Neukölln Unlimited
Neukölln Unlimited (2010), DE Laufzeit 96 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 08.04.2010
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von Dietmar Ratsch und Agostino Imondi,
Die Geschwister Lial, Hassan und Maradona leben seit frühester Kindheit im Berliner Bezirk Neukölln. Als talentierte Tänzer und Musiker sind die Akkouch-Geschwister in der Streetdance- und Hiphop-Szene auch über die Grenzen Berlins hinaus ein Begriff. Aber sie haben ein Problem: Ihre Familie lebt seit fast 18 Jahren ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und ist permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht.Lial und Hassan, die als einzige Familienmitglieder einen befristeten Aufenthaltstitel bekommen haben, schmieden den Plan, mit ihrer Kunst den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, damit diese legal im Land bleiben darf. Doch der Druck dieser doppelten Belastung der Teenager fordert seinen Tribut: Das Geschwisterverhältnis zwischen Lial und Hassan spannt sich immer mehr an und bei Maradona häufen sich die Probleme. Er wird wiederholt von der Schule suspendiert und bekommt die ersten Strafanzeigen, die nicht nur seinen Aufenthalt sondern auch den seiner Familie gefährden könnten. Hin und her gerissen zwischen dem ambitionierten Lebensstil seiner älteren Geschwister und dem Straßenleben mit seinen Kumpels steht er am Scheideweg zwischen Motivation und Resignation.Abseits der gängigen Klischees über Migranten und Problembezirke erzählt “Neukölln Unlimited” das alltäglichen Leben dreier Jugendlicher, die um das Bleiberecht ihrer Familie in Deutschland kämpfen. Bewundernswert, wie sie die Kraft dafür aus ihrer Kunst ziehen und so den Glauben an sich selbst bewahren.
HandlungDie Geschwister Lial, Hassan und Maradona leben seit frühester Kindheit im Berliner Bezirk Neukölln. Als talentierte Tänzer und Musiker sind die Akkouch-Geschwister in der Streetdance- und Hiphop-Szene auch über die Grenzen Berlins hinaus ein Begriff. Aber sie haben ein Problem: Ihre Familie lebt seit fast 18 Jahren ohne sicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland und ist permanent von der Abschiebung in den Libanon bedroht.
Lial und Hassan, die als einzige Familienmitglieder einen befristeten Aufenthaltstitel bekommen haben, schmieden den Plan, mit ihrer Kunst den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, damit diese legal im Land bleiben darf. Doch der Druck dieser doppelten Belastung der Teenager fordert seinen Tribut. Es ergeben sich einige Konflikte.
Abseits der gängigen Klischees über Migranten und Problembezirke erzählt Neukölln Unlimited das alltäglichen Leben dreier Jugendlicher, die um das Bleiberecht ihrer Familie in Deutschland kämpfen.
Weiterführende Informationen
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Neukölln Unlimited film-zeit.de
Cast & Crew
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Dietmar Ratsch
-
Agostino Imondi
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm, Doku-Drama
- Handlung
- Alltag, Ausweisung, Einwanderer, Familienalltag, Glaube, Hip-Hop, Immigration, Jugendlicher, Klischees, Kriminalität, Kulturkampf, Rebellisch, Religion und Übersinnliches, Religiöse Erziehung
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Filmdetails Neukölln Unlimited
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Kritiken (3) — Film: Neukölln Unlimited
Bernd Buder: film-dienst Bernd Buder: film-dienst
Kommentar löschenHier ticken die Uhren anders, aber nicht als die Zeitbomben, wie sie von außen in den Stadtteil hineingedichtet werden. „Neukölln Unlimited“ zeigt, dass hinter harten Statements ausgesprochen differenzierte Menschen stehen, die eine beeindruckende Stehauf-Mentalität entwickelt haben. Obwohl von polizeilichen Maßnahmen über die erstaunliche Weltfremdheit des Berliner Innensenators bis zu den gnadenlosen Tücken des Show-Geschäfts alle Weichen auf „Resignation“ gestellt sind. Ein Dokumentarfilm, der nah an seinen Protagonisten bleibt, deren Widersprüchlichkeiten ungeschönt protokolliert. Zu den Innenansichten gehört auch der Streit zwischen Hassan und seiner emanzipierten Schwester Lial über die „Vaterrolle“ in der Familie. Am Ende bleiben drei Jugendliche übrig, die ganz normal wären, wenn die Umstände aus ihnen nicht so etwas wie Alltagshelden gemacht hätten – mit Glitterfaktor. Der Erfolg der Geschwister ist sicher nicht exemplarisch, das emotionale Auf und Ab von Duldung zu Duldung freilich schon.
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Frederic Jaeger: critic.de
Kommentar löschenDer klassische Stoff vom lebensbejahenden Kampf um ein selbstbestimmtes Leben scheint sich wie von selbst aus der Geschichte der Protagonisten zu ergeben. Lediglich im Strang um den jüngeren Bruder Maradona, der als Problemkind Sorge und Chance der Familie zugleich darstellt, wird die dramatische Konstruktion teilweise zu sehr sichtbar. Die Selbstreflexion und der Witz der drei Geschwister lenken davon allerdings schnell ab.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenIhre Familie stammt zwar aus dem Libanon, doch groß geworden und zum Teil auch geboren sind die 19-jährige Lial, der 18-jährige Hassan und der 14-jährige Maradona im Berliner Stadtteil Neukölln. Da sie nicht als politisch verfolgt gelten, droht ihnen die Abschiebung und ihre Aufenthaltsgenehmigung wird immer nur kurzfristig verlängert. Einmal wurden sie bereits ins Flugzeug zurück in ihre Heimat gesetzt – und das obwohl die Jugendlichen den Libanon überhaupt nicht kennen und fließend Deutsch sprechen, mit dem Arabischen hingegen große Probleme haben.
Diesen Moment der Abschiebung, als die Polizei in aller Frühe an die Wohnungstür klopft und die Familie zum Flughafen verfrachtet, erzählen die Dokumentarfilmer Agostino Imondi und Dietmar Ratsch als Rückblende im comicähnlichen Zeichenstil, wie man es so ähnlich bereits in „Waltz With Bashir“ gesehen hat, und aus der Perspektive Hassans, bei dem dieses Erlebnis einen bleibenden bis traumatischen Eindruck hinterlassen…
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Kommentare (3) — Film: Neukölln Unlimited
Kommentar schreibenSozionaut 2011/12/23 00:40:39
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stalker 2011/01/09 08:13:39
Kommentar löschenAbgefilmter Alltag und da verspricht der Filmtitel doch mehr als er zeigt und so viel Neukölln ist da gar nicht zu sehen und einmal mit der Ubahn von Rudow nach Südstern fahren erscheint mir bei weitem gehaltvoller und unterhaltsamer.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Sozionaut 2011/12/23 00:37:08
Antwort löschenTja, scheint mir am Film vorbeigesehen! Der Film soll ja kein sightseeing sein und der "abgefilmte" Alltag offenbart viel mehr als so ein arrogantes Geschneuze von sich hergibt...!
wolf260366 2010/05/03 22:56:16
Kommentar löschenSehr gut gefilmt, nah dran am Leben. Aus meiner Sicht bleiben allerdings einige Fragen offen, der Film konzentriert sehr auf die drei Geschwister und lässt die im Hintergrund stehenden Fragen unbeantwortet. Warum ist die Familie nach Deutschland gekommen? Was macht die Mutter? Was kann Sie überhaupt tun? Wie ist die Familie wieder zurückgekommen? Aber der Mut und der Wille aller Beteiligten, ihre Last tagtäglich zu meistern ist wirklich toll eingefangen.
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