Memories of Murder

Salinui chueok (2003), KR
Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama

8.0 Kritiker
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
432 Bewertungen
18 Kommentare
Memories of Murder - Bild 6024634
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von Joon-ho Bong, mit Kang-ho Song und Sang-kyung Kim

1986: Südkorea steht unter einer Militärdiktatur. In einem kleinen Dorf nahe Seoul erschüttern die Taten eines Serienmörders die Bevölkerung. Die beiden örtlichen Polizisten Park und Jo jagen den brutalen Frauenmörder, wobei ihre Methoden jenseits der Legalität stehen. Obwohl sie schon diverse Verdächtige mittels Einschüchterung und körperlicher Gewalt zu Geständnissen gezwungen und inhaftiert haben, bleibt der wahre Mörder weiterhin auf freiem Fuß. Erst als ein gewitzter Detective aus Seoul zur Hilfe kommt, lichtet sich das nach und nach das Geheimnis um den Mörder.

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Kritiken (1) — Film: Memories of Murder

Julio Sacchi: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Der Film ist Finchers SEVEN gar nicht so unähnlich, aber während dieser sich in Sensationen suhlte wie die Sau im Matsch, wird hier die Tragik leise spürbar. Klingt nach Phrasen, ist aber so.

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Kommentare (17) — Film: Memories of Murder

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tatort auf Koreanisch. Im Gegensatz zu vielen modernen Thrillern, steht hier tatsächlich wieder einmal die Ermittlungsarbeit selbst im Vordergrund. Nachdem der Film Fahrt aufgenommen hat, gibt die Prä DNA-Test Zeit der 80‘s sowie das, für unsereins, einigermaßen exotische Süd-Korea, als Ausgangslage einiges her.

Gute Polizeiarbeit mit vier Ermittlern, deren Stereotypische Charakterisierung zum Ende angenehm aufgebrochen wird. Nur der tumbe Polizeischläger bleibt in seiner Oberflächlichkeit ein Ärgernis. Doch sollten die dezenten Verweise auf die Militärdiktatur nicht unterschlagen werden.
DAS große Merkmal des Koreanischen Films kommt auch hier zur Geltung, die Verbindung von (blutiger) Unterhaltung mit ernsten Ansprüchen, ohne dass sich diese beiden Pole irgendwie zu sehr beißen. Eine Gewisse Offenheit bleibt Voraussetzung. Der berüchtigte Humor, etwa aus „The Host“ (gleicher Regisseur), beschränkt sich aber auf ein Minimum.

Die ruppige Polizeigewalt lässt sich problemlos auf den ganzen Staat projizieren. Das wird slebstverständlich nicht plump gezeigt, sondern als interpretationsangebot aufbereitet. Zu viel Subthematik hat „MoM“ dann allerdings doch nicht, er ist nicht das großartige dunkle Gleichnis für die Gesellschaft/Menschheit( wie etwa ein Chan-wook Park Film). Spannend bleibt es allemal - eben ein Süd-Koreanischer Kriminalfilm, dessen Zeitkolorit hervorragend funktioniert. Und ja, das Ende ist schon sehr gelungen.

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dustyOn3

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Bewertung9.0Herausragend

Hervorragender süd-koreanischer Thriller, welcher wie auch "The Chaser" oder "I Saw the Devil" mehrere Elemente elegant verbindet. Spannend, atmosphärisch und mit einem dezenten schwarzen Humor. Bong Joon-ho hat hier einen tollen Film geschaffen.

Song Kang-ho gefiel mir auch in "Sympathy for Mr. Vengeance", "Lady Vengeance" und "Durst" extrem gut.

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niceeddy

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Bewertung7.0Sehenswert

Schon ein guter Film, aber I saw the devil und The Chaser gefielen mir deutlich besser. Ich hatte vor allem meine Probleme mit den teilweise dämlichen Dialogen, könnte aber aber auch an der Synchro liegen. Dafür werde ich jetzt aber kein Koreanisch lernen.

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veseria

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wirklich guter Krimi (oder Thriller xD). Dabei steh ich eigentlich gar nicht so auf solche Filme.

Aber der Film ist wirklich spannend. Und ich habe mich ein oder zwei Mal richtig erschreckt. Also Die Spannung sitzt. Aber es gibt einfach Momente, die einfach unpassend sind, oder Szenen die peinlich sind (Der Typ geht nicht wirklich auf die Müllkippe, um diese Karte zu finden oder??? xD) oder einfach Momente durchlebt werden müssen, die total nerven. Ich sag nur die völlig unrealistische übertriebene Schlägerei gegen Ende im Restaurant... Fand ich einfach Trashig.. im schlechten Sinne.

Wie dem auch sei. Im Endeffekt gute Unterhaltung und für richtige Asia oder Krimifans sehenswert. Wer die STÖRKANAL-DVD hat sollte sich das booklet durchlesen. Das ist wirklich spannend und macht den Film noch einen Tick interesannter wie ich finde.

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veseria

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:) schon. Aber das es nur sehr wenige waren, fand ich das doch dann eher unpassend.


Ardacris

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Ja ist ja auch geschmacksache und ich sag mal speziellerer Humor denn nicht jeder mag und man vielleicht auch gerne nicht gesehen hätte^^


Carmine

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

The Host Regisseur Bong Joon-ho erzielte mit diesem Film seinen ersten Erfolg und dies auch zu recht. MOM erzählt eine einfache Krimi-Geschichte, wie wir sie in den Büchern oder alten Filmen kennen. Also einfach eine Simple konstruierte Geschichte. Doch das schöne und "besondere" bei diesem Film ist die Erzählung und die Darstellung der Geschehnisse sowie die der Charaktere. Die Personen die hier dargestellt werden sind nicht leicht zu durchschauen. Der Film verläuft langsam ab sodass man sich auf diese Personen einstellen kann und sie näher kennen lernt. Als Zuschauer ist man das 5te Rad des Teams und ermittelt mit an dem Fall der im Jahr 1986 stattgefunden hat.

Also ich kann den Film nur empfehlen.

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brigerbaerger

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin kein Spezialist für koreanische Filme und so hatte ich auch meine liebe Mühe mit einigen (leider für mich zu vielen, darum auch der Abzug) an Klamauk erinnernden Szenen - ich nehme aber an, dass gehört zu diesen Filmen. Irgendwann hat sich dann die Story verdichtet und sich zu einem waschechten (ok bei dem vielen Regen...) Thriller-Drama entwickelt, bis zum finalen Schluss - und der wiederum war einfach nur grossartig! Keine Spur von seichtem Hollywood-Aufklärungsflair und dass hat mir richtig gut gefallen. Endlich wieder einmal ein Film, über den ich mich nach dem Abspann ins Internet begeben habe, um mich über die Hintergründe des Films zu informieren. Da hat also dieser kleine unscheinbare Koreaner Spuren bei mir hinterlassen...

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Nokia8310

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

die tatsache, dass an den realen schauplätzen gedreht wurde, macht den film noch effektvoller, habe ich erst direkt nach filmende gelesen, beim gedanken an die reale situation mit dem schacht an dem feld... mich hats echt geschaudert

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guggenheim

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Bewertung7.0Sehenswert

Regisseur Bong nimmt sich Zeit, die auf einem wahren Fall beruhende Geschichte zu erzählen. Dabei legt er das Augenmerk auf die Charaktere, in der Hauptsache allerdings auf den lokalen, eher grobschlächtigen Polizisten und den aus Seoul zur Unterstützung angereisten modernen Ermittler. Bis deren persönliche Entwicklung einsetzt, die durchaus ihren Reiz besitzt und der Sache die notwendige Dramatik verleiht, wird leider oftmals allzu sehr auf schon flapsige Weise die Dorfpolizei präsentiert, offenbar eine Ansammlung an rohen Idioten. Da geht es mir manchmal zu humorig zu, zeitweise hat das sogar was von Slapstick - ein Atmosphäre-Killer.

--- kleinere Spoiler ---

Untypisch für einen Krimi/Thriller ist der Ermittlungsverlauf, denn sämtliche Hinweise - sei es die rote Kleidung, in gewisser Weise auch der Modus Operandi und später sogar das sonst immer entscheidende Wetter - führen nicht zu einem schlüssigen Bild, sondern ausschließlich zu einer, teilweise erzwungenen, charakterlichen Veränderung der Protagonisten. Dementsprechend unbefriedigend schließt der Film, was bei Kenntnis der realen Ereignisse jedoch nicht überraschend kommt.

--- Spoiler vorbei ---

Ganz klar hat "Memories of Murder" Qualität, die sich v.a. in der zweiten Hälfte zeigt. Allerdings wurden Teilbereiche etwas vernachlässigt, u.a. wird die damalige politische Lage, außer in Nebensätzen und im Verhalten der Figuren, etwas schwach beleuchtet. Andererseits könnte man da einwenden, dass es dadurch wohl zu einer totalen Überfrachtung gekommen wäre.

Fazit:
Die Ernsthaftigkeit, die später dominiert, hätte von Beginn an gut getan. Der charakterliche Wandel der Hauptpersonen wäre auf diese Weise weniger hart gewesen, auch wenn dies durchaus seinen Reiz besitzt. Die Story spinnt ihre Fäden manchmal etwas zu dünn, um dauerhaft das Interesse hochzuhalten, verliert sich aber glücklicherweise nicht in Selbstgefälligkeit. Alles in allem ist "Memories of Murder" deutlich überdurchschnittlich, ohne dabei in höchste Kreise vorstoßen zu können.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Oceanic6

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Schöne Kritik. ;) Ich konnte auch, obwohl ich Filme aus Korea liebe, leider Memories of a Murder nicht sehr viel abgewinnen. Aber sehenswert ist er auf jeden Fall!


guggenheim

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Danke :)


manitu17

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

*anerkennend-pfeiff*
so fabel, jz gib ruhe:D
...aber danke für den tipp, der war echt gut;-)

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facepalm

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Weiß ich ja was ich mir morgen anschaue :)


fabel

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ich bitte darum :)


the traveler

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Bewertung9.0Herausragend

Weltklasse wie "Memories of Murder" zusehends an Fahrt aufnimmt, wie er immer düsterer und depressiver wird. Ja, es gibt Humor, man lacht, aber schnell merkt man, dass es sich um Sarkasmus handelt, der sich mit fortschreitendem Handlungsverlauf zu verbittertem Galgenhumor entwickelt. Mit dem Humor und der Optik entwickelt sich auch die exzellente Charakterzeichnung ins Negative. Die Cops und auch die Tatverdächtigen sind kaputte Persönlichkeiten, die schließlich zerbrechen. "Memories of Murder" ist ein sehr ruhiger und langsamer Thriller mit einem grandiosen Ende, der in seiner verregneten Optik, seiner dichten Atmosphäre und seiner depressiven Wirkung an Se7en erinnert, diesen aber mMn übertrifft. "Memories of Murder" ist - nach der Einführung - durchgängiger spannend. Die Parallelen zur Militärdiktatur in Südkorea, wie sie 1986 noch existierte, sind bedrückender und wirken essentieller als die Gesellschaftskritik in Se7en. Die Polizei als Staatsapparat ist ein machtmissbrauchender Sauhaufen. Beweise werden gefälscht und Geständnisse durch Folter erzwungen. Die Zivilbevölkerung ist immer in Alarmbereitschaft, Demonstrationen werden zerschlagen. In einem unwirtlichen Lebensraum geschieht eine Mordserie, die sich so ähnlich wirklich in Südkorea zwischen 1986 und 1991 ereignet hat. "Memories of Murder" vermittelt wahrscheinlich genau die unsichere und beklemmende Stimmung, wie sie in Südkorea zur damaligen Zeit geherrscht hat und vielleicht auch heute noch angesichts des fortwährenden Korea-Konfliktes herrscht.

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fabel

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schöner Kommentar, hat mein Tip ja den Abend gerettet ;) :)


the traveler

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Auf jeden Fall! :)


fabel

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Bewertung9.5Herausragend

Ich bin fix und alle, welch ein Film.
WOW!
Den Spagat zwischen der richtigen Prise Humor und der richtigen Ernsthaftigkeit schaffen nur wenige Filme.
"Memories of Murder" schaffte dies tadellos.
Dabei schien es auf den ersten Blick in eine reinste, unterhaltsame schwarze Komödie abzuwandern. Doch der Gruppensex auf der Uni, der Arschtätschler in der Disko oder auch das rausgewanderte Geschlechtsteil wirkten weder klamaukig noch negativ wirkend. Sie erhellten das dunkle Thema mit ein paar Lichtstrahlen.
Doch irgendwann gab es den Schnitt und aus der anfänglichen Leichtigkeit, mit denen die Ermittlungen geführt wurden, wurde eine regelrechte Angst vorm Versagen. Die ganze Verzweiflung der Polizisten, deren Charaktere mehr als löblich herausgearbeitet wurden, wurde richtig spürbar und setzte sich auch in mir fest.
Ein richtiges mulmiges Gefühl machte sich in mir breit. Die Polizisten waren selber auch keine Helden, nein sie wurden als Menschen, mit tiefsten innerlichen Problemen und innerlichen Zügelproblemen dargestellt. Der eine der Superdetektiv, mit dem am Ende die Pferde durchgehen. Der Dorfsherriff, der neidisch ist auf dessen Erfolg und seinen Job hinterfragt ( teilweise auch mit Errektionsproblemen) oder der sich nicht in Griff habene dritte im Bunde, der ständig ausrastet. Die ganze Entwicklung war wirklich mehr als erwähnenswert und eine der besten und nachvollziehbarsten der letzten Zeit.
Und dann die Tätersuche. Um den Verzweifelten die Qualen zu lindern hoffte man als Zuseher die ganze Zeit:"Nun packt ihn endlich." Selten hab ich so mitgelitten mit den Protagonisten.
Aber nix da. Das Drehbuch fuhr ein paar Schlangenlinien und so war der Fall an sich auch äußerst sehenswert und sogar zum Mitraten- genau richtig für einen Tatortfan wie mich....aber auch für den Rest mehr als grandios !
Ein packendes, beklemmendes, richtig gut geschauspielertes, atmosphärisch dicht in Szene gesetztes, humorvolles und handwerklich grandioses Werk mit einem aufrüttelnden Ende.
Unbedingt anschauen !

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manitu17

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verDAMMT:-s


fabel

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ja, das ist in der Tat mehr als doof :(


Miike

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bong Joon-ho's hervorragender Film ist ein weiteres Beispiel für die Cineastische Kunst aus Korea. Eine dramatischer Thriller, der einem bis zum Ende fesselt und dann mit vielen bisher existierenden Enden der klassischen Filmschule bricht. Die Bilder fangen die Tristesse und die teils aufgebrachte Stimmung in dem koreanischen Dorf sehr gut ein. Die Story spielt um 1986 zur Zeiten der Militärdiktatur in Südkorea. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen und bringt Frauen immer nach dem gleichen Muster um. Die örtliche Polizei übernimmt mit der Unterstützung von einem Sonderermittler aus Seoul den Fall und muss erleben wie hilflos sie sind, dies drückt sich auch in den Ermittlungsmethoden aus, von anfänglichen Versuchen unschuldigen Bauernopfern die Morde in die Schuhe zu schieben bis zum packenden Finale, in dem man glaubt (sowie die Hauptdarsteller selbst) den Täter gefunden zu haben. In diesem Film werden viele moralische Themen behandelt, wie die Polizeigewalt zu dieser Zeit, die absolute Hilflosigkeit in den Ermittlungen (angewiesen auf Unterstützung durch amerikanische Behörden) Sexuelle Frustration und Perversion und Selbstjustiz der Behörden und der Menschen. Ein bildgewaltiger Film, ein packender und zugleich nachdenklich stimmender Film, dessen Hauptdarsteller mich untermalt von dem stimmigen Score mich vollends überzeugen konnten. Definitiv eine weitere Perle in der immer länger werdenden Kette aus Koreanischen Werken.

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mikkean

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Eine schöne Review zur mehr als außergewöhnlichen Perle des Kinos. Ich war von "Memories of Murder" auch mehr als überrascht.


Marti DiBergi

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Bewertung9.0Herausragend

Beginnt als schwarzhumoriger Klamauk rund um einen Serienmord auf dem Land, ended als ein düsterer Thriller, der einen fassungslos zurücklässt.
Die Spannung ist sehr dicht, der Frust der Ermittler über ausbleibenden Erfolg spürbar und die Angst im Dorf allgegenwärtig.
In vielen hinsichten interessanter und besser als Se7en, doch nicht konsequent genung durchgezogen.

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Bandrix

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Bewertung9.0Herausragend

„Memories of Murder“ ist mal wieder eine Perle aus asiatischen Landen.
Und, ich weiß, ich wiederhole mich: Die Asiaten sind uns im Bereich Film einfach um einiges voraus.
Während wir Deutsche oft nur auf Liebesschnulze machen, zeigen sie, wie es wirklich aussieht. Kaputte Täter, kaputte Cops, Gut und Böse nicht weit auseinander.
Auch die „Guten“ in diesem Film schrecken vor Gewalt nicht zurück um an den Mörder zu kommen. Die allgemeine Hilflosigkeit wird gut veranschaulicht. Denn der Mörder ist nicht dumm, hinterlässt wenige bis absolut keine Hinweise auf seine Identität.
Was den Film von anderen asiatischen Thrillern unterscheidet ist die ruhige Herangehensweise. Während in den meisten Fällen viel geprügelt wird, zeigt „Memories of Murder“ den Cops beinahe dokumentarisch über die Schulter. Da wird während dem Mittagessen in heruntergekommenen Restaurants über den Mord diskutiert, geraucht und gesoffen. Alles schön gegen den Strich der hollywoodschen Hochglanzpolizeiarbeit.
So sollte ein Polizistenfilm aussehen und nicht anders.
Die Schauspieler leisten unter der hervorragenden Regie von Joon- Bong(nein, der Name ist nicht Programm) gute Leistungen und Overacting gibt es nicht. Außerdem ist die Kameraführung wirklich großartig.
Das Ende kommt dann noch mal sehr düster und depressiv daher und man beginnt selbst zu grübeln, was man wohl selbst getan hätte.
Fazit: Zu Recht einer von Quentin Tarantinos Favoriten!

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Blonder

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Bewertung3.0Schwach

Nach einem viel versprechenden Anfang flacht er zusehends immer mehr ab. Die ganze Geschichte wird zu hölzern erzählt und ist stellenweise viel zu langatmig.
Langweiliger Thriller, der nur so vor sich hinplätschert. Ich wäre selbst beinah eingeschlafen und war somit froh als endlich der Abspann kam.

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dbeutner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessantes koreanisches Thriller-Drama (Mysterie?! Der Teil war nicht auf meiner DVD...). Die Charaktere sind alles andere als geradlinig, und Cops gehen nicht wie in Hollywood straight forward vor glattpolierter Kulisse vor, sondern grübeln und streiten beim Essen in mäßig polierten Dorfkaschemmen.

Das Ende ist eher düster deprimierend, und mit seinem Ausgang vielleicht auch etwas moralisch zweifelhaft (was wollte uns der Autor damit sagen? Wäre Selbstjustiz doch der bessere Weg gewesen...?!).

Insgesamt sehr stimmiges Setting und vor allem mal etwas ganz anderes, ohne gleich kulturell nicht verständlich zu sein.

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Catweazle

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Bewertung9.0Herausragend

Absolut außergewöhnlicher und düsterer Film und sicherlich mehr Drama als Thriller, trotzdem sauspannend. Tolle Charaktere!

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