Nachtasyl
Donzoko (1957), JP Laufzeit 137 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
31 Bewertungen
5 Kommentare
Keine
von Akira Kurosawa, mit Toshirô Mifune und Isuzu Yamada
In einem schäbigem Schuppen vegetieren Huren, Diebe, ein Schauspieler und ein Trinker. Der Hauswirt knöpft ihnen dafür eine hohe Miete ab. Als eines Tages ein buddhistischer Priester sie zu einem besseren Leben ermuntern will, löst er damit ein Drama aus. Akira Kurosawa schuf mit “Nachasyl” eine gelungene Adaption von Gorkys Theaterstück, die sich eng an die Vorlage hält. Virtuos arbeitet der Regisseur in der Enge des Schuppens gleichzeitig mit mehreren Kameras und schafft so ein visuelles Meisterwerk.
Cast & Crew
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Akira Kurosawa
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Toshirô Mifune
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Isuzu Yamada
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Kyôko Kagawa
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Minoru Chiaki
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Kamatari Fujiwara
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Akemi Negishi
Regie
Schauspieler
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Nijiko Kiyokawa
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Kôji Mitsui
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Eijirô Tôno
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Haruo Tanaka
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Eiko Miyoshi
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Bokuzen Hidari
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Akira Kurosawa
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Hideo Oguni

















Kommentare (5) — Film: Nachtasyl
Kommentar schreibenEinar 2012/04/23 03:23:26
Kommentar löschenIch bin ein großer Fan von Kurosawa und seinen Filmen. Auch hier beweist er wieder seine Klasse. Wunderbar, wie er auf der Enge des Raumes mit der Kamera (bzw. den Kameras) arbeitet und die Bilder komponiert. Auch die Schauspieler tragen ihren großen Teil zur gelungenen Stimmung bei. Ein sehr pessimistisches Bild gescheiterter Existenzen.
Insgesamt ist ein wundervolles Bühnenstück in Filmform entstanden - kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Gorki die Vorlage liefert und Kurosawa das Drama in seiner japanischen Adaption umsetzt.
Liebe und Intrige - Lebenskummer und neue Hoffnung. Alles liegt eng bei einander. Und letztendlich findet man sich doch mit der ausweglosen Lage ab oder endet in einer Tragödie.
Grundsätzlich sehenswert und nicht nur - aber vor allem - für Freunde von Kurosawa und Bühnenstücken.
Das Thema ist sehr interessant, jedoch nicht genau mein Geschmack, weshalb ich den Film rein subjektiv etwas schlechter bewerte, als er es womöglich verdient hätte.
Doch man sollte sich bei Lust und Laune selber diese kleine Perle von klassischer Schauspielkunst (ohne Tam-Tam und Effekthascherei) ansehen und sein eigenen Urteil bilden. Diese Zeit darf man gerne opfern!
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ElMagico 2011/03/11 20:13:48
Kommentar löschenOptimistisch geht anders. Gescheiterte Existenzen die in einem Teufelskreis aus Lug, Trug und Alkohol stecken, sich letztendlich aber mit dieser Situation abgefunden haben und es ist, als ob es ihnen immerwährend klar ist, dass es für sie kein Entkommen daraus gibt. Der lebensbejahende Einfluss eines Priesters bringt dieses triste, aber verlässliche Gefüge langsam zum Einsturz und endet in einer Katastrophe...und was im Dreck begann, endet im Dreck. Keine schöne, aber doch wohl in weiten teilen realistische Aussage, die auch in der heutigen Zeit durchaus noch ihre Gültigkeit besitzt.
Die Handlung findet fast ausschliesslich in dem einem Raum statt, Kurosawa schafft es aber vorzüglich diesen begrenzten Gegebenheit Leben einzuhauchen. Prinzipiell ist es sowieso verwunderlich, das trotz der räumlichen Enge und der doch relativ überschaubaren Story kaum Längen auftreten. Lediglich das Ende könnte meiner Meinung nach etwas kürzer sein, nach der Eskalation wird dem Film inhaltlich nicht mehr wirklich viel hinzugefügt.
Nicht der beste Kurosawa...aber selbst ein solider Kurosawa ist sehr gut!
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Tyler__Durden 2011/01/21 22:54:20
Kommentar löschenWas mich immer wieder erstaunt bei Kurosawa ist das er egal ob er sich Dostojewski, Shakespear oder wie hier Gorki vornimmt er es trotzdem schafft seine Künstlerische Integrität zu bewahren und seine eigenen Ideen mit einzubringen. Und das obwohl er sich zum Beispiel hier faktisch stark an Gorkis Theaterstück hält, oder jedenfalls stärker als Renoir mit seiner Verfilmung. Das hat immer seinen eigenen Willen und weiß sich selbst als Film zu sehen und so darzustellen obwohl das alles nur an einer Location spielt. Ein Intimes Portrait bei dem nach zwei Stunden jeder Charakter nicht nur in diesem einen Nachtasyl war sondern auch ganz tief in den Herzen des Zuschauers der mit den Leuten lacht, ärgert, ihr Schicksal versteht, ihre Wünsche durchschaut , mit meckert und natürlich trauert.
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JimiHendrix 2009/04/21 23:04:51
Kommentar löschenDie Story an sich ist wirklich sehr dürftig und die Tatsache, dass nur in einem Raum gedreht wurde macht es nicht besser, aber trotz dem wirkt der Film stellenweise äußerst klug und genial.
Kurosawa schaffte es wieder einmal ein perfektes Sozialkriterikum zu erschaffen welches mit guten Dialogen und Mimik zu überzeugen weiß.
Grade durch die enge Drehortwahl bekommt man auch ein besseres Gefühl dafür, wie sich die Protagonisten in diesem Loch fühlen mussten.
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Blonder 2009/04/14 17:55:48
Kommentar löschenSehr ausdrucksstarke Charakterstudie, in der Kurosawas Lieblingsschauspieler Toshiro Mifune wieder mal mitspielt. Die ganze Geschichte über eine Gruppe Versager spielt hauptsächlich nur in einem Schuppen. Akira Kurosawa drehte mit mehreren Kameras in diesem kleinen Raum und dabei herausgekommen sind eindrucksvolle Bilder.
Nicht ganz mein Geschmack, aber sollte man gesehen haben.
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