Einer der Filme, der die Weihnachtsstimmung am besten einfängt ist „Tim Burton‘s - The Nightmare Before Christmas“ aus dem Jahre 1993. Vorweg ist es vielleicht noch interessant zu wissen, dass Burton, obwohl oft im Zusammenhang mit dem Film erwähnt, dieses Mal die Regie jemand anders überlassen hat. Immerhin war er für das Drehbuch verantwortlich und verleiht dem Film seinen ganz speziellen Charme.
"Nightmare before Christmas" ist ein modernes Märchen, welches eigentlich in jeden guten Haushalt gehört. Mein Tipp: schnell die DVD kaufen und sich von dem Meisterwerk gefangen nehmen lassen.
Im Original ein wunderbares Gegenprogramm zum üblichen Disney-Weihnachtsschmalz. Dank eingedeutschter Lieder in der Synchronfassung leider völlig ungenießbar.
Interessanter Film, dem ich aber leider nur wenig abgewinnen kann.
Nightmare before Christmas ist zweifellos ein Augenschmaus, der viele gute Ideen enthält, die eine zugegebenermaßen recht simple Story aufwerten. Die Welten sind gut ausgearbeitet und das gruselige Pendant zum Weihnachtsfest durchaus amüsant, allerdings hat es der Film leider nicht geschafft mich emotional mitzunehmen, sodass ich relativ ernüchtert zurückgelassen wurde.
Die gesanglichen Leistungen sind schön schauerlich zum Thema gestaltet und der Musical-Charakter ist endlich mal etwas anderes als der übliche Score. Abgesehen vom Titelsong aber nichts, was wirklich mitreißt. Die Melodien waren mir zu ähnlich und ohne wirkliche Highlights gestaltet.
Fazit: Für alle Fans sicherlich ein toller Film, für mich persönlich aber trotz hoher Vorhersage eher langweilig.
Von der Machart und dem künstlerischen Aspekt her ist der Film sehr ordentlich. Zu seiner Zeit sicher revolutionär. Allerdings finde ich die Story etwas geradlinig und wenig interessant. Einer der ersten Filme, bei dem die Moviepilot-Vorhersage (8,0) nicht wirklich mit meiner Meinung überein stimmt.
Der Film, welcher an Halloween und Weihnachten funktioniert. Ich bevorzuge ihn dann aber doch mehr zu Weihnachten.
„Nightmare before Christmas“ ist ein Stop-Motion- Kunststück, was vor allem von seiner ganz besonderen Machart lebt. Die skurrile Tim Burton- Welt, mit all seinen abgedrehten Figuren und dem berauschenden Score von Komponist Danny Elfman, welcher auch hier für die fantastischen Songs zuständig war, zieht den Zuschauer einfach in eine fremde Welt, aus der er sich schwer wieder los reißen kann. Dabei sollte man beachten, dass Meister Burton gar nicht für die Regie verantwortlich war, sondern Henry Selick. Aber wie wir ja alle wissen, tat das dem Film keinen Abbruch. Auch wenn Tim Burton nur für die Geschichte und die Produktion zu verbuchen ist, so ist sein Einfluss immer und überall. „Nightmare before Christmas“ ist einfach Tim Burton.
Wie schon gesagt, der Film lebt ausschließlich durch sein Stop-Motion-Verfahren und schafft es dadurch diese märchenhafte und doch auch düstere Welt perfekt darzustellen. Die Figuren sind allesamt großartig in Szene gesetzt und die Musik sorgt für eine tolle akustische Atmosphäre, die nicht besser hätte sein können.
Ob nun der Zauber von Weihnachten oder der schaurige Aspekt von Halloween, „Nightmare before Christmas“ schafft beides in einem Film zu vereinen und ist somit längst ein Klassiker der Kinogeschichte.
Schon seit "Bettlejuice" sollte klar sein, dass alles, wo Burton die Finger im Spiel hat und kindgerecht erscheint, nicht wirklich für Kinder ist. Selick steht ihm in nichts nach und schafft es schließlich ebenso brilliant, dem Wunderschönen und Märchenhaften eine düstere Note zu verleihen, ohne dass der Zauber den geringsten Glanz verliert. Eine ähnliche Mischung streben die Bewohner von Halloween Town an, denn die schauerlichen Figuren versuchen erstmals Weihnachten zu feiern und treffen dabei auf Gegensätze, die nur der Regisseur selbst unter einen Hut unterzubringen vermag und daraus eine verdammt irrwitzige Geschichte inszeniert.
Die Songs stimmig und gut, die Szenerie detailliert und schlichtweg zum Staunen, die Atmosphäre genial: "Nightmare Before Christmas" ist nicht nur an Halloween einen Blick wert. Vielmehr ist es ein starkes Stück Filmgeschichte, welches es immer verdient hätte, angeschaut zu werden, egal an welchem Tag. Die Vorfreude wird nur umso größer werden. Garantiert!
Ich werde so ungefähr drei Jahre alt gewesen sein, als ich diesen Film das erste Mal sehen durfte. Damals empfand ich es fast als Qual, da ich bei den meisten Szenen einfach nur furchtbare Angst hatte. Trotzdem bin ich im Kindergarten rumgerannt und habe von diesem Film geschwärmt. Und das ist bis heute so geblieben. Es gibt für mich nichts, was ich an diesem Film auszusetzen hätte, außer dass die deutsche Synchro hier und da ein wenig einfallslos rüberkommt. Dennoch 10 von 10 Punkten - absoluter Lieblingsfilm; bei mir nicht nur an Weihnachten! ;)
"Everybody scream, eyerybody SCREAM!
In our town of Halloween"
Im Europa-Park habe ich mich in dieses leid verliebt und da ich eh Tim Burton liebe war dieser Filmm ein absolutes Muss!
Die Musik von Danny Elfmann ist natürlcih ein essentieller Teil des Films, aber auch die Liebe mit der die Figuren gemacht wurden... Einfach sooo süß!
Was ich aber noch empfehlen möchte: Der Kurzfilm "Vincent", der auch auf der DVD unter "Extras" zu finden ist, den solltet ihr nich tmit jüngeren Kindern gucken! Der ist gruselig!
Ein ungewöhnlicher, erfrischender und technisch brilliant umgesetzter Stop-Motion-Film aus der Feder von Tim Burton.
Angesichts der Mühe, die sich alle Beteiligten gegeben haben, fühle ich mich fast schon unwohl dabei, diesem Werk keine 10 Punkte geben zu können.
Besonders bei den witzigen One-Linern! :D
Aber jetzt im ernst: Wenn man sich das Making Of zu NbC ansieht, da bekommt man richtig Respekt vor dieser Leistung.
Ein optisches Fest ! Die Welt, in die man hier entführt wird, ist unfassbar facettenreich gestaltet und der Zuschauer wird von der Stop-Motion-Technik einfach nur überwältigt. Denn "Nightmare before Christmas" ist Burton-Kitsch wie man ihn liebt. Die einfallsreich gestaltete Welt ist vollbepackt mit schönen Einfällen und Liebe zum Detail. Die wunderschön gesungenen Songs, die toll dargestellten Figuren, die unfassbar schön bis in den Ecken des Hintergrundes gestaltete Finessen. Das ist kunterbunt, skurril, aber gleichzeitig so schlicht herzergreifend und macht mir jetzt schon Freude auf Weihnachten.
P.S: Erwähnen will ich noch, dass der Film weitaus weniger kindgerecht ist, wie auf dem ersten Blick. Es könnte die kleinsten wirklich sehr gruseln und erschrecken. Mit 6 hätte ich da mindestens eine Woche nicht schlafen können. :-)
NEIIIIN! Nun hast du ihn vor mir gesehen! :D
Dabei traue ich mich nur nicht, mir ihn in den SOMMERFERIEN anzugucken. Was meinst du? Schockt der Weihnachtsschocker trotzdem auch im Hochsommer?
@seven: Thx ;-)
@hooded justice: :-D Ich sag es mal so. Die schönste Freude, ist die Vorfreude und die bekommst du bei "Nightmare before Christmas". ;)
Nightmare Before Christmas ist ein Stop Motion Film der Extraklasse. Ein schaurig schönes Musikmärchen. Was wunderbar erzählt und gesungen wird.
Ich hoffe wie viele andere das dieser Film mal als Musical gezeigt wird, es würde sich unglaublich lohnen.
Jeder der Märchen, Musicals & "Horror" mag, wird auch diesen Film mögen. Bei mir ist er zumindest in den Kinderfilmen in den Top10
Ein hervorragend gemachter Film, tolle Musik, tolle Animationen und zurecht hochgelobt. Es gibt nichts auszusetzen, aber es berührt mich nicht und ein Film der mich nicht berührt muss leider mit jeder Menge abgezogenen Punkten leben, denn all die tolle Ausführung ist ohne Gefühl nichts wert.
"It was a long time ago, longer now than it seems
In a place that perhaps you´ve seen in your dreams.
For the story that you are about to be told
Began with the holiday worlds of old."
Ein traumhaft schauriges und zugleich schönes Weihnachtsspektakel mit Liebe zum Detail, das durch seiner wunderbaren Stop-Motion-Technik auf seine Art einzigartig ist.
Und das nicht nur durch die brillanten Animationen und die dadurch entstandenen Schauplätze, die Selicks und Burtons Meisterwerk bei jedem erneuten Ansehen immer sehenswerter machen, da es so viele schöne Kleinigkeiten zu entdecken gibt, die ein wahrer Genuss sind. Burton entführt den Zuschauer in eine märchenhafte Welt, die ein hohes Maß an Freude und Ästhetik bereithält: In Jack Skelingtons Halloween Reich, das Reich des Kürbiskönigs! Ein schlaksiges Skelett mit einem Haifischgrinsen und einem eleganten Nadelstreifen! Man kann zu den Charakterdarstellungen sagen, was man will. Ich finde sie herrlich skuril, irgendwie witzig und vor allen Dingen einfach nur charmant.
Es ist vor allen Dingen Danny Elfmans Musik, die "Nightmare before Christmas" zu etwas Besonderen machen. In seinen Texten zeigt er sein volles Maß an Kreativität. Die Texte wirken überhaupt nicht kitschig, sondern schwarzhumorig, düster, bewegend, doch auch ganz oft richtig spaßig und absolut stimmig. Elfman besticht ganz besonders mit seinen abwechslungsreichen Melodien mit Ohrwurmqualität. Die schönen Lieder bleiben einfach im Gedächtnis hängen und man will immer wieder mit Oogie Boogie mitswingen oder mit der Stadt ihr Halloweenlied mitjubeln. Und das von Disney! Es kommt selten vor, dass ich bei Disney Songs gerne mitsumme. Das Dschungelbuch hat schöne Lieder, "Hakuna Matata" ist mir auch ungeheuer sympathisch, aber dann wird´s schon schwer für mich. Es ist der enorme Einfluss Burtons und Elfmans.
Auch schön ist, dass hinter dieser simpel wirkenden Geschichte, so viel Herz und Charaktertiefe stecken. (!)Spoiler(!) Jack ist ein Meister seines Fachs, im Erschrecken und Gruseln, und genießt höchste Anerkennung und Respekt als Kürbiskönig. Doch all das, wovon man meinen würde es mache ihn glücklich, macht ihn trauriger. Er sehnt sich nach etwas Neuem. Er will der Eintönigkeit absagen und findet einen Weg in der Weihnachtswelt, wo alle fröhlich, jubilieren und sich von einem Mann namens "Nicki Graus" beschenken lassen. Prompt holt er Weihnachten in die Halloween Welt und vermischt die verschiedenen Bräuche der zwei Welten, was zu einem Desaster führt. Was muss das für ein Schock sein, wenn man als 6 Jähriger noch an den Weihnachtsmann glaubt und dessen Entführung miterlebt. Was der arme Kerl durchmacht... Jacks Erkenntnis darüber, wo sein Platz in der Welt wirklich ist, wird schön und wirkungsvoll präsentiert.
Visuell wunderschönes, witziges und rührendes Märchen voll von wunderbarer Musik.
Wenn Disney und Burton sich zusammen tun... Herrlich!
Dafür, dass Du in einer Kritik zu "Nightmare Before Christmas" "The Lion King" ansatzweise positiv erwähnst, müßte ich Dir das "gefällt mir" eigentlich vorenthalten. Aber es liest sich eben schön...
»Just because I cannot see it, doesn't mean I can't believe it!« Auch wenn das charmant-morbide Stop-Motion-Musical nicht von Tim Burton inszeniert wurde, ist es doch von seinem künstlerischen Geist bis in die letzte Knochenspitze durchdrungen: Die Figur des amtsmüden, sich deplaziert und mißverstanden fühlenden Halloween-Königs Jack Skellington, der statt Grusel einmal weihnachtliche Freude in die Welt bringen möchte und mit diesem Ansinnen ganz fürchterlich auf den bleichen Schädel fällt, fügt sich nahtlos ins Panoptikum der angeschlagenen, außenseiterischen und illusionären Burton-Helden. Daß Jack – dank der klugen, aus der Werkstatt des unleidlichen, aber ingeniösen Wissenschaftlers Dr. Finkelstein stammenden Sally – schließlich wieder auf den Weg zu sich selbst zurückfindet und auch noch liebesmäßig das große Los zieht, mag den Gesetzen des Genres und den Erwartungen des Auftraggebers Disney geschuldet sein. Die visuelle Gestaltung, die unterschiedlichste Einflüsse – vom deutschen Stummfilm über die usual suspects des Universal-Horror bis hin zu den makabren Illustrationen eines Charles Addams, den Heile-Welt-Visionen Norman Rockwells und den skurrilen Phantasien von Dr. Seuss – aufnimmt, um sie zu einer originellen ›American Gothic‹-Halluzination zu verschmelzen, die präzise Puppen-Animation, vor allem aber die kongenialen lyrics und Kompositionen aus der Feder von Danny Elfman sichern »The Nightmare Before Christmas« einen mondbeglänzten Ehrenplatz in der Geschichte des Animations- und des Musikfilms gleichermaßen.
Gibt es etwas, das einen Stop-Motionfan noch mehr begeistern kann, als eine Verschmelzung von Burtons groteskem Design und Henry Selicks faszinierendem Erzähltalent? Wohl kaum... Doch obwohl... eine Musikuntermalung von Danny Elfmann.
Alles findet man bei Nightmare before Christmas.
Mit aufwendigen, detailverliebten Bildern im obligatorischen schwarz-weißem-krüppel-Kürbis-Stil wird die Geschichte vom "berufsmüden" Jack Skellington und seiner Suche nach Erfüllung erzählt. Auf seinem Weg begegnen dem Zuschauer etliche ebenso groteske wie sympathische Figuren, zum Beispiel die aus Lumpen zusammengeflickte Sally, deren naiv-sehnsüchtige Art zu Herzen geht oder der plumpe Bürgermeister.
Recht amüsant entwickelt sich das Missverständnis um Weihnachten, das durch die tatkräftige Mithilfe aller Bewohner von Halloweentown in einem grandiosen Fiasko endet. Soviel zur Handlung...
Die Charaktere sind allesamt, trotz ihrer Monstrosität sympathisch, man fühlt mit ihnen und bangt um sie, wenn sie in Oogie-Boogies Klauen landen (dieser wird übrigens von Danny Elfmann selbst gesungen).
Es lässt sich ebenfalls eine gewisse Charakterentwicklung verzeichnen, die zur Lebendigkeit der Szenerie beiträgt.
Der kleine Wermutstropfen ist alledings die "Schuster-bleib-bei-deinem Leisten"-Moral der Geschichte, daran ändert auch das versteckte Ende nicht mehr viel.
Screenplay ist in diesem Falle Geschmackssache. Entweder man mag den abgedreht düsteren, wenn auch zugegebenermaßen repetitiven, Tim-Burton-Style oder man mag ihn eben nicht.
Fakt ist: Ohne diesen Stil hätte The Nightmare nicht funktioniert und wahrscheinlich nicht den Kultstatus erreicht, den er nun mal innehat.
Letztenendes ist natürlich noch Burtons Haus-und-Hofkomponisten danny Elfmann Tribut zu zollen, für eine wahnsinnig stimmige, düstere Untermalung der Szenerie, deren Sprachgewandtheit in der deutschen Version allerdings durch eine recht sperrige, verkrampfte Übersetzung (Deutsch hat wahrscheinlich einfach zu viele Silben für die Metrik) sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ich lege jedem hier die englische Originalversion ans Herz, sonst ist diese frühe Perle der Stop-Motionkunst nur halb so schön.
Einfach nur grauenvoll! Und das meine ich nicht im positiven Sinne. Hauptkritikpunkt ist natürlich das nervtötende Gesinge, das sich durch den ganzen Film zieht. Schlecht gezeichnete Figuren und eine absolut dämliche Story geben ihm den Rest. 1 Gnadenpunkt gibt es für die Tatsache, dass ich Halloween-Kreaturen eigentlich (ja, eigentlich!) mag.
@ doctorgonzo:
Stimmt. Aber das liegt eher daran, dass alle Filme nach "Der König der Löwen" schlecht gezeichnet (das Äußerliche!) waren. "Aladdin" fand ich damals noch gut, trotz Gesinge.
@ dAJaro:
Das Äußerliche. Insbesondere die Spaghetti-Beine von dem Skelett.
Zur Geschichte:
Eine Bande Halloweenfiguren feiert ständig Halloween. Allein das ist schon absurd. Bei der Originalgeschichte von Jack O`Lantern ging es noch um ewige Verdammnis, der hat sich nicht die Kürbislaterne geschnitzt, weil das so schon stylish ist. Das wäre so, als würden sich die Simpsons im Fernsehen "The Simpsons" ansehen.
Dann entdeckt einer von denen die Weihnachtsstadt, wo ständig geweihnachtet wird. Gut, das kommt dem Mythos vom Weihnachtsmann und seiner Werkstatt am Nordpol noch recht nahe. Jetzt wollen die also auch Weihnachten feiern. Und was machen sie? Sie halten den Weihnachtsmann für ein Monster und feiern deshalb im Grunde schon wieder Halloween, nur mit dem Unterschied, dass sie dem ganzen einen pseudoweihnachtlichen Anstrich verpassen (Leichenteile als Geschenk verpackt). Nee, das überspannt den Bogen bei weitem.
Der Film ist ein Stop-Motion-Grusical mit Puppen und einer der großartigsten Filme aller Zeiten. Die Beschreibung des Filmes von L-viz, zeugt nicht gerade davon, dass er den Film ernsthaft angesehen und verstanden hat. Eher davon, dass seine Freundin oder wer auch immer ihn dazu gezwungen hat, den Film anzusehen und er aus Trotz nicht aufgepasst hat. Aber über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten.
Warum schaust du dir ein Musical an, wenn du Gesang nicht magst? Wenn man schon Filmmasochistisch veranlagt ist, sollte man das nicht an dem Film auslassen, indem man ne grottige Kritik schreibt.
Außerdem hast du die Story nicht verstanden. Es geht viel mehr darum, dass dem Pumpkinking nach so vielen gefeierten Halloweens (auch in deren Welt ist nur an einem Tag Halloween) eine innere Leere dazu treibt, nach einem neuen Lebensziel zu suchen. Er versucht diese Leere mit einem anderen Feiertag zu füllen, kann dabei aber auch nicht ganz von seiner alten Bestimmung loskommen. Am Ende wird klar, dass ihm nur eins gefehlt hat, und zwar die Liebe und Zuneigung einer anderen Person.
Einwas würde ich mal gerne nur zu Handlung richtig stellen.
Die Figuren feiern nicht ständig Halloween, sie sind für das Halloween der Menschen zuständig, ebenso wie im Weihnachtsdorf. Das ganze Jahr über leben sie also ihr "normales Monsterleben" ^^ und bereiten nebenbei das nächste Halloween vor, um die Menschen jedes Jahr aufs neue in Schrecken zu versetzen.
Das wird übrigens gleich am Anfang klar, wenn der Bürgermeister seine Rede hält.
Nightmare Before Christmas ist in jeglicher Hinsicht ein Meisterwerk: In technischem Belangen überzeugt der Film mit stylischer Stop-Motion, welche die schaurig-romantische Atmosphäre der Handlung perfekt in Szene setzt. Die Handlung ist das schönste aller Weihnachtsmärchen und dreht sich hauptsächlich um Liebe und verhängnisvolle Missverständnisse. Besonders positiv fällt hierbei auf, dass die Geschichte sich zum Ende immer mehr zuspitzt, schließlich auf das Ende zuprescht, in einer depressiven Phase des Films mündet, um dann wieder parabelförmig aufzuschwingen und ein prasselndes Finale zu liefern. Toll! Unterstützt wird das Ganze natürlich noch von den gradiosen Charakteren, bei denen einem selbst die unwichtigsten Nebenrollen sofort ans Herz wachsen (Igor zum Beispiel hat einen Auftritt von ein paar Sekunden).
Musikalisch ist der Film der Meilenstein der Kino-Geschichte. Die Songs sind ausnahmslos einsame Spitze und obendrein auch noch abwechslungreich, die Texte sind intelligent, emotional und fassen die wichtigsten Punkte des Filmes effektiv auf. Besonders köstlich finde ich hier "Kidnap The Sandy Claws" - So ein herrlich fieser und schwarzhumoriger Text! Hier also ein gigantisches Lob an Danny Elfman. Er ist ein Genie.
Einziger Schwachpunkt in diesem Belangen: Die deutschen Übersetzungen der Texte sind zwar bestmöglich gelungen, hemmen den Hörgenuss der englischen Originale aber dennoch ein ganzes Stück ab. Beim ersten Mal gucken ruhig auf deutsch, dann aber am besten englisch mit Untertitel.
Zu sagen bleibt, dass hier ein durch und durch perfektionistisches Meisterwerk vorliegt, über das mir kein einziger Mangelpunkt einfällt - nicht einmal die enorme Kürze stört mich. Es gibt viele Stellen zum Lachen, sei es über flotte Sprüche, herrlich liebliche Animationen oder einfach nur tolle Einfälle beim Design. Gleichzeitig aber regt der Film auch zum Nachdenken an, denn am Ende ist es doch tatsächlich die Geschichte eines gefürchteten Mannes, der auf der Suche nach Liebe ungewollt Angst und Schrecken verbreitet...
---> Lieblingsfilm!
Nightmare Before Christmas - Kritik
US 1993 Laufzeit 73 Minuten, FSK 6, Animationsfilm, Musikfilm, Fantasyfilm, Kinostart 06.12.2007
Kritiken (4) — Film: Nightmare Before Christmas
Andreas Stadler: http://darkagent.blog.de
Kommentar löschenEiner der Filme, der die Weihnachtsstimmung am besten einfängt ist „Tim Burton‘s - The Nightmare Before Christmas“ aus dem Jahre 1993. Vorweg ist es vielleicht noch interessant zu wissen, dass Burton, obwohl oft im Zusammenhang mit dem Film erwähnt, dieses Mal die Regie jemand anders überlassen hat. Immerhin war er für das Drehbuch verantwortlich und verleiht dem Film seinen ganz speziellen Charme.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenSchaurig schön ist der Stop-Motion-Film von Henry Selick.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Nightmare before Christmas" ist ein modernes Märchen, welches eigentlich in jeden guten Haushalt gehört. Mein Tipp: schnell die DVD kaufen und sich von dem Meisterwerk gefangen nehmen lassen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenIm Original ein wunderbares Gegenprogramm zum üblichen Disney-Weihnachtsschmalz. Dank eingedeutschter Lieder in der Synchronfassung leider völlig ungenießbar.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Goblin-Commander 2010/08/17 13:11:09
Antwort löschenfalsch die deutsche synchronfasung ist besser als die amerikanische Danny Elfman singt einfach nicht o gut wie der deutsche.
Godfather 2010/08/25 22:16:07
Antwort löschenprobier mal die Russische :D die klingt auch sehr interessant
Alle 4 Antworten zeigen
Wumz 2010/12/22 02:50:24
Antwort löschenDie Übersetzung ist fabelhaft!
Joone44 2011/11/06 14:25:04
Antwort löschenDie Übersetzung ist total gelungen...was haben die Leute immer mit der deutschen Synchro? Und ja: Ich schaue die Filme auch auf Englisch.
Kommentare (77) — Film: Nightmare Before Christmas
Kommentar schreibenTheDarkSide007 2011/12/18 21:40:53
Kommentar löschenInteressanter Film, dem ich aber leider nur wenig abgewinnen kann.
Nightmare before Christmas ist zweifellos ein Augenschmaus, der viele gute Ideen enthält, die eine zugegebenermaßen recht simple Story aufwerten. Die Welten sind gut ausgearbeitet und das gruselige Pendant zum Weihnachtsfest durchaus amüsant, allerdings hat es der Film leider nicht geschafft mich emotional mitzunehmen, sodass ich relativ ernüchtert zurückgelassen wurde.
Die gesanglichen Leistungen sind schön schauerlich zum Thema gestaltet und der Musical-Charakter ist endlich mal etwas anderes als der übliche Score. Abgesehen vom Titelsong aber nichts, was wirklich mitreißt. Die Melodien waren mir zu ähnlich und ohne wirkliche Highlights gestaltet.
Fazit: Für alle Fans sicherlich ein toller Film, für mich persönlich aber trotz hoher Vorhersage eher langweilig.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kreaexo 2011/12/18 18:32:36
Kommentar löschenIch wünsche euch allen einen schrecklichen 4. Advent und eine schaurig-schöne Weihnachtszeit! :-)
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Lagnese 2011/12/10 18:59:32
Kommentar löschenManchmal etwas viel Gesinge, trotz wunderschönem Soundtrack und dennoch ohne Zweifel ein Meisterwerk. :)
Kommentar gefällt mir Antworten
RolyK 2011/12/06 15:43:06
Kommentar löschenVon der Machart und dem künstlerischen Aspekt her ist der Film sehr ordentlich. Zu seiner Zeit sicher revolutionär. Allerdings finde ich die Story etwas geradlinig und wenig interessant. Einer der ersten Filme, bei dem die Moviepilot-Vorhersage (8,0) nicht wirklich mit meiner Meinung überein stimmt.
Kommentar gefällt mir Antworten
Spielberg_Fan 2011/11/29 15:32:44
Kommentar löschenDer Film, welcher an Halloween und Weihnachten funktioniert. Ich bevorzuge ihn dann aber doch mehr zu Weihnachten.
„Nightmare before Christmas“ ist ein Stop-Motion- Kunststück, was vor allem von seiner ganz besonderen Machart lebt. Die skurrile Tim Burton- Welt, mit all seinen abgedrehten Figuren und dem berauschenden Score von Komponist Danny Elfman, welcher auch hier für die fantastischen Songs zuständig war, zieht den Zuschauer einfach in eine fremde Welt, aus der er sich schwer wieder los reißen kann. Dabei sollte man beachten, dass Meister Burton gar nicht für die Regie verantwortlich war, sondern Henry Selick. Aber wie wir ja alle wissen, tat das dem Film keinen Abbruch. Auch wenn Tim Burton nur für die Geschichte und die Produktion zu verbuchen ist, so ist sein Einfluss immer und überall. „Nightmare before Christmas“ ist einfach Tim Burton.
Wie schon gesagt, der Film lebt ausschließlich durch sein Stop-Motion-Verfahren und schafft es dadurch diese märchenhafte und doch auch düstere Welt perfekt darzustellen. Die Figuren sind allesamt großartig in Szene gesetzt und die Musik sorgt für eine tolle akustische Atmosphäre, die nicht besser hätte sein können.
Ob nun der Zauber von Weihnachten oder der schaurige Aspekt von Halloween, „Nightmare before Christmas“ schafft beides in einem Film zu vereinen und ist somit längst ein Klassiker der Kinogeschichte.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Punsha 2011/11/02 20:27:30
Kommentar löschenSchon seit "Bettlejuice" sollte klar sein, dass alles, wo Burton die Finger im Spiel hat und kindgerecht erscheint, nicht wirklich für Kinder ist. Selick steht ihm in nichts nach und schafft es schließlich ebenso brilliant, dem Wunderschönen und Märchenhaften eine düstere Note zu verleihen, ohne dass der Zauber den geringsten Glanz verliert. Eine ähnliche Mischung streben die Bewohner von Halloween Town an, denn die schauerlichen Figuren versuchen erstmals Weihnachten zu feiern und treffen dabei auf Gegensätze, die nur der Regisseur selbst unter einen Hut unterzubringen vermag und daraus eine verdammt irrwitzige Geschichte inszeniert.
Die Songs stimmig und gut, die Szenerie detailliert und schlichtweg zum Staunen, die Atmosphäre genial: "Nightmare Before Christmas" ist nicht nur an Halloween einen Blick wert. Vielmehr ist es ein starkes Stück Filmgeschichte, welches es immer verdient hätte, angeschaut zu werden, egal an welchem Tag. Die Vorfreude wird nur umso größer werden. Garantiert!
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
-Schulte- 2011/10/05 15:39:48
Kommentar löschenImmer wieder gerne gesehen. Einfach einer von Burtons Klassikern!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
HellGreetings 2011/09/06 21:40:31
Kommentar löschenIch werde so ungefähr drei Jahre alt gewesen sein, als ich diesen Film das erste Mal sehen durfte. Damals empfand ich es fast als Qual, da ich bei den meisten Szenen einfach nur furchtbare Angst hatte. Trotzdem bin ich im Kindergarten rumgerannt und habe von diesem Film geschwärmt. Und das ist bis heute so geblieben. Es gibt für mich nichts, was ich an diesem Film auszusetzen hätte, außer dass die deutsche Synchro hier und da ein wenig einfallslos rüberkommt. Dennoch 10 von 10 Punkten - absoluter Lieblingsfilm; bei mir nicht nur an Weihnachten! ;)
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Anne Franke 2011/08/18 14:16:36
Kommentar löschen"Everybody scream, eyerybody SCREAM!
In our town of Halloween"
Im Europa-Park habe ich mich in dieses leid verliebt und da ich eh Tim Burton liebe war dieser Filmm ein absolutes Muss!
Die Musik von Danny Elfmann ist natürlcih ein essentieller Teil des Films, aber auch die Liebe mit der die Figuren gemacht wurden... Einfach sooo süß!
Was ich aber noch empfehlen möchte: Der Kurzfilm "Vincent", der auch auf der DVD unter "Extras" zu finden ist, den solltet ihr nich tmit jüngeren Kindern gucken! Der ist gruselig!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Renunciation 2011/08/04 00:48:57
Kommentar löschenLiebe Liebe Liebe !
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
-thisisSPARTA- 2011/08/05 16:10:49
Antwort löschenvor einem tag? ^^
Renunciation 2011/08/09 18:58:01
Antwort löschenvor 5 Jahren!
Alle 4 Antworten zeigen
-thisisSPARTA- 2011/08/09 19:00:36
Antwort löschenich dachte du hättest den vor 5 tagen erst bewertet :/
Renunciation 2011/08/09 23:17:04
Antwort löschenNein ^^ Vor fünf Tagen kommentiert.
Weil ich immer Romane angefangen habe und nun knapp meine Gefühle beschrieben habe xD
MikeC. 2011/07/16 21:58:11
Kommentar löschenEin ungewöhnlicher, erfrischender und technisch brilliant umgesetzter Stop-Motion-Film aus der Feder von Tim Burton.
Angesichts der Mühe, die sich alle Beteiligten gegeben haben, fühle ich mich fast schon unwohl dabei, diesem Werk keine 10 Punkte geben zu können.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Nishi 2011/07/17 13:04:52
Antwort löschenBei Samurai Cop haben die sich auch Mühe gegeben!
MikeC. 2011/07/17 13:15:17
Antwort löschenBesonders bei den witzigen One-Linern! :D
Aber jetzt im ernst: Wenn man sich das Making Of zu NbC ansieht, da bekommt man richtig Respekt vor dieser Leistung.
fkfilmkritik 2011/07/14 21:16:11
Kommentar löschenEin optisches Fest ! Die Welt, in die man hier entführt wird, ist unfassbar facettenreich gestaltet und der Zuschauer wird von der Stop-Motion-Technik einfach nur überwältigt. Denn "Nightmare before Christmas" ist Burton-Kitsch wie man ihn liebt. Die einfallsreich gestaltete Welt ist vollbepackt mit schönen Einfällen und Liebe zum Detail. Die wunderschön gesungenen Songs, die toll dargestellten Figuren, die unfassbar schön bis in den Ecken des Hintergrundes gestaltete Finessen. Das ist kunterbunt, skurril, aber gleichzeitig so schlicht herzergreifend und macht mir jetzt schon Freude auf Weihnachten.
P.S: Erwähnen will ich noch, dass der Film weitaus weniger kindgerecht ist, wie auf dem ersten Blick. Es könnte die kleinsten wirklich sehr gruseln und erschrecken. Mit 6 hätte ich da mindestens eine Woche nicht schlafen können. :-)
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Hooded Justice 2011/07/14 22:34:32
Antwort löschenNEIIIIN! Nun hast du ihn vor mir gesehen! :D
Dabei traue ich mich nur nicht, mir ihn in den SOMMERFERIEN anzugucken. Was meinst du? Schockt der Weihnachtsschocker trotzdem auch im Hochsommer?
seven 2011/07/15 00:16:02
Antwort löschenWeihnachten ist wunderbar, trallala und dein Kommi ebenso;-)
Alle 4 Antworten zeigen
Hooded Justice 2011/07/15 12:56:30
Antwort löschenIch steh nämlich auch total auf Weihnachten. Dem Trailer nach zu beurteilen hat er Potenzial mein neuer Lieblingsfilm zu sein : )
fkfilmkritik 2011/07/15 14:32:34
Antwort löschen@seven: Thx ;-)
@hooded justice: :-D Ich sag es mal so. Die schönste Freude, ist die Vorfreude und die bekommst du bei "Nightmare before Christmas". ;)
ZiZu87 2011/07/14 00:08:56
Kommentar löschenTim Burton & Stop-Motion + Disney = Perfekt
Nightmare Before Christmas ist ein Stop Motion Film der Extraklasse. Ein schaurig schönes Musikmärchen. Was wunderbar erzählt und gesungen wird.
Ich hoffe wie viele andere das dieser Film mal als Musical gezeigt wird, es würde sich unglaublich lohnen.
Jeder der Märchen, Musicals & "Horror" mag, wird auch diesen Film mögen. Bei mir ist er zumindest in den Kinderfilmen in den Top10
Kommentar gefällt mir Antworten
rkuehne 2011/05/11 11:59:28
Kommentar löschenEin hervorragend gemachter Film, tolle Musik, tolle Animationen und zurecht hochgelobt. Es gibt nichts auszusetzen, aber es berührt mich nicht und ein Film der mich nicht berührt muss leider mit jeder Menge abgezogenen Punkten leben, denn all die tolle Ausführung ist ohne Gefühl nichts wert.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
RolyK 2011/12/06 15:43:58
Antwort löschenGenau so ist es! Und ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, ebenfalls nur eine 5,5 zu geben...
J-Ross 2011/05/09 21:40:52
Kommentar löschen"It was a long time ago, longer now than it seems
In a place that perhaps you´ve seen in your dreams.
For the story that you are about to be told
Began with the holiday worlds of old."
Ein traumhaft schauriges und zugleich schönes Weihnachtsspektakel mit Liebe zum Detail, das durch seiner wunderbaren Stop-Motion-Technik auf seine Art einzigartig ist.
Und das nicht nur durch die brillanten Animationen und die dadurch entstandenen Schauplätze, die Selicks und Burtons Meisterwerk bei jedem erneuten Ansehen immer sehenswerter machen, da es so viele schöne Kleinigkeiten zu entdecken gibt, die ein wahrer Genuss sind. Burton entführt den Zuschauer in eine märchenhafte Welt, die ein hohes Maß an Freude und Ästhetik bereithält: In Jack Skelingtons Halloween Reich, das Reich des Kürbiskönigs! Ein schlaksiges Skelett mit einem Haifischgrinsen und einem eleganten Nadelstreifen! Man kann zu den Charakterdarstellungen sagen, was man will. Ich finde sie herrlich skuril, irgendwie witzig und vor allen Dingen einfach nur charmant.
Es ist vor allen Dingen Danny Elfmans Musik, die "Nightmare before Christmas" zu etwas Besonderen machen. In seinen Texten zeigt er sein volles Maß an Kreativität. Die Texte wirken überhaupt nicht kitschig, sondern schwarzhumorig, düster, bewegend, doch auch ganz oft richtig spaßig und absolut stimmig. Elfman besticht ganz besonders mit seinen abwechslungsreichen Melodien mit Ohrwurmqualität. Die schönen Lieder bleiben einfach im Gedächtnis hängen und man will immer wieder mit Oogie Boogie mitswingen oder mit der Stadt ihr Halloweenlied mitjubeln. Und das von Disney! Es kommt selten vor, dass ich bei Disney Songs gerne mitsumme. Das Dschungelbuch hat schöne Lieder, "Hakuna Matata" ist mir auch ungeheuer sympathisch, aber dann wird´s schon schwer für mich. Es ist der enorme Einfluss Burtons und Elfmans.
Auch schön ist, dass hinter dieser simpel wirkenden Geschichte, so viel Herz und Charaktertiefe stecken. (!)Spoiler(!) Jack ist ein Meister seines Fachs, im Erschrecken und Gruseln, und genießt höchste Anerkennung und Respekt als Kürbiskönig. Doch all das, wovon man meinen würde es mache ihn glücklich, macht ihn trauriger. Er sehnt sich nach etwas Neuem. Er will der Eintönigkeit absagen und findet einen Weg in der Weihnachtswelt, wo alle fröhlich, jubilieren und sich von einem Mann namens "Nicki Graus" beschenken lassen. Prompt holt er Weihnachten in die Halloween Welt und vermischt die verschiedenen Bräuche der zwei Welten, was zu einem Desaster führt. Was muss das für ein Schock sein, wenn man als 6 Jähriger noch an den Weihnachtsmann glaubt und dessen Entführung miterlebt. Was der arme Kerl durchmacht... Jacks Erkenntnis darüber, wo sein Platz in der Welt wirklich ist, wird schön und wirkungsvoll präsentiert.
Visuell wunderschönes, witziges und rührendes Märchen voll von wunderbarer Musik.
Wenn Disney und Burton sich zusammen tun... Herrlich!
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
doctorgonzo 2011/05/10 11:26:31
Antwort löschenDafür, dass Du in einer Kritik zu "Nightmare Before Christmas" "The Lion King" ansatzweise positiv erwähnst, müßte ich Dir das "gefällt mir" eigentlich vorenthalten. Aber es liest sich eben schön...
J-Ross 2011/05/10 16:24:00
Antwort löschenEs ist ja nur "Hakuna Matata". Diese Philosophie sagt mir halt sehr zu, aber sonst hätte es König der Löwen auch ohne Musik getan.
Joe Gillis 2011/05/06 23:58:50
Kommentar löschen»Just because I cannot see it, doesn't mean I can't believe it!« Auch wenn das charmant-morbide Stop-Motion-Musical nicht von Tim Burton inszeniert wurde, ist es doch von seinem künstlerischen Geist bis in die letzte Knochenspitze durchdrungen: Die Figur des amtsmüden, sich deplaziert und mißverstanden fühlenden Halloween-Königs Jack Skellington, der statt Grusel einmal weihnachtliche Freude in die Welt bringen möchte und mit diesem Ansinnen ganz fürchterlich auf den bleichen Schädel fällt, fügt sich nahtlos ins Panoptikum der angeschlagenen, außenseiterischen und illusionären Burton-Helden. Daß Jack – dank der klugen, aus der Werkstatt des unleidlichen, aber ingeniösen Wissenschaftlers Dr. Finkelstein stammenden Sally – schließlich wieder auf den Weg zu sich selbst zurückfindet und auch noch liebesmäßig das große Los zieht, mag den Gesetzen des Genres und den Erwartungen des Auftraggebers Disney geschuldet sein. Die visuelle Gestaltung, die unterschiedlichste Einflüsse – vom deutschen Stummfilm über die usual suspects des Universal-Horror bis hin zu den makabren Illustrationen eines Charles Addams, den Heile-Welt-Visionen Norman Rockwells und den skurrilen Phantasien von Dr. Seuss – aufnimmt, um sie zu einer originellen ›American Gothic‹-Halluzination zu verschmelzen, die präzise Puppen-Animation, vor allem aber die kongenialen lyrics und Kompositionen aus der Feder von Danny Elfman sichern »The Nightmare Before Christmas« einen mondbeglänzten Ehrenplatz in der Geschichte des Animations- und des Musikfilms gleichermaßen.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Hitmanski 2011/05/07 00:30:32
Antwort löschenDu musst natürlich -hier mehr denn je- vor der unsagbar schlechten deutschen Synchro-Fassung warnen! Ansonsten: Sehr schön, wie immer :)
BlueSquirrel 2011/05/07 02:51:56
Antwort löschenWunderbare Burton-Reihe Gil. Geht's noch weiter?
Joe Gillis 2011/05/07 11:29:51
Antwort löschenDanke! :) Ja, denke schon, daß ich den Burton-Becher bis zur bitteren Neige (»Planet of the Apes«) leeren werde...
Alle 5 Antworten zeigen
Hitmanski 2012/01/07 01:26:16
Antwort löschen<3
Joe Gillis 2012/01/07 01:53:46
Antwort löschen:)
Magnolia.odora 2011/04/28 12:30:16
Kommentar löschenGibt es etwas, das einen Stop-Motionfan noch mehr begeistern kann, als eine Verschmelzung von Burtons groteskem Design und Henry Selicks faszinierendem Erzähltalent? Wohl kaum... Doch obwohl... eine Musikuntermalung von Danny Elfmann.
Alles findet man bei Nightmare before Christmas.
Mit aufwendigen, detailverliebten Bildern im obligatorischen schwarz-weißem-krüppel-Kürbis-Stil wird die Geschichte vom "berufsmüden" Jack Skellington und seiner Suche nach Erfüllung erzählt. Auf seinem Weg begegnen dem Zuschauer etliche ebenso groteske wie sympathische Figuren, zum Beispiel die aus Lumpen zusammengeflickte Sally, deren naiv-sehnsüchtige Art zu Herzen geht oder der plumpe Bürgermeister.
Recht amüsant entwickelt sich das Missverständnis um Weihnachten, das durch die tatkräftige Mithilfe aller Bewohner von Halloweentown in einem grandiosen Fiasko endet. Soviel zur Handlung...
Die Charaktere sind allesamt, trotz ihrer Monstrosität sympathisch, man fühlt mit ihnen und bangt um sie, wenn sie in Oogie-Boogies Klauen landen (dieser wird übrigens von Danny Elfmann selbst gesungen).
Es lässt sich ebenfalls eine gewisse Charakterentwicklung verzeichnen, die zur Lebendigkeit der Szenerie beiträgt.
Der kleine Wermutstropfen ist alledings die "Schuster-bleib-bei-deinem Leisten"-Moral der Geschichte, daran ändert auch das versteckte Ende nicht mehr viel.
Screenplay ist in diesem Falle Geschmackssache. Entweder man mag den abgedreht düsteren, wenn auch zugegebenermaßen repetitiven, Tim-Burton-Style oder man mag ihn eben nicht.
Fakt ist: Ohne diesen Stil hätte The Nightmare nicht funktioniert und wahrscheinlich nicht den Kultstatus erreicht, den er nun mal innehat.
Letztenendes ist natürlich noch Burtons Haus-und-Hofkomponisten danny Elfmann Tribut zu zollen, für eine wahnsinnig stimmige, düstere Untermalung der Szenerie, deren Sprachgewandtheit in der deutschen Version allerdings durch eine recht sperrige, verkrampfte Übersetzung (Deutsch hat wahrscheinlich einfach zu viele Silben für die Metrik) sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Ich lege jedem hier die englische Originalversion ans Herz, sonst ist diese frühe Perle der Stop-Motionkunst nur halb so schön.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
chs88 2011/03/28 13:41:57
Kommentar löschennice work, bonedaddy
das kann man auch getrost zu Selick, Burton und Elfman sagen.
Für mich, wie für viele hier, ein absolutes Meisterwerk.
Kommentar gefällt mir Antworten
L-viz 2011/01/28 03:23:43
Kommentar löschenEinfach nur grauenvoll! Und das meine ich nicht im positiven Sinne. Hauptkritikpunkt ist natürlich das nervtötende Gesinge, das sich durch den ganzen Film zieht. Schlecht gezeichnete Figuren und eine absolut dämliche Story geben ihm den Rest. 1 Gnadenpunkt gibt es für die Tatsache, dass ich Halloween-Kreaturen eigentlich (ja, eigentlich!) mag.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
doctorgonzo 2011/01/28 10:24:16
Antwort löschenWenn Du hier das Gesinge schon doof findest, musst Du ja die Disney Filme der letzten 20 Jahre noch mehr ablehnen als ich, Respekt.
dAJaro 2011/01/28 13:51:05
Antwort löschenGezeichnete Figuren? Meinst du das Äußerliche oder die Charakterzeichnung der Figuren?
Warum ist die Geschichte dämlich?
L-viz 2011/01/29 23:03:24
Antwort löschen@ doctorgonzo:
Stimmt. Aber das liegt eher daran, dass alle Filme nach "Der König der Löwen" schlecht gezeichnet (das Äußerliche!) waren. "Aladdin" fand ich damals noch gut, trotz Gesinge.
@ dAJaro:
Das Äußerliche. Insbesondere die Spaghetti-Beine von dem Skelett.
Zur Geschichte:
Eine Bande Halloweenfiguren feiert ständig Halloween. Allein das ist schon absurd. Bei der Originalgeschichte von Jack O`Lantern ging es noch um ewige Verdammnis, der hat sich nicht die Kürbislaterne geschnitzt, weil das so schon stylish ist. Das wäre so, als würden sich die Simpsons im Fernsehen "The Simpsons" ansehen.
Dann entdeckt einer von denen die Weihnachtsstadt, wo ständig geweihnachtet wird. Gut, das kommt dem Mythos vom Weihnachtsmann und seiner Werkstatt am Nordpol noch recht nahe. Jetzt wollen die also auch Weihnachten feiern. Und was machen sie? Sie halten den Weihnachtsmann für ein Monster und feiern deshalb im Grunde schon wieder Halloween, nur mit dem Unterschied, dass sie dem ganzen einen pseudoweihnachtlichen Anstrich verpassen (Leichenteile als Geschenk verpackt). Nee, das überspannt den Bogen bei weitem.
HeilerDerWelten 2011/02/04 17:56:40
Antwort löschenDas sind keine Zeichnungen das sind Puppen mein Bester.
Die Zeichnungen können also gar nicht schlecht sein,
höchstens die Puppen.
~ Der Heiler ~
DustRaiser 2011/02/12 20:41:49
Antwort löschenDer Film ist ein Stop-Motion-Grusical mit Puppen und einer der großartigsten Filme aller Zeiten. Die Beschreibung des Filmes von L-viz, zeugt nicht gerade davon, dass er den Film ernsthaft angesehen und verstanden hat. Eher davon, dass seine Freundin oder wer auch immer ihn dazu gezwungen hat, den Film anzusehen und er aus Trotz nicht aufgepasst hat. Aber über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten.
Alle 7 Antworten zeigen
Shaitan 2011/07/11 19:21:30
Antwort löschenWarum schaust du dir ein Musical an, wenn du Gesang nicht magst? Wenn man schon Filmmasochistisch veranlagt ist, sollte man das nicht an dem Film auslassen, indem man ne grottige Kritik schreibt.
Außerdem hast du die Story nicht verstanden. Es geht viel mehr darum, dass dem Pumpkinking nach so vielen gefeierten Halloweens (auch in deren Welt ist nur an einem Tag Halloween) eine innere Leere dazu treibt, nach einem neuen Lebensziel zu suchen. Er versucht diese Leere mit einem anderen Feiertag zu füllen, kann dabei aber auch nicht ganz von seiner alten Bestimmung loskommen. Am Ende wird klar, dass ihm nur eins gefehlt hat, und zwar die Liebe und Zuneigung einer anderen Person.
Eric Energy 2011/12/18 10:44:44
Antwort löschenEinwas würde ich mal gerne nur zu Handlung richtig stellen.
Die Figuren feiern nicht ständig Halloween, sie sind für das Halloween der Menschen zuständig, ebenso wie im Weihnachtsdorf. Das ganze Jahr über leben sie also ihr "normales Monsterleben" ^^ und bereiten nebenbei das nächste Halloween vor, um die Menschen jedes Jahr aufs neue in Schrecken zu versetzen.
Das wird übrigens gleich am Anfang klar, wenn der Bürgermeister seine Rede hält.
Roach 2010/12/25 12:19:46
Kommentar löschenNightmare Before Christmas ist in jeglicher Hinsicht ein Meisterwerk: In technischem Belangen überzeugt der Film mit stylischer Stop-Motion, welche die schaurig-romantische Atmosphäre der Handlung perfekt in Szene setzt. Die Handlung ist das schönste aller Weihnachtsmärchen und dreht sich hauptsächlich um Liebe und verhängnisvolle Missverständnisse. Besonders positiv fällt hierbei auf, dass die Geschichte sich zum Ende immer mehr zuspitzt, schließlich auf das Ende zuprescht, in einer depressiven Phase des Films mündet, um dann wieder parabelförmig aufzuschwingen und ein prasselndes Finale zu liefern. Toll! Unterstützt wird das Ganze natürlich noch von den gradiosen Charakteren, bei denen einem selbst die unwichtigsten Nebenrollen sofort ans Herz wachsen (Igor zum Beispiel hat einen Auftritt von ein paar Sekunden).
Musikalisch ist der Film der Meilenstein der Kino-Geschichte. Die Songs sind ausnahmslos einsame Spitze und obendrein auch noch abwechslungreich, die Texte sind intelligent, emotional und fassen die wichtigsten Punkte des Filmes effektiv auf. Besonders köstlich finde ich hier "Kidnap The Sandy Claws" - So ein herrlich fieser und schwarzhumoriger Text! Hier also ein gigantisches Lob an Danny Elfman. Er ist ein Genie.
Einziger Schwachpunkt in diesem Belangen: Die deutschen Übersetzungen der Texte sind zwar bestmöglich gelungen, hemmen den Hörgenuss der englischen Originale aber dennoch ein ganzes Stück ab. Beim ersten Mal gucken ruhig auf deutsch, dann aber am besten englisch mit Untertitel.
Zu sagen bleibt, dass hier ein durch und durch perfektionistisches Meisterwerk vorliegt, über das mir kein einziger Mangelpunkt einfällt - nicht einmal die enorme Kürze stört mich. Es gibt viele Stellen zum Lachen, sei es über flotte Sprüche, herrlich liebliche Animationen oder einfach nur tolle Einfälle beim Design. Gleichzeitig aber regt der Film auch zum Nachdenken an, denn am Ende ist es doch tatsächlich die Geschichte eines gefürchteten Mannes, der auf der Suche nach Liebe ungewollt Angst und Schrecken verbreitet...
---> Lieblingsfilm!
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bitte logge dich ein Nightmare Before Christmas
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.
Deine Meinung zum Film Nightmare Before Christmas