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Memories of Murder

Salinui chueok (2003), KR Laufzeit 132 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 23.06.2004


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8.1
Kritiker
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7.5
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787 Bewertungen
29 Kommentare
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von Joon-ho Bong, mit Kang-ho Song und Sang-kyung Kim

In Joon-ho Bongs Thriller-Drama Memories of Murder werden die zwei Polizisten Park und Jo mit einem perfiden Frauenmörder wie ihren eigenen moralischen Grenzen konfrontiert.

Memories of Murder spielt im Jahr 1986 in Südkorea. Das Land ist von der vorherrschenden Militärdiktatur geprägt und die Gesellschaft befindet sich in einem gelähmten Zustand. Als eines Tages in einem kleinen Dorf nahe Seoul eine tote Frau gefunden wird, gerät die abgesteckte Welt noch mehr aus ihren Fugen. Park Doo-Man (Kang-ho Song) und Seo Tae-yoon (Sang-kyung Kim), ihres Zeichens beide Kommissare der örtlichen Provinz, gehen dem Fall auf die Spur und stoßen schnell auf die grauenvollen Taten eines perfiden Serienmörders, der es strukturiert auf weibliche Opfer abgesehen hat. Obwohl anfangs sämtliche Hinweise im verregneten Schlamm der Felder zu versickern scheint, gelangen Park und Seo immer tiefer in ein Labyrinth aus düsteren Verbrechen und Geheimnissen. Am Ende wartet nur noch der moralische Abgrund des Menschseins auf sie.

Hintergrund & Infos zu Memories of Murder
Die Geschichte von Memories of Murder wurde von tatsächlichen Begebenheiten inspiriert. Diese ereigneten sich zwischen 1986 und 1991 in Südkorea. In diesen Jahren sorgte ebenfalls ein Serienkiller für Angst und Schrecken auf dem Land – nicht zuletzt war er für den grausamen Mord an zehn Frauen verantwortlich und agierte gleichfalls in einem lokal überschaubaren Radius. Insgesamt waren 300.000 Polizisten in die Ermittlungen involviert, die über 3.000 Verdächtige verhörten. Trotzdem würde der richtige Täter bis heute nicht gefunden.

Regisseur Joon-ho Bong (Snowpiercer) inszenierte viele Passagen des Thriller-Dramas sogar an Originalschauplätzen. Dementsprechend rekonstruierte das Filmteam die vergangenen Geschehnisse, um das filmische Äquivalent möglichst detailgetreu und authentisch zu arrangieren können. Nichtsdestotrotz nimmt sich Memeories of Murder seinen kreativen Freiraum und variiert, interpretiert und ignoriert diverse Details der tatsächlichen Begebenheiten.

Neben zahlreichen Auszeichnungen avancierte der Film zum erfolgreichsten Film in Südkore im Jahr 2003. Quentin Tarantino nannte zudem Memories of Murder gemeinsam mit Joon-ho Bongs The Host einen seiner der 20 besten Filme seit 1992. (MH)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Memories of Murder
Genre
Drama, Kriminalfilm, Mysterythriller, Thriller, Serienkiller-Film
Ort
Seoul
Handlung
Folter durch Polizei, Frauenmörder, Polizei, Serienmörder, Verbrechen
Produktionsfirma
CJ Entertainment, Sidus Pictures

Kritiken (1) — Film: Memories of Murder

Julio Sacchi: Das Manifest

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7.5Sehenswert

Der Film ist Finchers SEVEN gar nicht so unähnlich, aber während dieser sich in Sensationen suhlte wie die Sau im Matsch, wird hier die Tragik leise spürbar. Klingt nach Phrasen, ist aber so.

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Kommentare (28) — Film: Memories of Murder


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Miami Twice

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein packender Film der von einer wahren Begebenheiten inspiriert wurde bzw sogar am realen Tatort startet was ihn noch authentischer macht. Die Polizei wirkt wie eine parodie, dadurch ergeben sich einige lustige Szenen die den Film auflockert. Die Gewalt nimmt immer mehr zu, es wird düsterer bis zum genialen Ende.

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horro

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Bewertung7.0Sehenswert

Wieder mal ein richtig gutes Stück aus Korea, braucht zwar eine Weile bis er richtig los legt, aber dann. Bei der langen Wartezeit kann man sich richtig schön Gedanken über die kulturellen, zumindest die filmischen, Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturräumen machen. Das Muster hier, mit den fast schon parodierten Polizisten und dem etwas menschenverachtenden Klamauk ist sehr typisch. Um so krasser wirken sich dann die schonungslosen Psychoserienkiller-Szenen und Bilder aus. Im Westen würde das gnadenlos abgestraft; hier gehört das zum klassischen Stil. Von Bong ziehe ich seinen späteren "Host" vor; der hier ist insgesamt aber um einiges kompletter.

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onyxxx

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Naaa klar Hartigan, wenn du den empfiehlst *hust* freu ich mich ganz besonders drauf :) Ach warte, der ist schon vorgemerkt. Hast du ein Glück. Im Zweifelsfalle war es dann nicht nur deine Schuld...


horro

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@Bandrix: danke für den Hinweis, das erklärt so einiges ;)


JohnnyBangu

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die besten "flying kicks" der Filmgeschichte !

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brainchild

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http://www.youtube.com/watch?v=Rig7KX4Gvs0


GeezyGee

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Und genau dafür gibts von mir mindestens 3 Punkte Abzug :P


beast667

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Bewertung4.0Uninteressant

Leider kann ich die Kritiken hier nicht nachvollziehen. Ist mir zu langatmig, zu langweilig und einfach unspannend. Ich sollte die Finger von koreanischen Filmen lassen. War für mich persönlich der 2. hochgelobte Film, der mich nicht überzeugt hat....

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pascal.malbrun.9

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du hast keine Ahnung von Film wenn ich das mal bemerken darf


fsk18

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Wann genau beginnt denn das "Ahnung haben" von Filmen? Wenn er deiner Meinung ist? Unnötiger Kommentar, wenn ich das mal bemerken darf.


Nevica

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Memories of Murder" zeigt (mir) in ernüchternder Weise die menschliche Blindheit auf - erzeugt durch Verbissenheit & Unaufmerksamkeit. Die beiden Protagonisten sind zwar gänzlich unterschiedlich, machen aber trotz ihrer jeweiligen "Entwicklung" nur Rückschritte. Ihre Vorgehensweise durch stupide, sinnlose Brutalität gibt die hohe Bereitschaft zur Gewalt in eindringlicher Art wieder und insbesondere auch wie diese von der Gesellschaft akzeptiert, ja sogar gefördert wird. Wo sind Verständnis, Empathie und vor allem (Selbst-)Reflexion..? Hier wird sich "Moral" bloß vorgegaukelt - man selbst ist ja nicht ein solches Arschloch, wie der vermeintliche Mörder. Menschen werden katalogisiert und systematisch in Kästen gepackt...
So lassen sich jene beiden Polizisten so sehr durch eigenen Hass und weitere Emotionen lenken, dass sie nur noch die Bilder der Vorurteile wahrnehmen, anstatt an ihre Intelligenz zu appellieren.
Diese Bilder lassen sich wunderbar in die Gesellschaft transformieren. Ein Film, welcher nicht nur eine Zeit oder auch Zustände wiederspiegelt, sondern auch kritisch zu hinterfragen sucht. Letzteres geschieht eher unbemerkt, aber dafür umso intensiver!

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Harrigan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Fargo meets Se7en!
Wie sehr Korea (und auch Japan) unter seiner Regierung zu leiden hat, merkt man der Frequenz an, mit der es diese Unterdrückung in Filmen verarbeitet. Von Jin-Roh bis hin zu Memories of Murder. Die Themen sind dabei vielseitig, die Botschaft nicht.
In der Synopsis steht es schon richtig. 1986: Südkorea steht unter einer Militärdiktatur. Demonstrationen werden zerschlagen. Die Vorgehensweise der örtlichen Polizei ist jedem bekannt. Beweise werden gefälscht und Geständnisse erzwungen. Ein System das nur scheitern kann. Die Leute meiden die Polizei und das zurecht. Die Ausgangslage wird klar geschildert und inmitten dieser grauen Welt setzt Regisseur Joon-ho Bong nach wahrer Begebenheit zwei Detectives auf einen Serienmord an.
Hier stereotypisch aber wichtig: Der vertrottelte Dorfpolizist und der ausgebildete Stadtpolizist. Eher leichtfüßig mit humoristischen Zügen geht es immer tiefer in den Fall. Dabei kommt es nicht selten zu Uneinigkeiten in der Polizeibehörde, die mindestens so zerrissen wie das Land selber ist. Plötzlich, wie aus dem Nichts, nimmt der Film Fahrt auf und entwickelt eine unglaubliche Sogwirkung, die den Zuschauer mit einer selten narrativen und atmosphärischen Wucht nicht mehr loslässt. Immer düsterer und verzweifelter wird es. Die Ermittlungen drehen sich im Kreis während der Mörder weiterhin unschuldige Frauen umbringt. Es gelingt Joon-ho, was nur selten gelingt: Man leidet als Außenstehender unglaublich mit. Während man anfangs den Disput um eben diese Verhörmethoden lächerlich findet, ist man gegen Ende mindestens genauso hilflos ambivalent und gewaltbereit wie Seo. Zu betäubt von den erschreckend realen Bildern scheint Selbstjustiz tatsächlich das einzig logische Mittel, auch wenn uns das Joon-ho nicht als einzige Möglichkeit anbietet. Die beiden Ermittler zerbrechen nach und nach und nähern sich dadurch einer moralischen Mitte, in der man sich auch irgendwie selber befindet. Bis sich schließlich alles auf ein unglaublich intensives Finale und eines der besten Filmenden überhaupt zuspitzt. Für Anhänger von Parks Trilogie und der beiden oben genannten Werke ein kategorisches Muss!

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Harrigan

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Der wird dir hundert Pro gefallen, bin mir sicher.


Hartigan85

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Ich bin gespannt, klingt sehr vielversprechend.


uncut123

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Bewertung5.5Geht so

hat mich leider nicht richtig überzeugt hab ich schon besser gesehen

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franticfury

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Memories of Murder" ist eine fantastische Thrillerperle aus Korea und gleichzeitig ein weiterer Beweis, dass asiatische Filmemacher im Thrillergenre schon lange die Vormachtstellung übernommen haben.
Denn obwohl die Geschichte (die auf einer wahren Mordserie in Korea basierte) nicht viel Innovation bietet, ein Triebtäter, der stets nach einer bestimmten Methode verfährt und die Polizisten, die mit zuweilen äußerst zweifelhaften Methoden versuchen ihn dingfest zu machen, so beweist Joon-Ho Bong beim Erzählen seiner Geschichte ein außergewöhnlich gutes Gespür für Atmosphäre, Tempo und menschliche Tragik und hebt den Film so weit weit aus dem drögen Einheitsbrei ab, den wir hierzulande beispielsweiße jeden Sonntag im Tatort vorgesetzt bekommen.
"Memories of Murder" macht in der Tat vieles richtig, jeder Charakter ist hervorragend geschrieben, Joon-Ho Bong versteht es beinahe meisterlich seinen Charakteren bei all der gezeigten Grausamkeit und Ungerechtigkeit stets eine zutiefst menschliche Seite zu verleihen, bewahrt aber immer die nötige Distanz zum Geshehen und gerät so nie in die Schwierigkeit sich vorwerfen lassen zu müssen Selbstjustiz gutzuheißen oder gar zu verherrlichen. Der bristante politische Hintergrund im Korea Mitte der 80er Jahre verstärt hierbei nur das Gefühl von Verlorenheit und Beklemmnis inmitten einer kranken Gesellschaft. Denn Joon-Ho Bong erzählt nicht etwa nur eine packende Kriminalgeschichte, sondern prangert soziale und politische Misstände in einer Militärregierung an. Eine Bevölkerung, die Angst hat sich an die Polizei zu wenden, aus Angst vor Misshandlung und Ungerechtigkeit. Beweise werden gefälscht, Geschichten erfunden. Der zentrale Rechtsgrundsatz: "Jeder ist unschuldig, bis ihm seine Schuld bewiesen ist", ist außer Kraft gesetzt. Joon-Ho Bong zeigt eine Gesellschaft, die zum Scheitern verurteilt ist.
Somit ist "Memories of Murder" weit mehr als nur ein handwerklich hervorragender Thriller, sondern auch zwischenmenschlich und gesellschaftlich hochinteressant. Nicht selten fühlte ich mich dabei an Akira Kurosawas "Tengoku to jigoku" erinnert, das wohl größte Kompliment, das ich dem Film überhaupt machen kann. Eine klare Empfehlung, nicht nur an Freunde asiatischer Filmkunst!

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ElMagico

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Thumbs up!


franticfury

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Danke :)


daniel.helmer.7

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehenswerter Film, der trotz einiger Längen seine nahezu surreale Spannung halten kann. Zudem zu seinen Kriminalelementen auch eine politische Ebene zu öffnen weiß.
So wenig ich das schauspielerische Overacting des asiatischen Kinos mag, so sehr begeistert es mich immer wieder, welch intensive Bildersprache aus Fernost kommt

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chmul_cr0n

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Bewertung6.5Ganz gut

so lang...

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stuni

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film erinnert mich stark an Zodiac - Die Spur des Killers. Auch dieser Film basiert auf wahren Ereignissen. Im Vordergrund stehen zwei Polizisten die versuchen mit allen mitteln einen Serienmörder zu fassen und sich dabei im Laufe ihrer Ermittlungen in immer tiefere Abgründe stürzen.

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tatort auf Koreanisch. Im Gegensatz zu vielen modernen Thrillern, steht hier tatsächlich wieder einmal die Ermittlungsarbeit selbst im Vordergrund. Nachdem der Film Fahrt aufgenommen hat, gibt die Prä DNA-Test Zeit der 80s sowie das, für unsereins einigermaßen exotische Süd-Korea, als Ausgangslage einiges her.

Gute Polizeiarbeit mit vier Ermittlern, deren Stereotypische Charakterisierung zum Ende angenehm aufgebrochen wird. Nur der tumbe Polizeischläger bleibt in seiner Oberflächlichkeit ein Ärgernis. Doch sollten die dezenten Verweise auf die Militärdiktatur nicht unterschlagen werden.
Das große Merkmal des Koreanischen Films kommt auch hier zur Geltung, die Verbindung von (blutiger) Unterhaltung mit ernsten Ansprüchen, ohne dass sich diese beiden Pole irgendwie zu sehr beißen. Eine Gewisse Offenheit bleibt Voraussetzung, der berüchtigte Humor, etwa aus "The Host" (gleicher Regisseur), beschränkt sich aber auf ein Minimum.

Die ruppige Polizeigewalt lässt sich problemlos auf den ganzen Staat projizieren. Das wird slebstverständlich nicht plump gezeigt, sondern als interpretationsangebot aufbereitet. Zu viel Subthematik hat MoM dann allerdings doch nicht, er ist nicht das großartige dunkle Gleichnis für die Gesellschaft/Menschheit( wie etwa ein Chan-wook Park Film). Spannend bleibt es allemal - eben ein Süd-Koreanischer Kriminalfilm, dessen Zeitkolorit hervorragend funktioniert. Und ja, das Ende ist schon sehr gelungen.

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dustyOn3

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Bewertung9.0Herausragend

Hervorragender süd-koreanischer Thriller, welcher wie auch "The Chaser" oder "I Saw the Devil" mehrere Elemente elegant verbindet. Spannend, atmosphärisch und mit einem dezenten schwarzen Humor. Bong Joon-ho hat hier einen tollen Film geschaffen.

Song Kang-ho gefiel mir auch in "Sympathy for Mr. Vengeance", "Lady Vengeance" und "Durst" extrem gut.

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niceeddy

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Bewertung7.0Sehenswert

Schon ein guter Film, aber I saw the devil und The Chaser gefielen mir deutlich besser. Ich hatte vor allem meine Probleme mit den teilweise dämlichen Dialogen, könnte aber aber auch an der Synchro liegen. Dafür werde ich jetzt aber kein Koreanisch lernen.

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veseria

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wirklich guter Krimi (oder Thriller xD). Dabei steh ich eigentlich gar nicht so auf solche Filme.

Aber der Film ist wirklich spannend. Und ich habe mich ein oder zwei Mal richtig erschreckt. Also Die Spannung sitzt. Aber es gibt einfach Momente, die einfach unpassend sind, oder Szenen die peinlich sind (Der Typ geht nicht wirklich auf die Müllkippe, um diese Karte zu finden oder??? xD) oder einfach Momente durchlebt werden müssen, die total nerven. Ich sag nur die völlig unrealistische übertriebene Schlägerei gegen Ende im Restaurant... Fand ich einfach Trashig.. im schlechten Sinne.

Wie dem auch sei. Im Endeffekt gute Unterhaltung und für richtige Asia oder Krimifans sehenswert. Wer die STÖRKANAL-DVD hat sollte sich das booklet durchlesen. Das ist wirklich spannend und macht den Film noch einen Tick interesannter wie ich finde.

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veseria

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:) schon. Aber das es nur sehr wenige waren, fand ich das doch dann eher unpassend.


Ardacris

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Ja ist ja auch geschmacksache und ich sag mal speziellerer Humor denn nicht jeder mag und man vielleicht auch gerne nicht gesehen hätte^^


Carmine

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Bewertung6.0Ganz gut

The Host Regisseur Bong Joon-ho erzielte mit diesem Film seinen ersten Erfolg und dies auch zu recht. MOM erzählt eine einfache Krimi-Geschichte, wie wir sie in den Büchern oder alten Filmen kennen. Also einfach eine Simple konstruierte Geschichte. Doch das schöne und "besondere" bei diesem Film ist die Erzählung und die Darstellung der Geschehnisse sowie die der Charaktere. Die Personen die hier dargestellt werden sind nicht leicht zu durchschauen. Der Film verläuft langsam ab sodass man sich auf diese Personen einstellen kann und sie näher kennen lernt. Als Zuschauer ist man das 5te Rad des Teams und ermittelt mit an dem Fall der im Jahr 1986 stattgefunden hat.

Also ich kann den Film nur empfehlen.

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brigerbaerger

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich bin kein Spezialist für koreanische Filme und so hatte ich auch meine liebe Mühe mit einigen (leider für mich zu vielen, darum auch der Abzug) an Klamauk erinnernden Szenen - ich nehme aber an, dass gehört zu diesen Filmen. Irgendwann hat sich dann die Story verdichtet und sich zu einem waschechten (ok bei dem vielen Regen...) Thriller-Drama entwickelt, bis zum finalen Schluss - und der wiederum war einfach nur grossartig! Keine Spur von seichtem Hollywood-Aufklärungsflair und dass hat mir richtig gut gefallen. Endlich wieder einmal ein Film, über den ich mich nach dem Abspann ins Internet begeben habe, um mich über die Hintergründe des Films zu informieren. Da hat also dieser kleine unscheinbare Koreaner Spuren bei mir hinterlassen...

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Nokia8310

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

die tatsache, dass an den realen schauplätzen gedreht wurde, macht den film noch effektvoller, habe ich erst direkt nach filmende gelesen, beim gedanken an die reale situation mit dem schacht an dem feld... mich hats echt geschaudert

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guggenheim

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Bewertung7.0Sehenswert

Regisseur Bong nimmt sich Zeit, die auf einem wahren Fall beruhende Geschichte zu erzählen. Dabei legt er das Augenmerk auf die Charaktere, in der Hauptsache allerdings auf den lokalen, eher grobschlächtigen Polizisten und den aus Seoul zur Unterstützung angereisten modernen Ermittler. Bis deren persönliche Entwicklung einsetzt, die durchaus ihren Reiz besitzt und der Sache die notwendige Dramatik verleiht, wird leider oftmals allzu sehr auf schon flapsige Weise die Dorfpolizei präsentiert, offenbar eine Ansammlung an rohen Idioten. Da geht es mir manchmal zu humorig zu, zeitweise hat das sogar was von Slapstick - ein Atmosphäre-Killer.

--- kleinere Spoiler ---

Untypisch für einen Krimi/Thriller ist der Ermittlungsverlauf, denn sämtliche Hinweise - sei es die rote Kleidung, in gewisser Weise auch der Modus Operandi und später sogar das sonst immer entscheidende Wetter - führen nicht zu einem schlüssigen Bild, sondern ausschließlich zu einer, teilweise erzwungenen, charakterlichen Veränderung der Protagonisten. Dementsprechend unbefriedigend schließt der Film, was bei Kenntnis der realen Ereignisse jedoch nicht überraschend kommt.

--- Spoiler vorbei ---

Ganz klar hat "Memories of Murder" Qualität, die sich v.a. in der zweiten Hälfte zeigt. Allerdings wurden Teilbereiche etwas vernachlässigt, u.a. wird die damalige politische Lage, außer in Nebensätzen und im Verhalten der Figuren, etwas schwach beleuchtet. Andererseits könnte man da einwenden, dass es dadurch wohl zu einer totalen Überfrachtung gekommen wäre.

Fazit:
Die Ernsthaftigkeit, die später dominiert, hätte von Beginn an gut getan. Der charakterliche Wandel der Hauptpersonen wäre auf diese Weise weniger hart gewesen, auch wenn dies durchaus seinen Reiz besitzt. Die Story spinnt ihre Fäden manchmal etwas zu dünn, um dauerhaft das Interesse hochzuhalten, verliert sich aber glücklicherweise nicht in Selbstgefälligkeit. Alles in allem ist "Memories of Murder" deutlich überdurchschnittlich, ohne dabei in höchste Kreise vorstoßen zu können.

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Oceanic6

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Schöne Kritik. ;) Ich konnte auch, obwohl ich Filme aus Korea liebe, leider Memories of a Murder nicht sehr viel abgewinnen. Aber sehenswert ist er auf jeden Fall!


guggenheim

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Danke :)


manitu17

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

*anerkennend-pfeiff*
so fabel, jz gib ruhe:D
...aber danke für den tipp, der war echt gut;-)

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facepalm

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Weiß ich ja was ich mir morgen anschaue :)


fabel

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ich bitte darum :)



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