München - Kritik

US 2005 Laufzeit 164 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Thriller, Kinostart 26.01.2006

Setze München auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!

Was moviepilot noch bietet: Mach die TOUR.
Melde dich an!

Setze München auf die Merkliste und wir sorgen dafür, dass du keine News zum Film mehr verpasst!
Auf Merkliste

Kritiken (7) — Film: München

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

„Historische und menschliche Tragödie als Blockbuster - Darf man das?“ -
Diese Frage begleitet Steven Spielberg und die Rezeption seiner Filme seit Mitte der 80er Jahre, und auch MUNICH ist seinerzeit nicht von ihr verschont geblieben. Weniger noch als bei den Werken davor, wird man dem Regisseur und seinem Schaffen damit jedoch gerecht: Für politische Verortung oder dokumentarische Aufklärung ist im manipulativ-spekulativen Kino Spielbergs einfach kein Platz, und so zeigt er sich abermals im positiven Sinne desinteressiert am titelgebenden Attentat. Ähnlich wie SCHINDLER‘S LIST ist MUNICH damit weitaus weniger penibler Historienfilm oder akademische Kopfgeburt, als vielmehr eine humanistische Parabel und naive Bestandsaufnahme alter und neuer Probleme, die sich als genreaffiner Agententhriller kleidet. Seiner Faszination für große Gesten und der kindlichen Perspektive - kurz: für Menschen statt Politik- ist der Amerikaner auch hier treu geblieben - vielleicht, weil es tatsächlichen einen freieren Blick ermöglicht: Manche Lösungen könnten so einfach sein. Leinwand-Eskapismus? Vielleicht. Ein intensiver Wachrüttler? Auf jeden Fall.

15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Hitmanski

Antwort löschen

Du meinst die Twin-Tower-Einstellung, oder? Bin hinsichtlich dessen eher unschlüssig: Einerseits sicher eine zulässige und konsequente Parallele, die da gezogen wird, andererseits verliert der Film gerade dadurch auch etwas von seinem universellen Charakter, weil Spielberg in diesem Moment dann eben doch einen Bezug zwischen zwei konkreten Ereignissen herstellen möchte.


Kubrick_obscura

Antwort löschen

Das bleibt für mich aber stets Hintergrund. Der universelle Charakter, die Gewaltspirale und die Genre-Hommage bleiben ja erhalten. Der Ausgangspunkt ist München 72 und das "Ende" ist 9/11 und die Kausalität dahinter ist so einfach wie universell. Das drückt der Film da für mich aus. Damit entledigt sich Spielberg so gar ein Stück weit noch mehr dem historischen Diktat, indem er seine allgemeingültige Geschichte in die gegenwart hineinragen lässt.


Fricki76: Asianfilmweb.de

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Da ist er wieder. Der gute alte Mr. Spielberg. Letzten Sommer war er noch mit Tom Cruise und dem „Krieg der Welten“ in den Kinos, nun mit seinem aktuellen Werk „München“. 5.September 1972, in München finden die Olympischen Spiele statt. Eine Gruppe palästinensischer Terroristen namens „Schwarzer September“ nehmen 11 Sportler des israelischen Olympiateams als Geiseln, die später alle ermordet werden.

Israels Antwort auf den Terrorakt ist die gezielte Ausschaltung der Hintermänner des Attentats. Die Premierministerin Golda Meir persönlich wählt den jungen Mossad-Agenten Avner (Eric Bana) als Kommandeur eines fünfköpfigen Killerkommandos aus, die die Planer des Attentats liquidieren soll. Obwohl seine Frau hochschwanger ist, entschliesst sich der junge Israelische Patriot, den Auftrag anzunehmen. Unter Leitung des knallharten Verbindungsmanns Ephraim (Geoffrey Rush) und streng geheim beginnt Avner mit 4 anderen Agenten die Suche nach den palästinensischen Terroristen. Am Anfang noch…

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
5.5Geht so

Ob denn wirklich zwei Stunden und 44 Minuten notwendig sind, um zur banalen Erkenntnis zu gelangen, dass sich das Böse stets selbst reproduziert; und sogar die Beteiligten bald nicht mehr wissen auf welcher der beiden Seiten sie denn nun eigentlich stehen? Der kontroverse Streifen, frei nach wahren Begebenheiten und George Jonas' Bestseller "Vengeance" ist aber allein schon aufgrund seiner Bezüge zur aktuellen politischen Weltlage ein echtes Muss.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...]Während das IOC sich dazu entscheidet die Spiele fortzusetzen - „The Games must go on!“ - die in Folge natürlich unter dem schwarzen Schatten des Terrors stehen, beginnen in Israel die innenpolitischen Überlegungen, wie auf diesen Terror-Akt zu reagieren wäre. In dessen Zuge wird der Plan gefasst die Hintermänner der Geiselnahme von München durch ein Kommando des Mossad liquidieren zu lassen. An diesem Punkt schließlich setzt der Spielfilm „München“ ein, der nach „Schindlers Liste“, wohl das Werk von Steven Spielberg ist, welches mit der meisten gesellschaftlichen Relevanz, aber eben auch Brisanz, ausgestattet ist. Der künstlerische Ansatz von Spielberg historische Fakten und fiktive Elemente miteinander zu vermischen, musste wohl zwangsläufig diverse Kontroversen nach sich ziehen[...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Spielberg zeigt die Vorgänge von München in einer dokumentarisch anmutenden Collage. Er bleibt ganz nah am Geschehen, lässt die Verhandlungen zwischen Polizei und Geiselnehmern, zwischen Deutschland und Israel außen vor. Wie in "Der Soldat James Ryan", wo er die Kamera im Gemetzel des D-Day platzierte, ist er nun mitten unter den Geiseln und ihren Peinigern, zeigt aus der Nähe blutige Morde, von Kugeln durchsiebte Körper.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Spielberg markiert auf seine alten Tage nochmal den harten Kerl. Nach dem überraschend grimmigen "Krieg der Welten" schiebt der alte Haudegen diesen nicht weniger übel gelaunten Thriller hinterher...
Wenn man mal die politische Brisanz der Attentat-Thematik während der Olympischen Spiele '72 ausklammert - und "München" macht es da einem leicht, will der Film in erster Linie offensichtlich Unterhaltung anstatt Aufklärung sein - präsentiert sich ein mehr als solider Thriller, der einen so gewichtigen Unterbau in keinster Weise nötig gehabt hätte.
Vier unterschiedliche und prima konzipierte Charaktere begeben sich im Auftrag Israels auf den sprichwörtlichen Rachefeldzug, um mit elf auserwählten Morden das Attentat von Palästinensern auf das Olympische Dorf zu sühnen. Nicht nur der Aufbau um die Hauptfiguren ist einem "Ronin" nicht unähnlich und aus dieser Konstellation bezieht "München" seinen größten Reiz, denn das Zusammenspiel…

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

München 1972. Olympia ist im vollen Gange. Doch ein Geschehnis sollte den gesamten restlichen Verlauf überschatten. Das israelische Team wird von einer palästinensischen Terrorgruppe als Geiseln genommen. Die Entführung schlägt zwar fehl, doch die Verantwortlichen nehmen ihre Opfer mit ins Grab. Eine Tragödie sondergleichen, die die Welt erschüttert. Doch hinter verschlossenen Türen wir auf jüdischer Seite ein Vergeltungsplan entworfen, um ihre verstorbenen Glaubensvetter zu rächen. Avner (Eric Bana) wird zum Kopf der Operation erkoren und versucht mithilfe seines Teams die Schuldigen ausfindig zu machen und zu eliminieren. Doch bald stellen sich Zweifel, die Berechtigung ihres Tuns wegen, ein und drohen das Unternehmen zu gefährden…

Steven Spielberg genießt unter Filmfreunden nicht umsonst den gängigen Ruf eines begnadeten Filmvirtuosen, bei dem beinah jedes seiner Werke zumeist einen optischen und sehr häufig auch inhaltlichen Leckerbissen darstellt. Keine Ausnahme dieser Regel macht dabei „München“, welcher die Entführung des israelischen Olympiateams von Palästinensern im Jahre 1972 zu Hintergrund hat. Dabei gilt es schon im vornherein zu sagen, dass Spielberg seinen Fokus weniger auf das Attentat oder die Spiele selbst legt, sondern auf das nachfolgende Killerkommando, welches von den Israelis ausgesandt wurde, um die Schuldigen angemessen zu bestrafen. Sprich, sie umzubringen. Vorschnell gedacht, verhieße dies reichlich Action und Adrenalin, doch weit gefehlt. Sicherlich gibt es einige Schusswechsel mit den Verfolgten und auch die Bombenattentate sind sehr „explosiv“ umgesetzt worden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (56) — Film: München


Sortierung

Chucky89

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

War ein spannender Spionage/Agententhriller der Film, kann man nicht bestreiten. Aber wenn man schon so einen Film machen will über die Geschehnisse die nach dem Olympiaattentat vom Mossad passierten, dann sollte man nicht ganz so ein Märchen inszenieren. Die Botschaft die hinter den Film, dass Gewalt immer Gegengewalt sät regt auf jeden Fall zum nachdenken an. Die Schauspieler um Bana und Craig machen Ihren Job gut.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

deinvaddah

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein durchaus interessantes Thema, "Auge um Auge-Zahn um Zahn!". Hier wird der Akt der Rache zum Heldentum hoch stilisiert. Die Menschlichkeit wird geschickt als Nonsens an den Rand des Geschehens gestellt und zum Zuschauer degradiert.
Und das schlimmste an der Sache ist, dass alles auf wahren Begebenheiten basiert.
Es geht um die Vergeltung der Israelis an den vermeindlichen Drahtziehern des Münchner Olympia-Geiseldramas 1972.
Der Film stimmt mich durchaus nachdenklich, auch in Bezugnahme auf meine Vorstellung von Rechtsstaatlichkeit und Zivilverantwortung.
Emotional durchaus gerechtfertigt und verständlich, ist die Handlund doch grundlage für kontroverse Überlegungen.
Der Film lohnt sich auf jeden Fall.
Alles in allem ein guter Film.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

vuvuzela

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Mir fehlten bei dem Film einfach die Spannungsbögen, für einen 2,5 Stunden Film ist das natürlich tödlich.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Punsha

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Was anfangs wie eine simple Rekonstruktion der Ereignisse um München '72 aussieht, entwickelt sich unter der selten so besonnenen Führung Steven Spielbergs nicht nur zu einem eiskalten Thriller, sondern auch zu einer höchst kritischen Analyse des Nahostkonflikts und seiner Teilnehmer. Spielberg vermischt Wahrheit mit Fiktion und schafft so zwar kein historisch wertvolles, dafür aber insbesondere ethisch und psychisch bedeutsames Material, das erschreckende Tatsachen offenbart, wenn das Töten zum Alltag, der Krieg zur Sucht wird.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

cyberpunky

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Hätte eine höhere Wertung verdient aber ist einfach zu anstrengend und langatmig außerdem gibts eigentlich niemand mit dem man mitfiebern könnte.
Richtig guter Film der mir trotzdem nicht so wirklich gefallen will.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Fi$hFil€t

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Irgendwie 'plätschert' der Streifen die meiste Zeit leider nur so vor sich hin.
'Handwerklich' ist 'München' aber top!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Einar

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Von "Munich" habe ich sehr viel Gutes gehört. Die Handlung von "Munich" hört sich sehr gut an und könnte ein echter Kracher sein. Der Regiesseur von "Munich" ist kein Geringerer als Steven Spielberg.
Das sind sie also, die drei 'Fakten', warum "München" - der Film, der die Nachgeschichte zum Olympia-Attentat erzählt - mich interessieren sollte. Darum habe ich mich auch auf ihn gefreut und mir gerne angesehen. Nur: Das, was man zu sehen bekommt, ist dann doch nicht das, was man erwartet hat oder wenigstens das, was der Film hergibt. Das Potential wird nahezu verschleudert.
Gerne werden Filme immer wieder auf eine persönliche Basis herabgezogen, so dass wir eine Figur haben, die wir verfolgen und uns mit ihr identifizieren. Schön und gut - doch leider schlägt diese Option hier fehl. Die Bindung zu dem Anführer der Vergeltungstruppe und den anderen Mitstreitern wird kaum hergestellt. Es ist sogar eher so, dass sie einem - naja, jedenfalls mir - teils sogar unsympathisch erscheinen. Die Gefühlsebene wird nicht ganz ausgearbeitet. Bleibt immer noch der Aspekt "Thriller". Für einen Thriller ist der Streifen aber dann doch zu lahm, es entsteht einfach kein Thrill. "Munich" stagniert irgendwo auf der Strecke zwischen Drama und Thriller - und findet keinen Ausweg. Die inhaltliche Leere wird dadurch auch nicht besser, dass die Laufzeit auf über 2,5 Stunden gestreckt wird. Mit einem ganz anderen Ansatz und etwas mehr vom Ausgangspunkt, dem eigentlichen Attentat in München 1972, hätte Spielberg mehr Pepp in die Story bringen können. Und es hätte auch besser werden sollen.
Denn handwerklich ist der Film richtig gut gemacht, stimmig mit intensiven und dunklen Farben, teils beklemmender Stimmung und einer Hatz um die Welt, bei der die optischen Eindrücke richtig gelungen sind. Irgendwo im Gesamtkunstwerk ist aber die Story auf der Strecke geblieben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Mac_C_Tiro

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Vom künstlerischen Standpunkt aus ist "Munich" (fast) perfekt in Szene gesetzt und mit einer hervoragenden Kamera gefilmt. Die Variante Super 35 verleiht dem Film jedoch (aufgrund der strukturell eher groben Bilder) beinahe schon zu viel Realismus/Authenzität. Spielbergs Film ist nämlich keineswegs was er zu sein vorgibt, ein Tatsachenbericht! Der Regisseur ließ sich von den Vorgängen rund um die Olympischen Spiele in München lediglich inspirieren, ein Großteil der Handlung des Machwerks bildet reine Fiktion. Und eben trifft man auf das was ich hasse.. künstlich geschaffene Dramen und Tränendrüsenmomente zur Aufwertung eines hintergründig nur all zu realen und schrecklichen Ereignisses! Diese melodramatischen Szenen mögen den Unterhaltungswert für manchen erhöhen, für mich stellen sie einen Faustschlag in das Gesicht Jener dar welche von den damaligen Schreckenstaten betroffen waren! 3 Punkte fürs technische Brimborium, mehr ist mir der Streifen nicht wert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Abettertomorrow

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Sensationeller Politthriller und mein Lieblingsfilm des vergangenen Jahrzehnts. Genial, wie Spielberg die 70-er-Athmosphäre einfängt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

fabel

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Menschen töten Menschen, auf Anweisung - anderswo nennt man sowas Ego Shooter, hier Polit-Thriller. Bana kann sich bemühen wie er lustig ist, Spielbergs "München" bleibt fade bis zum Schluss. Ohne Esprit, mit einem Handlungsverlauf, der nur dazu einlädt, fröhlich mitzutippen, was als nächstes verkehrt läuft. Mittendrin dubiose Informanten, der Mossad, der KGB, die CIA und ein Anführer des Killerkommandos mit zu großen Händen fürs Kochen. WOW!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 23 Antworten

fabel

Antwort löschen

Na ja, ich sag mal so: die Chance, dass er mir gefallen hätte, wäre gestiegen.:D

@slevin:
Mag in deinen Augen so sein, für mich war er sowas nicht mitnichten und nur 'ne einzige Mordbeobachtung, aber es ist schön, mal wieder von dir zu hören.:)


Schlegel

Antwort löschen

Spielbergs bester Film :)


CJ1203

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Steven Spielbergs "München" besticht vordergründig durch eine intelligente Handlung, die den Zuseher zum Denken anregt. Die Geschichte des Israeli Avner, der auserwählt wird das Attentat von München 1972 zu rächen, verlangt von allen Beteilgten alles ab. Sowohl dem Regisseur Spielberg, dem es gelingt, die entscheidende Botschaft am Ende des Films noch einmal kräftigst zu unterstreichen, indem er den Wandel des Hauptprotagonisten Avner zu der Geisel seines Gewissens und seiner Furcht mit dem eigentlichen Attentat von München gegenüberstellt, wie auch den Hauptdarstellern selbst, allen voran Eric Bana, der Avner gekonnt und höchst überzeugend verkörpert, bis zu dem Publikum, das verstehen muss, dass Gewalt niemals mit Gegengewalt vergolten werden kann. Wenn man so tut, wird jeder innerlich zu einem eigenen Avner. Brilliant!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Benni-THE-KING

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

als Action-Thriller äußerst entäuschend.
Als Polit-Thriller auch.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

The_Comedian

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

´Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man dir das nicht erzählt?´
Farin Urlaub

Steven Spielberg entschied sich für ´Munich´ als Titel seines Politthrillers. Selbstverständlich möchte man meinen, denn es handelt schließlich von den terroristischen Aktivitäten während Olympia´72 in der bayrischen Metropole. Man könnte jedoch der Hollywood-Legende eine bewusste Täuschung unterstellen. Eine ausgeklügelte Marketingstrategie anläßlich der Fokussierung auf ein bedeutendes, geschichtliches Ereignis zu unterstellen wäre dabei aufgrund des enormen, weltweiten Bekanntheitsgrades der Regielegende vermessen, von der wahren Botschaft des Filmes abzulenken jedoch eher in Betracht zu ziehen, denn der Titel der (fiktiven) Buchvorlage lautet ´Vengeance´ - und trifft den Kern der Sache auf den Punkt. Schnell wird dem Zuschauer klar, dass ideologische, politische, wirtschaftliche und vorallem profitgierige Interessen längst ein weltweites, verworrenes und undurchschaubares Netz aus Terror und Tod gesponnen haben, in dessen klebrigen Fäden irgendwo als kleines Opferteilchen auch die damaligen Ereignisse aus München auftauchen. Die schonungslose und brutale Darstellung der blutigen Kettenreaktion, welche das olympische Desaster ausgelöst hat, wird von den Machern leider Pro-Israel geführt, wenn auch lediglich anhand der Hauptcharaktere um den ´Anti-Helden´ Eric Bana. Dies ist verständlich, aufgrund dramaturgischer Überlegungen, denn irgendwo muß der Zuschauer nun mal seine Emotionen und seine Anteilnahme lassen, oder? Nein, denn ohne diese Positionierung wäre ´Vengeance´ wohl als Meisterwerk durchgegangen, offenbart es doch (fast) ultimativ die Sinnlosigkeit der weltweiten Vergeltungsspirale, welche seit Jahrhunderten existiert und wohl auch leider niemals enden wird.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hoffman587

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Munich

"München" ist ein brisantes, anspruchsvolles, packendes und spannendes, naja das nur teilweise und ich denke auch nur beim ersten Mal, Drama von Steven Spielberg aus dem Jahre 2005, das auf Fakten beruht, die aber geschickt mit fiktiven Dingen vermischt wurden, so treffen fiktive Figuren auf reale bzw. historische Persönlichkeiten.

Die Story handelt von einem brisanten Thema und wurde so nach historischen Fakten interessant umgesetzt, naja größtenteils, trotzdem gönnt sich Stevie Spielbergo einige künstlerische Freiheiten: Im Jahre 1972 bei den Olympischen Spielen in München nehmen Mitglieder der palästinensischen Terroristenorganisation "Schwarzer September" 11 israelische Sportler als Geiseln und fordern die Freilassung von 200 gefangenen Landsmännern. Als die Befreiungsaktion schief läuft werden alle Athleten sowie 5 der Terroristen getötet. Der Mossad-Agent Avner soll mit einem Team zusammen 11 Verantwortliche aufspüren und liquidieren. Doch diese gezielten Racheakte lösen nur eine weitere Welle der Gewalt aus.
....Gewalt erzeugt Gegengewalt....
....Wer Gewalt sät wird Krieg ernten....

Die Besetzung wurde exquisit ausgewählt mit einem klasse Eric Banna als Avner, der noch im Töten unerfahren ist und mit der Zeit doch an der ganzen Aktion zweifelt, Bana spielt die Rolle mit voller Überzeugung und darf so in echter Hochform bewundert werden, dann überzeugen aber auch noch Daniel Craig als Steve, Mathieu Kassovitz als Robert, Hanns Zischler als Hans und Ciaran Hinds als Carl, der mich neben Bana doch am meisten begeisterte, sodass er so richtig schön glänzen kann, sie alle spielen wichtige Teile des Teams. Neben ihnen gäbe es auch noch gut gespielte Auftritte von Moritz Bleibtreu und einen tollen Auftritt von Geoffrey Rush, aber der ist ja eh immer toll.

Die Regie von Spielberg darf man als ausgezeichnet betiteln, auch wenn ich ehrlich nicht gewusste hätte, dass Spielberg der Regisseur ist, wenn ich es nicht irgendwo gehört oder gelesen hätte, trotzdem ist seine Arbeit recht reif.
Die Kamera ist dazu nur naja nett geraten, sie liefert schöne Hochglanz-Bilder mit einer schicken Optik, dennoch ist das Kamerawackeln unverkennbar, das nervt wirklich, vielleicht soll das ja so sein, mich nervte das nur, einfach schrecklich, zudem stehen diese Wackelszenen im Gegensatz zu einigen, anderen Sequenzen, die sehr sauber gefilmt wurden.

Des weiteren wurden viele Charaktere nur angerissen, sodass sich das Ganze eher auf die Charakterisierung der Hauptfiguren beruft, also auf sie konzentriert und die wurden an sich ganz gut gezeichnet und auch die Dialoge sind erstmal sehr gut und stören nicht.

Dann wird der Film außerdem von einem erstklassigen Score vom großen John Williams untermalt, der zwar nie zu seinen größten Stücken zählen wird, aber trotzdem seine dramatische Stimmung perfekt rüberbringt.
Nebenbei finde ich besonders die Tatsache erstaunlich, dass Spielbergo einen Film mit dem Titel "München" kreierte und wovon er keine einzige Szene dort drehte, finde ich ein bisschen komisch, aber das nur am Rande.
Jedoch enthält das Werk einige, dämonische, wunderbar versüßte und ordentlich gesalzene Längen, die durch die böse Überlänge verursacht werden, vielleicht hat das ja auch andere Gründe, aber davon habe ich keine Ahnung.

Unterm Strich kann man also sagen, dass "München" ein gelungenes, authentisches und sehenswertes Stück Film ist, das besonders stark mit seiner Langatmigkeit zu kämpfen hat.

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

hoffman587

Antwort löschen

Das bezieht sich größtenteils auf seine vorherige Arbeit...


Oskar Gleit

Antwort löschen

Hallo Hoffman587, sieh Dir mal die Reportage "Golda´s Rache" an, dort wird alles rund um das Attentat von München72 und die Folgen erklärt mit zum Teil unveröffentlichten Bildern und Foto´s. Sehr zu empfehlen, wer sich für das Thema Golda Meir interessiert.


guggenheim

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Wer hätte gedacht, dass eine Kritik an einem Film wie "München" sehr kurz gehalten werden kann:

Interessantes Thema, schleppend und unspannend vorgetragen.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

guggenheim

Antwort löschen

Das bedarf einer Erklärung... :)


Oskar Gleit

Antwort löschen

Stimmt, Teilweise sehr unspektakulär inszeniert.


Bodennebel

Kommentar löschen
kein Interesse

Lässt mich gerade im TV vollkommen kalt. Ich schalte während des Films weg. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Ich mag die 70er Optik, aber das war es dann schon. Mehr werd ich nicht schreiben, mehr hab ich nach 40 Minuten ja auch nicht gesehen. Und einen Film zu bewerten, den ich nicht fertig gesehen habe und von dem ich nicht wirklich folgen konnte, wäre unfair. Was mach ich jetzt mit dem angebrochenen Abend?

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

donoctavio

Antwort löschen

ich kann verstehen, wenn man den film, aufgrund seiner längen nicht mag, aber mir gefallen solche, an einem zehrenden filme, die die synapsen zum kollabieren bringen, weil man nicht weiß, wie man damit umgehen soll.
für mich ist der film hervorragende und nicht ganz anspruchslose unterhaltung.


Bodennebel

Antwort löschen

mir gefallen solche filme auch. nur hat da gar nichts an mir gezehrt. außer vielleicht das verlangen zum umschalten. :/
danke wumz, den tip hab ich jetzt aber leider zu spät gelesen. hatte aber einen netten abend mit einem anderen film auf dvd.


bugsb

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Ich finde den Film schrecklich. Kurz zusammengefasst: Name, Komplikationen, Attentat, Name, Komplikationen, Attentat, Name, Komplikationen, Attentat, Name, Komplikationen, Attentat, Name, Komplikationen, Attentat. Die Anschläge werden zu amateurhaft ausgeführt und dann bei tolle, selbst zubereitete Abendessen oder in Strassencafés evaluiert. Dabei ist der Hauptfigur komplett unglaubwürdig als Anführer dieser Gruppe und auch seine Entwicklung ist kaum nach zu vorziehen. Zeitverschwendung!

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Tyler Durden 22

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Handwerklich richtig gut gemacht.
Mit gelungener Einführung in die Handlung und
interressanten Fakten zur Hintergrundgeschichte.
Eric Bana war wohl nie besser.
Aber dafür ist der Film etwas lang geworden und
hat leider einige Längen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

HauntedSaint

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ein rasanter Thriller hätte mir gereicht, dramatische Hinterfragungen zerstören meiner Meinung nach diesen Film.
Trotzdem kein Film, der einfach an einem vorüberzieht.
Auch positiv: Eric Bana.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Interessante Rekonstruktion der Ereignisse, aber von Spielberg hat man schon bessere Filme gesehen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Deine Meinung zum Film München

noch nicht bewertet