No Country for Old Men - Kritik

US 2007 Laufzeit 122 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Western, Kinostart 28.02.2008

  • 8 .5

    Hart, ironisch, ruhig-sehr guter FILM!

    • 9
      oliver.roth.5059 19.12.2014, 16:03 Geändert 19.12.2014, 20:56

      Phantastische Verfilmung des Buches von Cormac McCarthy von den Coen-Brüdern. Ein blutiger, episch photographierter Drogenthriller in McCarthys " Wohnzimmer", der ausgedörrten texanisch-mexikanischen Grenze. Genauso trocken ist auch der Film, angenehm langsam erzählt, keine hektischen Schnitte, minutenlange Schießereien, jedwedes Pathos oder dergleichen. Der Tod ist hier schnell, unvermittelt und vollkommen emotionslos.Gerade dies macht die Wucht aus, die den Zuschauer so trifft. Auch Tommy Lee Jones´ großartiges, zurückgenommenes Schauspiel als amtsmüder, ausgezehrter Sheriff Bell am Ende seines Weges, in einem aussichtslosen Kampf gegen eine neue Generation von Gangstern, deren Ausmaß und Intensität an Verbrechen er nicht mehr verstehen kann und will, und Hauptdarsteller Josh Brolin in der Rolle des Ex-Vietnam-Veterans Moss, der den größten Fehler seines Lebens begeht, überzeugen zu jeder Zeit. Die eigentlich tragende Kraft des Films ist jedoch der lakonische Killer Anton Chigurh, ( Javier Bardem ), der sich an Moss´ Fersen heftet und vor dem es kein Entrinnen gibt. Der Film wirkt selbst unter der strahlend flirrenden texanischen Wüstensonne düster und fatalistisch. Der unfassbar bedrohlich aufspielende Bardem dürfte sich spätestens hiermit seine Platz im Schauspiel-Olymp gesichert haben ( den Oscar hat er ja bereits zu Recht erhalten ) und die Figur Anton Chigurh gilt bereits jetzt als einer der angsteinflößendsten Bösewichte aller Zeiten. Großes Kino!

      • 9

        Ein absolut herausragender Film.
        Ohne irgendeine Form von Filmmusik kommt dieser Film doch so Rhythmisch daher. Hier passt alles zusammen.
        Vor allem dieser unglaubliche Top-Cast, bei dem ich jedem seine Rolle voll abkaufe. Auch wenn das im Falle von Javier Bardem's Chigurh nicht wirklich ein Kompliment darstellt. Wobei genau dieser Chigurh für mich einer der einprägsamsten Filmbösewichte der letzten Jahre darstellt.
        Die Coen Brüder schafften es, mit diesem Film DEN Wester (wenn man den Film als solchen bezeichnen will) der letzten Jahrzehnte zu erschaffen.

        • 10
          SmooliEntertainment 29.11.2014, 19:05 Geändert 30.11.2014, 22:23

          _Reise durch das Werk der Coens

          STATION XII: NO COUNTRY FOR OLD MEN

          Stille. Die Logos der Produktionsfirmen erscheinen. Stille. Der Filmtitel erscheint. Weiße Schrift auf schwarzem Grund. Absolute Stille. Doch dann sehen wir die aufgehende Sonne im Westen Texas und Tommy Lee Jones (mit einem Blick, der mehr ausdrückt, als Worte es je könnten) beglückt den Zuschauer mit einem der besten Monologe, die es in einem Film zu bewundern gibt. Das liegt nicht nur daran, dass Bild und Stimme perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das liegt vor allem daran, dass der Zuschauer mit ein paar Sätzen in eine Welt gezogen wird, in die er gar nicht möchte, aber dennoch drin gefangen bleibt. Der Film beginnt und endet mit einem Monolog von Jones’ Charakter Bell. Der Anfang strotzt vor Müdigkeit und Pessimismus. Ed Bell ist zu alt für das Land.
          Die erste Filmfigur, die wir kennenlernen, ist Anton Chigurh. Ist er der Teufel? Ist er Gottes Strafe? Ist er ein Mensch? Ist er zu alt für das Land? Javier Bardem (diese Stimme muss man sich unbedingt im Originalton anhören!) unangefochten.
          Die zweite Hauptfigur, die wir sehen, ist Llewyn Moss. Ein zäher Mann, der sich in dieser Welt zurechtfinden zu scheint.
          Diesen drei Hauptfiguren folgen wir für zwei Stunden. Kann man deshalb sagen, sie zu kennen, sobald der Abspann beginnt? Nein, wir kennen diese Menschen nicht, wissen aber zwei Sachen. Wie ihre Zukunft aussieht. Und dass sie alle jagen und gejagt werden. Nach und von der gleichen Sache: dem Leben.

          Technisch gesehen ist der Film die reinste Parade. Und das ist eigentlich ein kleines Wunder, da der Film auf Spielereien verzichtet. Beinahe keine Filmmusik. Beinahe keine Stilisierung der Kamera von dem anbetungswürdigen Roger Deakins. Wenn Musik und Kamera aktiv werden, dann ist das Ergebnis so passiv und hintergründig, dass es einem gar nicht wirklich auffällt. Erst wenn die Szene vorbei ist und man sich fragt, wieso man schon wieder so im Bann war, fängt man an, darüber nachzudenken und das Genie der Regie zu würdigen.
          Die Coens zeichnen die Charaktere schlicht und ergreifend perfekt und fügen sie noch besser in die allgemeine Stimmung des Werkes ein, sodass alles eine Einheit bildet und den Kern des Menschseins offenbart: Gier, Angst, Egoismus, Schicksal. Dabei verstehen die Brüder es grandios, stets das berüchtigte Schema F zu umgehen und immer interessant und spannend zu inszenieren. Gerade wenn man denkt, es würde Kontrolle und damit innere Ruhe in den Film zurückkehren, kommt eine Wendung und erwischt einen ganz ganz kalt. Der Begriff „stetig die Schrauben anziehen“ trifft auf diesen Film zu, wie die Faust auf’s Auge, in seinen besten Momenten (und davon gibt es hier verdammt viele) ist der Film an Spannung kaum zu übertreffen. Der reinste Terror.
          Dass das alles ohne Hektik, sondern im Gegenteil mit einer Ruhe sondergleichen passiert, ist beinahe nicht zu glauben.
          Zudem gibt es selten Filme, in denen die Regisseure durch die bloße Inszenierung so viel aussagen können, wie hier. Besonders die Charakterzeichnung des undurchsichtigen Killers gewinnt nur durch Bilder einige Informationen. Besonders beeindruckend ist dabei, dass sie es schaffen, Einzelheiten in das Gesamtkonzept einzuweben, sodass trotz der Informationsfülle ein absolut rundes Werk entsteht.

          NO COUNTRY FOR OLD MEN beschäftigt sich mit Gewalt, Unmenschlichkeit, dem Leben in seinen verschiedenen Phasen und dem Schicksal. Gerade durch letzteres scheinen alle Charaktere zum Scheitern verurteilt zu sein, weil sie ganz einfach nicht alles kontrollieren können. Auch Chigurh nicht (und das ist überraschend und erleichternd).
          Der Film beginnt und endet mit einem Monolog von Jones’ Charakter Bell. Das Ende strotzt vor Erleichterung. Balsam für den Zuschauer, nachdem er zwei Stunden in einer Welt gefangen war, die an Pessimismus und Zynismus kaum zu überbieten ist. Und so schaffen die Coens das, was ich mit am beeindruckendsten an ihnen finde. Sie schaffen es große Gefühle ohne Sentimentalität zu wecken. Und so wirkt Bells Frau am Ende dadurch, dass sie Vertrauen und Zuneigung ausstrahlt, wie das schönste Wesen, das es auf der Welt gibt.
          An diesem Film gibt es wirklich rein gar nichts, was ich auszusetzen hätte und noch weniger, was mich beim Schauen dieses Filmes nicht beeindruckt. Dieser Film ist so anders und so großartig, dass er noch lange überdauern wird. Stets mit seinem Ruf und stets mit Recht.

          Der nächste Halt dieser Reise ist nahe der russischen Botschaft, mit ganz viel geheimen Geheimdienstscheiß.
          Nächste Station: BURN AFTER READING

          _Smooli

          Vorherige Station: http://www.moviepilot.de/movies/the-ladykillers/comments/1056266
          Nächste Station: http://www.moviepilot.de/movies/burn-after-reading-wer-verbrennt-sich-hier-die-finger/comments/1057516

          12
          • 7 .5

            Meine Bestnote erhält dieser Film nicht, weil die Botschaft mir nicht rüberkommt und der Schluss spottet jeder Gesellschaft..okay grandiose 2 Schauspieler...aber ein Soundtrack fehlt total...Logische Widersprüche hat er auch..und die Komik von Tommy Lee Jones ist fehl am Platze...aber eins hat er-er ist spannend.

            • 6

              Die Bewertung des Filmes erscheint unmöglich, da er streng genommen nicht in klassische Filmkategorien passt.

              Der folgende Text stellt wohl mehr das Angebot für einen Deutungsschlüssel für den Film dar und weniger eine beherzte Kritik im eigentlichen Sinne.

              Nicht umsonst wird das filmische Schaffen der Coen Brüder von vielen Beobachtern als "postmodern" eingestuft. Hierbei sind wohl die gängigen und allgemeinen Qualitäten des Postmodernismus gemeint, die nach einer einfachen Deutung mit z.B. Derrida oder Lyotard folgendermassen hergeleitet werden könnten: Es gibt keine großen Geschichten mehr (Lyotard) und es gibt im eigentliche Sinne keine Identität (Derrida).

              Viele Kommentare und Kritiken zum Film stellen richtigerweise fest, dass der Film in keine "klassische" oder "moderne" Filmkategorie so richtig passt. Das will er auch nicht. Postmodernes Kino wird sich der Kategorisierung entziehen wollen und dementsprechend wird es keine Geschiche im eigentlich Sinne erzählen.

              Bei no country for old men gibt es ledeglich drei größere Identitässtränge- drei mögliche vollkommen individuelle Stimmen, Narrationen oder in Kinosprache "Plots" (das sind die drei Stränge von Shigurh, Moss und Bell) die mehr oder weniger parallel existieren, vor sich hin leben und eben den Gesetzen und Regeln folgen, in denen diese drei Identitäten gefangen sind bzw. durch diese sie erst zur Identität werden. Die Schicksaale dieser drei Identitäten können sich natürlich kreuzen, begegnen oder teilwiese verweben, müssen sie aber nicht. Aufgrund vollkommen zufälliger Ereignisse (Drogendealblutbad in Wüste zu Beginn des Filmes) werden alle drei Figuren mehr oder weniger zufällig in einen Ereignisstrang verwoben.

              Es gibt keine höhergelagerte Ordnung, nur Zufälle und Kollisionen von vollkommen unterschiedlichen Regel- und Gesetzeswelten. Begegnung und Kontakt der im Film gezeigten Identitäten entstehen vor allem durch den Konflikt differenter Gesetzes- und Regelgefüge: Moss (Brolin) klaut Drogengeld und verstösst damit gegen die Gesetze von Shigurh (Bardem). Shigurh (Bardem) mordet rum auf seiner Suche nach dem Geld und verstösst damit gegen geltendes Strafrecht/US Gesetze und damit gegen Bell(Jones) usw. Dieses Motiv sieht man meiner Meinung nach auch in dem Jagdmotiv, das oft im Film "zitiert" wird und gefunden werden kann...

              Alle Figuren sind somit tragische Figuren, da sie sich in einem Kreislauf von Aktio/Reaktio, bezüglich des Erhaltes ihrer Gesetze und Regeln, befinden. Alleine durch Ihre unterschiedlichen Regelsysteme jedoch können die Figuren ihre Identität erst stiften bzw. entwicklen (Kontinuität)- verfolgen so zu sagen das, wovon sie überzeugt scheinen. Im ewigen Spiel der differenten Gesetze und Regelsysteme pendeln
              die Figuren bei der Umsetzng ihrer Überzeugungen und Ziele. Dabei scheint es vollkommen irrelevant, ob die Ziele erreicht werden können (nebenher mir auch nicht klar ist, ob Shigurh überhaupt ein Ziel verfolgt). Viele wichtige Eckinformationen der Hauptfiguren werden daher ausgelassen. Nur eines scheint gewiss: Die ansich stärkste gedachte Gesetzeskraft (symbolIsiert durch Bell=Staat, Recht, Verfassung) ist sehr müde, überfordert und desillusioniert von der Gewalt und immer einen Schritt hinterher, das Recht nach Glück, Hoffnung und Verheißung geht nicht auf (Moss scheitert), denn das Gesetz des Stärkeren, Tabuloseren und Skrupeloseren gewinnt immer (Tyrannei durch Shigurh).

              Auch ist unklar, für welche Organisation Wells (Harrelson) arbeitet. Dies ist auch insofern unwichtig, da Wells wieder nur Repräsentant und ausführende Instanz eines weiteren (im Prinzip x beliebigen) Regelsystems ist. Hier auch der interessante Dialog mit Shigurh, in dem Shigurh Wells fragt (sinngemäß): Welche Regel oder Lebensregeln haben dich bis hierhin geführt und hat es sich gelohnt nach diesen Regeln zu leben?

              Der Film endet nicht mit einem dramaturgischen Schluß, sondern mit einem Ausklang der Erzählung/Narration/Identität von Bell. Ich denke auch hier wieder, der genaue Inhalt von Bells Traum ist vollkommen irrelevant. Die Szene hat keinen Bezug mehr zur Identität von Moss oder der Identität Shigurh. Die Identität Bell sucht ganz einfach weiter nach identitätsstiftenden Kriterien, in dem Fall ein xbeliebiger Traum.

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              • 10

                Müsste man die Worte "filmische Perfektion" neu definieren, würde ich die Worte "NO COUNTRY FOR OLD MEN" vorschlagen.
                Einen Film wie diesen, gab es noch nie zuvor. Noch nie gab es einen Film, der trotzt seine Perfektion nie unglaubwürdig wird, trotz seine Spannung und Action nie die Botschaft verliert.
                Jede Kameraeinstellung, jeder Schnitt, jede Regieanweisung und jedes Zucken einer Wimper der Darsteller ist perfekt.
                Die Coen-brüder schwören mit "No Country" eine Vielschichtigkeit herauf, an die nichts herankommt. Einerseits Actionfilm, andererseits Charakterstudie, einerseits Western, andererseits Zurschaustellung eines gewaltbereiten Amerika, ja einer gewaltbereiten Welt.
                Javier Bardem`s Charakter repräsentiert die Depression der heutigen Zeit. Eine Gewalt die nicht mehr rational erklärbar ist und keinen Sinn mehr bietet, aber auch eine Zeit, in der die einzigen Versprechen die zählen, Gewaltversprechen sind.
                Tommy Lee Jones gibt uns einen Menschen, dessen Beruf es ist gegen das Unrecht und die Gewalt zu kämpfen. Letzten Endes sind wir Tommy Lee Jones, der dasitzt und nicht mehr versteht, der in die Ferne blickt und dabei überfordert ist.
                Die Coenbrüder präsentieren uns einen Mikrokosmos, der für die heutige Zeit steht und dies mit ihrer, für sie so typischen pessimistischen Grundhaltung. Hätte ein Anderer den Film gemacht, hätten wir einen stumpfsinnigen pseudo intellektuellen, schnell geschnittenen Actionthriller zu sehen bekommen. Aber in den Händen der beiden Meister, wird "No Country for Old men" zum vielleicht besten Film aller Zeiten.
                Aber der Film gibt uns noch eine Botschaft. Eine Botschaft, die die Coens wohl nicht gewollt haben. Nämlich dass es sich bei den beiden Brüdern um die größten Filmemacher aller Zeiten handelt....

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                • 9

                  Wird erst nach wiederholtem Anschauen richtig sehenswert. Beim ersten Mal fand ich ihn sehr langatmig. Doch er wird mit jedem mal besser und besser. Darsteller, Story und Setting sind einfach großartig und die Spannung in vielen Szenen beinah unerträglich.

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                  • 9 .5

                    Ein starker Film, der irgendwie durchgängig neutral ohne großes Highlight spielt. Trotzdem ist der Film interessant, ich habe jede Szene genossen. Ein Film der durch die seltsame Atmosphäre fesselt. Die Leistung von Javier Bardem ist einfach nur "killerisch". Ich weiß nicht was mir mehr Angst gemacht hat: Sein kalter Gesichtsausdruck oder seine Frisur ?!? :-)

                    • 8 .5

                      Ich gebe hier ja immer zu JEDEM Film, den ich bewerte, einen Kommentar ab aber hier fehlen mir doch wirklich ein wenig die Worte beim neusten Meisterwerk der Coens;

                      Thriller? Krimi? Drama?
                      Für mich ist "No Country for Old Men" am ehesten dem Westerngenre zuzuordnen.
                      Das Grenzgebiet zwischen Texas und Mexico, brutale Gangsterbanden, desillusionierte Gesetzeshüter und schweigsame, mysteriöse Killer-
                      Die Stimmung die hier erschaffen wurde, war für mich Western in Reinform!

                      Ein Western, weil es über die USA geht, über die Menschen in diesem Land, weil die Geschichte die hier erzählt wird, nur an diesem Ort so stattfinden konnte, nur vor dieser Kulisse eine solche Stärke aufbauen konnte und den Zuschauer so unglaublich faszinieren und mitreißen konnte.

                      Hier wurde schon so viel geschrieben über dieses Werk, über Javier Bardem der einen der kältesten Killer der Filmgeschichte ausfüllt, über den in seinem zurückhaltendem Spiel unglaublich starken Josh Brolin und die Meisterleistung der Coens die ohne jegliche Musikuntermalung eine bedrohliche Atmosphäre aufbauen, die einen ganz tief in ihre Geschichte hineinzieht über die Fehler und das Versagen von uns Menschen.

                      Aber was ich hier betonen will, was für mich das Herzstück des Films ist und ihn letzten Endes zum Meisterwerk macht, ist Tommy Lee Jones in seiner Essenzrolle, der diesen Film trägt, ihm eine unglaubliche Würde verleiht, wenn er seinen altersschwachen Sheriff spielt, der diese Welt nicht mehr versteht, auf längst vergangene(und längst verklärte) Zeiten zurückblickt und einfach nur müde ist, nicht mehr weiter kann und für sich keinen richtigen Platz mehr sieht.
                      Die Coens zeigen uns den Menschen als Bestie, zeigen uns in ihrem Film zum einen das wahre Böse und stellen dem "Bösen" den alten Tommy Lee Jones entgegen, der seine Position nicht mehr halten kann und dem das "Böse" immer einen Schritt voraus zu sein scheint, wenn Jones seinen Aufgaben kaum noch hinterher kommt.

                      "Ich saß auf einem Pferd und bin nachts durch die Berge geritten - über diesen Pass in den Bergen. Es war kalt und es lag Schnee. Er ist an mir vorbei geritten und hat überhaupt nichts zu mir gesagt. Er ist einfach nur vorbei geritten. Und er hatte seine Wolldecke umgewickelt und seinen Kopf gesenkt. Als er vorbei ritt, da sah ich, dass er Feuer in einem Horn trug, wie es früher Brauch war und ich konnte das Horn durch das Licht im Innern sehen, eine Farbe wie der Mond. In dem Traum wusste ich, er würde voraus reiten und er würde ein Feuer machen irgendwo da draußen in der Dunkelheit und Kälte. Ich wusste er ist da, wenn ich ankomme. Dann bin ich aufgewacht."

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                      • 8 .5

                        Schockierend.
                        Einfach grandios schockierend.

                        • 5 .5

                          Zweite Sichtung des Filmes und meine Reaktion ist wie beim erstenmal.
                          No Country for Old Men sagt mir nicht viel.
                          Javier Bardem als gefühlloser Killer mit einer Frisur, die so beschissen ist wie die Figur selber.
                          Josh Brolin räumt nebenbei und zufällig 2 Millionen Dollar ab frei nach dem Motto Gelegenheit macht Diebe, was ihm eine Menge Troubles einbringt. Den Anforderungen, die seine Rolle an ihn stellt, hechelt er meiner Meinung nach immer etwas hinterher. Der Rest des Cast ist gut bis sehr gut.
                          Großartige Landschaftsaufnahmen zu Beginn des Filmes. Auch später immer wieder schöne Bilder.
                          Doch wenn Bardem sein Bolzenschussgerät in Anschlag bringt und Menschen killt, als wäre das so selbstverständlich wie das zuschließen der Wohnungstür , ist es aus mit Beschaulichkeit.
                          Er ist der kälteste Mörder, den in je in einem Film gesehen habe. Spannung kommt aber trotzdem während des ganzen Filmes nicht auf.
                          Und am Schluß erzählt der Sheriff, der die heutige Gewalt nicht mehr versteht, seiner Frau einen Traum.
                          Cut. Ende. Abspann.
                          Ja hat der Film jetzt eine Botschaft oder hat er keine? Wenn überhaupt dann die:
                          Die Welt ist böse, brutal und inhuman. Die Gewalt hat neue Formen angenommen und Menschen sind keinen Cent mehr wert. Sehr trostlos.
                          Ein richtiger Coen Film. Ich kenne nur einen von ihnen, den ich wirklich mag und der heißt True Grit.

                          4
                          • 7

                            Insgesamt kein schlechter Film, aber auch kein wirklicher Kracher. Javier Bardem spielt seine Rolle grandios. Die Idee ganz ohne Filmmusik auszukommen, ist gewagt, mich hats aber nicht gestört.
                            Manche Szenen in 'No Country for Old Men' sind ziemlich verwirrend und dass Ende genauso. War stellenweise recht spannend, aber insgesamt konnte der Film micht nicht so arg beeindrucken. Mal sehen ob er mich beim zweiten Schauen besser überzeugen kann.
                            Eigentlich hätt ich ihm 6 Punkte gegeben, aber 1 gibts dazu für die extrem geniale Frisur von Bardem, die - wie ich finde - auch richtig gut passt ;)

                            • 9 .5

                              "No Country for old Men" ist eine absolute Ikone unter den Thrillern. Vom Anfang bis zum Ende unglaublich bedrückend, besticht der Film durch toll gezeichnete Charaktere und brillante Leistungen der Hauptdarsteller Josh Brolin, Tommy Lee Jones und nicht zuletzt Javier Bardem. Wann wurde jemals ein Psychopath so dermaßen brachial dargestellt? Bardem gewann vollkommen verdient den Oscar als bester Nebendarsteller, doch in meinen Augen ist er keine Nebenfigur des Films. Als Auftragskiller Anton Chigurh löst er beim Publikum in jeder Szene Beklemmungen aus, in der er auf dem Bild erscheint. Auch Josh Brolin meistert seine Rolle als Vietnamveteran Lllewelyn Moss, der rein zufällig während der Jagd auf eine gescheiterte Drogenübergabe stößt. Die beiden markanten Antagonisten liefern sich im weiteren Verlauf eine nervenzerreißende Hetzjagd, die nur einer überleben kann. Episches Meisterwerk der Coen-Brüder!

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                              • 2 .5

                                Für sowas kriegt man vier Oscars? Und dann auch noch als bester Film? Was war denn 2008 bitte los?
                                Ich fand die schauspielerischen Leistungen jetzt nicht schlecht, aber herausragend schon gar nicht. Javier Bardem hat dafür allen Ernstes einen Oscar als besten Nebendarsteller bekommen? Entzieht sich vollends meines Verständnisses, verglichen mit anderen Jahren. Allgemein fand ich alles sehr trostlos und trist, sowohl schauspielerisch als auch umgebungstechnisch (gut aber das ist halt Texas' Einöde, verschaffte wenigstens etwas Atmosphäre). Lediglich Kelly Macdonald hatte einen kurzen Anflug von Gefühlen.
                                Die Geschichte fand ich, ich kann es nicht anders sagen, lieblos dahingeklatscht. Ich finde man hätte so viel mehr draus machen können. Es kam keine Spannung auf.
                                In den vorherigen Kommentaren wurde von "witzigen Dialogen" gesprochen, in Kritiken wurde von "rabenschwarzem Humor" gesprochen. Habe ich nicht gefunden.
                                Ich kann dafür nichts abgewinnen. Absolut overhyped, wie man es so schön neudeutsch sagt.

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                                • 8 .5

                                  Ein gefährliches "Katz und Maus-Spiel" zwischen Josh Brolin und Javier Bardem.
                                  Spannend bis in die letzte Sekunde, blutig und skrupellos.

                                  • 9

                                    Die Coens haben zugeschlagen. Dieser Film fesselt. Und sind wir mal ehrlich; der heimliche Star ist doch die Frise von Javier Bardem!

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                                    • 10

                                      Keine Sekunde ist unspannend

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                                      • 0 .5

                                        ich habe versucht, mich reinzudenken, allerdings kann ich dem Film so gut wie nichts abgewinnen. Weiß nicht, wieso den alle so gut finden

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                                        • 9

                                          Für mich, wie auch für viele Andere, war es der erste Coen-Film den ich sah. Nachdem ich vor drei Jahren das gleichnamige Buch von Cormac Mc Carthy mit Begeisterung gelesen habe kaufte ich mir sofort den Film dazu und sah ihn mir auch gleich an. Nun ja, mit meinen 12 Jahren war die Gewalt die ich sah zwar nicht grenzwärtig, bis dato aber trotzdem mit das heftigste was ich gesehen hatte. Aber ich konnte es mir nicht erklären: Trotz der Gewalt, der damals für mich konfusen Machart(kaum Musik, ...) hat mich der Film von Anfang an in den Bann gezogen und avancierte schnell zu einem meiner Lieblingsfilme. In Erinnerung geblieben ist mir als Erstes einer der besten und coolsten Charakter aller Zeiten: Anton Chigurh und seine unglaublich coole Frisur(:D). Ich sah ihn über die Jahre hinweg immer wieder und er wurde immer besser. Er gehört zwar schon eine Weile nicht mehr zu meinen Lieblingsfilmen aber irgendetwas fasziniert mich an dem Film immer noch, so dass ich ihn mir des Öfteren doch anschaue.
                                          Der Film bzw. das Buch erzählt eine atemberaubende Geschichte, die ich hier aber nicht weiter ausschlachten will: Ein Mann stolpert förmlich über einen geplatzten Drogendeal und 2, 4 mio.$ in bar. Er behält das Geld und kommt die Nacht wieder um seine Spuren zu verwischen. Dies führt den Auftragskiller Anton Chigurh auf seine Spur, der wiederum vom Sheriff Ed Tom Bell verfolgt wird. Was den Film so besonders macht sind die unverwechselbaren Charaktere. Allen voran ein großartig spielender Javier Bardem als Chigurh. Er spielt für mich so intensiv, das er für mich schon kurzer Zeit nach der Erstsichtung zu einem der denkwürdigsten und besten Charaktere aller Zeiten avancierte. Daneben spielen ein super aufgelegter Josh Brolin und ein klasse Tommy Lee Jones seine Kontrahenten. Desweiteren positiv hervorzuheben sind die grandiosen Dialoge, wobei man das Buch gleich als Drehbuch hätte verwenden können(Die Dialoge sind fast identisch).
                                          Desweiteren ist Roger Deakins, einer der größten Kameramänner unserer Zeit, eine wahre Meisterleistung gelungen. Die anfänglichen Bilder der texanischen Landschaft ziehen einen sofort in den Bann. Aber am meisten beeindruckt haben mich die Szenen im zweiten Motel. Diese sind so eindringlich und spannend inszeniert(meist nur unter Verwendung von Licht und Schatten), dass es einem schlicht den Atem raubt.
                                          Anzumerken ist auch, dass der Film ohne großartig viel Musik auskommt. Das verringert die Intensität und Atmosphäre nicht, sondern verstärkt sie nur.
                                          Der Film hat seine zahlreichen Auszeichnung allesamt verdient und für eines danke ich dem Film besonders: Er hat mich, neben der Herr der Ringe-Trilogie und den alten Star Wars-Filmen, dem Medium Film herangebracht und es schätzen und lieben gelernt. Er gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsfilmen und ist auch nicht mein liebster Coen(das ist "The Big Lebowski") aber ich werde diesem Film immer dankbar sein, dass ich Filme so sehr liebe. Friend-O!!!:D

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                                          • 10

                                            Schafft es ein Film, ohne die Verwendung jeglicher musikalischer Untermalung, jemanden in den Bann zu ziehen? Allerdings!!!
                                            Hier passt einfach alles. Der Cast ist genial, die Story sehr gut, die Settings gelungen und Langeweile kommt bei mir zu keiner Zeit auf.
                                            Vor allem aber Javier "Toupet" Bardem spielt seinen Part derart emotionslos (hier natürlich im positiven Sinne) und in philosophische Manier, dass er den Oscar einfach verdient hat :-).
                                            Alles in allem ein genialer Film, den man unbedingt mal gesehen haben sollte.

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                                            • 8

                                              [...]Mit diesem Film, brechen die Coens aber nicht nur mit klassischen Motiven, sondern wollen ihren Film auch nicht einfach in ein Genre stecken und so befindet sich „No Country for Old Men“ irgendwo zwischen Neo-Western, Thriller, Drama und Neo-Noir mit einer geballten Portion schwarzem Humor. Sie verstehen es vorzüglich die Szenen der verschiedenen Charaktere, die im Film nie direkt auf einander treffen (Kelly Macdonald dient hierbei als Bindeglied aller drei Hauptfiguren), zu verbinden und die Spannung kontinuierlich hochzuhalten. Die Wahl auf Musik zu verzichten, schadet dem Film in keinster Form. Im Gegenteil: Es gibt dem streifen eine unfassbar realistische Stimmung.
                                              An dieser Stelle seien noch einmal die großartigen Schauspieler erwähnt, die den Film ihren ganz besonderen Charme aufdrücken. Tommy Lee Jones, der einer meiner Lieblingsschauspieler ist, liefert hier eine seiner besten Leistungen ab und holt aus seiner Figur einfach alles raus und sein Abschlussmonolog ist sowieso kongenial. Doch der wahrscheinlich am meisten im Gedächtnis bleibende ist ganz klar Javier Bardem, dessen Darstellung des irrationalen Anton Chigurh (Body-Count: ca. 30 – Die Frisur sitzt!) sich dem Zuschauer einbrennt. Ich werde sein lächelndes Gesicht nie vergessen, während er den Polizisten eiskalt am Boden erwürgt. Neben diesen beiden Größen bewegt sich aber auch noch Josh Brolin durch das Spielfeld. Auch wenn er nicht ganz die schauspielerische Klasse der beiden anderen erreicht, schafft er es die Handlung auf seinen Schultern zu tragen und den Charakter des Llewelyn Moss glaubhaft wiederzugeben. Aber zwischen diesen drei Männern, bewegt sich, vom Drehbuch geschickt zum Bindeglied gemacht, eine bezaubernde und wirklich sehr gut aufgelegte Kelly Macdonald, die die Geschehnisse nicht hundert prozentig zu überblicken mag, die aber in ihrer Unschuld wohl die einzige wirkliche Gewinnerin des Films darstellt. [...]

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                                              • 7 .5

                                                Aus irgendeinem Grund musste ich während dieses Filmes dauernd an "7" denken. Beide werden von einer unheimlichen, drohenden, ja beinahe präapokalytischen Grundathmosphäre getragen. Die Welt ist verkommen und die Menschen tun sich furchtbare Dinge an, der Cop vom alten Schlag (Tommy Lee Jones/Morgan Freeman) versteht dieses neue Level an Gewalt nicht mehr und kommt mit der Welt wie sie ist nicht mehr zurecht, er ist alt geworden und überfordert. Lediglich die Frauen bilden noch eine Verbindung zur "guten alten Zeit" und bieten einen Fixpunkt in der hässlichen Welt. Chigurh ist ein Vertreter der neuen Zeit, er kennt keine Ideale und tötet ohne Emotionen. Bei seinem Gespräch mit Carla Jean Moss offenbart sich sein Wesen, er hat gar nicht in Erwägung gezogen sie zu verschonen und gibt sich überascht als sie meint, dass er sie nicht töten müsse. Zudem hält er seinen Münzwurf (man sich das mal vor Augen führen, es gibt keine Veranlassung sie zu töten und er entscheidet über ein Leben per Münzwurf) wahrscheinlich wirklich für fair und für alles was er tun kann. Ohne Zweifel eine herausragende Leistung von Javier Bardem, der einen der schroffesten und unnahbarsten Killer der Filmgeschichte spielt, und auch Josh Brolin darf endlich mal zeigen was er kann, das Katz und Maus Spiel der beiden ist extrem spannend und detailliert nacherzählt. Alles in allem ist mir persönlich der Film aber etwas zu sperrig um zu meinen absoluten Favoriten zu zählen.

                                                • 8 .5

                                                  Entzieht sich geschickt allen üblichen Hollywood-Erwartungen. Der Plot ist unvorhersehbar und dadurch spannend bis zum Schluss. Javier Bardem unschlagbar als bad ass des Films - TROTZ der Frisur :-).

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                                                  • 5

                                                    Der Film beginnt sehr überzeugend und eindrucksvoll und bis zur mitte bleibt der Film spannend und hatte viele lustige Dialoge. Doch schlagartig wird der Film beinahe sinlos in seinen Dialogen und die Handlung wendet sich mehrere, Male wobei die Szenen nicht mehr gut beschrieben werden. Es wird abgehackt und das ganze Ende ist Scheiße ( weil es offen as fuck ist )

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