Mr. Shi und der Gesang der Zikaden

A Thousand Years of Good Prayers (2007), US
Laufzeit 83 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 10.04.2008

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5.5 Kritiker
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von Wayne Wang, mit Henry O und Pavel Lychnikoff

Mr. Shi, ein verwitweter Rentner aus China, besucht nach Jahren der Trennung seine einzige Tochter Yilan in den USA, um ihr nach ihrer Scheidung beizustehen und ihr Leben “neu zu ordnen”. Yilan jedoch zeigt sich wenig begeistert von seiner Unterstützung und schottet sich immer mehr ab. Mr. Shi, irritiert von der Situation, begegnet auf einem seiner Ausflüge Madam, einer älteren Dame die aus dem Iran fliehen musste. Obwohl sie sich kaum verständigen können, entwickelt sich eine besondere Beziehung. Doch das abrupte Ende dieser gerade beginnenden Freundschaft und die Konfrontation mit seiner Tochter führen dazu, dass Mr. Shi nach langer Zeit der Wahrheit endlich ins Auge sieht …

Handlung

Ankunft in Amerika

Der Film erzählt die Geschichte des Rentners Mr. Shi (Henry O), der aus China zu seiner Tochter in die USA reist, um sie nach ihrer Scheidung zu unterstützen. Der Film beginnt mit der Ankunft Shis am Flughafen, wo er von seiner Tochter Yilan (Faye Yu) abgeholt wird. Die Begrüßung fällt von ihrer Seite her sehr zurückhaltend, fast kühl aus. Nach der Ankunft in Yilans Wohnung beginnt der für Shi in den folgenden Tagen fast alltägliche Trott. Sie kochen Essen, sitzen beide fast schweigend am Tisch und gehen schlafen.

Yilan nimmt sich wenig Zeit für ihren Vater. Sie geht früh zur Arbeit und kommt erst zum Abend wieder nach Hause. Dort wartet Shi jeden Abend mit dem Essen, freut sich über die Gesellschaft und kann Yilan kaum ein Wort entlocken. Nach ein paar Tagen gibt Yilan nach dem Essen vor, sich mit Freunden zu treffen. Shi bleibt allein zurück. Yilan sitzt derweil allein in einem Kino.

Shi trifft auf Madam

Um sich die Zeit zu vertreiben, begibt sich Shi auf Erkundungsspaziergänge seiner Umgebung. Neben einem kurzen Treffen mit dem Hausmeister und einer Nachbarin der Anlage entdeckt er den nahe gelegenen Park mit einem kleinen See. Dort lernt er die etwa gleichaltrige, aus dem Iran stammende…

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Mr. Shi und der Gesang der Zikaden

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.0Uninteressant

Um es vorwegzunehmen: An den Erfolg von „Smoke“ kann Wayne Wangs jüngster Film „Mr. Shi und der Gesang der Zikaden“ nicht anknüpfen. Das liegt vor allem daran, dass Wang diesmal kaum etwas zu erzählen hat. Die gewählte Kurzgeschichte aus der Sammlung „A Thousand Years of Good Prayers“ der chinesischen Autorin Yiyun Li eignet sich wenig für eine Verfilmung.

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Kommentare (4) — Film: Mr. Shi und der Gesang der Zikaden

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AylaView

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich mag diese ruhigen Filme.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Regisseur Wayne Wang hat sich immer schon für das Leben der Chinesen in Amerika interessiert. Ein Vater, der in Peking lebt, besucht hier seine Tochter, in den USA. Er behandelt die inzwischen erwachsene Frau immer noch so als sei sie ein Kind. In langen Gesprächen, die immer wieder neue Aspekte aus ihrem gemeinsamen Leben enthüllen, nehmen sie uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei werden moralische Unterschiede zwischen den Generationen deutlich, die teilweise kulturell begründet sind. Auf die gegenseitige Frage nach dem ’warum’ enthüllen Vater und Tochter manch persönliches Geheimnis. Auch die Muttersprache spielt eine wichtige Rolle in der Ausdrucksweise im Gegensatz zur benutzten Fremdsprache. Die Essenz der Dialoge gipfelt in der Feststellung, dass wenn eine Frau einen Mann heiraten will, sollten sie ’tausend Jahre gute Gebete’ gesprochen haben, so der Originaltitel. Ein leiser Film, der für beide Generationen Verständnis zeigt.

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AgentGuhl86

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film, der in gewisser Weise ein großes Maß an Einsamkeit symbolisiert. Wenn ein Mensch versucht, Fehler aus der Vergangenheit zu bereinigen, zunächst aber scheitert, ist die emotionale Einsamkeit nie sehr fern. Dieser Eindruck wird durch die Ruhe der Szenen sowie durch einige "leere" Totalen verstärkt.
Ich würde mir den Film zwar nicht noch zig mal anschauen, allerdings bewundere ich die emotionale Bindung, die man zu dem alten Mann aufbaut, der seine Vergangenheit bereinigen, seiner Tochter helfen will. Alles ist nachvollziehbar - insbesondere die Schwierigkeit, sich den eigenen Geistern zu stellen!

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Heavy_Metal

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Derartige Qualität hat Seltenheitswert. Messerscharfe Beobachtungsgabe, ein Verständnis für zwischenmenschliche Fragen, und die Einsicht, dass es nicht immer Lösungen gibt. Darüber hinaus rückt der Film jene Ebene ins Licht, die er konsequent ausblendet: die vereinheitlichte Sprache des Konsums.

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