Das war er also, mein erste Kontakt mit Lynch. Nach allem was man so hört habe ich eine Mischung aus Kubrick und Nolan erwartet - und was soll ich sagen, überrascht bin ich nun irgendwie schon. Handlungsmäßig cleverer als Nolan (was nun nicht allzu schwer ist, aber trotzdem) und zudem optisch zugänglicher als viele Kubrick-Filme. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie ein Film, dessen Handlung man trotz vieler Interpretationenmöglichkeiten eigentlich nur als diffus bezeichnen kann, so spannend, atmosphärisch und irgendwie auch unheimlich sein kann, wie es "Mulholland Drive" ist. Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, den Film wirklich eher wie ein Rätsel zu betrachten, dass es zu lösen gilt, und verschiedene Abläufe immer wieder versucht neu zu kombinieren. Was das Ganze etwas trübt ist eigentlich nur, dass sich Lynch trotz seiner ebenso seltsamen Lösungshinweise den Vorwurf gefallen lassen muss, ein in sich nicht lösbares Konstrukt erschaffen zu haben, das mehr Fragen aufwirft, als es selber lösen kann (so gesehen gibt es da einige Parallelen zwischen Lynch und "Lost"). Andererseits motiviert "Mulholland Drive" so zum wesentlich öfteren sehen, als das beispielsweise "Memento" macht, der nach einmaliger Auflösung rapide verliert.
Mehr Kunst als Film im eigentlichen Sinne, obgleich man sich darauf einlassen muss und ich größtes Verständnis für jeden habe, der so etwas hasst.
Selten einen treffenderen Kommentar zu einem Lynch-Film gelesen. :>
Finde es auch immer wieder faszinierend, wie es Lynch schafft, derart dichte Atmosphäre und enorme Spannung zu erzeugen auch wenn man eigentlich keine richtige Ahnung hat, was hier eigentlich vor sich geht.
"Was das Ganze etwas trübt ist eigentlich nur, dass sich Lynch trotz seiner ebenso seltsamen Lösungshinweise den Vorwurf gefallen lassen muss, ein in sich nicht lösbares Konstrukt erschaffen zu haben, das mehr Fragen aufwirft, als es selber lösen kann ..."
Ich bin froh, daß Du das geschrieben hast.Hatte ich doch schon befürchtet etwas nicht kapiert zu haben.Jedenfalls kam ich auch zu dem Schluß, daß entweder ein Teil der Handlung innerhalb oder das Ende des Films nicht stimmt, da sie sich einfach nicht miteinander vereinbaren lassen.
Die Athmosphäre ist mal wieder Typisch für Lynch und geht einem wirklich unter die Haut.(Musik von A.Badalamenti, wie bei Twin Peaks, so ganz nebenbei).
Alles in Allem hat es mir wieder einmal gut gefallen, ich hätte aber schon eine logische Lösung vorgezogen.Deshalb nicht unbedingt mein Lieblingswerk des Regisseurs.
Dieser Film ist ein Muss. Zumindest für alle, die den mysteriösen Nervenkitzel lieben, sich gerne auf parapsychologische Pfade begeben und schon immer auf einen anspruchsvollen film noir mit lesbischer Liebeshandlung gewartet haben. Zwar gibt es in Mulholland Drive viele Parallelen zu Lost Highway, dennoch hat David Lynchs jüngstes Meisterwerk, das noch rätselhafter und undurchsichtiger wirkt, einen völlig neuen Charakter.
ich hab versucht lost highway zu verstehen. Aber nach 3 Durchgängen hab ich immer noch keine Ahnung worums eigentlich konkret geht.
Bei den Filmen von David Lynch kann eigentlich jeder ankommen, seine Interpretation auf 10 Seiten schreiben, ne 10.0 Bewertung abgeben und sich dann schlau fühlen.
Und David Lynch kann grinsen weil er mal wieder mit nem Haufen Schwachsinn ordentlich Geld gescheffelt hat.
man muss ihn nicht verstehen, lieber Philopee
man muss ihn einfach nur sehen und gucken was der film mit dir macht ;)....ich kann es immer wieder nur betonen ;)
Und das ist alles auch kein Schwachsinn, das ist wirklich mal eine andersartige Form von Film die (fast) einsam und alleine dasteht
aBer man sollte sich schon drauf einlassen, sonst zerfetzt man jeden Lynch im Handumdrehen ;)
...voralem scheffelt lynch nicht übermäßig viel geld. wenn er das wöllte würde er filme wie bay/emmerich machen. Mulholland Dr. War auch ein Flop. Nachvollziehbar, da der Film sich unzweifelhaft weit, weit vom Mainstream entfernt bewegt..
MULHOLLAND DRIVE spielt mit Kameraeinstellungen, Schauspielerinszenierungen, Genreverweisen und Musik verschiedener Epochen; der Film strotzt vor Einfällen und wunderbaren kleinen Szenen, die für sich selbst stehen. Eine Feier des Kinos.
Jetzt hast du doch wohl nicht Lynch´s Geheimnis gelüftet? Nicht das er wegen dir noch Harz 4 beantragen muss. Nichtdesdotrotz ist Mulholland Drive Lynch bester, abstraktester und chilligster Film geworden.
Einfach grandios! Jede einzelne Szene hat etwas und der Film in seiner Gesamtheit ist ein filmisches Kunstwerk. Es gibt sicher viele Leute, die unzufrieden damit sind, dass es ihnen nicht gelingt die einzelnen "Puzzleteile" des Films zusammen zu setzen, aber ich finde gerade das macht den Film aus. Man überlegt immer und immer wieder, und immer wieder ist man erstaunt wie schwer es einem fällt den Film letztendlich zu verstehen, weil da dann doch eine Kleinigkeit ist die nicht in das von einem selbst entworfene Konzept passt. Ich kann auch nicht sagen, warum mir das jetzt so gefällt, aber alleine die Möglichkeiten die aufkommen, durch die man versucht den Film zu begreifen, sind erstaunlich. Dieser Film ist unterhaltend, spannend, mysteriös, inspirierend und er "fuckt" einem das Gehirn.
s.u.:
"kleine Aha Momente die im Endeffekt doch keine sind"
"so viele Interpretationen im Kopf und keine wirkt mir soweit schlüssig"
"Es wird einem der Zugang zur Handlung und zum großen Ganzen verweigert"
""Aha! Ja nee, bin doch zu dumm [...] Was zur Hölle?"
"und mir etwas zusammenbasteln, was nicht über meinen horizont geht."
"Ich bin mir ja nichtmal sicher ob ich "Mulholland Drive" annähernd verstanden habe."
Durchschnittsbewertung zu genannten Kommentaren: 9,3 (!!!)
WTF?
Was gibt es an den Lynch-Streifen zu verstehen? Der Zuschauer lässt sich zwei Stunden lang verarschen und findet's auch noch geil. DAS versteh ich nicht. Wo liegt die Kunst darin, eine Story zusammenzubasteln, die NICHT in sich schlüssig ist?
Die tumbe Verehrung des Unlogischen erinnert unheimlich an: "Gottes Wege sind unergründlich"...
Sehr schöner Kommentar!
Ein paar Punkte für die zweifelsohne gute Regie sollten zwar drin sein, aber ansonsten wird hier in der Tat der Zuschauer verarscht, bzw. die meisten haben kein Problem damit, ihn nicht zu verstehen und geben drum auch noch hohe Punkte...
Absolut große Filmkunst.
Wer diesen Film einmal gesehen und zu schätzen gelernt hat, will eigetnlich gar nicht mehr zurück zu dem meisten Hollywood Durchfall.
Ich hab den Film jetzt bereits zum dritten Mal gesehen und er fesselt immer und immer wieder aufs neue. Man ist immer wieder kurz davor zu denken "okay jetzt hab ichs fast verstanden" und "achso ist das, ja jetzt weiß ichs" aber so richtig 100% klick macht es einfach nicht.
Noch nie hat mich ein Film so sehr gefesselt, von Anfang bis Schluss soviele Emotionen gebündelt und in einem so wunderbar hässlich schönem film vereint.
Angst, Erotik, Thrill, Spannung, Verwirrung und eben auch kleine Aha Momente die im Endeffekt doch keine sind. All dies bringt Lynch in Mulholland Drive zur Höchstform und lässt einen Zuschauer, wie mich, Stunden und Tage nach dem Schauen nicht mehr los.
Absolut geflasht, ich habe so viele Interpretationen im Kopf und keine wirkt mir soweit schlüssig. Ein atemberaubender Trip. Ich denke, dass beim mehrmaligen schauen mehr und mehr fragen geklärt werden. Dementsprechend kann die Werung steigen...
gesehen, beeindruckt, verwirrt, erregt, gefühlt, gefickt... Anregender Trip durchs eigene Gehirn und durch Lynch's Universum. Es wird einem der Zugang zur Handlung und zum großen Ganzen verweigert und doch ist man mittendrin, ja fast gefangen. Was außer vielen Fragen bleibt ist ein Spektakel großartiger Bilder und eine Atmosphäre, in der man es 2 Stunden gerne aushält. Dann aber nichts wie raus!
"Aha! Ja nee, bin doch zu dumm [...] Was zur Hölle?"
So ziemlich mein Gedankengang im letzten Viertel des Films. Keine Ahnung was genau da jetzt ab ging, aber solange bis ich es heraus gefunden habe, bekommt Mulholland Drive 8 Punkte.
Gerade gesehen. Morgen Abend werde ich mir meinen Stift und ein Blatt packen, den Film nochmal gucken und mir etwas zusammenbasteln, was nicht über meinen horizont geht.
Naja, einen versuch ist es definitiv wert...ich denke nicht, dass ich ihn 100%tig entschlüsseln kann, aber ich werde auf jedenfall klarer durchblicken als nach der ersten sichtung-allein schon weil ich von den ganzen blondienen verwirrt war ;)
Die Blondinen machen doch gerade den Reiz aus ... nein, wahrscheinlich macht gerade eben das "Unentschlüsselbare" den Reiz aus ... wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg :)
Ja, lass mal hören, wie sich die Geschichte der Meinung nach aufdröselt! ;o) Also ich hasse Dinge, die ich gewillt bin zu verstehen, aber beim besten Willen nicht kapiere. Daher hat es dieses "Werk" auch bei mir zum Hassfim geschafft!
Heute schaff ichs nichtmehr, da mein programm heute 100%tig aus rtl2 besteht so dumm es sich anhört.
Bulletproof monk, butterfly effect und the thing will ich mir nicht entgehen lassen (;
Ich muss sagen, dass ich bisher rregelrecht begeistert von butterfly effect bin :)
Mal sehen ob the Thing das noch toppen kann...
Aber du hast recht, ein ungewöhnlich gutes programm!
Da geht es dir dann ähnlich wie mir. Ich habe den Film jetzt auch schon 2x gesehen und noch keinen Kommentar dazu abgelassen, weil ich gar nicht genau weiß, wie ich das beschreiben soll und normalwerweise fehlen mir selten die Worte.
...ach... und Malancholia ist dann so anders? Ich habe den Eindruck dein Kunstverständnis ist nicht gerade stringent. Das kann ein Zugangs- oder Verständnisproblem sein. (und das ist jetzt nicht despektierlich gemeint) Nur ist es schon auffallend, dass du einem Künstler einesreits künstlerischen Gehalt mal zu- und mal komplett absprichst.
Wie sieht es mit Lynch aus? Gibt es da bei dir auch Differenzen?
Ähm… Ja.
Sowas hab ich auch noch nicht erlebt – ein Film, der Szene für Szene brillant abgedreht ist, am Schluss aber einfach aufhört, ohne auch nur einmal mit dem Zaunpfahl zu winken, was denn jetzt die Auflösung sein könnte . Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm, um dieses Gewirr zu durchschauen. Auf jeden Fall sitze ich grade absolut ratlos in meinem Sessel – einerseits beeindruckt und gefesselt, andererseits beständig mit dem Kopf schüttelnd.
So angestrengt habe ich wohl noch nie während eines Films nachgedacht. Aber immer, wenn ich auf eine einigermaßen sinnvolle Erklärung für das, was grade aufm Bildschirm passierte, gekommen war, dreht Lynch die Handlung mal bequem um 180 Grad und ich sitz wieder da wie ein Depp.
Es ist schon eine große Leistung, wenn ein Regisseur es schafft, mich durch meine eigene Ahnungslosigkeit zu beeindrucken.
Mulholland Drive ist kein Spaß. Trotz der erdrückend intensiven Handlung, der zum Denken anregenden Irrungen und Wirrungen und der ganz eigenen Erzählweise – also eigentlich allem, was ich bei Filmen liebe – könnte ich nicht sagen, das Anschauen genossen zu haben. Dafür hat der letzte kleine Angriffspunkt gefehlt, um wirklich in die Handlung reingezogen zu werden.
Aber wahrscheinlich reicht einmal Schauen hier sowieso nicht aus – Lynch verlangt dem Zuschauer höchste Aufmerksamkeit ab und ich bin der Typ, der wichtige Kleinigkeiten bei der ersten Sichtung gerne mal übersieht. Vielleicht fällts mir auch deswegen so schwer, zumindest eine einigermaßen verständliche Linie ins Geschehen zu kriegen.
Vorerst kann ich dem Film daher auch „nur“ 7,5 Punkte geben. Mein Gefühl sagt mir, dass er mehr verdient hätte, aber bevor mein Verstand nicht mehr Durchblick herstellen konnte, wird er mir keine höhere Wertung erlauben.
Alter Schwede, mein erster Lynch und ich bin komplett sprachlos. Es fällt mir schwer diese ca. 140 Minuten voller einprasselnder Eindrücke auch nur ansatzweise in Worte zu fassen. Ich bin mir ja nichtmal sicher ob ich "Mulholland Drive" annähernd verstanden habe. Mein Kopf hört nicht auf zu rattern - eine Zweitsichtung muss her! Einer der ganz wenigen Filme dich ich als "mind-blowing" betiteln würde. Trotzdem erlaube ich mir bereits die Höchstwertung zu vergeben und eventuell wird er demnächst zu einem neuen Lieblingsfilm avancieren.
Man ich beneide dich. :( Hab mir das erhofft was du bekommen hast und mich hat der Film überhauptnicht angesprochen, eher gelangweilt. Ich lass erstmal die Finger von Lynch
Mit „Mulholland Drive“ lieferte David Lynch wohl einen seiner besten Filme ab, wenn nicht sogar seinen besten. Für mich persönlich jedenfalls, ist Lynch's verstörender Trip zu den Schattenseiten Hollywoods mein absoluter Liebling unter seinen Kino-Werken. Vielleicht auch deswegen, weil sich in dieses typisch gestörte und irre Lynch- Universum etwas Ordnung bringen lässt. Auch wenn einige Details trotzdem verschlossen bleiben, so kann man den Film doch gut sortieren und einordnen, um auf eine relativ vernünftige Lösung zu kommen.
Aber nicht nur das begeistert mich. Schon alleine die Geschichte ist ein extrem spannendes und fast schon unheimliches Erlebnis, welches einen nicht mehr los lassen will. Auch die Atmosphäre hätte nicht besser getroffen werden können und wenn sich dann sogar noch ein Hauch Erotik einschleicht (man denke nur an die Szene beim Vorsprechen), hat der Streifen eine elektrisierten Wirkung, die nur ein Lynch erschaffen kann.
Auch wenn sich noch vieles in „Mulholland Drive“ hineininterpretieren lässt, so verschließt sich der Film nie ganz seinem Zuschauer. Nach mehrmaligen Sichtungen gewinnt man immer ein bisschen mehr Erkenntnis dazu. Und wie schon gesagt, mein absoluter Lieblings -Lynch!!!
Mein zweiter Lynch (nach "Wild at Heart") und ich bin wirklich begeistert. Ich hatte lange Zeit Bedenken weil ich mit solch surrealen Stoffen nicht sonderlich viel anfangen konnte. Bei "Mulholland Drive" bleibt dieser Teil aber in sehr überschaubarem Rahmen, was ich persönlich als sehr angenehm empfand.
Mulholland Drive ist für mich ausgesprochen schwer zu beschreiben. Es ist eine Art Psychothriller der unglaublich gut verschiedene Geschichten die auf mehreren Ebenen funktionieren verbindet. Zumindest ist das eine der 1000 Theorien die es über diesen Film gibt. Allein die Tatsache das über diesen Film schon ganze Abhandlungen mit Deutungen und Symbolerläuterungen geschrieben worden sind, finde ich schon beeindruckend.
Leichter Spoileralarm: Ich bin auch ein Anhänger der Theorie das die ersten 2/3 des Films ein Traum von Betty/Diane waren und erst gegen Ende die Realität gezeigt wird. Am Ende des Films ist man ein wenig frustriert und weiß den Film und die Geschichte nicht einzuordnen, da er offensichtlich keine gültige Auflösung bietet. Dem ist auch so. Man kann viel interpretieren und eigene Theorien zusammendichten. Danach im Internet manch mehr oder weniger plausible "Lösungsansätze" zu lesen, schafft plötzlich ein ganz neues Bewusstsein und man erkennt bestimmte Hinweise und Zusammenhänge.
Wie erwähnt, ich bin kein Freund von besonders surrealen Stoffen und allgemein auch ein Freund von etwas "leichterer" Filmkost, aber "Mulholland Drive" ist schlichtweg genial und fordert den Zuschauer in sehr großem Maße. Man muss sich darauf einlassen, wenn man dies tut, bekommt ein ganz tolles Filmerlebnis das einen so schnell nicht mehr loslässt.
Dieser Film ist wie ein Virus. Und das meine ich in absolut positiven Sinne. Nachdem ich ihn gesehen hatte, hat er sich ihn meinem Kopf festgesetzt und ich hab ihn nicht mehr rausbekommen. Ich konnte an gar nichts anderes mehr denken und hab ständig nur den Film in meinem Kopf zirkulieren lassen.
Anfangs war ich eher enttäuscht weil ich schon im letzten Drittel angefangen hatte zu vermuten, dass der gute Herr Lynch mich hier ganz auf mich allein gestellt lässt. Was er auch getan hat und genau dafür möchte ich ihm danken. Ich hätte mich wahrscheinlich nicht so sehr mit dem Film beschäftigt, wenn ich ihn von Anfang an verstanden hätte.
Und Ich will gar nicht viel über irgendwelche Story Details verraten, sondern empfehle eher sich dieses Stück film anzusehen und sich damit zu beschäftigen. Weil es ganz einfach genial ist.
Vielen Dank nochmal an David Lynch.
Selten hat mich ein Film derart beschäftigt und gefesselt. Hier irgendetwas zu interpretieren bringt sowieso nichts, einfach wirken lassen. Ich habe schlicht und ergreifend Angst vor Mulholland Drive und davor, dass die Kreatur hinter dem Cafe mich nachts holt wenn ich ihm nicht 10 Punkte gebe :)
(Teil 2 der interpretierten Trilogie der interpretierbarsten Lynch-Filme)
Mein erster Lynch=Meine erinnerungswürdigste Erstsichtung.
Zweieinhalbstunden die aus einem Menschen nun ein ganzes Stück mehr Film-Junkie machten. Einem werden plötzlich die Stielmittel viel bewusster. Der rote Faden muss auch nicht immer sein, was mich damals noch in „2001“ schon fast wahnsinnig machte. „Mulholland Drive“ habe ich blind ausgeliehen und es war nicht so, dass ich nicht von Anfang an beeindruckt war. Im Gegenteil. Es war nur halt etwas womit ich so nicht gerechnet habe. Das einzige was ich über den Herren Lynch wusste, war, dass seine Filme manchmal nun ja ... etwas verwirrend sein sollen. Aber das wurde schließlich auch über „Memento“ gesagt, den ich auf anhieb so ungefähr verstanden hatte. Also gut zuschauen, gut zuhören, dann klappt das schon. Das Problem dabei ist nur -wie so oft - dass ich den Fokus auf extrem unwichtige Dinge lege und so mir die einfachsten Sachen nicht mehr zusammenreimen kann. Zum Beispiel viel mir deswegen ganz besonders auf, dass der Cowboy und der Mann, der dem Monster begegnet, auch mal durch den Hintergrund laufen. Dann war aber die zweite Sichtung nicht nur um einiges schlüssiger, weil ich erfahrener an die Sache ging, sondern, da ich mir sagte: Den kannst du sowieso nicht verstehen. Soll nur zum erleben da sein. Fühlt sich ja auch nicht schlecht an. Denn nach der Erstsichtung war meine erste Aktion - nach dem ich eine Weile regungslos im Bett lag und darüber nachdachte, ob da nicht doch was war, was das ganze wieder logisch machte - der Weg ins Internet zu Wikipedia und traute meinen Augen nicht. Der Regisseur sagt nichts zu der korrekten Auflösung, aber gibt - mir in diesem Moment völlig fragwürdige - Tipps zu Auflösung. Dann sah ich jede Menge Seiten mit Interpretationen etc. und war aber erstmal zu müde um mir das alles durchzulesen und erstmal wollte ich die auch nicht lesen, denn das war meine Erfahrung, die ich mir nicht von irgendwelchen Meinungen umdenken lassen muss. Irgendwann lieh ich mir die DVD dann doch noch einmal aus und plötzlich bekam ich die ersten Eindrücke, worum es überhaupt geht. Und mir wurde schließlich mehr und mehr klar wovon uns der gute Mann erzählt. Mir leuchtete diese Verbindung zwischen Teil 1 & Teil 2 deutlich klarer. Die Unterschiede, die Deja Vu´s, die dann auf so brillante Weise umgedreht werden. Wenn dann aufeinmal Naomi Watts den Satz: „We don´t stop here.“ ausspricht habe ich vor Freude bei dieser Genialität, als auch dem Erkennen der Ähnlichkeit gejauchzt..
Doch „Mulholland Drive“ wurde nach der Zweitsichtung noch mal um einiges stärker, besonders nachdem ich mir doch noch Interpretation(en) durchlas. Die einfachste und allseits bekannteste bleibt einfach die Traumdeutung. Hollywood ist mal wieder DER Ort der gefallenen Träume und der Grund weswegen man sich doch lieber hinein in eine Welt, in der man eine Hollywood-Newcomerin ist, reinfantasiert, die wieder alle Möglichkeiten hat aufzusteigen, empfohlen zu werden und oben drein kommt man tollsten Menschen zusammen. Da wird einfach der Name, nein, der komplette Charakter so umgebügelt, wie es sein soll.
Besonders dabei ist auch, wie der Traum dargestellt ist. Wie aufeinmal alles zufällig nacheinander abläuft, wie es sein soll. Auch ist es beeindruckend, wie uns Lynch den Traum erzählt. So langsam plätschernd, wie sich die Teile der Story gleichzeitig ereignen und die Geschichte langsam aufbauen und sich das Szenario länger anfühlt, als es ist, was ja im echten Traum auch der Fall ist. So wirkte beim ersten Mal die erste Hälfte eindeutig weniger surrealistisch, als die zweite, doch heute ist es andersrum. Dieses schrille, sonnige Hollywood, was aussieht wie in irgendwelchen Werbe-Prospekte, ist total strange oder sollte ich sagen stranger, während das stressige, nervige, demütigende und voller Abgründe zugepackte zweite Hälfte bitter, authentisch und deswegen plötzlich real wirkt, wenn man mal die Wahnvorstellungen ganz am Ende weglässt.
Letztlich gibt es aber einige Elemente, wie der Würfel, das Monster, welche ich nicht erklären kann und bei denen ich nie nach einer Erklärung gesucht habe. Aber das macht es aus. Die düsteren Geheimnisse, die David Lynch in mitten von Hollywood geistern lässt. Sie sind immer noch irgendwo tief verborgen und müssen noch schlüssig erläutert werden - oder auch nicht. Denn „Mulholland Drive“ muss man nicht immer erklären. Es gibt genug Gründe den Film auch einfach zu erleben. Ob sich über die Diskussion über „the girl“ zu amüsieren oder sich nicht im Silencio Club fragen, was gefühlt, beobachtet und gewonnen wird, sondern dieses einmalige Gefühl, was es bei dieser faszinierenden Szene gibt, einfach auf sich wirken lassen.
„Mulholland Drive“ nahm mich inzwischen schon auf acht audiovisuelle Über-Erfahrungen, die wirklich immer(!) ein Erlebnis für sich selbst waren. Und bald noch mal!
@hoffi: Danke! Hast Recht.
@Oldboy: Ich beneide dich ja ein bisschen dafür, den noch nicht gesehen zu haben. Dir steht eine tolle Zeit bevor. Und nicht vergessen: Einfach wirken lassen, den Rest erledigt dann der Film. :)
Lieblingsfilme gibt es nach Erstsichtungen bei mir eigentlich nicht mehr. Der einzige, der direkt geherzt wurde und es nie wieder runter geschafft hat ist Magnolia.
Spoiler
Imo: In der Box hat Bettys Unterbewusstsein den Mord an Rita "verdrängt". Der Traum endet damit,dass die Box geöffnet wird. Das Monster ist die Personifizierung von Bettys tiefstem Unterbewusstsein. Ihm gehört die Box. Die Szene hinterm Winkies: Betty träumt wie der Typ voller Angst versucht dahin zu gehen, wo das Monster ist. Er stirbt. Das zeigt Bettys Angst vor ihrem eigenen Unterbewusstem.
Später sieht man wie aus der Box die Eltern rauskommen um als "Gewissen" Betty zum Selbstmord zu verleiten.
Schöner Kommentar,echt geiler Film. Suche verzweifelt nach ähnlichen. Nehme gerne Tipps an ;)
Ich hefte mich an meinen Vorredner dran: Würde auch gerne Empfehlungen zu ähnlichen Filmen bekommen!
Danke übrigens für deine Meinung zum Film, ich denke, ich muss ihn mir noch öfters anschauen. Habe gerade eine halbe Stunde nachgedacht und mir sind schon soviele Dinge bewusst geworden, denen ich anfangs noch keinerlei Beachtung schenkte. Und thanks für den Hinweis mit Wikipedia - AYAYAY, bis ich die 10 Tipps von Monieur Lynch am Film rausgefunden habe brauch ich bestimmt noch viele Anläufe.
Wunderbarer Film! Endlich mal ein Film, der komplett offen für Interpretationen bleibt und nicht so engständig mit einem 'vorgegebenen' offenen Ende aufhört.
Probier Eraserhead.
Da wird dir auch einiges an Interpretationsmöglichkeit gegeben:
Was macht der 'Mann im Planet'?
Was soll 'das Mädchen in der Heitzung'?
Was soll der Albtraum von Henry, der dem Film seinen Namen gibt?
Was passiert am Anfang mit dem Hähnchen?
Unmöglich zu beantworten, außer vielleicht für Lynch selber.
Er hat selbst gesagt, dass er viele Interpretationen zu dem Film gehört habe, dass aber keine davon auch nur annährend seine Interpretation wiederspiegelt.
Naja, Lynch ist halt Lynch, man muss nicht immer alles verstehen, es kommt auch auf die unglaublich dichte Atmosphäre an, die er während seinen Filmen aufbaut!
Interessant, dass man Eraserhead nicht entschlüsseln konnte. Bei Mulholland Drive hatte ich ja schon gleich in die richtige Richtung gedacht, aber bei Eraserhead ging gar nichts, keine zusammenhängende Interpretation möglich gewesen.
Hatte mal eine Interpretation dazu gelesen und fand die Erklärungen ziemlich abgefahren. Imo etwas zu abgefahren, deshalb würde ich nicht die volle Punktzahl geben. Scheint mir aber sein Opus Magnum zu sein, da hier sein Stil überdeutlich heraussticht (wobei ich auch nocht nicht alle Lynch Filme gesehen habe).
Was kann man über einen Film sagen, der selbst so vieles ungesagt lässt?
Ich muss mich einmal mehr vor David Lynch verneigen, was er da geschaffen hat ist ein absolut einzigartiges Kunstwerk! Ein Erlebnis für jeden, der sich auf David Lynchs abgedrehte, faszinierende Welt einlassen kann. Für jeden, der einen Film in erster Linie erleben und weniger verstehen möchte. Für jeden, der Film noch als das versteht was es ist: Nämlich als Kunstform.
Ich habe von Mulholland Drive ehrlich gesagt nicht weniger als ein Meisterwerk erwartet, eine Einstellung, die eigentlich keinem Film förderlich ist, aber verdammt David, du hast mich wieder einmal nicht enttäuscht!
Mulholland Drive ist in der Tat eine inszenatorische Meisterleistung! Was eine Atmosphäre die Lynch hier schafft! Er schafft es wieder einmal den Zuschauer in eine ganz andere Welt zu entführen, in eine düstere, bedrohliche Welt, in der die Grenzen zwischen Traum und Realität immer mehr verschwimmen. Und dabei liegt die ganze Zeit dieser schon leicht verrostete Hollywood-Flair über dem Film, der den Zuschauer förmlich betäubt und ihm die Illusion gibt es könne sich doch noch alles zum Guten wenden.
Doch wer Lynch kennt weiß, dass er nicht an einer einfachen, universellen Lösung interessiert ist und so bleibt auch Mulholland Drive in erster Linie ein großes, faszinierendes Rätsel. Man kann versuchen den Film zu interpretieren und es wird wohl annähernd so viele verschiedene Meinungen über die Bedeutung des Films geben wie Zuschauer selbst.
Man muss es aber nicht zwingend, um fasziniert zu sein von dieser anderen Welt, von den Charakteren, der kryptischen Symbolik im Film. Und das ist wohl David Lynchs größte Leistung! Nur wenige schaffen es ein derart komplexes und verschlüsseltes Werk so spannend in Szene zu setzen, dass man gar nicht anders kann als zweieinhalb Stunden lang gebannt auf den Bildschirm zu blicken.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber Mulholland Drive gehört einer aussterbenden Art an, der Art Film, die in erster Linie erlebt und erst in zweiter Linie verstanden werden möchte. Wirklich schade, dass man heute den Anschein hat, der Zuschauer wolle alles lieber mundgerecht serviert bekommen und, dass Filme ein für alle universell zufriedenstellendes Ende haben müssen.
Dass es auch anders geht zeigt Mulholland Drive. Dafür kann ich Herrn Lynch nur danken! Danke für diesen großartigen Film, danke, dass du mich wieder erinnert hast warum ich Filme so sehr liebe David!
Der Film beinhaltet für meinen Geschmack zu viel Interpretationsspielraum, nach und nach wird die Story zu einem pseudointellektuellen Geplänkel. Inhaltlich geht es ja im Grunde nur um Eifersucht, was Traum oder Realität ist lasst der Film aber völlig offen. Für mich ist das, wie es auch andere hier sehen, eher kein Film. Im besten Fall ein verfilmtes Unterbewusstsein?
Mulholland Drive kann man eigentlich nicht verstehen, man muss es einfach so akzeptieren.
Der Weg ist wohl das Ziel. Und dieser Weg ist mit das Beste was ich je in einem Film gesehen habe.
Wie ein Lied seiner Lieblingsband, das man sich immer und immer wieder anhören kann und es einem jedes verdammte mal Gänsehaut bereitet.
Ich weiss nicht wie oft ich diesen Film schon gesehen habe...
Hätte es nie und nimmer gedacht, aber der Film hat es geschafft und mich total verblüfft. Nach den Sachen, die ich so gehört hatte, zögerte ich lange bis ich dann doch endlich meinen ersten Lynch sah.
Der erste Teil fängt noch relativ linear und kaum verwirrend an. Dennoch hat man einige Fragezeichen und passt konzentriert auf. Der Film ist handwerklich ausgezeichnet gemacht und die entstehende Atmosphäre trägt dazu bei, dass dieser Teil, obwohl relativ unspektakulär, kurzweilig ist. Einige Szenen erinnerten mich an Tarantino. Einfach nur geil gemacht alles.
Der zweite Teil (ab der Show im Silencio) ist purer Mindfuck - wie in einer Magiershow ohne billigem Trick. Man hat das Gefühl, dass in einem tausend Gedanken gleichzeitig aufkommen - man mag es kaum glauben, aber genau dies machte das großartige Filmerlebnis aus. Dazu kommen natürlich die Zeit nach dem Film, in der man versucht alles zu sortieren um eine Erklärung zu finden.
Das war mein erster Lynch und ich hoffe, dass die nächsten genau so gut werden.
Weiss jemand was es mit der Gestalt hinter dem Restaurant auf sich hatte?
Es macht irgendwie doch alles Sinn. Der Film zeigt Genialität und gehört mittlerweile sicher zu meinen All-time-Favs. Je mehr man über den Film nachdenkt und die Hinweise erkennt, umso besser wird er.
Lost Highway und Eraserhead haben mich leider etwas enttäuscht. Die sind mir ein Stück zu surreal und abgedreht. Mullholland drive hingegen ist vollgepackt mit Hinweisen und die Interpretation ist noch relativ schlüssig und einfach.
Mulholland Drive - Kritik
US/FR 2001 Laufzeit 146 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 03.01.2002
Kritiken (5) — Film: Mulholland Drive
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenDas war er also, mein erste Kontakt mit Lynch. Nach allem was man so hört habe ich eine Mischung aus Kubrick und Nolan erwartet - und was soll ich sagen, überrascht bin ich nun irgendwie schon. Handlungsmäßig cleverer als Nolan (was nun nicht allzu schwer ist, aber trotzdem) und zudem optisch zugänglicher als viele Kubrick-Filme. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie ein Film, dessen Handlung man trotz vieler Interpretationenmöglichkeiten eigentlich nur als diffus bezeichnen kann, so spannend, atmosphärisch und irgendwie auch unheimlich sein kann, wie es "Mulholland Drive" ist. Mehrmals habe ich mich dabei ertappt, den Film wirklich eher wie ein Rätsel zu betrachten, dass es zu lösen gilt, und verschiedene Abläufe immer wieder versucht neu zu kombinieren. Was das Ganze etwas trübt ist eigentlich nur, dass sich Lynch trotz seiner ebenso seltsamen Lösungshinweise den Vorwurf gefallen lassen muss, ein in sich nicht lösbares Konstrukt erschaffen zu haben, das mehr Fragen aufwirft, als es selber lösen kann (so gesehen gibt es da einige Parallelen zwischen Lynch und "Lost"). Andererseits motiviert "Mulholland Drive" so zum wesentlich öfteren sehen, als das beispielsweise "Memento" macht, der nach einmaliger Auflösung rapide verliert.
Mehr Kunst als Film im eigentlichen Sinne, obgleich man sich darauf einlassen muss und ich größtes Verständnis für jeden habe, der so etwas hasst.
Kritik im Original 35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Joeyjoejoe17 2011/09/21 23:11:28
Antwort löschenSelten einen treffenderen Kommentar zu einem Lynch-Film gelesen. :>
Finde es auch immer wieder faszinierend, wie es Lynch schafft, derart dichte Atmosphäre und enorme Spannung zu erzeugen auch wenn man eigentlich keine richtige Ahnung hat, was hier eigentlich vor sich geht.
Alle 3 Antworten zeigen
Hitmanski 2011/11/20 19:19:56
Antwort löschenLiebe auf den zweiten Blick :)
Andropoli 2011/11/30 22:15:36
Antwort löschen"Was das Ganze etwas trübt ist eigentlich nur, dass sich Lynch trotz seiner ebenso seltsamen Lösungshinweise den Vorwurf gefallen lassen muss, ein in sich nicht lösbares Konstrukt erschaffen zu haben, das mehr Fragen aufwirft, als es selber lösen kann ..."
Ich bin froh, daß Du das geschrieben hast.Hatte ich doch schon befürchtet etwas nicht kapiert zu haben.Jedenfalls kam ich auch zu dem Schluß, daß entweder ein Teil der Handlung innerhalb oder das Ende des Films nicht stimmt, da sie sich einfach nicht miteinander vereinbaren lassen.
Die Athmosphäre ist mal wieder Typisch für Lynch und geht einem wirklich unter die Haut.(Musik von A.Badalamenti, wie bei Twin Peaks, so ganz nebenbei).
Alles in Allem hat es mir wieder einmal gut gefallen, ich hätte aber schon eine logische Lösung vorgezogen.Deshalb nicht unbedingt mein Lieblingswerk des Regisseurs.
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDieser Film ist ein Muss. Zumindest für alle, die den mysteriösen Nervenkitzel lieben, sich gerne auf parapsychologische Pfade begeben und schon immer auf einen anspruchsvollen film noir mit lesbischer Liebeshandlung gewartet haben. Zwar gibt es in Mulholland Drive viele Parallelen zu Lost Highway, dennoch hat David Lynchs jüngstes Meisterwerk, das noch rätselhafter und undurchsichtiger wirkt, einen völlig neuen Charakter.
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenDavid Lynch muss man lieben oder hassen.
Ich hasse ihn!
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
philopee 2010/05/22 23:20:27
Antwort löschenich hab versucht lost highway zu verstehen. Aber nach 3 Durchgängen hab ich immer noch keine Ahnung worums eigentlich konkret geht.
Bei den Filmen von David Lynch kann eigentlich jeder ankommen, seine Interpretation auf 10 Seiten schreiben, ne 10.0 Bewertung abgeben und sich dann schlau fühlen.
Und David Lynch kann grinsen weil er mal wieder mit nem Haufen Schwachsinn ordentlich Geld gescheffelt hat.
trustme 2010/07/05 09:53:39
Antwort löschenrecht hast du!
fabel 2010/09/28 16:13:09
Antwort löschenman muss ihn nicht verstehen, lieber Philopee
man muss ihn einfach nur sehen und gucken was der film mit dir macht ;)....ich kann es immer wieder nur betonen ;)
Und das ist alles auch kein Schwachsinn, das ist wirklich mal eine andersartige Form von Film die (fast) einsam und alleine dasteht
aBer man sollte sich schon drauf einlassen, sonst zerfetzt man jeden Lynch im Handumdrehen ;)
philopee 2010/09/28 19:08:41
Antwort löschenNimms mir nicht zu übel das habe ich vor 4 Monaten geschrieben. ;)
fabel 2010/09/28 19:12:32
Antwort löschennein, ich bin nicht nachtragend..keine Panik ;)
philopee 2011/06/13 00:28:59
Antwort löschenGerade gesichtet, ich nehme meine Aussage vollkommen zurück!
Alle 8 Antworten zeigen
bunzel 2011/06/25 18:33:12
Antwort löschen...voralem scheffelt lynch nicht übermäßig viel geld. wenn er das wöllte würde er filme wie bay/emmerich machen. Mulholland Dr. War auch ein Flop. Nachvollziehbar, da der Film sich unzweifelhaft weit, weit vom Mainstream entfernt bewegt..
Trommlarin 2011/08/11 19:59:59
Antwort löschenWar er ein Flopp? Wusste ich gar nicht! Na ja, einfache Filme kommen halt besser an, ne?
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenMULHOLLAND DRIVE spielt mit Kameraeinstellungen, Schauspielerinszenierungen, Genreverweisen und Musik verschiedener Epochen; der Film strotzt vor Einfällen und wunderbaren kleinen Szenen, die für sich selbst stehen. Eine Feier des Kinos.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenAtmosphärisch dichtes Verwirrspiel: Drehe einen Streifen chronologisch, zerfetze ihn am Schneidetisch und lass die Zuschauer im Dunklen.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
stalker 2009/07/03 00:11:12
Antwort löschenDas trifft es nicht ganz, oder?
alviesinger 2009/07/03 13:59:07
Antwort löschenDoch, schon.
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Liam Quinn 2009/07/03 19:03:48
Antwort löschenJetzt hast du doch wohl nicht Lynch´s Geheimnis gelüftet? Nicht das er wegen dir noch Harz 4 beantragen muss. Nichtdesdotrotz ist Mulholland Drive Lynch bester, abstraktester und chilligster Film geworden.
patcharisma 2009/07/04 02:21:52
Antwort löschenDas Schlimmste daran ist die gestrrrrrrrrrrrrretchte Filmlänge ....
Kommentare (154) — Film: Mulholland Drive
Kommentar schreibenbjorn.holler 2012/05/20 04:47:58
Kommentar löschenEinfach grandios! Jede einzelne Szene hat etwas und der Film in seiner Gesamtheit ist ein filmisches Kunstwerk. Es gibt sicher viele Leute, die unzufrieden damit sind, dass es ihnen nicht gelingt die einzelnen "Puzzleteile" des Films zusammen zu setzen, aber ich finde gerade das macht den Film aus. Man überlegt immer und immer wieder, und immer wieder ist man erstaunt wie schwer es einem fällt den Film letztendlich zu verstehen, weil da dann doch eine Kleinigkeit ist die nicht in das von einem selbst entworfene Konzept passt. Ich kann auch nicht sagen, warum mir das jetzt so gefällt, aber alleine die Möglichkeiten die aufkommen, durch die man versucht den Film zu begreifen, sind erstaunlich. Dieser Film ist unterhaltend, spannend, mysteriös, inspirierend und er "fuckt" einem das Gehirn.
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Habborianer 2012/05/05 14:03:39
Kommentar löschens.u.:
"kleine Aha Momente die im Endeffekt doch keine sind"
"so viele Interpretationen im Kopf und keine wirkt mir soweit schlüssig"
"Es wird einem der Zugang zur Handlung und zum großen Ganzen verweigert"
""Aha! Ja nee, bin doch zu dumm [...] Was zur Hölle?"
"und mir etwas zusammenbasteln, was nicht über meinen horizont geht."
"Ich bin mir ja nichtmal sicher ob ich "Mulholland Drive" annähernd verstanden habe."
Durchschnittsbewertung zu genannten Kommentaren: 9,3 (!!!)
WTF?
Was gibt es an den Lynch-Streifen zu verstehen? Der Zuschauer lässt sich zwei Stunden lang verarschen und findet's auch noch geil. DAS versteh ich nicht. Wo liegt die Kunst darin, eine Story zusammenzubasteln, die NICHT in sich schlüssig ist?
Die tumbe Verehrung des Unlogischen erinnert unheimlich an: "Gottes Wege sind unergründlich"...
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Habborianer 2012/05/05 14:07:49
Antwort löschenAch ja:
...und die hohen Bewertungen lassen mich immer ein bisschen an "Des Kaisers neue Kleider" denken.
FumerTue 2012/05/26 14:46:58
Antwort löschenSehr schöner Kommentar!
Ein paar Punkte für die zweifelsohne gute Regie sollten zwar drin sein, aber ansonsten wird hier in der Tat der Zuschauer verarscht, bzw. die meisten haben kein Problem damit, ihn nicht zu verstehen und geben drum auch noch hohe Punkte...
Cepete 2012/04/20 16:00:09
Kommentar löschenAbsolut große Filmkunst.
Wer diesen Film einmal gesehen und zu schätzen gelernt hat, will eigetnlich gar nicht mehr zurück zu dem meisten Hollywood Durchfall.
Ich hab den Film jetzt bereits zum dritten Mal gesehen und er fesselt immer und immer wieder aufs neue. Man ist immer wieder kurz davor zu denken "okay jetzt hab ichs fast verstanden" und "achso ist das, ja jetzt weiß ichs" aber so richtig 100% klick macht es einfach nicht.
Noch nie hat mich ein Film so sehr gefesselt, von Anfang bis Schluss soviele Emotionen gebündelt und in einem so wunderbar hässlich schönem film vereint.
Angst, Erotik, Thrill, Spannung, Verwirrung und eben auch kleine Aha Momente die im Endeffekt doch keine sind. All dies bringt Lynch in Mulholland Drive zur Höchstform und lässt einen Zuschauer, wie mich, Stunden und Tage nach dem Schauen nicht mehr los.
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CoOLik 2012/04/19 23:20:49
Kommentar löschenAbsolut geflasht, ich habe so viele Interpretationen im Kopf und keine wirkt mir soweit schlüssig. Ein atemberaubender Trip. Ich denke, dass beim mehrmaligen schauen mehr und mehr fragen geklärt werden. Dementsprechend kann die Werung steigen...
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Felix Frost 2012/04/19 22:38:41
Kommentar löschengesehen, beeindruckt, verwirrt, erregt, gefühlt, gefickt... Anregender Trip durchs eigene Gehirn und durch Lynch's Universum. Es wird einem der Zugang zur Handlung und zum großen Ganzen verweigert und doch ist man mittendrin, ja fast gefangen. Was außer vielen Fragen bleibt ist ein Spektakel großartiger Bilder und eine Atmosphäre, in der man es 2 Stunden gerne aushält. Dann aber nichts wie raus!
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Azazil 2012/04/13 02:12:56
Kommentar löschen"Aha! Ja nee, bin doch zu dumm [...] Was zur Hölle?"
So ziemlich mein Gedankengang im letzten Viertel des Films. Keine Ahnung was genau da jetzt ab ging, aber solange bis ich es heraus gefunden habe, bekommt Mulholland Drive 8 Punkte.
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Jeff Lebowski 2012/04/12 22:46:13
Kommentar löschenGerade gesehen. Morgen Abend werde ich mir meinen Stift und ein Blatt packen, den Film nochmal gucken und mir etwas zusammenbasteln, was nicht über meinen horizont geht.
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horro 2012/04/12 22:58:03
Antwort löschenFalls du das schaffst, bist du einer der wenigen auf dieser Erde ;)
Jeff Lebowski 2012/04/12 23:03:05
Antwort löschenNaja, einen versuch ist es definitiv wert...ich denke nicht, dass ich ihn 100%tig entschlüsseln kann, aber ich werde auf jedenfall klarer durchblicken als nach der ersten sichtung-allein schon weil ich von den ganzen blondienen verwirrt war ;)
horro 2012/04/12 23:29:08
Antwort löschenDie Blondinen machen doch gerade den Reiz aus ... nein, wahrscheinlich macht gerade eben das "Unentschlüsselbare" den Reiz aus ... wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg :)
cpt. chaos 2012/04/13 12:41:08
Antwort löschenJa, lass mal hören, wie sich die Geschichte der Meinung nach aufdröselt! ;o) Also ich hasse Dinge, die ich gewillt bin zu verstehen, aber beim besten Willen nicht kapiere. Daher hat es dieses "Werk" auch bei mir zum Hassfim geschafft!
Jeff Lebowski 2012/04/13 21:35:15
Antwort löschenHeute schaff ichs nichtmehr, da mein programm heute 100%tig aus rtl2 besteht so dumm es sich anhört.
Bulletproof monk, butterfly effect und the thing will ich mir nicht entgehen lassen (;
horro 2012/04/13 21:42:06
Antwort löschenwow what a program!
Jeff Lebowski 2012/04/13 23:44:51
Antwort löschenIch muss sagen, dass ich bisher rregelrecht begeistert von butterfly effect bin :)
Mal sehen ob the Thing das noch toppen kann...
Aber du hast recht, ein ungewöhnlich gutes programm!
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dustyOn3 2012/04/25 16:12:36
Antwort löschenDa geht es dir dann ähnlich wie mir. Ich habe den Film jetzt auch schon 2x gesehen und noch keinen Kommentar dazu abgelassen, weil ich gar nicht genau weiß, wie ich das beschreiben soll und normalwerweise fehlen mir selten die Worte.
J4KOB 2012/04/29 17:40:28
Antwort löschenSchaffst du nicht ohne fremde Hilfe. Es sei denn du hast nen Dr. in Philosophie und Psychologie. :P Dennoch viel Spaß :D
Markbln 2012/03/31 13:27:57
Kommentar löschen...ja, aber die Weiber sind immer so heiß bei Lynch.
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TWDuke 2012/03/26 02:27:09
Kommentar löschenGrottig. Was man so alles Film nennen darf, heutzutage, ist beunruhigend. Kunst geht anders.
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audio 2012/05/01 20:21:43
Antwort löschen...wie denn?
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TWDuke 2012/05/05 00:06:00
Antwort löschenhttp://www.moviepilot.de/movies/antichrist-2
audio 2012/05/06 17:02:21
Antwort löschen...ach... und Malancholia ist dann so anders? Ich habe den Eindruck dein Kunstverständnis ist nicht gerade stringent. Das kann ein Zugangs- oder Verständnisproblem sein. (und das ist jetzt nicht despektierlich gemeint) Nur ist es schon auffallend, dass du einem Künstler einesreits künstlerischen Gehalt mal zu- und mal komplett absprichst.
Wie sieht es mit Lynch aus? Gibt es da bei dir auch Differenzen?
Hellbilly 2012/03/19 16:12:38
Kommentar löschenÄhm… Ja.
Sowas hab ich auch noch nicht erlebt – ein Film, der Szene für Szene brillant abgedreht ist, am Schluss aber einfach aufhört, ohne auch nur einmal mit dem Zaunpfahl zu winken, was denn jetzt die Auflösung sein könnte . Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm, um dieses Gewirr zu durchschauen. Auf jeden Fall sitze ich grade absolut ratlos in meinem Sessel – einerseits beeindruckt und gefesselt, andererseits beständig mit dem Kopf schüttelnd.
So angestrengt habe ich wohl noch nie während eines Films nachgedacht. Aber immer, wenn ich auf eine einigermaßen sinnvolle Erklärung für das, was grade aufm Bildschirm passierte, gekommen war, dreht Lynch die Handlung mal bequem um 180 Grad und ich sitz wieder da wie ein Depp.
Es ist schon eine große Leistung, wenn ein Regisseur es schafft, mich durch meine eigene Ahnungslosigkeit zu beeindrucken.
Mulholland Drive ist kein Spaß. Trotz der erdrückend intensiven Handlung, der zum Denken anregenden Irrungen und Wirrungen und der ganz eigenen Erzählweise – also eigentlich allem, was ich bei Filmen liebe – könnte ich nicht sagen, das Anschauen genossen zu haben. Dafür hat der letzte kleine Angriffspunkt gefehlt, um wirklich in die Handlung reingezogen zu werden.
Aber wahrscheinlich reicht einmal Schauen hier sowieso nicht aus – Lynch verlangt dem Zuschauer höchste Aufmerksamkeit ab und ich bin der Typ, der wichtige Kleinigkeiten bei der ersten Sichtung gerne mal übersieht. Vielleicht fällts mir auch deswegen so schwer, zumindest eine einigermaßen verständliche Linie ins Geschehen zu kriegen.
Vorerst kann ich dem Film daher auch „nur“ 7,5 Punkte geben. Mein Gefühl sagt mir, dass er mehr verdient hätte, aber bevor mein Verstand nicht mehr Durchblick herstellen konnte, wird er mir keine höhere Wertung erlauben.
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Oldboy91 2012/03/16 01:40:11
Kommentar löschenAlter Schwede, mein erster Lynch und ich bin komplett sprachlos. Es fällt mir schwer diese ca. 140 Minuten voller einprasselnder Eindrücke auch nur ansatzweise in Worte zu fassen. Ich bin mir ja nichtmal sicher ob ich "Mulholland Drive" annähernd verstanden habe. Mein Kopf hört nicht auf zu rattern - eine Zweitsichtung muss her! Einer der ganz wenigen Filme dich ich als "mind-blowing" betiteln würde. Trotzdem erlaube ich mir bereits die Höchstwertung zu vergeben und eventuell wird er demnächst zu einem neuen Lieblingsfilm avancieren.
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Mr.Film 2012/03/16 09:37:38
Antwort löschenInland Empire sollte sich niemand freiwillig antun :D
Oldboy91 2012/03/16 11:09:39
Antwort löschenAlles klar^^
Oldboy91 2012/03/17 01:08:55
Antwort löschenLeider will mein DVD Player "Lost Highway" und "Inland Empire" nicht lesen -_______-
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DrMeister 2012/03/26 22:34:04
Antwort löschenMan ich beneide dich. :( Hab mir das erhofft was du bekommen hast und mich hat der Film überhauptnicht angesprochen, eher gelangweilt. Ich lass erstmal die Finger von Lynch
Oldboy91 2012/03/28 11:33:08
Antwort löschenSchade. :(
Spielberg_Fan 2012/03/12 14:29:37
Kommentar löschenDavid Lynch- Werkschau No. 9:
Mit „Mulholland Drive“ lieferte David Lynch wohl einen seiner besten Filme ab, wenn nicht sogar seinen besten. Für mich persönlich jedenfalls, ist Lynch's verstörender Trip zu den Schattenseiten Hollywoods mein absoluter Liebling unter seinen Kino-Werken. Vielleicht auch deswegen, weil sich in dieses typisch gestörte und irre Lynch- Universum etwas Ordnung bringen lässt. Auch wenn einige Details trotzdem verschlossen bleiben, so kann man den Film doch gut sortieren und einordnen, um auf eine relativ vernünftige Lösung zu kommen.
Aber nicht nur das begeistert mich. Schon alleine die Geschichte ist ein extrem spannendes und fast schon unheimliches Erlebnis, welches einen nicht mehr los lassen will. Auch die Atmosphäre hätte nicht besser getroffen werden können und wenn sich dann sogar noch ein Hauch Erotik einschleicht (man denke nur an die Szene beim Vorsprechen), hat der Streifen eine elektrisierten Wirkung, die nur ein Lynch erschaffen kann.
Auch wenn sich noch vieles in „Mulholland Drive“ hineininterpretieren lässt, so verschließt sich der Film nie ganz seinem Zuschauer. Nach mehrmaligen Sichtungen gewinnt man immer ein bisschen mehr Erkenntnis dazu. Und wie schon gesagt, mein absoluter Lieblings -Lynch!!!
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A-Wax 2012/03/09 16:39:57
Kommentar löschenMein zweiter Lynch (nach "Wild at Heart") und ich bin wirklich begeistert. Ich hatte lange Zeit Bedenken weil ich mit solch surrealen Stoffen nicht sonderlich viel anfangen konnte. Bei "Mulholland Drive" bleibt dieser Teil aber in sehr überschaubarem Rahmen, was ich persönlich als sehr angenehm empfand.
Mulholland Drive ist für mich ausgesprochen schwer zu beschreiben. Es ist eine Art Psychothriller der unglaublich gut verschiedene Geschichten die auf mehreren Ebenen funktionieren verbindet. Zumindest ist das eine der 1000 Theorien die es über diesen Film gibt. Allein die Tatsache das über diesen Film schon ganze Abhandlungen mit Deutungen und Symbolerläuterungen geschrieben worden sind, finde ich schon beeindruckend.
Leichter Spoileralarm: Ich bin auch ein Anhänger der Theorie das die ersten 2/3 des Films ein Traum von Betty/Diane waren und erst gegen Ende die Realität gezeigt wird. Am Ende des Films ist man ein wenig frustriert und weiß den Film und die Geschichte nicht einzuordnen, da er offensichtlich keine gültige Auflösung bietet. Dem ist auch so. Man kann viel interpretieren und eigene Theorien zusammendichten. Danach im Internet manch mehr oder weniger plausible "Lösungsansätze" zu lesen, schafft plötzlich ein ganz neues Bewusstsein und man erkennt bestimmte Hinweise und Zusammenhänge.
Wie erwähnt, ich bin kein Freund von besonders surrealen Stoffen und allgemein auch ein Freund von etwas "leichterer" Filmkost, aber "Mulholland Drive" ist schlichtweg genial und fordert den Zuschauer in sehr großem Maße. Man muss sich darauf einlassen, wenn man dies tut, bekommt ein ganz tolles Filmerlebnis das einen so schnell nicht mehr loslässt.
Ganz großer Wurf, Mr. Lynch!!
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McQueen3188 2012/03/06 18:45:27
Kommentar löschenDieser Film ist wie ein Virus. Und das meine ich in absolut positiven Sinne. Nachdem ich ihn gesehen hatte, hat er sich ihn meinem Kopf festgesetzt und ich hab ihn nicht mehr rausbekommen. Ich konnte an gar nichts anderes mehr denken und hab ständig nur den Film in meinem Kopf zirkulieren lassen.
Anfangs war ich eher enttäuscht weil ich schon im letzten Drittel angefangen hatte zu vermuten, dass der gute Herr Lynch mich hier ganz auf mich allein gestellt lässt. Was er auch getan hat und genau dafür möchte ich ihm danken. Ich hätte mich wahrscheinlich nicht so sehr mit dem Film beschäftigt, wenn ich ihn von Anfang an verstanden hätte.
Und Ich will gar nicht viel über irgendwelche Story Details verraten, sondern empfehle eher sich dieses Stück film anzusehen und sich damit zu beschäftigen. Weil es ganz einfach genial ist.
Vielen Dank nochmal an David Lynch.
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tylerdurden93 2012/03/06 17:34:40
Kommentar löschenSelten hat mich ein Film derart beschäftigt und gefesselt. Hier irgendetwas zu interpretieren bringt sowieso nichts, einfach wirken lassen. Ich habe schlicht und ergreifend Angst vor Mulholland Drive und davor, dass die Kreatur hinter dem Cafe mich nachts holt wenn ich ihm nicht 10 Punkte gebe :)
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fkfilmkritik 2012/03/02 20:30:06
Kommentar löschen(Teil 2 der interpretierten Trilogie der interpretierbarsten Lynch-Filme)
Mein erster Lynch=Meine erinnerungswürdigste Erstsichtung.
Zweieinhalbstunden die aus einem Menschen nun ein ganzes Stück mehr Film-Junkie machten. Einem werden plötzlich die Stielmittel viel bewusster. Der rote Faden muss auch nicht immer sein, was mich damals noch in „2001“ schon fast wahnsinnig machte. „Mulholland Drive“ habe ich blind ausgeliehen und es war nicht so, dass ich nicht von Anfang an beeindruckt war. Im Gegenteil. Es war nur halt etwas womit ich so nicht gerechnet habe. Das einzige was ich über den Herren Lynch wusste, war, dass seine Filme manchmal nun ja ... etwas verwirrend sein sollen. Aber das wurde schließlich auch über „Memento“ gesagt, den ich auf anhieb so ungefähr verstanden hatte. Also gut zuschauen, gut zuhören, dann klappt das schon. Das Problem dabei ist nur -wie so oft - dass ich den Fokus auf extrem unwichtige Dinge lege und so mir die einfachsten Sachen nicht mehr zusammenreimen kann. Zum Beispiel viel mir deswegen ganz besonders auf, dass der Cowboy und der Mann, der dem Monster begegnet, auch mal durch den Hintergrund laufen. Dann war aber die zweite Sichtung nicht nur um einiges schlüssiger, weil ich erfahrener an die Sache ging, sondern, da ich mir sagte: Den kannst du sowieso nicht verstehen. Soll nur zum erleben da sein. Fühlt sich ja auch nicht schlecht an. Denn nach der Erstsichtung war meine erste Aktion - nach dem ich eine Weile regungslos im Bett lag und darüber nachdachte, ob da nicht doch was war, was das ganze wieder logisch machte - der Weg ins Internet zu Wikipedia und traute meinen Augen nicht. Der Regisseur sagt nichts zu der korrekten Auflösung, aber gibt - mir in diesem Moment völlig fragwürdige - Tipps zu Auflösung. Dann sah ich jede Menge Seiten mit Interpretationen etc. und war aber erstmal zu müde um mir das alles durchzulesen und erstmal wollte ich die auch nicht lesen, denn das war meine Erfahrung, die ich mir nicht von irgendwelchen Meinungen umdenken lassen muss. Irgendwann lieh ich mir die DVD dann doch noch einmal aus und plötzlich bekam ich die ersten Eindrücke, worum es überhaupt geht. Und mir wurde schließlich mehr und mehr klar wovon uns der gute Mann erzählt. Mir leuchtete diese Verbindung zwischen Teil 1 & Teil 2 deutlich klarer. Die Unterschiede, die Deja Vu´s, die dann auf so brillante Weise umgedreht werden. Wenn dann aufeinmal Naomi Watts den Satz: „We don´t stop here.“ ausspricht habe ich vor Freude bei dieser Genialität, als auch dem Erkennen der Ähnlichkeit gejauchzt..
Doch „Mulholland Drive“ wurde nach der Zweitsichtung noch mal um einiges stärker, besonders nachdem ich mir doch noch Interpretation(en) durchlas. Die einfachste und allseits bekannteste bleibt einfach die Traumdeutung. Hollywood ist mal wieder DER Ort der gefallenen Träume und der Grund weswegen man sich doch lieber hinein in eine Welt, in der man eine Hollywood-Newcomerin ist, reinfantasiert, die wieder alle Möglichkeiten hat aufzusteigen, empfohlen zu werden und oben drein kommt man tollsten Menschen zusammen. Da wird einfach der Name, nein, der komplette Charakter so umgebügelt, wie es sein soll.
Besonders dabei ist auch, wie der Traum dargestellt ist. Wie aufeinmal alles zufällig nacheinander abläuft, wie es sein soll. Auch ist es beeindruckend, wie uns Lynch den Traum erzählt. So langsam plätschernd, wie sich die Teile der Story gleichzeitig ereignen und die Geschichte langsam aufbauen und sich das Szenario länger anfühlt, als es ist, was ja im echten Traum auch der Fall ist. So wirkte beim ersten Mal die erste Hälfte eindeutig weniger surrealistisch, als die zweite, doch heute ist es andersrum. Dieses schrille, sonnige Hollywood, was aussieht wie in irgendwelchen Werbe-Prospekte, ist total strange oder sollte ich sagen stranger, während das stressige, nervige, demütigende und voller Abgründe zugepackte zweite Hälfte bitter, authentisch und deswegen plötzlich real wirkt, wenn man mal die Wahnvorstellungen ganz am Ende weglässt.
Letztlich gibt es aber einige Elemente, wie der Würfel, das Monster, welche ich nicht erklären kann und bei denen ich nie nach einer Erklärung gesucht habe. Aber das macht es aus. Die düsteren Geheimnisse, die David Lynch in mitten von Hollywood geistern lässt. Sie sind immer noch irgendwo tief verborgen und müssen noch schlüssig erläutert werden - oder auch nicht. Denn „Mulholland Drive“ muss man nicht immer erklären. Es gibt genug Gründe den Film auch einfach zu erleben. Ob sich über die Diskussion über „the girl“ zu amüsieren oder sich nicht im Silencio Club fragen, was gefühlt, beobachtet und gewonnen wird, sondern dieses einmalige Gefühl, was es bei dieser faszinierenden Szene gibt, einfach auf sich wirken lassen.
„Mulholland Drive“ nahm mich inzwischen schon auf acht audiovisuelle Über-Erfahrungen, die wirklich immer(!) ein Erlebnis für sich selbst waren. Und bald noch mal!
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hoffman587 2012/03/02 21:02:27
Antwort löschenGanz wunderbar. *?*
So ist das halt immer mit dem David. ;-)
Oldboy91 2012/03/02 22:23:35
Antwort löschenArgh, muss mir den unbedingt zu Gemüte führen.
fkfilmkritik 2012/03/02 22:44:12
Antwort löschen@hoffi: Danke! Hast Recht.
@Oldboy: Ich beneide dich ja ein bisschen dafür, den noch nicht gesehen zu haben. Dir steht eine tolle Zeit bevor. Und nicht vergessen: Einfach wirken lassen, den Rest erledigt dann der Film. :)
Hooded Justice 2012/03/03 18:10:29
Antwort löschenAlle Achtung, ich habe glaube ich nicht mal Kill Bill Vol. 1 - meinen ersten richtigen Lieblingsfilm, der es noch immer ist - acht mal gesehen.
fkfilmkritik 2012/03/03 18:32:50
Antwort löschenLieblingsfilme gibt es nach Erstsichtungen bei mir eigentlich nicht mehr. Der einzige, der direkt geherzt wurde und es nie wieder runter geschafft hat ist Magnolia.
lexenbird 2012/03/06 09:41:12
Antwort löschenMagnolia = sehr guter Geschmack@fkfilmkritik... :D
Absolut intelligenter Film auf sehr hohen Niveau!
ProjectChaos 2012/03/07 23:14:58
Antwort löschenSpoiler
Imo: In der Box hat Bettys Unterbewusstsein den Mord an Rita "verdrängt". Der Traum endet damit,dass die Box geöffnet wird. Das Monster ist die Personifizierung von Bettys tiefstem Unterbewusstsein. Ihm gehört die Box. Die Szene hinterm Winkies: Betty träumt wie der Typ voller Angst versucht dahin zu gehen, wo das Monster ist. Er stirbt. Das zeigt Bettys Angst vor ihrem eigenen Unterbewusstem.
Später sieht man wie aus der Box die Eltern rauskommen um als "Gewissen" Betty zum Selbstmord zu verleiten.
Schöner Kommentar,echt geiler Film. Suche verzweifelt nach ähnlichen. Nehme gerne Tipps an ;)
xTheSe7en 2012/03/08 16:43:30
Antwort löschenIch hefte mich an meinen Vorredner dran: Würde auch gerne Empfehlungen zu ähnlichen Filmen bekommen!
Danke übrigens für deine Meinung zum Film, ich denke, ich muss ihn mir noch öfters anschauen. Habe gerade eine halbe Stunde nachgedacht und mir sind schon soviele Dinge bewusst geworden, denen ich anfangs noch keinerlei Beachtung schenkte. Und thanks für den Hinweis mit Wikipedia - AYAYAY, bis ich die 10 Tipps von Monieur Lynch am Film rausgefunden habe brauch ich bestimmt noch viele Anläufe.
Wunderbarer Film! Endlich mal ein Film, der komplett offen für Interpretationen bleibt und nicht so engständig mit einem 'vorgegebenen' offenen Ende aufhört.
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Jeff Lebowski 2012/04/12 22:59:07
Antwort löschenProbier Eraserhead.
Da wird dir auch einiges an Interpretationsmöglichkeit gegeben:
Was macht der 'Mann im Planet'?
Was soll 'das Mädchen in der Heitzung'?
Was soll der Albtraum von Henry, der dem Film seinen Namen gibt?
Was passiert am Anfang mit dem Hähnchen?
Unmöglich zu beantworten, außer vielleicht für Lynch selber.
Er hat selbst gesagt, dass er viele Interpretationen zu dem Film gehört habe, dass aber keine davon auch nur annährend seine Interpretation wiederspiegelt.
Naja, Lynch ist halt Lynch, man muss nicht immer alles verstehen, es kommt auch auf die unglaublich dichte Atmosphäre an, die er während seinen Filmen aufbaut!
ProjectChaos 2012/04/13 18:22:09
Antwort löschenInteressant, dass man Eraserhead nicht entschlüsseln konnte. Bei Mulholland Drive hatte ich ja schon gleich in die richtige Richtung gedacht, aber bei Eraserhead ging gar nichts, keine zusammenhängende Interpretation möglich gewesen.
Hatte mal eine Interpretation dazu gelesen und fand die Erklärungen ziemlich abgefahren. Imo etwas zu abgefahren, deshalb würde ich nicht die volle Punktzahl geben. Scheint mir aber sein Opus Magnum zu sein, da hier sein Stil überdeutlich heraussticht (wobei ich auch nocht nicht alle Lynch Filme gesehen habe).
franticfury 2012/02/23 14:37:52
Kommentar löschenWas kann man über einen Film sagen, der selbst so vieles ungesagt lässt?
Ich muss mich einmal mehr vor David Lynch verneigen, was er da geschaffen hat ist ein absolut einzigartiges Kunstwerk! Ein Erlebnis für jeden, der sich auf David Lynchs abgedrehte, faszinierende Welt einlassen kann. Für jeden, der einen Film in erster Linie erleben und weniger verstehen möchte. Für jeden, der Film noch als das versteht was es ist: Nämlich als Kunstform.
Ich habe von Mulholland Drive ehrlich gesagt nicht weniger als ein Meisterwerk erwartet, eine Einstellung, die eigentlich keinem Film förderlich ist, aber verdammt David, du hast mich wieder einmal nicht enttäuscht!
Mulholland Drive ist in der Tat eine inszenatorische Meisterleistung! Was eine Atmosphäre die Lynch hier schafft! Er schafft es wieder einmal den Zuschauer in eine ganz andere Welt zu entführen, in eine düstere, bedrohliche Welt, in der die Grenzen zwischen Traum und Realität immer mehr verschwimmen. Und dabei liegt die ganze Zeit dieser schon leicht verrostete Hollywood-Flair über dem Film, der den Zuschauer förmlich betäubt und ihm die Illusion gibt es könne sich doch noch alles zum Guten wenden.
Doch wer Lynch kennt weiß, dass er nicht an einer einfachen, universellen Lösung interessiert ist und so bleibt auch Mulholland Drive in erster Linie ein großes, faszinierendes Rätsel. Man kann versuchen den Film zu interpretieren und es wird wohl annähernd so viele verschiedene Meinungen über die Bedeutung des Films geben wie Zuschauer selbst.
Man muss es aber nicht zwingend, um fasziniert zu sein von dieser anderen Welt, von den Charakteren, der kryptischen Symbolik im Film. Und das ist wohl David Lynchs größte Leistung! Nur wenige schaffen es ein derart komplexes und verschlüsseltes Werk so spannend in Szene zu setzen, dass man gar nicht anders kann als zweieinhalb Stunden lang gebannt auf den Bildschirm zu blicken.
Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber Mulholland Drive gehört einer aussterbenden Art an, der Art Film, die in erster Linie erlebt und erst in zweiter Linie verstanden werden möchte. Wirklich schade, dass man heute den Anschein hat, der Zuschauer wolle alles lieber mundgerecht serviert bekommen und, dass Filme ein für alle universell zufriedenstellendes Ende haben müssen.
Dass es auch anders geht zeigt Mulholland Drive. Dafür kann ich Herrn Lynch nur danken! Danke für diesen großartigen Film, danke, dass du mich wieder erinnert hast warum ich Filme so sehr liebe David!
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vuvuzela 2012/02/02 09:39:49
Kommentar löschenDer Film beinhaltet für meinen Geschmack zu viel Interpretationsspielraum, nach und nach wird die Story zu einem pseudointellektuellen Geplänkel. Inhaltlich geht es ja im Grunde nur um Eifersucht, was Traum oder Realität ist lasst der Film aber völlig offen. Für mich ist das, wie es auch andere hier sehen, eher kein Film. Im besten Fall ein verfilmtes Unterbewusstsein?
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Kuh Tipp 2012/01/29 02:06:38
Kommentar löschenMulholland Drive kann man eigentlich nicht verstehen, man muss es einfach so akzeptieren.
Der Weg ist wohl das Ziel. Und dieser Weg ist mit das Beste was ich je in einem Film gesehen habe.
Wie ein Lied seiner Lieblingsband, das man sich immer und immer wieder anhören kann und es einem jedes verdammte mal Gänsehaut bereitet.
Ich weiss nicht wie oft ich diesen Film schon gesehen habe...
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ProjectChaos 2012/01/28 04:04:11
Kommentar löschenHätte es nie und nimmer gedacht, aber der Film hat es geschafft und mich total verblüfft. Nach den Sachen, die ich so gehört hatte, zögerte ich lange bis ich dann doch endlich meinen ersten Lynch sah.
Der erste Teil fängt noch relativ linear und kaum verwirrend an. Dennoch hat man einige Fragezeichen und passt konzentriert auf. Der Film ist handwerklich ausgezeichnet gemacht und die entstehende Atmosphäre trägt dazu bei, dass dieser Teil, obwohl relativ unspektakulär, kurzweilig ist. Einige Szenen erinnerten mich an Tarantino. Einfach nur geil gemacht alles.
Der zweite Teil (ab der Show im Silencio) ist purer Mindfuck - wie in einer Magiershow ohne billigem Trick. Man hat das Gefühl, dass in einem tausend Gedanken gleichzeitig aufkommen - man mag es kaum glauben, aber genau dies machte das großartige Filmerlebnis aus. Dazu kommen natürlich die Zeit nach dem Film, in der man versucht alles zu sortieren um eine Erklärung zu finden.
Das war mein erster Lynch und ich hoffe, dass die nächsten genau so gut werden.
Weiss jemand was es mit der Gestalt hinter dem Restaurant auf sich hatte?
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SKURRIL 2012/01/28 13:41:52
Antwort löschenschau dir als nächstes Lost Highway an ;) :D
ProjectChaos 2012/01/28 14:35:24
Antwort löschenJo mach ich :)
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the traveler 2012/02/16 19:00:34
Antwort löschenDer Mann hinterm Winkies ist sowas wie Gott ;)
ProjectChaos 2012/02/24 23:21:45
Antwort löschenEs macht irgendwie doch alles Sinn. Der Film zeigt Genialität und gehört mittlerweile sicher zu meinen All-time-Favs. Je mehr man über den Film nachdenkt und die Hinweise erkennt, umso besser wird er.
Lost Highway und Eraserhead haben mich leider etwas enttäuscht. Die sind mir ein Stück zu surreal und abgedreht. Mullholland drive hingegen ist vollgepackt mit Hinweisen und die Interpretation ist noch relativ schlüssig und einfach.
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