Naokos Lächeln - Kritik

Noruwei no mori

JP · 2010 · Laufzeit 133 Minuten · FSK 12 · Drama · Kinostart
Du
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    Leblos, zäh, weinerlich. Die magischen bisweilen surrealen Welten die Murakami zeichnet sind wohl doch nur für die Projektion ins Gehirn geschrieben, nicht für die Leinwand.

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      SebastianK 13.06.2016, 23:58 Geändert 13.06.2016, 23:59

      Wenn man es schafft den Film und das Buch jeweils als eigenständig zu sehen und erst garnicht versucht diese zu vergleichen (an manchen Stellen garnicht so leicht), kann man einen echt überzeugenden Film sehen. Nicht zuletzt durch die wunderschönen Bilder von Mark Lee Ping Bin.

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        Schlopsi 22.04.2016, 12:08 Geändert 22.04.2016, 13:25

        Jetzt gehört die titelgebende Literaturvorlage schon nicht zur besten ihres Fachs. Warum also ausgerechnet "Norwegian Wood" die Popularität und Verfilmung nach sich ziehen durfte, entzieht sich meiner Erkenntnis.
        Jedenfalls sollte nur kurz erwähnt werden, dass sich die Verfilmung von "Naokos Lächeln" einigermaßen eng an die Vorlage hält, jedoch die interessantesten Dinge ausklammert. Und das hat einen Grund.

        Mit Trần Anh Hùng steht ein sehr poetischer Mann hinter dem Projekt, dessen Bildsprache sich in endlos erscheinenden und häufig statischen Einstellungen widerspiegelt. Eigentlich perfekt für Murakami-Stoff, der sich meist um das Innenleben seiner Figuren dreht. Da passt keine Hektik hinein, vielmehr möchte man sich vorstellen, wie gemächliche Einstellungen durchaus auch für innere Unruhe sorgen können. Anfangs gelingt es Anh Hùng auch ganz gut, eben diese Gefühle einzufangen, da er die Beziehung lebendig erscheinen lässt. Fast schon lebensbejahend, schickt er den jungen Studenten Toru Watanabe durchs Leben. Helle kräftige Farben und eine zackige Dynamik in der Erzählung, die trotz lang anhaltender Kameraeinstellungen, sowie fragmentarischem Szenenablauf in sich geschlossen agieren. Es ist ein vielversprechender Beginn, ehe sich das Drama von seiner Last erdrückt sieht.

        Es ist beileibe kein leichter Stoff, der hier verfilmt wird. Wie ihr bereits in der Buchbesprechung lesen konntet (siehe unten), entwickelt sich die Handlung zu einem zusehends deprimierenderen Drama, in welchem sich Toru zwischen zwei völlig konträren Frauen wiederfindet. Der zurückgezogenen Naoko und auf der anderen Seite die extrovertierte Midori. Es wird zu einer Zerreißprobe für Toru und genau das ist das Problem bei der Verfilmung. Obwohl die Vorlage schon wenig Empathievermögen aufbringen konnte, gelingt es Anh Hùng zu keiner Zeit, eine Verbindung zu und zwischen den drei im Mittelpunkt der Geschichte stehenden Figuren aufzubauen. Die Distanz ist dabei von vornherein schon gegeben, aber sobald sich das Drama zuspitzt, kommt jegliches Feingefühl für die Personen abhanden. Die Eintellungen, welche lediglich zwischen Halbtotalen und alles überblickende Totalen wechseln, verleihen der vorherrschenden Distanz eine vermeintlich poetische Tiefe und zementieren diese. Doch genau das macht "Naokos Lächeln" nicht cleverer oder gar tiefgründiger. Viel eher wirkt es auf Dauer aufgesetzt und ideenlos, wie mit durchkalkulierten Mitteln an das Empfindungszentrum appeliert werden soll. Stattdessen verleihen diese Stilmittel dem Ganzen eine langatmige Schwere, die aufgrund der kaum aktivierten Sympathien zum Hauptcharakter ins Leere laufen. So entwickelt sich ein Schwermut, den der Film nicht mehr abschütteln kann.
        Dafür ist jedoch auch das Drehbuch als verantwortlich zu bezeichnen, welches auf die belebenden Elemente der Buchvorlage verzichtet. Statt sich nämlich auf die kleinen Abenteuer einzulassen, die dank der Begegnungen für impulsive Momente sorgen, einzulassen, werden diese lediglich auf rudimentärster Ebene abgehandelt. Das potentielle Loveinterest der Midori kommt so erst gar nicht zur Geltung, ihre Macken noch weniger, und die in der Vorlage wichtige und nicht minder sympathische Reiko bleibt nicht mehr als eine blasse Randnotiz, die schneller wieder vergessen ist, als man Naoko sagen kann.

        Mit "Naokos Lächeln" gelang Regisseur Trần Anh Hùng nichts weiter, als ein vermeintlich tiefschütfendes Drama, welches die eigentliche Essenz gekonnt unter den Teppich kehrt. Statt der Geschichte lebhafte Seiten abzuringen und so für Beziehungspunkte zu sorgen, döst alles gemächlich vor sich hin, ehe es in langatmigen Einstellungen verebbt.

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        Link zur Buchbesprechung, falls Interesse besteht: https://infernalcinematicaffairs.wordpress.com/2016/04/14/literatur-naokos-laecheln/

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        • 7 .5
          TheQuant 31.01.2016, 20:02 Geändert 31.01.2016, 20:03

          Melancholie, Depression und eine komplexe Beziehung zwischen zwei Menschen. Mir hat der Film gefallen, das Buch kenn ich leider nicht.
          Ich denke wenn man das Buch gelesen hat wird man den Film anders bewerten.

          Man muss in der richtigen Stimmung sein um den Film zu sehen..

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          • 6 .5

            Ich habe mich sehr bemüht, den Film ganz toll zu finden. Leider ist es mir nicht gelungen:

            Teilweise sehr poetisch mit wunderbaren Bildern, ist diese Literaturverfilmung nicht nur schwermütig und melancholisch, sondern leider auch anstrengend und langweilig. Die sprunghaften Schnitte und Szenenwechsel tragen nicht dazu bei, eine echte Verbindung und Nähe zu Story und vor allem den Figuren herzustellen.

            Vielleicht war ich auch nicht in der richtigen Stimmung....

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              Tran Anh Hung übersetzt die Schwermut von Murakamis Roman in Filmbilder, aber es fehlt das Leuchten, das darüber hinausgeht. [Marli Feldvoß]

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              • 3 .5
                Pepilotta 22.01.2015, 01:06 Geändert 22.01.2015, 01:06

                Mit zunehmender Minutenzahl wird es öder, diesen Film zu sehen.

                Die ersten Bilder verfolgt man noch interessiert, aber die Geduld lässt nach, und die üble Vermutung, dass die ganze Geschichte immer mehr nach billiger Seifenoper riecht, in der sich pseudo-alternativ alle umbringen, wird bestätigt. Die klagenden Geigen dazu geben den ach so dramatischen Szenen den Rest. Vielleicht könnte man dem Film besser folgen, wenn die Figuren außer gußeisernen Gesichtern etwas Seele hätten. Diese sucht man aber leider vergebens. Einzig Rinko Kikuchi sieht man irgendwie gerne zu - die allerdings immer weniger auftaucht

                • 6 .5
                  ShayaNova 14.01.2015, 13:20 Geändert 14.01.2015, 13:28

                  Die Irrungen und Wirrungen der jungen Liebe auf japanisch. Sehr stimmungsvoll und auch schön, sofern man die nötige Geduld dafür hat. Ich persönlich würde ja gern Mister Aufziehvogel mit James McAvoy in der Hauptrolle sehen, aber mich fragt ja keiner..

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                  • 2

                    2 Punkte für die Landschaftsaufnahmen. Davon abgesehen fehlt mir leider das Zen-Gen, das man für diesen Film wohl braucht. Ständig darauf zu warten, daß die Kamerafahrt jetzt mal beendet ist und irgendwer endlich mal irgendwas sagt (was dann leider auch die meiste Zeit schräges Zeug war), hat mich ganz fummelig gemacht...

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                    • 0

                      Verfilmte Trivialliteratur. Schon Murakamis Groschenroman war eine anspruchslos geschriebene und peinlich platte Männerphantasie. Natürlich Bestseller, wie generell alles, in dem stinkende Körperflüssigkeiten unter detailreicher Beschreibung ausgetauscht werden. Was Ranicki aber fälschlicherweise als erotisch bezeichnete, ist schlicht ein von Plattitüden untermauerter Chauvinismus in künstlerischem Gewand. Zum Kotzen sowas.
                      Schwer hat man es vor allem dann, wenn - der Originaltitel weist bereits überdeutlich darauf hin - man dem Leben der 60er nicht frönt. Lose, zwischenmenschliche Geflechte, Zigaretten, Whiskey und die Schmalzmusik der Beatles erleben ihre Hochzeit und jeder plädiert auf seiner Individualität und Freiheit und führt unfassbar bedeutungsvolle Beziehungen mit unfassbar bedeutungsvollen Menschen. Was sind wir nicht alle einzigartige Schneeflocken. Der Film ist, wie soll es auch anders sein, langweilig gemacht, hölzern gespielt und in fast jeder Hinsicht völlig belanglos. Die gute Version dieses Malheurs gibt es natürlich auch, sie heißt Desire (欲望) und ist von Shinohara.

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                      • 2 .5

                        Der Film könnte auch Naokos (Rinko Kikuchi) Tränen heißen, denn hier wird nie gelächelt dafür aber viel geweint. Ein Lächeln klingt vielleicht besser, hat aber mit dem Film soviel zu tun wie Thunfisch mit Tunwort. Größtenteils ist es der Student Toru (Ken-’ichi Matsuyama), der auf der Suche ist. Er will sich selbst finden, Erwachsenwerden und seine weiblichen Mitmenschen begreifen. Zu diesem Zweck probiert er einige Mädels aus, die selbst noch etwas unreif sind und zwischen Weinkrämpfen, Weltschmerz und unentschlossener Langeweile hin und her pendeln. In langen Dialogen geht es um den Charlotte Roche Titel, ohne dass eine Antwort gefunden wird. Größtenteils wird der Ton von den wimmernden Geigen überdeckt, und man kann nur die beeindruckende Landschaft genießen. Zur zeitlichen Einordnung sehen wir Bilder von Studentenunruhen, die aber mit der Handlung nichts zu tun haben und zur Erklärung für manch unerfüllte Liebesnacht erklingt ‘Norwegain Wood‘ von den Beatles. Ist auch einer von mehreren Auslandstiteln. Da musste auch John in der Badewanne allein schlafen. Und am Ende ist Schluss. Wer hätte das gedacht. Es bleibt ein kryptisches Gewirr aus impressionistischen Versatzstücken von Liebe und Tod in stürmisch schöner Natur. K.V.

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                        • 2

                          Ich bin ein riesengrosser Haruki Murakami Fan und seine Bücher sind wirklich cool aber die Verfilmung von Naokos Lächeln ist einfach nur schund so wenig Herzblut und Emotion hab ich schon lang nicht mehr in einem Film gesehen

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                          • 4

                            Depressionen
                            Sex
                            Depressionen
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                            Sex
                            ......

                            Irgendwann wurde mir der Film zu eintönig auch wenn der Rest (Kamera usw.) ganz gut waren. Axo und ja dein Lächeln war auch schon in Babel nichts besonderes.

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                            • 6

                              Der Film ist sehr ähnlich wie das Buch. Im Buch geht es viel darum, wie das Leben der Hauptdarsteller zwar weitergeht, sie aber irgendwie in der Zeit feststecken und nicht loslassen können. Ich finde, es ist eine gute Verfilmung des Buches; nun kommt es aber darauf an, wie man das Buch findet. Die Bilder jedoch sind fabelhaft und die Schauspieler sehr gut. Lob an die Crew; schade, dass es für jene, die das Buch nicht kennen, zu langgezogen und langweilig ist.

                              • 8 .5

                                "Naokos Lächeln" ist japanisches Kunst-Kino, auf das sich der Betrachter erstmal einlassen muss. Wenn er das tut, dann wird er mit einem intensiven Filmerlebnis belohnt. Es gibt viele tolle Bilder, grandiose Kamerafahrten und einen tollen Soundtrack. Doch es gibt auch Dialoge, die auf den Zuschauer etwas befremdlich wirken. Mich hat es überrascht, das der Film ab 12 Jahren freigegeben ist. Es gibt doch einige Sexszenen, die es in sich haben, vor allem bezüglich der Intensivität. Da wurde schon für weniger die Altersfreigabe nach oben gezogen.

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                                • 4

                                  Kaum noch als Kitsch zu bezeichnen. "Naokos Lächeln" fühlt sich viel mehr wie ein 70 Jahre durchgekauter Kaugummi an. 133 Minuten voll mit verwirrend leeren Dialogen und außerdem durfte Rinko Kikuchi doch bereits zwei Jahre zuvor schon einmal eine zähe Rolle spielen. In "Eine Karte der Klänge von Tokio" gab es aber trotzdem noch das gewisse Etwas und eine sinnvolle Ausleuchtung der Charaktere.

                                  Ich habe das Buch weder gelesen, noch bin ich erpicht darauf, dies nach zu holen. Von Trần Anh Hùng hatte ich zuvor auch noch keinen Film gesehen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich mir noch einmal einen antun werde.

                                  Larifari.

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                                  • 5

                                    Extrem schleppend und so wenig berührend wie ein Aschestern in einer anderen Galaxie ...

                                    • 3 .5

                                      Ich wurde vorgewarnt: das Buch habe den gleichen Unterhaltungswert, wie Schimmelpilzen beim wachsen zuzusehen und man könne es gar nicht zu Ende lesen. Und dann das selbe mit dem Film: dialogleere Einstellungen von epischer Länge, die quälend um das Siegel "Poesie" ringen, aber höchstens als Schlafkrankheit auslösende Essenz der Langeweile durchgehen können. Eine furchtbare Enttäuschung, die einem im Grunde nur die Stop- und Open-Tasten am DVD-Player zur Option lassen.

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                                      • 6 .5

                                        Der Film ist sehr weiblich, bezieht er sich doch auf die Gesichtsveränderung einer Japanischen Jungen Frau. Der Film der eigentlich ein Frauenfilm für mich ist, schon vom Titel her, könnte doch auch Naokos Achselschweiß heißen, oder Naokos Hühneraugen. Denn die Figur im Film wird so richtig in den Mittelpunkt gerückt, was an sich nicht schlecht ist, aber doch etwas stört. Nicht die Darstellung der Frau ist es was stört, sondern dass sie öfters zu sehen ist als andere Vielleicht wichtige Nebenfiguren. Zwar nur die erst Hälfte aber immerhin.

                                        Das Ganze ist ja streng genommen 'ne kleine Literaturverfilmung, in dessen Film oft geflüstert und leise geredet wird. Ich schätze dass soll den Anspruch erhöhen oder die Hörfähigkeit von leicht tauben Zusehern verstärken. Keine Ahnung jedenfalls ist der Roman vom japanischen Schriftsteller Haruki Murakami, der es 1987 veröffentlichte, sein Werk.

                                        Im Film wie im Buch geht es um den 37 Jährigen Tōru Watanabe der im Flugzeug die Beatles hört und an die 1960 er Jahre denkt wo er noch jünger war. Und diese Zeit war für ihn sehr entscheidend. Die Zeit wo es noch richtige Freundschaft gegeben hat. Eben wie er und Kizuki und Naoko, die alle so um die 17 oder 18 sind.

                                        Irgendwann muss Kizuki umziehen, nach Tokio und die Freunde verlieren sich aus den Augen bis sie sich irgendwann in der U Bahn wieder treffen. Die treffen sich dann immer, latschen durch Tokio und sind fröhlich.

                                        Später irgendwann hat Kizuki Selbstmord getan, Naoko verkraftet das nicht und wird von den Eltern in ein Sanatorium eingewiesen. In der Zwischenzeit ist Tōru mit Midori Kobayashi befreundet, die viel lustiger als Serien Exfreundin Naoko, die sich sehr einsam fühlt, weil eben der Freund eine andere Frau kennen gelernt hat, doch er mag noch immer die schüchterne Naoko die im Sanatorium ist und muss sich nun zwischen den 2 Frauen entscheiden.

                                        Jedenfalls hat man das Buch dann 2009 verfilmt, heuer 2011 war dann er Film im Kino vom Regisseur Trần Anh Hùng, der damals den Film „Cyclo“ gemacht hat. Im Film ist mehr von der Beziehung zu sehen, KIZUKI bringt sich um als sie 17 ist, im Buch ist dass glaube ich anders habe ich gehört, egal, im Film sieht man viel vom Land, wenig von Tokio, die Beziehung zwischen TORU und KIZUKI und NAOKO geht schon lange, seit dem 3. Lebensjahr kennen sich die. Was im Film wirklich gut kommt ist als NAOKO erklärt wie sie sexuell erregt ist, aber nicht so ordinär, was auch die Sexszenen betrifft, sondern teils psychologisch und tief gehend, so dass du richtig mitfühlen kannst, ja das macht der Film gut.

                                        Die Szenen spielen die Darsteller gut, der Film ist mit seinen 129 Minuten sehr lange, ich bin einige Male fast eingenickt, weil er sehr dialoglastig für mich ist, obwohl eh genügend Abwechslung ist, aber trotzdem. Er ist etwas zu langatmig für mich. Die Musik im Film ist vom Gitarristen Johnny Greenwood, der seiner Band seinen Namen gegeben hat.

                                        Der Schauspieler von Watanabe, Ken’ichi Matsuyama, spielt die Rolle nicht übel, er wirkt ruhig, er wirkt nachdenklich und ist mit seinen 17 Jahren auf alle Fälle vielen Leuten weitaus mehr voraus als andere Darsteller die älter sind. Man merkt er ist kein Hollywoodstar, er spielt ohne Starallüren, Also er spielt nicht so dass er sich beweisen muss, nein er spielt einfach ruhig, mir zu ruhig aber gut, wie ein Laiendarsteller die oft besser sind als Darsteller, weil die das ernster nehmen.

                                        Allen voran natürlich die Naoko, die von Rinko Kikuchi gespielt wird, die ist 1981 in Japan geboren hat blonde Haare, ist kein hübsches Mädchen im Film aber sieht sie besser aus als in echt. Vielleicht kennen sie noch einige Leute aus dem Film „Babel“ der meiner Meinung nach ein bisschen ähnlich ist vom Anspruch her, vom Faktor nachdenken im Film und vom Gefühl her.

                                        Premiere hatte der Film bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig im September 2010, und da ging es um nichts anderes als um den Goldenen Löwen.

                                        Was der Film auf alle Fälle gut macht sind die Landschaftsaufanhmen die sind im Kino einfach eine Wucht, das saftige Grün, die Bäume, die Natur und einfach die Stadt von oben und von unten aber nicht so oft, der Film ist weniger in der Stadt gedreht was ich gut finde, sondern eher dort wo kein Tourist hin kommt in Japan, das sowieso viel zu teuer ist zum hinreisen.

                                        Naoko spielt im Film oft ein Mädchen dass zu sehr an Sex denkt. Was ja eh super ist wenn Frauen so denken und reden, aber irgendwie hat es im Film nicht dass gebracht was es sein sollte, einfach die Romantik fort zu treiben. Ich mag romantische Filme, hin und wieder Frauen Filme, überhaupt die von Gina Wild.

                                        Cool war als sie ihn dauernd sekiert, ob er einen Steifen hat, ob er Sex will, das war nicht ordinär, das war wieder ehrlich und gefühlvoll, ja so reagiert der Film, so richtig unschuldig und nett.

                                        Übrigens in Asien hat der Film für die beste weibliche Hauptrolle den Preis gewonnen. Und das Kostüm ist auch nominiert worden. Dass ist eine 21 köpfige Jury aus vielen Ländern in Asien die in 10 Kategorien Preise vergibt.

                                        Angeblich ist der Schriftsteller in Japan sehr berühmt, der Film ist nicht so beliebt da unten warum weiß ich nicht, Vielleicht ist er zu melancholisch denn das ist er, und da ich mir denke dass Bücher oft mehr an Gefühlreaktionen haben als Filme ist das Buch noch melancholischer, Also wenn man das Buch liest bist du Selbstmordgefährdend.

                                        Schade dass der Film so schwermütig klingt, ich glaube da hat auch ein bisschen die Musik beigetragen die ich gar nicht so richtig bemerkt habe, ich habe mich jedenfalls ertappt als ich mir dachte he wann ist der Film denn nun aus.

                                        Ich hätte jedenfalls Vielleicht gerne mehr von Watanabe gesehen und nicht dauernd die ganzen Depression und Innenleben von Naoko. Sicher war das nicht so plakatierend dargestellt, aber etwas zu viel doch, und das finde ich schade bei so einem Film, weil die Geschichte ist recht gut gewesen zwar nicht unbedingt was fürs Kino aber immerhin. Vielleicht liegt das daran dass der Regisseur aus Vietnam kommt und dort werden anderen Filme gemacht als in Japan.

                                        Was vielleicht auch zu viel war, die Todessehnsucht im Film, da hat man irgendwie das Gefühl, dass die Leute die nicht so viel im Film machen, da hat keiner so richtig einen Job, ja die würden sich alle glaube ich umbringen wenn sie die Möglichkeit hätten. Da ist meiner Meinung nach zu viel an Gefühlen rein interpretiert worden oder wie man das nennt.

                                        Humor habe ich im Film vermisst, obwohl es gar nicht geplant war, aber einiges hätte lustig sein können, und eines wundert mich, sowieso, der Film hat den Titel vom Lächeln, also davon sah ich nicht viel.

                                        So gesehen ist es ein guter Film, die Musik nicht übel aber das Ganze zu melancholisch, dafür die Schauspieler sind gut, Naoko kann Kizukis Tod nicht verwinden, oder Midori wie sie vor Leben nur so sprüht, das waren wirklich oft unvergessliche Schauspielerische Momente die ich gerne so sehe.

                                        Der Film hat auch explizite Sexszenen die fast Hardcore sein könnten, wenn man mehr zu sehen hätte, nur eines fehlt noch, man hat sich mit den Schauspeilern nicht identifizieren können, nicht so richtig und darum hat mir wegen dieser vielen Dinge der Film nicht so sehr gefallen und ich vergebe daher nur magere 69 von 100 Punkten.

                                        • 4 .5

                                          Ein Film für Depressive und die, die es noch werden wollen, mit schönen Bildern, einer perfekten Stimmungsvermittlung, reichlich tragischem Kitsch und einem Zuviel an Darstellung und Gesprächen von Sex. Nicht mein Geschmack.

                                          • 4

                                            Japanische Filme sind generell zu empfehlen, aber in diesem Fall: Finger weg vom Versuch einen Murakami zu verfilmen. Das geht an alle Filmemacher. Schon dem Trailer ist zu entnehmen, dass die Nähe zum Buch nicht bedeutet, dass die Schauspieler die Charaktere treffen oder sich die Tiefe zwischen den Zeilen in romantische Klischeeszenen pressen lassen. Don't try it again!

                                            • 7

                                              Der Film war gut, tolle Kamera und die Stimmung hat mir gefallen. Aber ich habe mich des Öfteren ratlos gefühlt was die Aktionen der Protagonisten angeht. Da ist vieles verwirrend und nicht nachvollziehbar. Warum sind die alle so depressiv? Naja vielleicht sollte ich das Buch mal lesen.

                                              • 7 .5

                                                "Romanze" ist der völlig falsche Begriff. Dieser traurig schöne schwere Film hat Tränen in meine Augen getrieben. Ich habe auch das Buch gelesen. Die Verfilmung ist schon gelungen, aber irgendwie zieht sich die erste Hälfte länger hin als die zweite. In der zweiten Hälfte wird es erst so richtig wunderbar. Ich würde auch empfehlen den Film aufgrund seiner sexuellen Offenherzigkeit mit einer Person seines Vertrauens zu schauen und nicht mit einem ersten Date, da man ansonsten vielleicht doch unangenehm berührt im Kinosessel hin- und herrutscht. Im Vergleich von Buch und Film, fand ich noch dass man im Film evtl zu stark Sympathien für die eine oder andere Person vergibt, was ich im Buch nicht das Gefühl hatte. Da waren die Sympathien ausgewogener und die Charaktere gleichwertiger, irgendwie.

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                                                • 6

                                                  Ja, Filme sind kommen ja fast nie an das Buch ran, man darf das auch nicht erwarten, is' ja ne andere Kunstform, bla und blubb. Normalerweise versuche ich auch wirklich das auseinanderzuklamüsern und beides unabhängig voneinander zu sehen, aber für mich ist der Film so weit am Buch vorbei, dass aus Murakamis atmosphärischem Roman eine verkitschte Teenagerromanze geworden ist, die nur in einigen wenigen Szenen die Stimmung des Buches wiedergibt (In Naokos Wohnung bei Regen z.B.). Schon allein die Darsteller (abgesehen vielleicht von Naoko, die ich mir wirklich einfach nur anders vorgestellt habe und Nagasawa, den ich gut getroffen, im Vergleich zu den anderen aber zu alt fand) sind viel zu glatt und hübsch, wie japanische Popsternchen, die normalerweise die Titelsongs von Animes singen. Vielleicht ist es aber auch unmöglich die Gedanken und Gefühle der Hauptfigur, auf denen das Buch nun einmal baut, filmisch wiederzugeben, die lebensfrohe und grundehrliche Midori nicht aufgesetzt und überdreht wirken zu lassen, oder Naoko fünfmal wiederholen zu lassen, dass sie einfach nicht feucht geworden wäre, ohne dass es lächerlich wirkt. Vermutlich hat sich der Film aber auch mal wieder nur zu sehr an der Vorlage entlangehangelt und ist eben dadurch völlig an ihr vorbei, weil man einen Inhalt meistens eben nicht eins zu eins in ein anderes Medium übertragen kann, ohne ihn dadurch zu vermurksen.
                                                  Vielleicht ist das alles aber auch nur eine subjektive Beurteilung, die auf meiner Faszination vom Roman und den Figuren beruht, die ich für mich eben anders interpretiert habe.
                                                  Die Synchronisierung ist aber ohne jeden Zweifel furchtbar.

                                                  • 7

                                                    Ich weiß nicht, ob ich zu prüde bin oder die Authentizität des Films einfach zu gewollt. Über die wunderschönen Bilder, die Stärke der Schauspieler und die musikalische Untermalung ist wohl nicht mehr viel zu sagen, ein Genuss für jeden Cineasten. Wenn man sich zwischendurch immer wieder selbst mit entrückten Mimiken auf die Leinwand starrend erwischt, dann muss der Film etwas haben, das einen nicht loslässt.
                                                    Nichtsdestominder empfand ich die "Echtheit" der Gespräche als störend. Man hatte das Gefühl, der Film möchte einem das ungeschminkte Leben zeigen, indem möglichst viel Intimes diskutiert wird, das einen nicht selten verstört in die nächste Szene entlässt. Eine schöne die Idee, die für meinen Geschmack aber schon zu sehr ins Extrem ging. Eine konsequente Weiterführung dieser Idee wäre vielleicht eine 5-minütige Dokumentations eines Toilettenganges des Protagonisten gewesen.
                                                    Mit seinen 133 Minuten hätte der Film nichts eingebüßt, wenn man ein- bis zweimal weniger eine "Ständer"-Diskussion eingebaut hätte. Vielleicht liegt dieses Gefühl, das ich habe, aber auch an der deutschen Übersetzung.
                                                    Trotzdem ein Film, den man sich anschauen sollte! Bereuen tue ich es auf jeden Fall nicht.

                                                    ?a=5541&i=2&e=1&c=1270842&c0=movpa krit