Morgen das Leben

Morgen das Leben (2010), DE
Laufzeit 91 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 02.06.2011

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6.8 Kritiker
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
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von Alexander Riedel, mit Judith Al Bakri und Ulrike Arnold

Judith. Ulrike. Jochen. Drei Menschen in einer Großstadt. Drei Menschen, die versuchen ihrer Sehnsucht nachzukommen und auf ein anderes Leben hoffen. Drei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können, aber doch eine innere Gemeinsamkeit haben. Judith, die ehemalige Stewardess, lebt mit ihrem kleinen Sohn alleine in einer neuen Wohnsiedlung am Stadtrand und verdient ihren Lebensunterhalt mit Heimarbeit und Telefonmarkforschung. Ulrike ist von ihrem Freund verlassen worden und hat gerade ihren sicheren, aber öden Job im Sozialreferat gekündigt, um sich neu zu verwirklichen. Jochen hofft auf eine Perspektive fern von Gelegenheitsjobs, um sich als Versicherungsvertreter endlich eine eigene Wohnung leisten zu können. Bei allen Dreien scheint das Leben etwas aus den Fugen geraten zu sein und nur aus Vorläufigem zu bestehen. Sie versuchen sich neu zu orientieren, den Alltag positiv zu gestalten, dem Leben einen Sinn zu geben und dabei die Liebe zu finden.

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Morgen das Leben

Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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7.5Sehenswert

In Morgen das Leben werden Helden geboren. Helden, die keine Kraftprotze und Allesüberstrahler sind, sondern stille Alltagsbewältiger, die einen Neuanfang wagen. Genauso still und alltäglich, wie die Figuren ihr Leben meistern, ist der Film auch inszeniert. [...] Es ist Riedl gelungen, dem provinziell-mondänen Großmaul München ein still-subtiles Stadtkammerspiel zu widmen. Das ist nicht spektakulär, aber fein beobachtet und leise ironisch.

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Magali-Ann Thomas: BR Magali-Ann Thomas: BR

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5.5Geht so

Morgen das Leben ist ein ambitioniertes Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Alexander Riedel. Riedel lässt seine Filmfiguren in realen Örtlichkeiten agieren. Trotz des authentischen Anstrichs sind die Geschichten über drei Menschen in der Midlife crisis nicht überzeugend. Der Schwermut der Charaktere liegt wie ein dicker Teppich über dem Film und der Erkenntnisgewinn ist gering.

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Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online

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7.5Sehenswert

In seinem Doku-Drama Morgen das Leben kommen Alexander Riedel seine Dokumentarfilm-Erfahrungen zu Gute, er erreicht durch winzige Gesten große Authentizität, die flügellahmen Protagonisten wirken echt, das Ambiente und die hilflosen Aktionen realistisch, die Dialoge sind präzise, offen, manchmal verletzend.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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7.5Sehenswert

Die Dramaturgie eines Episodenfilms ist gut geölt und verzichtet gänzlich auf psychologische Finessen. Die intim beobachteten und fast zärtlich angetupften Geschichten in Morgen das Leben laufen gleichwertig nebeneinander, um sich im Finale unspektakulär zu kreuzen. Fürs authentische Flair sorgt die gelungene Interaktion von großartigen Schauspielern und echtem Personal.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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6.0Ganz gut

In ruhigen, klaren Einstellungen zeigt der Film das Leben seiner drei Protagonisten, die sich nur einmal gegen Ende begegnen. Viel bleibt unbestimmt, Hintergründe werden meist nur angedeutet, die genaueren Umstände, wie es zu den aktuellen Situationen gekommen ist, kann sich der Zuschauer selbst ausmalen. Die Figuren würden so nur Chiffren bleiben, Typen, die für viele andere ähnliche Leben stehen würden, würden die drei Hauptdarsteller nicht so überzeugend in ihre Rollen schlüpfen. [...[ Emotionale Ausbrüche, Konflikte, wirkliche Probleme haben die Figuren nicht zu bestehen, was einerseits fraglos eine realistische Darstellung ganz gewöhnlicher Leben ist, den Film als Ganzes aber andererseits arg undramatisch macht. [...] Wirklich aufregend ist „Morgen das Leben“ allerdings nicht.

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Kommentare (2) — Film: Morgen das Leben

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spackmat

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Bewertung5.0Geht so

Mich hat der Film deprimiert. Nicht auf so eine romantische Art, wie Helge Schneider die Charaktere und die Trostlosigkeit in Jazzclub darstellt, sondern richtig deprimiert. Gegen Ende wird es versöhnlicher, aber trotzdem hinterlässt mich der Film mit gemischten Gefühlen. Aber interessante Bildführung, so künstlerisch dokumentarisch.

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Kris

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Bewertung7.0Sehenswert

Ulrike liebt Schmetterlinge, weil sie quasi drei Leben führen, erst als Raupen, dann verpuppen sie sich und schließlich fliegen sie davon. Genau das wünscht sie sich für ihr eigenes Leben, das gerade im Umbruch ist. Mit dem Freund ist es aus und sie beginnt eine neue Ausbildung, bei der sie mit sehr viel jüngeren Frauen konkurrieren muss. Auch Judith und Jochen werden mit geplatzten Träumen und gescheiterten Plänen konfrontiert. Mit dokumentarischem Blick beobachtet der Film den Alltag dreier Menschen, die durch eine sterile Wohngegend Münchens wandeln, und ihren Kampf mit den eigenen Erwartungen. Dabei zeigt er, dass das Leben auch dann weitergeht, wenn es nicht so läuft wie geplant.

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