Monsieur Batignole

Monsieur Batignole (2002), FR
Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama

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Monsieur Batignole - Bild 19931
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von Gérard Jugnot, mit Jules Sitruk und Gérard Jugnot

Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Das Land ist von den Nazis besetzt. Der Metzger Edmond Batignole verschließt, wie die meisten anderen auch, die Augen vor den anisemitischen Aktivitäten der Deutschen – schließlich profitiert er von ihnen, er ist ihr Fleischlieferant und hat durch diesen Umstand auch eine luxuriösere Wohnung als die meisten anderen Franzosen. Auch als seine jüdischen Nachbarn von seinem Schwiegersohn verraten und deportiert werden, sagt er nichts, doch dann steht plötzlich der jüngste Sohn der Nachbarn bei ihm vor der Tür. Wird er alles riskieren, um dem kleinen Jungen das Leben zu retten? Hauptdarsteller und Regisseur sind das selbe Gespann, das zwei Jahre später mit “Die Kinder des Monsieur Mathieu” einen preisgekrönten Film schuf.

Handlung

Paris im Jahre 1942, Monsieur Edmond Batignole (Gérard Jugnot) betreibt einen kleinen Lebensmittelladen zur Zeit des Vichy-Régime Regimes. Unbeabsichtigt vereitelt er die Flucht einer jüdischen Familie Bernstein vor der Deportation. Sein zukünftiger Schwiegerson Pierre-Jean Lamour (Jean-Paul Rouve) sympathisiert mit den Besatzern und beliefert die Polizei mit Informationen und hofft damit seine Karriere als Theaterautor voranzutreiben.

SS-Mann Spreich () sammelt die Kunstgegenstände der Vertriebenen und genießt die Pariser Kultur und das Nachtleben. Über die Verbindungen Pierre-Jeans profitiert die gesamte Familie von der Deportation der Bernsteins, beziehen sie doch nur wenig später ihre 200qm Wohnung. Lediglich Monsieur Batignole ist sich zunächst noch unsicher, gewöhnt sich aber schnell an die Privilegien.

Während eines Fests kehrt Simon (Jules Sitruk), Sohn der Familie Bernstein zurück. Er konnte sich aus der Gefangenschaft befreien und wollte nach Hause. Er nimmt den Jungen auf und versteckt ihn bei sich, verbirgt dies aber vor seiner Familie.

Der Junge konfrontiert Monsieur Batignole mit unangenehmen Fragen und Tatsachen, beschuldigt er ihn doch, für die Deportation verantwortlich zu sein. Batignole versucht Verwandte des Jungen zu finden, wo er ihn abgeben kann, doch die sind bereits alle verhaftet und verschleppt worden. Lediglich die Kinder der Verwandten werden von einer Französin versteckt. Einziger Ausweg scheint zu sein, den Fluchthelfer der Bernstein, Monsieur Morel (Ticky Holgado), ausfindig zu machen.

Morel bietet an, den Jungen für 40.000 Franc aus dem Land zu bringen. Unfähig diese Summe selbst aufzubringen, einigen sich die beiden auf einige Wertgegenstände der Bernsteins als Bezahlung. Batignole beginnt die Suche nach den beschlagnahmten Gegenständen, von denen einige in den privaten Besitz von SS-Mann Streich übergegangen sind. Er siehlt ein Gemälde aus dem Büro aus SS-Mann, wird dabei jedoch beobachtet.

In der Zwischenzeit sind die beiden Cousinen Simons (Sahra und Guila) ebenfalls in den Keller Edmonds geflohen, die Lage eskaliert, als Pierre-Jeans die drei Flüchtlingskinder findet. Edmond bringt Pierre-Jean um. Mit dem Gemälde organisiert er 300.000 Franc, gibt die Hälfte seiner Tochter und plant zusammen mit den drei jüdischen Kindern zu fliehen. Sie nehmen einen Zug in Richtung Schweiz.

Auf einem Bauernhof in der Nähe der Grenze kommen die Flüchtlinge für eine Nacht unter. Simon und Edmond zerstreiten sich und weiht den Sohn der Bäuerin in seine Fluchtpläne ein. Dieser erzählt stolz von seinem Bruder, der in der Resistance sein soll. Gemeinsam wollen sie Edmond als Kolaborateur überführen und an die Resistance übergeben. Doch die Pläne gehen schief und Simon landet bei der Polizei. Mit Hilfe eines Pfarrers können die vier vor der Polizei fliehen und erreichen schließlich die Schweiz.

Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Rezension auf dieterwunderlich.de

Quellen


Cast & Crew


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8martin

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Held wider Willen ist Monsieur Batignole, Gérard – Kinder der Monsieur Mathieu – Jugnot – wirklich. Durch Zufall wird er zum Retter von drei jüdischen Kindern, die er aus dem von den Deutschen besetzten Paris bis an die Schweizer Grenze bringt. Es fällt dem Metzgermeister nicht schwer sich von seiner Familie zu trennen. Seine Frau ist eine habgierige, keifende Alte, mit der er sich heftige Wortgefechte liefert. Sein zukünftiger Schwiegersohn ist Nazi-Kollaborateur und verhinderter Bühnenautor – ein ausgesprochener Fiesling. Es ist spannend mitanzusehen, wie er alle gefährlichen Situationen meistert, mit Notlügen und Ausreden aus den vertracktesten Zwickmühlen des damaligen Lebens herauskommt. Für seine “Kinder“ stiehlt er, verhökert wertvolle Gemälde, ja selbst vor Mord im Notfall schreckt er nicht zurück. Ein sympathischer Antiheld und Menschenfreund, der am Ende wirklich zu so etwas wie einem Ersatzvater der drei wird.

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