No Country for Old Men - Kritik

No Country for Old Men

US · 2007 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Thriller, Drama, Western · Kinostart
  • 8
    Cooper 21.09.2016, 01:18 Geändert 21.09.2016, 01:26

    Von den Coen-Werken, die ich gesichtet habe (Ein unmöglicher Härtefall, O Brother, Where Art Thou?, Burn After Reading, True Grit), ist dieses Werk mMn. ihhr gelungenstes Stück.

    • 4

      ende total shit. nicht mal showdown, der ja fast in jedem fall vorkommt. ab dem punkt, wo er ewig lang mit seinem vater redet, war der mist müll. vorher gings so. aber ende macht alles kaputt. schade um diesen an und für sich nicht schlechten
      streifen...

      • 8

        Solltet ihr irgendwann in naher Zukunft bei einer eurer Outdoor-Aktivitäten in einen blutigen Tatort hinein stolpern (erkennt man an den zweihundert Patronenhülsen, dem guten dutzend Leichen und den zerschossenen Autos), und einen schwarzen Koffer mit einer Unmenge Bargeld darin finden … lasst das Ding liegen. Ansonsten ist es gut möglich, dass schon wenige Stunden später euer Türschloss und euer Gehirn mit einem luftdruckbetriebenen Bolzenschussgerät Richtung Design-Tapete gepustet wird . . . Feierabend, NO COUNTRY FOR OLD MEN.

        Die Coen-Brüder haben ja mittlerweile schon ihr eigenes Genre. Eines, in das ich gerne rein schnuppere, mich aber meistens nie so richtig wohl fühle. Alles von ihnen habe ich noch gar nicht gesehen, oder wartet auf eine dringende Zweitsichtung. Das ich den 'Dude' liebgewonnen habe, ist sicherlich keine große Kunst. So gechillt zu sein und doch den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren allerdings schon. Dieser 'Dude' … in Zeiten des Stresses und des 'viel zu ernst nehmens' ist er ein unbeirrbarer Leuchtturm der Gelassenheit für mich.

        NO COUNTRY FOR OLD MEN hingegen ist erst der zweite Coen-Film, den ich bisher richtig stark finde, und wiederum das komplette Gegenteil von THE BIG LEBOWSKI. Diese staubtrockene Hasenjagd dreier Männer, diese zu Beginn in wunderschönen Cinemascope-Bildern eingefangene Geschichte von Jägern und Gejagten macht absolut keine Gefangenen. Hier wird man mit einer Schalldämpferbesetzten Pumpgun zu einem Lachen gezwungen, selbst dann bleibt es einem noch im Hals stecken. Die Atmosphäre ist düster, Zynismus tropft diesem Glanzstück aus jede Pore, die gezeigte Gewalt brennt sich auf die interne Festplatte direkt neben etliche Szenen, die man einfach nie wieder vergessen wird.

        Das Tempo ist bis auf wenige Ausnahmen gesittet, der ungewöhnliche Verzicht auf einen Score unterstützt die schleppende Gangart noch. NO COUNTRY ist langsam, aber keineswegs langweilig, vielleicht eher gewöhnungsbedürftig. Von beinahe unerträglichen Spannungsmomenten bis hin zu viel zu langen Szenen ist hier alles vertreten. Mein größtes Problem ist eigentlich dieses Gefühl des „den Film langsam ausrollen lassens“, nachdem das eigentlich Finale schon längst über die Bühne ging.

        Josh Brolin liefert als fliehender Vietnam-Veteran mit Überlebenstrieb eine sehr gute Leistung ab. Tommy Lee Jones philosophiert mit seinem traurigen Hundeblick wie immer überzeugend über das Leben, während man hier mit dem Killer-Kollegen Woody Harrelson eher nicht tauschen möchte. Aber egal wie gut dieser Film aussieht, wie andersartig er in einigen Punkten ist, wie gut die anderen Schauspieler auch sein mögen. Alles hier steht in dem übernatürlich großen und dunklen Schatten von Javier Bardem und seiner Gänsehaut erzeugenden Performance als eiskalt-irre Tötungsmaschine 'Anton Chigurh'. Was für eine unheimlich Präsenz, was für eine Frisur. Beides gruselig², die Frisör-Innung rief einen weltweiten Boykott aus. Gebracht hat es nichts, neben Oscars für Film, Regie und adaptiertes Drehbuch nahm auch Bardem den Goldjungen als bester Nebendarsteller verdientermaßen mit nach Hause.

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        • 6

          Also ehrlich gesagt ist, dass der Film von dem ich am meisten enttäuscht bin.
          Hatte da solange nur extrem gutes gehört und dann als ich ihn gesehen habe, fand ich ihn leider leider langweilig.

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          • 10
            Heckenritter 30.07.2016, 13:09 Geändert 30.07.2016, 13:27

            Als ich gestern durch die Straßen radelte und Pockmongos
            sah, die opferbereit ihr Leben im Straßenverkehr riskierten,
            weil sie es keinesfalls zulassen konnten den Blick vom Display abzuwenden, fragte ich mich ob meine Zeit auch langsam abläuft...

            Der eifrige Leser in mir von Jim Thompson und seinen Noir-Krimis (Lieblingsbuch: 1280 schwarze Seelen) kann von dem ungeeigneten Land für alte Männer nicht genug bekommen. Die Coens sind für mich mit am besten, wenn sie auf eine Vorlage zurückgreifen, die sie nur gewitzt überarbeiten müssen und sich dann mit Haut und Haaren der Umsetzung widmen. Blood Simple und True Grit finde ich fantastisch. Doch von Cormac McCarthys Roman geht eine ganz besondere Strahlkraft aus. Die Erzählung von Tommy Lee Jones als Ed Tom, dessen Gesicht von Ratlosigkeit, Sorgenfalten und deprimierender
            Unverständnis durchpflügt ist, saugt mich mit den Panoramabildern
            tief hinab in dieses karge Land voller Trostlosigkeit wie ein gefährlicher Wasserstrudel. Ganz egal wie sehr ich mich auch abstrampeln würde,
            der rotierende Trichter aus großartigen Selbstgesprächen, Dialogen
            und gedämmten Licht saugt mich immer tiefer in die Schwärze unter
            meinen zappelnden Füßen. Die Helligkeit der Oberfläche schwindet
            und wird immer unerreichbarer, es ist äußerst unbehaglich zu erahnen,
            was mich am Grund erwarten wird...

            "Hach... es geht immer ums verdammte Geld Ed Tom... um Geld und Drogen! Es ist Gott verdammt nochmal unfassbar... Was soll das alles? Wo führt das alles hin? Wenn du mir vor 20 Jahren gesagt hättest, dass in Texas überall auf den Straßen Kinder rumlaufen würden mit grünen Haaren und Knochen in den Nasen, ich hätte dir kein Wort geglaubt.... Der Lauf der Dinge.... ein sehr trauriger Lauf der Dinge....
            Und es ist kein Einzelfall."

            Javier Bardem, in seiner kruden Lebensphilosophie verhaftet einem
            Killer-Mephisto gleichend, ist mit seinem vor Wahnsinn glühenden Blick
            nur die Edelkirsche auf dem Sahnehäubchen der berauschend in Szene
            gesetzten Darsteller. "Ich hatte den selben Weg wie das Geldstück..."
            Von der tragisch blutigen Poesie des Nihilismus und den famosen
            Spraydosensprenklern coenscher Skurrilitäten mal abgesehen, ist es
            diese unglaubliche Ruhe, die diesem Spannungsprimus seine Kraft
            verleiht. Nur minimalistische Soundschnipsel weisen auf den Tanz
            auf dem Rasiermesser zwischen Leben und Tod des Llewelyn hin, durch
            den Verzicht auf Musik kann das geballte Können der Brüder ohne Ablenkung im Rampenlicht glänzen. Warum gibt es das so verdammt selten? So geht großes Kino! Eine Aufwertung zum Lieblingsfilm ist unvermeidlich geworden...

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            • 9

              I need you to step out of the car, sir - so genial

              • 8 .5

                Völlig gaga! :D Ein absolut düsterer Thriller mit grandiosen Schauspielern und toller Atmosphäre. Den Plot finde ich klasse: Was würden wir denn machen wenn wir plötzlich so viel Geld an uns reißen könnten? Llewelyn Moss reißt es an sich und die Hetzjagd beginnt. Javier Bardem als Psycho Anton Chigurgh ist so klasse, man möchte einfach wissen was der Kerl als nächstes vor hat. Vor allem wenn er mit akribischer, aber zu gleich, völliger Stille und Ruhe sein Ziel jagt.

                • 9 .5

                  No Country for Old Men ein verdammt guter und düsterer Thriller, bei dem die Besetzung nicht besser sein könnte! Vor allem mit Javier Bardem in der Rolle des Killers. Brilliant!

                  • 9 .5
                    Reli 08.06.2016, 14:41 Geändert 29.06.2016, 16:19

                    einer meiner Lieblings-Coen-Filme. Nicht nur wegen des guten Cast, dem stimmungsvollen "Soundtrack" oder des epischen Ausmaßes der Geschichte, nein, auch weil die Hoffnungslosigkeit der literarischen Vorlage hier nahezu perfekt eingefangen wurde.

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                    • 10

                      "Wenn ich nicht zurückkomme, sag Mutter, ich liebe sie!", "Aber deine Mutter ist tot, Llewelyn.", "Dann sag ich's ihr selber." Und in diesem Stile geht die Farce weiter. Ein herrlicher Bardem, unzerstörbar und mit Scheißefrisur, dazu Jones als alter - und Harrelson als junger Klugscheißer, sowie Brolin als tragischer Clown. Die Brüder Coen sind die Meister der coolen Geschichten und ebensolchen Sprüche. "Das alles gefällt mir nicht, Llewelyn.", "Mir schon. Das gleicht es wieder aus."

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                      • 8

                        Eigentlich schon ein Kultfilm, Javier Bardem überzeugt hier auf ganzer Linie. Ganz klare Empfehlung

                        • 7 .5

                          Ein starker Thriller allemal, vor allem Javier Bardem rockte, aber das Ende???
                          Das Ende ließ mich dann doch im Stich...

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                          • 9 .5

                            Absolut Hammer Thriller mit perfekten Darsteller. Bardem kann ja so böse sein! Sau stark und sehenswert!!!

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                            • 10

                              Der Name ist Programm. Dies ist kein Land für alte Männer. Tommy Lee Jones ist dieser alte Mann. Er ist der rechtschaffende Ordnungshüter in Person, wie es schon sein Vater war und vor ihm sicher dessen Vater. Er ist kurz vor der Rente und kann nicht mehr mithalten. Der Wettlauf zwischen dem Killer (Javier Bardem) und dem "good guy" (Josh Broling) läuft ohne ihn ab, bzw. er sieht ihn immer nur aus der Entfernung. Egal was auch passiert, Tommy Lee Jones kommt immer 1-2 Schritte zu spät und kann die Spuren nachlesen. Dieses Hinterherlaufen hat ihn müde gemacht. Sein Wille, das Böse zu besiegen ist gebrochen, er macht sich keine Illusionen mehr. Für ihn ist Bardem die Inkarnation des Bösen, etwas das er nicht mehr versteht und verstehen will.
                              *Ab jetzt richtige Spoiler* Josh Brolin hingegen fällt dem Übermut anheim. Ist er anfangs noch vorausschauend und vorsichtig, überschätzt er seine Fähigkeiten und wagt es gar Javier Bardem zu drohen. Die Quittung kriegt er sofort und es geht so schnell, dass dem Zuschauer ein Shootout verweigert wird und man in der nächsten Szene lediglich die Leichen vorfindet. Eine genialer Bruch mit gängigen Genre-Konventionen, der zudem in gewissem Sinne realistisch ist. Brolin hat es 2-3 Mal geschafft durch List und Bauernschläue davonzukommen. Aber er kann es natürlich nicht mit Bardem aufnehmen. Und in dem Moment, wo er das Verstecken sein lässt und die Konfrontation sucht, ist er geliefert.
                              Im Anschlüss "dümpelt" der Film noch 20 Minuten vor sich hin, was viele als langatmig kritisieren. ich empfinde es im Gegenteil als genialen Abschluss. Es geht nicht um den Showdown. Es war von Anfang an klar, dass Brolin nicht ewig weglaufen kann. Der Film ist soviel mehr, als ein normaler Actionfilm.

                              Es geht zudem auch um Moral. Etwas, das Bardem nicht kennt. Er wirft in vielen Situationen eine Münze um zu Entscheiden, ob er ein Opfer umbringt, oder nicht. Allein diese Münze bestimmt dabei über Leben und Tod. Der Tankstellenbesitzer, der gar nicht richtig kapiert, wie bedrohlich die Situation ist, hat Glück und kommt davon. Kelly McDonald wiederum, die ja bereits ihren Mann verloren hat und wahrlich bemittleidenswert ist, weigert sich bei dem Spiel mitzuspielen, dass sie zu 50% retten könnte und muss deswegen sterben. Auch diesen Mord zeigen die Coens nicht. Wer nicht aufmerksam hinguckt und nicht bemerkt, dass Bardem kontrolliert, ob seine Schuhsohlen blutig sind oder nicht, wird möglicherweise sogar denken, dass er Kelly McDonald verschont hat.

                              Während Bardem also die wichtigen Entscheidungen einer Münze überlässt, zeigen auch andere Situationen, wie zufällig die Welt sein kann. Brolin versucht stark verletzt über die Grenze zu kommen und wird dabei von Jugendlichen, die seine Not ausnutzen, um viel Geld gebracht. Bardem hingegen erleidet einen Autounfall und wird sogleich von helfenden Jugendlichen umsorgt. Karma, oder eine "gerechte" Behandlung gibt es nicht.

                              Letztendlich ist No country for old men ein Spätwestern / Actionfilm, mit einem der bedrohlichsten Bösewichte der Filmgeschichte, einer unkonventionellen Dramaturgie und einem ebenso unkonventionellen Umgang mit seinen Charaktere, was ihn absolut einzigartig macht.

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                              • 8
                                DewsReviews 20.03.2016, 11:05 Geändert 20.03.2016, 11:08

                                Super guter Film, super gut umgesetzt und super spannend. Die Story eines Mannes der auf einen gescheiterten Drogen Deal stößt, wo alle beteiligten tod sind. Dieser Mann heißt Moss. Er nimmt 2 Millionen Dollar dieses Vorfalls an sich, doch ein anderer Mann, ein Killer, will sie ihm wegnehmen. No Country For Old Man ist ein Meisterwerk. Die Character werden super gut umgesetzt, und vorallem Chigurh (Der Killer) hat seinen Oscar wirklich verdient ! In dem Film gibt es sehr viele klasse Dialoge. Die Jagd wird im Film klasse und auch brutal vorgeführt. Ein super Film, den man mal gesehen haben sollte, und sicher einer der besten der Coen-Brüder !

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                                • 9 .5

                                  Stille. Das zirpen einer Grille. Vorbeirauschende Autos in der Ferne. Draußen Schritte. Ungewissheit.
                                  So ist der Tod, so ist Gewalt, kommt (meist) unerwartet, gibt keine Zeit der Vorbereitung.
                                  Wir sitzen in einem Zimmer mit der Waffe in der Hand, eine Person steht vor der Tür, wir sehen den Schatten. Wir wissen, wer es ist und warum er gekommen ist. Jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden, schießen oder abwarten.
                                  Entscheidung scheint das Schlüsselwort in diesem Film. Nehme ich das Geld, hol ich ihm Wasser, bring ich ihn um, rette ich sie, höre ich auf....
                                  Was treibt diese Menschen an? Hass, Liebe, Gier, Angst, Freude, Hoffnung....
                                  Anton Chigurh hat eine Münze, er überlässt seinem Gegenüber und dem Zufall die Entscheidung was als nächstes geschieht. Auch wenn er in der eigentlichen Machtposition ist, gibt er diese Entscheidung ab. So scheint es uns zumindest. Gleichzeitig tötet er jeden der ihm in die Quere kommt, zerstört alles, was ihm im Weg steht und liefert keine Erklärung. Wer ist dieser Mann und warum trifft er solche Entscheidungen für andere? Aber hier ist das warum nicht so wichtig, dieser Mann ist wie er ist und jeder muss damit leben (oder damit sterben)
                                  Gewalt und der Tod sind etwas unvorhersehbares. Der Zufall in Form einer Münze oder dem zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort entscheidet über unser weiteres
                                  Fort-/Ableben. Was uns bleibt ist, die Entscheidung nicht demjenigen abzunehmen, der die Waffe in der Hand hält. Dies mag paradox klingen, ist aber im Universum dieses Films ein absolut essenzieller Akt der Selbstbestimmung.
                                  Der Tod tritt überall ein, auf der Straße, in den Weiten Texas, im Polizeipräsidium... Interessant ist nur, dass die wichtigsten Tode gar nicht vor unseren Augen stattfinden, wir sehen nur wie der Schuss abgefeuert wird, die Polizei später eintrifft oder ein Mann ein Haus verlässt.
                                  Was die Coens hier geschaffen haben ist ein Meisterwerk über einzigartige Charaktere, die in ihren Handlungen so rätselhaft wie offensichtlich sind.

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                                  • Our Daily Free Stream: Cone Brothers - No Country For Old Men. Der Western eröfnnet mit der vertrauensvollen Stimme von Tommy Lee Jones. Er beschreibt einen Teenager Killer, der seine 14jährige Freundin ermordete. In den Akten wurde die Tat als Verbrechen aus Leidenschaft eingestuft. In Wahrheit hatte der Mord nichts passioniertes. Der Killer hatte lange geplant, jemanden umzubringen. In dem Moment, da er draussen sei, würde er es wieder tun. Der Monolog entspricht wortwörtlich dem Roman von Cormac McCarthy. Tommy Lee Jones gibt ihm dennoch eine neue Note. Es ist das Fragende in seiner Stimme, die den ganzen Film beschreibt: No Country For Old Men ist vor allem ein Western über einen abgrundtief bösen Mann. Diese Kreatur ist so durch und durch schlecht, dass wir uns über ihre schlichte Existenz wundern müssen. Der Mann heisst Anton Chigurh (wie auch immer man das ausspricht, jedoch sieht bereits das Schriftbild furchteinflössend aus). Chigurh (Javier Bardem) ist ein grosser Mann mit herunter hängenden Schultern. Er hat strähnige schwarze Haare und ein diabolisches Grinsen. Mit einer Stuntgun für Rinder reist er durch Texas, um zu töten. Chigurh stellt einen Erzählstrang dar in einem Plot mit Twist. Ed Tom Bell, der Sheriff (Tommy Lee Jones) stellt einen weiteren dar und Llewelyn Moss (Josh Brolin), ein armer Mann, der mit seiner Frau in einem Trailer lebt, einen dritten. Moss stösst eines Tages in der Wüste auf einen gescheiterten Drogen Deal. Die Fahrzeuge stehen im Kreis (wie im klassischen Western) - alle Beteiligten wurden erschossen, sogar der Hund. Das Ged aber fehlt. Moss findet es in der Brieftasche eines Toten. Moss nimmt nun die zwei Millionen Dollar an sich, Chigurh will sie ihm wegnehmen und der Sheriff versucht, Chigurh aufzuhalten beim Morden. Ausserdem treten auf: Moss kindliche Ehefrau Carla Jean (Kelly MacDonald), der grossspurige Jäger Carson Wells (Woody Harrelson) und der Geschäftsmann (Stephen Root), der wiederum Carson anheuert, das Geld zu finden. No Country For Old Men ist einer der besten Filme, den die Coen Brüder je machten. Er enthält Thriller Elemente und das Motiv der Jagd, vor allem aber ist es eine Charakterstudie. Wie reagieren Menschen, wenn sie auf das reine Böse treffen? Chigurh ist so abgründig, dass er manchmal sogar komisch wirkt und es keine Möglichkeit gibt, ihn zu begreifen. Carson gesteht ihm immerhin zu, er hätte Prinzipien. No Country For Old Men bietet phantastische Dialoge; man erinnere sich an den in der Tankstelle zwischen Chigurh und dem Tankwart: Fraglos hat Chigurh vor, den alten Mann zu töten und darum gehts in dem Wortspiel, dass er ihm anbietet. Und die zwei Millionen Dollar? Es scheint so, als wäre es einfacher, sie zu finden, denn zu behalten. Moss versteckt sich in schäbigen Hotel Zimmern, er flieht, doch Chigurh folgt ihm wie ein Schatten. No Contry For Old Men beschwört die Zeit, den Ort, die Charaktere sowie die moralischen Möglichkeiten des Handelns. No Country For Old Men handelt von der menschlichen Natur und vom Schicksal. Die Bilder von Roger Deakins und der Soundtrack von Carter Burwell vermitteln ein Gefühl von Schönheit, aber auch der Einsamkeit. Wie erbärmlich erscheinen menschliche Gefühle im Angesicht unerbittlichem Unrechts? Der Film zeigt viel Mitleid für seine erbarmungswürdigen Charaktere. Viele Szenen sind so perfekt konstruiert, dass sich ein regelrechter emotionaler Sog einstellt. No Country For Old Men - ein Mysterium, wie ein solches Meisterwerk überhaupt entstehen kann? mehr auf cinegeek.de

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                                    • 7

                                      Ich dachte eigentlich, der Film wäre nichts für mich und war dann positiv überrascht. Ein Film, der von seiner Atmosphäre lebt. In diesem Fall auch mal nach meinem Geschmack. Vielleicht, weil mich das ganze Setting etwas an Breaking Bad erinnert hat?! Jedenfalls, auch ohne die ganz großen Dialoge, war alles angenehm anzusehen, aber das Ende hat es mir dann leider doch noch ein wenig versaut. Ich kann mir gut vorstellen, das viele das so mögen, aber mir war das dann einfach zu wenig. Es war, als hätte das bisschen Handlung, das der Film dann doch noch hatte, vor Beginn der letzten 20-25min aufgehört. Was danach noch kam, hätte ich mir auch sparen können. Schade eigentlich. Bis dahin war's echt gut.

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                                      • 10

                                        Die Coen Brüder zeigen mit No Country for Old Men ein atmosphärisches, bildgewaltiges Meisterwerk das durch die Hauptdarsteller Lee Jones, Bardem und Brolin eine unglaubliche Dynamic entwickelt. Bardem erschafft mit seiner Figur ein humorvolles Monster nie dargewesener Art. Einer weniger Filme die gut auf Soundtrack verzichten können. Für mich ist der Film ohne zweifel mit 10 von 10 Punkten der Beste Film aller Zeiten!!!

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                                        • 9

                                          Javier Bardem....den Namen kenn ich erst seit diesem Film.
                                          Und er allein macht den Film so herausragend, ähnlich wie es die Figur des Jokers bei Dark Knight tut.
                                          Spitze!!!!!

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                                            BenniArt 30.01.2016, 00:31 Geändert 30.01.2016, 17:05

                                            Das Einzige, was mich über diesen Film hinwegtrösten kann, ist der Gedanke daran, dass er sicherlich nie ernst gemeint war von den Coens. Ein wunderbar fieses Grinsen müsste ihnen ins Gesicht geschrieben stehen, als man ihnen diesen patriotischsten aller Streifen abnahm. Dabei war er gerade als Antiamerikanisch gemeint. Die vielen dummen, aggressiven Männer, die sich durch ihre Waffen definieren. Die Gier, das Blut. Die Hilflosigkeit dieser Menschen. Nichts an diesem Film spricht für die gezeigten Zustände. Und doch gewinnt er Oscars; bei einem Wettbewerb, in dessen Jury lauter weißer Amerikaner sitzen. Weil er diesen Sarkasmus giftig aber unentwegt heimlich versprüht. Weil man erst richtig wissen muss, wofür die Coens stehen, um es zu bemerken.
                                            Als Statement überzeugend, fand ich den Film ganz persönlich eher schwach. Spannung kam bei mir keine auf, da ich von Anfang an wusste, wie es enden würde. Tatsächlich alles an diesem Ende war für mich wie vorprogrammiert. Gerade für die Coens eine größere Schwäche, verglichen mit ihren anderen Filmen, wie ich finde. Außerdem waren mir nun mal auch die Protagonisten vollkommen egal, da sie einfach unsympathisch und sturköpfig ihr Machoding durchgezogen haben. Javier Bardem spielt einen überraschend interessanten Mörder, fasziniert aber natürlich eher durch Gespräche mit dem Ladenbesitzer und seinen Waschtag, als durch seine stilsichere Waffe. Alles in allem waren es wohl am ehesten die wunderschönen Bilder Deakins', die mich am Ball behielten, denn der Handlung konnt ich, wie gesagt, nicht wirklich etwas abgewinnen. Schade drum.

                                            • 9 .5

                                              ***SPOILER***
                                              Woher ich weiß, dass Chigurh die ängstliche Carla Jean tötet? Es geht im kompletten Streifen viel darum, Spuren zu lesen: Blutspuren von angeschossenen Rehen, Milchflaschenkondensationen, schwarze Schuhsohlenabstreifungen auf PVC-Böden, Schloßabdrücke an Wänden, etc. etc. und dazu gehört dann auch, dass sich Chigurh nach verlassen des Hauses von Carla Jeans Mutter auf der Veranda die Texasboots abstreift. Warum? Weil das Blut von seinem Opfer noch an den Sohlen klebt. Das ist alles.
                                              ***SPOILERENDE****

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                                              • 9

                                                Ziemlich brutaler Streifen, mit einem sensationellen Javier Bardem der die Rolle des Psychopathen perfekt spielt!

                                                Top Besetzung in einem packenden Thriller!

                                                • 8 .5

                                                  Ein sehr, sehr guter Film der Coens mal wieder. Sie hatten ja schon mal einen großartigen Thriller mit Fargo gedreht. Dieser hatte einen sehr dunklen Humor, Humor gibt es auch hier. Jones' Charakter kann sich den einen oder anderen zynischen Kommentar gegenüber seinem leicht minderbemittelten Deputy nicht verkneifen.
                                                  Ansonsten erlauben sich die Regisseure den ein oder anderen Scherz gegenüber dem Publikum.

                                                  Thriller bestehen klassisch aus Einleitung, Buildup und Payoff. Die Coens lassen in No Country for Old Men den Payoff einfach weg, der Film endet mit einem rein zufälligen Ereignis und lässt den zuschauer ratlos zurück, es gibt kein "und die Moral von der Geschicht". Mutig und innovativ!

                                                  Zusätzlich gibt es kaum Filmmusik, auch außergewöhnlich, wird diese doch oft als mittel zur Spannungserzeugung genutzt. No Country for Old Men nutzt da eher den allmählichen, langsamen Aufbau der Spannung, die Handlung kommt nur langsam in Gang, der Antagonist CHigurh (genial gespielt) vermittelt jedoch eine gewisse Aura des Unaufhaltbaren, Unabwendbaren. So steigt die Spannung auch ohne großes Tempo, da dem Zuschauer der Eindruck vermittelt wird, das der Bösewicht kaum von seinem Ziel abzubringen sein wird.

                                                  Die Coens schaffen mit No Country for Old Men einen harten, innovativen Thriller, der einige Genrekonventionen bricht und seinen eigenen Weg, getragen von starkem Cast, sucht. Absolut empfehlenswert.

                                                  • 10

                                                    Einfach ein geiler Film. Javier Bardem ist der Hammer. Eine meiner Lieblingsszene ist auf der Brücke mit dem Vogel. Auch wenn sie weniger spektakulär ist, konnte ich mich kaum mehr halten.

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