Mobile Suit Gundam Seed

Kidô senshi Gundam Seed (2002), JP
Laufzeit 25 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Animationsfilm, Actionfilm

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- Kritiker
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von Mitsuo Fukuda, mit Michael Wiesner

Der Krieg zwischen den Coordinators der “Zodiac Alliance of Freedom Treaty”-(ZAFT-)Truppen und den Naturals der Erdallianz wütet schon seit elf Monaten. Kira ist ein junger Coordinator, der in einer neutralen Kolonie Zuflucht gefunden hat. Diese Kolonie gehört zum friedlichen Land Orb. Kira hat ein ruhiges Leben, bis die Kolonie eines Tages von einem ZAFT-Angriff überrascht wird. Die Truppen der Coordinators planen den Prototyp zu einem Mobile-Suit-Kampfroboter zu stehlen, der für die Erdallianz entwickelt worden ist. Doch als Kira den Strike Gundam in den Kampf für die Erdallianz führt, trifft er unerwartet auf Athrun, seinen Freund aus Kindertagen – der jetzt der Anführer des ZAFT-Angriffstrupps ist!

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Kommentar — Film: Mobile Suit Gundam Seed

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Selcarnor

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Bewertung9.0Herausragend

>Gundam Seed< ist soweit mein erster aus dem Gundamuniversum und laut Vielen auch der beste Teil überhaupt. Auch ich muss zugeben, dass dies eindeutig einer der besten Mechaanime ist, die ich bis jetzt gesehen habe und sowohl Action, Atmosphäre, Charaktere, Story und Emotionen sind exzellent.

1. Animation:

Von den Zeichnungen her ist die Serie ziemlich hochwertig und die Figuren, Schiffe, Raumstationen, diverse Schlachtfelder, Städte usw. kommen detailreich rüber. Die Mechas sind etwas klobig und panzerartig, was aber nicht stört. Das andere Kriegsgerät ist auch recht gut designt, was zumindest der Form anbelangt. Bei der Farbpallette dagegen fragte ich mich oft, was die Macher genau damit erreichen wollten, außer Augenkrebs zu verursachen. Es alles so erschreckend >bunt< und das in Kombinationen, die einem oft in den Augen wehtaten. Das fängt mir diesem grauenhaften Rot an – das gelegentlich auftaucht-, geht dann über die pinken Explosionen und endet bei den babyblauen Schiffen, die einfach lächerlich wirkten. Auch als gegen Ende ein rosa Roboter und ein komplettes rosa Schiff auftauchten konnte ich nur den Kopf schütteln (es wirkte einfach merkwürdig). Wo noch gepunktet werden konnte, waren aber die monumentalen und perfekt inszenierten Schlachten und Kämpfe. Doch bei der Länge der Serie war es wohl unvermeidlich, dass einige Standbilder und so einige recycelte Szenen auftauchten.

2. Musik:

Die vier Openings sind hervorragend gemacht – auch wenn das zweite etwas von der Qualität abfällt – und die Songs können sich hören lassen. Die Endings beenden dann jedes Episodenende mit einem beruhigenden und erwartungsvollen Gefühl.
Der Soundtrack ist oft sehr elektronisch und hierbei ist die Vielfalt recht groß. Wenn es emotional wird, wirkt die Musik wie eine traurige Spieluhr, bei düsteren Szenen kommen dann Chöre zum Einsatz und die Kämpfe sind mit leicht pathetischen Scores unterlegt, was hier aber nicht negativ ist. Dies erhöht sogar im Prinzip noch die unglaubliche Dichte von manchen Konfrontationen.

3. Charaktere:

Bei 50 Folgen kann man einen gewissen Umfang an Charakteren erwarten, was aber nie in ein komplettes Wirrwarr ausartet, da alle sehr gut ausgearbeitet sind und eine gewisse Individualität besitzen. Eins haben aber alle gemeinsam: Der Krieg verändert sie und zerrt sie aus. Sei es der Hauptheld Kira, der zwar das Töten verabscheut, aber es aus diversen Gründen immer wieder tun muss. Sein alter Freund Athrun dagegen ist anfangs von Pflichtgewühl zu seiner Heimat durchdrungen und kann nicht fassen, dass er gegen Kira antreten muss. Cagalli dagegen ist leicht aufbrausend und will kämpfen und etwas tun, ist aber oft mit vollkommener Machlosigkeit konfrontiert. Es gibt noch weitere und sie alle haben Schicksalsschläge, sie alle verändern sich und es kommen immer neue Beziehungen zwischen den ganzen Personen zustande.
Mache werden für einige Zeit geradezu psychopatisch wie Flay oder waren schon lange vorher wahnsinnig wie Azrel. Einige sind auch von kranken Idealen besessen wie Patrick Zala oder warten auch mit regelrechten Überraschungen auf.
Das Einzige was mich extrem genervt hat, waren diese bunten, ballartigen Roboter denen ich am liebsten einen kräftigen Tritt gegen die nächste Wand verpasst hätte.

4. Inhalt:

Die Serie analysiert den Krieg und das beschreibt es auch am Besten. Es wird gezeigt wie Menschen sich in ihm formen und sterben, wie er die Gesellschaft durchdringt, Bestien hervorbringt, Opfer fordert, Leid bringt, zu grausamen Taten führt und wie Hass noch mehr Hass erzeugt und alles in eine Spirale aus Gewalt untergeht.
Dies gelingt äußerst intensiv und es gibt so mehrere Stellen, bei denen man sich denkt, dass dies doch nicht sein kann und ein dicker Kloß im Hals entsteht.
Das Zukunftsszenario beschreibt eine Welt, zwischen zwei Parteien die sich nicht akzeptieren können, wo keine Hoffnung herrscht und ganze Kolonien und Staaten in Trümmern liegen.
Der Anfang überzeugt zwar noch nicht wirklich und die Geschichte kommt eher schleppend in Gang, doch es lohnt sich die Serie weiter zu verfolgen. Auf der Erde gibt es zwar auch so einige Längen wie ich finde, doch das wird durch die grandiosen letzten Episoden wettgemacht.
Denn gegen Ende von >Gundam Seed< bekommt man so ungeheure beeindruckende Szenen, Kämpfe und Reden entgegen geschleudert – und zwar fast ohne Unterbrechung -, dass es einem vor Epicness die Tränen in die Augen treibt, anders kann ich es nicht formulieren.
Auch die emotionalen bzw. romantischen Szenen werden sehr gut, mitreißend und ohne jeden Kitsch vorgebracht.
Etwas was doch ein wenig stört ist das Finale wo mir irgendwie der entscheidende >Wow<-Effekt fehlte.

5. Fazit:

Der Krieg ist ein Abgrund, der sehr tief und dunkel reicht und in dem es kaum Erlösung und Hoffnung zu finden gibt (oh man, ich hoffe dieser Vergleich kommt nicht zu platt rüber). Diese Serie zeigt dies auf bemerkenswerte Weise, schlägt sich dabei nie wirklich auf eine bestimmte Seite und machte das Meiste auch richtig.
Vollkommen perfekt ist >Gundam Seed< zwar nicht, aber was ist das schon? Außerdem hängt dies auch im Allgemeinen von der eigenen Meinung ab.
Charakterentwicklung ist top. Die Kämpfe brachial und mit ordentlich BAMM. Einen Haufen denkwürdiger Szenen und jede Menge Dramatik ist auch dabei.

Also ich war nach den 50 Episoden beeindruckt.

>Gundam Seed: Destiny< werde ich mir aber fürs erste schenken.

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Selcarnor

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Zumindest hab ich das gehört. Falls du >Destiny< geguckt hast, kannst mich gerne belehren.


Rob Zombie

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ne ne ich hab nur gundam wing gesehen.


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