Monsters - Kritik

Monsters

GB · 2010 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film, Thriller, Drama · Kinostart
Du
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    Dergestalt 05.06.2017, 16:48 Geändert 05.06.2017, 16:55

    Gareth Edwards, bekannt als Regisseur von "Rogue One" und "Godzilla", hat früher einmal andere Filme gemacht. Zumindest ist sein Langfilmdebüt "Monsters" mehr eine atmosphärisch-nachdenkliche Indiekiste als großes Sci-Fi-Spektakel. Zwar gibt es auch hier große, genretypisch tentaklige Außerirdische, aber die bilden nur den dystopischen Hintergrund für ein stilles Portrait der US-amerikanisch-mexikanischen Grenzregion und diverser Fragen menschlicher Existenz. Wenn zwischen Mexiko und Amerika plötzlich ein kontaminiertes Gebiet steht, Mexiko abgegrenzt und durch das stete Machtgehabe der Amerikaner gefährdet wird, ist man von der Gegenwart gar nicht weit entfernt. Entsprechend konsequent liest sich ein Graffiti, das den Protagonisten auf ihrer Reise in Mexiko begegnet: Aliens oder Amerikaner - wer sind hier die wahren Monster?
    Die Aliens erscheinen nur punktuell. Erstaunlich viel Zeit verwendet der Film auf die Folgen der Katastrophe, zeigt die betroffenen Menschen und Landstriche. Ähnlich wie in Tarkovskys "Stalker" ist das kontaminierte Gebiet schließlich der eigentlich natürliche Landstrich, der vor allem vom Giftgas der Amerikaner und weniger von den dort lebenden Aliens verpestet wird. Kommt es zum Kampf, dann nur weil die Regierung kontuinierlich versucht, jene neue Natur einzugrenzen und schließlich auszurotten. Vergeblich, aber auf brutale Weise.

    Organisch versetzt der Film dabei existierende Landschaften und Orte mit den Spuren der Kämpfe. Subtil dringt immer wieder die Gefahr herauf, vor allem bleibt aber ein Gefühl der Verzweiflung, Leere und Trauer. Viele Abendfarben, Dunkelheit, ein sanfter ambientartiger Soundtrack und zwei desillusionierte Protagonisten verstärken den filmischen Abgesang.
    Die beiden Protagonisten bedeuten schließlich auch eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Unheil. Leider eher auf dem Blatt. Eine Schwäche des Films bleibt die aufgesetzte Liebesgeschichte, die eher bemüht - und zum Ende hin sogar grausig plakativ - mit der Katastrophe enggeführt wird. Das ausdrucksschwache Spiel von Whitney Able, zur Desillusion noch passend, wirkt in den romantischen Szenen deplatziert. Und auch Scoot McNairy, ansonsten ordentlich, kann seine Gefühle nur schwer glaubhaft vermitteln. Muss man halt schlucken. Ansonsten gute Sci-Fi, die an den richtigen Stellen die richtigen Fragen stellt.

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    • 2 .5

      Labern.
      Labern, Ticket kaufen, labern, Maiskolben essen.
      Labern.
      Bootfahren.
      Labern.
      Labern am Lagerfeuer.
      Monster-Angriff à la T-Rex-Ausbruch Jurassic Park 1.
      Labernd durch den Dschungel.
      Labernd auf dem Tempel.
      Labern.
      Alien-Sex.
      Abblende.

      Schnarch.

      • 9
        realkontrol.com 12.02.2017, 00:26 Geändert 12.02.2017, 00:57

        Feine, latente Spannung und die Furcht vor den Alien-Monsters machen dieses im tieferen Sinn gesellschaftskritische Roadmovie absolut sehenswert! Man muß sich hineinfühlen, mitreisen und mitdenken!

        • 5
          Babastars 13.12.2016, 00:30 Geändert 13.12.2016, 00:32

          5 Punkte für die tollen Bilder und die wunderschönen Landschaften. Der Film an sich möchte eine Kritik hinterlassen der mich aber auf diese Art nicht überzeugt. Es gibt genug bessere Filme, die sich mit diesem Thema verfassen (aber mit einer anderen Handlung) und einem mehr berühren als der hier. Nicht schlecht gemacht aber (für mich) mit wenig Aussagekraft.

          • 0

            Absolut langweilig! Über die 93min. passiert einfach nichts, zumindest nichts von Bedeutung!
            Atmosphäre hat mich völlig kalt gelassen. Künstlerisch wertvoll? NOPE!
            Wieso der Film mit Preisen überhäuft wird ist mir ein Rätsel.

            Extremer Fall von Geschmacksache!

            • 4

              Hat mich ehrlich gesagt ziemlich kalt gelassen. Für die vielen Lobpreisungen, die der Film und Regisseur Edwards im Vorfeld erhielten, war ich von "Monsters" echt enttäuscht. Spannungsarm, langweilig, ohne Action. Der Filmtitel wird auch kaum gerechtfertigt. Wenigstens passt die Atmosphäre des Films.

              2
              • 4 .5

                Fand ihn persönlich nicht so gut deswegen nur 4.5 pkt

                • 9
                  CaptainFancy 14.07.2016, 03:12 Geändert 14.07.2016, 03:13

                  Warum hab ich mir diesen Film nicht schon viel früher angesehen?!

                  Ich bin wirklich begeistert... Ein Monsterfilm mit so gut wie keinerlei Action und nur wenig Screentime für die namensgebenden Kreaturen und trotzdem habe ich das Gefühl einen fantastischen Beitrag zum Genre gesehen zu haben.

                  Eine geradlinige Story die sich auf das Zusammenspiel zweier Charaktere und deren Reise durch ein "infiziertes" Mexiko beschränkt, eine angenehme und niemals aufdringliche Musikuntermalung sowie eine tolle Kameraarbeit lassen diesen Streifen mehr wie einen Roadmovie wirken. Und vielleicht ist das auch der einzige Kritikpunkt den ich persönlich anmerken kann: Actionszenen sind mangelware beziehungsweise praktisch nicht vorhanden. Für einen Roadmovie... absolut okay und nachvollziehbar... Für einen Film der "Monsters" heißt... wahrscheinlich zuviel des Guten.

                  Doch wer weiß, eventuell sind ja die Monster gar nicht die Monster sondern wir. "Wenn du Sie in Ruhe lässt, lassen Sie dich in Ruhe" hieß es im Film... okay, der Typ der das gesagt hat wurde keine 5 Minuten später von solch einem friedfertigen Geschöpf erledigt aber egal, die Botschaft wurde übermittelt und kam (zumindest bei mir) an. Für mich wirkten diese Kreaturen mehr wie Besucher aus einer anderen Welt denen der Mensch mit Ablehnung und purer Brutalität begegnet. Wenn die Bombardements der Luftwaffe mehr Menschen tötet und Kollateralschäden verursacht als die Monster selber, dann läuft etwas gewaltig schief. Und dann das absolute "Highlight": Eine gewaltige Mauer, die Mexiko und die Vereinigten Staaten voneinander trennt und scheinbar nur als Abschreckung für Flüchtlinge von mexikanischer Seite fungiert, weil hinter Ihr die selben Zustände herrschen... Spätestens dann könnte man sich fragen, wer die wirklichen Monster sind.

                  Ich persönlich kann diesen Film nur weiterempfehlen!

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                  • 3

                    Der Film müsste nicht "Monsters" sondern "Where are the monsters?" heißen.

                    Der Film ist eine dystopische Liebesschnulze ohne Action. Den ganzen Film wartet man auf die Monster.... dann kommt mal eins und der Film ist vorbei.

                    1 extra Punkt für Whitney Able, die find ich zuckersüß. Sonst ist der Film reine Zeitverschwendung.

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                    • 6

                      Bedächtiges und glaubhaft dargestelltes SciFi-Drama aus Großbritannien, an dem Freunde rasanter Action-Kost weniger ihre Freude haben werden!
                      'Monsters' von Godzilla-Regisseur Gareth Edwards, bietet grundsolide Schauspiel-Darbietungen und ansehnliche Effekte, punktet vor allem aber durch seine fesselnde Atmosphäre, welche gekonnt erzeugt wird, mittels eindringlicher Bilder und stimmiger Hintergrund-Musik!
                      Um gänzlich vom Hocker zu hauen, passiert insgesamt betrachtet aber leider zu wenig und auch der Aspekt rund um die Infizierte Zone, einschließlich ihrer außerirdischen Kreaturen, wäre deutlich ausbaufähig gewesen!
                      ...
                      Fazit: Spannender Road-Trip mit wenig Monster und viel verschenktem Potential!
                      6 / 10 chemischen Luftangriffen

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                      • 7 .5

                        Das Regiedebut von Gareth Edwards ist ein Film, der aus seinen geringen finanziellen Möglichkeiten das Beste macht und es schafft, mit vergleichsweise wenig eine packende Atmosphäre aufzubauen. Die beiden Hauptdarsteller sind vor allem gemeinsam sympathisch, was natürlich ebenfalls hilft.

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                        • 5

                          Popcornfilm und eher Langweilig.

                          • 3 .5
                            thenerd 23.01.2016, 15:49 Geändert 06.02.2016, 12:30

                            Idee ganz gut, aber unfassbar langweillig umgesetzt.

                            • 2

                              Ganz,ganz schwache Nummer..90 Minuten latschen zwei Menschen durch Mexiko.. Von 'Monstern' kann keine rede sein..man sieht vllt am Ende des Filmes 2 leuchende, tanzende,riesige Tintenfisch-Mopeds über ner Tankstelle.. Selten so wenig Lust gehabt mir einen zweiten Teil anzutun..Als Naturfilm aber sehenswert!! Die Landschaft von Mexiko ist ein Traum!

                              • 6

                                Horror-Oktober #1:

                                Gareth Edwards dürfte ja nun dem geneigten Kinogänger ein Begriff sein, nachdem er mit „Godzilla“ Horden von Fans enttäuscht hat. Anlässlich meiner Halloween-Ambitionen, habe ich nun mal einen Blick auf sein Frühwerk gewagt. Mit ganz wenig Budget und viel Improvisation hat Edwards „Monsters“ verfilmt, der es letztendlich sogar auf die große Leinwand geschafft hat.
                                Andrew ist Fotograf. Als er die Tochter seines Bosses sicher nach Hause geleiten soll, entwickelt sich langsam aber sicher eine Romanze. Dumm nur, dass einige Jahre zuvor Aliens vom Mars auf die Erde gelangt sind, die jetzt mit Müh und Not in einem Sperrgebiet festgehalten werden. Weniger vorteilhaft ist auch, dass die Beiden ausgerechnet durch dieses Gebiet fahren müssen.
                                Gareth Edwards benutzt sein fiktives Bedrohungsszenario also nicht wirklich um einen Horrorfilm zu erzählen, sondern möchte gerne eine einfühlsame Meditation über die Liebe kreieren. Ganz nebenbei wird hier noch die Probleme der Mexikanisch-Amerikanischen Migration beleuchtet. Wie so oft bei Frühwerken, möchte Edwards viel, hat aber nicht ganz mit den Konsequenzen gerechnet.

                                Während „Monsters“ auf der optischen Ebene einfach grandios aussieht, kranken die Dialoge an jeder Ecke. Die Alien-Metapher ist viel zu offensichtlich und bedient sich dabei noch freudestrahlend an „District 9“ ohne jemals dessen Klasse zu erreichen. Das Darsteller-Duo gibt sich durchaus Mühe, kann jedoch den prätentiösen Worthülsen selten mal etwas Seele verleihen. Die großen Ambitionen sind zwar durchaus zu respektieren, bremsen „Monsters“ aber derart aus, dass er über weite Strecken einfach langweilig wird.

                                Ich kann „Monsters“ dennoch einen gewissen Reiz nicht absprechen. Manche Bilder sind derart überlebensgroß, dass mir diese noch lange im Kopf herumschwirren werden. Die außerirdische Bedrohung ist fast schon grazil in Szene gesetzt und kann sich von der Optik her ganz klar neben „District 9“ behaupten. Und das trotz des sehr viel geringeren Budgets. Wenn man den Film irgendwie ohne Dialoge sehen könnte, dann müsste man sein Gesicht auch seltener mal schmerzhaft verziehen. Man kann sich „Monsters“ also durchaus mal angucken, denn fasziniert bin ich durchaus von Edwards Leistung. Sicherlich kein Film der Geschichte machen wird aber einer der zeigt, wie wenig Budget man braucht um wirklich grandiose Bilder zu schaffen.

                                „I'm going to be a meteorologist, because it's the only job where I can be wrong every day, and not get fired.“

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                                • 8

                                  Ich kommentierte diesen Film bereits, habe mir nun allerdings nochmal Gedanken für einen ausführlicheren Kommentar gemacht.

                                  Was ist "Monsters"? Auf Moviepilot wird er in den Genres Drama und Thriller gelistet, allgemein gilt er als Horrorfilm und eigentlich ist er ein Antikriegsfilm.
                                  Und zwar ein sehr starker. Monsters mag zunächst wie ein Roadmovie wirken, wird er doch genauso erzählt und gefilmt.
                                  Der Unterschiede zum gewöhnlichen Roadmovie sind das Setting und die erstaunlich ruhige erzählweise. Edwards hetzt hier nicht von einer Schlacht zur nächsten, seine Protagonisten rennen nicht ziellos durch den Dschungel.
                                  Edwards inszeniert großartige Bilder und lässt ihnen viel Zeit um sich zu entfalten. Wer sich darauf einlässt kann sich Edwards Magie bald nicht mehr entziehen. Seine Bilder sind wunderschön, graußam und hypnotisch.
                                  Die Bilder entfalten ihre Wirkung besonders durch das Setting. "Monsters" spielt in Mexiko, welches von einer Alieninvasion heimgesucht wird. Die US Armee bekämpft die Aliens, während die Bevölkerung versucht aus dem Land zu fliehen.
                                  Was so simpel klingt ist oberflächlich betrachtet auch sehr simpel. Doch "Monsters" geht tiefer. "Who are the real Monsters?", fragt die mexikanische Bevölkerung im Film. Und auch der Zuschauer sollte sich diese Frage stellen.
                                  Überall sieht er Leid, Zerstörung, Armut und Furcht. Doch in den wenigen Szenen, in den Edwards die Außeridischen zeigt, verhalten diese sich friedlich. Wer verursacht dann all das Leid, all die Zerstörung?
                                  Es ist der Mensch. Die Armee, die mit Bomben Angriffen das Land zerstört; die ohne Rücksicht auf Verluste einen sinnlosen Krieg führt.
                                  Wer Edwards Film versteht, der sieht die Monster permanent. "Monsters" ist dabei auch aktueller denn je. Die Flüchtlingskrise und der unmenschliche Handel der Schlepperbanden wird in diesem Film angesprochen, ja sehr kritisch beleuchtet.
                                  Edwards traute sich mit "Monsters" ganz viel und scheiterte leider. Und zwar am Publikum.
                                  Dieses moderne Publikum also verweigerte nähmlich Edwards' grandiosen Bilder, Edwards' langsame Erzählung, Edwards' grandiosen Antikriegsfilm.
                                  Dabei sind es nicht nur die Blockbuster Anhänger, sondern auch Kritiker der modernen Kinolandschaft, die Edwards' Ultrawerk nicht verstehen.
                                  Es macht einen sehr traurig zu sehen, wie "Monsters" verrissen und missverstanden wird. Ja, wie nicht einmal die tollen Bilder, der wunderschöne Soundtrack und die unaufdringliche sowie ruhige und zarte Liebesgeschichte nicht einmal geschätzt werden.
                                  Denn egal, was Hater sagen mögen, "Monsters" ist Kunst. "Monsters" ist ein wunderschöner, trauriger und zugleich lebensbejahender Mix aus Roadmovie und Antikriegsfilm.
                                  PS Wer sich von der Qualität des Soundtracks überzeugen möchte, hier das Maintheme: https://www.youtube.com/watch?v=J2aeWMsGY3g

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                                  • 8

                                    besser kann man diese Geschichte nicht erzählen. Monster ist ein einfühlsamer Horrorfilm, nein Monster Grusel, der sich nur auf 2 Protagonisten bezieht, die hier ganz dolle Arbeit abliefern. Wenn man bedenkt was Edwards hier alles leistet, eine bessere Hollywood Bewerbung kann man wohl nicht abliefern. Feine Arbeit, gute Unterhaltung mit angenehmer Lauflänge.

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                                    • 4 .5

                                      Diese multiple Beziehungstragödie ist das passende Gegenstück zum CGI-Geblockbuster, und eigentlich auch genauso arm an Nährwert.

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                                      • 8

                                        Mit "Monsters" hinterließ Gareth Edwards eine beeindruckende Visitenkarte in Hollywood und gab damit einen Ausblick darauf, wie sein gescheiterter "Godzilla" hätte sein können.
                                        Das Sci-Fi Independent Kino ist auf dem Vormarsch und bescherte uns in den letzten Jahren viele tolle Filme wie Ex Machina, District 13 oder Her. Eine weitere Sci-Fi Independent Perle die häufig zu unrecht vergessen wird ist "Monsters". Zu unrecht vergessen? Das mag zu erst unwirklich wirken, da Edwards Godzilla völlig zu Recht nicht mehr in aller Munde ist. Doch anders als bei Godzilla handelt es sich bei Monsters um ein Meisterwerk. Monsters erzählt eine simple Geschichte und die Charaktere sind im Kern auch Flach. Aber Edwards verpackt die Geschichte in epische Bilder mit einer absolut hypnotisierenden Wirkung. Das ganze wird dann von einem treibenden, ebenfalls hypnotischem Score untermalt. Das Schauspiel ist spitzenklasse. Die Darsteller holen aus ihren flachen Rollen das Maximum und heraus und liefern eine äußerst sympathische Performance ab. Auch die im Kern flache Story ist eine der stärken des Films. Denn in ihr steckt beißende Kritik an dem US Militär. Außerdem ist die gezeigte Endzeitvision sehr realistisch. Besonders gelungen ist die Darstellung des Leides und der Zerstörung. Edwards schafft die realistischste Alieninvasion der letzten Jahre. Technisch ist der Film für 500.000 Dollar Budget eine Meisterleistung. Die meisten Szenen sind wunderschön verstörend und absolut atmosphärisch. Das einzige was den großartigen Eindruck stört ist, neben einigen inhaltlichen Schwächen, dass teils Schwache CGI. Zwar gibt es auch wunderschöne Szenen in denen CGI verwendet wird, allerdings ist es sobald die Monster in Nahaufnahmen gezeigt werden sehr schwach. Somit grätscht Monsters ganz knapp an der 9 vorbei, darf sich aber tolle 8.5 Punkte mit nach Hause nehmen. Schade bleibt allerdings, dass Edwards in Godzilla dieses Erfolgskonzept zu kopieren versuchte und dabei scheiterte.

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                                          Also vor weg ich mag ihn und fand ihn auch nicht schlecht
                                          aber ehrlich gesagt,... langweilig ist er schon ^^
                                          es passiert halt eigentlich so gar nichts gar nichts...
                                          also spannend ist es jedenfalls nicht
                                          aber für einen gemütlichen abend sehr entspannend ^^

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                                          • 9

                                            Wer sind hier die wahren "Monster" ... ?

                                            Definitiv einen Blick wert.

                                            • 7

                                              Interessant.
                                              Tarkovskys "Stalker" zum Mainstreamfilm heruntergebrochen, was in diesem Falle definitiv kein Verriss, sondern ein überraschtes Kopfnicken erntet.
                                              Gleich den Protagonisten in "Stalker" müssen auch die in "Monsters" durch eine mit Unheil aufgeladene "Zone" um ihr Heil am anderen Ende zu finden (oder auch nicht) und gleich Tarkovskys Behauptung einer Bedrohung, schöpft auch "Monsters" sein Unwohlsein nur aus Ahnungen und Andeutungen, nie aus wirklichen Geschehnissen.
                                              Zumindestens sehen wir sie nie. Männlein und Weiblein sind hier ständig vor etwas auf der Flucht, das nur knapp ausserhalb des Kamerafeldes, vielleicht, vielleicht auch nicht hinter dem nächsten Busch lauert.
                                              Es drückt in der Magengegend, während viel gelaufen wird, viel geredet wird, mal alltägliches, mal für die Charaktere tiefschürfendes.
                                              Dazwischen gibt es kleine Politallegorien.
                                              Wie zur Hölle hat Gareth Edwards mit dieser Ausrichtung das Greenlight bekommen, gar die Chuzpe gehabt, das Ganze nach außen hin, als Monstermovie zu vermarkten ?
                                              Die titelgebenden Monster sind nur sekundenweise, in den beiden Buchdeckeln am Anfang und Ende zu erhaschen, und liefern, wenn man genauer hinsieht, auch noch einen fiesen kleinen Twist, der so gut versteckt ist, das man schon genauer hinsehen/hören muss, um ihn überhaupt zu erahnen, und eine schöne Umdeutung des Endes zulässt.
                                              So subversiv wie dieses kaum wahrnehmbare Augenzwinkern bleibt der ganze Film, der weit entfernt von einem Creatureflick, eher als Parabel im Hochglanzgewand, als Abenteuerfilm weniger auf der Leinwand, sondern im Kopf dahinschnurrt.
                                              Sogar für die sich scheinbar endlos dahinziehenden Marathonszenen des "Stalkers" (Draisine zb.) hat Edwards Film Gegenstücke parat, und die ziehen immer dann wieder an der Tempobremse, wenn gerade mal wieder ein Busch raschelt.
                                              Aber jetzt !!!!.......Nein, doch nicht.
                                              Das Ganze ist so herrlich gegen den Strich, gegen die Erwartungshaltung, Cover und Vermarktungststrategie des Filmes aufgezäunt, das ich ab der Hälfte permanent lächeln musste.
                                              Wäre das aber "Monsters" einzige Stärke und Absicht, nur ein Mittelfinger Richtung seiner austauschbaren Vermarktugshülle zu strecken, würden wir hier vielleicht über einen interessanten, gewitzten Vollflop reden, stattdessen aber steckt auch sonst in "Monsters" ein Stück richtig gutes Filmhandwerk.
                                              Die Schauspieler sind kompetent, zumindestens in OT sehr lebensnah gezeichnet, und ihre Misere ist, trotz der abstrusen Ausgangssituation, eine nachvollziehbare. Egal ob da nun eine Zone, Aliens, oder fleischfressende Kühlschränke die Lebensbedrohung darstellen, der Survivalfaktor und Tonfall des Films bliebe erhalten.
                                              Auch der "sense of place", Neudeutsch für Lokolkollorit, ist ein Höhepunkt des wunderschön gefilmten Streifens, und gibt dem Film so schonmal ein sehr eigenständigen Backdrop für seine Kopf und Kameraspielchen.
                                              Alles in allem, gibt es nur wenig wirklich zu bemängeln, vielleicht das die Prämisse nach hinten raus etwas zu sehr über den Bogen gespannt wird (hat Tarkovsky auch nie gestört) , und man das Finale als ein Zugeständnis an Vermarktungsstrategien deuten könnte, aber das wäre es auch schon .
                                              Wir reden hier zwar nie über wirklich großes Kino, aber innerhalb der Genregrenzen mit denen "Monsters" sich schmückt, versucht zu unterwandern und umzudeuten, reden wir über ein absolutes Novum, ein Experiment, ein gelungenes dazu.
                                              Creatureflick als Kopfkino, Survivalfilm als Labertapete.
                                              Abenteuerfilm, im wahrsten Sinne des Wortes.

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                                              • 6 .5

                                                Man erkennt ganz klar Gareth Edwards Handschrift und sieht, was dem Regisseur wichtig ist. Über weite Strecken konnte der Film mich jedoch nicht packen sondern zog sich etwas. Zwischendurch waren dann wieder richtig starke Momente dabei.
                                                Wenn man sich dann aber Godzilla anschaut, dann sieht man eine durchaus gute Weiterentwicklung des Filmemachers. Er hat seinen eigenen Stil und das ist in der heutigen Zeit viel wert, wo gefühlt jeder Film dem anderen gleich.

                                                • 5
                                                  The Woman 09.07.2015, 09:42 Geändert 09.07.2015, 10:04

                                                  Dieser Film bietet erstmal wirklich "tolle" Bilder und die apokalyptische Atmosphäre kommt richtig gut rüber.
                                                  Auch dass die Monster selten so richtig zu sehen sind, stört nicht, die Bedrohung ist durchaus spürbar.
                                                  Die Grundidee ist auf jeden Fall sehr interessant und die Idee, die Geschichte mitten in der Invasion beginnen zu lassen ist sehr gut umgesetzt.
                                                  Es wird deutlich, wie die Menschen sich mit der Situation arrangieren und es irgendwie ein wenig zur Normalität geworden ist, auch wenn sie natürlich Angst haben.

                                                  Leider wirkt die Geschichte um die beiden Hauptdarsteller einfach viel zu offensichtlich konstruiert, um sie in die Situationen zu bringen, in die sie kommen.
                                                  Mir persönlich gingen die beiden echt auf die Nerven, vor allem das Mädel.
                                                  Das ist natürlich ein Problem, wenn man man für die Hauptcharaktere einfach null Sympatien entwickeln kann, ich habe es wirklich versucht.

                                                  SPOILER was mich genervt hat:

                                                  Der Typ reißt, einen Abend vor der Abreise des Mädels, eine Frau fürn One Night Stand auf.
                                                  Am Mogren danach, bevor das Mädel abreist, geht sie zu dem Typen um mit ihm nochmal einen Kaffe zu trinken bevor sie an Bord geht und sieht das andere Mädel in seinem Bett.
                                                  Ihre Reaktion: Sie läuft eifersüchtig und enttäuscht weg.......... Hä?
                                                  Sie hat ihn doch grad erst einen oder zwei Tag/e vorher kennegelernt und machte auf mich nie den Eindruck, als hätte sie sich unsterblich in ihn verliebt.
                                                  Für mich leider komplett nicht nachvollziehbar.

                                                  Als sie im Boot sitzen, um nach Amerika durch die Infected Zone zu kommen, sieht man verschwommen, wie ein Monster ein Boot/abgestürztes Fugzeug (ich weiß grad nicht mehr was) mit seinen Tentakeln wegzieht und sie fragt allen Ernstes, was das war?
                                                  Das passt doch hinten und vorne nicht, sie wissen doch was für eine Bedrohung da ist, lief doch ununterbrochen im Fernsehen.

                                                  Da kamen noch so einige Stellen, die für mich nicht wirklich nachvollziehbares, menschliches Verhalten widerspiegelten und durchaus den Film damit für mich runtergezogen haben.

                                                  SPOILER ENDE

                                                  Meiner Meinung nach, tut einmal anschauen nicht direkt weh, ist jetzt aber auch nicht die Riesenerleuchtung.

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                                                  • 5
                                                    Axellent 29.06.2015, 23:44 Geändert 29.06.2015, 23:46

                                                    Gut gemeinter Versuch Science Fiction mit schönen ruhigen Bildern, ruhiger Musik und Melancholie mal ganz anders aufzuziehen. Leider ist der Versuch nach meinen Geschmack gescheitert, da der Hauptdarsteller und die Dialoge oberflächlich sind, wenig Informationen hergeben und nicht zu der durch das Bild getragenen Geschichte passen. Es fehlen interessante Dialoge und philosophische Fragen an den richtigen Stellen, sodass das Potenzial der guten Aufnahmen und Atmosphäre verschenkt wird. Sehr zäh und langweilig. Das Ende treibt die o.g. Schwächen nochmal auf die Spitze.

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