Nicholas Nickleby

Nicholas Nickleby (2002), GB/US
Laufzeit 132 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 08.01.2004

5.8 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
89 Bewertungen
7 Kommentare
Nicholas Nickleby - Bild 16692
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von Douglas McGrath, mit Christopher Plummer und Nathan Lane

Die Lage nach dem Tod des Familienoberhauptes ist erbarmungswürdig. Und der einzige, an den sich der junge Nicholas Nickleby in seiner finanziellen Not zu wenden weiß, ist Onkel Ralph, der in London lebende Bruder seines verstorbenen Vaters. Von ihm hat es immer geheißen, er sei äußerst wohlhabend – und durchaus wohltätig gesinnt. Also machen sich Nicholas, seine Mutter und seine Schwester Kate vom ländlichen Devon auf den Weg in die große Hauptstadt. Doch der vermeintliche Retter entpuppt sich als herzloser Tyrann. Der alte Herr hat nämlich sofort einen Plan: seine unschuldige Nichte Kate will er, gegen entsprechende, dringend benötigte Geldzuwendungen, an einen widerwärtigen Geschäftsfreund verkuppeln. Und Neffe Nicholas wird im Eiltempo zurück aufs Land geschickt und damit als potentieller Störenfried aus dem Weg geräumt. Als Hilfslehrer soll er im Internat Dotheboys Hall arbeiten und mit dem mageren Gehalt seine Familie im fernen London unterstützen. In Dotheboys Hall führen Wackford Squeers und seine Gattin ein schreckliches Regiment: ihre kleinen Schutzbefohlenen, die eigentlich sorgenfrei lernen sollten, führen in den trostlosen Hallen ein entbehrungsreiches Leben. Am schlimmsten hat es allerdings den jungen Smike getroffen: ihn behandelt das böse Ehepaar Squeers so gnadenlos ungerecht wie einen Sklaven. Nicholas und Smike freunden sich an und fliehen, bei Nacht und Nebel vor ihren Peinigern. Das Abenteuer ihres Lebens kann beginnen.

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Kritiken (1) — Film: Nicholas Nickleby

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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6.0Ganz gut

[...] Der Film ist ein anrührendes, historisches Gemälde, das so manche Geheimnisse parat hält: Augenscheinlich gute Kulissen und die (Wort-)Sprache des 19. Jahrhunderts runden den Film ab. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (6) — Film: Nicholas Nickleby

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moviee

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Nicholas Nickleby" verdient das Prädikat [einzigartig]. Dieser ganz besondere Film ist eine richtig gelungene Literaturverfilmung, die einfach toll erzählt ist. Nicholas Nickleby ist eine Art Sankt Martin der 1830er jahre, der sich für das Gute einsetzt und armen Menschen hilft. Er ist ein charmanter junger Mann, der auch mal in brenzlichen Situationen den Mund aufreißt und klar seine Meinung zu erkennen gibt. Und diesen Jungen, symbolisch für den Film muss man lieben. "Nicholas Nickelby ist eben ein [einzigartiges] englisches Märchen.

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ChandlerC

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Bewertung7.5Sehenswert

Nicholas ist ein ziemlich stimmiger Film mit großer Liebe für Details. An den Charakteren und dem Design des Filmes lässt sich absolut nichts aussetzen meiner Meinung nach, da passt alles. Manchmal fehlt es zumindest etwas an Spannung, wenn sonst die Geschichte doch sehr gut umgesetzt ist und auch an sich neugierig macht. Wenn also auch kein perfekter, so doch ohne Frage ein empfehlenswerter Film, für einen eher gemütlichen Abend.

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Chris12zero

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Bewertung7.5Sehenswert

Düstere und stimmige Charles Dickens-Verfilmung.
Detailverliebt und mit skurrilen Charakteren überzeugt diese märchenhafte Inszenierung mit großartigen Darstellern. Bissel zu lang geraten, sonst aber sehenswerte Romanverfilmung.

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Melissa bald

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe Nicholas Nickleby.Düster, zynisch, charmant,großzügig.
Er hasst den Ort (Kinderheim) an dem er sich befindet,aber er bleibt, weil er hofft, etwas Sonne in diese dunkle Welt zu bringen. Er wagt es zuerst nicht über seinen Schatten zu springen und hält sich zurück, auch er ist eher scheu und schüchten, aber dann tut er es doch, hält den bösen Schuldirektor zurück und verhilft dem bedauernswerten Smike zu einem besseren Leben, nicht in bezug auf Reichtum, sondern in Bezug auf Anerkennung und echter Freundschaft.
Die Theatergruppe auf die sie treffen ist skuril, aber hinreißend charmant.
Der Held der Geschichte ist heldenhaft ohne aufgemotztes Getue. Er setzt sich für andere ein, obwohl er selber der Hilfe anderer bedarf, die dann in der Gestalt zweier schrulliger Brüder findet. Er ist nicht zu stolz diese auch anzunehmen.
Nicholas Nickleby erlebt einiges tragisches, er leidet, aber er jammert nicht.

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8martin

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Bewertung9.5Herausragend

Es ist eine kongeniale Verfilmung eines Romans von Charles Dickens. Eine Spitzenbesetzung bis in kleine Nebenrollen liefert bestes englisches Kino. Mit viel Liebe zum Detail – wobei eine Theaterbühne eine zentrale Stellung einnimmt und dem Film etwas Märchenhaftes verleiht – und mit oskarwürdiger Musik unterlegt, wird einem die Mühe erspart, sich durch über vierhundert Seiten zu schmökern. Konsequent ist die Bildgestaltung meistens in schwarz gehalten und kreiert eine eindrucksvolle Stimmung. Fast alle skurrilen Archetypen von Dickens sind versammelt: der hinkende Krüppel, der einäugige Schurke, die dicken drolligen Zwillinge, der geldgierige Bösewicht und der sympathische Trinker. In dieser bösen Welt muss sich der Held, der blonde Charlie Hunnam behaupten. Es kommt zu Entführung, versuchter Zwangsverheiratung, Verleumdung und Liebesleid. Selbst für gelegentliche Komik ist Platz neben etwas Gesellschaftskritik bis zu einem echten Ende à la Dickens.

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lyogen

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Bewertung7.5Sehenswert

Wunderschön detaillreiche Verfilmung, stellenweise etwas zu langatmig. Anne Hathaway scheint aus diesem Film direkt in die Jane Austen Verfilmung " Becoming Jane" kopiert zu sein.

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