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Münchhausen - Kritik
DE 1943 Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Komödie, Fantasyfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 03.03.1943
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Kommentare (8) — Film: Münchhausen
Andy Dufresne Sat, 19 Jan 2013 00:04:44 -0000
Kommentar löschen"In einem werden wir uns nie verstehen:In der Hauptsache.
Sie wollen herrschen, ich will leben!"
Sicher der größte , bombastischste, sicher einer der besten, sicher einer der buntesten, vielfältigsten und fantasievollsten Filme die die UFA hervorgebracht hat.
Für 1943 fast unglaublich propagandafrei, witzig und frech.
Schön hintersinnig auch viele Dialoge, wie zum Beispiel:
-"Um diesen Posten zu bekommen müsstest du meine Religion annehmen."
-"Das geht nicht ."
-"Meine Religion ist die bessere !"
-"Wer will wissen was besser ist, wenn keiner weiß was gut ist ?"
Oder auch kleine Weisheiten wie:
"Vergiss nicht daß das Schicksal uns das Glück nicht schenkt, sondern nur borgt..."
Einer der wichtigsten deutschen Filme mit einem sehr hohen Wiederanschauwert, ein Film der in die Tiefe geht, ganz heimlich und verschmitzt, ganz so wie sein Namensgeber Münchhausen und sein geistiger Vater Erich Kästner.
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Moncineo Sat, 19 Jan 2013 07:57:59 -0000
Antwort löschenIch war als Kind mal ein riesen Fan von einem Münchhausen-Zeichentrickfilm. Der wurde von Harald Juhnke gesprochen. Hab ihn aber nie mehr gesehen und gefunden habe ich ihn hier auch nicht. Weißt Du, welchen ich meine?
Andy Dufresne Sat, 19 Jan 2013 09:26:13 -0000
Antwort löschenNee Du, das sagt mir leider gar nichts :(
Poor Boy Sat, 19 Jan 2013 19:38:29 -0000
Antwort löschenDu gräbst aber auch Sachen hier aus ;-)
Andy Dufresne Sun, 20 Jan 2013 04:20:52 -0000
Antwort löschen"Ostern besagt das man die Wahrheit ins Grab legen kann, das sie aber nicht darin bleiben wird"
Leicht blasphemisch, aber: Ersetzte "Ostern" durch "Münchhausen" und du wirst sehen: Ausgrabung ist angebracht :)
Poor Boy Tue, 22 Jan 2013 18:20:27 -0000
Antwort löschenDie Wahrheit ist irgendwo da draußen ;-) passt vielleicht nicht ganz zum Thema,viel mir aber spontan ein ;-)
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Poor Boy Tue, 22 Jan 2013 18:22:02 -0000
Antwort löschenMünchhausen habe ich das letzte mal vor bestimmt 35 Jahren gesehen.Da gabs noch kein mp ;-)
Andy Dufresne Tue, 22 Jan 2013 18:34:46 -0000
Antwort löschenDer geht echt immer noch! habe den Film jetzt 2 mal gesehen (das erste mal als Kind vor 20 Jahren ca. und eben neulich erst) und er hat viele Anteile die wahrlich zeitlos sind.
Allein schon Albers´ augenzwinkerndes Spiel ist es wert den Film mal wieder zu schauen!
Tobe Berg Sun, 01 Apr 2012 11:41:19 -0000
Kommentar löschenAch ja, die schönen alten Filme! Genau das richtige für einen gemütlichen Sonntag (wie ich ihn gerade eben verbringe).
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ossgewalt Tue, 28 Feb 2012 11:25:41 -0000
Kommentar löschenIch hatte mich auf einen altmodischen Spaß gefreut, naja, altmodisch war der Film. Schade um die phantasievolle Ausstattung.
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philopee Wed, 22 Feb 2012 19:15:38 -0000
Kommentar löschenDa versucht man an einem verschneiten und arschkalten Sonntagnachmittag im Fernsehen einen würdigen Zeitvertreib zu finden und dann sowas. Im altbewährten Gratis-TV-Heftchen meiner Wahl findet sich doch tatsächlich auf 3Sat ein mit 3 Sternen ausgezeichneter Film "Münchhausen" und nebendran der Teil der mich am meisten wundert/schockiert: "D 1943".
Die erste Frage die sich mir stellte war, ob die Jungs bei den Öffentlich-rechtlichen wegen Absatzverlust wieder die alten Riefenstahls auspacken und ob im Abendprogramm dann "Jud Süss" zur besten Sendezeit läuft. Aber tatsächlich sollte sich herausstellen, dass Reichspropagandaminister Goebbels damals tatsächlich den bekannten Roman vom regimefeindlichen Erich Kästner verfilmt haben wollte und dafür auch horende Kosten in Kauf genommen hat. Der Originalroman war der Bücherverbrennung 1933 zum Opfer gefallen, das macht die Entstehungsgeschichte dieses Films umso ersteunlicher. Geplant war das Ganze offensichtlicherweise als Gegenkampagne zu den Großprojekten der Allierten, wie beispielsweise "Der Zauberer von Oz", der vier Jahre vorher in den USA erschien war und großen Erfolg gehabt hatte. Man sieht den ganzen Film hindurch immer wieder Szenen und Einstellungen bei denen man nicht um den Gedanken herum kommt "Münchhausen" sollte eher eine Werkschau für den Fortschritt im deutschen Filmgeschäft sein als ein bloßer Unterhaltungsstreifen. Man bekommt das Gefühl er sollte nach außen hin zeigen, wie auf der Höhe Deutschland auch nach weimarer Zeiten noch in der Filmtechnik ist und dass es seine Vorbildrolle die es in den 20er-Jahren im Stummfilmzeitalter hatte, in keinster Weise eingebüßt hat. Da springt schon mal die Kleidung durchs Zimmer oder ein Glas füllt sich von selbst. Auch der Ritt Münchhausens auf der Kanonenkugel sieht viel fortschrittlicher aus als man es der UFA im kriegszerbombten Deutschland zutrauen würde.
Diese merkwürdigen Umstände machen die 1943-Verfilmung vielleicht zur berüchtigtsten Münchhausen-Verfilmung bis heute. Trotzdem ist es mehr als nur Taktik was diese Verfilmung ausmacht. Der Roman an sich könnte schon sympatischer und klassischer nicht sein, doch schon damals hat man einen Weg gefunden die Gags und Anspielungen auch gelungen in Szene zu setzen. Ganz offensichtlich hat Josef von Báky (Regisseur), der übrigens Jude war, hier auch noch seine persönliche Note mit einfließen lassen. Wüsste ich es nicht besser, könnte ich nie glauben, dass so ein Film unter der Fuchtel von Goebbels entstehen konnte. "Münchhausen" hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen, auch der Schlusstwist lässt den Zuschauer nochmal gut schmunzeln.
Wenn Baron Münchhausen dem Maharaddschah ganz locker seine Haremsfavoritin stiehlt, während er noch nebenher mit den Eunuchen plaudert, oder später ganz lässig feststellt dass man auf dem Mond jeden Tag ein ganzes Jahr altert, so kann man nur froh sein, dass dieser adlige Geselle einfach nicht altert. Die Geschichten vom Baron Münchhausen werden immer weiterleben, so wie er selbst.
Es ist seltsam, sich über die Existenz eines solchen Films zu freuen, waren die Umstände doch so grausam. Das wäre wie wenn man sich über eine Einladung zu einer Beerdigung freut. Doch trotzdem lässt sich festhalten, dass diese Klassikerverfilmung wohl das Beste war, was der Nationalsozialismus hervorgebracht hat. Dafür steht der jüdische Regisseur mit seinem Namen.
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Andy Dufresne Thu, 23 Feb 2012 13:00:48 -0000
Antwort löschenGuter Kommentar!
philopee Thu, 23 Feb 2012 13:25:54 -0000
Antwort löschenVielen Dank (:
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fabel Fri, 24 Feb 2012 11:30:00 -0000
Antwort löschen" Dafür steht der jüdische Regisseur mit seinem Namen."
Da verzichtet man ja glatt auf eine Runde Toilettengang - superb! :)
philopee Fri, 24 Feb 2012 11:41:02 -0000
Antwort löschenWas hat das mit Toilettengang zu tun? :D
Canis Majoris Wed, 11 Jan 2012 22:43:13 -0000
Kommentar löschenEiner der besten deutschen Filme nach Metropolis und vermutlich das Beste, was während des Nationalsozialismus in Deutschland passiert ist.
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keddschabb Mon, 27 Jul 2009 16:39:28 -0000
Kommentar löschenWenn ich mich recht entsinne, haben die Nazis für diesen Film sogar Erich Kästners Schreibverbot aufgehoben, weil er unter Pseudonym mitschreiben sollte. Mir gefällt die Vorstellung, dass irgendein Goebbels-Scherge keinen Ausweg mehr wusste und nach Erich Kästner, dessen Bücher er eben noch mit Freuden hat verbrennen lassen, geschickt hat, damit dieser Monumentalfilm, der als so "kriegswichtig" eingeschätzt wurde, dass man nicht scheitern lassen konnte, auch gut wird. Habe diesen Film gesehen, als ich eigentlich noch zu jung war dafür, nämlich direkt nach seiner Restauration Anfang der 90er. Und trotzdem habe ich noch eine sehr lebhafte Erinnerung, daher bleibt der Film - zumindest für mich - bombastisch!
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FordFairlane Mon, 16 Mar 2009 14:09:36 -0000
Kommentar löschenHabe den Film recht wahre in Erinnerung scheint also nicht besondes gewesen zu sein!
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dAShEIKO Fri, 03 Aug 2007 14:36:13 -0000
Kommentar löschenNur der Guten Alten Zeit willen udn wegen Hans Albers sei es drum. aber im Grunde ist der Film schlecht.
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