Ende der achtziger Jahre sorgte im Südosten der USA eine mysteriöse Serienmörderin für Aufsehen. Männer wurden an entlegenen Stellen erschossen aufgefunden. Schon bald wird die Prostituierte Aileen Wuornos der Morde an 6 ihrer Freier überführt und im Jahr 2002 wird nach 12 Jahren Todeszelle das ausgesprochene Todesurteil an ihr vollstreckt.
So weit das Ende dieser wahren Geschichte. Das alles schon viel früher begann, nämlich schon in Aileens Kindheit und Jugend, erfährt man recht früh in einer rückblickenden Erzählung der erwachsenen Aileen. (Charlize Theron, Oscar für beste Hauptdarstellerin 2003) In ihrer sozial schwach gestellten Familie emotional und körperlich missbraucht und misshandelt, reißt sie mit 13 von zu Hause aus. Gelernt hat sie bis dahin nur 2 Dinge: Dass sie Männern nicht trauen und sie sich nur auf sich selbst verlassen kann.
Schlechte Startbedingungen für ein junges Leben und so endet Aileen schließlich völlig desillusioniert als…
Ende der achtziger Jahre sorgte im Südosten der USA eine mysteriöse Serienmörderin für Aufsehen. Männer wurden an entlegenen Stellen erschossen aufgefunden. Schon bald wird die Prostituierte Aileen Wuornos der Morde an 6 ihrer Freier überführt und im Jahr 2002 wird nach 12 Jahren Todeszelle das ausgesprochene Todesurteil an ihr vollstreckt.
So weit das Ende dieser wahren Geschichte. Das alles schon viel früher begann, nämlich schon in Aileens Kindheit und Jugend, erfährt man recht früh in einer rückblickenden Erzählung der erwachsenen Aileen. (Charlize Theron, Oscar für beste Hauptdarstellerin 2003) In ihrer sozial schwach gestellten Familie emotional und körperlich missbraucht und misshandelt, reißt sie mit 13 von zu Hause aus. Gelernt hat sie bis dahin nur 2 Dinge: Dass sie Männern nicht trauen und sie sich nur auf sich selbst verlassen kann.
Schlechte Startbedingungen für ein junges Leben und so endet Aileen schließlich völlig desillusioniert als alkoholkranke Bordsteinschwalbe, die ihren Körper für ein paar Dollar auf dem Straßenstrich verkauft. Dort kommt es dann zu einem weiteren einschneidenden Erlebnis: Aus Notwehr erschießt sie einen Freier, klaut seinen Wagen und lässt seine Leiche verschwinden. Aus Liebe zur lesbischen Selby (Christina Ricci) versucht sie verzweifelt, vom Strich und den Drogen wegzukommen. Doch ohne Ausbildung und Referenzen und mit zweifelhaftem Gebaren und unpassender Garderobe erkennt sie jeder nur als das, was ihr bisheriges Leben aus ihr gemacht hat. Keine Chance, den ernst gemeinten Ausstieg aus der Unterschicht zu schaffen, begeht sie einen weiteren Mord. Nach dem zweiten Mal erkennt sie, dass sie damit sogar durchkommen könnte und entwickelt eine makabere Freude an dieser Art des „Broterwerbs“, nicht ohne noch zu der Einsicht zu kommen, dass nicht jeder, der eine Anhalterin mitnimmt, ein gewalttätiger Frauenhasser ist. Doch da ist schon die Wut gegen die Welt, die ihr nie eine Chance liess, entfesselt. Wie schon bisher in ihrem Leben, hat Aileen keine Chance, ihrem Schicksal zu entkommen.
Über die Frage streiten sich seit Jahrzehnten die Gelehrten: Wie sehr macht die Umwelt und deren Einflüsse einen Menschen zu dem, was er ist und tut? In der im Film erzählten Geschichte ist plastisch und einfühlsam dargestellt, wie wenig Chance manche Menschen doch im Leben haben, ihr Schicksal selbst zu bestimmen oder es zu ändern. Dabei kommt der Film ohne „Das-Arme-Mädchen-das-nie-eine Chance-hatte-Momente“ aus, sondern zeigt Frau Wuornos als eine kaltblütige Mörderin, sieht jedoch den Menschen hinter dem „Monster“, zu dem die Regenbogenpresse sie machte.
Theron spielt diese verbrauchte Frau, verzweifelt auf der Suche nach Halt und Liebe, so überzeugend, dass einem das authentische Schicksal nahe geht. Burschikose Freundin, angeekelte Hure, eiskalte Rächerin, all das vermag Theron bravourös glaubhaft darzustellen. Der lässige-unfeine Gang und das alles andere als jugendfreie Vokabular trägt dazu genauso bei wie die Künste der Maskenbildner. Ricci überzeugt nicht viel weniger in der Rolle der naiven und hilflosen Selby, die erst zu spät erkennt, welche Dynamik die hoffnungslose Liebe entwickelt hat.
„Monster“ ist das packende Porträt einer verzweifelten Frau auf der Suche nach Respekt und Liebe. Und so ist der Film dann nicht nur scharfe Gesellschaftskritik sondern auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Absolut fantastisch ist die schauspielerische Leistung von Charlize Theron, die mit diesem Film aller Welt zeigt, dass sie mehr kann als blendend aussehende Blondchen spielen.. Das sie in der Lage ist, eine anspruchsvolle Charakterrolle zu spielen hat sie mit „Monster“ bewiesen und für diese Leistung zu recht zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Oscar, erhalten.
Als nach der Berlinale-Premiere Regisseurin Patty Jenkins erklärte, dass sie ihren Film in der Tradition von „Badlands" und „Bonnie and Clyde" sehen würde, beides Werke, die von ihren widersprüchlichen Charakteren leben, da erstrahlte neben ihr die schöne Hauptdarstellerin Charlize Theron. Es fiel schwer, diese Lichtgestalt in Einklang mit der White-Trash-Serienmörderin aus dem Film zu bringen. Mit 14 zusätzlichen Kilo, einem künstlichen Überbiss, fleckigem Make-up und breitschultrigem, übertriebenem Cowboygang hatte Theron sich in die Filmrolle eingefühlt - eine monströse schauspielerische Leistung, für die sie danach mit dem Silbernen Bären, einem Golden Globe und einem Oscar belohnt wurde. Wer eine solche Metamorphose auf der Leinwand hinlegt und gleich danach engelsgleich hübsch über den roten Teppich schwebt, versetzt die Branche ins Staunen.
Theron ist die eigentliche Attraktion in „Monster". Sicher fragt man sich, warum Jenkins nicht einfach eine Schauspielerin gewählt hat, die Wuornos ohnehin ähnlich sieht. Aber ein so hässlicher Film über eine Proll-Lesbe, die brutal geile Männer abknallt, ist ohne einen echten Hollywoodstar nur schwer zu finanzieren und zu verkaufen. Theron zur Hauptdarstellerin und Mitproduzentin zu machen, war Jenkins` eigentlicher Geniestreich.
Jetzt muss die Regisseurin aber auch damit leben, dass „Monster" als das Metamorphosenspektakel mit der dicken Charlize in die Filmgeschichte eingeht. Und eben nicht als das sensible Portrait über die innerlich zerrissene, nach Liebe suchende, siebenfache Mörderin Aileen Wuornos, das „Monster" eigentlich ist.
Nicht ein einziges Mal fällt Theron aus ihrer grandios glaubwürdig umgesetzten Rolle. Die Mühe hat sich gelohnt: Sie gewann in diesem Jahr mit Oscar und Golden Globe die wichtigsten amerikanischen Preise, auf der Berlinale wurde sie mit dem Silbernen Bären geehrt.
Beim Rummel um die Hauptdarstellerin gerät leicht aus dem Blick, was dieser Film transportiert. Solche tragischen Frauengeschichten findet man nicht nur im armen Russland, wie Lukas Moodyson es in seinem exzellenten Drama "Lilja 4ever" gezeigt hat, nein: Sie sind überall zu Hause - auch in den reichen USA.
[Es] ist der erste kühne Schachzug von "Monster", die Chronik eines Serienmordes als Liebesgeschichte zu erzählen. Der zweite besteht darin, ein weltbekanntes Model durch Gewichtzunahme und Körper-Makeup derart zu verunstalten, dass sie völlig unkenntlich wird. Und der dritte und kühnste sind die Grauflächen, die sich der Film herausnimmt, die Verweigerung von genauen Deutungen und klaren Urteilen.
Wo es wirklich interessant wird, weicht der Film aus. Lesbische Liebe - fast völlige Fehlanzeige. Der Verrat zweier Liebender? Zwei Sätze, drei Blicke, die letzten fünf Filmminuten. Der Prozeß? Zwei Einstellungen. [...] Trotzdem: Generell fehlt die Härte. Lieber hätte man die Geschichte als Film Noir im Stil der 40er gesehen: Cool, schwarzweiß. Und dann hätte Theron auch schön aussehen dürfen, und trotzdem glaubwürdig sein. Theron gönnen wir den Oscar natürlich trotzdem sehr - weil sie wirklich eine gute Schauspielerin ist.
Kein schlechter Film, aber für ein Gesellschaftsdrama wird hier der gesellschaftliche Aspekt viel zu wenig beleuchtet. Klar, es wird hier ein schwieriges Thema behandelt, aber es fehlt an Intensität. Sie steigt ein zieht die Waffe und drückt ab. Schlussendlich wird sie einfach ein Killerin. Die Emotionen kommen nur gering rüber, was vielleicht auch an der schleppenden Erzählweise liegt. Vielmals sitzen sie einfach nur da und trinken Bier...
Die Schauspielerische Leistung war aber Top.
Und es gibt sie doch.. die guten Filme, die real existierende Serienkiller zum Thema haben.
Monster zeigt wies geht.
Mitreissende Schauspieler und ein hervorragend recherchiertes Drehbuch machen Monster zu einem beeindruckenden Filmwerk.
Ein paar Punkte Abzug gibts dafür, dass man mehr über Aileen Wournos Vergangenheit hätte schreiben können/müssen, den so bleiben am Ende des Films einfach zu viele Fragen.
In jedem von uns steckt ein Monster. Ein Monster das zu allem fähig ist, das grausam und selbstsüchtig ist. Und doch fühlt und den Drang hat zu leben. Nur nicht jeder hat es unter Kontrolle...
Wow! Ich bin ja ein großer, großer Fan von Charlize Theron aber ich muss sagen, jetzt vergöttere ich sie nur noch mehr. So sehr, das erst einmal ein neues Wort dafür erfunden werden muss. Selten hat mir eine Darstellung so den Atem geraubt, mich erschüttert, zutiefst verletzt und mitgenommen, aber auch gleichzeitig so mitfühlen, trauern und bedauern lassen. Denn das Leben von Aileen ist tragisch. Ein verdammter Alptraum, eine Tortur, eine Qual mit der sie jeden Tag leben muss. Hart, kalt, dreckig, trostlos. Die Hölle! Um der Dunkelheit zu entkommen bedarf es Licht. Das weisende Licht eines Hoffnungsschimmers, eine Traum an den man sich klammert, einen geliebten Menschen der den Weg mit ihr auf sich nimmt. Alles wird gut. Bis einem jede Vorstellung im Nu genommen wird. Eine flinke Entscheidung, ein Reflex, die Natur des Menschen entscheidet über das Schicksal. Und lässt sie die Welt mit anderen Augen sehen. In den Augen einer verzweifelten, kaputten, törichten und verwirrten Frau die zu allem bereit wäre und die Grenzen zwischen Traum und Realität, Gut und Böse, Richtig oder Falsch und Vorstellung und Tatsache ineinander verschwimmen lässt. Eine Mörderin die von Selbstjustiz und von der Unverfrorenheit der Menschen mehr als überzeugt ist. Selbst Hand anlegt, wie sie es gewohnt ist. Blicke sind auf sie gerichtet, wie immer. Sie kämpft sich durch, wie immer. Sie tut was getan werden muss, wie immer. Ohne Skrupel, ohne Reue. Ich bin fasziniert von ihr! Der Film ist ruhig, der Film schmerzt, der Film verletzt wie sich auch die Charaktere gegenseitig verletzten. Aus Liebe! Was wärst du alles bereit zu tun wenn du ganz unten wärst? Abschaum, Dreck, nutzlos, ungeliebt, stets verstoßen, der Knecht des Schicksals, der Leidende, die Hure der Welt!
Charlize Theron war superklasse! Man kann sich gut vorstellen, dass sie sich zuvor mit ihrer Rolle auseinandergesetzt hat und sichtlich Bewegungen von Aileen Wuornos übernommen hat, erfolgreich. Christina Ricci fand ich in Ordnung, allerdings war Tyra nicht ein kleiner Teenie. Vielleicht war sie schüchtern, aber bestimmt nicht so .. kindlich. Mhhnaajahh, ein bisschen Hollywoodwerkerei wird ja bei den wenigsten Filmen rausgelassen.
Ein sehr intensiver, aufwühlender und da auf wahren Ereignissen beruhend, umso packender Film, in dem eigentlich zwei Geschichten erzählt werden. Zum einen erzählt der Streifen die harte Story von der mehrfachen Mörderin, zum anderen wird eine romantische Liebesgeschichte zwischen eben jener Person und der Frau, die sie am Anfang des Films kennen lernt erzählt. Diese Zwiespältigkeit, wenn man so will die "gute" und die "böse" Seite des Charakters ist das, was den Film so emotional und berührend macht, da man schnell erkennt, dass Aileen eben nicht nur ein Monster, sondern eigentlich auch nur ein durchschnittlicher, facettenreicher Mensch ist.
Ein nicht ganz unbeachtlicher Teil des Gelingens des Films ist der beeindruckenden Performance von Charlize Theron zu verdanken. Ihre Metamorphose zum titelgebenden Monster ist perfekt. So perfekt, dass man sie in ihrem Kostüm und Make Up auf den ersten Blick beinahe nicht erkennen könnte. Aber sie beweist nicht nur optisch, mit starker Gewichtszunahme und falschen Zähnen, Mut zur Hässlichkeit, sondern schafft es zudem auch schauspielerisch zu glänzen und ihre Rolle die ganze Zeit über authentisch und glaubwürdig rüberzubringen. Zu Recht wurde sie für den Film mit mehreren Auszeichnungen belohnt.
Der Oscar ging völlig zu Recht an Charlize Theron ... sie hat diese eiskalte und gleichzeitig so gefühlsbetonte Mörderin so glaubhaft rübergebracht, dass ich ständig Gänsehaut hatte ... Ein Film der mich nachhaltig beschäftigt --> Top! ... Ach so, ich fand Christina Riccis Schauspiel auch sehr gut ... Selby war nunmal unsicher und naiv und das konnte sie wirklich gut rüberbringen :)
Ein Film der Mut zur Hässlichkeit beweist und Mut hat die Welt zu zeigen wie sie in einigen Milleus tatsächlich ist. Es wird gezeigt, wie aus einem Menschen durch Sozialisation in einer verkommenen Welt ein Monster wird. Wie aus einer einmaligen Tat aus Notwehr, eine Gewohnheit wird und später eine regelrechte Mordlust.
Gespielt wird die Serienmörderin Aileen Wuornos von der sonst so schönen Charlize Theron die sich für diese Rolle mächtig ins Zeug legte und der eine unglaubliche Verwandlung gelungen ist. Sie hat für diese Rolle zu Recht so viele Preise bekommen. Auch ihre Partnerin Christina Ricci spielt super, sie ist stehts irgendwie sympathisch, aber gleichzeitig auch sehr eigenartig.
Der Film zeigt zwei Monster: zum einen die Mörderin, welche ganz klar ein Monster (sofern man den Begriff heute noch verwenden kann) ist, aber auch die Gesellschaft und vorallem die Freier zeigen sich von ihrer schlechtesten Seite. In einigen Fällen ist es tatsächlich verständlich warum diese Frau so handelte.
Eine gute Milleustudie und eine guter Film über eine erschreckende Biographie.
Bin heute zufällig an "Monster" herangezappt - und hängengeblieben. Zum Glück! Wahnsinn was Frau Theron hier abliefert, dazu gibt es nicht mehr und nicht weniger zu schreiben. Die Geschichte nach einer wahren Begebenheit fesselt und macht betroffen - natürlich auch wütend, wenn man erfährt, was diese Frau alles durchgemacht und ihr angetan wurde. Mein einziger Wehrmutstropfen: Christina Ricci überzeugte mich nicht und sie verblasst neben Theron - verständlicherweise...
OMG - -
ich wollte den film eigentlich nur wegen christina ricci sehen, da ich ein riesen fan (und schon immer ein stück weit verliebt war) bin. da theron die tragende rolle spielen solte, war mir recht egal, da ich sie nie als gute akteurin gesehen habe . .
aber echt wahnsinn was charlize dort gerissen hat - wahrscheinlich die rolle ihres lebens! . . . WOW . . ohne wenn und aber . . .
oscar absolut verdient . . irgendwie ist genau das ihr ding, was sie kann . .
andere rollen wo sie einfach den normalen charackter vermitteln will, ist einfach nicht ihrs . . .
fazit:
theron spielt mit einen ganz großen kino die rolle, die nie übertrumpht werden kann . . weder von ihr, noch von anderen... ! ! !
Natürlich wird der Film von der grandiosen Performance der Ausnahmeschauspielerin Charlize Theron getragen, die in der Tat eine oscarwürdige Leistung zeigt und Mut zur Hässlichkeit beweist. Christina Ricci weiss als lesbische Freundin der Serienmörderin ebenfalls zu überzeugen. Problematisch ist allerdings, dass der Zuschauer mit jedem weiteren Mord immer weniger Emphatie mit der Protagonistin empfindet und somit dem Film einfach eine Identifkationsfigur fehlt.
Sechs Jahre nach 'Im Auftrag des Teufels' scheint der gute alte Lu die reizende Charlize Theron doch noch erwischt zu haben oder wie soll man sonst diese teuflisch gute Performance erklären? Man könnte allerdings auch annehmen, es wäre ihr Können, dass den Zuschauer so mitreisst. Was es auch ist, sie erbringt hier eine ihrer besten Leistung und beweist eindeutig Mut zur Hässlichkeit: "Alles was du brauchst, ist Liebe und den Glauben an dich selbst. Nette Idee, aber so funktioniert das leider nicht. Wahrscheindlich war es immer noch besser belogen zu werden, als mit 13 die knallharte Wahrheit zu erfahren." Christina Ricci wirkt dagegen fehl am Platz und somit unsympathisch. Die Geschichte dieser beiden Frauen wird recht gemächlich und ruhig erzählt, dennoch verliert 'Monster' dabei kaum an Spannung.
Ein sehr packendes und bedrückendes Drama mit einer wirklich oscarreifen Leistung von Charlize Theron als Aileen Wournos. Leider wurde der Film stellenweise deutlich überdramatisiert und entsprach den tatsächlichen Ereignissen nur noch wenig. Dennoch ist es ein wirklich sehenswerter Film.
Anfangs reichlich uninspiriert wirkend, steigert sich der Film dann doch mit zunehmender Dauer, was sicherlich allem voran dem Schauspiel von Charlize Theron zu verdanken ist, die in Ihrer Rolle nicht wiederzuerkennen ist.
Rein äußerlich könnte sie eine Zwillingsschwester der verkörperten Serienmörderin sein, deren kranken Charakter sie zudem sehr überzeugend spielt.
Zeitweise kommt sogar etwas Mitleid oder gar Verständnis für die Taten auf, was sich jedoch auch ebenso schnell wieder ändert.
Christina Ricci ist zwar hübsch anzuschauen, aber verkörpert in der Rolle der Weggefährtin eine pupertierende Zicke, die eher so wirkt, als würde sie einen Tochterersatz darstellen.
Bei dieser Rollenbesezung wurde ganz offensichtlich nicht übermäßig viel Wert auf Authentizität gelegt.
Aber dies ist nicht das einzige Manko, denn bei "Monster" handelt es sich nicht um einen spannenden Thriller, sodass es den Rollen weitestgehend an der erforderlichen Tiefe fehlt, um den Film zu etwas Besonderem zu machen.
Dennoch auf jeden Fall ein Film, den man mal gesehen haben sollte!
Hier gab´s tatsächlich noch nen Punktaufschlag für den Mut zur Hässlichkeit der C. Theron.
Unglaublich die Ähnlichkeit, der natürlich mit falschen Zähnen, fleckigem Makeup etc. nachgeholfen worden ist... aber auch mit einer heftigen Gewichtszunahme der Schauspielerin. Mutig, mutig.
Charlize Theron wird sich viele, viele Dokumentationen etliche Male angesehen haben, denn wie sie hier Tonfall, Mimik, Gestik etc. der echten Aileen Wournos auf den Punkt bringt, ist schier unglaublich. Verdienter Oskar, definitiv.
Christina Ricci hier etwas zu hübsch, aber zumindest Haare und das runde Gesicht stimmen mit Tyria Moore überein. Ansonsten ist die Ähnlichkeit nicht so gross, wie die von C.T. mit A.W.
Vielleicht hat man deswegen hier auch den Namen unverständlicherweise verändert.
Am Ende hätte man ruhig ein wenig mehr darauf eingehen können, wie Tyria Woods schliesslich "Betrug" an Aileen Wournos verübte, in dem sie sie in die Falle lockte, und schliesslich gegen sie aussagte... und was dies für Aileen Wournos bedeutetete, und wie sie dennoch schliesslich gestand und die komplette Schuld auf sich nahm, um Tyria komplett herauszuhalten. Man hätte vielleicht auch kurz darauf eingehen können, dass Aileen Wournos schliesslich darum bat, jegliche, auch automatisch erfolgende, Handlungen einzustellen, die ihre Hinrichtung hinauszögerten. Ansonsten jedoch ein starker Film, der sich, so weit im Rahmen dieses Filmes möglich / notwendig an der realen Handlung orientiert, und in fast jeder Minute fesselt.
Hey XD
Erst Film schauen, dann beschweren XD
Ich denke nicht, dass ich wirklich gespoilert habe.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Bei solchen Filmen kann man eigentlich davon ausgehen, dass dem Zuschauer die Begebenheit zumindest in groben Zügen bekannt ist. Sollte sie auch sein, weil der Film, wenn man ihn ohne den HIntergrund betrachtet, einiges verliert.
Ich habe im Übrigen nur geschrieben, was NICHT im Film vorkommt.. nicht, WAS passiert.
Wie gesagt: MAn sollte wissen, was sich wirklich zugetragen hat, bevor man den Film sieht. Und wer das weiss, wird selber merken, was ausgelassen worden ist. Die Handlung selbst ist eigentlich eh jedem bekannt, hier geht es nur um die Umsetzung. Und die ist und bleibt klasse... mit oder ohne ausgelassenen Details.
In diesem Sinne wünsche ich Dir einen tollen Filmabend, denn den wirst Du haben.. auch mit dem Wissen, was hier nicht gezeigt wurde. :)
lg,
Rick
Abgesehen von Charlize Theron nur Durchschnitt. Realistisch ist 'Monster' durchaus, aber größtenteils auch schleppend. 'Monster' soll Emotionen hervorrufen und zum Nachdenken anregen. Bei mir hat er auch das nur bedingt. Sicherlich ein interessanter Film, der das Thema außergewöhnlich angeht, aber dennoch zu langweilig.
Mit der Rolle der Selby konnte ich ganz wenig anfangen. Sie erscheint wie ein hilfloses, schmollendes Gör, das sich offenen Auges in Abhängigkeit begibt von einer Frau, von der sie von Anfang an weiß, dass sie am Abgrund balanciert. Selbys Einsamkeit und Familiensituation ist mir dafür als Begründung nicht genug. Die Blindheit der Liebe? Mmh. Nicht ausreichend, wenn ich mir die aus allen Poren Verzweiflung ausdünstende Aileen anschaue. Da ist Selby in ihrer Persönlichkeit ziemlich dumpf angelegt. Christina Ricci verkörpert diese trotzige Naivität hervorragend. Ich kann mich aber so wenig mit ihr anfreunden, dass die Liebesgeschichte in all dem Schlamassel bei mir beinahe steril ankommt.
Zudem fand ich es schwierig, mich in Aileen einzufühlen, zu sehr ist sie bereits zu Beginn des Films kaputt, zu sehr ist die Hoffnungslosigkeit bereits Teil von ihr und, ehrlich gesagt, zu weit weg ist das Milieu. Absolut ergriffen war ich aber von der Szene nach dem ersten Mord, als Aileen Selby überredet, ihr eine Woche zu schenken. Das ist für mich DER Gänsehaut-Moment des Films. Darin kommen alle Elemente, die die Stärke des Films ausmachen, zur Geltung. Danach kann ich den Weg, den die Beziehung der beiden Frauen nimmt, zwar formal verstehen, aber nicht wirklich nachvollziehen.
Dennoch finde ich es sehr gut, dass hier ein Film die Vielschichtigkeit, die hinter so einer wahren Geschichte steht, zeigt, ohne sie bis ins letzte zu erklären. Und dass er beides balanciert: Den Eindruck, die Protagonistin konnte aufgrund der Umstände gar nicht anders, wie auch den Hinweis in mehreren Szenen, dass sie sehr wohl eine Wahl hatte. Sie hat allerdings nie den richtigen Zeitpunkt dafür als solchen erkannt.
Bewegendes Schicksal mit einer überwältigenden Charlize Theron
Die allererste Einblendung lautet: "Based on a True Story". Wenn man sich dessen am Ende bewusst wird, ist das wohl das Erschütterndste am ganzen Film. Nicht, dass es nicht viele Filme mit realem Hintergrund gäbe, aber "Monster" ist einer von der harten Sorte - ehrlich und packend. Was einen so berührt ist die Darstellung von Charlize Theron. Sie beweist Courage, sich so zu verzerren. Aber statt sich hinter der Maske zu verstecken, lebt sie in dem anderen Menschen vollkommen auf. Sowohl die sensible Seite als Liebhaberin und vor allem als Beschützerin ihrer zerbrechlichen Freundin, als auch die Rolle der grausamen Killern meistert sie mit Bravour. Wenn sie etwas geschafft hat, dann, den Zuschauer zu bewegen. Am Schluss empfindet man sogar Mitgefühl für die Mörderin, obgleich ihrer kaltblütigen Morde. Der Film versucht eben Rechtfertigungen für ihre Taten zu finden - und das gelingt. Ob das der Wahrheit entspricht, ist eine andere Frage.
Monster - Kritik
DE/US 2003 Laufzeit 109 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 15.04.2004
Kritiken (5) — Film: Monster
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenEnde der achtziger Jahre sorgte im Südosten der USA eine mysteriöse Serienmörderin für Aufsehen. Männer wurden an entlegenen Stellen erschossen aufgefunden. Schon bald wird die Prostituierte Aileen Wuornos der Morde an 6 ihrer Freier überführt und im Jahr 2002 wird nach 12 Jahren Todeszelle das ausgesprochene Todesurteil an ihr vollstreckt.
So weit das Ende dieser wahren Geschichte. Das alles schon viel früher begann, nämlich schon in Aileens Kindheit und Jugend, erfährt man recht früh in einer rückblickenden Erzählung der erwachsenen Aileen. (Charlize Theron, Oscar für beste Hauptdarstellerin 2003) In ihrer sozial schwach gestellten Familie emotional und körperlich missbraucht und misshandelt, reißt sie mit 13 von zu Hause aus. Gelernt hat sie bis dahin nur 2 Dinge: Dass sie Männern nicht trauen und sie sich nur auf sich selbst verlassen kann.
Schlechte Startbedingungen für ein junges Leben und so endet Aileen schließlich völlig desillusioniert als…
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenAls nach der Berlinale-Premiere Regisseurin Patty Jenkins erklärte, dass sie ihren Film in der Tradition von „Badlands" und „Bonnie and Clyde" sehen würde, beides Werke, die von ihren widersprüchlichen Charakteren leben, da erstrahlte neben ihr die schöne Hauptdarstellerin Charlize Theron. Es fiel schwer, diese Lichtgestalt in Einklang mit der White-Trash-Serienmörderin aus dem Film zu bringen. Mit 14 zusätzlichen Kilo, einem künstlichen Überbiss, fleckigem Make-up und breitschultrigem, übertriebenem Cowboygang hatte Theron sich in die Filmrolle eingefühlt - eine monströse schauspielerische Leistung, für die sie danach mit dem Silbernen Bären, einem Golden Globe und einem Oscar belohnt wurde. Wer eine solche Metamorphose auf der Leinwand hinlegt und gleich danach engelsgleich hübsch über den roten Teppich schwebt, versetzt die Branche ins Staunen.
Theron ist die eigentliche Attraktion in „Monster". Sicher fragt man sich, warum Jenkins nicht einfach eine Schauspielerin gewählt hat, die Wuornos ohnehin ähnlich sieht. Aber ein so hässlicher Film über eine Proll-Lesbe, die brutal geile Männer abknallt, ist ohne einen echten Hollywoodstar nur schwer zu finanzieren und zu verkaufen. Theron zur Hauptdarstellerin und Mitproduzentin zu machen, war Jenkins` eigentlicher Geniestreich.
Jetzt muss die Regisseurin aber auch damit leben, dass „Monster" als das Metamorphosenspektakel mit der dicken Charlize in die Filmgeschichte eingeht. Und eben nicht als das sensible Portrait über die innerlich zerrissene, nach Liebe suchende, siebenfache Mörderin Aileen Wuornos, das „Monster" eigentlich ist.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenNicht ein einziges Mal fällt Theron aus ihrer grandios glaubwürdig umgesetzten Rolle. Die Mühe hat sich gelohnt: Sie gewann in diesem Jahr mit Oscar und Golden Globe die wichtigsten amerikanischen Preise, auf der Berlinale wurde sie mit dem Silbernen Bären geehrt.
Beim Rummel um die Hauptdarstellerin gerät leicht aus dem Blick, was dieser Film transportiert. Solche tragischen Frauengeschichten findet man nicht nur im armen Russland, wie Lukas Moodyson es in seinem exzellenten Drama "Lilja 4ever" gezeigt hat, nein: Sie sind überall zu Hause - auch in den reichen USA.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen[Es] ist der erste kühne Schachzug von "Monster", die Chronik eines Serienmordes als Liebesgeschichte zu erzählen. Der zweite besteht darin, ein weltbekanntes Model durch Gewichtzunahme und Körper-Makeup derart zu verunstalten, dass sie völlig unkenntlich wird. Und der dritte und kühnste sind die Grauflächen, die sich der Film herausnimmt, die Verweigerung von genauen Deutungen und klaren Urteilen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenWo es wirklich interessant wird, weicht der Film aus. Lesbische Liebe - fast völlige Fehlanzeige. Der Verrat zweier Liebender? Zwei Sätze, drei Blicke, die letzten fünf Filmminuten. Der Prozeß? Zwei Einstellungen. [...] Trotzdem: Generell fehlt die Härte. Lieber hätte man die Geschichte als Film Noir im Stil der 40er gesehen: Cool, schwarzweiß. Und dann hätte Theron auch schön aussehen dürfen, und trotzdem glaubwürdig sein. Theron gönnen wir den Oscar natürlich trotzdem sehr - weil sie wirklich eine gute Schauspielerin ist.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (39) — Film: Monster
Kommentar schreibenMOVIE...FAN 2012/01/08 16:58:09
Kommentar löschenKein schlechter Film, aber für ein Gesellschaftsdrama wird hier der gesellschaftliche Aspekt viel zu wenig beleuchtet. Klar, es wird hier ein schwieriges Thema behandelt, aber es fehlt an Intensität. Sie steigt ein zieht die Waffe und drückt ab. Schlussendlich wird sie einfach ein Killerin. Die Emotionen kommen nur gering rüber, was vielleicht auch an der schleppenden Erzählweise liegt. Vielmals sitzen sie einfach nur da und trinken Bier...
Die Schauspielerische Leistung war aber Top.
Kommentar gefällt mir Antworten
Teezy123 2011/12/07 19:18:08
Kommentar löschenUnd es gibt sie doch.. die guten Filme, die real existierende Serienkiller zum Thema haben.
Monster zeigt wies geht.
Mitreissende Schauspieler und ein hervorragend recherchiertes Drehbuch machen Monster zu einem beeindruckenden Filmwerk.
Ein paar Punkte Abzug gibts dafür, dass man mehr über Aileen Wournos Vergangenheit hätte schreiben können/müssen, den so bleiben am Ende des Films einfach zu viele Fragen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
JohnnyKee 2011/10/28 23:48:35
Kommentar löschenIn jedem von uns steckt ein Monster. Ein Monster das zu allem fähig ist, das grausam und selbstsüchtig ist. Und doch fühlt und den Drang hat zu leben. Nur nicht jeder hat es unter Kontrolle...
Wow! Ich bin ja ein großer, großer Fan von Charlize Theron aber ich muss sagen, jetzt vergöttere ich sie nur noch mehr. So sehr, das erst einmal ein neues Wort dafür erfunden werden muss. Selten hat mir eine Darstellung so den Atem geraubt, mich erschüttert, zutiefst verletzt und mitgenommen, aber auch gleichzeitig so mitfühlen, trauern und bedauern lassen. Denn das Leben von Aileen ist tragisch. Ein verdammter Alptraum, eine Tortur, eine Qual mit der sie jeden Tag leben muss. Hart, kalt, dreckig, trostlos. Die Hölle! Um der Dunkelheit zu entkommen bedarf es Licht. Das weisende Licht eines Hoffnungsschimmers, eine Traum an den man sich klammert, einen geliebten Menschen der den Weg mit ihr auf sich nimmt. Alles wird gut. Bis einem jede Vorstellung im Nu genommen wird. Eine flinke Entscheidung, ein Reflex, die Natur des Menschen entscheidet über das Schicksal. Und lässt sie die Welt mit anderen Augen sehen. In den Augen einer verzweifelten, kaputten, törichten und verwirrten Frau die zu allem bereit wäre und die Grenzen zwischen Traum und Realität, Gut und Böse, Richtig oder Falsch und Vorstellung und Tatsache ineinander verschwimmen lässt. Eine Mörderin die von Selbstjustiz und von der Unverfrorenheit der Menschen mehr als überzeugt ist. Selbst Hand anlegt, wie sie es gewohnt ist. Blicke sind auf sie gerichtet, wie immer. Sie kämpft sich durch, wie immer. Sie tut was getan werden muss, wie immer. Ohne Skrupel, ohne Reue. Ich bin fasziniert von ihr! Der Film ist ruhig, der Film schmerzt, der Film verletzt wie sich auch die Charaktere gegenseitig verletzten. Aus Liebe! Was wärst du alles bereit zu tun wenn du ganz unten wärst? Abschaum, Dreck, nutzlos, ungeliebt, stets verstoßen, der Knecht des Schicksals, der Leidende, die Hure der Welt!
In jedem von uns steckt ein Monster!
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Tjeorrmy 2011/10/29 00:09:55
Antwort löschenWirklich ganz stark, Johnny.
JohnnyKee 2011/10/29 00:18:17
Antwort löschenThx, TJ! ^^
istmeinmitgliedsname 2011/09/26 21:14:03
Kommentar löschenCharlize Theron war superklasse! Man kann sich gut vorstellen, dass sie sich zuvor mit ihrer Rolle auseinandergesetzt hat und sichtlich Bewegungen von Aileen Wuornos übernommen hat, erfolgreich. Christina Ricci fand ich in Ordnung, allerdings war Tyra nicht ein kleiner Teenie. Vielleicht war sie schüchtern, aber bestimmt nicht so .. kindlich. Mhhnaajahh, ein bisschen Hollywoodwerkerei wird ja bei den wenigsten Filmen rausgelassen.
Kommentar gefällt mir Antworten
Mr. Pink 2011/07/03 17:28:25
Kommentar löschenEin sehr intensiver, aufwühlender und da auf wahren Ereignissen beruhend, umso packender Film, in dem eigentlich zwei Geschichten erzählt werden. Zum einen erzählt der Streifen die harte Story von der mehrfachen Mörderin, zum anderen wird eine romantische Liebesgeschichte zwischen eben jener Person und der Frau, die sie am Anfang des Films kennen lernt erzählt. Diese Zwiespältigkeit, wenn man so will die "gute" und die "böse" Seite des Charakters ist das, was den Film so emotional und berührend macht, da man schnell erkennt, dass Aileen eben nicht nur ein Monster, sondern eigentlich auch nur ein durchschnittlicher, facettenreicher Mensch ist.
Ein nicht ganz unbeachtlicher Teil des Gelingens des Films ist der beeindruckenden Performance von Charlize Theron zu verdanken. Ihre Metamorphose zum titelgebenden Monster ist perfekt. So perfekt, dass man sie in ihrem Kostüm und Make Up auf den ersten Blick beinahe nicht erkennen könnte. Aber sie beweist nicht nur optisch, mit starker Gewichtszunahme und falschen Zähnen, Mut zur Hässlichkeit, sondern schafft es zudem auch schauspielerisch zu glänzen und ihre Rolle die ganze Zeit über authentisch und glaubwürdig rüberzubringen. Zu Recht wurde sie für den Film mit mehreren Auszeichnungen belohnt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
his_poisongirl 2011/05/25 14:49:27
Kommentar löschenDer Oscar ging völlig zu Recht an Charlize Theron ... sie hat diese eiskalte und gleichzeitig so gefühlsbetonte Mörderin so glaubhaft rübergebracht, dass ich ständig Gänsehaut hatte ... Ein Film der mich nachhaltig beschäftigt --> Top! ... Ach so, ich fand Christina Riccis Schauspiel auch sehr gut ... Selby war nunmal unsicher und naiv und das konnte sie wirklich gut rüberbringen :)
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Laura Eissenberger 2011/04/01 14:22:55
Kommentar löschenIntensiv, brillant gespielt, hat zwar seine Längen, ist aber dennoch ein Muss.
Kommentar gefällt mir Antworten
ash-williams 2011/04/01 11:24:39
Kommentar löschenEin Film der Mut zur Hässlichkeit beweist und Mut hat die Welt zu zeigen wie sie in einigen Milleus tatsächlich ist. Es wird gezeigt, wie aus einem Menschen durch Sozialisation in einer verkommenen Welt ein Monster wird. Wie aus einer einmaligen Tat aus Notwehr, eine Gewohnheit wird und später eine regelrechte Mordlust.
Gespielt wird die Serienmörderin Aileen Wuornos von der sonst so schönen Charlize Theron die sich für diese Rolle mächtig ins Zeug legte und der eine unglaubliche Verwandlung gelungen ist. Sie hat für diese Rolle zu Recht so viele Preise bekommen. Auch ihre Partnerin Christina Ricci spielt super, sie ist stehts irgendwie sympathisch, aber gleichzeitig auch sehr eigenartig.
Der Film zeigt zwei Monster: zum einen die Mörderin, welche ganz klar ein Monster (sofern man den Begriff heute noch verwenden kann) ist, aber auch die Gesellschaft und vorallem die Freier zeigen sich von ihrer schlechtesten Seite. In einigen Fällen ist es tatsächlich verständlich warum diese Frau so handelte.
Eine gute Milleustudie und eine guter Film über eine erschreckende Biographie.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
brigerbaerger 2011/04/01 00:36:42
Kommentar löschenBin heute zufällig an "Monster" herangezappt - und hängengeblieben. Zum Glück! Wahnsinn was Frau Theron hier abliefert, dazu gibt es nicht mehr und nicht weniger zu schreiben. Die Geschichte nach einer wahren Begebenheit fesselt und macht betroffen - natürlich auch wütend, wenn man erfährt, was diese Frau alles durchgemacht und ihr angetan wurde. Mein einziger Wehrmutstropfen: Christina Ricci überzeugte mich nicht und sie verblasst neben Theron - verständlicherweise...
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Jack Bearfoot 2011/03/31 23:01:58
Kommentar löschenOMG - -
ich wollte den film eigentlich nur wegen christina ricci sehen, da ich ein riesen fan (und schon immer ein stück weit verliebt war) bin. da theron die tragende rolle spielen solte, war mir recht egal, da ich sie nie als gute akteurin gesehen habe . .
aber echt wahnsinn was charlize dort gerissen hat - wahrscheinlich die rolle ihres lebens! . . . WOW . . ohne wenn und aber . . .
oscar absolut verdient . . irgendwie ist genau das ihr ding, was sie kann . .
andere rollen wo sie einfach den normalen charackter vermitteln will, ist einfach nicht ihrs . . .
fazit:
theron spielt mit einen ganz großen kino die rolle, die nie übertrumpht werden kann . . weder von ihr, noch von anderen... ! ! !
A-LIST =)
Kommentar gefällt mir Antworten
Filmkenner77 2011/03/07 15:11:12
Kommentar löschenNatürlich wird der Film von der grandiosen Performance der Ausnahmeschauspielerin Charlize Theron getragen, die in der Tat eine oscarwürdige Leistung zeigt und Mut zur Hässlichkeit beweist. Christina Ricci weiss als lesbische Freundin der Serienmörderin ebenfalls zu überzeugen. Problematisch ist allerdings, dass der Zuschauer mit jedem weiteren Mord immer weniger Emphatie mit der Protagonistin empfindet und somit dem Film einfach eine Identifkationsfigur fehlt.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
kinogaengerin 2010/11/23 23:58:30
Kommentar löschenSechs Jahre nach 'Im Auftrag des Teufels' scheint der gute alte Lu die reizende Charlize Theron doch noch erwischt zu haben oder wie soll man sonst diese teuflisch gute Performance erklären? Man könnte allerdings auch annehmen, es wäre ihr Können, dass den Zuschauer so mitreisst. Was es auch ist, sie erbringt hier eine ihrer besten Leistung und beweist eindeutig Mut zur Hässlichkeit: "Alles was du brauchst, ist Liebe und den Glauben an dich selbst. Nette Idee, aber so funktioniert das leider nicht. Wahrscheindlich war es immer noch besser belogen zu werden, als mit 13 die knallharte Wahrheit zu erfahren." Christina Ricci wirkt dagegen fehl am Platz und somit unsympathisch. Die Geschichte dieser beiden Frauen wird recht gemächlich und ruhig erzählt, dennoch verliert 'Monster' dabei kaum an Spannung.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hoang-Thach-Vu 2010/10/18 11:13:43
Kommentar löschenEin sehr packendes und bedrückendes Drama mit einer wirklich oscarreifen Leistung von Charlize Theron als Aileen Wournos. Leider wurde der Film stellenweise deutlich überdramatisiert und entsprach den tatsächlichen Ereignissen nur noch wenig. Dennoch ist es ein wirklich sehenswerter Film.
Kommentar gefällt mir Antworten
cpt. chaos 2010/07/14 08:50:27
Kommentar löschenAnfangs reichlich uninspiriert wirkend, steigert sich der Film dann doch mit zunehmender Dauer, was sicherlich allem voran dem Schauspiel von Charlize Theron zu verdanken ist, die in Ihrer Rolle nicht wiederzuerkennen ist.
Rein äußerlich könnte sie eine Zwillingsschwester der verkörperten Serienmörderin sein, deren kranken Charakter sie zudem sehr überzeugend spielt.
Zeitweise kommt sogar etwas Mitleid oder gar Verständnis für die Taten auf, was sich jedoch auch ebenso schnell wieder ändert.
Christina Ricci ist zwar hübsch anzuschauen, aber verkörpert in der Rolle der Weggefährtin eine pupertierende Zicke, die eher so wirkt, als würde sie einen Tochterersatz darstellen.
Bei dieser Rollenbesezung wurde ganz offensichtlich nicht übermäßig viel Wert auf Authentizität gelegt.
Aber dies ist nicht das einzige Manko, denn bei "Monster" handelt es sich nicht um einen spannenden Thriller, sodass es den Rollen weitestgehend an der erforderlichen Tiefe fehlt, um den Film zu etwas Besonderem zu machen.
Dennoch auf jeden Fall ein Film, den man mal gesehen haben sollte!
Kommentar gefällt mir Antworten
cyranorick 2010/06/26 15:45:08
Kommentar löschenHier gab´s tatsächlich noch nen Punktaufschlag für den Mut zur Hässlichkeit der C. Theron.
Unglaublich die Ähnlichkeit, der natürlich mit falschen Zähnen, fleckigem Makeup etc. nachgeholfen worden ist... aber auch mit einer heftigen Gewichtszunahme der Schauspielerin. Mutig, mutig.
Charlize Theron wird sich viele, viele Dokumentationen etliche Male angesehen haben, denn wie sie hier Tonfall, Mimik, Gestik etc. der echten Aileen Wournos auf den Punkt bringt, ist schier unglaublich. Verdienter Oskar, definitiv.
Christina Ricci hier etwas zu hübsch, aber zumindest Haare und das runde Gesicht stimmen mit Tyria Moore überein. Ansonsten ist die Ähnlichkeit nicht so gross, wie die von C.T. mit A.W.
Vielleicht hat man deswegen hier auch den Namen unverständlicherweise verändert.
Am Ende hätte man ruhig ein wenig mehr darauf eingehen können, wie Tyria Woods schliesslich "Betrug" an Aileen Wournos verübte, in dem sie sie in die Falle lockte, und schliesslich gegen sie aussagte... und was dies für Aileen Wournos bedeutetete, und wie sie dennoch schliesslich gestand und die komplette Schuld auf sich nahm, um Tyria komplett herauszuhalten. Man hätte vielleicht auch kurz darauf eingehen können, dass Aileen Wournos schliesslich darum bat, jegliche, auch automatisch erfolgende, Handlungen einzustellen, die ihre Hinrichtung hinauszögerten. Ansonsten jedoch ein starker Film, der sich, so weit im Rahmen dieses Filmes möglich / notwendig an der realen Handlung orientiert, und in fast jeder Minute fesselt.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
dima24 2010/10/10 19:24:17
Antwort löschendanke für die spoiler
cyranorick 2010/10/12 18:26:26
Antwort löschenHey XD
Erst Film schauen, dann beschweren XD
Ich denke nicht, dass ich wirklich gespoilert habe.
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Bei solchen Filmen kann man eigentlich davon ausgehen, dass dem Zuschauer die Begebenheit zumindest in groben Zügen bekannt ist. Sollte sie auch sein, weil der Film, wenn man ihn ohne den HIntergrund betrachtet, einiges verliert.
Ich habe im Übrigen nur geschrieben, was NICHT im Film vorkommt.. nicht, WAS passiert.
Wie gesagt: MAn sollte wissen, was sich wirklich zugetragen hat, bevor man den Film sieht. Und wer das weiss, wird selber merken, was ausgelassen worden ist. Die Handlung selbst ist eigentlich eh jedem bekannt, hier geht es nur um die Umsetzung. Und die ist und bleibt klasse... mit oder ohne ausgelassenen Details.
In diesem Sinne wünsche ich Dir einen tollen Filmabend, denn den wirst Du haben.. auch mit dem Wissen, was hier nicht gezeigt wurde. :)
lg,
Rick
xXxWantedxXx 2010/06/06 11:58:13
Kommentar löschenAbgesehen von Charlize Theron nur Durchschnitt. Realistisch ist 'Monster' durchaus, aber größtenteils auch schleppend. 'Monster' soll Emotionen hervorrufen und zum Nachdenken anregen. Bei mir hat er auch das nur bedingt. Sicherlich ein interessanter Film, der das Thema außergewöhnlich angeht, aber dennoch zu langweilig.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Nevenka 2010/05/24 19:52:15
Kommentar löschenMit der Rolle der Selby konnte ich ganz wenig anfangen. Sie erscheint wie ein hilfloses, schmollendes Gör, das sich offenen Auges in Abhängigkeit begibt von einer Frau, von der sie von Anfang an weiß, dass sie am Abgrund balanciert. Selbys Einsamkeit und Familiensituation ist mir dafür als Begründung nicht genug. Die Blindheit der Liebe? Mmh. Nicht ausreichend, wenn ich mir die aus allen Poren Verzweiflung ausdünstende Aileen anschaue. Da ist Selby in ihrer Persönlichkeit ziemlich dumpf angelegt. Christina Ricci verkörpert diese trotzige Naivität hervorragend. Ich kann mich aber so wenig mit ihr anfreunden, dass die Liebesgeschichte in all dem Schlamassel bei mir beinahe steril ankommt.
Zudem fand ich es schwierig, mich in Aileen einzufühlen, zu sehr ist sie bereits zu Beginn des Films kaputt, zu sehr ist die Hoffnungslosigkeit bereits Teil von ihr und, ehrlich gesagt, zu weit weg ist das Milieu. Absolut ergriffen war ich aber von der Szene nach dem ersten Mord, als Aileen Selby überredet, ihr eine Woche zu schenken. Das ist für mich DER Gänsehaut-Moment des Films. Darin kommen alle Elemente, die die Stärke des Films ausmachen, zur Geltung. Danach kann ich den Weg, den die Beziehung der beiden Frauen nimmt, zwar formal verstehen, aber nicht wirklich nachvollziehen.
Dennoch finde ich es sehr gut, dass hier ein Film die Vielschichtigkeit, die hinter so einer wahren Geschichte steht, zeigt, ohne sie bis ins letzte zu erklären. Und dass er beides balanciert: Den Eindruck, die Protagonistin konnte aufgrund der Umstände gar nicht anders, wie auch den Hinweis in mehreren Szenen, dass sie sehr wohl eine Wahl hatte. Sie hat allerdings nie den richtigen Zeitpunkt dafür als solchen erkannt.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Lester Burnham 2010/05/01 14:18:10
Kommentar löschenBewegendes Schicksal mit einer überwältigenden Charlize Theron
Die allererste Einblendung lautet: "Based on a True Story". Wenn man sich dessen am Ende bewusst wird, ist das wohl das Erschütterndste am ganzen Film. Nicht, dass es nicht viele Filme mit realem Hintergrund gäbe, aber "Monster" ist einer von der harten Sorte - ehrlich und packend. Was einen so berührt ist die Darstellung von Charlize Theron. Sie beweist Courage, sich so zu verzerren. Aber statt sich hinter der Maske zu verstecken, lebt sie in dem anderen Menschen vollkommen auf. Sowohl die sensible Seite als Liebhaberin und vor allem als Beschützerin ihrer zerbrechlichen Freundin, als auch die Rolle der grausamen Killern meistert sie mit Bravour. Wenn sie etwas geschafft hat, dann, den Zuschauer zu bewegen. Am Schluss empfindet man sogar Mitgefühl für die Mörderin, obgleich ihrer kaltblütigen Morde. Der Film versucht eben Rechtfertigungen für ihre Taten zu finden - und das gelingt. Ob das der Wahrheit entspricht, ist eine andere Frage.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Spilyt 2010/03/15 09:29:59
Kommentar löschenEmotionaler Film, der unter die Haut geht !
Kommentar gefällt mir Antworten
entchenxx 2009/12/08 22:13:42
Kommentar löscheneinfach genial!! muß man gesehen haben!!! den oscar hat charlize mehr als verdient!!
Kommentar gefällt mir Antworten
Bitte logge dich ein Monster
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Monster