Mord mit System

A Shock to the System (1990),
Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Komödie, Kriminalfilm

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von Jan Egleson, mit Michael Caine und Elizabeth McGovern

Der 50jährige Graham Marshall ist deprimiert über sein Alter. Zum einen überholen ihn die jüngeren Kollegen auf der Karriereleiter, aber auch beim Flirten kommt er nicht mehr so gut an – und seine Ehefrau will sowieso nichts mehr von ihm wissen. Als ihn nach einem besonders miesen Tag am Bahnhof ein Bettler anspricht, schubst er diesen versehentlich vor einen vorbeifahrenden Zug. Marshall erkennt, dass niemand das Unglück bemerkt hat, und auch am nächsten Tag steht nichts in den Zeitungen. Er spürt, wie seine Energie wieder zurückkehrt und er zu weiteren Taten bereit ist!


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chs88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Völlig unentschlossen saß ich gestern Abend so vor der Glotze und zappte wild umher, als auf einmal Michael Caine über den Bildschirm huschte. Der Film sagte mir gar nichts, und das scheint hier vielen so zu gehen, wenn man sich die Anzahl an Bewertungen so ansieht, was völlig unverständlich ist, denn wir haben es hier mit einer erstklassigen rabenschwarzen Komödie im 80er Stil zu tun. Werden zu Beginn die Umstände des eintönigen Lebens unseres Protagonisten dargelegt, entwickelt sich die Geschichte später sogar zu einem handfesten Kriminalstück um dann zum Ende hin wieder bitterböse und tiefschwarz zu werden.
Es ist die Geschichte eines Mannes, der die Nase voll hat von Demütigungen, Respektlosigkeit, Überheblichkeit und Egoismus der Menschen in seinem privaten sowie beruflichen Umfeld. Sein Frau interessiert sich nicht für ihn, sondern nur für das Geld, das er nach Haus bringt, im Beruf wird er von einem jüngeren Kollegen, einem Yuppie wir er im Buche steht, ausgebotet und sein Interesse für hübsche Frauen ist über die Jahre gänzlich erloschen. Dabei hat er doch früher so viel Schneid bei ihnen gehabt. Ausgelöst durch einen Unfall in der U-Bahn, bei der ein Obdachloser auf die Gleise stürzt, vom Zug überrollt wird, und das von niemandem wirklich wahrgenommen wird, beschließ er kleine Änderungen in seinem Leben vorzunehmen.
Es beginnt eine perfide, ausgeklügelte Mordserie, und dabei zuzusehen macht irre viel Spaß. Micheal Caine ist einfach brillant, wie er den vordergründig netten Onkel, der es allerdings Faust dick hinter den Ohren hat, gibt, ist ein Vergnügen der besonderen Art.
Auch die anderen machen sich durch die Bank gut. Die Story ist gut durchdacht, wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, was aber überhaupt nicht stört, denn es ist eben eine schwarze Komödie mit Krimielementen und nicht umgekehrt.
Die großen Lacher bekommt man allerdings nicht geboten, es ist das Dauergrinsen, was auch eine geraume Zeit nach Ende des Films immer noch nicht verschwinden will, was den Film ausmacht. Der magische Aspekt, in dem das ganze aufgezogen ist, springt dabei wirklich über und man muss sich fast beherrschen, diese kleinen zauberhaften Gesten Caines nicht nachzuahmen, hat er mal wieder einen Coup gelandet. Auch sonst ist es eine wahre Freude sich von dieser kleinen, so pechschwarzen Perle verzaubern zu lassen.
Hängen die Mundwinkel mal wieder runter, aus welchem Grund auch immer, der Film bringt sie wieder nach oben, garantiert.

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Baum123

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine ziemlich subtile schwarze Komödie. Nichts zum Schlapplachen, aber auf alle Fälle empfehlenswert - American Psycho in zahm

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