Midnight in Paris - Kritik

Midnight in Paris

ES/US · 2011 · Laufzeit 94 Minuten · FSK 0 · Fantasyfilm, Komödie · Kinostart
  • 10

    Was vermittelt der Film?
    Mach die Gegenwart und damit dein Leben zu deinem eigenen Golden Age...

    1
    • 10

      Dieser Film ist einer meiner Lieblingsfilme, und ich wusste bisher noch nicht einmal, dass dem so ist. ;)
      Seit einer halben Ewigkeit habe ich mir jetzt schon vorgenommen, "Midnight in Paris" zu gucken. Immer ist irgendwas dazwischengekommen.
      Aus irgendeinem Grund fiel er mir heute wieder ein und es hat sich ergeben.
      Gott sei Dank!
      Ich habe gewusst, dass mir der Film gefallen würde, aber dass er mir so sehr zusagen würde, hätte ich nicht gedacht.
      Woody Allen in Hochform. Da weiß man, was man kriegt. ;)
      Diese wahnsinnig entspannende Form von Kitsch mit Überspitztheit und magischem Realismus macht den Film für mich zu einem der tollsten 94 Minuten meines Lebens und ich bin dankbar, dass nicht wieder vor mir her geschoben zu haben.
      Alles in diesem Film ist perfekt platziert. Natürlich ist er vorhersehbar, aber bei dieser Art Film möchte man nichts wirklich komplexes haben. Man möchte sich einfach in die Szenerie einfügen und hineinträumen. Und das ist absolut gelungen.
      Mir Owen Wilson wurde der perfekte Hauptdarsteller gefunden, denn er schwebt durch die einzelnen Szenen hindurch und trägt jeden Moment. Man kommt einfach mit ihm mit und befindet sich in einer Art Traum, der nicht enden sollte.
      Am Ende wird man sanft in die Realität zurückgeholt, was schon etwas schade ist, weil man sich dem Traum ja so nachsehnt. Wie in den Minuten, in denen man aufwacht und einfach nur weiterträumen möchte...
      Ich bin vollkommen zufrieden.

      5
      • 8 .5
        Jonnys Reflections 23.04.2016, 21:52 Geändert 23.04.2016, 22:06

        Wie cineastisch eine Parisreise, oder zumindest ein Tag davon sein kann:

        (Parisreise mit der Schulklasse)

        Der Tag begann schon damit, dass wir Eddie Redmayne und seine Freundin "inkognito" im Musée d'Orangerie sahen, der sich mit einem "No sorry, I'm in Holidays" aus der Affäre zog, ein Foto mit einer Klassenkameradin zu schießen. Zehn Minuten später verließ er mit der Mütze ins Gesicht gezogen das Museum.

        Ein Besuch der Cinematheque Francaise weckte in mir Vorfreude (mir auch viel wichtiger als die dennoch lustige Zufallsbegegnung mit einem Star), jedoch ohne dass ich das Museum kannte und somit auch ohne unendliche Erwartungen...Als Filmfreund bekam ich dann aber doch riesige Augen und geekige Schmetterlinge im Bauch.

        Im Museum standen zwar unter anderem einige der ersten Kameras und Schaukästen wie in den meisten Filmmuseen...aber vor allem Requisiten.

        So z.B. die originale Maschinen-Maria aus Metropolis und aus selbigem Architekturzeichnungen. Außerdem der Totenkopf aus Hitchcocks Psycho, Zahnräder aus Chaplins Moderne Zeiten und ein Seestern und die Box aus Un Chien Andalou. Mir ging das Herz auf. Dieser Museumsbesuch war ganz wunderbar und erfüllend.

        Zum Abschluss ließ ich noch jeweils ein großes Plakat von Fight Club und Metropolis im Shop mitgehen.

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        • Wer keine Spoiler mag, muss hier leider schon aufhören, zu lesen. Ich weiss einfach nicht, wie ich die Rezension ohne schreiben soll. Woody Allen hat eine köstliche Fantasy Komödie gemacht! Für mich als Videothekar hat er auch ein schönes Spielchen mit den Grössen der Pariser Avantgarde veranstaltet! Midnight In Paris eröffnet mit einem amerikanischen Paar, dass die Ferien in Paris verbringt - ein Tagtraum! Offiziell sind Gil (Owen Wilson) und Inez (Rachel McAdams) verliebt, doch womöglich ist es der Frühling in Paris, in den Gil tatsächlich verliebt ist? Er arbeitet als Autor für Hollywood, träumt aber davon, einmal ein grosser amerikanischer Schriftsteller zu werden. Einer wie Hemingway oder Fitzgerald während der späten 20er! Gil würde auch zu gern in Paris leben, während Inez ein Haus in der amerikanischen Vorstadt vorzieht. Während Gil sich vorstellt, dass womöglich in dem Cafe, in dem er gerade sitzt, Hemingway einen Pernod trank, geht Inez "Shoppen". Eines nachts schlendert Gil verloren in den Strassen von Paris umher. Plötzlich biegt ein Peugeot um die Ecke. Drinnen sitzen Scott und Zelda Fitzgerald, die ihn zu einer Party einladen. In diesem Moment machts "Klick": Allen hat es geschafft und uns fast beiläufig gebannt in seiner magischen Welt. Imagination oder Realität? Es spielt gar keine Rolle! Gil taucht ein ins Jazz Age und begegnet allen Legenden, die er genauso vergöttert wie sein Erfinder Woody Allen. Wer Fitzgerald, Hemingway, Gertrude Stein and Alice B. Toklas, Man Ray, Cole Porter oder Picasso genauso abgöttisch liebt wie Allen, ist hier im richtigen Film. Einer nach dem Anderen bekommt seinen Auftritt. Interessant, die Überlegung, wie jüngere Kinobesucher damit umgehen, denn ich denke, dass solche Literarität nicht mehr Gang und Gebe ist in einem "modernen" Film. Zelda ist verrückt, Scott verdammt in seiner Liebe zu ihr, und Hemingway prahlt mit seiner Potenz - es ist offensichtlich, dass es Allen ein diebisches Vergnügen bereitet haben muss, sein Drehbuch zu verfassen. So wie in fast jedem Allen Film, spielt einer ihn selbst. Offensichtlich ist Gil hier Allens Alter Ego und seine Fantasie kennt genauso wenig Grenzen! Gil hat sogar eine Idee für einen Film: Eine Gruppe sitzt gemeinsam beim Dinner, doch anschliessend sorgt eine mysteriöse Kraft dafür, dass niemand imstande ist, den Raum zu verlassen... "But why not?", fragt ein gewisser spanischer Surrealist - er mockiert, dass das einfach keinen Sinn für ihn ergeben würde. Allen liebt das Spielchen um Insider-Witze und erweist sich als gestandener Geek! Ich denke, der Film ist aber auch dann charmant, wenn man mal die eine oder andere Lücke hat. Owen Wilson ist der Schlüssel zur Wirkung von Midnight In Paris. Er spielt Gil so aufrichtig und enthusiastisch - dass es eine Freude ihm, ihm dabei zuzusehen. Er trifft all seine Helden und kann sein Glück kaum fassen, wie nett sie ihn behandeln! Natürlich sind sie alle zu dem Zeitpunkt aber noch keine Legenden, sondern ambitionierte Künstler in Mrs. Steins Salon. Kathy Bates spielt Mrs. Stein als praktische Amerikanerin, die geradeaus sagt, was sie denkt und eine Nase hat für junge Talente. Dann gibt es noch die schöne Adriana (Marion Cotillard), die in Künstlerkreisen herumgereicht wird und zur Zeit an der Seite Picassos erscheint. Natürlich verliebt sich Gil in Adriana. Allerdings hat Adriana ein Problem mit der "Gegenwart", den langweiligen 20ern und sehnt sich so sehr zurück in die Vergangenheit... Das alles erleben wir in Woody Allens 41(!) Film, den er mit viel Verstand und Hingabe gefilmt hat. Ich denke, es gibt nichts, was man an Midnight In Paris nicht mögen könnte! Selbst, wenn man nicht jedem Insider Spass folgen kann, ist es eine seiner charmantesten Komödien. Ich bins auch leid, Filme zu sehen, die offensichtlich für jedermann konzipiert wurden - was für mich bedeutet: Für niemanden! Midnight In Paris passt zu Woody Allen und auch zu mir und bestimmt noch zu so einigen weiteren Kunden unserer Videothek! (Dazu gibts unsere Film List Mindgame Movies - Komödien auf cinegeek.de

          • 6 .5

            vorhersehbare geschichte, keine Ueberraschungsmomente, ein paar Lacher waren drinnen

            • 7 .5

              Notiz an mich: 28.02.16/VoD/sehr unterhaltsam; in fast jeder hinsicht spannend; unfassbar nervige Charaktere in der Gegenwart; tolle Bilder und schöner Einfang der Stadt;

              • 7

                Woody Allen lebt das "Golden-Age-Syndrom" in 90 Minuten humorvoller Leichtigkeit voll und ganz aus, setzt Owen Wilson tatsächlich mal gut in Szene und zerpflückt nebenbei noch eine unglückliche Fast-Ehe und findet, begleitet einmal mehr von einer harmonischen Musikbegleitung, vielleicht sogar die wahre Liebe in Paris, dieser schönen Stadt.
                Gute Unterhaltung mit schrulligen Allen-Dialogen, man benötigt aber schon eine bessere kunsthistorische Allgemeinbildung als meine Wenigkeit, um alle Hommagen und Pointen wirklich genießen zu können.

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                • 8 .5

                  Als bekennender Frankophilist hatte mich der Film schon beim Titel gepackt. Einfach nur eine wunderbare Reise durch das Paris der Gegenwart und der 20er Jahre und sogar einen Abstecher in die Belle Epoche in die uns Woody Allen hier entführt. Mit den gut aufspielenden Owen Wilson und Marion Cotillard. Und dann noch die Seydoux und Madame Bruni in Nebenrollen, ach.

                  Gleichzeitig blutet mir bei seinem Sehen das Herz, seit diesem année désastreux 2015. Da wird mir einmal mehr bewusst, was für komfortablen, friedlichen Verhältnissen wird uns doch haben glücklich schätzen dürfen, wenn wir uns solcher unbeschwerten Filme hingeben konnten. Eines ist sowas von klar, es lohnt sich für die Rückgewinnung solcher Verhältnisse zu kämpfen, nicht nur in Paris sondern auch in Bagdad und anderswo. Und die Geschichte hat uns gelehrt, es ist möglich. Ansonsten hätten wir unseren Erben doch nur Trostlosigkeit zu hinterlassen.

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                  • 4 .5

                    Das Beste aus diesem Jahresprodukt von Woody Allen ist der Score. (u.a. Sidney Bechet, die Bacarole oder der Cancan u.v.a.m.) Von der Idee her lehnt er sich ein bisschen an seine ‘Purple Rose‘ an. Hier ist es allerdings etwas langweiliger. Eine Promiriege tritt auf, wenn Gil (Owen Wilson) in seiner Fantasie in die Belle Epoque oder die Golden Twenties abtaucht. (Kathy Bates, Adrien Brody, Carla Bruni! u.v.a.) Die Zuschauer freuen sich immer wieder, wenn sie bekannte Namen entdecken: z.B. Picasso, Braque, T.S. Eliot, Man Ray, Bunuel oder Dali etc. etc. Da entsteht so eine Klassenatmosphäre im Stil von ‘Herr Lehrer, ich weiß was!‘ Offenbar für die Amerikaner lauter Aha Erlebnisse (Drum der Oscar!). Für Europäer ist das was fürs gute alte Bildungsbürgertum. Gewonnen hat der, der die meisten Vertreter aus Kunst und Literatur zuerst erkannt hat. Leider haben uns die Kunstgrößen so gut wie nichts zu sagen. Sie sind einfach nur da. Schade!
                    Die Sightseeing Tour für Touristen besucht natürlich auch nur die Orte, die jeder kennt.
                    Erst ganz am Schluss, als sich Gils Fantasie-Ausflüge und die Realität mit Frau und Schwiegereltern begegnen, wird es etwas lebhafter. Es kommt sogar so etwas wie echte Handlung auf. Seine Frau Inez (Rachel McAdams) hatte wirklich etwas mit Freund Paul (Michael Sheen), als Gil sie nächtelang wegen seiner nostalgischen Streifzüge allein gelassen hatte. Folglich bleibt er auch in Paris und in echter Woody Allen Manier findet er unverzüglich Trost bei der Plattenverkäuferin Gabrielle (Léa Seydoux).
                    Hommage hin oder her, an sich selbst oder an die Vertreter der Kunst. Das Poster enthält wiederum eine Huldigung an van Goghs ‚Starry Night! Hier bedeutet offenbar Hommage, dass man weiß, dass da etwas ist. Für mich eine‘ Hommage vide‘. K.V.

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                    • 7 .5

                      Woody Allen hat schon ne komische Art Geschichten zu erzählen. Hier ist ihm das allerdings ganz gut gelungen. "Midnight in Paris" ist eine gelungene Romantikkomödie der etwas anderen Art. Man merkt ihm die Liebe zu Paris an, allerdings finde ich es etwas übertrieben: Dieses ständige "Ach, Paris ist die Stadt der Liebe" kann ich einfach nicht nachempfinden. Paris ist eine schöne Stadt, aber es ist da immer voll, die Franzosen sind da meist ziemlich unfreundlich (weil sie kein englisch sprechen wollen, sondern nur französisch) und auch das Essen ist unheimlich teuer. Okay, aber das ist nur meine Meinung zu Paris und die bezieht sich natürlich nicht nur auf diesen Film, sondern im Grunde auf jeden wo Paris als Stadt der Liebe verkauft wird.
                      Aber zurück zum Film: Im Grunde ist er schon lieb gemacht und bittet lustige wie herzerwärmende Momente. Auch das der Film mehr aus vielen Dialogen und Zitaten von Künstlern bestand hat mich diesmal kaum gestört. Owen Wilson spielt hier mal keinen Vollidioten sondern einen charmanten, wenn auch etwas zu braven erfolglosen Schriftsteller, Rachel McAdams hingegen eine super zickige Spießerin, hier passte daher auch die nervige Synchronstimme von Ranja Bonalana ganz gut (aber bitte gebt ihr wieder eine vernünftige Stimme, ansonsten mag ich nämlich McAdams und die Stimme von Bonalana ist echt nicht zu ertragen) und Peter Russo-Darsteller Corey Stoll aus "House of Cards" habe ich mit Bart und Haaren kaum wieder erkannt. Doch kommen wir nun zu dem Highlight und den für mich natürlich auch einzigen Grund warum ich mir den Film überhaupt angesehen habe nämlich (wie könnte es anders sein) Marion Cotillard!!! Ach, die Frau ist nicht von dieser Welt! Allein immer wenn sie ins Bild kam, ließ sie die anderen Schauspieler wie Statisten wirken, sie versprüht immer so eine anziehende Aura, der ich mir einfach nicht entziehen kann. Sorry, aber gegen Cotillard kommen selbst McAdams und Seydoux nicht an. Keine ist so brillant wie sie.
                      Das Ende gefiel mir dann leider nicht so ganz, aber es hat mich überzeugt.
                      Vive la Cotillard!!

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                      • 8 .5
                        RoboMaus 04.02.2016, 07:22 Geändert 04.02.2016, 08:27

                        Sunnyboy Owen Wilson unter der Regie von Woody Allen - kann das gutgehen?
                        Und wie!
                        Wilson kannte ich bisher mehr schlecht als recht von Klamauk-Filmen, doch nie so überzeugend wie hier. Er ist wohl der Profiteur dieser Beziehung.

                        Allens Timeshift-Komödie 'Midnight in Paris' hat vor allem viel Charme. Sie ist auch wohltuend frei von den neurotischen Loser-Geschichten, die viele seiner anderen Filme durchziehen. Wilson ist ein amerikanischer Schriftsteller in Paris, der von seinen grossen Idolen träumt. Er bekommt heraus, dass an einer bestimmten Strassenecke immer um Mitternacht eine zwanziger Jahre-Limousine hält. Indem er einsteigt, kommt er im Paris dieser Zeit an und trifft seine Vorbilder in den Bars und Cafés - bis zum Morgen: dann steht er wieder im Jahr 2010.

                        Die Charaktere der Schriftsteller und Maler sind alle interessant und glaubhaft, sofern man sie kennt oder zu kennen glaubt. Sehr gut auch Adrien Brody als Dalí - da hätte Allen optisch keinen Besseren nehmen können. Die Surrealisten halten es übrigens für völlig normal, dass Wilson aus der Zukunft kommt :D

                        Eine starke Hommage an die Kunst und das Paris jener Zeit - ich muss unbedingt herausbekommen, wo diese Strassenecke ist....... ;-)

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                        • 8

                          Fürchtest du dich vor dem Tod?
                          Hast du dich jemals mit einer grandiosen Frau geliebt?
                          Wenn ihr euch liebt........verspürst du eine wahre und wunderschöne Leidenschaft und zumindest für diesen Augenblick verlierst du die Furcht vor dem Tod?
                          Ich glaube, dass eine Liebe, die wahr und rein ist, einem eine Atempause vom Tod verschafft. Alle Feigheit rührt vom nicht lieben oder vom nicht gut lieben!

                          Paris im Regen!
                          Jede noch so hässliche Stadt ist schöner im Regen.
                          Alles ist schöner im Regen!
                          Ein Glück das ich in Hamburg wohne.
                          Es regnet hier fast permanent.
                          Und ich liebe es ♥

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                          • 9
                            Sandsturm 03.02.2016, 21:58 Geändert 03.02.2016, 21:59

                            Gerade gesehen und danach erst hier festgestellt, dass es ein Woody Allen-Film ist.
                            D.h. ich hatte die Titelsequenzen im Vor- und Nachspann nicht gelesen.

                            Der Film ist wundervoll, romantisch, gefühlvoll, witzig, humorvoll … Was habe ich über den zeitversetzten Privatdetektiv gelacht. Und mal ein richtig schönes, nicht-kitschiges Happy End.

                            War das ein Spoiler? Ich denk nicht.

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                            • 7

                              Woody Allens träumerisches Paris-Märchen bezaubert durch die betörenden Bilder und die allgemein wunderschöne Fotografie. Die Dialoge sind Allen-typisch, die FIguren erst recht. Dieses Zeitreise-Märchen spielt nur vordergründig auf der üblichen Beziehungsklaviatur, hintergründig geht es um nostalgische Sehnsüchte, "Früher war alles besser" und nebenbei auch noch um die Schönheit von Kunst und Schriftstellerei - wenngleich letzteres hier mit einem Augenzwinkern ironisiert wird.
                              Das langsame Erzähltempo benötigt bei dem ein oder anderen Interessenten zu Beginn Geduld, aber Durchhalten lohnt sich.

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                              • 2 .5

                                lea seydoux ist einfach umwerfend in ihrer rolle. das wars dann auch schon. leider schafft wilson den umschwung vom albernen herzensbrecher zum ernstzunehmenden charakterdarsteller in meinen augen nicht. kollege mcconaughey liegt da ohne frage tausendmal weiter vorn.
                                erneut habe ich gemerkt, dass ich w. allens stil ungllaublich grässlich finde.

                                auch cotillard hat mich traurigerweise diesmal mit dem schrecklich gekünstelten akzent abgesschreckt, obwohl ich sie sonst so gern sehe.
                                mcadams nervt wie immer ins unermessliche.

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                                • 6

                                  Owen Wilson lässt das Blödeln hier mal sein und macht seine Sache gut. Woody Allen lässt hier wieder ein großartiges Ensemble auf den Zuschauer los.

                                  • 6

                                    Konventionelle RomCom mit der üblichen Allenschen Identitässuche. Plätschert vergnüglich und harmlos vor sich hin und wird durch Reisen in die Vergangenheit und das Auftauchen legendärer Künstler und Literaten etwas aufgepeppt.

                                    2 Extrapunkte für die umwerfende Hauptdarstellerin - Paris.

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                                    • 8

                                      Dies ist ein Wichtelkommentar im Rahmen der User-Wichtel-Aktion-2015 für (VINCENTVEGA). Genießt den zweiten Advent!

                                      ------Zweiter Advent------

                                      Aufblende. Man sieht Aufnahmen von Paris, Eindrücke untermalt mit ruhiger Jazz-Musik. Wenige Augenblicke genügen und man wird sich bewusst, dass dies unverkennbar ein Film von Woody Allen ist. Eine der ganz großen Persönlichkeiten des amerikanischen Kinos, so etwas wie eine feste Konstante im Kinojahr. Seit knapp 50 Jahren beschenkt er uns mit seinen Filmen, jedes Jahr aufs Neue. Es gibt nur wenig Regisseure, die auf eine so umfangreiche Filmografie zurückblicken können und es gibt noch viel weniger Regisseure, die eine solche Kontinuität in Sachen Qualität besitzen. Fast schon einmalig, denn auch wenn nicht jeder Film von ihm ein Meisterwerk ist, so ist er doch zumindest sehenswert. Vergangene Woche wurde der Meister 80, ein beachtliches Alter und doch können wir uns darauf verlassen, dass auch nächstes Jahr ein Film von ihm in die Kinos kommen wird. Woody Allen, der vielleicht letzte Poet Hollywoods.

                                      „Midnight in Paris“ ist eine Liebeserklärung. Nicht nur an Paris, die Stadt der Liebe, sondern auch an die Künstler längst vergangener Tage. Doch Woody Allens Paris ist nicht einfach nur eine Stadt, sein Paris lebt und atmet. Was er uns zeigt ist keine neutrale Aufnahme, sondern eine personalisierte und romantisierte Darstellung. Paris, nicht so wie es ist, sondern so wie man es sich vorstellt, so wie Träumer, Romantiker und Künstler die Stadt sehen. Eben so wie Allen selbst sie sieht. Die Straßen dieser Stadt werden von Gil (herrlich unaufgeregt: Owen Wilson) durchwandert, er ist Autor, Träumer, Nostalgiker und fest davon überzeugt zur falschen Zeit zu leben. Paris in den 20iger Jahren, das war für ihn die goldene Ära und wir wären nicht im Kino, wenn er diese Reise nicht zugleich antreten würde. Es ist Mitternacht, Gil steigt in einen Wagen und kurz darauf befindet er sich in ebenjener Zeit. Zahlreiche Nächte kann er so mit seinen Vorbildern aus der Vergangenheit erleben, Inspiration und Lebensfreude zieht er gleichermaßen aus diesen Treffen. Einmalig ist dabei auch wie geschickt Allen durch die Zeit springt. Fast schon nebensächlich flechtet er dieses Element in die Handlung, und das obwohl es das entscheidende Bindeglied zwischen den Handlungsorten oder besser gesagt Handlungszeiten des Films ist. Allen macht die Zeitreise zu etwas Magischem, das man aber trotzdem zu keiner Sekunde anzweifelt. Hier muss nichts erklärt werden, es ist schlichtweg da.

                                      „Midnight in Paris“ lebt von seinen Figuren. Egal ob Pablo Picasso, Ernest Hemingway oder Luis Bunuel, Gil trifft sie alle und der Film präsentiert uns diese Begegnungen auf eine unnachahmliche Art. So sind alle Charaktere herrlich überzeichnet, wir lernen sie als verträumte Poeten, eigensinnige Künstler und selbstverliebte Wichtigtuer kennen. Hier ein Glas Champagner mit Scott und Zelda Fitzgerald, dort ein Schnaps mit Salvador Dali. Das alles zeigt uns Allen mit Hilfe von atmosphärischen Bildern und feingeschliffenen Dialogen, als Gesamtpaket wirkt der Film dabei unglaublich stimmig. Die einzelnen Elemente greifen perfekt ineinander und erzeugen dadurch ein enorm leichtfüßiges und kurzweiliges Filmerlebnis. Die Erkenntnis, die Gil gegen Ende des Films gewinnt ist zwar nicht sonderlich tiefgründig, dafür jedoch umso universell verständlicher. Schließlich waren wir alle schon einmal in Situationen in denen wir dachten früher war alles besser, bis wir schließlich den nostalgisch verklärten Blick ablegten und erkannten, dass dieser Gedanke nur eine Illusion ist. Wenn Gil letztendlich mit der Vergangenheit abschließt spannt das einen geschickten Bogen zum Beginn des Films und funktioniert dadurch optimal als versöhnlicher Abschluss. In erster Linie ist „Midnight in Paris“ aber ein Film den man erleben muss, ein Film zum Träumen und Mitfühlen. Durch seine unnachahmliche Art und Weise nimmt uns Allen mit auf eine magische Zeitreise, angefüllt mit purer Lebensfreude. Schlichtweg ein Film zum Wohlfühlen.

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                                      • 6

                                        Wenigstens der beste Woody der letzten 15 Jahre

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                                        • 7 .5
                                          audioservant 11.10.2015, 21:49 Geändert 11.10.2015, 22:26

                                          Wunderbar leichtfüßige Unterhaltung mit ein paar herrlichen Insidern für Kunst- und Literaturfans.

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                                          • 6

                                            Woody Allens "Midnight in Paris" ist eine schöne Hommage an Paris. An das aktuelle und an das alte das sich die Hauptfigur Gil, übrigens erfrischend mal Owen Wilson mal nicht als Klamauk, so schön erträumt.
                                            Ansonsten ist "Midnight in Paris" auch ein typischer Woody Allen Film. Viel Gerede und Geplänkel um scheinbare Belanglosigkeiten und Geplänkel zw. Paaren und deren Anhang. Ich kann verstehen das dies nicht jedem gefällt. Weiß auch nicht genau warum mich das anspricht. Aber Allen trifft für mich fast immer den richtigen Ton bei sowas.

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                                            • ?

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                                              • 7 .5
                                                RolfMuller 07.09.2015, 12:07 Geändert 07.09.2015, 13:19

                                                Du sehnst dich nach einer anderen Zeit. Nach einem anderen Leben. Nach einer anderen Frau. Du gehst spazieren. Ein Auto hält und du wirst mitgenommen in diese andere Zeit.

                                                Eine so einfach aber irre Idee, die auch für einen selbst ungemein reizvoll ist. Ich hatte anfangs so meine Bedenken, denn nun ja es ist nun mal ein Woody Allen Filmchen. Doch diese Bedenken waren unnötig. Denn „Midnight in Paris“ (nicht zu verwechseln mit „One Night in Paris“ ;)) ist ein richtig charmantes, kleines, sympathisches Schmuckstück geworden.

                                                Owen Wilson agiert hier als semi-erfolgreicher Schriftsteller und lässt sich vorallem von seiner Frau mal so richtig unterbuttern. Er sehnt sich nach Paris im Jahre 1920, weil er darüber schreiben will, die Epoche aber auch ungemein spannend findet. Und eines Tages spaziert er nachts durch Paris und Punkt 0 Uhr hält ein Auto und fährt ihn genau dahin. Dort trifft er viele Künstler und bedeutende Personen der Geschichte.

                                                Owen Wilson bringt den sympathischen Verlierer prima rüber. Und bis in die Nebenrollen ist das Schmuckstück prima besetzt, köstich z.B. Brody als Dali. Woodys Stempel darf natürlich nicht fehlen, so gefällt der Film vorallem auch durch seinen Wortwitz. Doch die stärksten Momente hat der Film im Paris der 1920-er Jahre. Als würde man selbst mit Owen Wilson in den Oldtimer steigen und dahin fahren. Das ist einfach schön inszeniert und locker-flockig vorgetragen.

                                                Für mich ist der Film eine kleine Überraschung, die einen schon ein wenig das Herz erwärmt und einen mit einem Schmunzeln auf den Lippen zurücklässt.

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                                                  Owen Wilson als Möchtegernschriftsteller, den es ins Paris der 20er Jahre verschlägt, wo er Hemingway, Fitzgerald, Picasso usw. trifft. Wunderbare Parabel über das nagende Gefühl, früher sei alles besser gewesen. [Barbara Schweizerhof]

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                                                    Adrian Brody als Salvador Dalí einfach perfekt!