No Country for Old Men - Kritik

No Country for Old Men

US · 2007 · Laufzeit 122 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Thriller, Drama, Western · Kinostart
  • 8 .5

    Völlig gaga! :D Ein absolut düsterer Thriller mit grandiosen Schauspielern und toller Atmosphäre. Den Plot finde ich klasse: Was würden wir denn machen wenn wir plötzlich so viel Geld an uns reißen könnten? Llewelyn Moss reißt es an sich und die Hetzjagd beginnt. Javier Bardem als Psycho Anton Chigurgh ist so klasse, man möchte einfach wissen was der Kerl als nächstes vor hat. Vor allem wenn er mit akribischer, aber zu gleich, völliger Stille und Ruhe sein Ziel jagt.

    • 9 .5

      No Country for Old Men ein verdammt guter und düsterer Thriller, bei dem die Besetzung nicht besser sein könnte! Vor allem mit Javier Bardem in der Rolle des Killers. Brilliant!

      • 9 .5
        Reli 08.06.2016, 14:41 Geändert 29.06.2016, 16:19

        einer meiner Lieblings-Coen-Filme. Nicht nur wegen des guten Cast, dem stimmungsvollen "Soundtrack" oder des epischen Ausmaßes der Geschichte, nein, auch weil die Hoffnungslosigkeit der literarischen Vorlage hier nahezu perfekt eingefangen wurde.

        4
        • 10

          "Wenn ich nicht zurückkomme, sag Mutter, ich liebe sie!", "Aber deine Mutter ist tot, Llewelyn.", "Dann sag ich's ihr selber." Und in diesem Stile geht die Farce weiter. Ein herrlicher Bardem, unzerstörbar und mit Scheißefrisur, dazu Jones als alter - und Harrelson als junger Klugscheißer, sowie Brolin als tragischer Clown. Die Brüder Coen sind die Meister der coolen Geschichten und ebensolchen Sprüche. "Das alles gefällt mir nicht, Llewelyn.", "Mir schon. Das gleicht es wieder aus."

          3
          • 8

            Eigentlich schon ein Kultfilm, Javier Bardem überzeugt hier auf ganzer Linie. Ganz klare Empfehlung

            • 7 .5

              Ein starker Thriller allemal, vor allem Javier Bardem rockte, aber das Ende???
              Das Ende ließ mich dann doch im Stich...

              1
              • 9 .5

                Absolut Hammer Thriller mit perfekten Darsteller. Bardem kann ja so böse sein! Sau stark und sehenswert!!!

                1
                • 10

                  Der Name ist Programm. Dies ist kein Land für alte Männer. Tommy Lee Jones ist dieser alte Mann. Er ist der rechtschaffende Ordnungshüter in Person, wie es schon sein Vater war und vor ihm sicher dessen Vater. Er ist kurz vor der Rente und kann nicht mehr mithalten. Der Wettlauf zwischen dem Killer (Javier Bardem) und dem "good guy" (Josh Broling) läuft ohne ihn ab, bzw. er sieht ihn immer nur aus der Entfernung. Egal was auch passiert, Tommy Lee Jones kommt immer 1-2 Schritte zu spät und kann die Spuren nachlesen. Dieses Hinterherlaufen hat ihn müde gemacht. Sein Wille, das Böse zu besiegen ist gebrochen, er macht sich keine Illusionen mehr. Für ihn ist Bardem die Inkarnation des Bösen, etwas das er nicht mehr versteht und verstehen will.
                  *Ab jetzt richtige Spoiler* Josh Brolin hingegen fällt dem Übermut anheim. Ist er anfangs noch vorausschauend und vorsichtig, überschätzt er seine Fähigkeiten und wagt es gar Javier Bardem zu drohen. Die Quittung kriegt er sofort und es geht so schnell, dass dem Zuschauer ein Shootout verweigert wird und man in der nächsten Szene lediglich die Leichen vorfindet. Eine genialer Bruch mit gängigen Genre-Konventionen, der zudem in gewissem Sinne realistisch ist. Brolin hat es 2-3 Mal geschafft durch List und Bauernschläue davonzukommen. Aber er kann es natürlich nicht mit Bardem aufnehmen. Und in dem Moment, wo er das Verstecken sein lässt und die Konfrontation sucht, ist er geliefert.
                  Im Anschlüss "dümpelt" der Film noch 20 Minuten vor sich hin, was viele als langatmig kritisieren. ich empfinde es im Gegenteil als genialen Abschluss. Es geht nicht um den Showdown. Es war von Anfang an klar, dass Brolin nicht ewig weglaufen kann. Der Film ist soviel mehr, als ein normaler Actionfilm.

                  Es geht zudem auch um Moral. Etwas, das Bardem nicht kennt. Er wirft in vielen Situationen eine Münze um zu Entscheiden, ob er ein Opfer umbringt, oder nicht. Allein diese Münze bestimmt dabei über Leben und Tod. Der Tankstellenbesitzer, der gar nicht richtig kapiert, wie bedrohlich die Situation ist, hat Glück und kommt davon. Kelly McDonald wiederum, die ja bereits ihren Mann verloren hat und wahrlich bemittleidenswert ist, weigert sich bei dem Spiel mitzuspielen, dass sie zu 50% retten könnte und muss deswegen sterben. Auch diesen Mord zeigen die Coens nicht. Wer nicht aufmerksam hinguckt und nicht bemerkt, dass Bardem kontrolliert, ob seine Schuhsohlen blutig sind oder nicht, wird möglicherweise sogar denken, dass er Kelly McDonald verschont hat.

                  Während Bardem also die wichtigen Entscheidungen einer Münze überlässt, zeigen auch andere Situationen, wie zufällig die Welt sein kann. Brolin versucht stark verletzt über die Grenze zu kommen und wird dabei von Jugendlichen, die seine Not ausnutzen, um viel Geld gebracht. Bardem hingegen erleidet einen Autounfall und wird sogleich von helfenden Jugendlichen umsorgt. Karma, oder eine "gerechte" Behandlung gibt es nicht.

                  Letztendlich ist No country for old men ein Spätwestern / Actionfilm, mit einem der bedrohlichsten Bösewichte der Filmgeschichte, einer unkonventionellen Dramaturgie und einem ebenso unkonventionellen Umgang mit seinen Charaktere, was ihn absolut einzigartig macht.

                  4
                  • 8
                    DewsReviews 20.03.2016, 11:05 Geändert 20.03.2016, 11:08

                    Super guter Film, super gut umgesetzt und super spannend. Die Story eines Mannes der auf einen gescheiterten Drogen Deal stößt, wo alle beteiligten tod sind. Dieser Mann heißt Moss. Er nimmt 2 Millionen Dollar dieses Vorfalls an sich, doch ein anderer Mann, ein Killer, will sie ihm wegnehmen. No Country For Old Man ist ein Meisterwerk. Die Character werden super gut umgesetzt, und vorallem Chigurh (Der Killer) hat seinen Oscar wirklich verdient ! In dem Film gibt es sehr viele klasse Dialoge. Die Jagd wird im Film klasse und auch brutal vorgeführt. Ein super Film, den man mal gesehen haben sollte, und sicher einer der besten der Coen-Brüder !

                    1
                    • 9

                      Stille. Das zirpen einer Grille. Vorbeirauschende Autos in der Ferne. Draußen Schritte. Ungewissheit.
                      So ist der Tod, so ist Gewalt, kommt (meist) unerwartet, gibt keine Zeit der Vorbereitung.
                      Wir sitzen in einem Zimmer mit der Waffe in der Hand, eine Person steht vor der Tür, wir sehen den Schatten. Wir wissen, wer es ist und warum er gekommen ist. Jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden, schießen oder abwarten.
                      Entscheidung scheint das Schlüsselwort in diesem Film. Nehme ich das Geld, hol ich ihm Wasser, bring ich ihn um, rette ich sie, höre ich auf....
                      Was treibt diese Menschen an? Hass, Liebe, Gier, Angst, Freude, Hoffnung....
                      Anton Chigurh hat eine Münze, er überlässt seinem Gegenüber und dem Zufall die Entscheidung was als nächstes geschieht. Auch wenn er in der eigentlichen Machtposition ist, gibt er diese Entscheidung ab. So scheint es uns zumindest. Gleichzeitig tötet er jeden der ihm in die Quere kommt, zerstört alles, was ihm im Weg steht und liefert keine Erklärung. Wer ist dieser Mann und warum trifft er solche Entscheidungen für andere? Aber hier ist das warum nicht so wichtig, dieser Mann ist wie er ist und jeder muss damit leben (oder damit sterben)
                      Gewalt und der Tod sind etwas unvorhersehbares. Der Zufall in Form einer Münze oder dem zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort entscheidet über unser weiteres
                      Fort-/Ableben. Was uns bleibt ist, die Entscheidung nicht demjenigen abzunehmen, der die Waffe in der Hand hält. Dies mag paradox klingen, ist aber im Universum dieses Films ein absolut essenzieller Akt der Selbstbestimmung.
                      Der Tod tritt überall ein, auf der Straße, in den Weiten Texas, im Polizeipräsidium... Interessant ist nur, dass die wichtigsten Tode gar nicht vor unseren Augen stattfinden, wir sehen nur wie der Schuss abgefeuert wird, die Polizei später eintrifft oder ein Mann ein Haus verlässt.
                      Was die Coens hier geschaffen haben ist ein Meisterwerk über einzigartige Charaktere, die in ihren Handlungen so rätselhaft wie offensichtlich sind.

                      17
                      • Our Daily Free Stream: Cone Brothers - No Country For Old Men. Der Western eröfnnet mit der vertrauensvollen Stimme von Tommy Lee Jones. Er beschreibt einen Teenager Killer, der seine 14jährige Freundin ermordete. In den Akten wurde die Tat als Verbrechen aus Leidenschaft eingestuft. In Wahrheit hatte der Mord nichts passioniertes. Der Killer hatte lange geplant, jemanden umzubringen. In dem Moment, da er draussen sei, würde er es wieder tun. Der Monolog entspricht wortwörtlich dem Roman von Cormac McCarthy. Tommy Lee Jones gibt ihm dennoch eine neue Note. Es ist das Fragende in seiner Stimme, die den ganzen Film beschreibt: No Country For Old Men ist vor allem ein Western über einen abgrundtief bösen Mann. Diese Kreatur ist so durch und durch schlecht, dass wir uns über ihre schlichte Existenz wundern müssen. Der Mann heisst Anton Chigurh (wie auch immer man das ausspricht, jedoch sieht bereits das Schriftbild furchteinflössend aus). Chigurh (Javier Bardem) ist ein grosser Mann mit herunter hängenden Schultern. Er hat strähnige schwarze Haare und ein diabolisches Grinsen. Mit einer Stuntgun für Rinder reist er durch Texas, um zu töten. Chigurh stellt einen Erzählstrang dar in einem Plot mit Twist. Ed Tom Bell, der Sheriff (Tommy Lee Jones) stellt einen weiteren dar und Llewelyn Moss (Josh Brolin), ein armer Mann, der mit seiner Frau in einem Trailer lebt, einen dritten. Moss stösst eines Tages in der Wüste auf einen gescheiterten Drogen Deal. Die Fahrzeuge stehen im Kreis (wie im klassischen Western) - alle Beteiligten wurden erschossen, sogar der Hund. Das Ged aber fehlt. Moss findet es in der Brieftasche eines Toten. Moss nimmt nun die zwei Millionen Dollar an sich, Chigurh will sie ihm wegnehmen und der Sheriff versucht, Chigurh aufzuhalten beim Morden. Ausserdem treten auf: Moss kindliche Ehefrau Carla Jean (Kelly MacDonald), der grossspurige Jäger Carson Wells (Woody Harrelson) und der Geschäftsmann (Stephen Root), der wiederum Carson anheuert, das Geld zu finden. No Country For Old Men ist einer der besten Filme, den die Coen Brüder je machten. Er enthält Thriller Elemente und das Motiv der Jagd, vor allem aber ist es eine Charakterstudie. Wie reagieren Menschen, wenn sie auf das reine Böse treffen? Chigurh ist so abgründig, dass er manchmal sogar komisch wirkt und es keine Möglichkeit gibt, ihn zu begreifen. Carson gesteht ihm immerhin zu, er hätte Prinzipien. No Country For Old Men bietet phantastische Dialoge; man erinnere sich an den in der Tankstelle zwischen Chigurh und dem Tankwart: Fraglos hat Chigurh vor, den alten Mann zu töten und darum gehts in dem Wortspiel, dass er ihm anbietet. Und die zwei Millionen Dollar? Es scheint so, als wäre es einfacher, sie zu finden, denn zu behalten. Moss versteckt sich in schäbigen Hotel Zimmern, er flieht, doch Chigurh folgt ihm wie ein Schatten. No Contry For Old Men beschwört die Zeit, den Ort, die Charaktere sowie die moralischen Möglichkeiten des Handelns. No Country For Old Men handelt von der menschlichen Natur und vom Schicksal. Die Bilder von Roger Deakins und der Soundtrack von Carter Burwell vermitteln ein Gefühl von Schönheit, aber auch der Einsamkeit. Wie erbärmlich erscheinen menschliche Gefühle im Angesicht unerbittlichem Unrechts? Der Film zeigt viel Mitleid für seine erbarmungswürdigen Charaktere. Viele Szenen sind so perfekt konstruiert, dass sich ein regelrechter emotionaler Sog einstellt. No Country For Old Men - ein Mysterium, wie ein solches Meisterwerk überhaupt entstehen kann? mehr auf cinegeek.de

                        1
                        • 7

                          Ich dachte eigentlich, der Film wäre nichts für mich und war dann positiv überrascht. Ein Film, der von seiner Atmosphäre lebt. In diesem Fall auch mal nach meinem Geschmack. Vielleicht, weil mich das ganze Setting etwas an Breaking Bad erinnert hat?! Jedenfalls, auch ohne die ganz großen Dialoge, war alles angenehm anzusehen, aber das Ende hat es mir dann leider doch noch ein wenig versaut. Ich kann mir gut vorstellen, das viele das so mögen, aber mir war das dann einfach zu wenig. Es war, als hätte das bisschen Handlung, das der Film dann doch noch hatte, vor Beginn der letzten 20-25min aufgehört. Was danach noch kam, hätte ich mir auch sparen können. Schade eigentlich. Bis dahin war's echt gut.

                          3
                          • 10

                            Die Coen Brüder zeigen mit No Country for Old Men ein atmosphärisches, bildgewaltiges Meisterwerk das durch die Hauptdarsteller Lee Jones, Bardem und Brolin eine unglaubliche Dynamic entwickelt. Bardem erschafft mit seiner Figur ein humorvolles Monster nie dargewesener Art. Einer weniger Filme die gut auf Soundtrack verzichten können. Für mich ist der Film ohne zweifel mit 10 von 10 Punkten der Beste Film aller Zeiten!!!

                            3
                            • 9

                              Javier Bardem....den Namen kenn ich erst seit diesem Film.
                              Und er allein macht den Film so herausragend, ähnlich wie es die Figur des Jokers bei Dark Knight tut.
                              Spitze!!!!!

                              1
                              • 7
                                BenniArt 30.01.2016, 00:31 Geändert 30.01.2016, 17:05

                                Das Einzige, was mich über diesen Film hinwegtrösten kann, ist der Gedanke daran, dass er sicherlich nie ernst gemeint war von den Coens. Ein wunderbar fieses Grinsen müsste ihnen ins Gesicht geschrieben stehen, als man ihnen diesen patriotischsten aller Streifen abnahm. Dabei war er gerade als Antiamerikanisch gemeint. Die vielen dummen, aggressiven Männer, die sich durch ihre Waffen definieren. Die Gier, das Blut. Die Hilflosigkeit dieser Menschen. Nichts an diesem Film spricht für die gezeigten Zustände. Und doch gewinnt er Oscars; bei einem Wettbewerb, in dessen Jury lauter weißer Amerikaner sitzen. Weil er diesen Sarkasmus giftig aber unentwegt heimlich versprüht. Weil man erst richtig wissen muss, wofür die Coens stehen, um es zu bemerken.
                                Als Statement überzeugend, fand ich den Film ganz persönlich eher schwach. Spannung kam bei mir keine auf, da ich von Anfang an wusste, wie es enden würde. Tatsächlich alles an diesem Ende war für mich wie vorprogrammiert. Gerade für die Coens eine größere Schwäche, verglichen mit ihren anderen Filmen, wie ich finde. Außerdem waren mir nun mal auch die Protagonisten vollkommen egal, da sie einfach unsympathisch und sturköpfig ihr Machoding durchgezogen haben. Javier Bardem spielt einen überraschend interessanten Mörder, fasziniert aber natürlich eher durch Gespräche mit dem Ladenbesitzer und seinen Waschtag, als durch seine stilsichere Waffe. Alles in allem waren es wohl am ehesten die wunderschönen Bilder Deakins', die mich am Ball behielten, denn der Handlung konnt ich, wie gesagt, nicht wirklich etwas abgewinnen. Schade drum.

                                • 9 .5

                                  ***SPOILER***
                                  Woher ich weiß, dass Chigurh die ängstliche Carla Jean tötet? Es geht im kompletten Streifen viel darum, Spuren zu lesen: Blutspuren von angeschossenen Rehen, Milchflaschenkondensationen, schwarze Schuhsohlenabstreifungen auf PVC-Böden, Schloßabdrücke an Wänden, etc. etc. und dazu gehört dann auch, dass sich Chigurh nach verlassen des Hauses von Carla Jeans Mutter auf der Veranda die Texasboots abstreift. Warum? Weil das Blut von seinem Opfer noch an den Sohlen klebt. Das ist alles.
                                  ***SPOILERENDE****

                                  8
                                  • 9

                                    Ziemlich brutaler Streifen, mit einem sensationellen Javier Bardem der die Rolle des Psychopathen perfekt spielt!

                                    Top Besetzung in einem packenden Thriller!

                                    • 8 .5

                                      Ein sehr, sehr guter Film der Coens mal wieder. Sie hatten ja schon mal einen großartigen Thriller mit Fargo gedreht. Dieser hatte einen sehr dunklen Humor, Humor gibt es auch hier. Jones' Charakter kann sich den einen oder anderen zynischen Kommentar gegenüber seinem leicht minderbemittelten Deputy nicht verkneifen.
                                      Ansonsten erlauben sich die Regisseure den ein oder anderen Scherz gegenüber dem Publikum.

                                      Thriller bestehen klassisch aus Einleitung, Buildup und Payoff. Die Coens lassen in No Country for Old Men den Payoff einfach weg, der Film endet mit einem rein zufälligen Ereignis und lässt den zuschauer ratlos zurück, es gibt kein "und die Moral von der Geschicht". Mutig und innovativ!

                                      Zusätzlich gibt es kaum Filmmusik, auch außergewöhnlich, wird diese doch oft als mittel zur Spannungserzeugung genutzt. No Country for Old Men nutzt da eher den allmählichen, langsamen Aufbau der Spannung, die Handlung kommt nur langsam in Gang, der Antagonist CHigurh (genial gespielt) vermittelt jedoch eine gewisse Aura des Unaufhaltbaren, Unabwendbaren. So steigt die Spannung auch ohne großes Tempo, da dem Zuschauer der Eindruck vermittelt wird, das der Bösewicht kaum von seinem Ziel abzubringen sein wird.

                                      Die Coens schaffen mit No Country for Old Men einen harten, innovativen Thriller, der einige Genrekonventionen bricht und seinen eigenen Weg, getragen von starkem Cast, sucht. Absolut empfehlenswert.

                                      • 10

                                        Einfach ein geiler Film. Javier Bardem ist der Hammer. Eine meiner Lieblingsszene ist auf der Brücke mit dem Vogel. Auch wenn sie weniger spektakulär ist, konnte ich mich kaum mehr halten.

                                        3
                                        • 10

                                          Da meine Obsession für Woody Harrelson erst seit kurzem entflammt wurde, war der Film schon lange überfällig. Zum ersten Mal gesehen habe ich ihn als er vor Monaten mal auf Prosieben ( glaube ich ) ausgestrahlt wurde. Ich sah nur kurz den Anfang und fand ihn, ehrlich gesagt, sehr ermüdend. ( steinigung...3..2..1 )

                                          Doch als Fan von Woody, Josh und Tommy gab ich dem Film noch einmal eine Chance.
                                          Und tatsächlich hat mich der Film dann plötzlich total gepackt. Javier erscheint hier schon gleich als eiskalter Psycho. Seine Darstellung gefällt mir schon gleich von Anfang an. ( und ich hätte nie gedacht, dass man ihn mit nur einer Perücke so verunstalten kann. )

                                          Wie eindrucksvoll einfach alles gefilmt wurde. Für mich ein kleines Meisterwerk. Ich bin erleichtert ihn doch noch gekauft zu haben. Von der Verfolgungsjagd an wurde ich dann richtig gepackt von dem Film. Die Szene im Hotelzimmer war für mich richtig fesselnd und spannend. Mehr sage ich nicht, ich rate einfach nur dazu ihn sofort zu schauen wenn es noch nicht geschehen ist.

                                          • 10
                                            KevmasterKev 19.09.2015, 08:15 Geändert 19.09.2015, 08:16

                                            Unheimlich Spannend Inszenierter Film der auch ohne Filmmusik auszukommen scheint, Grandioser Cast und vor allem die Rolle Javier Bardem als Anton Chigurh ist Furchteinflößend:D Für mich einer der besten Filme die ich kenne und zurecht mit best Note Ausgezeichnet.

                                            • 8

                                              No Country for old Men behandelt die Frage, die sich sicherlich schon viele Menschen gestellt haben: Was würde ich tun, wenn ich zwei Millionen Dollar bzw. Euro finden würde? Der Film erzählt die Geschichte von Llewelyn Moss, der genau das tut und das Geld an sich nimmt. Von nun an ist er ein Gejagter von den Menschen, die das Geld für sich beanspruchen. Eine packende Jagd quer durch das Land ist die Konsequenz.
                                              Der Cast ist sehr gut. Tommy Lee Jones gibt hier den Sheriff während Javier Bardem, der in diesem Film eindeutig am besten spielt, den Kriminellen Anton Chigurh spielt. Chigurh ist ein Mensch, dem man nur ungern allein begegnet. Ein (vermeintlich) falsches Wort reicht aus und du verlässt den Raum nicht lebend. Bardem spielt diese Rolle so gut, dass man sich teilweise ins Gedächtnis rufen muss, dass er lediglich ein Schauspieler und kein kaltblütiger Mörder ist.

                                              Die Story bzw. der Grundgedanke des Films ist spannend und fesselt den Zuschauer. Auch die Darstellung ist sehr schön. Jedoch muss ich mich meinen Vorschreibern anschließen, wenn ich sage, dass der Film ab der zweiten Hälfte ca. enorm nachlässt und das Ende leider Gottes sehr enttäuschend ist. Ich hätte mir ein besseres bzw. ein anderes Ende erhofft, aber man kann nicht alles haben.
                                              [SPOILER:] No Country for old Men ist ein Film, in dem alles passieren kann. Der Film schreckt auch nicht davor zurück, eine seiner Hauptfiguren mal eben so sterben zu lassen.

                                              Trotz des enttäuschenden Endes gefällt mir der Film sehr gut, gerade weil die Story nicht auf Stereotypen bzw. Handlungen aufgebaut ist, die man in jedem zweiten Thriller findet. In dem Punkt ist No Country for old Men schon origineller. Ich empfehle den Film herzlichst weiter, allein schon aufgrund der enormen schauspielerischen Leistungen in diesem Film.

                                              3
                                              • 10

                                                Unglaubliche Leistung von Javier Bardem. Ein absoluter Lieblingsfilm von mir.

                                                • 9

                                                  SPOILER

                                                  Die Sonne ragte über die kargen Hügel in dieser trostlosen Einöde. Vegetation war nur spärlich vertreten. Eine Landschaft wie gemalt. Einsame Männer streifen durch diese Wüste, fernab der Zivilisation. Sie ziehen eine blutige Spur hinter sich her. Leichen pflastern ihren Weg und alles wegen ein paar Dollar.
                                                  Willkommen in "No country for old men". Einem Western, der ja eigentlich kein Western ist. Doch die Coens würfeln ja gerne mal die Genrekiste etwas durch und so ist auch dieser Streifen ein Thriller, in anderem Gewand. Pferde benutzen hier zwar nur die Gesetzeshüter, Revolver trägt auch kaum jemand, Ponchos und Duelle fehlen und auch die Filmmusik wird weggelassen. Und trotzdem treffen die Coens den Ton eines Western. Sie kitzeln alles aus der Landschaft raus, kleiden die Darsteller in moderne Cowboy-Klamotten erschaffen eine karge Atmosphäre, wie die großen Western der vergangenen Tage.
                                                  "No country for old men" macht eigentlich alles richtig. Die Geschichte ist nicht nur großartig, sie wird auch großartig erzählt. Aus verschiedenen Blickwinkeln, stets ruhig gehalten, aber nie schleppend. Die Sheriff-Arbeit macht dabei genauso viel Spaß, wie die Jagd nach Brolin und dem Geld.
                                                  Was die Dialoge angeht. Typisch Coen. Lakonisch, sarkastisch, trocken. Das liegt natürlich wieder an den tollen Charakteren. Aus der Besetzungsliste kann man schon erahnen, was einen erwartet. Aber vorallem Javier Bardem hat sich mit seiner Darstellung des Psychokillers (zurecht) in das Herz der Filmfans gespielt. Das ist sogar furchteregender als Jack Nicholson in "Shining". Der Blick von Bardem wenn er den Deputy erwürgt, die Kälte und Lässigkeit mit der er seine Opfer ins Jenseits schickt, ist nicht von dieser Welt. Verdientester Oscar aller Zeiten.
                                                  Der Rest macht seine Sache ebenfalls toll. Am meisten begeistert mich jedes Mal aufs Neue Woody Harrelson. Den find' ich aber sowieso immer klasse und hier als "Cowboy-Killer" liefert er eine tolle Performance ab.
                                                  Der Kniff, ohne Musik zu arbeiten, geht ebenfalls wunderbar auf. Mit den ruhigen und kargen Landschaftsbildern und ewig langen Einstellungen ohne gesprochene Worte, bauen die Coens eine atemberaubende Atmosphäre auf. Hier hat wirklich jedes Bild einen Platz verdient.
                                                  Auch das Ende ist fabelhaft. Nach einer mörderischen Hetze mit vielen Leichen und umherspritzendem Blut, gewinnt der Böse. Zumindest kommt er davon. Einiges bleibt ungeklärt, aber Bardem entkommt. Tommy Lee Jones darf dann noch einen wunderbaren Dialog von sich geben und dann. Schnitt. Ende. Großartig.
                                                  Ein Weiterer (fast) perfekter Film in der Coen-Filmografie. Vollkommen Einzigartig, aber trotzdem ein waschechter Coen. Ich würde ja sagen "Einer der Besten Coen's", aber das sag ich zu allen ihren Werken. Daher: Macht bitte weiter, vielleicht kann das zeitgenössische Kino doch noch gerettet werden. Mit solchen Genies hinter der Kamera darf man auf jeden Fall noch hoffen.

                                                  12
                                                  • 10

                                                    Ruhe, eine blutige Gewalttat, Ruhe, eine harte Actionszene, Ruhe.

                                                    Die Ruhe ist es, die sich durch den gesamten Film "No Country For Old Men" zieht. Mit viel Ruhe und Gelassenheit verfolgt unerbittlich der Auftragskiller Anton Chigurh sein Ziel, welches er immer im Fadenkreuz behält. Unablässig ist er seinem Opfer, Llewelyn Moss, auf der Spur, da dieser einen Koffer voller Drogengeld gefunden und mitgenommen hat. Routiniert und mucksmäuschenstill geht er mit seinem Bolzenschussgerät seiner Tätigkeit nach, als hätte er alle Zeit der Welt.
                                                    Als Zuschauer verfolgt man jeden Schritt von Anton Chigurh mit seinen Augen und bei jedem Wort, das seinen Mund verlässt, klebt man ihm an den Lippen. Von Außen harmlos, und doch extrem bedrohlich bahnt sich diese tickende Zeitbombe ihren Weg und das ohne viel Lärm.
                                                    Aber nicht nur Javier Bardem in der Rolle des Bösewichts ist ein Grund sich dieses Meisterwerk der Cohen-Brüder anzusehen. Alle schauspielerischen Leistungen sind auf den Punkt, die Atmosphäre des Films ist dicht und hart, es gibt wunderbar inszenierte Action, eine tolle Geschichte und der Film ist einfach etwas besonderes.

                                                    "No Country For Old Men" hat sich für immer einen Platz in meiner persönlichen
                                                    TOP 100 der besten Filme gesichert. Er wird immer einer meiner absoluten Lieblingsfilme bleiben, und ich werde ihn mir noch einige Male ansehen.

                                                    2