Nostalgia de la luz

Nostalgia de la luz (2010), FR
Laufzeit 94 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 23.12.2010

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7.6 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.0 Community
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4 Kommentare
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von Patricio Guzmán,

Nostalgia de la luz zeigt uns in der chilenischen Atacama-Wüste eines der bekanntesten Observatorien der Welt. In dreitausend Meter Höhe versammeln sich Astronomen aus aller Herren Länder, um die einmaligen Umweltbedingungen zu nutzen, die einen Blick bis fast an die Grenzen des Universums ermöglichen. Alles, was sie sehen, ist jedoch längst Geschichte, weil das Licht der Sterne Hunderte von Jahre braucht, um uns zu erreichen…
Die Astronomie nutzt Patricio Guzmán in seiner Dokumentation Nostalgia de la luz nur als Metapher für eine zweite Handlungsebene, eine ganz andere Art von Geschichtsschreibung. Hier berichtet er über verzweifelte Mütter, die während der Pinochet-Schreckensherrschaft ihre Söhne verloren haben und nach deren Überreste sie in der Wüste graben. Das trockene Klima konserviert nämlich auch menschliche Überreste perfekt…

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Nostalgia de la luz

Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Mit Nostalgia de la Luz ist Patricio Guzman ein emotionaler und interessanter Film gelungen [...]. Zwar ist das Werk wegen einigen Übergängen und einer etwas gar monotonen Erzählstimme nicht perfekt, aber viele ganz starke Passagen gleichen dies locker wieder aus.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.0Sehenswert

Patricio Guzmán wirft mit seinem Dokumentarfilm – mehr einem Essay über unsere Formen, mit Vergangenheit umzugehen – einen Blick in die chilenische Wüste.

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Kommentare (2) — Film: Nostalgia de la luz

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Patricio Guzman greift nach den Sternen bis in die tiefen des Universums hinein zu dessen chaotisch großer Zusammensetzung um es in gleicher Sorgfalt mit uns Menschen zu verbinden. Ähnlich wie auch Malick in Tree of Life kreiert Guzman in seiner essayistischen Darbietung ein Zeugnis der conditione humaine welche nie losgelöst von den in ihr implementierten und bewusst oder unterbewusst einbrannten Erinnerungen der Vergangenheit sein kann. Viel mehr noch als das. Da so etwas wie die Gegenwart de fecto ja überhaupt nicht existiert und wenn nur ein fragiles Gebilde ist welches wir Menschen nur erschaffen haben um eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bilden auf welcher wir scheinbar friedlich und ohne Sorge verweilen können so mag die Vergangenheit in Wahrheit die einzige Wahrnehmbare Realität sein die wir sehen können. Prozessieren wir doch nie vom Fleck weg, braucht das Licht welches meiner Umgebung Gestalt verleiht trotz enormer Geschwindigkeit immer noch etwas Zeit bis es bei uns angelangt und wir es verarbeitet haben. Guzman verbindet verschiedene Ereignisse und Tatsachen wie die Astronomen in ihren Observatorien in der Wüste Accatone welche gen Himmel blicken sowie der gleichnamigen Wüste inne lebenden düstere Geschichte nicht einfach miteinander weil es sich Räumlich anbietet. Nein. Er erzeugt eine poetische Verbindung zwischen ihnen und ihren tieferliegenden Instanzen sowie Gemeinsamkeiten welche nicht nur sie heimsuchen sondern jeden von uns. Guzman hat uns alle hier in diesem Film. Ein mystisch traurig schöner Blick in die ferne welche vor und hinter uns liegt dessen unheimliche innere Komplexität in ihrer weite den Kosmos widerspiegelt.

- What did you find of your brother?
- A foot. It was still in his shoe. Some of his teeth. I found part of his forehead, his nose, nearly all of the left side of his skull. The bit behind the ear with a bullet mark. The bullet came out here. That shows he was shot from below. I don't know wich position he was in. They finished him off with a bullet in the forehead. All of this part of the skull was shattered. They shot him twice in the head. I remebered his tender expression and this was all that remained a few teeth and bits of bones.

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Schlegel

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Tyler__Durden

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....dabei musste ich gar nicht lange suchen. ;)


waschoi

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der Versuch 2 grundverschiedene Themen nur aufgrund der räumlichen Gemeinsamkeit miteinander verbinden zu wollen, scheitert auf ganzer Linie. Problematisch ist dabei vor allem, dass gänzlich unterschiedliche Lebensauffassungen miteinander verwoben werden sollen. Letztendlich entsteht daraus nur Müller, einzig die hübschen Bildchen der Teleskope und der Kommentar der Waisen bringen dem Film 2 Pünktchen ein.
Zwei separate - wissenschaftlich fundierte - Dokumentationen zum jeweiligen Thema wären sinnvoller gewesen und bieten darüber hinaus interessantes Material - Mütter, die 30 Jahre nach den Überresten ihrer Kinder suchen und ständig in die Kamera weinen hingegen nicht.

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