Moon - Kritik

GB 2009 Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Science Fiction-Film, Kinostart 15.07.2010

Setze Moon auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze Moon auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (29) — Film: Moon

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist hierbei Sam Bell, gespielt von Sam Rockwell, der hier wirklich zu Höchstleistungen getrieben wurde, auf ganzer Linie überzeugt und Applaus verdient. Letztlich gibt es nur ihn und den im Original von Kevin Spacey gesprochenen Roboter GERTY, so dass man Moon getrost als One-Man-Show bezeichnen kann. Der Twist des Film kommt hier erstaunlich früh und deshalb spoilere ich ihn, obwohl dies meinen Prinzipien widerstrebt: Nach nicht einmal einer halben Stunde kommt es zu einem tiefgreifenden Paradigmenwechsel, als Sam Bell gewahr wird, dass er geklont wurde oder möglicherweise selbst ein Klon ist. Hier offenbart sich dann auch die Stärke Rockwells, der im Spiel mit sich selbst einfach überragende Arbeit leistet. Im Nachgang zu dieser Enthüllung beschäftigt sich der Film gezielt und konsequent mit dem Warum? und Wieso?, steht damit also ganz klar in der Tradition der Bücher von zum Beispiel Stanislav Lem, der sein futuristisches Setting auch mehr nutzte, um essentielle Fragen aufzuwerfen und zum Nachdenken anzuregen. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Gerty" ist großartig.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Visuell eindrucksvolle, aber wenig originelle Quasi-Emulation diverser Science-Fiction-Klassiker, die Regisseur Duncan Jones für sein Filmdebüt sowohl ästhetisch ("2001" & "Solaris"), als auch inhaltlich ("Silent Running" & "Soylent Green") bemüht. Die Grundprämisse eines einzelnen Astronauten, der nach dreijähriger Stationierung auf dem Mond seiner Heimreise entgegensieht, wird zunächst mit atmosphärischen Bildern aus Einsamkeit und Tristesse vermittelt, ehe der Film denkbar umständlich seine Geschichte zu erzählen beginnt. Statt die interpretierfreudigen Ereignisse der Handlung nur zu umreißen und an Fragen nach Isolation und Identität zu knüpfen, erweist sich die zurechtgebogene Idee des Films nur als sklavisch an Drehbuch und Regie gekoppelte Plotsackgasse, über der dann auch die schwergewichtige moralische Klagehaltung zur unglaubwürdigen Pose gerinnt. Jedweden existenzialistischen Tiefgang verwirft "Moon" schließlich zugunsten einer albern zur Schau gestellten Kritik an der wirtschaftlichen Profitgier von übermorgen – statt gedanklich hinterfragt wird lieber fleißig gerügt. Die mangelnde Subtilität des Films hätte Jones im Abspann eigentlich nur noch mit dem Evergreen seines Vaters krönen müssen: Ground control to Major Tom. Space Oddity – na ja.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Dox

Antwort löschen

@Clooney Toons: Richtig erkannt! ich mag Moon wirklich :)
Aber der Kritik stimme ich trotzdem in allen Punkten zu. Irgendwie haben mich die Bilder aber dennoch gefesselt und ganz besonders der Score ging mir lange Zeit nicht aus dem Kopf. Ich fand die Atmosphäre einfach klasse, ebenso wie Rockwell.


Pyro 91

Antwort löschen

Stimme deiner Kritik volkommen zu. Nach etwa 40 Minuten war für mich die Luft raus. Ich dachte zuerst "Moon" würde in eine interessante Richtung gehen und seine Mystery/Paranoia-Elemente beibebehalten, doch dann lief alles auf eine böse, geldgierige Unternehmensgeschichte raus. Positiv war natürlich, was mit dem geringen Budget gemacht wurde und Sam Rockwells Schauspielleistung.


HerrLehmann: Das Manifest

Kommentar löschen
5.5Geht so

Das Gegenteil von gut ist noch immer gut gemeint: Moon basiert auf einer schönen Grundidee, die als Kurzfilm umgesetzt wohl ziemlich fantastisch gewesen wäre. Auf Spielfilmlänge fehlen die Überraschungen, die echten Twists oder zumindest die interessanten Überlegungen - denn die ohne Frage von Sam Rockwell grandios gespielte Hauptfigur braucht nicht nur doppelt so lang wie der Zuschauer, um zu erkennen was Sache ist, auch die Reaktionen sind selten wirklich nachvollziehbar, sondern scheinen oft nur dazu zu dienen, die Handlung auf die gewünschte Laufzeit zu strecken. Dass Moon dabei sehr schön anzusehen ist und, bspw. mit dem Emoticon-Display von HAL oder wie das Ding heißt, auch hin und wieder Humor beweist, reicht leider nicht aus, um über die langweilige, zähe Plotentwicklung hinwegzutäuschen.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Khitos

Antwort löschen

Find, dass man auch bei einem Kurzkommentar den Score nicht vergessen darf :D Den find ich Mansell-like einfach wieder grandios. Naja, ok, kann deinen Standpunkt schon verstehen, aber selbstgefällig? Hm. ^^
Ich find auch gar nicht mal, dass der Film so auf den Twist aufbaut, von daher kann man auch nicht wirklich von einem Twist reden (man ahnt es ja wirklich alles schon), aber egal. Schade, dass der Film dir nicht so gefallen hat ;D


gibmich

Antwort löschen

Also ich kann Herrn Lehmann da nur zustimmen genau meine Meinugng!


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Jones spielt mit den Erwartungen des Zuschauers, lässt ihn nach und nach immer weitere Puzzleteile aufdecken und seine eigenen Ideen spinnen. Nie ist klar, was Wahrheit oder nur Schein ist. Unterstützt von der tollen Musik von Clint Mansell und den wirkungsvollen Bildern der Mondlandschaft erzeugt “Moon” eine Stimmung, die lange nicht mehr loslässt. Nicht zuletzt die vielen kleinen Details wie der absurd wirkende Song “I Am The One And Only”, von dem Sam sich immer wecken lässt oder Roboter GERTY, der nur durch ein Smileys darstellendes Display und die Stimme Kevin Spaceys eine intensive Persönlichkeit erhält, machen den Film auch bei wiederholter Sichtung zu etwas Besonderem.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kubrick_obscura: CinemaForever

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Allein das Poster von "Moon" beschwört alte Zeiten herauf, für einen Science-Fiction-Film doch recht unerwartet. Nur betrachtet man das Plakat genauer, entpuppt sich das Nostalgie-Element mehr als lässige Retroness.
Duncan Jones setzt diesen Aspekt auch filmisch um, aber inwieweit man hier von Retroness sprechen kann ist fraglich. Viel eher ist dieser "alte" Charme der langen Abstinenz guter Genre-Beiträge geschuldet.
Denn während Chris Nolan mit "Inception" das Blockbuster-Kino erneuert, wird durch "Moon" der Hard-Sci-Fi wieder zum Leben erweckt. Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit.
Nochmal zur Definition: Als harte Science-Fiction werden Werke bezeichnet, die ein großes Augenmerk auf wissenschaftliche Genauigkeit und auf die tatsächliche Realisierbarkeit der technischen Neuerungen legen. Es steht also weniger die fantastische Ausschlachtung des Genres ("Star Wars") oder die Entwicklung einer Utopie/Dystopie im…


6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SiameseAlex: SiameseMovies

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]
Zu einem Erlebnis wurde ‘Moon’ jedoch nicht aufgrund der überraschenden Wendung im Plot – und das ist der springende Punkt – denn auf der reinen Ebene der Handlung war das auf die Leinwand projezierte schon desöfteren da. Doch diese rein oberflächliche Erkenntnis als ‘Ach-das-ist-jetzt-wieder-so-ein-Film’ abzustempeln würde das mögliche, bevorstehende, fesselnde Szenario umgeben von Moral, Individualität, Vergänglichkeit und Illusion mundtot machen. Sam reißt einen selbst nur mit, wenn man mitgerissen werden will und eben nicht auf externe Spannungsbögen und Effekthascherei abfährt.
[...]
‘Moon’ ist ein wirklich packendes Abenteuer für einen mitdenkend fühlenden Zuschauer, der hin und her gerissen nicht mehr weiß, was überhaupt (un-)menschlich ist.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Jones balanciert dabei beständig zwischen dem gekonnten Umgang mit Genre-Regeln und genau dosierten, bewusst irritierenden Überraschungen. Dass dieses Kunststück gelingt, liegt nicht zuletzt an Hauptdarsteller Sam Rockwell und seiner furiosen Ein-Mann-Show. Im Dialog mit sich selbst hält er den Film zusammen und beweist, dass er einer der Besten seiner Generation ist.

Fazit: "Moon" ist atmosphärisch dichter Science-Fiction-Thriller, der intelligent und spannend einige der grundlegenden Fragen unseres Seins aufwirft.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Großes „JA!!“: es gibt sie noch: mit geringem Budget gedrehte intelligente SF, die es versteht, eine gute Story gekonnt zu servieren. Nachwuchsregisseur Duncan Jones bekennt sich in seinem Debut offen zu den von ihm dabei zitierten Vorbildern, Genreklassikern wie Lautlos im Weltraum und Outland. Das stört nicht im Geringsten, da es ihm (scheinbar mühelos) gelingt, über diese Anlehnungen hinaus eine eigenständige Story zu entwickeln. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Rukus

Antwort löschen

Gute Story? Das Script hat mehr Löcher als ein Schweizer Käse ...


Sascha Ormanns: Schnitt Sascha Ormanns: Schnitt

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Duncan Jones ist mit Moon ein erstaunlich konsequenter Debütfilm gelungen, der alte Tugenden des Science-Fiction-Genres wiederbelebt und für den der Regisseur in diesem Jahr völlig zurecht mit dem BAFTA-Award ausgezeichnet wurde.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

[...] „Moon“ ist ein lakonischer, leiser, langsamer Film, der mit seiner speziellen Atmosphäre entweder packt oder gnadenlos langweilt. Immerhin hat der Film die Mehrheit der Kritiker auf seiner Seite, sicherlich nicht zuletzt weil er in Tradition von anspruchsvollen Science-Fiction-Klassikern wie „Solaris“ oder „2001 – Odyssee im Weltraum“ steht. Gegen „Moon“ spricht jedoch, dass er sich dramaturgisch selbst ausbremst, indem der Plottwist (der vom Trailer überwiegend vorweg genommen wird, schönen Dank auch) recht früh eintritt und die starke Idee anschließend nur noch wie ein Heißluftballon vor sich hin schwebt, ohne dass noch viel passiert. Zwar werden zwischen den Zeilen auch tiefsinnige Fragen über Moral und das Menschsein gestellt, doch verläuft deren Beantwortung weitgehend im Sande, wodurch schließlich ein Film bleibt, der etwas zu lang für seine eine coole Idee wirkt, trotz der üblichen anderthalbstündigen Laufzeit. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Woher sich Regisseur Duncan Jones die Inspiration für sein Regiedebüt "Moon" geholt hat, ist offensichtlich: "2001 – Odyssee im Weltraum", "Lautlos im Weltraum" und "Solaris". Der sprechende Computer - im Original leiht ihm Kevin Spacey seine Stimme - ist eine Weiterentwicklung von Stanley Kubricks Supercomputer HAL aus "2001". Der einsame Raumfahrer, nuancenreich-somnambul gespielt von Sam Rockwell, ist ein Wiedergänger von Douglas Trumbulls Weltraumsolisten Bruce Dern aus "Lautlos im Weltraum", und der philosophische Überbau stammt von "Solaris"-Regisseur Andrej Tarkowski. Duncan Jones' "Moon" ist nicht nur eine hervorragende Hommage an diese großen Vorbilder, dem Regiedebütanten ist vor allem ein vielversprechender, packender Erstling gelungen: handwerklich blitzsauber, klug in Nathan Parkers Skript, hochspannend und gleichzeitig anrührend.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Auf dem letztjährigen Fantasy Filmfest gehörte „Moon“ zu den Geheimtipps und sorgte unter SciFi-Fans für jede Menge positiven Gesprächsstoff. Was sicherlich mit ein Grund war, dass der Verleih sich dazu durchrang, den Film nicht direkt auf DVD zu veröffentlichen, sondern ihn vorher noch durch die Kinos zu schicken. Eine weise Entscheidung, denn Regisseur Duncan Jones liefert mit seinem Langfilmdebüt einen durch und durch klassischen Science Fiction-Stoff ab, der von seinem Look und seiner Geschichte her an Meilensteine des Genres wie „Alien“ oder „2001 – Odyssee im Weltraum“ erinnert.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

Kommentar löschen
9.0Herausragend

In den unendlichen Weiten des Weltalls bietet „Moon“ ein Kammerspiel mit den minuziös durchkomponierten Bildern von Kameramann Gary Shaw. Das etliche Science-Fiction-Filme zitierende Produktionsdesign von Tony Noble, die atmosphärische Musik von Clint Mansell und insbesondere auch der sorgfältig eingesetzte Schnitt von Nicolas Gastner tragen zu einem bedrückenden Ambiente bei, das ganz im Dienste der Handlung steht.

Wie etwa Ridley Scotts Science-Fiction-Klassiker „Blade Runner“ (1982) stellt auch „Moon“ die Frage nach dem Menschen und seinen Kopien, seien sie nun „Replikanten“ oder „Klone“. Ist ein Klon, der über Gedächtnisimplantate des „ursprünglichen“ Sam verfügt, ein Doppelgänger, eine aufgewertete Version desselben Sam? Was macht eine menschliche Identität aus? Was ist in der Gegenüberstellung mit einer oder mehreren Versionen des eigenen Selbst ein „Du“ und ein „Ich“? In der Firma „Lunar Industries“ zeigt Duncan Jones die Profiteure der Klon-Technik. Sie haben sich für die scheinbar gewinnbringendsten „Lösung“ entschieden: Statt alle drei Jahre einen neuen Ingenieur auf den Mond zu bringen und ihn dort einzuarbeiten, ersetzen sie den ursprünglichen Sam Bell alle drei Jahre durch einen neuen Sam-Klon. Dass dabei der Mensch zu reinem Kostenfaktor degradiert wird, verschweigt „Moon“ auch nicht („Wir sind nicht programmiert, wir sind Menschen“). Im Unterschied zu manchen Science-Fiction-Filmen der letzten Zeit legt „Moon“ sein Augenmerk auf die menschenverachtenden Seiten der Gentechnik und dadurch auch auf die ethisch-moralischen Fragen des menschlichen Klonens.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sm0K1ngGnu

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die Story ist leider sehr vorhersehbar, trotzdem ein guter Sci-Fi Streifen mit toller musikalischer Untermalung von Clint Mansell und einem fantastischen Sam Rockwell. Bei zur Zeit 5 Pfund für die DVD sollte man sich den Kinobesuch vielleicht zwei Mal überlegen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

YelloweyedDemon

Antwort löschen

stimm ich dem grouchomarx zu


YelloweyedDemon

Antwort löschen

http://www.facebook.com/moonderfilm/posts/192909904068543 hier kannst du den übrigens auch gewinnen, dann musst du gar nichts bezahlen ;P geht aber nur noch 2 tage.


Sascha Eggers

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Dennoch bleibt der Film auf hohem Niveau, was vor allem auch an Sam Rockwell liegt, der es schafft, zwei Menschen in unterschiedlichen Zuständen parallel zu spielen und sogar noch die Beziehung zwischen den beiden herzustellen. Dieser schauspielerischen Meisterleistung zusehen zu dürfen ist ein Erlebnis und macht Moon absolut empfehlenswert, auch wenn sonst, wie gesagt, an manchen Stellen das Potential der Ausgangsidee verschenkt wurde.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Moon ist vielleicht kein "Männerfilm" wie in der Kategorisierung von moviepilot angegeben, sondern eher ein inspirirender "Denkerfilm". Für das Genre SciFi heute eher untypisch, kommt Moon ohne große Action, coole Helden und Humor aus. Der Film erzählt, in der Tonalität an die SciFi-filme der 70'ger erinnernd, eine leisere, stimmige Geschichte. Für die Jenigen unter Euch, die immer noch gerne mal über die Grundideen die als Aufhänger von total recall, blade runner dienten nachdenken: Moon wird Euch gefallen.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hendrike Bake: programmkino.de, Zitty Hendrike Bake: programmkino.de, Zitty

Kommentar löschen

MOON ist ein sympathisch altmodischer Science-Fiction, der auf liebevolle Modelle und einen durchdachten Plot, statt auf ausgeklügelte CGI-Effekte setzt. [...] Allerdings setzt auch die Inszenierung auf eine altmodische Langsamkeit, die fast vollständig auf Action verzichtet und damit Sams dröges Leben wieder zu spiegeln scheint. Das funktioniert in den ersten zwei Dritteln des Films, in denen man Sam und seine Welt kennen lernt, ganz gut. Im letzten Drittel, als die wichtigsten Geheimnisse schon offenbart, die Auflösung aber auf sich warten lässt, führt es zu Längen. Dass MOON seine Zuschauer dennoch nicht verliert, liegt an der interessanten Grundkonstruktion des Films, der eine Menge Fragen aufwirft [.]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

peter-noster: Mostly Movies

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die beinahe One Man Show von Sam Rockwell in “Moon”, den Regisseur Duncan Jones für ein verhältnismässig geringes Budget inszenierte. Glaubwürdig wurde die Einsamkeit des Astronauten auf dem Mond umgesetzt. Positiv überrascht wurde ich von der Struktur der Geschichte. Sah der Trailer noch nach einem typischen Film mit Twist aus, stellte sich “Moon” schlußendlich als intelligente Charakterstudie mit einem wirtschaftswissenschatlichkritischen Unterton. Interessant auch wie der scheinbar nicht logisch agierende Computer integriert wurde. “Moon” erinnert angnehem an den Science Fiction Film der 70er Jahre (“Silent Running“, “Phase IV“), in dem häufig noch die Substanz über den Stil siegte.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Rochus Wolff: freier Journalist

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Dass lange Einsamkeit im All kein der geistigen Gesundheit besonders zuträglicher Zustand ist, gehört inzwischen zu den stereotypen Handlungselementen des Science-Fiction-Kinos. Meist sind es lange Raumreisen, auf denen die Astronauten, einsam über ein Schiff und womöglich eine schlafende Besatzung wachend, glauben den Verstand zu verlieren (oder es tatsächlich tun), seltsame Personen sehen, Stimmen hören und was der Halluzinationsmöglichkeiten mehr sind.

„Moon“, der erste Langfilm des Briten Duncan Jones, greift dieses Topos zwar auf, setzt aber auf einer sehr wenig dramatisch gestrickten Grunderzählung auf. Sam Bell (Sam Rockwell) steht kurz vor dem Ende seines dreijährigen Arbeitsvertrages. In einer einsamen Station auf dem Mond leistet er alleine Dienst und überwacht den maschinellen Abbau eines für die Energieversorgung der Erde grundlegenden Stoffes.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Julio Sacchi: Das Manifest

Kommentar löschen
5.0Geht so

Langweilig, geradezu ermüdend, nicht zuletzt aufgrund eines auf Dauer schwer erträglichen, offenbar kaum geführten und zu verschrobenen Rockwell. Was zunächst wie ein willkommenes Wiedersehen mit SILENT RUNNING wirkt, wird zunehmend zur zu locker eingedrehten Psychoschraube.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

TheCorey: MovieMaze

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Während Danny Boyle vor zwei Jahren eine Mission gen Sonne schickte, beschränkt sich der britische Regisseur Duncan Jones dieses Jahr auf den Erdtrabanten. Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah - scheint das Motto hier gewesen zu sein. War der Mond zuvor hauptsächlich zum Zielobjekt für Filme über die Apollo-Missionen geeignet, etabliert Jones mit "Moon" nun seine eigene, kleine, persönliche Hommage an die Science-Fiction-Filme seiner Jugend auf dem Trabanten. Dabei finden sich viele kleine Referenzen, unter anderem zu "2001", aber auch zu Filmen wie "Outland" oder "Lautlos im Weltraum".

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Björn Lahrmann: Das Manifest

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

In Zeiten von prügelnden Robotern und hysterischen Endzeitszenarien ist MOON ein heilsamer Anachronismus: Ein existenzialistisches Sci-Fi-Drama ohne Überwältigungstaktiken, das sein atemberaubendes Setting wie selbstverständlich als Podium für Kernfragen menschlicher Identität nutzt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Mr.Vengeance: Lost In Imagination

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

LEICHTE SPOILER:
Duncan Jones erschafft mit MOON einen erschreckend gut aussehenden Science Fiction Film, welcher mit einem ziemlich begrenzten Budget ausgestattet wurde. Doch wer auf Gefechte im Weltraum und Alien-Invasionen hofft, wird bitter enttäuscht. MOON ist einzig und allein ein Kammerspiel der Einsamkeit. Abgeschottet, die Welt die wir zu kennen denken in ungreifbarer Nähe. Der Film macht kein Geheimnis aus der Klon-Affäre. Sogar der Trailer verrät dies. MOON legt die Karten offen auf den Tisch und fokussiert die bittere Erkenntnis des Protagonisten und die Ausweglosigkeit der Geschichte. Duncan Jones versteht es diese "Tragödie" so intensiv zu erzählen, dass einem stellenweise die Tränen von der Wange laufen möchten. Auch durch gezieltes Auslassen verstärkt MOON die Fernwirkung und schafft an einigen Knotenpunkten des Films eine ungemein bedrückende Atmosphäre. MOON ist ein sehr formschöner 80s-Klon mit vielen eigenen kleinen Ideen und Nuancen die den Film letzten Endes abheben, aber auch liebens-/leidenswert machen. Einzig der Schluss ist mir persönlich zu optimistisch ausgefallen. Ähnliches Problem wie bei Boyle's SUNSHINE: Wieso stundenlang davon reden wie aussichtslos die Lage ist und dies aber - als harte aber ehrliche Konsequenz - nicht umsetzen? Dennoch trübt der Abschluss das Gesamtbild nicht. MOON ist eine kleine feine Perle.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
5.0Geht so

Duncan Jones hat eine brauchbare Grundidee, die gegen Ende auch zu überzeugen weiß. Aber zwischendrin – Mann oh Mann – hat dieser oftmals schlichtweg uninteressante Streifen Hänger und ist unbeschreiblich behäbig inszeniert! Wer hätte gedacht, dass das Leben auf einer Mondstation so langweilig sein kann und dass ich Folgendes irgendwann einmal schreiben würde, aber: Das war selbst für meine Verhältnisse zu viel Sam Rockwell. „Moon“ erzählt keine runde Geschichte, sondern klagt über seelenlose Konzerne, wühlt in der Identitäts-Box und stellt die Frage nach der verbliebenen Humanität in unserer (Wegwerf)-Gesellschaft. Dabei ist Jones gewollt gewitztes Konstrukt arg wacklig, versinkt öfters im Pathos und vertraut einzig auf den wie so oft furios aufspielenden Rockwell und das stimmungsvolle Geklimper eines Clint Mansell. Das kann man jetzt alles ganz doll finden und schwer beeindruckt von der Dark-Side-Of-The-Moon-Parabel sein oder den Kram, der nach rund 60 Minuten eigentlich fertig erzählt ist, auch einfach als aufgesetzte und verdammt dünne Moralapostel-Geschichte im Science-Fiction-Gewand abtun.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

Herr Marcus

Antwort löschen

ICH! Ich hätte schon gedacht, dass das Leben auf dem Mond saulangweilig ist.
Aber "Zu viel Sam Rockwell" klingt großartig und ist für mich jetzt ein feststehendes Filmbewertungs-Attribut. Weiß genau, was Du meinst.
Wie schade, dass er Dir missfiel. Ich habe mich schon gefreut. See you on DVD, Moon.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
4.5Uninteressant

Moon ist hübsch gedreht und von Sam Rockwell in Doppelrolle hervorragend gespielt. Auch Kevin Spacey als Stimme von HALs freundlichem Bruder ist passend und sorgt für amüsante Momente. Das große Problem dieses Films der als "intelligent SciFi" verkauft wird, ist seine völlige Überraschungslosigkeit und die unnötig gedehnte Erzählweise. Moon ist mal wieder einer jener Filme, die eine großartige 25min Twilight Zone-Folge abgäben, ihre Idee aber leider unnötigerweise auf Spielfilmlänge dehnen. Schon der Trailer verriet im wesentlichen genau worum es geht und auch der Film enthüllt sein "Geheimnis" relativ fix. Dummerweise hinken die Figuren dem Zuschauer in der Auffassungsgabe immer einige Kilometer hinterher und selbst explizit ausformuliertes, wird in ewigen Entdeckungsszenen ausführlich bestätigt. Das ganze wirkt als würde "The Usual Suspects" nach der finalen Enthüllung noch ewig weitergehen und die Polizisten noch ewig weitere Beweise daüfr finden lassen, das Verbal Keyser Soze ist. Moon ist hübsch ausgestattet (sieht für sein mageres Budget sehr gut aus) und hat ein paar schicke Ideen. Der über Smileys kommunizierende Roboter ist drollig, aber das alles hilft nicht über derbe Logiklöcher hinweg und die Tatsache des weder im Innenleben noch in der moralischen Aufarbeitung der Klon/Identitäts/Menschlichkeitsfrage irgendwas wirklich interessantes oder relevantes herausgearbeitet wird. Als Kurzfilm wäre Moon ein Highlight, auf voller Länge geht ihm leider noch früher die Luft aus, als dem Protagonisten.
Und wenn das heutzutage schon "Thinking Mans SciFi" ist, dann spricht das eher gegen unsere Zeit, als für den Film.

Kritik im Original 13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 7 Antworten

Matta

Antwort löschen

Ich habe in meinem Text eigentlich ziemlich das Gleiche geschrieben, wie du. Bin mit dir ziemlich einer Meinung, dennoch habe ich den Film noch etwas besser bewertet, weil er mich ganz gut unterhalten hat und ich mich während des Films nicht gelangweilt habe.


Rukus

Antwort löschen

Ich sehe das ähnlich wie Batzman. Die Logiklöcher (siehe mein Kommentar) sind so gravierend, dass es den ganzen Film runterreisst. Die 7.5, die MP hier vorschlägt, erreicht der Film für mich daher in keinster Weise. So weit lag die Prognose selten daneben.


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
9.0Herausragend

«Moon» ist ein packender Science-Fiction-Thriller, der formschön wissenschaftliche Möglichkeiten hinterfragt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

YelloweyedDemon

Antwort löschen

:P Meint er nicht eher Sci-Fi Drama!?


hanswurscht.resurrected

Antwort löschen

--->>> Das Problem von Copy and Paste. ^^


Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Moon ist das überlegene Beispiel eines bedrohten Genres, des harten Science-Fiction, das oft über die Schnittstelle zwischen Mensch und fremdartiger Technologie irgendeiner Art handelt, inklusive digitaler. John W. Campbell, der Pate dieses Genres, hätte zugestimmt. Dem Film geht es wirklich nur um Ideen. Es scheint nur so, als ob es um Emotionen ginge. Wie echt sind unsere Emotionen überhaupt? Wie echt sind wir? Eines Tages werde ich sterben. Der Laptop, den ich benutze, ist geduldig und kann warten.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Moon, ein herausragendes Regiedebüt von Duncan Jones (dem Sohn von David Bowie) und mit Sam Rockwell in der Hauptrolle, ist ein intelligentes, aussagekräftiges und täuschend zurückhaltendes Science-Fiction-Abenteuer. Die minimalistische Ausstattung lässt das futuristische Setting kühn und realistisch wirken. Dies intensiviert eine packende Geschichte, die darauf fokussiert, eher als außerirdische Phänomene Einsamkeit und das Überleben auszukundschaften.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (286) — Film: Moon


Sortierung

furkan.oezbek

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film ist sowas von KRAAAAAAAAS!
Anschauen SOFORT!!!!!!!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

HellGreetings

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"2001" und "Blade Runner" erkennt man immer wieder in "Moon" (vielleicht zu oft für eine Hommage). Dafür ist das Erstlingswerk von Duncan Jones (auch dank des tollen Soundtracks von Clint Mansell, der sowieso immer gute Sachen schreibt) so vollgestopft mit Emotionen, dass man diese Tatsache relativ schnell vergisst.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

michael.pliet

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Spannendes SciFi-Drama welches eigentlich mit nur einem richtigen Darsteller ausgkommt. Dennoch wird es nicht langweilig und das Außmass der Geschichte nimmt von Mal zu Mal zu. Lediglich das Ende hat mir nicht so wirklich gefallen. Aber wenn ich hier zu sehr in die Kritik gehe, würde das zuviel von der Story spoilern, die mit ihrem Twist schon nach kurzer Zeit herausrückt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

DonChris

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Man stelle sich vor, man wäre der einzig existierende Mensch auf dem Mond. Das mag eine Zeit lang ganz gut funktionieren, doch auf Dauer ist der Mensch einfach nicht für ein Dasein in vollkommener Isolation geschaffen. Doch genau in dieser Situation befindet sich unser Protagonist. Dieser überwacht den technisch reibungslosen Ablauf einer Abbauvorgang auf dem Mond.
Sam Rockwell wird von allen Seiten für diese außergewöhnliche Schauspielleistung gelobt, und das völlig zu Recht!
Während sein Charakter Anfangs noch souverän seiner Arbeit nachgeht, kommt es im weiteren Verlauf zu Geschehnissen, die Tief in seine Psyche eingreifen. Und während man in anderen Filmen auch mal normal „mitspielen“ kann und sich an der ein oder anderen Stelle auch zurücknehmen kann/muss, steht Rockwell in diesem Film permanent im Mittelpunkt und muss permanent auf hohem Niveau überzeugen.
Sicherlich ist das Raumstation-Thema und auch die Isolation im All, sowie das Spiel mit der Ungewissheit nicht gänzlich neu, doch Regisseur Duncan Jones lässt sich zum Glück nicht dazu verleiten, die große Effekte-Kiste raus zu holen und seine Bilder dadurch zu überladen. Statt dessen stehen die Schauspieler, oder nein – DER Schauspieler und die Atmosphäre im Mittelpunkt.

Der einzige Begleiter auf der Station ist ein Roboter namens „Gerty“, der mich vom Stil her schon sehr an „HAL 9000“ aus „2001“ erinnert und wohl auch an diesen angelehnt ist. Schließlich stehen bei „Moon“ genauso wie „2001“ philosophische Themen und die Menschliche Psyche im Mittelpunkt. Die Geschichte zum Film erscheint also nur auf dem ersten Blick einfach gestrickt, je mehr man sich mit dem Film auseinander setzt, desto klarer wird wie anspruchsvoll sie doch letzten Endes ist.

Definitiv ist es ein Film, der diejenigen enttäuschen dürfte, die einen typischen Genrevertreter erwarten. Es ist auch nicht so, dass der Film von Anfang bis Ende die Spannungskurve unter der Dachkante hält, es ist eher ein Film der sich auch seine Pausen gönnt, also Phasen die für den ein oder anderen als langweilig empfunden werden dürften. Für mich ist das allerdings nur konsequent, schließlich soll hier die Ödnis des Alleinseins dargestellt werden und der Zuschauer soll die Eintönigkeit und Langeweile ein Stück weit nachvollziehen können, derer ein Mensch in solch einer Situation permanent ausgesetzt ist.

Wohl einer der besten Filme dieses Genres. Das er dabei gerade mal 5 Millionen Dollar gekostet hat ist schon sehr beeindruckend, da kann sich so manch einer mal eine Scheibe von abschneiden (Gelle Herr Cameron ;) )

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Aldo_Valletti

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich hätte mir einen stärkeren Fokus auf die philosophischen Themen gewünscht. Der Film driftet dann doch in einen gewöhnlichen Handlungsverlauf ab, hier hat man sich zu wenig getraut. Ansehen kann man sich den Film durchaus einmal. Wer etwas mehr Tiefgang will, sollte sich Tarkowskis Solaris ansehen. Ach ja, die deutsche Stimme von Kevin Spacy hat mich genervt. Die günstige Ausstattung entwickelt schon beinahe einen selbstironischen Charme.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

HomerSimpson09

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein echtes Kleinod!
Moon ist ein kleiner aber sehr feiner Science-Fiction-Film der als echter Geheimtipp durchgeht. Sehr ruhig und schön inszeniert besticht und mit im Grunde wenigen Mittel weiß er doch zu faszinieren und eine spannende Geschichte zu erzählen. Sam Rockwell spielt hier wirklich gut anhand der Tatsache dass er im Grunde der einzige Schauspieler des gesamten Films ist.
Am besten ist man guckt ihn sich ohne jegliche Vorkenntnisse an!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Detective Fingerling

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Ein netter Film, allerdings voller wenig Sinn ergebender Details: Das größte wäre, dass es in dieser Zukunftswelt überhaupt nötig ist, sich auf menschliche Arbeit auf dieser Mondstation verlassen zu müssen. [SPOILER!!!] Das war die erste Frage, die ich mir gestellt hatte, direkt nachdem der Film begonnen hatte, vor allem, weil Sam, der Protagonist nichts anderes zu machen scheint, als die Helium-3-Container von den sogenannten "Harvestern" zur Station zu bringen und dort in eine Rakete zu stecken, welche dann zur Erde geschickt wird. Selbst bei den wenigen Aufgaben, die er zu verrichten hat, schaut immer wieder GERTY, ein Hal-artiger Computer über seine Schulter und bietet seine Hilfe an. Ansonsten tut Sam nichts als essen, schlafen, Sport und kotzen. Warum also ist er auf der Station vonnöten, wenn es sich auch später herrausstellt, dass er nur einer von vielen, vielen Klonen ist. In der Logik des Filmes scheint es lohnender für den Konzern zu sein, tausende von Klonen zu erschaffen und jeden einzelnen dann glauben zu lassen, er sei keiner, als einfach die gesamte Arbeit mechanisch erledigen zu lassen. Mit diesem Setup hätten wir allerdings keine Möglichkeit, ein ethisches Dilemma einzubauen.
Ein weiteres Problem wäre dann noch die Interaktion zwischen Sam I und II, welche hölzern und völlig unglaubwirklich wirkt.
Dennoch hat der Film beeindruckende Bilder, schöne Sequenzen und einen brillianten Score von Clint Mansell zu bieten. Richtig bescheuert war allerdings die Halluzination des Mädchens, was eine überdeutliche Anspielung auf Solaris sein sollte, dann aber Null Konsequenzen für den Rest des Films hat und anscheinend lediglich die paar Filmgeeks befriedigen sollte. Hatte mehr erwartet von diesem als Meisterwerk klassifizierten Film.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Baddi Roth

Antwort löschen

Menschen denken anders als Maschinen; sie sind anpassungsfähiger; dynamischer; eine menschliche "Aufsichtsdrone" zu haben klingt für mich durchaus plausibel; und letztendlich ist er für die Betreiber der Anlage nicht viel mehr als eine "Maschine"; nur eben mit menschlichen Fähigkeiten; und ich denke damit ein Mensch richtig "funktionieren" kann ist es besser ihm eine Backstory einzupflanzen; ob das im Film jetzt plausibel genug rüberkam ist ne andere Diskussion aber so habe ich mir jedenfalls das Szenario erklärt


Dj Rise

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Gelungener Sci-Fi-Film, :)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

werner-holt

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckend, beklemmend. Sehr ruhig, perfekt für einen Katernachmittag wenn man eh in Depristimmung ist ;)

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Thomas479

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein interessanter Sci-Fi-Film, den man auf sich wirken lassen sollte. "Moon" kommt leise und unspektakulär daher und hat einen tollen Soundtrack. Er bedient sich bei einigen Genre-Klassikern und geht letztendlich doch seinen eigenen Weg. Man sollte möglichst unvorbereitet an den Film herangehen. Es gibt einige Logiklöcher und einiges wird nicht direkt verständlich. Doch das Durchhalten lohnt sich. Der Film ist ein Geheimtipp.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

T00BI

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Eines vorweg: Schaut euch nicht den Trailer an und lest am besten auch keine Inhaltsbeschreibungen von "Moon", denn die meisten verraten einfach schon zu viel über den Film. Am besten ihr schaut euch „Moon“ ohne jegliche Vorkenntnisse an.

"Machen Sie es sich bequem. Entspannen Sie sich und atmen Sie tief ein ..."

In naher Zukunft arbeitet der Astronaut Sam Bell (Sam Rockwell) alleine mit der künstlichen Intelligenz Gerty (gesprochen von Kevin Spacey) auf einer Mondstation auf der dunklen Seite des Mondes, um den Abbau von Helium-3 zu überwachen, einer Energiequelle, die seinerzeit 70% des Energiebedarfs der Erde deckt. Sein Dreijahresvertrag mit dem Konzern Lunar Industries läuft in 2 Wochen aus und er steht kurz vor seiner Rückreise zur Erde. Sam beginnt in letzter Zeit allerdings seltsame Dinge zu sehen und zu hören und als auch noch ein folgeschwerer Unfall eintritt verändert sich für ihn alles.

"... Die kyrogenetische Schutzkapsel wurde entwickelt, um Sie für die 3-tägige Dauer Ihrer Rückreise zur Erde in den Tiefschlaf zu versetzen ..."

Mit "Moon" liefert uns Regisseur Duncan Jones ein mehr als nur gelungenes Regiedebüt und das mit gerade einmal 5 Millionen US-Dollar Produktionskosten. Schon nach den ersten Szenen merkt man, dass man es hier mit einem atmosphärisch sehr starken Film zu tun hat. Die einsame Stimmung von Sam, der fast 3 Jahre völlig alleine auf der Mondstation arbeitet, kommt zudem auch überzeugend zur Geltung. Während im ersten Drittel von „Moon“ langsam die packende Atmosphäre und Stimmung aufgebaut wird, welche dann mit zunehmender Spannung im ersten Wendepunkt des Films endet, richten die letzten beiden Drittel des Films ihren Fokus viel mehr auf die innere Zerrissenheit und Gefühlslage von Sam. Wenn dann Stück für Stück immer mehr Wahrheiten ans Licht kommen, fühlt man als Zuschauer jeden einzelnen Moment mit Sam mit, sofern man natürlich bereit ist sich emotional auf das Gesehene einzulassen bzw. mittrauern kann. Zum letzten Showdown hin baut der Film dann nochmal einen starken Spannungsbogen auf und endet schließlich in einem Finale, wie es besser wahrscheinlich nicht zum Film hätte passen können – emotional, spannend, unfair! Abgerundet wird das Ganze von der ein oder anderen witzigen Szene und auch einige leichte Horrorelemente sind dabei, die den Zuschauer auf erschreckende Art und Weise mitfühlen lässt und auch für den ein- oder anderen Gänsehautmoment sorgt.

"... Sobald Sie anfangen, sich schläfrig zu fühlen, denken Sie einfach an den hervorragenden Job, den Sie gemacht haben, und wie stolz Ihre Familie auf das ist, was Sie hier leisten ..."

„Moon“ würde allerdings nicht annähernd so gut funktionieren, wenn Sam Rockwell nicht so großartig aufspielen würde. Er zeigt hier, dass er ein wirklich sehr guter Schauspieler ist, spielt facettenreich, egal ob verzweifelt, aufgebracht oder ernst, er schafft es immer wieder seine Gefühlslage überzeugend rüberzubringen. Untermalt wird das Ganze auch noch von einem klasse Soundtrack von Clint Mansell, welcher auch noch nach dem Film mit seiner einprägsamen, mysteriösen Melodie im Gedächtnis bleibt. Es sind aber auch die Kleinigkeiten, wie die Art in der Gerty seine „Mimik“ ausdrückt, die imposanten Bilder von Erde und Mond aus dem Weltall, wie Sam seine Zeit auf der Mondstation vertreibt oder aber der Song, der jeden Morgen mit dem Wecker erklingt, wenn Sam aufwacht, die „Moon“ rundum zu einem der besten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre macht!

"... Lunar Industries ist weltweit Anbieter Nummer 1 für saubere Energie und das allein dank hart arbeitender Menschen wie Ihnen. Gute Reise!"

FAZIT: „Moon“ bietet spannende, erschreckende aber vor allem schauspielerisch starke und zutiefst emotionale Momente, zusammengepackt in einer hervorragenden Atmosphäre mit einem unverkennbaren Soundtrack von Clint Mansell. Duncan Jones zeigt uns mit seinem Erstlingswerk auf erschreckende und emotionale Weise zugleich, wo uns der technische Fortschritt in Kombination mit der Gier nach Macht und Geld hinführen könnte. Ein rundum mehr als gelungener Film, den man gesehen haben sollte.

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

T00BI

Antwort löschen

Das Problem mit der langen Liste kenne ich auch, nur leih bzw. kauf ich mir meistens nur neuere Filme und die etwas älteren von denen man an sich nur Gutes hört schieb ich immer vor mich her. Spiel mir das Lied vom Tod zum Beispiel hab ich noch nie gesehen, den werd ich mir demnächst auf jeden Fall anschauen ;)


Hfonda15

Antwort löschen

Bin da wirklich auf deine Bewertung gespannt und hoffe, dass dir der Streifen zusagt :)


Growlf

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Die zahlreichen sehr positiven Kommentare hier haben mich doch überrascht, nachdem ich den Film gesehen hatte. Ich kann mich dem als altgedienter Science- Fiction- Fan leider gar nicht anschließen.

Achtung, Spoiler:
Zeigt der Film anfangs noch ein gewisses Potential (wobei man sich fragt, wieso jemand 3 Jahre allein in einer gigantischen Mondstation hausen muß- sensorische Deprivation samt mentaler Funktionsausfälle sind da ja vorprogrammiert), so baut er spätestens an dem Punkt massiv ab, wo das Ebenbild des Protagonisten auftaucht.
Logiklöcher ohne Ende: statt sich auszutauschen, ignorieren sich die beiden Klone anfangs, prügeln sich dann und gehen auch sonst miteinander um, als wären sie sich eben mal vorübergehend in einem Eisenbahnabteil begegnet ... über die "Störsender" (was für ein Quatsch, die simple Vortäuschung eines Kommunikationsausfalls mit der Erde innerhalb der Station hätte völlig ausgereicht, trotzdem können seltsamerweise gefakte Videobotschaften gesendet und empfangen werden) ... bis hin zur Flucht in einem Gauß- Geschoß, das den blinden Passagier eher bei Start oder Landung zu Brei quetschen würde, als ihn 3 Tage lang in einem simplen Raumanzug ohne Zusatzversorgung überleben zu lassen ... das hat mir das Fernseherlebnis doch reichlich vergällt.

Viel verschenktes Potential trotz beeindruckender Settings. Dafür 2 Pünktli.

Zum Glück zeichne ich nur noch auf Festplatte auf, so daß ich jederzeit abbrechen kann: ich frage mich ernsthaft, wer sich im Zeitalter von 10- Minuten- Werbepausen (Tendenz steigend) überhaupt noch reguläres Fernsehen antut. (Der Film lief immerhin ohne Werbung auf SF2).

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dr.Ben

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ästhetik: Bestechend
Atmosphäre: Beklemmend
Spiel:
Sam Bell (Sam Rockwell) - Glaubwürdig
Gerthy (Kevin Spacey) - Anrührend
Story: 2001, Solaris, Prestige - Gut geklaut und neukombiniert
Soundtrack: Clint Mansell - Gigantisch

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

Dr.Ben

Antwort löschen

Ja, war wirklich überrascht von der Intensität. Mich hat der Film auch Wochen nach der ersten Sichtung noch nicht losgelassen...


Simon Moon

Antwort löschen

Der Sohn von Bowie kann auch was.


jhuehnert

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hatte noch nie etwas von diesem Film gehört und hatte dementsprechend auch keine großartigen Erwartungen.
Es stimmt, zeitweilig wird es etwas langatmig.
Aber die Authentizität des Schauspielers ist für mich beeindruckend gewesen. Selten war ich von den Gefühlen des Akteurs so überzeugt, wie zum Schluss des Films, als er seine wahre "Herkunft" erkennt und sich über sein Schicksal im Klaren wird.
Daher hat sich das Anschauen für mich definitiv gelohnt.
Und wenn man sich vor dem Schauen schon etwas mit dem Film auseinandersetzt (sich den Trailer anschaut), dann weiß man, dass das gesamte Cast eigentlich nur aus Sam Rockwell besteht und ich meine der Film dauert 96 Minuten - da erwartet man doch schon etwas Langatmigkeit...?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Moe

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich habe mir mal den Film blind geholt, nachdem man doch vielen Stimmen über den Weg lief, dass das ein sehr guter Sci-Fi ist.
Ja, das stimmt. Klar, es sind Parallelen zu anderen Filmen da, aber das stört nicht, denn der Film hat genug eigene Merkmale.
Was soll man zu Sam Rockwell sagen? Er spielte seine Rolle sehr gut. Stellte ich mir beim Gucken nicht leicht vor, weil er ja eigentlich mit niemandem redet.
Hin und wieder die sehr sympathische Blechbüchse, gut vertont von Kevin Spacey.
Aber leider waren für mich persönlich die überraschenden Momente nicht wirklich überraschend. Ab einem gewissen Erfahrungsschatz hat man eine gewisse Vorahnung.
Nichts desto trotz wirklich ein sehr guter Sci-Fi-Streifen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

ichvitus

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein großartiger Sam Rockwell in einer super interessanten und überraschenden Story mit ganz großen emotionalen Momenten und als Sahnehäubchen ganz fantastische Musik.
Ich gebe zu, dass ich mich in diesen Film verliebt habe und das, obwohl ich zu Beginn dachte, dass der Film in einem Abklatsch von "2001: Odyssee im Weltraum" endet, was sich dann aber schnell gelegt hat, als der Film seine großartige Wendung offenbarte.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

ichvitus

Antwort löschen

Noch ein Tipp von mir: Guckt euch vorher nicht den Trailer an, der verrät zuviel wie ich finde ;)


T00BI

Antwort löschen

Ganz genau! Der Trailer macht einiges kaputt.


loveissuicide

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Enthält Spoiler.

Tolle Bilder, eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und eine recht unangenehm-einsame Stimmung machen Moon zu einem Science Fiction-Film der besseren Sorte. Man ist sehr allein, so weit weg von zuhause, und niemand vermisst einen, nur weiss man das zum Glück nicht, zumindest vorerst nicht. Sehr, sehr cool. Was mich allerdings ein wenig gestört hat war die scheinbare Gleichgültigkeit, mit der Sam seinem Alter Ego entgegentritt. "Ach sieh mal, da bin ja nochmal ich, wow, wie interessant!" Ich würd eher durchdrehen, glaub ich, und nicht Tischtennis spielen mit mir selbst. Aber ich war ja auch nicht knapp 3 Jahre allein auf dem Mond.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Bonusmaterial

Antwort löschen

eben und zu zweit macht Tischtennis doch auch viel mehr Spaß ;)


plusterkopp

Antwort löschen

hehe


craax

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

MOON. Reminiszenzen, die vielen sofort auffielen: 2001 Odyssee-, Lautlos im Weltraum, Blade Runner (warum letztes?- eher lose Verbindung der Verlorenheit ), vielleicht Alien I noch. Grundfarbe des Schauspiels auf der ‚Rückseite des Mondes‘ ist die menschliche Einsamkeit: eher die ursprüngliche Alleinstellung zur Individuation in der Isolierung des Ichs, welches vor allem mit seinen eigenen Trieben und Reaktionen aufs Geschehende sich konfrontiert sieht. Im Grunde ist LEBEN eine Begegnung mit sich selbst, erst dann und in zweiter Linie mit anderen und einem „Außen“. Allerdings ist dies eine Ebene des Daseins, zu der man erst einmal vorstoßen muß, denn zu ihr hin muß erst einmal die Hülle der scheinbar sich pausenlos ereignenden Alltagsrealität durchbrochen werden, die das Gefängnis der allermeisten (man sagt auch „gelebten“) Existenzen bleibt. („Gelebt“, passiv, im Sinne von gesteuerten, bloß kurzfristig-reagierenden Existenzen, welche die Bannmeile zur Selbstverantwortlichkeit in Selbsterkenntnis nicht überschreiten).

MOON ist ein Film, der das Abenteuer der Entdeckung dieser Bannmeilen-Grenze versucht in darstellerisches Mittel zu bringen. Die eigentliche Ereignisgeschichte von MOON spielt zu einem großen Teil in diesem Bezirk der außernormalen Extraterritorialität, von dem aus sie Ausgang nimmt, und in den sie zurückkehrt,- allerdings – im Beginn des Films – auf der Kehrtwende einer Schlaufe außerhalb des Außergewöhnlichen,- also im Scheinbar-Gewöhnlichen,- einsetzt. Der Beginn des Filmes ist scheinbar „normal“.

Wenn ich sage, daß das Werk seinen geheimen Ursprung im (noch zu definierendem) Ungewöhnlichen nimmt, so ist seine verborgene Daseinsspur im dargestellten, greifbar dicht gewebtem Gefühl der Einsamkeit, Isolierung, Abgeschnittenheit von Anfang an zu spüren: sie ist gefühlsmäßig greifbar, und, glauben Sie mir, wenn Sie überlegen, woran sich dieses „Gefühl“ festmachen muß (seinen Aufhänger finden muß),- nämlich nur am (zitierbaren) „Atmosphärischem“,- dem technisch-coolen Interieur der Raumstation, der Kommunikation mit Gerät und Robotern (eigentlich Singular: Gertie ist ein ebenbürtiger ‚Hal‘,- und schließlich also: an Mimik und Gestik des, tatsächlich, einzigen Darstellers (alle anderen sind vorgeblich kurze Video-Einspielungen an den Fingern einer Hand: die terrestrische Ehefrau, die zweifache Tochter, das Konzern-Vorständler-Paar, das fotografisch eingespielte Standbild-Trio der Rettungsmission-, wenn Sie also bedenken, wie monokular das Mittel des Ausdrucksmediums strukturiert ist, mit dem diese greifbare Atmosphäre geschaffen werden muß,- werden Sie eine angemessene Vorstellung der schauspielerischen Perfektion des Sam Rockwell bekommen und der Fähigkeit des Regisseurs, diese Mittel im Punkt des Nachvollzugs im Zuschauer zur Deckung zu bringen. Hochachtungsvoll.

-MOON merkwürdige Reise. Wie perfekt mittlerweile der technische Fortschritt dafür sorgt, Bilder zuwege zu bringen, die eine perfekte Illusionierung der Realität vorzugaukeln imstande sind. Ich genieße das: ich lasse mich genußvoll auf diese Täuschung ein, ich will getäuscht sein und mich selber täuschen. Ich bejahe die Kunst und den Willen des Künstlers (hier des Regisseurs), mich in seine Welt zu entführen, und , nach einem kurzen Identitäts-Kollaps, - hinter seinen Augäpfel-Sehnervensträngen zu erwachen und umherzuwandeln. Gern sitze ich im Lunarmobil und nähere mich mit einem Drittel-Schwerkraft- den Bodenfräsen-Gigantokämmmodulen des Helium drei. Und all das für fünf Millionen Dollar! – mittlerweile erhältlich, Preis für Regisseure,- an der Kinokasse der Massengesellschaft für Otto N.: für einen Bruchteil, lumpige paar Dollars oder Euro. Alle schimpfen auf den kapitalistischen Progreß: ich sehe hier und da einen Vorteil. Das Produkt eines selbststehenden Geistes, Teilnahmemöglichkeit an seiner Vision (wenn es eben nicht nur: Wiedergekäutes – ist ) – zählt für mich dazu. Duncan Jones Reise hinter den‘ zum Mann auf dem‘ darksidigen Mond -gehört für mich dazu.

Woran erkennt man Qualität-? – wenn Bilder bleiben, haften. Hier gibt’s einiges. Die Raumstation funktioniert. Der dreckig-benutzte Raumanzug, in den Sam Bell vor seinen Ausflügen mit dem Mondrover schlüpft, gehört dazu (Die sechs Treckerreifen, das Nicken der Karossenfederung beim Besteigen: diese Art Details!). Der sanft senkende Staubregen hinter den Oberflächenmähern gehört dazu, man (ich) spürt die Jahrmillionen. Die Milchstraße im runden Lukenausschnitt, Ausdruck der Verlorenheit im All, gehört dazu. Natürlich Gertie,- der sanft-unbehaglich-unbedrohliche-?-Smiley-Robotkasten gehört dazu. Allein die Unentrinnbarkeit der Existenz des latenten Fragezeichens an jener Stelle ist ein Meisterausweis. MOON ist wie EasyRider, es funktioniert, es funktioniert! – mit minimalem Input. Das ist groß.

Ein bißchen zum philosophischen Doppelleben des Romans: latente Aggression beim Astronauten, der sich selbst die Nase blutig haut: was für ein Sinnbild der „brother-in arms“- Problematik: Kain und Abel: wir schlitzen Eigenblut auf, wenn wir verletzen. Wieviele mögen den Symbolgehalt der Autoaggression hier wohl fassen?- oder vielmehr, hinter der kurzen verstandesmäßig naserümpfend registrierten Absicht des Regisseurs- wohl mit eigenem Leben-Gefühl erfüllen können? – (denn ich denke, einige werden hier müde-gelangweilt abwinken. Diese Bemüdeten sind, meiner Meinung nach, noch nicht „wahrhaft“ hinter sich selbst gekommen. Für mich ist das ziemlich aufregend. Ich wäre nicht sehr stolz darauf, hier müde abwinken zu können. Im Grunde winkt man sich selber ab.)

Ich sagte, der Film beginnt – wie er ja üblicherweise gezwungen ist, zu müssen – äußerlich im „Normalen“. Klar, da ja der Zuschauer dort abgeholt werden muß, wo er sich zu Beginn der Reise befindet, und wo ist das wohl? (Gehen wir nicht ins Kino, um „aus der Realität zu flüchten“?) – also wenn ich sagte, das dieser Film gemacht ist aus einem Bezirk der Extraterritorialität des Normalen, von dort aus in der Absicht des Regisseurs seinen Ausgang nimmt,- so ist dieser eigentlich geheim-wahre Ursprung, und ziemlich schnell von Anfang an, im geschickt dosiert zunehmenden Einbruch der atmosphärischen Verunsicherung, der Vereinsamung, des Un-Geheuerlichen, des Vagen,- spürbar. Und dorthin, aus dieser anfänglich scheinbar so zuverlässigen Normalität heraus, führt uns auch der Film (zurück),- deswegen „independant“. Denn die Hollywood-Schlaufen-Pointe endet immer dort (sonst ist Kassenklüngel in Gefahr) wo sie begann: im Normalen, selbst beim Connor-Sieg über den Terminator : zum Schluß zerschmilzt etwaige Gefahr zu Nichts, und die Bahn ist (lukrativ) eröffnet zum nächsten Sequel– oder Pre-quel, freigegeben ab sechs, egal wieviel Körper fetzt. Denn das einzige, was nicht fetzt und fetzen darf, sind Kinoklingeln.

Independants haben hier ein lockeres Verhältnis. Sie sind gern aus einem Stadium der ich will nicht sagen Hoffnungslosigkeit erschaffen ,- aber doch von einem Outsider-Beobachtungsposten her, dem außer einer persönlichen Perspektive das Interesse an gemeingültig moralisch-gesellschaftstragfähigen Normen ziemlich abgeht,- und das ist ihr Vorteil. Sie bieten uns eine individuelle, wahrhafte Sicht aus dem Erleben einer persönlichen Perspektive. Sie sagen: ICH erlebe die Dinge so, und nicht: MAN hat die Dinge so zu erleben. Das ist kostbar. Weil MOON das Kunststück nicht schaffen muß, hinterher die Perspektive wieder gerade zu rücken, und den Zuschauer bei einem Happy-End saturiert absetzen muß (oder will),- was aber auch nicht ein Unhappy-End bedeuten muß,- bleibt die Möglichkeit eines Erkenntnisgewinns beim Produkteinnehmer offen. Nochmal: das Ende muß und ist nicht bitterlich geworden, es ist nicht einmal „offen“,- es ist einfach ein Stück weiter,- auf einem persönlichen Weg. Damit sind wir schon einmal zufrieden, weil es so dem Erleben eines Stückes Realität (wahrhaft) gleicht. Die Moral des Films ist nicht verlogen: sie ist nur zu wenig genutzt. Mag Feigheit, der sich hinter dem Feigenblatt der Kommerzialität versteckt, der Grund sein. Egal. Hier ist es jedenfalls nicht der Fall, und deswegen wirkt der Film, und wird seine Gemeinde erobern, wie 2001, oder besser in der Kategorienstufung, ‚Lautlos im Weltraum‘ (denn Kubrick ist Kubrick, das heißt, ein Eigengewicht). Übrigens ist MOON ein britisches, kein amerikanisches Produkt. Nein nein kein Lokalpatriotismus. Nur festgestellt (armes geistiges alleingelassenes Jung-Amerika, Kindchen in Cowboystiefeln Gr. 42).

Sam Rockwell-Bell also begegnet in lonely Outer-Space einer tieferen Wahrheit: in sich selbst nachzuforschen. Eigentlich (wie einige sagen) eine vorhersehbare Reise. Es gibt wohl action-Liebhaber, die in einem Fußballstadion auch bloß guten Fußball erwarten: und wird ihnen unvorhergesehen Tischtennis oder Billard geboten,- und sei es Weltklasse-Olympiade-Niveau, sind sie- und reagieren- hoffnungslos beleidigt. Für mich war es spannend, zu verfolgen, was und wie Sam sich aufmacht, zu entdecken, das den meisten Zweibeinern, wie’s scheint, wohl noch bevorsteht. Für mich war ziemlich viel unvorhersehbar: und ich will doch nicht den Film, wenn Sie ihn noch nicht sahen, allzuweit vorher verraten: aber zum Beispiel durchaus offen, ob „Hal“-Gertie nun in der Schwebe zu Hal sich niedersenkt oder nicht. Und die Antwort ist, Entschuldigung, neu, - und weder vorhersehbar noch unwichtig. Unwichtig ist auch, ob der Pina Colada schließlich zuprostet oder nicht. Eigentlich ist jede gestellte Frage in diesem Film unwichtig, weil die Antwort am Ende auf die nichtgestellten Fragen gegeben ist und vollständig erfüllt. Dieser Film bringt Antworten: aber keine voreiligen,- und schiebt Fragen nur bauernhaft vor, die locker geopfert werden können, damit die Sinn-Dame plötzlich geschlagen ist und Königs nackig steht,- man weiß nicht wie. Ich widerstehe (noch) der Versuchung, mehr zu verraten. Vielleicht schreibe ich noch einen zweiten Teil: aber den, Sie müssen es mir versprechen, lesen Sie erst, wenn Sie den Film selbst verdaut haben. Meinem Gewissen würde es schwer halten, wenn ich einem (seltenen) reinen Kunstgenuß vorgegriffen hätte, um Ihnen die, oder auch nur eine oder einige,- Pointe(n) kaputtgemacht hätte,- es gibt nicht so viele auf der Welt um allzu verschwenderisch damit umzugehen. Dies also nur als Hinweis darauf, das ich dieses Werk zur Kenntnis genommen und für gut befunden habe: und um Ihren naschhaften Appetit hoffentlich, zu wecken. Den Rest lassen Sie sich vom Erfinder selber schildern,- er konnte das wohl besser als ich, sonst wär ich selber drauf gekommen. Lassen Sie sich verführen: hier lohnt es sich, meiner Meinung nach. Wie gesagt, ein bißchen bin ich neidisch und eifersüchtig: wenn Jemand etwas so Gutes kann.

Und wenn, dann folgt vielleicht nach dieser Einschnitt-Pause, der zweite Teil. Denken Sie an Ihr Versprechen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

liquiem

Antwort löschen

craax, ich leße mir solch langen Reviews zu Filmen nur dann ganz durch, wenn es der Film verlangt. Und Moon läuft seit der ersten Sichtung in meinem Hinterkopf weiter, immer weiter... Endpunkt ist sogleich Startpunkt. Muss sagen, deine Gedanken zum Film liegen mir nahe und ich finde sehr gut, wie du das hier zusammenbekommst.

Am schönsten finde ich deinen Satz:
"Nochmal: das Ende muß und ist nicht bitterlich geworden, es ist nicht einmal „offen“,- es ist einfach ein Stück weiter,- auf einem persönlichen Weg."

Nach der ersten Sichtung wusste ich mir nicht ganz zu helfen: Ist Moon ein heillos pessimistischer Film? Oder eher genau die Kehrseite meines Gefühls?
Jetzt stehe ich an diesem Punkt, den dein Satz so schön erklärt.

Ich bin bereit den zweiten Teil deines Reviews zu lesen.


CaptainHowdy

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Großartig, so ganz und gar nicht was ich erwartet hatte...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Fu-Jay

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Nachdem ich gestern endlich Source Code gesehen habe, überlege ich mir Moon vielleicht auch noch einmal anzuschauen um zu überprüfen, ob meine schlechte Bewertung (5.5 ist bei einer Durchschnittsbewertung von 7.6 ziemlich schlecht) damals auf mieser Laune, Unmotiviertheit oder Voreingenommenheit gegenüber dem Filmgeschmack meiner ehemaligen Freundin basiert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten


Deine Meinung zum Film Moon