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Nachtzug nach Lissabon

Night Train to Lisbon (2013), CH/DE/PT Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 07.03.2013


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4.8
Kritiker
14 Bewertungen
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6.5
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418 Bewertungen
41 Kommentare
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von Bille August, mit Jeremy Irons und Jack Huston

Als Jeremy Irons in Nachtzug nach Lissabon einen lebensverändernden Entschluss fasst, findet er in der Hauptstadt Portugals zu seinem Wahren Ich.

Der 60-jährige Gymnasiallehrer Raimund Gregorius (Jeremy Irons) ist auf dem Weg zu seiner Vorlesung, als er im strömenden Regen eine junge Frau auf einer Brücke stehen sieht. Davon überzeugt, dass sie sich das Leben nehmen will, beginnt er eine Unterhaltung mit ihr und versucht, sie abzulenken. Dabei findet er heraus, dass sie Portugiesin ist und wie durch Zufall fällt Gregorius einige Tage darauf ein Buch eines portugiesischen Autors in die Hände. Er ist von der Lektüre so begeistert, dass er einen lebensverändernden Entschluss fasst. Er will etwas über das Schicksal des besagten Autors erfahren, der im Buch seinen Kampf gegen den portugiesischen Diktator Antonio de Oliviera Salazar beschreibt. Deswegen nimmt Gregorius den nächsten Nachtzug nach Lissabon und fährt seiner neuen Zukunft entgegen.

Hintergrund & Infos zu Natchzug nach Lissabon
Der Film von Bille August basiert auf der Romanvorlage Nachtzug nach Lissabon des Philosophen Peter Bieri, auch bekannt als Pascal Mercier. Der Autor lebte in Bern und war ebenfalls lange Zeit als Professor in Berlin tätig. Sein Buch wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und verkaufte sich in Deutschland über zwei Millionen Mal. Bille August, der bereits in Das Geisterhaus mit Meryl Streep Erfahrungen mit Romanverfilmungen machte, nahm sich des Stoffes an und konnte Academy Award-Preisträger Jeremy Irons für die Hauptrolle begeistern. Beide bezeichneten die philosophische Tiefe des Werkes als eine Herausforderung, derer sie sich gerne annahmen.

Vanessa Redgrave (Anonymus) sollte zunächst die Rolle der Adriana de Prado übernehmen, wurde jedoch von Charlotte Rampling ersetzt. Dem Projekt schlossen sich weitere bekannte Schauspieler an, darunter Christopher Lee (Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme), Mélanie Laurent (Beginners), Bruno Ganz (Der Baader Meinhof Komplex) und August Diehl (Inglourious Basterds). (LB)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Nachtzug nach Lissabon
Genre
Schicksalsdrama, Drama
Zeit
1920er Jahre
Ort
Bern, Lissabon
Handlung
Affäre, Arzt, Faschismus, Faschist, Lehrer, Liebe, Liebeskummer, Pädagogik, Schicksal, Suche, Verlust einer geliebten Person, Zugfahrt
Stimmung
Berührend, Geistreich, Spannend
Tag
Bestsellerverfilmung
Verleiher
Concorde Filmverleih GmbH
Produktionsfirma
C-Films, Studio Hamburg Filmproduktion

Kritiken (11) — Film: Nachtzug nach Lissabon

Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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5.0Geht so

Allenfalls mit einer Überdosis Voice-over wohl hätte Bille August der im Roman durchaus faszinierend ausgebreiteten Gedankenwelt gerecht werden können. Lieber aber schickt er Jeremy Irons als ziemlich schlafwandlerischen Rechercheur in ein fades Begegnungsgeflecht, das vor allem der Ausleuchtung der filmisch ergiebigeren, irgendwie wilderen Biografie des Arztes, Autors und Rebellen Amadeu de Prado dient. Und schon sieht sich die feine Textur des Romans recht grobschlächtig übermalt.

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SimonBroll

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4.0Uninteressant

Bille Augusts "Nachtzug nach Lissabon" hätte großes europäisches Kino werden können. Doch auch Stars wie Jeremy Irons oder Martina Gedeck schützen nicht vor Edel-Kitsch.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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4.0Uninteressant

Auch die philosophischen Gedanken des Romans werden in Nachtzug nach Lissabon allzu häufig auf Kalenderblattgriffigkeit gebracht, während das Historien-Liebes-Aufbruchs-Drama in der zu schlicht konventionellen Inszenierung zum betulichen Altmodischkino gerät.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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4.5Uninteressant

Furchtbar scheitert Nachtzug nach Lissabon, weil er durchgehend damit beschäftigt ist, seine Schau-Werte auszustellen. Das sind Postkarten aus Lissabon sowie Jeremy Irons, Martina Gedeck, August Diehl, Bruno Ganz und Lena Olin.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Was sich aus Nachtzug nach Lissabon entwickelt ist allerdings allemal lohnend, sofern man denn ein gewisses Faible für fast schon etwas altmodisch ruhig erzählte Geschichten mit vielen Dialogen besitzt.

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Daniel Licha: Movie Maze Daniel Licha: Movie Maze

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5.5Geht so

Wer auf weichgespülten Kitsch steht, wird in Bille Augusts Romanverfilmung voll auf seine Kosten kommen. Der Film [...] kann den Zuschauer mit seiner zunächst interessanten Geschichte und der geballten Starpower durchaus bei der Stange halten, ist aber letzten Endes leider nicht mehr als eine seichte Geschichte, deren Potenzial nur selten ausgenutzt wird.

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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film

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6.5Ganz gut

Die Kamera von Filip Zumbrunn fängt die Hafenstadt am Atlantik als bonbonfarbene Postkartenschönheit ein. Unter den vielen namhaften Schauspielern, die hier im Minutentakt das Publikum überraschen, ist die Stadt vielleicht der schönste Nebendarsteller. „Nachtzug nach Lissabon“ – ein solides Stück europäisches Kino vor großartiger Kulisse.

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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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4.0Uninteressant

Angesichts der sentimentalen Reiseromanze wird es zu unfreiwilliger Ironie, dass Bieri/Mercier die Verfilmung als 'dem Buch entsprechend philosophischen Film' tituliert, 'in dem über existenzielle Fragen nachgedacht wird, die jeden beschäftigen.'

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Peter von Becker: Der Tagesspiegel Peter von Becker: Der Tagesspiegel

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5.5Geht so

In der schematischen Rückblende-Dramaturgie und auf schmalzigem Musikteppich entfacht einzig Martina Gedeck so etwas wie dramatische Reibung. Sie setzt dem britisch-prüden Berner einen Hauch deutsch-romanischer Anfechtung entgegen, ein anderes Lächeln und Begehren.

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David Rooney: The Hollywood Reporter David Rooney: The Hollywood Reporter

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4.0Uninteressant

Trotz der altertümlichen Eleganz Berns, dem gepflasterten Charme Lissabons und einigen Panorama-Ansichten der portugiesischen Küstenstraßen ist der Film langweilig gedreht. [...] Nehmen Sie den letzten Zug nach Clarksville, den Nachtzug nach Georgia - alles statt dieser pfeifenden Lokomotive.

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Christian Wolf: outnow.ch Christian Wolf: outnow.ch

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7.5Sehenswert

Night Train to Lisbon mag nicht die erwartete, herausragende Romanze sein, über welche man noch Stunden nach dem Schauen sinnieren kann, aber die Schweizer Koproduktion von Bille August funktioniert in ihrem Erzähluniversum zusammen mit der Besetzung auf ansprechende und liebevolle Weise.

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Kommentare (30) — Film: Nachtzug nach Lissabon


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ArtYunkie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Selten wurde eine solche Geschichte so nachvollziehbar dargestellt. Was mit erfühlter Farblosigkeit beginnt, verwandelt sich schnell in Erhabenheit. Und selbst die Präsenz der Schwere im 2. Akt macht diesen Film nicht weniger sehenswert. Ganz im Gegenteil. Denn die Textpassagen und Zitate die im Laufe des Films herausgehoben werden, sind für Poesie- und Sinnverliebte genau der Aspekt, der ihnen dieser Film nicht so leicht vergessen lässt.

(ACHTUNG SPOILER) Und Lena Olin in ihrer allzubekannten Rollenform am Ende, umschließt genau das was man von diesem Film vielleicht erwartet

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Flo1895

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Bewertung7.0Sehenswert

Besser als erwartet. Verbindet zeitgeschichtliche Elemente mit leisen, persönlichen Tönen. Hat mir gefallen.

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Murray

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Bewertung4.0Uninteressant

Kaffee, Kuch, Kino zum Dritten.
Diesmal gab es zu Cappuccino und Streuselkuchen (*super mjam*) sowie erneut ältere Besucher und die dazugehörige Höflichkeit (immer wieder toll) den "Nachtzug nach Lissabon".

Der Film spricht die ganz großen Themen an:
Liebe, Freundschaft, Revolution und die große Suche nach sich selbst.
Hört sich in Verbindung mit dem grandiosen Cast (Irons, Lee, Laurent) richtig spannend an, ist in der Ausführung aber mehr als dürftig.

Von der Revolution ist nicht viel zu sehen und das was man mitbekommt, sieht man aus den Augen des langweiligsten Charakters dessen Teilnahme ungefähr so aussieht:
"Revolution? Bin dabei!"....."Oh, es wird brenzlig. Ich haub ab!"
Welche Rolle der gute Mann bei der ganzen Sache gespielt hat ist mir immer noch schleierhaft. Genauso warum viel interessantere Nebenfiguren so schnell abgespeist wurden oder man im Allgemeinen so wenig Informationen über die gesamte Revolution bekam. Hier wurde massig Potenzial verschenkt.
Sowieso bleiben alle Charaktere ungemein blass, bieten keinerlei Tiefe oder lässt die Geschichte so etwas wie Spannung aufkommen. Das ging irgendwann so weit, dass mir das Ganze so richtig egal wurde.
Letzlich konnte nur Jeremy Irons in der leidlich spannenden Rahmenhandlung überzeugen und den Film vor den totalen Untergang retten.
Auch wenn es sehr ärgerlich war; beim nächsten Mal bin ich trotzdem wieder dabei. :)

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Murray

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Wie es ja auch beim letzten Film "Quartett" und den Reaktionen bei einigen Schimpwörtern erlebt habe. Könnte ich mich heute noch scheckig lachen. :D
Vor allem nimmt einen das auch die zu einem gewissen Teil, häufig unbegründete, Angst vor dem Alter.


Andy Dufresne

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Absolut.


supersizefilms

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Bewertung9.0Herausragend

Creme de la Creme europäischer Koproduktion!
Ein Film der als Liebesbrief an den Film an sich, die Literatur, die Philosophie, das Reisen, das Leben, das Lieben, die Welt, Geschichte & Erinnerungen, die Freiheit, die Selbstbestimmung und vieles mehr gesehen werden kann.
Behutsam und perfekt koordiniert wird hier mit Licht, Worten und Emotionen jongliert, wobei Letzteres leider manchmal zu kurz kommt, trotz sehr wortgewandten und "aufbauenden Vorbereitungen".
An der Gesamtdarstellung (welches die Einzel Darstellungen selbstverständlich beinhaltet)
kratzt dies zum Glück nicht und es wird eine menschliche und Empathie-fördernde Basis an Charakteren mit Charisma geboten.
Und auch wenn die (ansonsten großartige) Geschichte dubiose akademische Führungskräfte zum Vorschein bringt, lässt sie einen am Ende voller Sehnsucht nach diesem warmen angenehmen Klima.
Dieser Film der großen und kleinen Worte bedarf nicht viel Umschreibung,
ich empfehle ihn einfach jedem der gerne auch intellektuelle Kunst genießt :)

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jacker

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Bewertung4.0Uninteressant

Die vielen Taler aus deutschen Fonds, welche man im Abspann von NACHTZUG NACH LISSABON bestaunen darf, haben wohl nachhaltig Wirkung gezeigt. Denn obwohl Bille August ein international drehender Däne ist und der Film mit einem internationalen Cast auf Englisch in Portugal produziert wurde, fühlt er sich doch - im negativen Sinne der Bezeichnung - typisch deutsch an.

Typisch deutsch, weil in hiesigen Landen allzu oft die ein oder andere Charakteristik eines Films absolut fehlgedeutet wird. Wo Tiefe geschaffen werden soll, wird diese mit Langsamkeit und Schweigen verwechselt, was meist Ödnis zur Folge hat, wo Greueltaten gezeigt werden, wird nie die Grenze überschritten, die diese auch als grausam erlebbar macht, wo ein Score eine Wirkung verstärken muss, wird krampfhaft versucht durch ihn überhaupt etwas zu erzeugen, was das Ganze überambitioniert wirken lässt. So fühlt sich ein deutscher Fernsehfilm an und so fühlt sich irgendwie auch NACHTZUG NACH LISSABON an.

Herr Gregorius, ein Lehrer, erlangt durch eine zufällige Begegnung ein kleines Buch und ein Ticket nach Lissabon. Die geschriebenen Worte des portugiesischen Autors veranlassen ihn spontan das Zugticket für sich zu nutzen und sich auf eine Reise ins Ungewisse zu begeben. Angekommen in Lissabon knüpft er Kontakte zu den im Buch erwähnten Figuren und arbeitet nach und nach, in Rückblenden, eine Geschichte aus der Zeit der portugiesischen Diktatur auf. Eine Geschichte rund um den Erschaffer der Texte.

Die drei Autoren Mercier, Hermann und Latter (welche das Buch in ein Drehbuch adaptierten), wie auch Regisseur Bille August, schienen sich hier leider zu keinem Zeitpunkt wirklich bewusst zu sein, dass sie eine Geschichte erzählen, die erst durch das Innere ihrer Figuren zum Leben erweckt werden kann (und muss). Denn so viel auch mit tollen literarischen Zitaten um sich geworfen wird, so sehr diese Zitate auch generelle Poesie über das Sein des Menschen verbreiten, viel persönliches der beteiligten Charaktere bekommen wir nicht serviert. Viel mehr bleiben die Figuren Randnotiz und der Film will fast ausschließlich von der Diktatur in Portugal erzählen - sicher ein wichtiges Thema, aber da es nicht in Symbiose mit dem Erzählstrang im Jetzt ist, sondern dieser lediglich als notwendiger Aufhänger fungiert, geht das Konzept der zwei Geschichten in Einem nicht auf.

Wer ist dieser Herr Gregorius? Was bewegt ihn?
Das muss man sich selbst zusammenreimen, denn in wenig aussagekräftigen Einstellungen wird sein Leben (und auch die scheinbare Unzufriedenheit damit) viel zu grob umrissen und somit schwer nachvollziehbar. Der Spießer, der in seinem Alltag gefangen ist, steigt spontan, gegen jede Regel und unter der Gefahr des Verlustes seines sicheren Jobs ohne Gepäck in einen Zug nach Lissabon, weil er wenige Seiten eines Buches gelesen hat? Da muss mehr kommen - der Bann, die Faszination welche der Text auf ihn ausübt, das wird alles nicht klar. Mit den anderen Figuren aus dem Jetzt sieht es genauso aus - immer wieder will uns August Emotion und Dramatik vorgaukeln (meistens durch deplatzierte und am Thema vorbei komponierte Musik), ganz selten nur kommt diese aber im Bauch an.

So schlimm die Geschehnisse in der Vergangenheit auch waren und so schön die Läuterung vom unzufriedenen, kauzigen Lehrer zum freien Menschen, der sich selbst (und die Liebe) wiedergefunden hat, auch waren bzw. sein könnte - berühren tut NACHTZUG NACH LISSABON nicht. Der Film will zu viel (geschichtliche Aufarbeitung einer Epoche, zwei völlig verschiedene Einzelschicksale und mehrere Liebesgeschichten in ca. 2h, um genau zu sein), aber liefert zu wenig. Einzig das Spiel mit den verschiedenen Blickwinkeln auf Ereignisse in der Vergangenheit bleibt hängen.

Schade, denn sowohl der Stoff, als auch der Cast (Irons, Diehl, Lee) klangen wirklich interessant.

[http://weltamdraht.blogsport.de/2014/01/31/nachtzug-nach-lissabon-2013]

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DKennyK

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Bewertung7.0Sehenswert

Zwar an manchen Stellen etwas langatmig und mit einer nicht immer nachvollziehbaren Struktur der Rückblenden ausgestattet, schafft es NACHTZUG NACH LISSABON doch in mir mit Beginn des Abspanns dieses melancholisch-schöne Gefühl auszulösen, das mich zu der Überzeugung bringt, einen guten Film mit einem passenden Cast, atmosphärischen Bildern und angenehm ruhiger Erzählung genossen zu haben.

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JoeKramer

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Buch habe ich nicht gelesen, vielleicht ist das der Grund weshalb ich hier unvoreingenommen 7.5 Punkte vergeben kann. Der Film ist sehr, sehr ruhig und braucht seine Zeit um mit einem warm zu werden. Der Plot hat mich in seinen Bann gezogen auch wenn die einzelnen Zeitschnipssel etwas arg durcheinander sind. Als Lissabon Fan hätte ich mir noch mehr Bilder von der Stadt gewünscht.

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TimeInABottle

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Bewertung4.0Uninteressant

Da wir das Buch gerade (leider) im Unterricht behandeln, lag der Gedanke nahe, sich auch den Film dazu anzuschauen. Irgendwie kann ich mich persönlich mit keiner der dargestellten Figuren identifizieren; selbst beim Lesen nicht.
Die gesprochenen Buchzitate langweilen. Allgemein sind mir die ganzen philosophischen Überlegungen hier viel zu oberflächlich. Diese Gedankengänge, die von Prado geschildert werden, haben mich schon mit 14 beschäftigt. Gähn.

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dbeutner

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Bewertung5.0Geht so

Jeremy Irons ist klasse (aber das werde ich bei jedem Film sagen, in dem er mitspielt), der Rest wurde hier eigentlich schon ausreichend zerrissen: Der Film hakt Stationen seiner Buchvorlage ab, um Schlüssigkeit sind weder die Erzählung noch Einzelszenen bemüht - kurz, der Film ist sich nicht selbst peinlich, sollte es aber sein. Die sprachlichen Peinlichkeiten (alle sprechen Englisch, sogar in den Rückblenden, wo es nicht geringsten Anlass gäbe, Englisch zu sprechen, dafür aber mit portugiesischem Akzent) setzen dem ganzen dann noch die Krone auf. Absolut misslungene Literaturverfilmung.

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lionfish

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Bewertung6.0Ganz gut

Was lernen wir aus diesem Film?
In der Schweiz fahren die Züge mit offenen Türen ab, damit man noch reinspringen kann.
Für die, die den Film in OV gesehen haben:
In der Schweiz redet der Lehrer mit seinen Schülern und mit dem Rektor englisch.
Auch in Portugal reden alle fliessend englisch und das quer durch die Schichten und Zeiten
In Portugal gibt es keine guten Schauspieler, darum ist man im übrigen Europa fündig geworden.

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AnjaRohde

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Bewertung3.5Schwach

„I think it’s a good movie“, sagt Regisseur Bille August im Making-of. Das denke ich nicht. Zu viele Kitschmomente, zu wenig historischer Hintergrund, dafür berühmte Schauspieler en masse kumulieren zu einem Berg an Ärgernissen, mit denen man sich während der Filmbetrachtung herumschlagen muss.

Ausführlich: http://dienachtderlebendentexte.wordpress.com/2013/10/06/nachtzug-nach-lissabon/

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goddessofdeath

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein wunderbarer, sehr melancholischer Film, der sich in angenehmer Langsamkeit ins Herz schleicht und mit wohl gewählten Zitaten über das Leben zum Nachdenken anregt. Selten hatte so eine ruhige Reise in einem Film so viel intensive Wirkung auf mich. Für Fans von Literatur und dem großen "Brennen" im Herzen eine sichere Bank, wenn man auch noch eine Sehnsucht nach einem ungelebten Leben mitbringt, hat man gewonnen.

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

die handlung ist intresannt zu beobachten aber die darsteller sind echt das beste und wirklich jeder einzelne ist gemeint...dazu immer schöne leise musik im hintergrund

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spanky

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Bewertung5.0Geht so

Das enorme Staraufgebot kann dieses Huschhusch-Feeling eines Parforceritts durch die jüngere portugiesische Geschichte nicht beiseite spielen. Im Gegenteil. Da wird viel zu viel gewollt und die knapp 2 Stunden reichen dafür nicht einmal aus. Die deutsche Beteiligung in den portugiesischen Rollen wirkt dann dazu noch mehr als befremdlich. Schade, bei der Vorlage...

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gswingo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich gehöre auch zu denjenigen, die das Buch zuvor nicht gelesen haben -- und ich bin ohne Erwartungen in den Film gegangen, weil er zufällig noch im Sonntags-Matinée lief.

Das Ganze hat mich sehr gut unterhalten und auch durchaus bewegt. Alleine Lissabon so schön porträtiert zu sehen, hat mit viel Spaß gemacht. Jeremy Irons wirkte für mich äußerst authentisch und erinnerte mich an zahlreiche Menschen, die versuchen, aus ihrem Alltag auszubrechen. Die Hintergrund-Story rund um die Revolution fand ich emotional und mit Mélanie Laurent, Jack Huston und August Diehl auch wirklich gut besetzt. Ihre Dreiecks-Beziehung hat das Ganze echt spannend gemacht, während die Perspektive von ihrem Freund João (ebenfalls echt toll gespielt, vor allem in der alten Version im Heim) dem ganzen eine interessante Zweit-Perspektive verlieh, ohne alles zu überladen zu machen.

Wie gesagt, ich kenne das Buch nicht. Gut möglich, dass ich es noch lese... auf jeden Fall hätte ich jetzt durchaus Lust, mich in einen Zug in Richtung Lissabon zu setzen :)

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Birti

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Bewertung5.0Geht so

Durch das Buch habe ich mich ziemlich durchgequält! Deswegen hatte ich Hoffnung, dass der Film besser ist. Leider war ich gestern sehr müde und mir fehlt zwischendrin etwas ... ich werde den Film noch mal anschauen. Weil es paar Dinge auch interessant sind. Allerdings stehe ich auch gar nicht drauf, wenn eine Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin + her hopst! Mir ist noch niemand eingefallen, dem ich den Film empfehlen würde!
Was mich schon im Buch gewundert hat, dass die alle so freizügig mit ihm - also einem Fremden reden! Wozu? Würdest Du eine so bewegende Geschichte einem Frenden erzählen?

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AgentGuhl86

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist etwas gutes, wenn man ein stabiles Leben führt. Wenn man einen festen Job hat, den man mit Herzblut verfolgt. Wenn man ein schönes Zuhause hat, in dem man sich wohlfühlt. Es muss jedoch grausam sein, wenn man 60 Jahre oder mehr auf der Welt wandelt und beim Lesen eines bestimmten Buches feststellt, dass man eigentlich ein langweiliges Leben führt. Dass man eigentlich jemand anderes sein möchte. „Nachtzug nach Lissabon“ handelt von einem Lehrer, der an ein solches Buch kommt. Ein Lehrer, der so sehr sein möchte, wie der Autor dieses bestimmten Buches – ein Arzt mit philosophischem Geiste.
Dieser Film ist vor allem eines: melancholisch. Irgendwie schwermütig und traurig. Nicht nur die Geschichte des Lehrers, der versucht das Leben des geheimnisvollen Autors zu ergründen. Auch das derjenigen „Zeitzeugen“, die den Autor kannten und mit ihm lebten. Es ist eine Geschichte bzw. es sind Geschichten von Niederlagen, die das Leben bereit hält. Geschichten, die deutlich machen, wie wichtig der einzelne Moment im Leben ist. Geschichten die zeigen, dass es nur eine Sekunde braucht um das Glück einer langen Zeit zu zerstören.
„Nachtzug nach Lissabon“ ist ein großartiges Aufgebot von Charakterdarstellern, allen voran Jeremy Irons. Dazu kommen u.a. Bruno Ganz und August Diehl.
Viele Kritiker schieben das sicher hervorragende Buch vor dem Film und vergleichen „einfach so“, um dann zu dem Schluss zu kommen, die Verfilmung sei einfach schlechter. Das kann man machen, sollte man aber nicht in jedem Fall. Denn Buch ist Buch und Film ist Film. Die Stärken des einen Mediums können nicht eins zu eins auf das andere Medium übertragen werden. Im Film muss man immer irgendwo Abstriche machen. Ich finde, das ist gelungen.

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mondauge

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diese Kritik hat mir mächtig Lust gemacht den Film zu schauen


Underdog123

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danke für den letzten absatz! ich kann diese möchtegern intellektuellen nicht leiden, die immer sagen: "aber oh ich bin so enttäuscht, das buch war so viel besser bla bla..." ich hab noch nie gehört, dass mal jemand sagte film besser als buch... man kann es eben nicht vergleichen...


MovieDan

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Bewertung7.5Sehenswert

Tolle Story vor wunderschöner Kulisse sehr gut inszeniert! Sehenswert!

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alter.native

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Bewertung6.5Ganz gut

Immer da, wo der Film der Intention des Buches folgt, wird er langweilig und aufgesetzt. Schon am Buch hat mich gestört, dass der Autor uns seine Welterkenntnissätze um die Ohren schlägt und drumherum eine Rahmenhandlung konstruiert.

Diese Rahmenhandlung hätte im Film was starkes werden können, ein Ausflug in die jüngere Portugiesische Geschichte, ähnlich wie beim Film "No!". Das gelingt aber nur in seinen besten Momenten, wo die Schauspieler einfach spielen. Ansonsten haut uns die Stimme aus dem Off auch hier die gedankenschweren Welterkenntnissätze als Dreh- und Angelpunkt um die Ohren und der Regisseur vertut damit die Chance, was Eigenens draus zu machen.

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marishok

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Bewertung5.0Geht so

Von "Nachtzug nach Lissabon" habe ich mehr erwartet. Leider ist es dem Regisseur nicht gelungen, aus einem literarischen Werk ein autarkes filmisches Werk zu machen. Sobald man spürt, dass ein Film auf einer Vorlage beruht, ist der Film misslungen. Es war unüberzeugend und wenig nachvollziehbar, eher gekünstelt und langweilig...

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