zwei Seelenverwandte zusammengearbeitet haben, versessen in dem, was sie tun, manisch was das den Film angeht, der gerade in der Produktion ist.
Herzog fokussiert nur den irren Kinski? Ja, auch das. Weil er wohl so war. Aber Herzog beschränkt sich darauf nicht. Nicht selten wird er melancholisch, liebevoll redet er von seinem Freund, von den zahlreichen Abenteuern, die sie gemeinsam erlebt haben. Wie eng sie letztlich doch waren, demonstriert Herzog durch eine Nebensächlichkeit: Den ganzen Film über, außer in den Archivaufnahmen, wird nur von "Kinski" geredet. Doch am Schluss nennt Herzog ihn "Klaus". So klein dieser Unterschied ist, so groß ist dieser Moment.
"Mein liebster Feind" führt Klaus Kinski nicht vor, Herzog profiliert sich nicht durch diesen Film, es ist ein Werk über eine Freundschaft, die zu weiten Teilen wohl eher Feindschaft war - und in jedem Fall wahnsinnig produktiv.
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patcharisma 2011/07/16 22:01:24
Antwort löschenIch finde diese Doku gar spannender als alle Herzog-Filme zusammen...
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guggenheim 2011/07/16 22:03:14
Antwort löschenDa möchte ich nicht widersprechen...
patcharisma 2011/07/16 22:21:44
Antwort löschen;-)/xD
SamRamJam 2011/06/04 04:15:55
Kommentar löschenWar Klaus Kinski ein bewusster Provokateur oder doch nur ein Irrer der das Glück hatte in einen größeren Wirkungskreis zu geraten um so seine exzentrisch egomanischen Züge ausleben zu können? Wie auch immer man zu ihm stehen mag, bei kaum einer Person wird fast kultische Verehrung so nah neben Ablehnung und Belächelung stehen, er war auf jeden Fall einzigartig.
Über ihn wurde viel geschrieben und noch mehr gesagt. Ich maße mir nun beim besten Willen nicht an irgendetwas über Klaus Kinski zu wissen oder von seinem Verhalten deuten zu können. Trotzdem erweckt der Film ''Mein liebster Feind'' den Eindruck dass Werner Herzog der Meute mehr oder weniger das hinwirft was sie auch erwartet und haben will. Und zwar die berühmt berüchtigten Ausraster eines Kinski. Auch wenn Herzog nicht müde wird seine Profesionalität zu betonen scheint er doch auch vor allem sich selbst inszenieren zu wollen. So verschwimmt der Film immer wieder zwischen Doku, Momentaufnahme und Herzog Porträt. Dies mag nun auf der oberen Ebene keiner vernünftigen Dokumentation zu entsprechen, aber unterhalten tut es auf jeden Fall.
Kritikpunkte gibt es einige, angefangen bei dem Gefühl, Herzog skizziere kein Bild von Kinski sondern hechle viel eher Kinskis Ruf hinterher. Die Szenen, die etwas willkürlich zusammengeschnitten sind, zeigen im großen und ganzen immer die selbe Seite von Kinski. Zwischendurch macht Werner dann noch Werbung für sich selber in dem er von den schwierigen Dreharbeiten erzählt und wie er ganz allein und einsam alles gerettet hat. Ob das stimmt weiß ich nicht, jedoch wirkt es im Film eher nach Selbstbeweihräucherung.
Für die letzten vier Minuten bricht dann aber doch die Freundschaft der beiden durch wenn Herzog einfach stille Bilder von Kinski zeigt wie er mit einem Schmetterling spielt oder die beiden sich umarmen und lachen und Kinski auf einem Boot herumalbert. Davon hätte der Film durchaus mehr haben können. Jedoch weiß ich jetzt nicht was da letzten Endes die Priorität war. Der Versuch eine ungewöhnliche Hassliebe nachzuzeichnen oder, und das vermute ich eher, aus Kinskis Ruf noch ein paar Euronen heraus zu kitzeln.
Wie dem auch sei, die Doku beinhaltet nichtsdestotrotz tolle Aufnahmen, intressante Anekdoten und Interviews. Man sollte wahrscheinlich aber eher zwischen den Zeilen lesen und dem Herzog nicht alles so abkaufen wie er es präsentiert.
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filmschauer 2011/06/04 11:11:14
Antwort löschenDafür, dass du einiges an Contra nennst, ist die Punktzahl doch... beträchtlich. ;) Herzog ohne etwas 'Selbstbeweihräucherung' in seinen Dokus wäre für mich kein Herzog.
SamRamJam 2011/06/04 11:38:46
Antwort löschenhihi, ja Kritik muss sein. Trotzdem ist der Unterhaltungsfaktor unglaublich hoch. Aber ich glaube ein Charakter wie Kinski polarisiert viel zu stark um nicht unterhaltend zu sein. Da schockt mich auch kein Herzog :)
filmschauer 2011/06/04 11:58:28
Antwort löschenUnd genau deshalb sind auch die beiden Kinski-Talks-DVDs auf meiner langfristigen* Wunschliste... ;)
(*Preis übersteigt den Wert an Kinski-Unterhaltung zurzeit noch deutlich)
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duffy 2011/06/04 12:07:59
Antwort löschenEndlich! :)
SamRamJam 2011/06/04 12:17:18
Antwort löschen@duffy: Besser spät als nie :)
@filmschauer: Kinski Talks hört sich intressant an, hm... :)
Prestigeww 2011/03/07 19:25:07
Kommentar löschenMan sollte Mein liebster Feind nicht als "Dokumentarfilm" erstnehmen, oder Herzogs Perspektive gar für objektiv halten. Aber wenn zwei solche Egos aufeinanderprallen, dann ist das mehr als unterhaltsam.
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dAJaro 2011/03/07 20:19:38
Antwort löschenWann ist denn ein Dokumentarfilm jemals objektiv?
Ein Dokumentarfilm gibt immer die Perspektive des Regisseurs wieder. Ich wäre natürlich auf Gegenbeispiele gespannt.
annaberlin 2011/03/05 19:36:53
Kommentar löschenIch liebe diese Dokumentation über die jahrzehntelange berufliche und auch private Freundschaft zwischen Herzog und Kinski. Mein liebster Feind legt Zeugnis vom Entstehen einiger der wichtigsten deutschen Filme ab und zeigt, wie nah Genie und Wahnsinn beieinander liegen, wie verwandt Eitelkeit und Neurosen sind. Sowohl Kinski als auch Herzog haben beide einen riesigen Sprung in der Schüssel - und beide großartige deutsche Filme geschaffen, wie sie nur alle paar Jahre entstehen können. Welcher andere deutsche Filmemacher kann von sich behaupten, derartige Strapazen auf sich genommen zu haben, um Aguirre und Fitzcaraldo zu drehen (ersten mit einem Budget von nur 370.000 Dollar)? Eine Filmografie sondergleichen aufzuweisen, die die unterschiedlichsten Werke hervorgebracht hat? Welcher andere deutsche Schauspieler hat je wieder mit solcher Intensivität gespielt, mit solcher Diabolik und gleichzeitiger Zebrechlichkeit? Herzog und Kinski lieben beide ihr Handwerk - und dass sie es unter solchen Umständen noch auszuüben vermochten, jagt mir gewaltigen Respekt ein. Mein liebster Feind ist also zuallererst eine Demonstration von Psychosen - auf den zweiten Blick aber ein gewaltiges Manifest für die Leidenschaft fürs Theater und den Film.
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ElMagico 2011/02/27 22:56:56
Kommentar löschenEs gab einige interessante Einblicke...einige lustige Anekdoten. Aber mit einem Tag Abstand hab ich das Gefühl, dass hier ein Irrer einen Film über einen anderen Irren gemacht hat, um zu beweisen, dass der andere Irre ja viel Irrer ist. Und um dies zu beweisen, stellt sich der Irre (der denn Film gemacht hat) als Altersmilden Gutmensch dar, während er den anderen Irren als eben jenen Irren darstellt, den das Publikum sehen will. Irre!
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sikkmeidack 2011/12/31 17:59:45
Antwort löschenIrre hohe Wertung.
SpiceWeasel 2011/02/08 15:08:35
Kommentar löschenDie beste Hommage die ein Regiesseur einem Ausnahmeschauspieler/ Freund machen kann!
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karma-karman 2010/10/18 10:00:05
Kommentar löschenWer hier eine detallierte Doku über Kinski erwartet, wird etwas enttäuscht sein. "Mein liebster Feind" ist ein sehr persönlicher Film aus der Sicht Werner Herzogs, der sich viel Zeit nimmt und alte Drehorte bereist, um über seinen schwierigsten Freund zu reden. Der Film besteht zum größten Teil aus (sehr interessanten und unterhaltsamen) Anekdoten über Kinski und die Zusammenarbeit mit ihm. Die Beziehung Herzog-Kinski wird dabei aber nicht besonders ergründet und der Zuschauer muss für sich selbst bestimmen, ob er Herzog versteht, warum dieser mit Kinski so lange zusammenarbeiten konnte. Denn der Film urteilt nicht, sondern lässt die Erzählungen und Anekdoten, abgewechselt von alten Kinski-Filmszenen und Aufnahmen hinter den Kulissen, im Raum stehen und für sich selbst sprechen.
Ein unterhaltsamer, teilweise auch sehr emotionaler Dokumentarfilm, der anhand verschiedener Beispiele schön zeigt, wie nah Genie und Wahnsinn bei Kinski lagen und den Zuschauer am Ende mit leichtem Wehmut zurücklässt. Denn egal ob geliebt oder gehasst, Kinski war ein einzigartiger Mensch im Filmgeschäft.
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duffy 2010/10/18 17:23:15
Antwort löschenNicht nur bei Kinski lagen Genie und Wahnsinn nah beeinander. Herzog hat sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
karma-karman 2010/10/18 19:26:22
Antwort löschenDas ist natürlich richtig, ist aber nicht wirklich Gegenstand des Films...
Filmkenner77 2010/10/05 11:32:43
Kommentar löschenGelungene Doku über zwei Genies am Rande des Wahnsinns.
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duffy 2010/10/05 14:35:30
Antwort löschenWeit, weit darüber hinaus.
chriskaps 2010/02/26 10:48:41
Kommentar löschenFasziniert hört und schaut man zu wie durchgeknallt doch der Kinski war, bis man realisiert, dass Herzog ihm in nichts nachsteht. Nur halt ruhiger.
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dbeutner 2009/11/16 14:02:58
Kommentar löschenDa ich Klaus Kinski eine unglaublich interessante Person finde ("komplett verrückt" ist ja sowas von verfehlt), habe ich mich auf den Film sehr gefreut, auch wenn ich durch die Kommentare hier teilweise gewarnt war. Tatsächlich hat Werner Herzog auch seinen Schuss weg, halt anders, positiv ausgedrückt: "sanfter", negativ: "esoterisch verklärt", und seine teilweise sehr absoluten Statements sowohl über sich als auch über Kinski sind schlicht unangenehm.
Ebenso missfiel mir arg, wie er seine InterviewpartnerInnen teilweise zu Statisten verkommen ließ, als negativer Höhepunkt die beiden Indianer, die nur "dumm rumsitzen" dürfen und nicht einmal irgendetwas gefragt werden - "Ausstellungsstücke". Peinlich.
Am Ende gebe ich dem Film dennoch rel. viele Punkte, weil "selbst Herzog" es nicht geschafft hat, das Thema Kinski völlig zu zerstören. Es blieben einige interessante Interviews, einige Hintergrundinformationen, für die sich der Film letztlich schon lohnt.
Was zwar anklang, aber doch weit unter dem Niveau, das ich erwartet hätte, sind die, ich nenne es mal: zärtlichen Seiten Kinskis, die dieser vor allem (eher) gegenüber Frauen an den Tag legte - unvergessen das Interview mit Désirée Nosbusch (das scheinbar nirgendwo im Netz veröffentlicht ist). Ich glaube z.B., dass jenes Interview sehr viel "echter" ist hinsichtlich Kinski als die gesamte Zusammenstellung, die Herzog hier abgeliefert hat.
Hätte ein Dritter einen Film über die Hassliebe zwischen Kinski und Herzig gedreht - /das/ hätte was werden können!
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