Nobody Knows Anything

Nobody Knows Anything (2003),
Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Komödie

admin edit edit group memberships sweep cache
- Kritiker
0 Bewertungen
Skala 0 bis 10
- Community
2 Bewertungen
1 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von William Tannen, mit David Pasquesi und Charles Esten

Eine junge, aufstrebende Filmemacherin muss in Hollywood feststellen, dass der Erfolg nicht so einfach kommt, wie sie sich das vorgestellt hat. Und schlimmer noch: Kein Schwein in Hollywood hat eine Ahnung, wie man einen erfolgreichen Film produziert. Sie hofft auf die Hilfe ihres Onkels, doch als dieser versagt muss Sarah Wilder zu anderen Mitteln greifen. Auf der Suche nach dem Erfolg in Hollywood wendet sie sich an die Reichen und die Schönen, jene, die es geschafft haben. Sie müssen das Geheimnis doch kennen. Oder stimmt das alte Sprichwort tatsächlich und niemand hat auch nur den Hauch einer Ahnung, wie man den Durchbruch schafft.


Cast & Crew


Kommentare

Kommentar schreiben
Sortierung

Rukus

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Juchu, wieder ein Film, den hier noch niemand bewertet oder kommentiert hat! Gibt's da nen Preis für, wenn man ne bestimmte Zahl von Filmen hier entjungfert? :D

Diese Film-in-Film-Komödie ist wohl ein klassischer Fall aus der Kategorie "love it or leave it". Schaut man sich um, findet man überwiegend sehr negative Kritiken und Kommentare. Ich versteh nur nicht ganz, warum dem so ist. Der Film erzählt zwei Geschichten. Im Vordergrund steht eigentlich die Geschichte einer ambitionierten jungen Filmschulabsolventin, die ihr erstes eigenes Werk in Hollywood realisieren will. Dabei hat Sarah mit den Irrungen und Wirrungen der kranken Welt der Traumfabrik zu kämpfen. Produzenten, Filmemacher ... will man wirklich mit diesen seltsamen Vögeln zu tun haben? Mehr kaputte Typen auf einen Haufen sieht man selten in so kurzer Zeit. Und jeder hat so seine eigenen Vorstellungen, was einen guten Film ausmacht. Sex, Gewalt, Liebe, Waffen, coole Autos, große Stars. Jeder will das ausgefallene Drehbuch auf seine eigene Weise verändern, denn jeder kennt ein anderes "Das Rezept" für einen guten Film. Ein sehr skurriler und überspitzter(?) Einblick ins Moviebusiness.

Auf der anderen Seite haben wir da die Geschichte des Films, die Sarah wieder und wieder irgendwelchen Produzenten erzählen darf, die sie immer wieder abwandelt, um zu gefallen. Sie verbiegt und verdreht und man weiß bald nicht mehr, was denn nun die wahre Geschichte ist, und was zusammengeschusterte Fiktion für die potenziellen Geldgeber. Eben jene Geschichte ist biographisch. Es geht um einen obskuren Überfall, den Sarahs Cousin und sein seltsamer Kumpel verübt haben. Man erfährt recht schnell, dass sie am Ende eingeknastet wurden, nicht jedoch die Umstände. In einem steten Wechsel zwischen drei Ebenen erfährt man, was es mit diesem Überfall auf sich hat. Neben der Suche nach einem Produzenten und der Handlung des zu drehenden Films in Quasi-Rückblenden (modifiziert nach Produzentenwünschen) sind da noch die seltsamen "Recherchevideos", in denen Sarah als Vorbereitung auf ihren Film diverse Personen im Zusammenhang mit dem Überfall befragt hat.

Das klingt verwirrend? Ist es auf seine Art auch. Das liegt aber mehr daran, dass man nicht so recht weiß, was nun Realität und was Hollywood-Fiktion darstellt. Tja, das zum Film selbst, so rein inhaltlich. Das klingt nicht unbedingt sonderlich spektakulär, oder? Am ehesten Stoff für Filmfreaks, die auf seltsame Einblicke in die Traumfabrik stehen. Was diesen Film besonders macht, der in meinen Augen zu Unrecht kaum bekannt ist, sind die zahlreichen bekannten Gesichter in größtenteils völlig kranken Rollen. Der Film nimmt sich nicht ernst, und das tun auch die diversen Film- und Fernsehstars nicht, die hier ihre teilweise sehr speziellen kleinen Auftritte haben. Mike Myers als "Augenzeuge", Ed Lauter als Waffenjunkie, Richard Kind als durchgeknallter Makler und Robert Englund als hochgradig exzentrischer und triebgesteuerter Hollywood-Obermacker.

Der Film zieht Hollywood durch den Kakao und nimmt das Filmgeschäft aufs Korn. Vielleicht ist der Film deshalb kaum bekannt. (Juchu, ne Verschwörungstheorie! *g*) Er hat seinen eigenen Witz, ob nun durch die teilweise echt großartigen Auftritte diverser bekannter Gesichter, die Tatsache, dass er augenzwinkernd auf den einen oder anderen Film verweist, die Odyssee, die Sarah erlebt, oder schlicht das durchgeknallte Idiotenduo, das einen Supermarkt ausrauben will, der sich auf "gottgeküsste Pfirsiche" spezialisiert hat.

Fazit: Wer mal was anderes als reinen Sexklamauk oder 08/15-RomComs sehen will, Filme über das Filmgeschäft mag oder schlicht leicht trashige Starparaden der eher kuriosen Art mag, ist hier nicht falsch. Der Film ist nicht jedermanns Sache, aber für einige Moviepiloten könnte das "die" Abwechslung sein, die sie nach teils schwer verdaulicher Kost brauchen. ;)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben