No Country for Old Men - Kritik

No Country for Old Men

US · 2007 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 16 · Drama, Thriller, Western, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 7 .5

    guter film, beschissenes ende..

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    • 8

      Ein ruhig inszenierter Krimi, mit einem genialen Killer und einer relativ glaubwürdigen - gut durchdachten Handlung. Allerdings ziehen sich teilweise die Szenen mit Tommy Lee Jones etwas und das letzte Gefecht zwischen Javier Bardem und Josh Brolin hätte ich gerne gesehen. Ansonsten ein sehr empfehlenswerter Film, vorausgesetzt man steht auf ruhig erzählte Geschichten mit nahezu keiner Filmmusik.

      • 10

        Ein kaltblütig, legendärer und interessanter Bösewicht!

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        • 7

          Zugegeben, Javier Bardem spielt hier einen überaus glaubwürdigen und interessanten Auftragskiller, der hier auch für mich das einzige ist, was dem Film Charme verleiht.

          1
          • 8 .5

            Javier Bardem spielt hier alle an die Wand, natürlich geben die anderen Rollen nicht soviel her, wie die des Auftragskillers aber trotzdem einfach stark und glaubwürdig von ihm.
            Die Dialoge mit ihm und das Katz und Maus Spiel machen den Film sehr spannend. Die Atmosphäre ohne Musik und das Setting einfach Top.

            1
            • 8 .5

              "No Country For Old Men" ist der erste Coen, der mich wirklich durchweg begeistert und gefesselt hat. Spannend, ästhetisch und durch die Bank gut besetzt. Vor allem Bardem und Brolin zeigen hier alles. Sollte man gesehen haben, gerade, weil NCFOM auch ohne musikalische Unterstützung Spannung und dramatische Momente erzeugen kann.

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              • 10
                Adrian.Cinemacritics 29.11.2016, 19:45 Geändert 29.11.2016, 19:54

                Eine Totenstille legt sich über den US-Bundesstaat Texas.
                Eine unangenehme Atmosphäre dehnt sich wie das Kaugummipapier auf der Theke eines ahnungslosen Verkäufers in jedem Winkel aus und von ihr davonzulaufen ist wie als würde man versuchen, seinen eigenen Schatten abzuhängen.
                Die Coens machen den Zuschauern klar, dass man seinem Schicksal nur schwer entgehen kann, dass jede harmlose Ecke ein Schauplatz für einen Mord sein könnte und sich der Sand irgendwann rot färben wird.
                Und dieses Gefühl soll auch der Zuschauer empfinden, da NO COUNTRY FOR OLD MEN ein Experiment ist.
                Ein Experiment mit den Erwartungen des Zuschauers.
                Man weiß nicht, wann die Falle zuschnappen wird, wann das Schaf dem bösen Wolf ausgeliefert ist und wann der Tropfen fällt, der das Fass zum Überlaufen bringt.
                Um das Realitätsgefühl zu steigern, verzichtet der Film auf musikalische Untermalung, da nicht eine Szene es nötig hat, die Besorgnis, die Unsicherheit oder die Furcht der Hauptfiguren mit Musik darzustellen.
                Es ist diese Stille, die zwischen dem Jäger und dem Gejagten zu hören ist, bevor der Abzug gedrückt wird und die selbe Stille wieder eintritt, wenn der Auftrag erfüllt ist und der Jäger einer seelenlosen Hülle gegenübersteht.
                Nur um festzustellen, dass er selber eine seelenlose Hülle ist, der mit kaltem Blick wie der Tod persönlich seinen Opfern gegenübersteht und sie auf die Probe stellt.
                Und solche Herausforderungen werden sich einige stellen müssen.
                In einer Szene, die nicht ungefährlicher hätte angesiedelt sein können, kommt es gleich zu Anfang der Geschichte zu einem spannenden Showdown.
                Ohne hervorgestreckter Waffe noch irgendeinem Anzeichen, dass es zu einem tödlichen Zusammenstoß kommen könnte, entwickelt sich eine Unterhaltung zwischen einem Auftragskiller, von dessen Fähigkeiten wir nur eine schwache Vorstellung haben und einem ahnungslosen, unschuldigem Verkäufer zu eine der nervenzerreißendsten Szenen des Kinos.
                Wo Kaugummipapier und eine Münze die Nerven der Zuschauer strapazieren und die mithilfe guter Dialoge und den Erwartungen der Zuschauer zu Werkzeugen des Suspense umgestaltet werden.
                NO COUNTRY FOR OLD MEN konfrontiert seine Zuschauer mit der grässlichen Wahrheit des Lebens:
                Dass man nicht immer den Kopf aus der Schlinge ziehen kann, dass die Realität über uns einbrechen kann wie ein Kugelhagel auf einer offenen Straße.
                Und dass es in unserer Welt nicht immer Platz für Gerechtigkeit gibt.
                Dass auch das Böse davonkommen kann.
                Die Coen Brüder haben mit ihrem Film bewiesen, dass man mit Filmen nicht immer Geschichten, sondern die Welt auch mit der Realität konfrontieren kann.
                Wir leben nicht in einer Welt, wo alles fair und gerecht zugeht.
                Dass es keinen strahlenden Ritter gibt, der den bösen Buben zeigt, dass das Gute immer siegen wird.
                Und dass Filme nicht immer Antworten haben.
                Unser Leben wird nie all unsere Erwartungen erfüllen können, denn vielleicht wird selbst das Symbol der Hoffnung nicht mehr als ein weiterer toter Körper von vielen sein.
                NO COUNTRY FOR OLD MEN ist ein Meisterwerk, das seine Zuschauer nicht loslässt und sie an den unerwartetsten Momenten schockieren kann wie ein Dolchstoß, der einem Zuschauer durch den Rücken gestoßen wird, während er sich ahnungslos an dem Film erfreuen will und die Realität auch über ihn hereinbricht.
                Sehr oft werden wir mit schockierenden Neuigkeiten überhäuft und bleiben ahnungslos wie das geschehen konnte.
                Und das schafft auch dieser Film mit einem sehr obskurem Ende, der den Zuschauer für einen kurzen Augenblick an die Gerechtigkeit des Schicksals wieder glauben lässt, aber unsere Erwartungen wieder über den Haufen wirft.
                Und genau das macht diesen Film aus.
                Das Leben ist kein Märchen.
                Die Realität ist der wahre Feind, die dir mit erhobener Waffe gegenübersteht und auf den kleinsten Fehler von dir wartet, damit auch dein Blut den Boden bedecken kann.

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                • 9 .5
                  Popcorn_Pfoetchen 08.11.2016, 18:24 Geändert 08.11.2016, 18:37

                  Der Auftragskiller Anton Chigurh betritt das Büro und tötet mit seiner Waffe den Direktor. Der Buchmacher, der in dieser Situation dem Direktor gegenübersitzt, ist von der Szenerie völlig überrascht und perplex. Nach einem kurzem Wortwechsel fragt der Buchmacher mit leiser verängstigter Stimme: "Err... er... erschießen sie mich jetzt auch...?"
                  Chigurh trocken und rhetorisch: "Es kommt darauf an. Siehst du mich denn?"

                  Schwarzer Humor in einer Dosis die ich bisher noch nie in solch einer Form gesehen habe. Bardem mit seinem kultigen Haarschnitt ist eine Wucht. Besonders gut hat mir hier die Realitäts Nähe gefallen. Zumindest bis auf eine Situation, welche den Stein erst ins Rollen bringt (ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten).

                  Sollte man gesehen haben. Einer der besten Filmr 2007, wenn nicht sogar der Beste!

                  • 8 .5

                    Ein unheimlich atmosphärisches Meisterwerk der Coen-Brüder. Zurecht ein moderner Klassiker!

                    • Erniee 02.11.2016, 00:49 Geändert 02.11.2016, 00:49

                      Der Film hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung ist manchmal zum zerbersten. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass es keine Filmmusik gibt- und witziger Weise ist genau dies ein Stilelement, welches die Stimmung viel intensiver macht. In fast allen Filmen unterstützt die Musik die Stimmung - bzw. sagt einem was man jetzt fühlen soll. Freude, Spannung, Trauer, etc. hier aber ist die Story so stark, dass es keine Musik braucht und die Abwesenheit macht es auch angenehmer. Ich brauch keinen der mir immer ins Ohr flüstert was jetzt für eine Stimmung angesagt ist. Mir verdeutlicht der Film, dass man in anderen Filmen geradezu eingelullt wird von Musik, die vom eigentlichen Geschehen und der eigenen Wahrnehmung ablenkt.

                      • 2
                        JohnBennet 12.10.2016, 17:13 Geändert 12.10.2016, 17:24

                        Unnötig brutal, mit wirrer Erzählstruktur, die natürlich von den ganz Schlauen als Kunst deklariert wird, so dass jeder, der diesen Film blöd findet, automatisch als hirntoter Kulturbanause tituliert wird.

                        Im großen und ganzen nicht nur uninteressant, sondern sogar ärgerlich, denn die Zeit, die mir dieser Möchtegernklassiker gestohlen hat, gibt mir keiner mehr zurück.
                        Gute Darsteller, aber das alleine reisst es nicht raus!

                        Einer von diesen Filmen, bei denen einem klar wird, dass Schauspielkunst alleine noch keinen gelungenen Film ausmacht.

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                        • 8
                          Cooper 21.09.2016, 01:18 Geändert 21.09.2016, 01:26

                          Von den Coen-Werken, die ich gesichtet habe (Ein unmöglicher Härtefall, O Brother, Where Art Thou?, Burn After Reading, True Grit), ist dieses Werk mMn. ihhr gelungenstes Stück.

                          • 4

                            ende total shit. nicht mal showdown, der ja fast in jedem fall vorkommt. ab dem punkt, wo er ewig lang mit seinem vater redet, war der mist müll. vorher gings so. aber ende macht alles kaputt. schade um diesen an und für sich nicht schlechten
                            streifen...

                            • 8

                              Solltet ihr irgendwann in naher Zukunft bei einer eurer Outdoor-Aktivitäten in einen blutigen Tatort hinein stolpern (erkennt man an den zweihundert Patronenhülsen, dem guten dutzend Leichen und den zerschossenen Autos), und einen schwarzen Koffer mit einer Unmenge Bargeld darin finden … lasst das Ding liegen. Ansonsten ist es gut möglich, dass schon wenige Stunden später euer Türschloss und euer Gehirn mit einem luftdruckbetriebenen Bolzenschussgerät Richtung Design-Tapete gepustet wird . . . Feierabend, NO COUNTRY FOR OLD MEN.

                              Die Coen-Brüder haben ja mittlerweile schon ihr eigenes Genre. Eines, in das ich gerne rein schnuppere, mich aber meistens nie so richtig wohl fühle. Alles von ihnen habe ich noch gar nicht gesehen, oder wartet auf eine dringende Zweitsichtung. Das ich den 'Dude' liebgewonnen habe, ist sicherlich keine große Kunst. So gechillt zu sein und doch den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren allerdings schon. Dieser 'Dude' … in Zeiten des Stresses und des 'viel zu ernst nehmens' ist er ein unbeirrbarer Leuchtturm der Gelassenheit für mich.

                              NO COUNTRY FOR OLD MEN hingegen ist erst der zweite Coen-Film, den ich bisher richtig stark finde, und wiederum das komplette Gegenteil von THE BIG LEBOWSKI. Diese staubtrockene Hasenjagd dreier Männer, diese zu Beginn in wunderschönen Cinemascope-Bildern eingefangene Geschichte von Jägern und Gejagten macht absolut keine Gefangenen. Hier wird man mit einer Schalldämpferbesetzten Pumpgun zu einem Lachen gezwungen, selbst dann bleibt es einem noch im Hals stecken. Die Atmosphäre ist düster, Zynismus tropft diesem Glanzstück aus jede Pore, die gezeigte Gewalt brennt sich auf die interne Festplatte direkt neben etliche Szenen, die man einfach nie wieder vergessen wird.

                              Das Tempo ist bis auf wenige Ausnahmen gesittet, der ungewöhnliche Verzicht auf einen Score unterstützt die schleppende Gangart noch. NO COUNTRY ist langsam, aber keineswegs langweilig, vielleicht eher gewöhnungsbedürftig. Von beinahe unerträglichen Spannungsmomenten bis hin zu viel zu langen Szenen ist hier alles vertreten. Mein größtes Problem ist eigentlich dieses Gefühl des „den Film langsam ausrollen lassens“, nachdem das eigentlich Finale schon längst über die Bühne ging.

                              Josh Brolin liefert als fliehender Vietnam-Veteran mit Überlebenstrieb eine sehr gute Leistung ab. Tommy Lee Jones philosophiert mit seinem traurigen Hundeblick wie immer überzeugend über das Leben, während man hier mit dem Killer-Kollegen Woody Harrelson eher nicht tauschen möchte. Aber egal wie gut dieser Film aussieht, wie andersartig er in einigen Punkten ist, wie gut die anderen Schauspieler auch sein mögen. Alles hier steht in dem übernatürlich großen und dunklen Schatten von Javier Bardem und seiner Gänsehaut erzeugenden Performance als eiskalt-irre Tötungsmaschine 'Anton Chigurh'. Was für eine unheimlich Präsenz, was für eine Frisur. Beides gruselig², die Frisör-Innung rief einen weltweiten Boykott aus. Gebracht hat es nichts, neben Oscars für Film, Regie und adaptiertes Drehbuch nahm auch Bardem den Goldjungen als bester Nebendarsteller verdientermaßen mit nach Hause.

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                                Also ehrlich gesagt ist, dass der Film von dem ich am meisten enttäuscht bin.
                                Hatte da solange nur extrem gutes gehört und dann als ich ihn gesehen habe, fand ich ihn leider leider langweilig.

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                                  Heckenritter 30.07.2016, 13:09 Geändert 30.07.2016, 13:27

                                  Als ich gestern durch die Straßen radelte und Pockmongos
                                  sah, die opferbereit ihr Leben im Straßenverkehr riskierten,
                                  weil sie es keinesfalls zulassen konnten den Blick vom Display abzuwenden, fragte ich mich ob meine Zeit auch langsam abläuft...

                                  Der eifrige Leser in mir von Jim Thompson und seinen Noir-Krimis (Lieblingsbuch: 1280 schwarze Seelen) kann von dem ungeeigneten Land für alte Männer nicht genug bekommen. Die Coens sind für mich mit am besten, wenn sie auf eine Vorlage zurückgreifen, die sie nur gewitzt überarbeiten müssen und sich dann mit Haut und Haaren der Umsetzung widmen. Blood Simple und True Grit finde ich fantastisch. Doch von Cormac McCarthys Roman geht eine ganz besondere Strahlkraft aus. Die Erzählung von Tommy Lee Jones als Ed Tom, dessen Gesicht von Ratlosigkeit, Sorgenfalten und deprimierender
                                  Unverständnis durchpflügt ist, saugt mich mit den Panoramabildern
                                  tief hinab in dieses karge Land voller Trostlosigkeit wie ein gefährlicher Wasserstrudel. Ganz egal wie sehr ich mich auch abstrampeln würde,
                                  der rotierende Trichter aus großartigen Selbstgesprächen, Dialogen
                                  und gedämmten Licht saugt mich immer tiefer in die Schwärze unter
                                  meinen zappelnden Füßen. Die Helligkeit der Oberfläche schwindet
                                  und wird immer unerreichbarer, es ist äußerst unbehaglich zu erahnen,
                                  was mich am Grund erwarten wird...

                                  "Hach... es geht immer ums verdammte Geld Ed Tom... um Geld und Drogen! Es ist Gott verdammt nochmal unfassbar... Was soll das alles? Wo führt das alles hin? Wenn du mir vor 20 Jahren gesagt hättest, dass in Texas überall auf den Straßen Kinder rumlaufen würden mit grünen Haaren und Knochen in den Nasen, ich hätte dir kein Wort geglaubt.... Der Lauf der Dinge.... ein sehr trauriger Lauf der Dinge....
                                  Und es ist kein Einzelfall."

                                  Javier Bardem, in seiner kruden Lebensphilosophie verhaftet einem
                                  Killer-Mephisto gleichend, ist mit seinem vor Wahnsinn glühenden Blick
                                  nur die Edelkirsche auf dem Sahnehäubchen der berauschend in Szene
                                  gesetzten Darsteller. "Ich hatte den selben Weg wie das Geldstück..."
                                  Von der tragisch blutigen Poesie des Nihilismus und den famosen
                                  Spraydosensprenklern coenscher Skurrilitäten mal abgesehen, ist es
                                  diese unglaubliche Ruhe, die diesem Spannungsprimus seine Kraft
                                  verleiht. Nur minimalistische Soundschnipsel weisen auf den Tanz
                                  auf dem Rasiermesser zwischen Leben und Tod des Llewelyn hin, durch
                                  den Verzicht auf Musik kann das geballte Können der Brüder ohne Ablenkung im Rampenlicht glänzen. Warum gibt es das so verdammt selten? So geht großes Kino! Eine Aufwertung zum Lieblingsfilm ist unvermeidlich geworden...

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                                  • 8 .5

                                    Völlig gaga! :D Ein absolut düsterer Thriller mit grandiosen Schauspielern und toller Atmosphäre. Den Plot finde ich klasse: Was würden wir denn machen wenn wir plötzlich so viel Geld an uns reißen könnten? Llewelyn Moss reißt es an sich und die Hetzjagd beginnt. Javier Bardem als Psycho Anton Chigurgh ist so klasse, man möchte einfach wissen was der Kerl als nächstes vor hat. Vor allem wenn er mit akribischer, aber zu gleich, völliger Stille und Ruhe sein Ziel jagt.

                                    • 9 .5

                                      No Country for Old Men ein verdammt guter und düsterer Thriller, bei dem die Besetzung nicht besser sein könnte! Vor allem mit Javier Bardem in der Rolle des Killers. Brilliant!

                                      • 9 .5
                                        Reli 08.06.2016, 14:41 Geändert 29.06.2016, 16:19

                                        einer meiner Lieblings-Coen-Filme. Nicht nur wegen des guten Cast, dem stimmungsvollen "Soundtrack" oder des epischen Ausmaßes der Geschichte, nein, auch weil die Hoffnungslosigkeit der literarischen Vorlage hier nahezu perfekt eingefangen wurde.

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                                        • 8

                                          Eigentlich schon ein Kultfilm, Javier Bardem überzeugt hier auf ganzer Linie. Ganz klare Empfehlung

                                          • 7 .5

                                            Ein starker Thriller allemal, vor allem Javier Bardem rockte, aber das Ende???
                                            Das Ende ließ mich dann doch im Stich...

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                                            • 9 .5

                                              Absolut Hammer Thriller mit perfekten Darsteller. Bardem kann ja so böse sein! Sau stark und sehenswert!!!

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                                                Der Name ist Programm. Dies ist kein Land für alte Männer. Tommy Lee Jones ist dieser alte Mann. Er ist der rechtschaffende Ordnungshüter in Person, wie es schon sein Vater war und vor ihm sicher dessen Vater. Er ist kurz vor der Rente und kann nicht mehr mithalten. Der Wettlauf zwischen dem Killer (Javier Bardem) und dem "good guy" (Josh Broling) läuft ohne ihn ab, bzw. er sieht ihn immer nur aus der Entfernung. Egal was auch passiert, Tommy Lee Jones kommt immer 1-2 Schritte zu spät und kann die Spuren nachlesen. Dieses Hinterherlaufen hat ihn müde gemacht. Sein Wille, das Böse zu besiegen ist gebrochen, er macht sich keine Illusionen mehr. Für ihn ist Bardem die Inkarnation des Bösen, etwas das er nicht mehr versteht und verstehen will.
                                                *Ab jetzt richtige Spoiler* Josh Brolin hingegen fällt dem Übermut anheim. Ist er anfangs noch vorausschauend und vorsichtig, überschätzt er seine Fähigkeiten und wagt es gar Javier Bardem zu drohen. Die Quittung kriegt er sofort und es geht so schnell, dass dem Zuschauer ein Shootout verweigert wird und man in der nächsten Szene lediglich die Leichen vorfindet. Eine genialer Bruch mit gängigen Genre-Konventionen, der zudem in gewissem Sinne realistisch ist. Brolin hat es 2-3 Mal geschafft durch List und Bauernschläue davonzukommen. Aber er kann es natürlich nicht mit Bardem aufnehmen. Und in dem Moment, wo er das Verstecken sein lässt und die Konfrontation sucht, ist er geliefert.
                                                Im Anschlüss "dümpelt" der Film noch 20 Minuten vor sich hin, was viele als langatmig kritisieren. ich empfinde es im Gegenteil als genialen Abschluss. Es geht nicht um den Showdown. Es war von Anfang an klar, dass Brolin nicht ewig weglaufen kann. Der Film ist soviel mehr, als ein normaler Actionfilm.

                                                Es geht zudem auch um Moral. Etwas, das Bardem nicht kennt. Er wirft in vielen Situationen eine Münze um zu Entscheiden, ob er ein Opfer umbringt, oder nicht. Allein diese Münze bestimmt dabei über Leben und Tod. Der Tankstellenbesitzer, der gar nicht richtig kapiert, wie bedrohlich die Situation ist, hat Glück und kommt davon. Kelly McDonald wiederum, die ja bereits ihren Mann verloren hat und wahrlich bemittleidenswert ist, weigert sich bei dem Spiel mitzuspielen, dass sie zu 50% retten könnte und muss deswegen sterben. Auch diesen Mord zeigen die Coens nicht. Wer nicht aufmerksam hinguckt und nicht bemerkt, dass Bardem kontrolliert, ob seine Schuhsohlen blutig sind oder nicht, wird möglicherweise sogar denken, dass er Kelly McDonald verschont hat.

                                                Während Bardem also die wichtigen Entscheidungen einer Münze überlässt, zeigen auch andere Situationen, wie zufällig die Welt sein kann. Brolin versucht stark verletzt über die Grenze zu kommen und wird dabei von Jugendlichen, die seine Not ausnutzen, um viel Geld gebracht. Bardem hingegen erleidet einen Autounfall und wird sogleich von helfenden Jugendlichen umsorgt. Karma, oder eine "gerechte" Behandlung gibt es nicht.

                                                Letztendlich ist No country for old men ein Spätwestern / Actionfilm, mit einem der bedrohlichsten Bösewichte der Filmgeschichte, einer unkonventionellen Dramaturgie und einem ebenso unkonventionellen Umgang mit seinen Charaktere, was ihn absolut einzigartig macht.

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                                                • 8
                                                  DewsReviews 20.03.2016, 11:05 Geändert 20.03.2016, 11:08

                                                  Super guter Film, super gut umgesetzt und super spannend. Die Story eines Mannes der auf einen gescheiterten Drogen Deal stößt, wo alle beteiligten tod sind. Dieser Mann heißt Moss. Er nimmt 2 Millionen Dollar dieses Vorfalls an sich, doch ein anderer Mann, ein Killer, will sie ihm wegnehmen. No Country For Old Man ist ein Meisterwerk. Die Character werden super gut umgesetzt, und vorallem Chigurh (Der Killer) hat seinen Oscar wirklich verdient ! In dem Film gibt es sehr viele klasse Dialoge. Die Jagd wird im Film klasse und auch brutal vorgeführt. Ein super Film, den man mal gesehen haben sollte, und sicher einer der besten der Coen-Brüder !

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                                                  • 9 .5

                                                    Stille. Das zirpen einer Grille. Vorbeirauschende Autos in der Ferne. Draußen Schritte. Ungewissheit.
                                                    So ist der Tod, so ist Gewalt, kommt (meist) unerwartet, gibt keine Zeit der Vorbereitung.
                                                    Wir sitzen in einem Zimmer mit der Waffe in der Hand, eine Person steht vor der Tür, wir sehen den Schatten. Wir wissen, wer es ist und warum er gekommen ist. Jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden, schießen oder abwarten.
                                                    Entscheidung scheint das Schlüsselwort in diesem Film. Nehme ich das Geld, hol ich ihm Wasser, bring ich ihn um, rette ich sie, höre ich auf....
                                                    Was treibt diese Menschen an? Hass, Liebe, Gier, Angst, Freude, Hoffnung....
                                                    Anton Chigurh hat eine Münze, er überlässt seinem Gegenüber und dem Zufall die Entscheidung was als nächstes geschieht. Auch wenn er in der eigentlichen Machtposition ist, gibt er diese Entscheidung ab. So scheint es uns zumindest. Gleichzeitig tötet er jeden der ihm in die Quere kommt, zerstört alles, was ihm im Weg steht und liefert keine Erklärung. Wer ist dieser Mann und warum trifft er solche Entscheidungen für andere? Aber hier ist das warum nicht so wichtig, dieser Mann ist wie er ist und jeder muss damit leben (oder damit sterben)
                                                    Gewalt und der Tod sind etwas unvorhersehbares. Der Zufall in Form einer Münze oder dem zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort entscheidet über unser weiteres
                                                    Fort-/Ableben. Was uns bleibt ist, die Entscheidung nicht demjenigen abzunehmen, der die Waffe in der Hand hält. Dies mag paradox klingen, ist aber im Universum dieses Films ein absolut essenzieller Akt der Selbstbestimmung.
                                                    Der Tod tritt überall ein, auf der Straße, in den Weiten Texas, im Polizeipräsidium... Interessant ist nur, dass die wichtigsten Tode gar nicht vor unseren Augen stattfinden, wir sehen nur wie der Schuss abgefeuert wird, die Polizei später eintrifft oder ein Mann ein Haus verlässt.
                                                    Was die Coens hier geschaffen haben ist ein Meisterwerk über einzigartige Charaktere, die in ihren Handlungen so rätselhaft wie offensichtlich sind.

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