Mr. Morgan's Last Love

Mr. Morgan's Last Love (2013), DE/FR Laufzeit 116 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 22.08.2013


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7.1
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7.4
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von Sandra Nettelbeck, mit Michael Caine und Clémence Poésy

Mr. Morgan’s Last Love ist die Verfilmung des französischen Romans La Douceur assassine von Schauspielerin Françoise Dorner mit Michael Caine in der Rolle eines trauernden Witwers.

Drei Jahre, zehn Monate und 11 Tage ist es nun her, dass der pensionierte Professor Matthew Morgan (Michael Caine) seine Frau Joan (Jane Alexander) verloren hat. Allein, dass die Zeit seitdem für ihn stehen geblieben scheint, lässt erkennen, wie schwer ihr Tod Matthew getroffen hat. Lebensmüde schlurft er am Leben vorbei, gefangen in den Erinnerungen der geteilten Zweisamkeit. Auf einer Busfahrt stolpert er geradezu in die junge Pauline (Clémence Poésy), eine Tanzlehrerin, die ihn mit ihrer lebensfrohen Art alsbald aus seiner Trance herausreißt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Beziehung, die den Unmut seiner Kinder Karen (Gillian Anderson) und Miles (Justin Kirk) hervorruft. Denn war die Beziehung zu seinen Kindern schon vorher immer von Entfremdung geprägt, so hat der Tod der Frau und Mutter nur einen größeren Keil zwischen die Familie getrieben. Als Pauline sich in Miles verliebt, kann dies die Kluft zu Matthew zu überbrücken helfen – oder aber Matthew wieder an die selbstgewählte Isolation verlieren lassen.

Hintergrund & Infos zu Mr. Morgan’s Last Love
Mr. Morgan’s Last Love ist die Adaption des Romans La Douceur assassine der französischen (Drehbuch-)Autorin und Schauspielerin Françoise Dorner. Auch wenn das Drehbuch, von der deutschen Regisseurin Sandra Nettelbeck (Bella Martha) geschrieben, die Geschichte weiterhin in Paris, der Stadt der Liebe, verortet, so wurde der Hauptdarsteller doch zum Amerikaner (!) umgemodelt, bei dem Nettelbeck von vornherein Michael Caine (Harry Brown) im Sinn hatte, der hier mit einer weiteren Altersrolle glänzen kann. (EM)

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Cast & Crew


Kommentare (23) — Film: Mr. Morgan's Last Love


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dannydiaz

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Bewertung7.5Sehenswert

Zwei Filme in einem. Erinnert anfangs sehr stark an Peter O'Toole in "Venus" und auch ein kl bischen "Frau Ella" also alles rein zwischenmenschlich platonisch, aber da ist noch viel mehr.
Da wird die Fragilität der menschlichen Relationen aufgerollt, und spannend verwebt. Da wo "Venus" sich ganz auf die Beziehung stürzt, da macht "Mr Morgan" eine Sinus Kurve hin und her zwischen der neuen und der alten Generation, Geschwister zueinander und Vater Sohn Beziehung, zwischen Erwartung und Hoffnung bis zur Enttäuschung, hin her hoch runter, kurz mal Kitsch vorbei geschrammt und dann doch wieder die Kurve bekommen.
Ich musste ein wenig an "Amour" denken, total verschieden Sujets, aber so hin und wieder habe ich mich dran erinntert gefühlt. Caine und Poésy super. Kirk und Anderson als Geschwister auch irgendwie trotz leichter awkwardness passend.
Wenn man in der richtigen Stimmung ist, super.

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Lariari

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Bewertung7.0Sehenswert

Eigentlich ist es ja so gar nicht mein Art von Film, aber gezwungener Maßen musste ich diesen Film sehen. ... Und war positiv überrascht. Hier hat es Jemand geschafft, nicht zu extrem in Klischees zu verfallen und zum Beispiel irgendwelche Beziehungen die über das Alter hinausgehen zu erfinden o.Ä.
Michael Caine hat seine Rolle rührend toll gespielt und auch der restliche Cast war solide.

[SPOILER!!!!] <--

Mich hat aber die letzte Szene gestört, vielleicht verstehe ich sie falsch, aber warum musste man den Zuschauer fast schon Krampfhaft ein schlechtes Gefühl vermitteln, indem Mr Morgan stirbt? Man hätte dieses in Zukunftsblickende, ich habe eine Familie und baue mir ein Leben auf, doch auch ohne Mr Morgans Tot kreieren können, oder?

Dennoch ein sehr solider Film, für einen ruhigen Abend ist er in Ordnung.

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

Sandra Nettelbeck hat mit der Adaption des Romans „La Douceur assassine“ einen richtig schönen, kleinen und gefühlvollen Film gedreht, der jeden verregneten Sonntag sicher zu einem herzerwärmenden werden lässt.

„Mr. Morgen’s Last Love“ lebt von seinem Hauptdarsteller Michael Cain, der auch hier wieder zeigt, dass er einfach zu einer Sorte Schauspieler gehört, die es wohl leider bald nicht mehr geben wird. Aber auch die melancholische, traurige und doch romantische und hoffnungsvolle Atmosphäre des Films weiß zu gefallen. Das zauberhafte Paris als Kulisse der Geschichte tut ihr übriges.

Regisseurin Nettelbeck ist es tatsächlich gelungen, bei diesem etwas anderen Liebesfilm auf eine zu hohe Dosis Kitsch zu verzichten, was die Geschichte und ihre Figuren glaubhaft erscheinen lässt. Man begleitet einen Witwer bei seinem trostlosen Alltag und beobachtet ihn dabei, wie er wieder durch eine Bekanntschaft ins Leben zurückfindet. Das ist eben schön und traurig zugleich.

„Mr. Morgan’s Last Love“ ist ein kleiner Film, der sicher keine neuen Geschichte erzählt, aber er ist ein ehrlicher und lebensbejahender Film. Und so was brauchen wir doch auch, oder ?

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woodyallenjesus

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Bewertung7.0Sehenswert

Schöne Konstellation, ein berührend authentischer Caine und eine sehr interessante Poésy, die ich sonst nur aus Harry Potter und Brügge sehen und sterben kannte. Die Geschichte ist realistisch und nimmt mit, die bedeutenden Figuren sind gut gezeichnet und könnten uns auf der Straße begegnen. Ein schöner, etwas trauriger Film für einen regnerischen Nachmittag und Menschen mit Anspruch.
Außerdem komme ich einfach nicht darauf klar, wie wunderschön diese pariser Wohnung ist. Muss ich einfach noch mal loswerden.

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fabiolous

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Bewertung6.5Ganz gut

Nicht ganz das was ich mir erhofft hatte, aber ein dennoch ganz schöner Film mit einem Michael Caine in seiner Paraderolle als süßer alter Mann.

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Filmfanaticxx

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ganz großes Kino! Ganz großer Michael Caine! Gut gecastete Clemence Poesy. einfühlsame Bilder und Schnitt.

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mondauge

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich sehe einen alternden Schauspieler, der große Charakterrollen gespielt hat und der möglicherweise mit diesem Film einen würdigen Abgang findet. Es macht mich traurig zu sehen wie der 81 jährige die Rolle einen 81 jährigen spielt, was es völlig authentisch tut, denn es geht schließlich auch um den eigenen baldigen Abschied von dieser Welt.

Die unterschiedlichen Themen sind schwer und gut miteinander arrangiert. So geht es um eine schwierige Vater-Sohn-Konstellation, aktive Sterbehilfe, Suizid, Platonische Liebe, generationsübergreifende Liebe und wahre Liebe.

Diese Geschichte ist wieder nach Art des bittersüßen Gefühls, das ich so mag. Glück trifft auf Unglück und am Ende heilt die Freude über das Glück die Trauer. Gerade wenn das Leben am bittersten ist, etwa durch den Verlust eines gemeinsamen Bekannten oder Familienangehörigen, und man erkennt, das man niemand festhalten kann, hält man an den Hinterbliebenen stärker fest.

Getreu dem Spruch "Geteiltes Leid ist halbes Leid" schöpft man gemeinsam neue Kraft und oftmals kann dies auch zwei Liebende enger zusammenschweißen.

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JoeKramer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Michael Caine und und eine überragende Clémence Poésy spielen ohne Kitsch in einem perfekten Setting. Lediglich Justin Kirk passt irgendwie nicht in das Gesamtbild und harmoniert weder mit Caine noch mit Poésy.

Stellenweise hat er mich an Lost in Translation erinnert und Poésy irgendwie an Johansen was den Film im Ganzen jetzt nicht abwertet.

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OpusEst

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Kann nur zustimmen. Justin Kirk verhindert eine absolute Topwertung. Ein Schauspieler von Kaliber eines Caine oder einer Poesy würde diesen Film über jeden Zweifel erhaben machen.


DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein einfühlsamer und leiser Film über eine asexuelle Beziehung zweier altermäßig weit auseinanderdividierenden Menschen.
Grandios besetzt und schön ruhig erzählt. Vielleicht ein wenig zu ruhig, denn in der zweiten Hälfte fängt das Filmchen an sich etwas zu ziehen, 2 Stunden sind für den Stoff dann doch zu lang. Auch die Wendung gegen Ende bat mit Gelegenheit zu einem spontanen Faust-trifft-Wand-Moment.
Doch allen Hindernissen zum Trotz kann ich MR. MORGAN'S LAST LOVE einfach nur lieb haben, da er genau die Art Liebesfilm ist, die ich liebe.

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J.R.K.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gefühlvolle, ruhige und traurige Geschichte die von Caine & Poésy wunderschön gespielt wurde. Fand es überhaupt nicht kitschig, auch die Wendung am Ende fand ich akzeptabel, so ist halt das Leben. Berührt einen noch mehr, wenn man einen Vater hat, dem es gerade ähnlich geht.

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Miami Twice

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein ruhiges, sehr trauriges Drama mit toller Besetzung in den Hauptrollen. Vor allem der Anfang ist sehr mitfühlend erzählt, mit der Zeit verrennt sich der Film ein wenig, wirkt teilweise etwas in die Länge gezogen und zu kitschig.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.0Sehenswert

In Paris lebt der einsame, lebensmüde Witwer Matthew Morgan (Michael Caine). Durch die Zufallsbekanntschaft mit der freimütigen, hübschen und impulsiven Französin Pauline (Clémence Poésy) gewinnt er seine Lebensfreude zurück. Beide verbringen eine kurze, aber wunderschöne Zeit miteinander, die ihr Leben verändert. Gemeinsam entdeckt das sonderbare Pärchen wahre Freundschaft, gute Gesellschaft, einfühlsame Romantik – und lernt den Wert einer Familie kennen. Pauline hat damals ihre Eltern bei einem Autounfall verloren. Seither hat sie sich nie wirklich bei jemandem geborgen gefühlt. Mit Matthew erlebt sie dieses Gefühl zum ersten Mal. Bald muss sie aber erfahren, dass sich Matthew seit dem Tod seiner Frau von seinen eigenen Kindern entfremdet hat. Als diese nach einem gescheiterten Selbstmordversuch von Matthew nach Paris kommen, versucht Pauline, zunächst vergebens, die Beziehung zwischen Matthew und seinem Sohn Miles (Justin Kirk) zu retten.

Sandra Nettelbeck ist mir schon mit Ihrem großartigen Film '' Helen '' mit Ashley Judd aufgefallen, dessen Intensität '' Mr. Morgan's Last Love '' aber nicht erreicht. Trotzdem ist er ein leiser und berührender Film über die Zerbrechlichkeit des Lebens, über Ängste, den Tod, die Liebe und nebenbei auch eine Geschichte über zwei Generationen nebst Familienzusammenführung. Toll ist das Zusammenspiel zwischen Pauline (Clémence Poésy) und Matthew (Michael Caine). Letzterer überzeugt mich nicht nur in Blockbustern, auch in dieser Rolle steht er seinen Mann. Schöner und ruhig erzählter Film , gute 7/10 von mir.

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sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein schlicht und einfach ergreifender Film mit zwei sensationell agierenden Hauptdarstellern. Unheimlich starke und emotionale Dialoge und Bilder, die hier glücklicherweise auch noch durch einen sehr dezenten Soundtrack unterstützt werden.

Jeder Mensch ist gefangen in seinen Entscheidungen und in seiner eigenen Welt, die durch einen Nebel von denen der anderen getrennt ist. Manchmal lichtet sich dieser Nebel zwischen zwei Menschen und das ist dann wohl das, was viele so profan als Liebe bezeichnen. Aber es ist einfach viel mehr als man mit einem Wort beschreiben kann und auch abseits jeglicher körperlicher Begierde kann man sich einfach unendlich zu jemandem hingezogen fühlen.

Ein ruhiger, stiller, fast poetischer Film über das, was möglich ist, wenn man sich nicht von den Absurditäten des Alltags zu weit von dem entfernt, was das Leben auch ohne den Tand bereithält, mit dem versucht wird, unsere Seelen zu kaufen und zu binden. Ein Film wie ein Riss zwischen den Wolken, der einen Strahl Sonne auf uns scheinen läßt, wenn wir es nur zulassen.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Benni-THE-KING

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Rollen sind Michael Caine und Clemence Poesy(und vor allem Paris) natürlich auf den Leib geschrieben und sie machen die Sache dann natürlich auch sehr gut(vor allem Paris)
Leider ist der Film etwas zu behäbig, zu sehr traurig. Ich habe nichts gegen traurige Filme aber hier wirkte es zu häufig wie mit dem Vorschlaghammer auf traurig gemacht(vor allem die Musik...man muss echt nicht jede Szene mit Pianomusik unterlegen. Stille kann auch traurig wirken!!!)
Zum Glück nimmt der Film in der zweiten Hälfte ein wenig Schwung auf. Vor allem die Vater-Sohn Beziehung fand ich gelungen.

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cinemars

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Fest für die Augen und wirklich überzeugend dargestellt - auf bestimmte Schauspieler ist halt Verlass und Caine gehört dazu. Ferner war Clemence Poesy (Pardon für die fehlenden Akzente) noch einmal neu zu entdecken. Für mich fühlt Kitsch sich ganz anders an als dieser traurig-schöne Film.

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Gerne hätte ich den Film gemocht, er beginng auch süß und hat zwei tolle Hauptdarsteller. Doch dann verrennt er sich leider immer und immer wieder und zieht sich auch ganz böse. Wegen der guten Darsteller und einigen guten Szenen dennoch sehenswert. Gerade noch sooooooo.

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Simonicer

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film der multipolar versucht emotional anzusprechen, und so behandelt er Tod, Familie, Das Altwerden, Liebe, Verliebtheit und die Sinnsuche. Alles wird meist ungezwungen eingebunden und erzeugt ein überraschend rundes Bild trotz der Themenvielfalt. Von Caine sehr gut gespielt, die anderen konnten mich jetzt nicht immer überzeugen. Insgesamt nett, wenn man auf die oben genannten Themen Bock hat - auch nachdem man sie zusammen in den Mixer geworfen hat.

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ovgucker

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Bewertung6.5Ganz gut

hervorragende schauspieler, ja, aber gegen ende nimmt der film eine wendung, die den spannungsbogen sofort in den keller sausen lässt. schade!

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8martin

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Bewertung9.5Herausragend

Sandra Nettelbeck ist ein außergewöhnlicher Film gelungen. Dabei geht es um eine Beziehung zwischen einem alten, vereinsamten Philosophieprofessor (Michael Caine) und einer jungen Tanzlehrerin Pauline (Clémence Poésy). Da geht es um aufrichtige Zuneigung und Menschlichkeit. Und das alles ohne sexuelle Wünsche. Aber es gibt auch so genug Probleme. Seine Kinder sind ihm fremd und seine verstorbene Frau Joan (Jane Alexander) ist in Wort und Bild oft präsent neben ihm. Die fließenden Übergänge ihrer Auftritte sind besonders gelungen. Pauline sucht bei ihm den Familienersatz, den sie nie hatte. Er schöpft trotz Selbstmordversuch vorübergehend neuen Lebensmut. Der Gegensatz zwischen den Kindern mit ihren herzlosen Vorstellungen und der tiefen emotionalen Ladung, mit den ihn Pauline trifft, verhindert den Kitsch. Daneben entwickelt sich ein Vater-Sohn Drama, mit einer bewegenden Aussprache. Dass es dann zwischen Sohn Miles (Justin Kirk) und Pauline funkt, ist vorhersehbar und reißt eine kleine Lücke in die Handlung. Dies wird durch Schnitt und Einstellung von Morgan’s Abgang kompensiert, der der zweitbeste nach Hanekes ‘Liebe‘ ist. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Wenn Amis Englisch reden klingt ein französisches ‘Danke‘ wie der Fluss in Liverpool. Und auch die feinen Nuancen beim ‘Bitte‘ sind herrlich.
Die beiden Hauptdarsteller bringen eine Darbietung der Extraklasse. Es gibt rührende Momente und charmant lustige, tiefernste und auch boshafte. All das kann feuchte Augen provozieren. Caines unnachahmlicher traurig-leerer Blick neben der frischen Fröhlichkeit von Pauline. Einfach wunderbar.

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burkivoll

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein trauender alter Amerikaner in Paris, der nach dem Tod seiner Frau erst durch die zufällige Bekanntschaft mit einer jungen Tanzlehrerin wieder Spaß am Leben findet, beim gemeinsamen Essen und Tanzen. Mit netten zusätzlichen Sprachslapsticks, Prof. Morgan kann immer noch kein Französisch, trifft aber regelmäßig eine ältere charmante Dame zum Englischsprachunterricht, und schönen Bildern wird man angenehm und geschmackvoll unterhalten , manchmal am Rande des Kitsches. Wie schrieb ein Moviepilotler mir mal so nett in die Anmerkungen: "bißchen viel Spoiler , vielleicht..." . Dann kommt der 2. Teil: Vergangenheits- und Beziehungsaufarbeitung wie bei Ingmar Bergman, aber für mich irgendwie nicht stimmig. Ist es eine bewusste Irritation der Regisseurin im ersten Teil des Films (Bei dem Vater, Uwe Nettelbeck, ihm ist der Film gewidmet), oder fehlende künstlerische Gesamtkonzeption. Für mich bei aller Qualität leider auch in der Schlusssequenz der sich liebenden jungen Generation nicht überzeugend, aber sehenswert.

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