Midnight in Paris - Kritik

ES/US 2011 Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Fantasyfilm, Komödie, Drama, Kinostart 18.08.2011

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Kritiken (28) — Film: Midnight in Paris

SiameseAlex: SiameseMovies

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9.0Herausragend

[...]
Das wohl auffälligste Charakteristikum an »Midnight in Paris« dürfte neben den schillernden Figuren wohl der ausbleibende Höhepunkt in der Handlungsstruktur sein. Was anderswo zu einem Dahinplätschern mutiert, gerät bei Woody Allen zum Faszinosum. Dieser schafft es nämlich auf gleichbleibend hohem Niveau Anreize und Gedanken zu offenbaren, deren jeweils innewohnendes Gefühl beim Zuschauer nur durch eigenes Zutun bewältigt werden kann. Schließlich mit Einführung der betörenden Marion Cottilard zündet die Endlosschleife im Gewand einer augenscheinlich zwar völlig einsichtigen, einfachen Weisheit, die jedoch in zweiter Hinsicht schwieriges Potential entfaltet.
[...]

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Die Fantasy-Komponente durch die jähen Zeitreisen erscheint zunächst ziemlich albern, doch Allen zieht das neben seinen üblichen Beziehungskisten so charmant durch, dass man diese Barriere bald überwindet und gerne mit Gil in dessen Welt eintaucht. Schließlich fühlt man sich sehr wohl in diesem Film – sein wichtigster Verdienst, zumal er keinen großen Anspruch auf Tiefgang erhebt. Zwar sind in Schlüsselszenen ein paar antinostalgische Denkanstöße eingeflochten, doch bleibt keine Zeit, diese auszuweiten. – Zu viele Hommagen hat Allen abzuarbeiten, zugunsten einer stets leichtfüßigen Atmosphäre. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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7.5Sehenswert

Jahr für Jahr und schon vier Jahrzehnte während beschert uns Woody Allen einen Film nach dem anderen. Zu sagen, daß der Altmeister sich nur selbst kopiert, keine neuen Erzählstrukturen und Figurenkonstellationen wagt und er eigentlich nur an einem großen Film zu arbeiten scheint, dem er jährlich etwas hinzufügt, ist eine Plattitüde geworden. Es stimmt: „Midnight in Paris“ ist wie alle anderen Woody-Allen-Filme. Und ich möchte hinzufügen: Zum Glück! Wir müssen bei diesem Film über Wunder sprechen und eines sei gleich benannt: Das Kino-Wunder Woody Allen ereignet sich auch im Jahr 2011. Es hat funktioniert, wieder einmal. Überdies gelangen wir in „Midnight in Paris“ an den Kern von Allens Schaffen und an die Urformel des Kinos selbst.
Michel Foucault nennt als Heterotopien der Zeit die Museen und Bibliotheken und hat dabei glatt das Kino vergessen. Doch Filme sind Orte ohne Ort. Während sich Owen Wilson in den Zwanzigern wohlfühlt, will Marion Cottilard diese Zeit verlassen und geht noch vierzig Jahre weiter zurück, in das Zeitalter der Belle Epoque. Es geht deshalb bei Woody Allen nicht allein um Nostalgie, sondern um die Verwirklichung einer Utopie. Es geht ihm in all seinen Filmen um die kinematographische Erschaffung eines Ortes als Gegenort zur Realität. Denken wir auch an seine früheren Meisterwerke „The purple rose of Cairo“ und „Mach`s noch einmal, Sam“. Woody Allen sagte einmal: "Ich hasse die Wirklichkeit, aber es ist der einzige Ort, wo man ein gutes Steak bekommt." Mehr über Allens Kino als Heterotopie in meinem Videoblog „Die Filmanalyse“.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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6.0Ganz gut

Woody Allens Alter Ego wandert diesmal in Person von Owen Wilson durch das heutige Paris und erträumt sich während seiner Spaziergänge mehrere nächtliche Zeitsprünge in das Paris der 20er Jahre. Im Laufe seiner Wanderungen durch die Zeit trifft er auf bedeutende Künstler des 20. Jahrhunderts, auf Ernest Hemingway, Gertrude Stein, Scott Fitzgerald, Salvadore Dali, Pablo Picasso usw.. Diese Begegnungen entbehren keineswegs jeglicher Grundlage. Zahlreiche (aber nicht alle) auf der Leinwand präsentierten Künstler hatten sich in der Tat zu diesem Zeitpunkt in der "Stadt der Liebe" aufgehalten. Nur bleibt der Film lediglich eine Träumerei. Ein Meet and Greet. Allen weiß nichts mit diesen Treffen anzufangen. Seine angedeutete Inspiration für den Künstler bleibt bloße Behauptung. Es ist eine süße, unterhaltsame Träumerei. Aber wie einen schönen Traum hat man auch den Film am nächsten Tag schon vergessen.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Nach großzügigem Cannes-Buzz, begeisterten Feuilletonarien und sogar klingelnden Kinokassen versprach "Midnight in Paris" einen Woody Allen in alter Form, bestenfalls sogar in Tradition seiner filmreflexiven Vergnüglichkeiten à la "Purple Rose of Cairo". Erwartung vergebens. Auch im alten Europa, das Allen zuletzt noch einmal zu später Frische anregte (so frisch ein Film von ihm eben sein kann), haben nun erneut Altherrenulk und formale Lethargie den Regisseur fest in ihrer Hand. Mit der Idee, Owen Wilson als Woodys Alter Ego auf berühmte historische Persönlichkeiten aus Kunst, Musik und Literatur treffen zu lassen, weiß der Film nichts anzufangen. Statt einen künstlerisch diskursiven Dialog zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu eröffnen, betreibt Allen ausschließlich Namedropping. Übrig bleibt ein einziger Leerlauf zwischen Paris-Postkartenstrecke und "gewitzten" Beziehungsproblemchen – eine müde pointierte, betagte Komödie für Bildungsbürger jedweder Couleur, in der es wieder einmal um rein gar nichts geht.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

matteo

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Diese Kritik ist weltglatze!!!


Le Samourai

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Nee, im Kino mit Rotwein!


goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.0Ausgezeichnet

[...] Es lässt sich kaum bestreiten, „Midnight in Paris“ ist ein weiterer, Fernweh schürender Film über die Stadt der Liebe. Aber insbesondere ist es Woody Allens persönliches Liebesbekenntnis an die schönen Künste dieser Welt. Ein Loblied auf die kreative, Genuss orientierte Avantgarde und die Kraft, die Paris seit jeher auf sie ausübte. Der Film ist die Summe aller Einflüsse, die Allen während seinem langen Leben prägten - und somit auch uns.

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Oceanic6: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Danke Woody Allen, genau so muss eine Liebeserklärung aussehen: Frech, kurzweilig, charmant, altmodisch, lustig, clever und emotional. Zwar hätte er noch etwas auf die typische musikalische Seite von Paris, die Musettes und die Guinguettes eingehen können, aber damit verbinde ich einfach etwas sehr Persönliches, daher ist das Meckern auf hohem Niveau. [...]

Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Punsha

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Jaaaa! :D Das macht ja richtig Vorfreude, danke dafür!
Wo würdest du Midnight in Paris zwischen seinen anderen Werken ab 2000 einordnen, falls du da ein paar gesehen hast? :)


Punsha

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Achso, überlesen :D ja Match Point war super, dann freu ich mich einfach mal drauf


Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Ein typischer Allen: mit neuer, ausgefallener hübscher Idee, leicht, spielerisch, intelligent, wie immer mit etwas zynischen Dialogen versehen, die fast ironisch zu verstehenden „schönen“ Touristenphotos von Paris nicht zu vergessen.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.0Ausgezeichnet

Auch "Midnight in Paris" hat seine schwachen Momente, tröpfelt manchmal etwas dahin und hätte durchaus noch ein klitzekleines bisschen weniger Geschwätzigkeit und ein wenig mehr Esprit vertragen können. Dennoch gelingt es Allen, seine typischen Beziehungserforschungen mit einer frischen Grundidee in eine wortwitzige Romantikfantasie zu fassen, deren hinreißendem Charme man sich kaum entziehen kann.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Der Zuschauer wird mit einem wunderbaren Film belohnt. (...) Owen Wilson ist einfach großartig.

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Tiefgründig ist das alles nicht wirklich, muss es aber auch gar nicht sein. Bei den kritisierten Filmen Allens der letzten Jahre hieß es zur Verteidigung meistens, es handle sich doch nur um einen leichten Unterhaltungsfilm, da solle man nicht zu hart urteilen. Mit "Midnight in Paris" hat Allen hier nun wirklich einmal einen leichten Unterhaltungsfilm abgeliefert, der kaum mehr will, als kurzweilig einer Epoche und ihren künstlerischen Helden ein Denkmal zu bauen. Das kann er, das schafft er, damit ist man zufrieden. Fürs Erste.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.5Ausgezeichnet

Was für ein Kulturvergnügen allererster Gedanken - wie Gefühlsgüte. Diese neueste Woody Allen-Poesie "Midnight in Paris" tut richtig gut. En Meisterwerk der wunderschönen Leichtigkeit!

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Katja Nicodemus: NDR Katja Nicodemus: NDR

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7.5Sehenswert

Und natürlich ist "Midnight in Paris" eine Liebeserklärung an diese Stadt. An Paris als Ort der Künste und der Inspiration, als Sehnsuchtsort eines anderen, aufgeklärten, weltoffenen Amerika. So wie Allens Film eine klare, unfassbar komische Aufforderung ist, unsere Träume, deren Verwirklichung ja nie wahrscheinlich ist, einfach zu leben.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Mit dieser witzig charmanten Romantic Comedy beweist Woody Allen, dass er noch mitten drin steckt in seinem "Goldenen Zeitalter". Ein großes Vergnügen!

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Thilo Wydra : br-online Thilo Wydra : br-online

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7.5Sehenswert

(...) leichtfüßig und doch nicht oberflächlich, voller Poesie, und – wir sind in Paris! – auch voller Romantik. Am Ende wird Gil, der nun auch an seinem Roman sitzt, auf einer der Seine-Brücken in seiner neuen Stadt abends mit einer Frau entlang schlendern, und man weiß: diese ist die Richtige für ihn. Seufz!

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Die wunderbaren Bilder des Kameramanns Darius Khondji tauchen die in der Vergangenheit angesiedelten Bilder in ein goldenes Licht, während in den Einstellungen der Gegenwart naturalistische Töne vorherrschen. Sie ordnen sich freilich einer zwischen spielerisch und verspielt anzusiedelnden Inszenierung unter, die einem Drehbuch mit einem wunderbaren Gefühl für Rhythmus entspringt. Wie kaum ein zweiter Woody Allen-Film der letzten zwei Jahrzehnte setzt das Drehbuch die witzigen Dialoge wohldosiert ein, weil es sie in den Dienst des Handlungsfortgangs stellt. Die bei aller Wunderlichkeit doch noch zurückgenommene Charakterzeichnung insbesondere der männlichen Figuren verdankt sich einer Schauspielführung, die Owen Wilson und Michael Sheen zu Höchstleistungen herausfordert.

Obwohl „Midnight in Paris“ ganz andere, weil durch und durch komödiantische, Töne anschlägt als die melancholische Stimmung von „The Purple Rose of Cairo“, loten beide Woody Allen-Filme das Verhältnis zwischen Kunst und Leben aus. „Midnight in Paris“ variiert das „The Purple of Cairo“-Bonmot „Die wirklichen Menschen wollen, dass ihr Leben eine Fiktion ist, und die erfundenen, dass ihr Leben Realität wird“ auf überaus originelle Weise. Den nostalgischen Blick auf ein vermeintliches Goldenes Zeitalter stellt Allens durchaus moralische Erzählung als Wirklichkeitsflucht bloß: Wer seine Gegenwart, sein Leben nicht bewältigt, findet sich in keiner von ihm auch noch so verklärten Vergangenheit zurecht.

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Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Midnight in Paris ist ein höchst sympathischer, charmanter und unterhaltsamer Film, bei dem Woody Allen seinen bekannten Zynismus lediglich stellenweise durchscheinen lässt und sich stattdessen auf eine fast schon naiv anmutende Abenteuerreise quer durch die Zeit begibt. Ohne den Druck zu verspüren all die magisch-realistischen Ereignisse zu erläutern führt er uns in die Goldenen 20er Jahre und spielt geschickt mit dem Mythos diverser Künstlerfiguren. Dank den tollen Darstellern und den wunderbaren Dialogen wird Midnight in Paris tatsächlich zur betörenden Reise, die sich Fans des Regisseur auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

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Sigmund

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Wo ist Woody Allen denn zynisch? Michael Bay ist zynisch.


HerrLehmann: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

[…] Man muss sich auf diesen Plot einlassen: auf die unvermittelte Wende zum fantastischen und auf die kaum skeptische Reaktion des Protagonisten. Dann aber ist MIDNIGHT IN PARIS charmant, unterhaltsam und, ja, romantisch. Seine Fehler aus ICH SEHE DEN MANN DEINER TRÄUME vermeidet Allen diesmal: Statt nichtssagender, nur leidlich zusammenpassender Episoden bietet MIDNIGHT IN PARIS eine Ge-schichte mit echtem Spannungsbogen, statt einer gleichberechtigten Gruppe uninteressanter, eindimensionaler Figuren gibt es eine eindeutig definierte Hauptfigur, der man gerne in die Roaring Twenties folgt.

Letzteres ist Verdienst des Drehbuchs, aber zu gleichen Teilen auch Owen Wilsons. Er spielt die Sorte Rolle, die man gerne als "Woody Allen-Charakter" bezeichnet - und damit nur halb richtig liegt. Sicher, im entsprechenden Alter hätte Woody Allen Gil selbst gespielt, doch Wilson macht sich die Figur zu eigen.[…]

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HerrLehmann

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OK. Denke dazu hab ich jetzt alles gesagt.


HerrLehmann

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(Vielleicht noch das hier: wenn du die gesamte Kritik liest wird, hoffe ich, schon relativ deutlich, dass ich nicht nur für Midnight..., sondern für Allens Werk im Allgemeinen viel übrig habe. Wenn ich ihm "Fehler" attestiere, spricht da weniger der Oberlehrer, als vielmehr der enttäuschte Fan in mir. Im Kontext stehen solche Formulierungen oft in ganz anderem Licht ;))


alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

Frisch und originell: Dass einem Woody Allen-Film, der im 21. Jahrhundert abgedreht wurde, noch einmal so etwas attestiert werden würde, hätten wohl auch die kühnsten Fans des Filmemachers nicht gedacht. Viel zu lange schon pflegte der kleine New Yorker sein eigenes filmisches Erbe, drehte jedes Jahr Variationen seiner Klassiker. Das gelang ihm manchmal recht ordentlich, doch gerade in der jüngeren Vergangenheit griff Allen zu oft daneben. „Midnight in Paris“ ist endlich der nun wirklich nicht erwartbare Befreiungsschlag. Dabei muss gesagt werden, dass der Paris-Ausflug im Allen-Universum kein völlig neues Gebilde darstellt. Man erinnere sich bloß an das gefeierte „The Purple Rose of Cairo“, „Der Fluch des Jade-Skorpion“ oder „Geliebte Aphrodite“. Das waren erfolgreiche Allen-Werke, die bereits Ausflüge ins Mystisch-Magisch-Märchenhafte darstellten. Dafür hat Allen einen Faible. In „Midnight in Paris“ verkörpert Owen Wilson Allens Leinwand Alter Ergo, sprich den Stadtneurotiker, der…

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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8.0Ausgezeichnet

Midnight in Paris ist durchtränkt von verführerischen Geheimnissen, die keine Kritik vorwegnehmen sollte. Doch bei all dem frischen Humor und der hinreißenden Romantik gibt es doch auch eindringliche Schatten. Diese Tatsache allein macht den Film sehenswert.

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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York

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8.0Ausgezeichnet

[…] Allen kreiert eine anhaltend amüsante Phantasie – das Beste ist, als Gil die Idee zu Der Würgeengel in Luis Buñuels Kopf pflanzt – die auch weise mit der schädlichen Art umzugehen weiß, mit denen Menschen die Gegenwart ablehnen um eine goldene Vergangenheit einzufangen, die nie existierte. Abgesehen von ein paar Fehltritten ist der Film ein erstklassiger Woody Allen – einsichtig, philosophisch und sehr witzig.

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Pete Hammond: Boxoffice Magazine Pete Hammond: Boxoffice Magazine

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8.5Ausgezeichnet

Woody Allens zeitreisende Komödie Midnight in Paris ist ein Valentinsgruß für Paris und ein absolutes Vergnügen. […] Geschickt geschrieben und mit glaubwürdigen Dialogen und Situationen geht Allen seinem Konzept nach und kreiert eine vergnügte Satire die sich um eine Gruppe von Ikonen dreht, welche der Regisseur ernsthaft verehrt. […] Ein Ausflug in die Stadt der Lichter, denkwürdiger als Sie ihn sich je vorstellen könnten.

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D. Edelstein: USA Today D. Edelstein: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

[…] Es ist ein Wunder, dass Woody Allen immernoch einen Film herausbringen kann, der so entwaffnend wie Midnight in Paris ist. Diese übernatürliche Komödie ist nicht nur Allens bester Film seit mehr als zehn Jahren; er ist der einzige, der es schafft über seine kleine, ordentliche Parabel-Struktur hinauszuwachsen und leicht, anmutig und witzig zu sein, als würde er durch den Zauber seines benebelten Helden aufrechterhalten.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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8.5Ausgezeichnet

Woody Allens charmanter neuer Film, Midnight in Paris, malt sich aus, was passieren würde, wenn der Wunsch [in den guten alten Zeiten zu leben] wahr würde. Er ist wunderbar romantisch obwohl – oder gerade weil er die Enttäuschung, die jeden genialen Ausdruck von Romantik überschattet, anerkennt. Der Film besitzt die inspirierte Dummheit manch klassischer Allen Sketche und ist gespickt mit dem reuevollen Fatalismus, der viele seiner späteren Werke charakterisiert.

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Rex Reed: The New York Observer

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9.0Herausragend

Midnight in Paris ist Woody Allens bester Film seit Jahren, 94 Minuten voll Zauberei. […] In einem Film mit so vielen Verlockungen zu posieren, zu überspitzen und satirisch zu übertreiben sind alle Charaktere einfach nur natürlich, unaufgesetzt und verdammt lustig. Midnight in Paris ist auf großartige und atemberaubende Art und Weise von Darius Khondji gefilmt, sodass sich der Kinobesuch allein wegen der Cinematographie lohnt.

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Milan Pavlovic: Kölner Stadtanzeiger Milan Pavlovic: Kölner Stadtanzeiger

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7.5Sehenswert

Midnight in Paris ist Woody Allens schönster Film seit einem Vierteljahrhundert und eine Liebeserklärung an eine Stadt, wie er sie vorher nur New York zukommen ließ (1979 mit "Manhattan").

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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6.5Ganz gut

So sanft war Woody Allen noch nie – und noch nie so heiter-melancholisch im Blick auf unser aller unentrinnbare Zeitgenossenschaft. Wobei er seine kaum mehr ironisch gebrochene Mahnung, jeder möge sein eigenes Leben aktiv und selbstbewusst gestalten, geschickt in eine rührend eskapistische Parabel kleidet.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

In gewisser Hinsicht handelt es sich bei Midnight in Paris um eine All-Star-Komödie, in der die Liebe Woody Allens zu europäischen Künstlern und Geistesgrößen die wunderlichsten Blüten treibt.[...] Mit dem Zusammentreffen solcher Heroen der Vergangenheit gelingen Allen ein paar seiner besten Sketches seit längerer Zeit.

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Kommentare (177) — Film: Midnight in Paris


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sebastian.forster.58

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Typisch Woody Allen. Leichtfüßig geschrieben und perfekt gespielt (überraschend gut: Owen Wilson). Mit der passenden Musik unterlegt hat der Altmeister hier seinen besten Film geschaffen. Und nebenbei wird einem noch eine schöne Botschaft vermittelt. Ein Film zum abschalten und nachdenken. Herrlich!

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gswingo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Für jemanden, der amerikanische Literatur studiert hat und selbst gerne schreibt, war der Film ein phantasievoller Ausflug zum verlieben. Kulisse, Darsteller und Geschichte rundum gelungen. Da ist man ein wenig traurig, wenn es zu Ende geht, bleibt aber mit einem warmen Gefühl zurück :)

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InfiniteJest

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Bewertung7.0Sehenswert

Sogut wie alle der Beziehungsstressszenen mit Laberblondie und ihren grauenhaften Gefährten erzeugen Sehnsucht nach den originellen und gemütlichen Ausflügen von Gil, weshalb sie wohl mehr Stilmittel sind als wirklich Teil des Films, denn das funktioniert auch hervorragend: Mit dem Oldtimer kommt der Spaß. Allerdings überzeugt mich diese Liebeserklärung an Paris viel weniger als jene an die 20ger Jahre, hat Gil doch kaum Kontakt zu wirklichem Pariser Volk (Selbst in den Ausflügen wenig). Das gehört aber zu einer Stadt dazu und diese besteht auch nicht nur aus möglichen, hochattraktiven Alternativen zu seiner Freundin. Womit ich beim deplazierten Ende wäre: Leider nicht sehr glaubwürdig. Gelungen sind eigentlich nur die Hommagen an Vergangenes. Herrlich übertrieben und liebevoll. Aber das ist schon was.

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nils.johannson.1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn man vor diesem Film noch nicht in Paris und die 20er Jahre verliebt war, stehen die Chancen nicht schlecht, dass man es hinterher ist.
Ich finde es schön, dass Woody Allen großen Schriftstellern wie Hemingway und Fitzgerald hier noch mal eine Bühne bereitet und sie ins Gedächtnis ruft. Gerade für diejenigen, die sich vorher nicht mit ihnen auseinander gesetzt haben.
Ich war sehr angetan von der Leistung von Owen Wilson. Er hat bewiesen, dass er so einen Film tragen kann. Dass er ein ernstzunehmender Schauspieler ist, hatte er vorher schon bei Wes Anderson bewiesen.

Ein Film zum verlieben.

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pastevkovic

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Woody Allen schafft eine Welt, in die man einfach nur eintauchen möchte!

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Von den Europafilmen ist dies der Beste. Sehr versöhnlich und ungewöhnlich belehrend auf eine sehr emotionale, angenehme Art.

Wie stehen die Chancen auf einen "Berlin Nightmares" oder sowas? Wollen wir mal eine Petition auflegen?

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xzonarossa

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was soll man denn über berlin zeigen?
den führerbunker? haha


Baumkopf Holzfaust

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Woody Allen im Führerbunker, wenn das keine Geschichte wert wäre!!


MrKatsumi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wirklich sehr erfrischende, seichte Unterhaltung mit einer bezaubernden Marion Cotillard, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Woody Allen erzählt die Geschichte zeitweise wirklich etwas sehr ausschweifend, aber daran habe ich mich wenig gestört. Ich kann seine Gefühle dem Protagonisten völlig nachempfinden und den Wunsch in einer früheren Zeit leben zu können hatte ich auch schon oft. Wirklich schön.

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JanoX

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man Kunst- und Literaturfan der 1920er Jahre ist, kommt man hier ja sowieso auf seine Kosten. Ist man dann noch Paris-Vergötterer, ist alles gerettet.

Bei mir trifft weder das eine, noch das andere zu. Warum ich dem Film trotzdem eine 8 gebe?
Zunächst einmal dieser warum-auch-immer-wunderbare-Owen-Wilson, der mich einfach damit überzeugt, dass er immer wieder diesen "What the heck?!" Blick auf dem Gesicht hat. Adrien Brody als Dalí hat mich dann entgültig vom Hocker gerissen. Auch die anderen Hemmingway, Picasso, Toulouse Lautrec... super inszeniert und wunderbar als Standard Gesichter der 20er in einer Art künstlichem Alltag eingebaut! Dann noch die Romanze mit Marion Cotillard, die mir in fast all ihren Filmen gefällt (Inception, Public Ennemies, etc.) und der Film, ist da angekommen, wo er für mich ankommen sollte!

Insgesamt echt super, Woody Allen ist definitiv nicht mein Favorit als Filmemacher, aber mit Manhattan konnte ich auch schon etwas anfangen.

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emily

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Bewertung6.0Ganz gut

Aufgrund der vielen guten Bewertungen, waren meine Erwartungen an Woody Allens Midnight in Paris ziemlich hoch. Und wie das oft so ist mit großen Erwartungen, wurden sie leider enttäuscht.
Die Geschichte hat mich leider nicht überzeugen können. Ich konnte mit den Zeitreisen nicht wirklich etwas anfangen, ich fand sie weder besonders komisch noch besonders spannend oder romantisch.
Mmh, okay, ich geb´s zu, das mag zum Teil vielleicht daran liegen, dass ich die meisten berühmten Persönlichkeiten nur vom Namen her kannte, sie aber nicht kulturell einordnen konnte und schon gar nicht die Biographien dazu kannte. Aber auch wenn ich die Personen kannte, ging mir das alles zu schnell, ich hatte manchmal das Gefühl, dass Woody Allen einfach nur so viele Künstler wie möglich in seinem Film quetschen wollte.
Die Moral von der Geschichte wurde dann auch noch so offensichtlich auf dem Silbertablett präsentiert (und das auch noch mehrmals, damit es auch ja keiner verpasst), das ich schon ein bißchen genervt mit den Augen gerollt habe.
Sehenswert ist Midnight in Paris allerdings schon aufgrund seiner wunderbaren Aufnahmen von Paris und Versailles. Ich hatte auf einmal wahnsinnige Lust mich in den Thalys Richtung Frankreich zu schwingen - mir gefielen daher auch die ersten paar Minuten vom Film am Besten, in denen Woody Allen einfach nur schöne Bilder von Paris zeigte.

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amiga-del-sol.de

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Bewertung7.5Sehenswert

Jedes Jahr erfreut Woody Allen uns – den einen mehr, den anderen weniger – mit einem neuem Film. In diesem Jahr ist es „Midnight in Paris“ mit Owen Wilson, der in Paris spielt. Und dabei spielt die Stadt Paris keine untergeordnete Rolle – im Gegenteil – den Film kann man auch als Liebeserklärung an die Kulturmetropole verstehen. Eindrucksvolle Bilder von Paris werden verbunden mit einem Nostalgietrip in die 20er Jahre. Dieser regelmäßige, wenn auch kurzweilige Trip ist äußerst spannend und amüsant vor allem weil Pariser Künstler wie z.B. Picasso darin auftauchen. Owen Wilson ist nicht gerade mein fav. Schauspieler, dennoch passt er ganz gut in die Rolle des naiven, verträumten Schriftstellers und hat dadurch ein hohes Identifikationspotential.

Eine süße, nicht allzu kitschige Romanze mit einer wichtigen Message und ästhetischen Aufnahmen von Paris. Ein schöner Sonntag-Abend-Film.

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moviereporter

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Bewertung7.0Sehenswert

Trotz einiger Längen ein (vor allem optisch) wunderschöner Film, der keine wirkliche Geschichte erzählt, sondern verschiedene Stimmungen, Farben, Epochen, Licht und Musik in Paris in den Vordergrund stellt und vor allem Kunst-/Literatur-Interessierte aber vor allem Paris-Fans ansprechen will.

Zumindest mich hat 'Midnight in Paris' verzaubert und ohne zu viel zu verraten, ist die Schlusszene im Regen so unglaublich schwärmerisch, kreativ, einfühlsam und malerisch schön, dass einem das Herz aufgeht...

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Hagen Hagen

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Bewertung5.5Geht so

Rachel McAdams ist wohl die schlechteste Schauspielerin, mit der Woody je gearbeitet hat. Auch viele Nebendarsteller sind schwach (Hemingway, Picasso). Der Rest ist ein zukleisternder Score und viel Namedropping.
...
Boris: I have no fear of the gallows.
Father: No?
Boris: No. Why should I? They're going to shoot me.
Das waren noch Zeiten.

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sven.schroder.332

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picasso redet doch so gut wie gar nicht und hemmingway ist wohl großartig


Hagen Hagen

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Dann gib mir wenigstens bei Rachel McAdams recht :-)


Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine echte Enttäuschung! Ich dachte, das wäre die lang erwartete Fortsetzung zu "One Night in Paris" und dann bekomme ich bloß solch langweiligen Intellektuellen-Feel-Good-Schmarrn vorgesetzt. Okay, Spaß beiseite, "Midnight in Paris" ist toll! Eine wunderschöne Romanze eingebettet in ein kitschiges Fantasy-Märchen und zugleich ein fantastischer Film für Künstler, Kunstbegeisterte und alle, die es werden wollen. Absolut bezaubernd! Neben Owen Wilson als Woody Allen gibt es viele bekannte Gesichter in begeisternden Auftritten, denen Marion Cotillard jedoch allen die Show stiehlt. Das Ende hat mir dann leider nicht so gut gefallen, zerstört es doch die vorangegangene, wundervoll herzerwärmende Nostalgie, und die Botschaft wird nicht konsequent genug rübergebracht, bzw. kommt bei mir altem Sturkopf einfach nicht an. Denn ich will jetzt immer noch hier weg, und zwar so sehr, wie noch nie. Und falls ich irgendwann einmal in der Stadt der Liebe herumgeistern sollte, werde ich mich auf jeden Fall betrinken und auf den magischen Peugeot warten.

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Murray

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Beau commentaire! :D


Mr. Pink

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Merci! :)


LynchFan1706

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Bewertung4.0Uninteressant

Es war einmal ein verliebtes, verlobtes Paar mit Wohlstandsproblemchen, das kommt nach Paris und streitet sich, ab Minute eins des Films permanent um Kleinigkeiten und redet -in belanglosen, wirren Dialogen- ständig aneinander vorbei.
Dieses ganze Gezeter zwischen den beiden ist nicht nur gewaltig nervig, es wirkt aufgesetzt, denn Gils und Inez' Chemie stimmt einfach nicht. Der Funke zwischen Wilson und McAdams springt einfach nicht über.
Inez' gereiztes, unverschämtes, besserwisserisches Geplapper war so unerträglich, dass ich Gil in Gedanken die ganze Zeit angefeuert habe, ihr doch einfach mal eine zu verpassen.
Dieser trottelige Schriftsteller denkt aber gar nicht daran. Er erträgt brav die blöden Schwiegereltern in spe und das überhebliche, befreundete Pärchen. Er bleibt nett, verteilt ein paar Spitzen, die in's Leere laufen und geht spazieren!
"Flieht" in die Vergangenheit, weil es da noch richtig gemütlich und nett war. Er lernt -im gefühlten 5 Minuten Takt- alle wichtigen Künstler dieser Epochen von Hemingway bis Gauguin kennen, die ihm durch ihr neckisches, gewitztes Auftreten anscheinend die Augen öffnen. Warum auch immer...
Er lamentiert, flirtet, erkennt, versteht, blubbert vor sich hin, und das Licht, das ihm am Ende seiner Zeitreise in Bezug auf seine zänkische Verlobte und sein Leben allgemein aufgeht, nämlich dass man mit solch einer Giftspritze kein Leben verbringen kann, ist plötzlich taghell und lässt ihn ***(Spoiler)*** zu der Erkenntnis gelangen, dass er in Paris bleibt und sich trennt, aber nicht ohne die nächste Frau kennen zu lernen, die schon im Regen am Ufer der Seine auf ihn wartet. Klar!***(Spoiler Ende)*** Paris ist nämlich im Regen am schönsten. Wie romantisch!
Viele gute Schauspieler, durch kurze screentime in einer, zwar netten, aber papierdünnen Story verbraten.
Das schlimmste war jedoch der staubtrockene Charme im runtergespulten Zusammenspiel der Darsteller, der die nostalgische Stimmung knirschen ließ.
Zwischendurch musste ich auch noch den Fernseher leiser stellen, da der Dudeldideidudeldidumscore meine Laune noch verschlechtert hat.
Die Aufnahmen von Paris waren hübsch nostalgisch poliert. Schöne Stadt, jo, aber London und Barcelona sind auch schön und konnten schon die vorherigen Filme nicht retten und in Rom oder im kleinen Dorf in Alaska wird das auch nicht anders werden...

Ich sehe es zwar nicht ganz so hart wie im Kommentar von Glücksritter, da ich die frühen Filme von Allen sehr gern habe, aber etwas wahres ist schon dran.
Mir geht Allen nämlich auch gehörig auf die Nerven mit seinen lahmarschigen Geschichten, in ach so wunderschönen Städten, über irgendwelche langweiligen Charaktere und ihre uninteressanten Befindlichkeiten.
Immer das gleiche Geseiere nur vor einem anderen Panorama.
Der 2000er Woody Allen und ich werden wohl keine Freunde mehr. Schade.

(Ach, und Owen Wilson ist bei Anderson eindeutig besser aufgehoben.)

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Markbln

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Wie gut das tut. Die Europa-Geschichten von Woody Allen sind wirklich zu dröge.


LynchFan1706

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:-) Bei jedem Europa Film war ich erstaunt, dass nahezu jeder etwas besonderes in den Filmen sieht. Ich seh da leider gar nichts, und ich bin sicher da ist auch nichts. Nostalgische Allen Verklärung ist das wohl eher.


Antichrist

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Meister ruht sich aus und liefert uns derweil ein selbstzitierendes Allenplagiat - und das ohne allzu große Begeisterung,will sagen,ein äußerst müder Aufguß aus mindestens zehn Woodys.

Schon verziehen!

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Ripley1

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Kommt mir auch ein bisschen wie ein "Best of" vor. Aber gut, dass er mal wieder einen kommerziellen Erfolg landen konnte.


LalaChing

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Bewertung3.5Schwach

Was war denn das? Dieser gehypte Woody-Allen-Film stößt bei mir nur auf Unverständnis. Weder kann ich mich für die Darstellungen der Stadt begeistern, noch für das zwanghafte Auf-einen-Haufe-Gewerfe der berühmten Persönlichkeiten der 20er. Die Darstellung der Charaktere ist anstrengend und ihre Geschichte vorhersehbar, zudem ist mir "Midnight in Paris" einfach zu leicht gemacht. Bei knapp 90 Minuten Filmlänge hätte der gute Wooday Allen lieber noch 20-30 Minuten mehr erklären und zeigen müssen, um mich zu überzeugen und mehr Tiefe in den Film zu bringen.

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Glücksritter

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Bewertung2.5Ärgerlich

Woody Allens Filme sind einfach so lächerlich... sorry. Von vorne bis hinten. Dieses ewige Rumgeschleime, der sülzende, nervtötende Score in Dauerschleife, hauptsache aufgesetztes Stock-im-Arsch Gequatsche... Hätte nurnoch gefehlt dass er wie bei Der Stadtneurotiker ständig pseudomäßig reinkommentiert und Ratschläge über Beziehungsprobleme erteilt damit er den Zuschauern seine intellektuelle Möchtegernüberlegenheit aufdrücken kann.. Der Kerl geht mir so auf den Sack.

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Anoirja

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Passt (für gewöhnlich) schon - und auf den hier habe ich vorsorglich gleich ganz verzichtet. "Match Point" fand ich übrigens auch ganz okay.


Doennis

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frage ich mich nur warum man sich den film anguckt, wenn man von vorne rein der weis dass eine allen's filme nicht gefallen... der letzte satz bringt dein unqualifiziertes gefasel einfach zu 100% auf den punkt. du gehst auf den sack


WZRDOnTheMoon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mich hat der Film bereits nach den ersten 4-5 Minuten "Paris-Flair" sofort gepackt, obwohl ich, besonders von Frankreich und den später hinzustoßenden 20er-Jahre-Charaktere, recht wenig wusste und absolut nicht wusste was mich erwartet, da es zugleich auch mein erst Woody-Allen-Film war.

Primär aufgrund von Owen Wilson und reiner Neugier habe ich mich dann letztendlich doch dazu entschieden mir den Film zu gönnen und wurde nicht enttäuscht. Die verschiedenen Charaktere wie Hemingway, den Fitzgeralds oder auch Picassos Geliebte Adriana haben mich so dermaßen interessiert, dass ich, was normalerweise sehr selten passiert, stundenlang mich durch sämtliche Biografien und Lebensgeschichten der damaligen "Stars" gelesen habe, auch die hervorragenden Inszenierungen, Musikstücke, Bilder und das gut rüber gebrachte "Frankreich-verträumt-20er Jahre-Flair" mit letztendlichem "Happy-End" hat zumindest bei mir mehr Lust auf einen 'Woody' gemacht, "Die Stadtneurotiker" und "To Rome With Love" wurden schon mal vorgemerkt.

Sicherlich einer der Filme, die mich im nachhinein am Meisten überrascht und begeistert haben. Wird dieses Jahr bestimmt noch 2-3 verschlungen und mit geträumt.

8,5 von 10 Punkten von mir!

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daniel-netschajew

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ich kann dir noch "Match Point" von Allen sehr ans Herz legen!


WZRDOnTheMoon

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Ist notiert, danke :)


MartinNolan

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Bewertung5.5Geht so

Gil Pender (Owen Wilson) ist ein erfolgreicher Drehbuchautor, möchte aber sich viel lieber der Literatur zu wenden und versucht sich daher an einem Roman. Er ist mit der bildschönen Inez (Rachel McAdams) verlobt und gemeinsam begleiten sie dessen Eltern auf eine Geschäftsreise nach Paris. Diese haben keine gute Meinung von Gil und wünschen sich eine bessere Partie für ihre Tochter. Im Gegensatz zu allen anderen in der Reisegruppe, ist Gil vollkommen hingerissen von Paris. Am liebsten wäre er in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Paris gewesen. Hätte verschiedene Künstler kennengelernt und wäre endlich glücklich. Als Gil und Inez auch noch Paul, einen früheren Studienkollegen von Inez und seine Frau treffen, kapselt sich Gil immer weiter ab. Gil kann Paul, einen belesenen und pedantischen Intellektuellen, nicht leiden. Nach einer Weinverkostung wo Paul, als ausgewiesener Weinkenner, sein Wissen allen Kund tut, spaziert Gil mit einem leichten Schwips verträumt durch die Gassen des nächtlichen Paris. Gil setzt sich für einige Minuten auf eine Treppe einer Kirche, da läutet es Mitternacht. Plötzlich fährt ein Oldtimer um die Ecke und sichtlich angetrunkene Menschen rufen Gil heran und fordern ihn auf, doch bitte mitzufahren. Schon bald befindet sich Gil auf einer Party im Stile der 20er Jahre und lernt literarische Größen, wie F. Scott Fitzgerald oder Ernest Hemingway kennen. Überglücklich seine Idole kennengelernt zu haben, kehrt er zurück in sein Hotelzimmer und kann sein Glück kaum fassen. Von nun an vergnügt er sich Nacht für Nacht im Paris der 20er Jahre. Er entwickelt neue Ideen für seinen Roman und verliert sich immer mehr in dieser Welt, bis er schließlich erkennt, dass auch die Vergangenheit nicht endlos glänzt, sondern auch Probleme innehat, die dem nostalgischen Blick abhandenkommen.
Neben der Hommage an Paris und das Künstlertum, birgt „Midnight in Paris“ auch Kritik am nostalgischen Gedankengut vieler Menschen und das sich Sehnen in einer anderen Zeit zu leben. Owen Wilson spielt den verträumten von Sehnsucht getrieben Künstler recht angenehm, wenn zuweilen auch etwas plump. Die Handlung ist recht simpel gestrickt und wird zum größten Teil durch die Kulissen aufgewertet, sowie durch die namenhaften Künstler der 20er Jahre.
Den Zauber von Paris, den Gil ohne Zweifel zu verspüren scheint, versucht Woody Allen dem Zuschauer nahe zu bringen. Doch misslingt ihm dieses Unterfangen, wenn zwar nicht vollkommen, aber dennoch größtenteils. Die Bilder sind zwar recht ansehnlich und zeugen von einer romantischen Atmosphäre. Vielleicht liegt es daran, dass man als Zuschauer dazu genötigt wird Paris zauberhaft zu finden, sich in die Stadt der Liebe zu verlieben, da dies für die Figuren gilt, die sympathisch gezeichnet werden. Doch die Handlung, sowie diese Begeisterung wirken derart konstruiert, dass dieser Zauber sich schnell als falscher entpuppt. Angenehmerweise ist das Thema Sex, für Allen unüblich, kaum zu finden, da nun das Thema Romantik in Woody Allens Film Raum braucht. Nach einem in Teilen unterhaltsamen Anfang, der einige Stellen bietet in denen man schmunzelt, verkommt der Film mehr und mehr zu einer Aneinanderreihung von skurrilen und romantischen Bildern, bis der Protagonist endlich erkennt, dass er in der Gegenwart sein Glück finden muss.
Alles in einem, ein Film für Nostalgiker, Liebhaber von Paris in den 20er Jahren und Freunde von Woody Allen. Alle anderen können ohne schlechtes Gewissen einen Bogen um „Midnight in Paris“ machen.

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Pardus

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Bewertung10.0Herausragend

eine insgesamt stimmige (Musik, Bilder, Handlung) Liebeserklärung an Paris, die Kunst + Künstler und das Leben bzw. dem Phänomen nie zufrieden zu sein und immer zu glauben, dass ein kleines quentchen zum Glück fehlen würde. der owen wilson kasper wegen dem ich mir den film fast erst gar nicht angeschaut hätte, überrascht zur abwechslung mal mit schauspielerischem können (aber gut wahrscheinlich war das bisher in der romcom-klamauk-western-dödelei-sektion auch einfach noch nicht gefragt gewesen). er spielt seine filmpartnerin glatt an die wand, die wie immer solide agiert, aber hier nicht viel entgegenzusetzen hat (ausnahme streitszene zum schluß im hotel). Ansonsten genau das was ich an woody allen liebe. scharfsinniger humor in intelligente dialoge verpackt. einzig carla bruni hätte er, wie er es ja eigentlich auch geplant hatte, rausschneiden können. glaube aber ihre szenen hat er schon drastisch gekürzt :-)

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