Mein linker Fuß

My Left Foot: The Story of Christy Brown (1989), GB/IE/US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.02.1990

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7.0
Kritiker
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7.2
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8 Kommentare
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von Jim Sheridan, mit Daniel Day-Lewis und Brenda Fricker

Im Alter von vier Jahren kann Christy Brown, zehntes Kind einer irischen Arbeiterfamilie in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sich nicht mehr bewegen. Der Arzt diagnostiziert zerebrale Kinderlähmung. Zu dieser Zeit scheint das Schicksal eines derart behinderten Jungen vorherbestimmt, aber Christy entdeckt, dass er seinen linken Fuß bewegen kann. Unterstützt durch seine Mutter entwickelt er die Fähigkeit, mit seinem Fuß zu schreiben und zu malen und seine Bilder sind so schön, dass sie bald ausgestellt werden und sich alle Welt um das “Wunderkind” reißt.

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Kommentare (8) — Film: Mein linker Fuß


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onauratoutvu

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film beginnt mit einem Tenor (hier von Leopold Simoneau) aus "Cosi fan tutte, ossia La scuola degli amanti" (K. 588), einer italienisch-sprachigen Opera Buffa in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (uraufgeführt 1790 im Wiener Burgtheater).
"Cosi fan tutte" ist eine der drei Mozart-Opern für welche Lorenzo da Ponto das Libretto schrieb. Die anderen zwei waren "Le nozze di Figaro" und "Don Giovanni".
Der Film hätte nicht besser beginnen können.
Der restliche Soundtrack im Film wurde komponiert von Elmar Bernstein.
"Mein linker Fuß" ist eine irisch-britische Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Christy Brown aus dem Jahre 1954. Es ist der erste Kinofilm von Regisseur Jim Sheridan, der, wie auch der überwiegende Teil des Cast, in Irland geboren und aufgewachsen ist, und die erste Zusammenarbeit mit Daniel Day-Lewis.
Leider von allen Kommentatoren totgeschwiegen, der brilliante Ray McAnally, der als einer der talentiertesten Theaterschauspieler Irlands galt und wenige Monate nach der Veröffentlichung des Films leider verstarb.

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Weltenkind

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Bewertung5.0Geht so

Die Relevanz des Films kann man auf eines hinunter brechen: Daniel Day-Lewis. Trotz seiner interessanten Thematik bleibt der Film in sich geschlossen vollkommen befreit von menschlicher Nähe und schafft es nur durch die einmalig großartige Darstellung Day-Lewis' zu überzeugen. Ob man die sterile Inszenierung ohne Emotionalität und Sensibilität als Stilmittel einer überzeugenden Biographie deuten will ist sicherlich legitim, im Gesamtpaket wirkt es auf mich allerdings nur wie ein uninteressantes Abziehbild. Eine positive Randerscheinung dieses Films ist die Erscheinung von Fiona Shaw die in ihrer Rolle zwar keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten findet, aber Genugtuung verbreitet und zeigt, dass sie in mit größeren Rollen großartig umgehen kann. Resümiert man die erstaunliche Geschichte des Christy Brown wird "Mein linker Fuss" dem ganzen niemals gerecht und verkommt zu einer leidlich interessanten, aber auch über Wert gehandelten filmischen Biographie eines außergewöhnlichen Menschen. Diesen Film sollte man aber dennoch gesehen haben und wenn nur aufgrund von Daniel Day-Lewis einzigartigem Schauspiel.

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Striker778

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Bewertung7.0Sehenswert

Könnte man hier auch schauspielerische Leistungen einzeln bewerten würde Daniel Day Lewis mit Leichtigkeit die 10,0 bei mir erlangen. Es ist einfach schlichtweg unglaublich wie überzeugend er die Person des körperlich behinderten Christie Brown darstellt. Daniel Day Lewis lebt die Rolle einfach, wie fast jede seiner Rollen. Leider hat der Film an sich größere Schwächen, gerade dramaturgisch konnte ich mich nicht mit ihm anfreunden, finde ihn sehr berechenbar auf heile Welt getrimmt. Ich meine es ist ein Biopic und dürfte versuchen viele Facetten der Realität darzustellen, wirkt in meinen Augen aber trotzdem stark gekünstelt. Das ist schade.

Übrigens sollte man "Mein linker Fuß" unbedingt im O-Ton schauen, da sonst sehr viel vom "Flair" verloren geht, das sagt man zwar immer, aber hier würde ich die deutsche Tonspur wirklich nicht empfehlen. Gerade Lewis sollte man im Original erleben.

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cj durden

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Bewertung5.0Geht so

Also schauspielerisch isses wirklich unglaublich aba an sich zieht sich der film schon manchma und es gab für mich keine so großen Momente im Film ansonsten schöner film.

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Dezibelchen

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Und wenn wir gerade dabei sind, nimm du doch noch ein paar Großbuchstaben: SAIBLASIEHAGEGISNA. So als Vorrat, für die Zukunft und so. Für alles weitere empfehle ich den Duden.

Peace. ;)


cj durden

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Danke, werde ich brauchen. ;)


Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Noch eine Besonderheit, ein Film, der mir 1990 im Kino sehr gut gefallen hat. Heute noch, wenn ich Daniel Day-Lewis höre, denke ich daran, wo er mir das erste Mal als Weltklasse-Schauspieler aufgefallen ist. Obwohl er davor schon in "Mein wunderbarer Waschsalon" und in "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" glänzte.

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eXonic

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Darstellung einer behinderten Filmfigur zählt bestimmt mit zu den größten Herausforderungen, die einen Schauspieler annehmen kann. Daniel Day-Lewis und Hugh O’Conor stellten sich dieser und meisterten sie mit Bravour und zwar so, dass die Schauspieler aus Lars von Triers „Idioten“ nur so von Neid erblassen dürften.

Das Biopic „Mein linker Fuß“ zeigt den gelähmten Christy Brown auf seinem Weg zur Eigenständigkeit, die er sich hart umkämpfen muss. Zwischenmenschliche Kontakte außerhalb der Familie werden weitestgehend gemieden, falls er doch einmal versucht welche zu knüpfen, ereilen ihn aber nur Enttäuschungen. Zudem ist aufgrund der finanziellen Armut keine Besserung der Krankheit in Sicht und zu allem Überfluss kann Christy noch nicht mal richtig sprechen - ohne Untertitel ist er kaum zu verstehen - und darum drückt er seine Gefühle und Sehnsüchte in seinen mit dem linken Fuß meisterhaft gemalten Bildern aus.
Trotz der fulminanten Performances ist die ganze Geschichte jedoch an einigen Stellen zu sentimental geraten und plätschert vor allem im Mittelteil manchmal vor sich hin. Auch die Gemütsschwankungen des Familienoberhaupts, dem Vater, sind oftmals nicht ganz nachvollziehbar. So voller Hass er manchmal erscheint, so liebenswert ist er wieder in der anderen Szene.

Aufgrund noch weiterer kleinerer Schwächen ist „Mein linker Fuß“ schon fast ein mittelmäßiger Film, aber im Nachhinein in es doch vielmehr Daniel-Day-Lewis, an den man sich erinnern wird, wenn man an die Geschichte des Christy Brown zurückdenkt.

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Nayuma

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Bewertung9.0Herausragend

Vom schauspielerischen Talent ein Hammerfilm. Unglaublich! Auch die Story und diese Ironie und das alles, ne Runde Sache das Ganze. Einziger Abzug gibt es für die etwas öden Passagen zwischendurch.

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich kann mich noch daran erinnern, wie Day-Lewis 1990 den Oscar erhielt und der Film spätestens dann in aller Munde war. Leider hab ich ihn erst jetzt gesehen und natürlich bin ich begeistert von seiner Leistung! Allerdings nicht hundertprozentig, was aber auch an der Synchronisation liegen kann. Man sollte aber auch Hugh O'Conor nicht vergessen, der den jungen Christy Brown spielt und Day-Lewis in nichts nachsteht. Interessant zu wissen wäre, wie beide die Rolle abgesprochen haben. Vielleicht wurden die Szenen mit Day-Lewis zuerst gedreht und O'Conor konnte seine daran anlehnen. Hervorragender Film allemal...

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