No Country for Old Men - Kritik

No Country for Old Men

US · 2007 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Thriller, Drama, Western · Kinostart
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    Top.

    • 10

      Die Coen Brüder zeigen mit No Country for Old Men ein atmosphärisches, bildgewaltiges Meisterwerk das durch die Hauptdarsteller Lee Jones, Bardem und Brolin eine unglaubliche Dynamic entwickelt. Bardem erschafft mit seiner Figur ein humorvolles Monster nie dargewesener Art. Einer weniger Filme die gut auf Soundtrack verzichten können. Für mich ist der Film ohne zweifel mit 10 von 10 Punkten der Beste Film aller Zeiten!!!

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      • 9

        Javier Bardem....den Namen kenn ich erst seit diesem Film.
        Und er allein macht den Film so herausragend, ähnlich wie es die Figur des Jokers bei Dark Knight tut.
        Spitze!!!!!

        • 7
          BenniArt 30.01.2016, 00:31 Geändert 30.01.2016, 17:05

          Das Einzige, was mich über diesen Film hinwegtrösten kann, ist der Gedanke daran, dass er sicherlich nie ernst gemeint war von den Coens. Ein wunderbar fieses Grinsen müsste ihnen ins Gesicht geschrieben stehen, als man ihnen diesen patriotischsten aller Streifen abnahm. Dabei war er gerade als Antiamerikanisch gemeint. Die vielen dummen, aggressiven Männer, die sich durch ihre Waffen definieren. Die Gier, das Blut. Die Hilflosigkeit dieser Menschen. Nichts an diesem Film spricht für die gezeigten Zustände. Und doch gewinnt er Oscars; bei einem Wettbewerb, in dessen Jury lauter weißer Amerikaner sitzen. Weil er diesen Sarkasmus giftig aber unentwegt heimlich versprüht. Weil man erst richtig wissen muss, wofür die Coens stehen, um es zu bemerken.
          Als Statement überzeugend, fand ich den Film ganz persönlich eher schwach. Spannung kam bei mir keine auf, da ich von Anfang an wusste, wie es enden würde. Tatsächlich alles an diesem Ende war für mich wie vorprogrammiert. Gerade für die Coens eine größere Schwäche, verglichen mit ihren anderen Filmen, wie ich finde. Außerdem waren mir nun mal auch die Protagonisten vollkommen egal, da sie einfach unsympathisch und sturköpfig ihr Machoding durchgezogen haben. Javier Bardem spielt einen überraschend interessanten Mörder, fasziniert aber natürlich eher durch Gespräche mit dem Ladenbesitzer und seinen Waschtag, als durch seine stilsichere Waffe. Alles in allem waren es wohl am ehesten die wunderschönen Bilder Deakins', die mich am Ball behielten, denn der Handlung konnt ich, wie gesagt, nicht wirklich etwas abgewinnen. Schade drum.

          • 9 .5

            ***SPOILER***
            Woher ich weiß, dass Chigurh die ängstliche Carla Jean tötet? Es geht im kompletten Streifen viel darum, Spuren zu lesen: Blutspuren von angeschossenen Rehen, Milchflaschenkondensationen, schwarze Schuhsohlenabstreifungen auf PVC-Böden, Schloßabdrücke an Wänden, etc. etc. und dazu gehört dann auch, dass sich Chigurh nach verlassen des Hauses von Carla Jeans Mutter auf der Veranda die Texasboots abstreift. Warum? Weil das Blut von seinem Opfer noch an den Sohlen klebt. Das ist alles.
            ***SPOILERENDE****

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            • 9

              Ziemlich brutaler Streifen, mit einem sensationellen Javier Bardem der die Rolle des Psychopathen perfekt spielt!

              Top Besetzung in einem packenden Thriller!

              • 8 .5

                Ein sehr, sehr guter Film der Coens mal wieder. Sie hatten ja schon mal einen großartigen Thriller mit Fargo gedreht. Dieser hatte einen sehr dunklen Humor, Humor gibt es auch hier. Jones' Charakter kann sich den einen oder anderen zynischen Kommentar gegenüber seinem leicht minderbemittelten Deputy nicht verkneifen.
                Ansonsten erlauben sich die Regisseure den ein oder anderen Scherz gegenüber dem Publikum.

                Thriller bestehen klassisch aus Einleitung, Buildup und Payoff. Die Coens lassen in No Country for Old Men den Payoff einfach weg, der Film endet mit einem rein zufälligen Ereignis und lässt den zuschauer ratlos zurück, es gibt kein "und die Moral von der Geschicht". Mutig und innovativ!

                Zusätzlich gibt es kaum Filmmusik, auch außergewöhnlich, wird diese doch oft als mittel zur Spannungserzeugung genutzt. No Country for Old Men nutzt da eher den allmählichen, langsamen Aufbau der Spannung, die Handlung kommt nur langsam in Gang, der Antagonist CHigurh (genial gespielt) vermittelt jedoch eine gewisse Aura des Unaufhaltbaren, Unabwendbaren. So steigt die Spannung auch ohne großes Tempo, da dem Zuschauer der Eindruck vermittelt wird, das der Bösewicht kaum von seinem Ziel abzubringen sein wird.

                Die Coens schaffen mit No Country for Old Men einen harten, innovativen Thriller, der einige Genrekonventionen bricht und seinen eigenen Weg, getragen von starkem Cast, sucht. Absolut empfehlenswert.

                • 10

                  Einfach ein geiler Film. Javier Bardem ist der Hammer. Eine meiner Lieblingsszene ist auf der Brücke mit dem Vogel. Auch wenn sie weniger spektakulär ist, konnte ich mich kaum mehr halten.

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                  • 10

                    Da meine Obsession für Woody Harrelson erst seit kurzem entflammt wurde, war der Film schon lange überfällig. Zum ersten Mal gesehen habe ich ihn als er vor Monaten mal auf Prosieben ( glaube ich ) ausgestrahlt wurde. Ich sah nur kurz den Anfang und fand ihn, ehrlich gesagt, sehr ermüdend. ( steinigung...3..2..1 )

                    Doch als Fan von Woody, Josh und Tommy gab ich dem Film noch einmal eine Chance.
                    Und tatsächlich hat mich der Film dann plötzlich total gepackt. Javier erscheint hier schon gleich als eiskalter Psycho. Seine Darstellung gefällt mir schon gleich von Anfang an. ( und ich hätte nie gedacht, dass man ihn mit nur einer Perücke so verunstalten kann. )

                    Wie eindrucksvoll einfach alles gefilmt wurde. Für mich ein kleines Meisterwerk. Ich bin erleichtert ihn doch noch gekauft zu haben. Von der Verfolgungsjagd an wurde ich dann richtig gepackt von dem Film. Die Szene im Hotelzimmer war für mich richtig fesselnd und spannend. Mehr sage ich nicht, ich rate einfach nur dazu ihn sofort zu schauen wenn es noch nicht geschehen ist.

                    • 10
                      KevmasterKev 19.09.2015, 08:15 Geändert 19.09.2015, 08:16

                      Unheimlich Spannend Inszenierter Film der auch ohne Filmmusik auszukommen scheint, Grandioser Cast und vor allem die Rolle Javier Bardem als Anton Chigurh ist Furchteinflößend:D Für mich einer der besten Filme die ich kenne und zurecht mit best Note Ausgezeichnet.

                      • 8

                        No Country for old Men behandelt die Frage, die sich sicherlich schon viele Menschen gestellt haben: Was würde ich tun, wenn ich zwei Millionen Dollar bzw. Euro finden würde? Der Film erzählt die Geschichte von Llewelyn Moss, der genau das tut und das Geld an sich nimmt. Von nun an ist er ein Gejagter von den Menschen, die das Geld für sich beanspruchen. Eine packende Jagd quer durch das Land ist die Konsequenz.
                        Der Cast ist sehr gut. Tommy Lee Jones gibt hier den Sheriff während Javier Bardem, der in diesem Film eindeutig am besten spielt, den Kriminellen Anton Chigurh spielt. Chigurh ist ein Mensch, dem man nur ungern allein begegnet. Ein (vermeintlich) falsches Wort reicht aus und du verlässt den Raum nicht lebend. Bardem spielt diese Rolle so gut, dass man sich teilweise ins Gedächtnis rufen muss, dass er lediglich ein Schauspieler und kein kaltblütiger Mörder ist.

                        Die Story bzw. der Grundgedanke des Films ist spannend und fesselt den Zuschauer. Auch die Darstellung ist sehr schön. Jedoch muss ich mich meinen Vorschreibern anschließen, wenn ich sage, dass der Film ab der zweiten Hälfte ca. enorm nachlässt und das Ende leider Gottes sehr enttäuschend ist. Ich hätte mir ein besseres bzw. ein anderes Ende erhofft, aber man kann nicht alles haben.
                        [SPOILER:] No Country for old Men ist ein Film, in dem alles passieren kann. Der Film schreckt auch nicht davor zurück, eine seiner Hauptfiguren mal eben so sterben zu lassen.

                        Trotz des enttäuschenden Endes gefällt mir der Film sehr gut, gerade weil die Story nicht auf Stereotypen bzw. Handlungen aufgebaut ist, die man in jedem zweiten Thriller findet. In dem Punkt ist No Country for old Men schon origineller. Ich empfehle den Film herzlichst weiter, allein schon aufgrund der enormen schauspielerischen Leistungen in diesem Film.

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                        • 10

                          Unglaubliche Leistung von Javier Bardem. Ein absoluter Lieblingsfilm von mir.

                          • 9

                            SPOILER

                            Die Sonne ragte über die kargen Hügel in dieser trostlosen Einöde. Vegetation war nur spärlich vertreten. Eine Landschaft wie gemalt. Einsame Männer streifen durch diese Wüste, fernab der Zivilisation. Sie ziehen eine blutige Spur hinter sich her. Leichen pflastern ihren Weg und alles wegen ein paar Dollar.
                            Willkommen in "No country for old men". Einem Western, der ja eigentlich kein Western ist. Doch die Coens würfeln ja gerne mal die Genrekiste etwas durch und so ist auch dieser Streifen ein Thriller, in anderem Gewand. Pferde benutzen hier zwar nur die Gesetzeshüter, Revolver trägt auch kaum jemand, Ponchos und Duelle fehlen und auch die Filmmusik wird weggelassen. Und trotzdem treffen die Coens den Ton eines Western. Sie kitzeln alles aus der Landschaft raus, kleiden die Darsteller in moderne Cowboy-Klamotten erschaffen eine karge Atmosphäre, wie die großen Western der vergangenen Tage.
                            "No country for old men" macht eigentlich alles richtig. Die Geschichte ist nicht nur großartig, sie wird auch großartig erzählt. Aus verschiedenen Blickwinkeln, stets ruhig gehalten, aber nie schleppend. Die Sheriff-Arbeit macht dabei genauso viel Spaß, wie die Jagd nach Brolin und dem Geld.
                            Was die Dialoge angeht. Typisch Coen. Lakonisch, sarkastisch, trocken. Das liegt natürlich wieder an den tollen Charakteren. Aus der Besetzungsliste kann man schon erahnen, was einen erwartet. Aber vorallem Javier Bardem hat sich mit seiner Darstellung des Psychokillers (zurecht) in das Herz der Filmfans gespielt. Das ist sogar furchteregender als Jack Nicholson in "Shining". Der Blick von Bardem wenn er den Deputy erwürgt, die Kälte und Lässigkeit mit der er seine Opfer ins Jenseits schickt, ist nicht von dieser Welt. Verdientester Oscar aller Zeiten.
                            Der Rest macht seine Sache ebenfalls toll. Am meisten begeistert mich jedes Mal aufs Neue Woody Harrelson. Den find' ich aber sowieso immer klasse und hier als "Cowboy-Killer" liefert er eine tolle Performance ab.
                            Der Kniff, ohne Musik zu arbeiten, geht ebenfalls wunderbar auf. Mit den ruhigen und kargen Landschaftsbildern und ewig langen Einstellungen ohne gesprochene Worte, bauen die Coens eine atemberaubende Atmosphäre auf. Hier hat wirklich jedes Bild einen Platz verdient.
                            Auch das Ende ist fabelhaft. Nach einer mörderischen Hetze mit vielen Leichen und umherspritzendem Blut, gewinnt der Böse. Zumindest kommt er davon. Einiges bleibt ungeklärt, aber Bardem entkommt. Tommy Lee Jones darf dann noch einen wunderbaren Dialog von sich geben und dann. Schnitt. Ende. Großartig.
                            Ein Weiterer (fast) perfekter Film in der Coen-Filmografie. Vollkommen Einzigartig, aber trotzdem ein waschechter Coen. Ich würde ja sagen "Einer der Besten Coen's", aber das sag ich zu allen ihren Werken. Daher: Macht bitte weiter, vielleicht kann das zeitgenössische Kino doch noch gerettet werden. Mit solchen Genies hinter der Kamera darf man auf jeden Fall noch hoffen.

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                            • 10

                              Ruhe, eine blutige Gewalttat, Ruhe, eine harte Actionszene, Ruhe.

                              Die Ruhe ist es, die sich durch den gesamten Film "No Country For Old Men" zieht. Mit viel Ruhe und Gelassenheit verfolgt unerbittlich der Auftragskiller Anton Chigurh sein Ziel, welches er immer im Fadenkreuz behält. Unablässig ist er seinem Opfer, Llewelyn Moss, auf der Spur, da dieser einen Koffer voller Drogengeld gefunden und mitgenommen hat. Routiniert und mucksmäuschenstill geht er mit seinem Bolzenschussgerät seiner Tätigkeit nach, als hätte er alle Zeit der Welt.
                              Als Zuschauer verfolgt man jeden Schritt von Anton Chigurh mit seinen Augen und bei jedem Wort, das seinen Mund verlässt, klebt man ihm an den Lippen. Von Außen harmlos, und doch extrem bedrohlich bahnt sich diese tickende Zeitbombe ihren Weg und das ohne viel Lärm.
                              Aber nicht nur Javier Bardem in der Rolle des Bösewichts ist ein Grund sich dieses Meisterwerk der Cohen-Brüder anzusehen. Alle schauspielerischen Leistungen sind auf den Punkt, die Atmosphäre des Films ist dicht und hart, es gibt wunderbar inszenierte Action, eine tolle Geschichte und der Film ist einfach etwas besonderes.

                              "No Country For Old Men" hat sich für immer einen Platz in meiner persönlichen
                              TOP 100 der besten Filme gesichert. Er wird immer einer meiner absoluten Lieblingsfilme bleiben, und ich werde ihn mir noch einige Male ansehen.

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                                sachsenkrieger 07.08.2015, 23:30 Geändert 08.08.2015, 06:50

                                "Es heißt, die Augen sind die Fenster der Seele. Ich weiß nicht, von was dem seine Augen die Fenster waren, und ich will’s auch gar nicht wissen. Aber da draußen gibts einen anderen Blick auf die Welt und andere Augen, die sie sehen, und darauf läuft es raus."

                                NO COUNTRY FOR OLD MEN und THERE WILL BE BLOOD - zwei Filme, die das Ende des ersten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends, wohl nicht nur für mich, zu etwas Besonderem machten. Wobei ich zugeben muss, das ich zweiteren für den bisher stärksten Film dieser mittlerweile 15 Jahre halte. Nichtsdestotrotz hat das Werk der Coen-Brüder sich seine vier Oscars redlich verdient und ist eine der phantastischen Umsetzungen des "weltgrößten Kulturpessimisten", Cormac McCarthy. Das liegt auch daran, das die Coen-Brüder, ganz anders als viele ihrer Kollegen, das dem Film zugrundeliegende Buch weitestgehend unverändert verfilmten. Denn in KEIN LAND FÜR ALTE MÄNNER zeigt McCarthy zum wiederholten Male, das er nicht zu Unrecht zu den bedeutendsten, lebenden Schriftstellern zählt. Die Gebrüder Coen tragen mit ihrer unnachahmlichen Art und Weise, Filme zu schöpfen, zum weltweiten Erfolg und zur authentischen Atmosphäre des Films bei.

                                CARLA JEAN: Was hast du vor? 
                                LLEWELYN: Was ich vorhab, ist so dämlich ... dämlicher geht’s nicht, aber ich tu´s trotzdem. Wenn ich nicht wiederkomme, sag Mutter, dass  ich sie liebe. 
                                CARLA JEAN: Deine Mutter ist tot, Llewelyn. 
                                LLEWELYN: Dann sag ich’s ihr eben selber. 

                                Dabei meint man streckenweise ... ich hasse Vergleiche ... das man sich FARGO statt im Schnee in der Wüste anschaut. Aber dies ist mehr als das, denn hier wird die Handlung noch von einem ganzen Klapperschlangennest genialer Schauspieler getragen. Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly MacDonald, allen passen ihre maßgeschneiderten Rollen wie angegossen. Sie sind die hochspezialisierten Erfüllungsgehilfen eines Schriftstellers, der auszog, sich selbst das Fürchten zu lehren. Die Coens packen diese unheimlich staubtrocken-straßenslangig-blumenpoetischen Dialoge McCarthys am stachligen Schwanz und platzieren sie gekonnt in wahnwitzig-wunderschöne Bildkompositionen. Für mich ist KEIN LAND FÜR ALTE MÄNNER damit eine der bisher gelungensten Umsetzungen einer Romanvorlage und der beste Film der Coens ... zusammen mit dem Dude.

                                P.S.: Wer diesen Film und insbesondere die Arbeiten McCarthys mag, dem kann ich nur empfehlen, sich THE COUNSELOR noch einmal anzuschauen. Dieser ist nicht minder genial umgesetzt.

                                Als kleinen Einstieg in die "wahre" Welt des Counselors: http://decider.com/2015/07/17/the-counselor-hbo-go/

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                                  RoboMaus 03.08.2015, 08:59 Geändert 23.08.2015, 09:06

                                  Der grosse Wurf der Coen-Brüder – bei vier Oscars muss man durchaus etwas Besonderes abliefern. Eines ist sicher die stoische Ruhe, die diesen Film durchzieht, bei der man es schon Action nennen muss, wenn einer rennt (keine Angst, das passiert nur einmal). Werden Handschellen normalerweise nicht auf dem Rücken angebracht, v.a. bei gefährlichen Kriminellen? Weil der Sheriff wohl aus Personalmangel eingestellt wurde, konnte der psychopathische Killer sie praktischerweise dazu verwenden, ihm die Kehle zuzudrücken. Für den Zuschauer ist das glückliche Fügung, denn der so entkommene Killer sorgt für reichlich Spannung, und er tötet gerne mit einem Bolzenschlaggerät wie bei der Tierschlachtung. Auch etwas Besonderes. Als kompromisslose Tötungsmaschine erlegt er jeden Widersacher, Kollateralschäden inbegriffen, doch einer wird sich ihm in den Weg stellen....
                                  'No Country for Old Men‘ ist über zwei Drittel ein interessanter Thriller, der ein kluges Katz- und Mausspiel im unnachahmlich trägen Coen-Inszenierstil aufzieht, driftet dann aber in Lynch-mässigen Wirrwarr ab. Zur Krönung darf man sich am Ende als Traumdeuter für Tommy Lee Jones betätigen. Ich dachte da wäre eine versteckte Message, eine Art verschlüsseltes Finale, und habe zurückgespult - reingefallen. Man muss wohl hinnehmen, dass der Film quasi mittendrin aufhört und dem Zuschauer einen Showdown oder ein dramaturgisch mitreissendes Ende verweigert, aber das ist eben das Besondere. Oscars bekommt man nicht umsonst.
                                  Schade, die Coens waren mit diesem Werk kurz davor selbst ein simples Gemüt wie mich zu begeistern, das mit einer 'klassischen' Dramaturgie gefüttert werden will. Es zu tun war wohl nicht standesgemäss, und, wer weiss, vielleicht wäre 'No Country for Old Men' dann als zu gewöhnlich eingestuft und hätte ein paar Oscars weniger bekommen.

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                                    Fanto 30.07.2015, 05:09 Geändert 30.07.2015, 05:10

                                    Ich muss ganz ehrlich sagen: Als erstes dachte ich, dass das ein super spannender Thriller ist und sicher auch ein super Ende hat, aber genau dieses Ende enttäuscht m.M.n total! Ab der Hälfte ca. geht es steil bergab und der Schluss ist der letzte Mist. Ich kann ja verstehen, wenn man was offen lässt, aber so...
                                    Es ist so, als ob der Film mittendrin auf einmal zu ende ist und jemand vergessen hat, die 2. DVD einzulegen. Einfach richtig schwach, zumal ich das Ende auch mit am wichtigsten finde. Bringt ja nichts, wenn der Film erst super anfängt und dann immer schlechter wird. Dann lieber andersrum.

                                    3 Sterne für eine guten Anfang.
                                    Ein Film, den ich bestimmt nicht noch einmal sehen werde.

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                                    • 10

                                      Ein perfekter Film.

                                      • 9 .5

                                        Wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, wie es ein Schauspieler hinbekommt, dass die Gänsehaut auf dem Rücken einen Steptanz aufführt. Danke, Herr Bardem. ,-)

                                        • 8

                                          ^^
                                          Bardem...
                                          geistesgestörter Typ.

                                          Was soll man sagen...
                                          Kranker Film.
                                          Hart, ohne viel drumherum Gerede.
                                          Ich hasse Spoilern, daher halt mich zurück.
                                          Aber die Wendung des Hauptdarstellers hats mir besonders angetan ^^
                                          I was shocked. :)
                                          Genau deshalb fand ich den Film aber sehr gelungen.
                                          Javier wahrscheinlich in einer seiner best gespieltesten Rollen.

                                          Sehr gute 8/10 Punkte

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                                          • 10

                                            Ein Katz und Maus spiel, nur das hier die schlaue, aber brutale Katze noch von einem sich an die Regeln haltenden Hund verfolgt wird. Die Katze hält sich weniger an die Regeln, aber versucht mal so einem Vieh so was beizubringen. Die Maus kapiert alles wie immer etwas spät, ob sie sich aus dem Staub machen kann werden werden wir noch sehen...
                                            Düsterer, knallharter Thriller. Musik braucht man, hier aber nicht. Grandioses Meisterwerk mit einem unglaublichen Ende. Mein Lieblingsfilm von den Coens
                                            Spoiler:
                                            Am allerallerallerbesten ist, dass wenn Moss stirbt (ist immerhin bis jetzt der Hauptcharakter) nur eine Sekunde gezeigt wird und es dann einfach weitergeht... ich kann das schlecht beschreiben, aber als man ihn da tot liegen sah, nur einer von vielen - so etwas habe ich noch nie gesehen.

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                                            • 6

                                              Solider Thriller mit enttäuschendem Ende...
                                              Ganz große schauspielerische Leistung von Javier Bardem

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                                              • 10

                                                Ganz großes Kino!

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                                                • 6

                                                  Wegen der positiven Kommentare habe ich mir den Film jetzt erstmals und mit freudiger Erwartung angesehen. Dass er brutal sein würde, war zu erwarten. Ich empfand ihn über weite Strecken auch als interessant und spannend. Der letzte Teil war nach meinem Empfinden allerdings eher schwach. Es ging alles so schnell, dass ich Mühe hatte mitzubekommen, wer denn nun noch getötet worden war. Und auch die letzten Szenen mit dem Killer waren für mich auch schwer einzuordnen. Insgesamt war ich eher enttäuscht, weil ich mehr Schlüssigkeit in der Handlung (bis zum Schluss) erwartet hätte.

                                                  (Spoilerwarnung) Dass das Ende nicht gut ist und fast alles tot sind, die man vorher eher der (mehr oder weniger) guten Seite zugeordnet hatte, ist bei einem solchen Film nicht besonders schlimm. Aber ich hatte am Schluss große Mühe mitzukommen. Vorher wurde die Handlung so breit erzählt, aber plötzlich ging gegen Ebde alles so schnell, dass mir z.B. nicht klar war, dass Moss auch getötet wurde. Dann war die Beerdigung seiner Schwiegermutter; gleich darauf musste seine Frau sterben. Und schließlich dieser anscheinend zufällige Autounfall von Chigurh, nach dem er einem Jungen das Hemd abkauft, um den offenen Armbruch zu versorgen. Das alles wirkte auf mich, als sei das Geld ausgegangen und der Film musste dann sehr schnell zu Ende sein.

                                                  • 9 .5

                                                    Dieser Film regt, durch seine brutalität und das es kein happy end gibt, zum nachdenken an.. Vor allem das Ende ist unerwartend und schokierend..
                                                    Starke Darsteller mit starker Kameraführung dazu kommt, dass es keine Musik im Film gibt
                                                    Alles zusammen ergibt ein Meisterwerk, dass mich bis zum Schluss gefesselt hat

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