No Country for Old Men - Poster No Country for Old Men

US 2007 — Kritik

Kritiker — Film: No Country for Old Men

Flibbo: wieistderfilm.de

8.0Ausgezeichnet

Zum Glück hat „No Country For Old Men“ vier Oscars gewonnen, einschließlich den für den besten Film 2007, denn dadurch setzt man sich mit dem Film auseinander, und die Gefahr für den Ottonormal-Kinogänger, ihn aufgrund oberflächlicher Betrachtung als zäh bis langweilig abzutun, sinkt. Er ist nicht zäh und langweilig, wenn man nur die eigenen, typischen Kinoerwartungen einfach mal abstellt und sich von der staubig-finsteren Atmosphäre einhüllen lässt. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

1-moloko

Antwort löschen

Hallo Flibbo, man setzt sich mit dem Film auseinander, weil er vier Oscars gewonnen hat? Und die Gefahr für Otto-Normal-Kinogänger (Du also schon mal ausgenommen), den Film als zäh abzutun, sinkt? Und Du glaubst wirklich, dass wir 'Ottos' so ticken? Kritiker wie Dich braucht dieses Forum! Vielen Dank!


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

10.0Herausragend

Die Coens betreten mit «No Country for Old Men» vertrautes Terrain. Schon in «Fargo», «Miller’s Crossing» oder auch dem Erstlingswerk «Blood Simple.» drehte sich alles um tödliche Verbrechen. Das Blut fliesst in «No Country for Old Men» aber noch ergiebiger. Und trotzdem ist es weniger die Brutalität, die nachdenklich stimmt, als viel mehr das Verhalten der Figuren.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

isinesunshine: isinesunshine.de

5.5Geht so

Der Film wurde von allen Seiten so sehr überbewertet, dass sich die Mehrheit dieser Meinung verschrieben hat. In der Realität ist er allerdings nichts anderes als ein langweiles Drama, das sich zieht wie Kaugummi und nicht überzeugen kann.

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

derOlli.

Ich kann dem Kommentar von the traveler nur beipflichten!


namelessgerman

Ich muss leider zustimmen Spannung wie man es bei einem "Thriller" erwartet wird nicht oder nur selten geboten. Hinzu kommt ein sehr seltsames Ende mit dem ich persönlich nichts anfangen konnte.


Xander8112: at the movies

8.0Ausgezeichnet

Nach den genialen Filmen “Oh Brother, Where Are Thou” oder “The Big Lebowsky” war ich schon gespannt, wie der neue Film der Coen Brüder ist. Bin soeben aus dem Kino raus und weiß noch nicht zu 100%, wie ich den Film einordnen soll, es ist definitiv ein Film, der auf einen wirken muss.

Gute Schauspieler bietet der Film genug, jedem nimmt man seine Rolle ab. Besonders im Gedächtnis bleiben einem natürlich der alternde, arbeitsmüde Sherrif Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) und besonders der Auftragskiller und Star des Films, Anton Chigurh (Javier Bardem). Bardem spielt seinen emotionslosen Killer mit der Günther-Netzer-Gedächtnisfrisur so kalt und unberechenbar, das sich künftig Schauspieler in ähnlichen Rollen schwer tun werden, diese Leistung zu überbieten.

Was bietet der Film? Action - vorhanden, wenn auch wohldosiert. Erwähnenswert die Jagd Llewelyns durch den Fluss, bei der ihm ein Hund auf den Fersen ist. Spannung? Auch das, wo auch immer der Killer auftaucht, wird es Tote geben - wenn auch manchmal die Münze den Opfern glücklich gesinnt ist. Humor - dezent. Es gibt lustige Stellen, den Film als Komödie darzustellen ist allerdings sehr weit hergeholt. Ratlosigkeit? Oh ja. Das Ende lässt den Zuschauer bewusst mit vielen Fragen zurück, einen wirklichen Showdown gibt es nicht, und wenn, so liegt er einige Szenen VOR dem Abspann.

Ein guter Film, keine Frage. Man langweilt sich zu keinem Zeitpunkt - dies ist nicht bei allen Filmen mit 122 min Laufzeit der Fall. Grandiose Bilder, gute Schauspieler und eine zu weiten Teilen nachvollziehbare Handlung machen “No Country For Old Men” auf jeden Fall empfehlenswert, wenn auch einige Fragen offen bleiben. Diese will ich aber jetzt nicht ansprechen, erst mal ne Nacht drüber schlafen…

http://xander81.wordpress.com/2008/03/23/kritik-no-country-for-old-men/

Kommentar gefällt mir Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment /...

9.0Herausragend

[...] Wir hören einem mehr oder weniger leidenschaftslosen Monolog des in die Jahre gekommenen Ed Toms (Tommy Lee Jones) zu, der von seinem Leben als Cop berichtet. Nicht gerade ein Traumjob, stellt sich heraus. Wir werden Zeuge einiger epischer, in Cinemascope ausgefüllter Bilder Roger Deakins („Die Verurteilten“; „Fargo – Blutiger Schnee“). Bilder von einer staubtrockenen Wüstenlandschaft. Einsam und verlassen, so unwirklich wie bedrohlich ist es, dieses Niemansland in Texas. Es vergehen schon ein paar Sekunden, bis man endlich einigen Menschen in dieser Einöde begegnet. Davon ist einer ein geheimnisvoller Killer, der nach seinen eigenen Prinzipien vorgeht. Nach seiner eigenen Philosophie. Bewaffnet mit einem Bolzenschussgerät macht er sich auf die Jagd nach potenziellen Opfern und arbeitet dabei so präzise und tödlich wie Hannibal Lecter höchstpersönlich. Seine Suche nach einem Mann, der einen gefundenen Geldkoffer einfach mit sich gehen ließ, entpuppt sich als eine der spannensten und inszenatorisch eindrucksvollsten Verfolgungen der letzten (Kino-) Jahre. [...]

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

10.0Herausragend

Das besondere Flair, das "No Country For Old Men" auszeichnet, ist die enorme Spannungstiefe. Während sich die Macher auf der einen Seite alle Zeit der Welt zum Erzählen der Geschichte nimmt, erzeugen sie auf der anderen Seite so dicht an dicht gepaarte Spannungsszenen, dass dem Zuschauer keine Gelegenheit zum entspannten Durchatmen bleibt. Alles in allem präsentieren uns Joel und Ethan Coen hier den besten (wenn auch mitunter etwas skurrilen) Thriller seit langem. "No Country For Old Men" lebt von einer atemberaubenden Stimmung, einer spannungsgeladenen Atmosphäre und Protagonisten, die hier so gut wie seit langem nicht mehr aufspielen. Sei es der eiskalte Profikiller oder auch der alternde Cop. Die Darsteller wissen ausnahmslos zu begeistern. "No Country For Old Men" ist ganz, ganz großes Kino, ein nicht ganz genre-konformer Western der Neuzeit und auf jeden Fall einen genaueren Blick wert. Über die kleinen dramaturgischen Schwächen gegen Ende des Films darf man dabei getrost hinwegsehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Kaltduscher: MoviezKult.de

10.0Lieblingsfilm

“No Country For Old Men” ist es also, der beste Film des Jahres 2008. Mit 4 Oscars wurde der Thriller in diesem Jahr ausgezeichnet. Dabei konnte er sich gegen das im Vorfeld schon als neues “Citizen Kane” verschriene “There Will Be Blood” in allen wichtigen Kategorien durchsetzen. Neben der wichtigsten Kategorie als “Bester Film” gewannen die Coen-Brüder jeweils einen Oscar für ihre Regie-Arbeit und ihr adaptiertes Drehbuch. Außerdem wurde Javier Bardem für seine Vorstellung als knallharter Killer Anton Chigurh ausgezeichnet.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

9.0Herausragend

Ich habe viel gelacht. Was ich überhaupt nicht erwartet hatte. Und „No Country for Old Men“ ist dabei kein komischer Film. Als ich aus dem Kino heraus kam, wusste ich nicht, was ich von diesem Film halten sollte. Das wurde erst – Stück für Stück - in den folgenden Tagen klar. Die Coen-Brüder bedienen eine ganze Menge Kino-Klischees und sie frustrieren sehr viele Erwartungen der Zuschauer. Es verhält sich mit diesem Film im Grunde genauso wie mit Maceo Parkers Saxophon-Spiel: Es kommt auf die Töne an, die er weglässt. Zwei Schlüsselszenen finden in dieser Geschichte statt, nur sind sie nicht zu sehen. Beide werden nur durch Blicke zusammengefasst. Der Blick auf den Tatort oder der Blick auf die Schuhsohle.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

8.5Ausgezeichnet

Jedes Detail ist bis ins Kleinste ausgeklügelt, jedes Versteck, jeder Hinweis, jedes Wort genau abgewogen und präzise ins Bild gerückt. Die sonst mit Humor gesegneten Coen-Brothers ("Fargo", 1996) haben ein bedrückendes Meisterstück abgeliefert, das seine volle Wirkung erst Tage nach dem Kinogang entfaltet. "No Country for Old Men" ist nicht einfach nur brutal wie Quentin Tarantinos jüngere Filme, sondern eine Studie über Abgründe der menschlichen Natur, über Waffenfetischismus und den Verlust jeglicher Prinzipien.

Kaltblütiges Morden als Teil des amerikanischen Erbguts: Dieser Film bringt den Albtraum einer auf Gewalt gegründeten Nation auf den Punkt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

9.0Herausragend

Wer große Erklärungen erwartet oder fein zuende gesponnene Handlungsstränge, wird enttäuscht sein. Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte - gegen Ende hin zerfasert die Story zusehends und löst sich fast auf, Protagonisten sterben unvermittelt, der anfangs sehr gradlinige Erzählfluss verliert sich im Nichts . Genau das ist zwar Kalkül, macht es aber nicht wirklich besser. Aber die Story ist hier auch nicht der Mittelpunkt - No Country for Old Men lebt von der Stimmung, den Figuren, der Atmosphäre, grandios in Szene gesetzt. Großes Kino.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

9.0Herausragend

Es ist also nicht eigentlich die Handlung, die NO COUNTRY FOR OLD MEN so besonders macht. Es sind vielmehr seine Effektivität und Kompromisslosigkeit, seine Unbeirrtheit auf dem Weg der totalen Vernichtung. Es ist die dichte, tatsächlich beklemmende Atmosphäre, die in diesem Film herrscht. Die atemberaubende Schönheit der Landschaft, die in so scharfem Kontrast steht zu dem, was in ihr geschieht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

8.0Ausgezeichnet

Der Film ist karg. In jeder Beziehung. Die Coens nehmen sich aus ihren bisherigen Produktionen die besten Elemente und köcheln den Sud auf sehr kleiner Flamme bis zu seiner Essenz herunter. Die größten Gemeinsamkeiten hat er mit "Fargo". Anstatt der Kälte flirrt die Hitze im tiefsten Texas und entfaltet in drückenden, weiten Bildern seine typische Coen-Story. Irgendjemand will mal wieder etwas mit allen Mitteln wiederhaben. Diesmal führt allerdings kein Teppich oder eine entführte Ehefrau durch eine verhalten verwinkelte Story, sondern ein Koffer, für dessen Inhalt seine Interessenten über Leichen gehen.
In irritierend unprätentiöser Optik gibt's also ein Stelldichein mit den beliebtesten Stilmitteln aus dem Coen-Kosmos. Josh Brolin spielt Llewelyn Moss, der wie seinerzeit der Autoverkäufer William H. Macy seine große Chance gekommen sieht und mit allen Mitteln versucht seine Finanzen zu optimieren. Anton Chigurh macht ihm dabei das Leben schwer und jagt
Mehr

Kommentar gefällt mir Antworten

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

9.0Herausragend

.„No country for old men“ ist ein gelungener Film mit einigen Referenzen an das Western-Genre, indem sich die im Vorigen thematisierten Aspekte zu einem rundem Ganzen verbinden. Nichts desto trotz bietet der neueste Film der Gebrüder Coen auch Anlass zur Kritik. Handwerklich perfekt, bleibt er jedoch, zumindest habe ich das so empfunden, emotional ziemlich leer, da keiner der Charaktere wirklich zur Identifikationsfigur taugt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

9.5Herausragend

„No Country For Old Men“ vereint all die vertrauten Elemente, die Filme, wie „Fargo“ und „Miller’s Crossing“ zeitlos machen: schräge Figuren, die amerikanische Provinz und kleine Ganoven, die vom großen Geld träumen. Gleiches Geschick wie bei der Auswahl der Vorlage von Cormac McCarthy bewiesen die Coens auch wieder bei der Besetzung: Javier Bardem ist Furcht einflößend oscarverdächtig, Josh Brolin der einsame Held und Tommy Lee Jones hat den lakonischen Schlussmonolog in dieser Verneigung vor den Klassikern des Western und Gangsterfilms.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

9.5Herausragend

No Country for Old Men vereint ein mehr als außergewöhnliches Schauspiel-Ensemble. Allen voran Josh Brolin und Javier Bardem liefern unter der Regie der Coens die vielleicht stärksten Leistungen ihrer bisherigen Karriere ab. Brolin, der zuletzt in Ridley Scotts American Gangster den Bad Cop gab, übernahm den Part des fast schon bemitleidenswerten Anti-Helden, der halb sehend, halb blind in sein Verderben rennt. Brolins Präsenz und Ausstrahlung erinnert desöfteren an Nick Nolte, dessen Spezialität bekanntlich auch in der Darstellung gebrochener Existenzen lag.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

8.0Ausgezeichnet

Der Film ist ein wuchtiges Zitat auf den Westernmythos und das amerikanische Krimigenre - ein staubtrockener und blutiger Thriller mit Motiven, die von altertümlichen Bibelauslegungen bis zu den mörderischen Realitäten des Hier und Jetzt reichen. Nach dem sie ein paar kapitale Flops abgeliefert haben, laufen die Coen-Brüder wieder zur Hochform auf. An die präzisen und kompromisslosen Werke "Miller's Crossing" und "Fargo" fühlt man sich erinnert bei dieser rastlosen Menschenhatz im amerikanischen Südwesten, die die typisch lakonische Handschrift der Coens trägt...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache... Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

8.0Ausgezeichnet

Besser kalkulieren kann man nicht. Den deutschen Kinostart auf jene Woche zu terminieren, in der man nach weiser Vorausschau bei den "Oscars" zugelangt hat, ist aus Marketingsicht des Verleihs ein Bravourstück; wenn auch ein nahe liegendes. Die Coen-Brüder feiern mit "No Country For Old Men" und obendrein die Rückkehr zur gelobten Ernsthaftigkeit dank eines aller Folklore entsagenden Definitionsentwurfs des Neo-Westerns.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

10.0Herausragend

Dieser Film ist eine Sensation. NO COUNTRY FOR OLD MEN ist nicht nur das interessanteste Comeback des Jahres, und der beste Film der Coen-Brüder seit FARGO, in mancher Hinsicht ihr bester Film überhaupt, es ist eines der Kino-Meisterwerke unseres Jahrzehnts, ein ungemein tiefsinniger Film, der grundsätzliche existentielle Fragen mit filmischer Meisterschaft verknüpft.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Evie: www.inderzange.de

8.5Ausgezeichnet

Ich muss sagen, das ich es mir mit der Bewertung echt schwer gemacht habe, denn einerseits ist der Film echt super gemacht, gradiose Bilder, überragende Schauspieler und schon fast philosophische Dialoge bzw. Erzählungen. Aber auf der anderen Seite ist die Story nicht wirklich innovativ, ähnliches gab es schon zwar nicht besser aber auch nicht schlechter und das Ende war sehr unzufriedenstellend.
Sehen und selber ein Urteil bilden.(was gar nicht so leicht ist :), wie bei allen Coen-Brüder-Filmen)

Kommentar gefällt mir Antworten

Chuchaqui: Critic.de

9.0Herausragend

Und doch ein Meisterwerk. Der diesjährige Oscar-Sieger ist absolut perfektes Kino, wie man es besser nicht machen kann. Jeder Schnitt, jede Einstellung sitzt, als könnte sie nicht anders sein und trotzdem wirkt das alles keinesfalls zu glatt oder zu konstruiert. Vielmehr schaffen die Coens eine beeindruckende Intensität, nicht zuletzt durch den Verzicht auf Filmmusik. Und natürlich tragen vor allem die Schauspieler zu dieser Intensität bei. Bardem spielt seinen Killer an der Grenze zur Karikatur, und doch lachen wir nie über ihn, sondern erzittern vor seiner Kälte. Tommy Lee Jones, der stille Held des Films, der immer zu spät kommt und mit seiner tief sorgenvollen Mine das nicht mehr fassbare Geschehen kommentiert. Zwischendurch herrlich absurde Szenen, wie man sie von den Coens gewohnt ist, nur dass sie das Unbehagen in diesem Fall nur noch verstärken, anstatt für Entspannung zu sorgen. Vielleicht wäre "There Will Be Blood" ob seines epischen Charakters der konsequentere Oscar-Sieger gewesen, verdient haben die Coens mit diesem Film aber jeden Preis der Welt. Ganz großes Kino.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

8.0Ausgezeichnet

Ein Meisterwerk? Nein. Ein guter Film als Meditation über Schicksal und freien Willen? Ganz sicher. Und doch kein Film der wirklich Spaß macht, sondern eher anstrengt, den man gucken wollen muß. Vieles gibt es an ihm zu entdecken, großartige schauspielerische Leistungen von Javier Bardem zum Gastauftritt von Woody Harrelson. Phantastische elegische Bilder die in weiten Teilen ohne Musik auskommen. Eine Story so karg und trocken wie die Landschaft in der sie spielt. Ein Film den man sehen sollte, aber ganz sicher nichts für einen unterhaltsamen Kinoabend. Die humorlosere staubige Variante von Fargo. Und ein Killer der aussieht wie Bata Illic.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde / gamona /...

7.0Sehenswert

Wie so oft entwerfen die Coen-Brüder in "No Country for Old Men" eine mit Noir- und Neo-Westernmotiven versetzte Welt, in der Vergangenheit und Gegenwart aufeinander treffen. Es ist ein Film über Gewalt und über Amerika, über Schicksal und die Absurdität des Seins. Brillant in Szene gesetzt, schaffen es die Brüder im Mittelteil schweißtreibende Spannung zu kreieren, nicht zuletzt durch den Einsatz einer wohl temperierten Tonkulisse. Leider melden sich die Regisseure nach zwei Dritteln selbst zu Wort und zerlegen den Handlungsorientierten Film Stück für Stück durch elliptische Interventionen und ein eher postmodernes, denn intelligentes Philosophieren über Genre- und Kinokonventionen. Der Film ist letztlich bewundernswert, aber seelenlos und unmenschlich, weil er nur Genrekonstrukte nach links und rechts verschiebt, seinen Kinoradius aber nie übersteigt. Die Coens bleiben letztlich Filmfreaks ohne Botschaft – und "No Country for Old Men" eine ansehnliche Spielerei.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

9.0Herausragend

Wie das Land, so der Film: Knochentrocken, schnörkellos und in majestätisch schöne (Landschafts)bilder gekleidet, erzählen die Coen-Brüder eine tragische Geschichte als Abgesang auf das Land der Cowboys, in dem das romantisch-verklärte Faustrecht der Prärie längst der schießwütigen Brutalität des globalen Drogengeschäfts gewichen ist. Ihre drei Protagonisten stemmen sich dieser Entwicklung zwar noch entgegen, doch ist ihnen die Sinnlosigkeit ihres Tuns bereits bewusst. Dabei verleiht ihnen genau dieses Wissen, ihrem Schicksal nicht entgehen zu können, es aber trotzdem versuchen zu müssen, eine Melancholie der Müdigkeit, die sich in der Stimmung des Films aufs angenehmste wieder findet. Mit dieser Romanverfilmung liefern die Coens nach Ausritten ins seicht-gefällige Komödienfach ihre beste Arbeit seit „Fargo“ ab. Ein bemerkenswert gelungener Country & Western-Thriller und designierter Oscar-Abräumer, der garantiert nicht (nur) was für alte Männer ist!

Kommentar gefällt mir Antworten

patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...

9.5Herausragend

Von den hervorragenden Schauspielern über die meisterlich inszenierte Spannung bis hin zu den rauen, poetischen Westernbildern des einzigartigen Kameramanns Roger Deakins (der zuletzt auch „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ veredelte) und der Musik des langjährigen Coen-Mitstreiters Carter Burwell ist „No Country For Old Men“ ein motivreiches, kraftvolles und im besten Sinne uramerikanisches Meisterwerk von beeindruckender Perfektion.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

alviesinger: Frankfurter Stadtkurier / b...

8.0Ausgezeichnet

Coens Back On Track: Ohne Megastargetümmel gelingt den Brüdern ein stilistisch aufs Minimalste reduzierter Blutbad-Thriller in bester "Blood Simple"-Manier. Spröde, kompromisslos - man wandelt auf Peckinpahs Spuren.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Kommentare (167) — Film: No Country for Old Men

plattfuss69

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Wahnsinnige Landschaften, Ödnis, Gänsehaut, Spannung pur. Einfach ein klasse Film, der einen komplett in den Bann zieht. Allein wie sich diese undurchsichtige Geschichte so langsam auflöst und erklärt, ganz nebenbei, das ist meisterlich. Das Besondere, diese zelebrierte Langsamkeit in Kombination mit diesem absolut genialen Blick für die Weite des Landes und der Menschen macht den Film zu etwas Besonderem. Jede Minute zum Geniessen.

Kommentar gefällt mir Antworten

Tyler__Durden

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Wo die Geschichte einige nette Wendungen und gut positionierte "Supi" Momente zu bieten hat beraubt die vorhersehbare Inszenierung genau diesen Spannungsgeladenen Momenten die dichte Atmosphäre. Nicht Schlecht diese alten Männer aber kein wunder das es für sie kein Land mehr gibt.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ronon_Dex

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gute Schauspieler, interessante Charaktere, eine fesselnde Story und Spannung pur.
Der Film fängt super an und kommt schnell in Fahrt. Bis zum Ende ein wirklich überragender Film, doch das Ende ist dem Rest des Filmes leider nicht ebenbürtig.
Die Erzählperspektive wechselt aprubt, man erfährt leider nicht mehr in der, von mir zumindest gewünschten Ausführlichkeit, wie es zu der Situation des Protagonisten kam und auch das Ende an sich lässt einen leicht unzufrieden zurück (verglichen mit dem wirklich überragenden Rest des Filmes).
Auch vom versprochenen Showdown am Ende habe ich leider nichts mitbekommen...
Alles in allem aber trotzdem ein Wahnsinnsfilm, dessen Ende ihm aber leider nicht ganz gerecht wird.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

mikkean

Antwort löschen

Gute Review, die wohl die größte und einzige Schwäche des Films ausmacht. Der Wechsel zum Ende wird wohl nicht jedem gefallen. Aber trotzdem haben die Coen Brüder mal wieder ein wuchtiges Werk vorgelegt, das andere Thriller gnadenlos vorführt.


Oceanic6

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Der klar herausragende Film des Jahres 2007! Im Grunde genommen eine simple Story, welche sich zu einem der besten Katz- und Mausjagden der Kinogeschichte entwickelt. Das beeindruckende an diesem Film ist, wie die Coen-Brothers es schaffen, Spannung nur durch die Geräusche der Natur, das Handeln der Schauspieler, dem geringen (aber zum richtigen Zeitpunkt brutalen Einsatz von "Action", bei der man richtig Gänsehaut bekommt), die klasse Naturaufnahmen und vor allem durch die einzigartigen, fantastisch gespielten Charaktere zu erzeugen. Dies ist Kino allerhöchster Güte, welches man heute nur noch sehr selten zu sehen bekommt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

philopee

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Und mal wieder habe ich mich von sehr guten Kritiken und Kommentaren hinreißen lassen doch noch einen Coen-Film zu sehen. Nach "Fargo" war ich schon so enttäuscht, dass ich mir geschworen habe diesen Fehler nicht nocheinmal zu machen.
Gleich zu Anfang wird alles deutlich was es an dem Coen-Duo zu verabscheuen gibt. Der Zuschauer wird einfach ins kalte Wasser geworfen indem man ihm eine dubiose und undurchschaubare Story vor den Latz knallt, die erstmal überhaupt keinen Sinn ergibt. Später puzzelt sich alles zusammen, was den Zuschauer allerdings zum nächsten Manko des Films führt. Den Spannungsaufbau. Eingestehen muss man sich nämlich, dass hier storytechnisch eigentlich nichts anderes als ein scheinbar endloses Katz-und-Maus-Spiel geboten wird, das weniger Wendungen hat als die Münze mit der uns der Killer Chirugh von Anfang an auf die Nerven geht.
Schauspielerische Höchstleistungen gibt es hier allerdings genug, und in Szene gesetzt wurde das Ganze, wie in allen anderen Filmen der Beiden auch (das kann ich nicht leugnen) auch eher recht als schlecht.

Wer spannende Verfolgungsjagten liebt, dem könnte dieser Streifen ganz gut gefallen, denn wie ein fabelhafter Freund von mir schon einmal sagte: "Entweder faszinierte einen diese Spannung oder sie langweilte einen."

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 11 Antworten

philopee

Ist sogar schon vorgemerkt. Hab ich auch nur dir zu verdanken. :D


fabel

Sauber. ;)


HeinerTV

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Irgendwie bin ich zwiegespalten was den Film anbelangt. Ich mag die Art und Weise wie mir die Geschichte erzählt wird. Es gibt massig stimmige und richtig kultige Szenen (Bardem in der Tankstelle z.b.). Auch das Erzähltempo war mir nicht zu schleichend. Letztlich auch schöne Bilder und gute Schnitte. Trotzdem fühlte ich mich etwas unbefriedigt (:P) als der Abspann lief. Was z.b. der Auftritt von Harrelson dem Zuschauer sagen sollte wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben. Fand ich irgendwie total unwichtig und belanglos. Generell werden die mühsam aufgebauten Charaktere zum Ende hin ziemlich ausgebremst. *ACHTUNG SPOILER* Da verhält der Typ sich den ganzen Film wie ein ausgebildeter Spezialagent und wird dann kurz bevor ich das große, clevere Finale erwarte einfach so an der Tür weggeballert. Irgendwie war ich da schon ziemlich enttäuscht. Ich will nicht sagen das der Film ein schlechtes Ende hat. Es soll mir wohl auch etwas tiefgründiges damit gesagt werden. Ich hatte halt bloß etwas anderes erwartet. Im Fazit steht bei mir also: eigentlich richtig guter Film welcher bei mir zum Ende hin einige Wertungspunkte eingebüßt hat.

Kommentar gefällt mir Antworten

Pardus

Kommentar löschen
Bewertung3.5Schwach

schwacher film. düstere stimmung, skurrile Handlung, tolle Schauspieler = JA; dadurch ein film geworden, der zurecht so hoch gelobt wird = NEIN

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Moe Szyslak

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr sehr anstrengender Film und starker Tobak, ich erinnere mich noch, dass ich damals nach dem Kinobesuch so richtig am Ende und total ausgelaugt irgendwie.
Aber ein fürwahr klasse Film!
Anfangs muss man sich zwar reinfinden, weil es doch sehr sehr viel Passagen gibt, die unheimlich langwierig erscheinen, weil keiner was sagt und jede auch nur minimale Aktion haarklein beleuchtet wird. Außerdem kommt im gesamten Film keinerlei Musik vor (bis auf die 4 Mexikaner, die mal kurz ein Lied anstimmen).
Aber genau das fand ich letztendlich so genial an dem Film.
Schleppendes Tempo bis nahe zum Einschlafen, aber trotzdem geht eine morbide Faszination davon aus.
Hinzu kam noch wenig gestreuter aber gezielter staubtrockener makaber Humor, Nonsense-Dialoge zum positiven Kopfschütteln, eine unterschwellige stets pochende Spannung und krasse Gewalt- und Mordszenen sondersgleichen (Stichwort Bolzenschussgerät ) inkl der dazugehörigen Leichenberge.
Zu Erwähnen ist natürlich noch Javier Bardem. Der Typ war ja schlichtweg der Wahnsinn. Eiskalt, sadistisch, die personifizierte Gewalt. Aber trotzdem (oder gerade deshalb?) geht ein verstörendes Charisma von ihm aus. Eine oscarwüdige Darstellung, seine Auge-um-Auge-Fights mit Josh Brolin waren sehr intensiv und letztendlich konnte die nur einer gewinnen (auch ein Highlight für mich am Ende: der abrupte und heftige Wechsel der Perspektive).
Die letzten 10 Minuten waren mir dann ehrlich gesagt etwas zu viel und zu hoch.
Das triftete dann schon fast ins Philosophische ab und der Film schien nie zu enden, aber nichtsdestotrotz ein klasse Film, langatmig zwar, aber faszinierend, spannend, sehr gewalttätig, zutiefst pessimistisch und mit Javier Bardem als das BÖSE.

4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

der cineast

aha du hast ein paar kritikpunkte und trotzdem dein lieblingsfilm? Ich habe ihn mir auch geholt aber erst die ersten 20 minuten geguckt. den Film finde ich sehr merkwürdig, mal gucken wie es weiter geht. Die Coens finde ich sowas von überschätzt. ;)


Moe Szyslak

Naja, so wirkliche Kritikpunkte sind das ja nicht...
Bei dem Film stimmt einfach das Gesamtbild perfekt in meinen Augen, das ist einfach eine Glanzleistung der Coens!


BigDi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Eine simple Geschichte in einer handwerklichen Perfektion, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Javier Bardem spielt sich eiskalt in die Ewigkeit und tötet so selbstverständlich, dass es ein perfides Vergnügen ist. Vielleicht der perfekte Arthouse-Action-Thriller - und wenn nicht, dann aber garantiert der staubigste.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

phoenix409

In aller Kürze auf den Punkt!


BigDi

Dabei wollte ich nur nach ewigen Stunden iNet-Aufenthalts schnell irgendetwas für die Ewigkeit geschafft haben. ^^


brocklanders

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schwermütig. Was in diesem Fall ein Kompliment ist. Und die Waffe des Killers habe ich so auch noch in keinem Film gesehen.

Kommentar gefällt mir Antworten

butch25

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film der einen fesselt und voll und ganz in seinen Bann zieht!
Ich war selten von einem Film so angetan!Echt spitze!!!

Kommentar gefällt mir Antworten

fabel

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Hallelujah, es gibt ihn doch-den perfekten Film!
Im Media Markt als 5 Euro Schnäppchen zugelegt und am Ende war ich ganz perplex.
So einen spannendes Film habe ich selten erlebt. Es war eine einzigartige Spannung, ohne viele Worte, die vorherrschte.
Dieses Katz-und-Maus Spiel vernichtete eine gefühlte Tonne Fingernägel und die Chips blieben im Halse stecken.
Naja, ganz perfekt war der Film auch nicht.
Teilweise hatte diese tolle Story, doch ein paar Längen und merkwürdige Fragezeichen im Angebot.
Die Darsteller überzeugten durch die Bank weg, vor allem Javier Bardem als böser Bösewicht spielte seinen Part nicht mehr. Nein, er war der Bösewicht!
Ein Hammer!

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Roque2

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der ganz wenigen Filme, die es schaffen, ohne aufdringliche Musik, sondern im Gegenteil, durch ihre fast schon aufdringliche Stille eine unverfälschte, subtile Spannung zu erzeugen, die in ihrer Wirkung mehr erreicht als jeder Horrorfilm. Wirkt die erste halbe Stunde eher langweilig durch die starre Inszenierung, bittet man nach der Hälfte fast schon um eine Atempause. Auch der Schluss weiß, den Grat zwischen langweiliger Retardierung und überzogenem Bombast-Ende zu meistern. Absolut Sehenswerter Film.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

dae-su

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Selten sowas cooles, hartes, schonungsloses, brillantes, wunderschönes, ästhetisches, brutales, blutiges, spannendes, verstricktes, unterhaltsames, gut geschriebenes, auf den Punkt besetzt und gespieltes gesehen. Umwerfend.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

fabel

kennst du noch mehr Adjektive? xD


DanielleJolie

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also die "Schock-szenen" in diesem Film sind genial - obwohl man sichs teilweise eh denken kann, reissts einem dann trotzdem.... der Charakter des Mörders ist interessant, kann der nette Herr von nebenan sein und total unzurechnungsfähig...

Kommentar gefällt mir Antworten

xXxWantedxXx

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atmosphäre. Spannung. Javier Bardem.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Auf dem ersten Blick ist "No Country For Old Men" einer von diversen Wüsten- Thrillern, die mit staubiger Optik die Geschichte von Jäger und Gejagtem erzählt. Doch der vierfach Oscarprämierte Film der legendären Coen Brüder ist wesentlich mehr, nämlich ein geschickte und für die Coens eher ungewöhnlich schnörkellose Demontage von Genreelementen, denn immer wieder, wenn man als Zuschauer das glaubt vorgesetzt zu bekommen, was man aus alter Gewohntheit kennt, dreht der Film sich und statt der Befriedigung der Gewohnheit kommt etwas völlig neues zum Vorschein - genial. Man könnte noch so viel über dieses lakonische Werk des Brüder sagen, dass die Darsteller, allen voran Javier Bardem, großartig sind, das Kameramann Roger Deakins gewohnt meisterhafte Bilder eingefangen hat usw., aber "No Country For Old Men" sollte man am besten schweigend genießend und ihn ganz langsam sacken lassen, deshalb nur noch ein Satz zu diesem modernen Klassiker: Fans der Coen Brüder müssen diesen Film eh sehen, Zuschauer die nicht gerne von Geschichten vor dem Kopf gestoßen werden möchten und beim ansehen eines Filmes am liebsten den selbigen abschalten, sollten um diesen harten, pessimistischen und meisterhaften Film einen großen Bogen machen.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

michael.scherrer

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein genialer Film voller Spannung! Er reisst mit und lässt einen kaum mehr atmen... Aber auch hier: Brutal und somit nicht jedermanns Sache...

Kommentar gefällt mir Antworten

Nayuma

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Javier Bardem ist wirklich ein guter Schauspieler, dass beweist er auch hier. Und naja, es gab ja schon genug Sprüche und Kommentare zu der Frisur. Doch zurück zum Film... Alter, ganz schön heftig! Und das ganze drum herum irgendwie nicht so toll. Ich wurde irgendwie von Langeweile wach gerüttelt wegen einer brutalen Szene, dann waren die Augen schonmal wieder auf und, ok ich geb's zu ein Spannungsgefühl baute sich auf, aber dann kam irgendwie wieder die Langeweile... Iss ein bisschen wie die Geschichte "Es war einmal ein Vater, der hatte sieben Söhne. Die Söhne sagten: "Vater erzähl uns eine Geschichte!" und der Vater fängt an: "Es war einmal ein Vater, der hatte sieben Söhne..." und so weiter und sofort...

Kommentar gefällt mir Antworten

manuel_trg

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Film ist ein düsterer Westernthriller, mit einer enormen Detailverliebtheit, dafür aber einen ziemlich schwerfälligen Erzähltempo, welches sich zum Ende hin auch nicht steigert. Absolut überzeugend aber sind die Protagonisten, welche zu jeder Zeit eine überdurchschnittlich gute Leistung abliefern. Der Streifen kommt ohne jeglichen Soundtrack aus, was aber überhaupt keinen Abbruch tut und die düstere Stimmung nur noch verstärkt. Jeder der irgendwas mit dem Szenario anfangen kann, sollte sich diesen Film, welcher knapp am Meisterwerk vorbeigeschlichen ist, eine Chance geben.

Kommentar gefällt mir Antworten

AKS

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Planlos, langweilig und beschissene Frisur.
Würde mich interessieren wie die völlig daneben liegende Vorhersage zustande kommt.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

BlueSquirrel

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Sinnfreies Bilderspektakel auf amerikanischer Pampa mit enormer Detailschilderung aber keinen Höhepunkten in der Dramakurve. Der Film unterhält nur durch die Erwartung das er es irgendwann zu etwas bringt, bleibt aber bis zum Schluss auf Starttempo. Das war kein Meisterstreich sondern ein Hochglanz B-Movie mit guten Darstellern vor der Sonne. Ich weiß nicht was die Leute hier gesehen haben wollen aber "NCfOM" ist und bleibt ein stinknormaler US Anarchofilm wo der Abstand zwischen 1 Mio Dollar und dem Tot im trockenen Steppenland mit Selbstverständlichkeit überwunden werden muss. Das gab's schon hundert Mal und besser. Ich habe es nicht bereut den Film gesehen zu haben aber für ein zweites Mal müssen wohl noch einige Jahre vergehen.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 16 Antworten

BlueSquirrel

...auch unrecht. Hi Schlegel! :)


wiedererkennbar

Kann man hier auch werten "Kommentare gefallen mir" :-) Harrharr!


Tagammeer-2007

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ich habe jetzt fast alle Coen-Filme gesehen - alle spielen für mich in der obersten Liga. Auch bei diesem Film hat sich das wieder bestätigt. Skurill, spannend, unterhaltsam... ihr kennt die Adjektive...

Kommentar gefällt mir Antworten

petergriffin13

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Perfekter Film über einen Mann der sich durch wegen einer dummen Entscheidung ins Kreuzfeuer einer mexikanischen Drogenbande, Auftragsmörder und der Polizei befördert. Vor allem Javier Bardem spielt den Bösewicht so großartig dass man mit Josh Brolin mitfiebert und hofft dass er sich von ihm nicht erwischen lässt, obwohl man so eine Vorahnung hat dass man dieser Naturgewalt/Terminator kaum entkommen kann.

Großartig auch wie der Film den Zuseher mit Hilfe des Zufalls auf die Folter spannt:

zb
-das münze werfen in der tankstelle und bei moss' frau
-oder dass die mexikanische bande nur zufällig davon erfährt wo sich moss aufhält
-oder der autounfall von chigurh

das ende war auch perfekt finde ich. hätte man es aufgelöst hätte man der figur des chigurh nur das mystische genommen, er taucht ohne jegliche vorgeschichte im film auf, wird engagiert und verschwindet dann wieder. man hat den eindruck er ist so eine art fast unbesiegbarer übermensch (angeschossen; autounfall)

als der abspann läuft und musik dazu läuft merkt man erst dass im ganzen film kein einziger überflüssiger ton gespielt wird - großartig.

Kommentar gefällt mir Antworten

HennesVIII

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Genialer Film, der seine Oskars vollkommen zurecht bekommen hat. Vor allem Jarvier Bardem spielt überragend. Das der Film komplett auf Hintergrundmusik verzichtet verleiht ihm einen unglaublich düsteren und bedrohlich realistischen Flair.

Kommentar gefällt mir Antworten

Xebeche

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Javier Bardem als Anton Chigurh ist wirklich cool. Bis auf die Frisur.

UPDATE
Hm... allerdings... je länger ich darüber nachdenke: Auch WEGEN der Frisur.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

phoenix409

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

"Tom und Jerry à la Coen" oder: Das beste Katz-und-Maus-Spiel seit Jahren. Ok, Javier Bardem ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend, heimlicher Star des Films ist aber der Ton, weil er in dieser unheimlich ruhigen, düsteren und bildgewaltigen Cormac McCarthy-Adaption in etwa so wirkungsvoll ist wie das Suchen und Finden von vierblättrigem Klee. Ein echter Glücksmoment, der die nervenzerreißende Stille zerbricht, um sie anschließend wieder langsam aufzubauen. Die Parallelen zu "Fargo" sind zwar unübersehbar, der Unterschied bleibt aber unmissverständlich: "No Country for Old Men" ist lakonisch und ernst, teilweise beklemmend und im besten Sinne pessimistisch.

Fazit: Ein Meisterwerk, mit dem ich zwei für mich besonders schöne Momente verbinde: Zum einen die erfolgreiche Oscar-Nacht der Coens, als Cate Blanchett aufgrund ihrer enormen Wandlungsfähigkeit die Darstellung des schwimmenden Hundes aus "No Country" zugesprochen wird, zum anderen mein eigener Kinobesuch, als ich mich nach dem plötzlichen Einsetzen des Abspanns vor lauter innerer Glückseligkeit nicht dem allgemein verständnislosen, angewiderten Raunen und den hoffnungslos fragenden Blicken im Saal anschließen konnte. Man muss den Film einfach nur genießen.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

horro

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

herrlich düstere Stimmung und eine stille Verzweiflung bei den Hauptfiguren - genial ist, dass der Film ohne rasante Action immer spannend bleibt.

Kommentar gefällt mir Antworten

102milo

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Verdammt spannend dieser film!Fesselt!

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

DonDisdi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Allein Javier Bardems Bewegungsabläufe machen den Film zu einem muss.

Kommentar gefällt mir Antworten