Narbengesicht

Scarface (1932), US Laufzeit 93 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 20.02.1981

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6.7
Kritiker
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7.4
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189 Bewertungen
10 Kommentare
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von Howard Hawks, mit Paul Muni und Ann Dvorak

Nach der Ermordung des Gangsterbosses Big Louie Castillo durch seinen Leibwächetr Tony Camonte, genannt “Scarface”, droht in Chicago ein neuer Bandenkrieg. Johnny Lovo, in dessen Auftrag Scarface Big Louie getötet hat, will aber keine Konfrontation zwischen seinem Teil der Stadt und dem Süden, der von O’Haras Gang beherrscht wird. Trotzdem kommt es bald zu Gefechten, weil O’Hara erschossen wird, und seine Anhänger den Schudigen in Johnny Lovo sehen.


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (10) — Film: Narbengesicht


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TheDrPepperPower

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Bewertung4.0Uninteressant

Mit "Scarface" (1932) ist es wie mit so vielen dieser alten Klassiker: Betrachtet man sie im Kontext ihrer Zeit, sind sie wirklich beeindruckend aufgrund ihrer für das Kino wegweisenden Bedeutung. Schaut man auf sie allerdings mit subjektiveren, aus heutiger Sicht begründeten Maßstäben wie z. B. der Qualität des Actings, so kommen sie nicht über das akzeptable Mittelmaß hinaus. Es gibt definitiv gewisse Exemplare dieser uralten Filme, die es selbst heute noch vermögen, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen (wie z. B. "Metropolis"). Dennoch ist ihr Genuss immer mit gewissen Abstrichen verbunden. Es gab damals nun einmal noch nicht die technischen Möglichkeiten des modernen Kinos, was oft dafür sorgt, dass viele Werke recht unspektakulär anzusehen sind, ja manchmal gar staubtrocken wirken. Ebenfalls war das Schauspiel noch zu sehr beim Stile des Theaters verhaftet und wirkt daher selten realistisch. Ich kann mir die Liebe mancher Cineasten für diese ungeheuer alten Filme eigentlich nur durch ein reines Geschmacksurteil erklären. Wie manche eben B-Filme lieben, oder andere gerne ihre Zeit mit den belanglosesten Horror-Filmen verbringen, oder wieder andere - wie ich selber - liebend gerne einem Arnold Schwarzenegger beim Scheitern in der Aussprache der englischen Sprache zuschauen, so muss man wohl einen Soft Spot für das klassische Kino haben, um Werke wie das vorliegende wirklich gerne schauen zu können (und sie nicht "nur" für das was sie sind zu respektieren).

Mich erinnert das Schauen von Filmen aus der Wiege des Kinos an einen Museumsbesuch, bei dem man alte Werkzeuge bestaunt und sich so in eine vergangene Zeit versetzt. Es ist zwar immer noch bemerkenswert, was früher mit begrenzten Mitteln geleistet wurde, aber dennoch sind die damals brauchbaren Objekte inzwischen einfach obsolet. Niemand würde heute z. B. mit einem mittelalterlichen Pflug arbeiten wollen, so brauchbar er in der damaligen Zeit auch gewesen sein mag. Es gibt heutzutage einfach technisch überlegene Maschinen. Analog dazu muss man festhalten, dass Brian De Palmas gleichnamiges Remake des vorliegenden Werkes aus dem Jahr 1983 schlichtweg in jeder Hinsicht der bessere Film ist. Ob er es in filmhistorischer Hinsicht ist, darüber lässt sich streiten, aber wenn es darum geht, das Writing, das Acting, das Pacing, die Action und v. a. das aus diesen Faktoren resultierende "Viewing Pleasure" des Betrachters zu beurteilen, dann kann der alte "Scarface" leider nur verlieren.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

jp@movies

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Ok, das Schauspiel mag aus heutiger Sicht ein wenig theatralisch anmuten, und man kann sich auch schenken, dass der Film in den 30er Jahren wegen seiner Gewaltdarstellung mit der Zensur zu kämpfen hatte, wie heutzutage Quentin T. - na ja, also eher Mitte/Ende der 90er - trotzdem fühle ich mich davon besser unterhalten, als von einer beliebigen Staffel BOARDWALK EMPIRE. Letzteres müsste/sollte dann ja "besser" sein. In Sachen Ausstattung und Bühnenbau finde ich dann aber Hawks deutlich überzeugender für die 20er Jahre - Film ist und bleibt halt immer eine subjektive Angelegenheit für jeden einzelnen Zuschauer :)


jacker

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@ Dr. Pepper: Aber siehts du, genau diese genannten Filme entstammen ja den selben Umständen und sind somit ähnlich, oder sogar mehr in die Zeit gekommen. Trotzdem reißen sie dich mit. Daraus würde ich ableiten: Entweder die genannten Filme sind ganz außergewöhnlich für ihre Zeit und haben die damaligen Konventionen mit Füßen getreten (oder revolutioniert). Oder es ist eben doch nicht nur die objektive Sicht auf die 'Probleme' der damaligen Darstellung sondern eigentlich genau wie heute: Von Film zu Film verschieden und nicht vorhersehbar.
Ich gebe dir ja recht, dass ältere Filme oft etwas naiver wirken, aber eben nicht alle :)
@ Kunkel: Wie wir mit viel Abstand auf heutige Top-Filme sehen werden, darauf bin ich jetzt schon gespannt


hollygolightly1

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"The world is yours."
Howard Hawks' "Scarface" aus dem Jahre 1932 ist ohne Frage ein Meilenstein des Gangsterfilms und ein nennenswerter Beitrag zur Filmgeschichte.
Mit Paul Muni in der Hauptrolle drehte einer der wichtigsten Regisseure der Vergangenheit diesen Film, der später als Vorlage für kein geringeres Werk als Brian De Palmas "Scarface" aus 1983 dienen sollte.
Interessant ist, dass es zwischen den beiden Filmen keine so großen Unterschiede gibt, wie man vielleicht vermuten könnte.
Selbstverständlich ist das Original eines Remakes (fast) immer mindestens sehenwert, obwohl ich hier zugeben muss, dass mir die Neuverfilmung von De Palma besser gefällt. Ein Grund dafür ist Al Pacino. Ein weiterer die Atmosphäre der 80er.
Aber ich will die beiden Filme hier gar nicht miteinander vergleichen, sondern nur klarstellen, dass Hawks' Version ebenfalls sehenswert ist. Man berücksichtige einmal das Jahr.
Der Film ist nicht ganz so spannend, wenn man vorher das Remake gesehen hat. Trotzdem ist er vor allem gegen Ende sehr dramatisch und packend.
Die Schauspieler machen ihre Arbeit hervorragend - ob nun Muni als "Scarface", Ann Dvorak als Cesca Camonte oder Osgood Perkins als John Lovo - sie überzeugen in ihren Rollen.
Insgesamt ist "Scarface" ein wichtiger und für Fans des Gangsterfilms empfehlenswerter Film, der den Aufstieg und Fall des Gangsters Tony, dessen Charakter an Al Capone angelehnt ist, schildert.
Ich persönlich bevorzuge die Version mit Al Pacino, da De Palmas Werk eine mehr als würdige Neuverfilmung des kleinen Klassikers ist.

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Filmkenner77

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Kubrick-Fan, wie ich lese. ;-)


hollygolightly1

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jep :)


Keky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Narbengesicht (Scarface)" aus dem Jahre 1932 ist ohne Zweifel der Urvater aller Mafia Epen. Ohne diesen Film, der ein ganzes Genre begründet hat, gäbe es viele andere Perlen der Filmgeschichte wohl nicht.
Der Regisseur Howard Hawks hat an die Lebensgeschichte von Al Capone angelehnt. Obwohl der Film bereits zu Beginn der 30er Jahre entstanden ist, kann dieses Konzept nach wie vor überzeugen.
Spannung ist garantiert, auch die Action-Szenen sorgen durchaus für eine gewisse Faszination. Paul Muni ist der unbestrittene Star des Films, was für ein Vollblut-Schauspieler! Nach meinem Dafürhalten ist seine Verkörperung des Gangsterbosses Tony Camonte bis heute unübertroffen, und das will bei einer solch einer Konkurrenz wie De Niro, Pacino, Cagney, Robinson u.a. ja nun einiges heißen. :D
Was den Film zu einem Klassiker macht, ist schließlich auch die Tatsache, dass er eben nicht in der effekthascherischen Schilderung der organisierten Kriminalität verharrt, sondern die gesellschaftlichen Umstände, die das Verbrechen begünstigen. ;)
Ein Meisterwerk der Filmgeschichte!

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Cellmorbasg

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Gangsterfilm dem man sein Alter insgesamt ein bisschen anmerkt, doch bietet Paul Muni ein sehr ansehnliche Performance als sarkastischer Bösewicht vor dem niemand sicher ist. Genau daraus erwächst die dramatische Beschleunigung zum Ende hin in der Scarface doch noch seine menschenfreundliche Seite zeigt und dem Film eine durchaus tragische Wendung gibt.

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Lismechir

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Bewertung4.5Uninteressant

Es waren einige gute Momente in dem Film, allgemein konnte er mich allerdings nicht überzeugen. Zu leer insgesamt.

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nmrd

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartig! Paul Muni liefert eine geniale Show, angemessene Härte und ein gehöriger Schuss Ironie machen Scarface zu einem echten Kracher.
Insbesondere wer DePalmas Scarface mag, sollte sich das Original anschauen - es macht großen Spass, die vielen großen und kleinen Parallelen zwischen diesen beiden fantastischen Gangster-Klassikern zu entdecken.

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lynch86

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Bewertung9.0Herausragend

Wenn man die Zeit bedenkt einfach genial !!

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Conan Doyle

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Neben "Little Cäsar" und "Public Enemy" ein Klassiker des Gangsterfilms. Gefällt mir noch besser als die beiden anderen, da er flotter und auch eine Spur brutaler inszeniert ist. Auch der für Howard Hawks typische Witz findet hier bereits seinen Platz. Am besten gefallen hat mir aber Paul Munis Darstellung. Er spielt Tony Montana auf genial-abstoßende aber auch humorvolle Art.

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Heiderditte

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Klassiker des Gangstergenres (neben Der kleine Caesar und public enemy) und Vorlage für das wohl beste Remake der Filmgeschichte!!!

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JupiterOne

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Bewertung7.5Sehenswert

Klasse, aber wenn ihr mit Paul Muni Jagd auf James A. gesehen habt, wisst ihr, was wirklich genial ist.

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