Noise and Resistance

Noise & Resistance (2011), DE
Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 16.06.2011

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6.5 Kritiker
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von Julia Ostertag und Francesca Araiza Andrade,

Es geht auch anders. Kommerz, Kapital und Konsum sind keine unumstößliche Notwendigkeit unserer Gegenwart. Dass man mit dieser Meinung nicht allein sein muss, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem wütenden und mitreißenden Dokumentarfilm Noise and Resistance. Was manchen nur als Lärm und Störung gilt, machen sie als vitale Artikulation des Widerstands deutlich: Punk ist hier weder Modeerscheinung noch verstaubtes Relikt der Vergangenheit, sondern der lebendige Ausdruck eines Lebensgefühls.
Die beiden Regisseurinnen begeben sich mitten hinein in eine höchstlebendige und pulsierende, eine aufbegehrende und selbstbewusste Szene. Ob Hausbesetzer aus Barcelona, Antifaschisten in Moskau, niederländische Gewerkschaftskämpfer, die Aktivisten des englischen CRASS – Kollektivs, queere Wagenplatzbewohner aus Berlin oder Punkgirl-Bands aus Schweden – immer ist die Musik eine kollektive Selbstbehauptung, ein vertontes Nein, dessen Losung »Do it yourself!« zur lautstarken Internationale des 21. Jahrhundert geworden ist.

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Cast & Crew


Kritiken (3) — Film: Noise and Resistance

Hard Harry: critic.de, Deadline, Movieb...

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6.5Ganz gut

Julia Ostertag und Francesca Araiza Andrade beleuchten kenntnisreich die internationale DIY-Punkszene.

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Nadine Lange: Der Tagesspiegel Nadine Lange: Der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

Wie vielfältig, politisch aktiv und kreativ diese Underground-Welt aussieht, zeigen Francesca Araiza Andrade und Julia Ostertag in ihrem anregenden Dokumentarfilm Noise and Resistance. [..]Der anregende Film dokumentiert, was die Punk-Bewegung weltweit ausmacht: Freundschaft, Freiheit, Sinnsuche und Widerstand.

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Frank Mehring: http://film-dienst.kim-info... Frank Mehring: http://film-dienst.kim-info...

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6.0Ganz gut

So eindrucksvoll Noise and Resistance Interviews mit Konzerteindrücken auszubalancieren versteht, bleiben musikalisch doch einige Fragezeichen: Was im Titel mit „Noise“ evoziert wird, findet sich in den Musikausschnitten nur schwerlich wieder. Es kommen ausgesprochen heterogene Performances mit Anleihen beim Punk, Death Metal, aber auch HipHop und melodiösen Rock zu Gehör. Auch bleibt eine nähere Untersuchung, wie die Musik jenseits der Texte eine bestimmte anarchistische, der bürgerlichen Gesellschaft konträre Lebenshaltung vermitteln kann, außen vor.

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Kommentare (2) — Film: Noise and Resistance

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TiH

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das beeindruckende an der Doku war, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe wie lange der Film schon läuft, verbunden mit der Hoffnung, dass er nicht endet Menschen zu zeigen, die für das was sie als richtig ansehen aufstehen, einstehen, widerstehen. Vielleicht ist das auch ein Kritikpunkt, den sich die Regisseurinnen gefallen lassen müssen: Konzertausschnitte und Interviews sind sehr gut miteinander verbunden, könnte aber wohl auch endlos weiterlaufen, ohne dass der Zuschauer es merken könnte. Vielleicht ist es aber auch beabsichtigt, dass das Träumen beim betrachten nicht aufhört und nach Ende des Films die Selbstreflektion erleichtert.

Insgesamt kommen viele, interessante Persönlichkeiten zu Wort die eine runde Sicht auf die D.Y.I. Bewegung vermitteln, alleine anhand der Geschichte die sie zu erzählen haben. An der einen oder anderen Stelle kam es auch zu kleineren Wiederholungen bzw. entstand der Eindruck, es wäre trotz zwei jähriger Drehzeit nicht genügend Material zusammen, weshalb es nur 8 punkte gibt.

Insgesamt aber eine sehr fesselnde Doku und ein Muss für alle, die sich in der D.Y.I.- oder Punkbewegung beteiligt sehen oder es waren. Für alle anderen ist es eine interessante Reise in eine Welt an Möglichkeiten, die vor allem trotz unser heutigen Gesellschaft(en) existieren. Vernab von Kommerz, Mainstream, Rollenbildern,...

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Sigrun

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Vorgemerkt! Filmisch betrachtet, sieht das ja fast ein bisschen behäbig aus, aber musikalisch interessiert es mich schon :D

Und weil hier nicht steht, um welche Bands es geht, zitiere ich mal aus dem Heftchen, das ich aus dem Kino mitgenommen habe:
Antimaster (Punk aus Mexiko)
Crass (DIY aus England)
Fall of Efrafa (Post-Hardcore aus Brighton)
La Casa Fantom (Drum & Bass-Crustpunk-Stonermetal aus Norwegen)
Politzek (russische Anarcho-Chansonniers)
Rubella Ballet (Punkrock aus England)
Seein Red (Hardcore-Punk aus Holland)
Sju Svåra År (Schwedenpunk)
Sookee (Rapperin aus Berlin)
Transicion (Pro-Apocalyptic Psychedelic Punk'n'Roll aus Barcelona)
What We Feel (Hardcore aus Russland)
... and more.

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Terrordactyl

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Wirklich, sind Fall of Efrafa zu sehen? Jetzt lohnt es sich ja noch mehr den Film zu sehen.


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