Messias des Bösen
Messiah of Evil (1973), Laufzeit 90 Minuten, Thriller, Horrorfilm
0 Bewertungen
Skala 0 bis 10
29 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Willard Huyck,
Arletty ist besorgt. Ihr Vater, mit dem sie sonst regen Briefkontakt pflegt, schreibt nicht mehr. Um herauszufinden, was mit ihrem Vater los ist, macht die junge Frau sich auf den Weg nach Point Dune, ein verschlafenes Küstenörtchen, das ihr Vater seit Jahren als Rückzugsort für seine Malerei nutzt. Dort angekommen, findet sie nur ein verlassenes Haus vor. Ihr Vater scheint wie vom Erdboden verschluckt. Nur sein Skizzen- und Tagebuch gibt ihr Hinweise darauf, dass es bei der Abwesenheit ihres Vaters nicht mit rechten Dingen zugeht. Dort, wo sie weitere Hinweise zu finden hofft, behauptet man, den Maler Joseph Long nicht zu kennen. Im Motel des Ortes findet Arletty schließlich eine Gruppe, die sich ebenfalls nach dem Vater erkundigt hat. Das seltsame Trio, bestehend aus Thom, Laura und Toni, gibt sich interessiert an den Vorfällen in der Stadt. In Arlettys Anwesenheit befragen diese einen ängstlich wirkenden Mann namens Charlie. Dieser erzählt von einer Legende um Point Dune: Vor einem Jahrhundert habe sich der Mond über dem kalifornischen Küstenort in ein tiefes Rot gefärbt. Seither scheine die Stadt einem mysteriösen Fluch zu unterliegen. Die Rede ist auch von einer Art Epidemie, die die Bewohner des Ortes seit einiger Zeit dazu bringe, sich vom rohen Fleisch ihrer Mitmenschen zu ernähren. Nachdem Charly plötzlich tot aufgefunden wird und die unheimlichen Ereignisse im Ort sich häufen, solidarisiert sich Arletty mit dem bizarren Dreiergespann aus dem Motel und lässt diese bei sich im Haus des Vaters wohnen. Den kannibalischen Bewohnern Point Dunes, die nachts scheinbar rudelartig auf die Jagd gehen, fallen Laura und Toni zum Opfer und auch Arletty und Thom bemerken bald erste Symptome der dunklen Epidemie an sich. Ist es bereits zu spät, um den Ort zu verlassen, bevor sich die Legende um die Rückkehr des dunklen Propheten wiederholt?
Cast & Crew
-
Willard Huyck
Regie
Schauspieler
- Genre
- Mysterythriller, Horrorfilm
- Ort
- Küste, Strand
- Handlung
- Alptraum, Auferstehung, Epidemie, Erstechen, Heldin, Kannibale, Kannibalismus, Kehle aufschneiden, Strand, Tochter sucht Vater, Töten, Zombie, Zombies
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Messias des Bösen
Trailer zum Film Messias des Bösen
Leider haben wir noch keinen Trailer.

















Kommentare (5) — Film: Messias des Bösen
Kommentar schreibenMimuschka 2012/05/18 20:40:42
Kommentar löscheneiner dieser eher unbekannten 70er jahre filme über die man zufällig stolpert und dann ob der positiven überraschung total begeistert ist. was "messiah of evil" so besonders macht ist eine spezielle, permanente (alb-)traumartige atmosphäre mit wenig bis keinen erklärungen und starken, expressiven bildern. in der hinsicht ähnelt er daher am ehesten noch "carnival of souls", das licht erinnert etwas an die italienischen meister des giallo und auch romero wird gewürdigt. ich fands jedenfalls durchgehend creepy und mysterious und kann daher eine klare empfehlung für freunde des phantastischen films oder auch des giallo-umfelds aussprechen.
abschließend noch ein paar visuelle eindrücke:
http://imgur.com/a/OMOcI
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Anoirja 2012/05/19 19:44:30
Antwort löschenOops, das erinnert mich wieder daran, dass ich den ja mal vor fast einem Jahr auf arte aufgenommen habe und ich immer noch nicht dazu gekommen bin, mir die Aufnahme auch mal anzusehen.
Mimuschka 2012/05/19 20:22:16
Antwort löschengut, an dich wollte ich eh noch eine spezielle empfehlung für den film aussprechen :-)
hoffentlich ist das von arte dann die widescreen-version mit überarbeiteten soundtrack
Anoirja 2012/05/20 18:18:19
Antwort löschenDas Bildformat ist 2,35:1 (anamorph) und zum Thema Soundtrack schreibt arte: "Effektvoll wird das Ganze durch psychedelische Synthesizerklänge in Szene gesetzt." Zufrieden? :) Ich habe mich aber noch nicht mit den Unterschieden befasst. Gibt es Quellen, um das zu überprüfen?
Alle 5 Antworten zeigen
Mimuschka 2012/05/20 19:05:30
Antwort löschenhaha ok. genau weiß ich da auch nicht bescheid. aufmerksam wurde ich darauf auch nur weil hier einige user von extrem nervigem soundtrack sprachen, der mir persönlich nicht aufgefallen ist. dann hatte ich mal bei archive.org in die fullscreen version reingeschaut und da sind mir direkt in der ersten szene ein anderes lied als es bei mir gespielt wurde aufgefallen. ob sich das durch den ganzen film streckt und ob es überhaupt noch weitere unterschiede gibt weiß ich nicht. könnte natürlich auch sein dass ich bzgl der musikuntermalung einfach eine andere hemmschwelle hatte...
bin trotzdem auf deine meinung zum film gespannt, ich hoffe mein anoirja kalkulator lag diesmal wieder näher dran :-D
Anoirja 2012/05/20 19:42:30
Antwort löschenIch habe den ja schon eine Weile auf dem Schirm, da ich intuitiv ein gutes Gefühl habe - also wird der so schlecht schon nicht sein. :)
Filmkenner77 2011/10/01 10:03:17
Kommentar löschen"Messias des Bösen" ist ein atmosphärisch relativ dichter Streifen mit 70er Jahre Flair, der ein wenig an Romeros "Zombie"-Filme, vor allem aber an Werke von Dario Argento erinnert. Die Story um ein kleines Küstenstädtchen, das von einem Virus befallen wird und die Bewohner in untote Kannibalen oder wahlweise Zombies verwandelt, gibt nicht viel her. Mehr sind es zwei oder drei wirklich beeindruckend inszenierte Szenen, die von diesem nur leicht überdurchschnittlichen Werk in Erinnerung bleiben. Etwa die Szene im zunächst fast menschenleeren Kino, in dem eine junge Frau sitzt. Mit und mit füllt sich das Kino, bis sie sich von Zombies umringt sieht. Oder aber die Szene im Supermarkt, wo eine andere junge Frau durch die Gänge irrt und schließlich an der Fleischtheke eine grausige Entdeckung macht. Der Gore-Faktor hält sich jedoch sehr in Grenzen und die blutigsten Szenen spielen sich im Off und damit in der Phantasie des Zuschauers ab. Es sind vor allem die Bildkompositionen, die an Argento erinnern und den Film interessant machen. Das Spiel mit den Farben ist äußerst gelungen, was man von der simpel gestrickten Geschichte nicht unbedingt behaupten kann. Spannung kommt leider nur selten auf, so dass der kleine B-Film insgesamt ganz nett ist, aber eben nicht nachhaltig überzeugen kann. Am Ende bleibt der titelgebende "Messias der Bösen" nur eine diffuse, nichtssagende Randfigur, von dem der Zuschauer gerne wesentlich mehr erfahren hätte.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
frink 2011/10/01 10:50:44
Antwort löschenGerade dieses diffuse hat hier für mich den wesentlichen Reiz des Filmes ausgemacht. So fand ich es sehr angenehm, dass man sich hier ganz seinen eigenen Fantasien hingeben kann, ohne am Ende von einer vorgefertigten "Auflösung" enttäuscht zu werden.
Filmkenner77 2011/10/01 11:16:49
Antwort löschenDies kann man so sehen oder aber bemängeln, dass den Verantwortlichen einfach nichts eingefallen ist. Man braucht ja nichts zu entmythisieren, aber ein wenig mehr Mühe hätte man sich schon machen können.
mikkean 2011/09/23 17:44:00
Kommentar löschenUnd wieder einmal muss ich ARTE dafür danken, dass sie eine Horror-Perle ins Programm genommen haben, die man Vorher gar nicht kannte. "Messias des Bösen" - wie soll ich das beschreiben? Stellt euch vor, George A. Romero krallt sich Twin Peaks und verpflanzt es an die Küste ... Dieser Film ist echtes Schauer-Kino, da bedarf es keiner richtigen narrativen Struktur, hier spielt sich alles wie in einem Albtraum ab. Die durchlebt man ja auch irgendwie, nur erklären kann man sie nicht. Wie so oft fängt es ganz behutsam an. Unsere Heldin heißt Arletty und besucht ihren Vater im Küstenstädtchen Point Dune. Daddy ist jedoch verschwunden und hat neben seinen künstlerischen Werken nur ein unheimliches Tagebuch hinterlassen. Das Örtchen und seine Einwohner ist schon unheimlich genug, bald wird es aber so richtig wicked. Da hilft es auch nicht, dass ein reicher Schnösel Arletty zur Hilfe eilen will. Denn die Bewohner verwandeln sich nach und nach in eine Schar von blutrünstigen mondsüchtigen Freaks. Wer braucht schon Erklärungen und Rationalität im Plot? Mal weg damit, hier ist Atmosphäre angesagt. Point Dune ist als Geisterstadt der Creeps gruselig genug und bietet bei Szenen wie die im Supermarkt echte Schauer an Alltags-Orten. Da kann sich selbst Stephen King noch was abschauen. Und das Haus von Arletty's Dad jagt schon mit seiner beunruhigenden Deko wohlige Schocks durch den Leib. Muss ja nicht immer alles düster-schäbig und unterbelichtet sein. Klar, vom etwas gemäßigten Einstieg lässt der Film am Ende leider ab und wird sogar einen Tick zu hektisch. Stichworte hier: Romero und Groß-Alarm. Aber immerhin gibt es für den Horror der 70er passend einen schönen mystischen Einschub. Dieser B-Film von vor über vierzig Jahren ist jedenfalls heute unterhaltsamer als der meiste Quark, den man sich als Trash im TV schön schauen muss. Nur auf teilweise nervende musikalische Untermalung sollte man gefasst sein. Da war es dann doch etwas zu viel des guten. Ist aber zu verschmerzen.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
horro 2011/09/23 19:21:29
Antwort löschenglaube das mit der Musik bestätigt sich "flächendeckend"
mikkean 2011/09/23 20:01:21
Antwort löschenOh ja, war auch nur bedingt "mein Fall" ... :)
frink 2011/09/23 01:35:08
Kommentar löschenMan stelle sich vor Dario Argento und George A. Romereo hätten sich vor 30 jahren zu einem gemütlichen Abend mit viel Wein verabredet um sich zu vorgerückter Stunde gegenseitig Lovecraft-Geschichten vorzulesen. "Messias des Bösen" könnte das Ergebnis eines solchen Abends sein.
Diese zermürbende Langsamkeit gepaart mit der allgegenwärtigen Bedrohung lässt mich verstört aber begeistert zurück.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
horro 2011/09/23 01:09:52
Kommentar löschenDas wäre hier eigentlich alles sehr faszinierend ... wenn nur diese unglaublich nervige Musik nicht wäre.
bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
patcharisma 2011/09/23 01:40:57
Antwort löschenHabs aufgenommen. Nicht schauen??
crab1973 2011/09/23 02:15:55
Antwort löschenDoch! Kannst auch die Musik wegdrehen und einen Goblin Soundtrack Deiner Wahl nehmen. Würd auch (oder besser) passen. Viel gequatscht wird eh nicht. :)
horro 2011/09/23 08:24:07
Antwort löschenguter Tipp
Filmkenner77 2011/09/23 16:14:39
Antwort löschenDen werde ich mir heute oder morgen mal zu Gemüte führen. Bin gespannt.
horro 2011/09/23 16:27:13
Antwort löschenHat mich eigentlich schon recht überzeugt ... ausser die Musik, wie schon erwähnt ... plapling..chrzzz..tongbong ;)
xtheunknown 2011/09/24 18:58:50
Antwort löschender kommt doch diese nacht auf arte. ich hoffe den gibt es dann auch in der mediathek.
Alle 8 Antworten zeigen
Mimuschka 2012/05/19 00:18:17
Antwort löschenich hab den in der 2009 erschienenen cinemascope-edition gesehen und da ist der sound irgendwie anders. jedenfalls ist mir die von dir beschriebene "nervige musik" nicht aufgefallen und das "plapling" war nur mal kurz an ein oder zwei stellen.
hab das mal mit der fullscreen version verglichen die es bei archive.org gibt, da ist in der ersten szene direkt so ein song, der auf der dvd-version fehlt. evtl ist ja der komplette score umgeworfen worden...
Mimuschka 2012/05/19 00:19:25
Antwort löschenp.s.: ist nur eine theorie, hatte keine lust den gesamten film zu vergleichen :-)