Mondo Lux - die Bilderwelten des Werner Schroeter

Mondo Lux - die Bilderwelten des Werner Schroeter (2011),
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 07.04.2011

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von Elfi Mikesch, mit Wim Wenders

Werner Schroeter, einer der größten Regisseure des „neuen deutschen Films“, erfährt im Jahr 2006 von seiner Krebserkrankung. In der Kunsthalle Düsseldorf arbeitet er gerade an Schönheit der Schatten, einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine. Zwischen Hoffnung und Bangen beginnt Werner Schroeter einen Wettlauf mit der Zeit.

Elfi Mikesch, die bei mehreren Filmen von Werner Schroeter die Kamera geführt hat und persönlich eng in seine Welten eingebunden war, gewährt einen intimen Einblick in die Arbeiten der verbleibenden vier Jahre voller Schaffensdrang und Begeisterung für Kino, Theater und Fotografie: Bei den Theaterproben zu Antigone / Elektra, den Vorbereitungen für die Foto-Ausstellung Autrefois & Toujours und den intensiven Synchronarbeiten zu seinem letzten Film Diese Nacht, den er noch 2008 in Portugal gedreht hat.

Viele Ausschnitte aus Werner Schroeters Filmen, von Eika Katappa bis Diese Nacht, zeichnen das farbige Spektrum seines filmischen Schaffens nach, das unter anderem das Lebensgefühl verkörpert, durch das die Kunst und der menschliche Ausdruck sich immer neu erschaffen. Musik durchdringt diesen Erinnerungsraum. Transparent werden biographische Zusammenhänge und die leidenschaftliche Beziehung zum Film, zur Oper und zum Theater, ebenso wie die Verbindung zu den Menschen, mit denen er gearbeitet und gelebt hat, mit denen er befreundet war.

Eros und Leidenschaft sind die Maßstäbe dieses Künstlers, dem die Schönheit so nahe war wie der Tod. Dem die Abgründe des Lebens nicht fremd waren und der sich dennoch selbst treu blieb. Mondo Lux – Die Bilderwelten des Werner Schroeter ist ein intimer Raum – ein Raum in dem jeder Tag unvergleichlich wird angesichts der verbleibenden Lebenszeit. Werner Schroeter starb am 12. April 2010.

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Kritiken (5) — Film: Mondo Lux - die Bilderwelten des Werner Schroeter

Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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8.0Ausgezeichnet

Elfi Mikesch sichtet Werner Schroeters Schätze, Filmausschnitte zeigen die Magie seiner Arbeiten, während Theaterproben wird sein behutsam beharrliches Feilen am Ausdruck transparent. Auch Kommentare wichtiger Wegbegleiter holt "Mondo Lux" auf die Leinwand. Das Resultat ist eine intensive Collage, gespickt mit verblüffend schönen Weisheiten.

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Peter von Becker: Der Tagesspiegel Peter von Becker: Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Man sieht die alten Bilder, hört die Stimmen und tollen Musiken, es gibt Interviews mit Isabelle Huppert, Ingrid Caven, dem Dichter Wolf Wondratschek und natürlich Wim Wenders, der mit Schroeter in einer Filmschulklasse war und ihn als „unseren einzigen Dandy“ beschreibt.

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Cristina Nord: taz Cristina Nord: taz

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7.5Sehenswert

Die vergnügte Sofaplauderei mit Rosa von Praunheim findet sich in Elfi Mikeschs Film Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter, einem einfühlsamen Künstlerporträt.

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Robert Brammer: Deutschland Radio Robert Brammer: Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Der Zuschauer wird in Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter noch einmal entführt in Werner Schroeters Traum- und Fantasiewelten. Elfie Mikesch, seine langjährige Kamerafrau, hat auf den Proben zu seiner vorletzten Theaterinszenierung gefilmt und macht so begreifbar, was ihm an Kunst wichtig war, wie er inszenierte, wie er für und mit der Kunst lebte.

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Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...

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8.5Ausgezeichnet

Mikesch baut ihren Film Mondo Lux - Die Bilderwelten des Werner Schroeter nicht chronologisch wie eine konventionelle Biografie auf, sondern montiert ihn assoziativ: Es ist eine zärtliche, tastende Annäherung, ohne alle Geheimnisse des Meisters bis in die letzten Gründe erhellen zu wollen, ein Film, von Sehnsucht und Trauer erfüllt.

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Kommentar — Film: Mondo Lux - die Bilderwelten des Werner Schroeter

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Zum Tode von Werner Schröter erschien diese Dokumentation von Elfi Mikesch, die wirklich ganz wunderbar geraten ist. Mondo Lux - die Bilderwelten des Werner Schroeter zeigt diesen wichtigen europäischen Filmemacher in seiner ganzen Kreativität. Sein Werk umfasst den Film, das Theater, die Musik, Fotografie, das Theater und die Videokunst. Ich jedenfalls wurde von dieser Dokumentation angefixt und möchte nun die Filme des Werner Schröter sehen, der sich in eine so eigene Richtung entwickelt hat und doch Wegbegleiter von Fassbinder, Wenders oder Herzog war.

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