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Nothing Personal

Nothing Personal (2009), IE/NL Laufzeit 85 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 08.04.2010


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6.9
Kritiker
5 Bewertungen
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7.0
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316 Bewertungen
16 Kommentare
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von Urszula Antoniak, mit Stephen Rea und Lotte Verbeek

Nothing Personal erzählt von einer jungen Holländerin, die ihr Leben hinter sich lässt. Nur mit einem Rucksack und ein paar elementaren Gegenständen wie Zelt und Schlafsack bricht sie nach Irland auf und wandert dort in völliger Einsamkeit durch die Wildnis. Nur gelegentlich bedient sie sich des Autostops, doch diese Begegnungen sind ihr verhasst, denn sie will nur ihre Ruhe haben und sich die Menschen so weit als möglich vom Leib halten. Doch dann wird sie eines Morgens vom etwas älteren, gebildeten Eigenbrötler Martin (Stephen Rea) angesprochen, der ihr Essen anbietet, wenn sie ihm im Garten helfe. Anne stimmt zu, doch als es beim Abendessen zum Streit kommt, will sie wieder abhauen. Schliesslich machen sie einen Handel: Essen für Arbeit, kein persönlicher Kontakt, keine Fragen. So kommen die beiden langsam in einen Trott hinein und arrangieren sich miteinander. Martin erklärt ihr die Arbeit, sie führt sie aus und er versorgt sie mit Mahlzeiten, welche er ihr jeweils bereit stellt, da sie nicht gemeinsam essen. Doch obwohl sie nur das nötigste miteinander sprechen, beginnen sich die Schutzmauern langsam abzubauen und sie lernen sich schrittweise etwas kennen. Doch wird sich Anne darauf einlassen, wird sie wieder sesshaft werden oder macht sie vielleicht vorher ihren Abgang?

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Cast & Crew

Drehbuch
Filmdetails Nothing Personal
Genre
Drama, Psychodrama
Ort
Irland
Handlung
Alter Mann, Eigenbrötler, Einsame Hütte, Einsamkeit, Garten, Gärtner, Mann-Frau-Beziehung, Menschliches Zusammenleben, Naturverbundenheit, Ungeselligkeit, Wandern, soziale Isolation, Älterer Mann verführt jüngere Frau
Stimmung
Eigenwillig
Verleiher
MFA+ / 24 Bilder
Produktionsfirma
Family Affair Films, Fastnet Films, Rinkel Film & TV Productions BV

Kritiken (4) — Film: Nothing Personal

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Der Erstling der aus Polen stammenden Niederländerin Urszula Antoniak schwelgt in eindringlichen Farben und Bildern, sowie in einer prätentiösen Unnahbarkeit, deren Ursache verborgen bleibt. Tief melancholische Lieder von Patsy Clines „Crazy“ (…for crying, crazy for feeling so lonely) bis zu Schuberts „Winterreise“ passen hervorragend zu diesem intensiven Experiment in Unabhängigkeit. Zwei Menschen, die wie Inseln einsam sein wollen, scheitern auf berührende Weise. Allerdings anders, positiver als Sandrine Bonnaire in Agnes Vardas „Vogelfrei“. „Nothing Personal“ erhielt in 2009 Locarno gleich fünf Preise, unter anderem den hoch verdienten Darstellerpreis für Lotte Verbeek.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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9.0Herausragend

Dass das herausragende Kinodebüt von Urszula Antoniak 2009 in Locarno fünf Preise abräumte, ist kein Wunder. Die polnischstämmige Regisseurin mit Wohnsitz in Holland macht aus ihren Kommunikationsverweigerern keine Helden gegen den digitalen Zeitgeist, eher Freiheitssuchende, die das Glück in der Abwesenheit von Freunden, Familie und sozialer Bindung wähnen – und erleben müssen, wie ihre autistische Schutzmauer allmählich Risse bekommt. Dazu passt, dass sich Antoniak einem psychologischen Steckbrief verweigert. Viel lieber konzentriert sie sich mit langen Einstellungen, kaum merklichen Naturgeräuschen und knappen Dialogen auf ihre reduzierten Mittel und beobachtet das Paar dabei, wie es inmitten einer eifersüchtig dazwischen funkenden Natur seine Zweckgemeinschaft begräbt. So karg die Inszenierung anmutet, der ausufernde Reichtum an Bildern ist es nicht. Ob mystisch aufblühende Landschaften oder tröstend gedämpfte Farben: Treffender lässt sich das seelische Aufwärmprogramm wohl nicht in der Außenwelt widerspiegeln. Dass die Harmonie von Bild- und Tonsprache auch noch ohne Rückgriff auf Sentimentalität gelingt, macht das Zweipersonen-Drama zu einem Glücksfall, vor dessen Folie das in der Schwebe belassene Ende nur konsequent erscheint.

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M. Wannhoff: Schnitt M. Wannhoff: Schnitt

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5.0Geht so

Im Grunde gebiert sich Urszula Antoniaks Kinodebüt so, wie auch die Hauptfigur im Film ihrem männlichen Counterpart gegenübertritt: verschlossen, widerspenstig, jedes Gesprächsangebot ablehnend. Wenn dann manches Gespräch einfach abbricht, wird deutlich, daß hier Dialoge von tatsächlicher Lebensnähe stattfinden – denn so und nicht anders, nämlich alles andere als perfekt, funktioniert im Leben jenseits der Leinwand Kommunikation. Hinter der kalkuliert-kühlen Inszenierung des Unwahrscheinlichen hält Nothing Personal somit eine beachtliche Portion Realismus parat, die einen Film ins Affektive hinüberrettet, der ansonsten weniger zur Deutung denn zur Kontemplation einlädt. Wem dies genügt, der dürfte in Antoniaks Film für anderthalb Stunden wahrlich die Ruh finden.

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Nicolas Oxen: critic.de

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Antoniaks Film spart bewusst an Worten. Was sich zwischen Anne und Martin entwickelt, soll auf visueller Ebene stattfinden. Die Bilder sollen das Ungesagte zeigen und dabei alle romantisierende Oberflächlichkeit meiden. Um ästhetischen Plattitüden aus dem Weg zu gehen, flüchtet sich dieser Film aber in die Ecke einer puristischen, vermeintlichen Avantgarde und ergeht sich in der Bildsprache des Arthouse-Kinos, die längst klassisch geworden ist.

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Kommentare (12) — Film: Nothing Personal


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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Titel zielt in die falsche Richtung, denn dieses Zweipersonen-Drama ist nur allzu persönlich. Eine äußerst herbe, karge Story, die fast ohne Dialoge auskommt. Der Tramp Anne (Lotte Verbeek) (erinnert stark an Agnès Vardas ‘Vogelfrei‘, dessen Klasse aber nicht annähernd erreicht wird.) macht einen Boxenstopp beim Außenseiter Martin (Stephen Rea). Keine Fragen, keine Namen, Arbeit gegen Essen. Wie die beiden kantigen, wortkargen Typen sich näherkommen wird in fünf Kapiteln eindrucksvoll erzählt. Aber bereits die Überschriften treffen nicht immer oder nur teilweise auf den Inhalt zu. Dafür entschädigen die großartigen, weitläufigen Landschaftsaufnahmen.
Die Endphase gerät etwas pointilistisch: unkommentierte Szenen werden wie auf einer Perlenschnur an einander gereiht: Martin besichtigt eine Wohnung, stirbt plötzlich, Anne packt ihn in das ‘Wonnelaken‘ und checkt in einem Hotel ein…Ende!
Es gibt viele Interpretationsmöglichkeiten für diesen individualistischen kleinen Film, von dem nur die Bilder einer Landschaft und zwei Gesichter bleiben. Die Unmöglichkeit ihrer gemeinsamen Existenz bricht schicksalhaft über die beiden eigenartig Verliebten herein. Sie ist von ihrem selbst vorgegebenen Weg abgewichen, er hat sich voller Hoffnung auf einen neuen begeben. Beide haben verloren.

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loveissuicide

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film wie Poesie. Ein Stück über Einsamkeit, Zweisamkeit, Musik, Sehnsüchte, Ängste. Nothing Personal ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass in der Ruhe Kraft liegen kann. Die Kamera hat die Abgeschiedenheit perfekt eingefangen und der wirklich sehr sparsam eingesetzte Score unterstützen diese Einsamkeit hervorragend. Wirklich schöner Film, sehr rührend.

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HimmelHoch

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Wunderschöner Kommentar!


tilmann.eimicke

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Bewertung7.5Sehenswert

Erzählt wird hier von einer Phase, die wir alle einmal durchmachen. In der man weder Lachen noch Weinen kann und einfach weg muss von Allem und Jedem. "Nothing Personal" entwickelt sich aber nach und nach zu etwas noch Größerem. Die Beziehung der beiden Protagonisten, gespielt von Lotte Verbeek und Stephen Rea (V wie Vendetta) wird dabei so unverfälscht und echt widergegeben, dass wenigstens bei mir mehr Emotionen erzeugt wurden als beim ersten Gucken von "Titanic". Was dieser Film auch richtig macht, sind die Dialoge. Obgleich nicht viel gesprochen wird, darf man mehr über die Figuren erfahren und erahnen als in vielerlei anderem Dramengedöns. Die Bildsprache und Bildkompositionen in jeder Szene sind es jedoch, die die meiste Stimmung erzeugen. Wir sehen das leuchtend blaue Zelt der jungen Frau vor einer Nebelwand, auf einem Grashügel Irlands. Es ist wunderbar still. Beinahe jedes Bild kommt mit neuen möglichen Aussagen und Inhalten. Oft wird erst nach mehreren Momenten klar, was überhaupt gerade passiert. Wenn ein Film es dennoch schafft, nicht langweilig zu werden, kann er nur etwas Besonderes sein. (für mich jedenfalls)
Musik und Geräusche sind minimalistitsch aber professionell eingesetzt, was auch für die deutsche Synchronisierung gilt. "Nothing Personal" ist also still, schön, durchdacht und gut gespielt. Er ist jedoch auch vor Allem eines: Ehrlich. Und kaum ein Film ist das heute noch.

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latelow

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Sehr schön geschrieben, kenne den Film selber nicht. Eine Frage habe ich aber und zwar warum du/sie den Film dann doch nur mit 7.5 bewertet hast/haben? Das hört sich im Kommentar alles Herausragend an.


tilmann.eimicke

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Danke! Der Film hat eben einen sehr speziellen Eigengechmack und ist recht langsam. Er fühlt sich für mich trotz seiner Stärken für mich eben nur nach einer 7.5 an. Aber sieh ihn erstmal selbst. : )


Aldo_Valletti

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Bewertung7.0Sehenswert

Wünderschöne Bilder. Ein Film wie geschaffen für eine Sonntagsmatinee im Kino.
Einen ruhigen Film sollte man auch in Gelassenheit wirken lassen.
Die Annäherung der Hauptfiguren erscheint durch die geringen Mittel, filmisch wie schauspielerisch, als sehr realistisch.

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neenchen

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine ruhig erzählte Geschichte über die Annäherung zweier Menschen. Die Sympathien ruhen auf der Seite des Mannes. Sie erscheint schwierig und unnahbar, was wir aber nicht begründet bekommen, weil wir kaum etwas über ihre Vergangenheit erfahren. Der Film zeigt uns, dass, auch wenn man erstmal nichts aus der Vergangenheit des Anderen erfahren möchte, es sich doch nicht ganz vermeiden lässt und die Personen auch neugierig auf vergangene Aspekte werden, trotz des unbekannten Desinteresses. Die Landschaftsaufnahmen Irlands sind großartig eingefangen und unterstreichen die Einsamkeit, die beide Personen umgibt.

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Tuvok

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Bewertung7.5Sehenswert

Magst du Opern fragt er sie, sie meint, du hast gesagt keine Fragen, worauf sie sich gleich vertschüssen will und er meint, immer wenn ich keine Antwort kriege muss ich ein Lied singen, und Stephen Rea fängt daraufhin an ein nicht so schönes Lied der Schönen Frau zu singen die einer Uma Thurman ähnlich sieht.

Die Schauspielerin der Anne wird in Berlin 2010 zum Europäischen Shooting Star gekürt. Nun ja, sie hat eine gute Darstellung. Stephen Rea spielt ja hier auch mit, und der spielt alles wie immer sehr ruhig und gekonnt. Nun was bei ihm nicht so einfach ist, denn er ist Ire und wer Mal den Lord of the Dance sah, was die Typen für ein Temperament haben wundert sich dass Iren überhaupt generell ruhig sein können.

Dann muss Anne lernen Torf zu stechen, was mich wieder an die Gruppe Torfrock erinnert, die Mal so ein Lied über das Torf stechen hatte. Im Nordwesten der Insel liegt am ein Gebiet dass heißt Conamara, gibt es übrigens in echt dort, ja und Anne hat viel schlimmes erlebt, was macht sie? Sie verkauft alles, gibt alles her, was man nicht so genau im Film sieht und vertschüsst sich auf die Straße und trifft Stephen Rea.

Bevor sie MARTIN trifft, den ja Stephen Rea verkörpert, lebt sie aus Mistkübeln, nimmt Spenden der Leute an, ernährt sich nicht sehr oft, schläft auf der Straße oder im Zelt, was ja eine recht nette Idee ist, überhaupt in Irland, ein ewiger Zelturlaub nur bei dem Wetter? Da ich ja übrigens auch mit meiner Holden wohin fuhr, wem besuchen ja da dachte ich he wenn ich schon Mal da bin kann ich mir doch gleich einen Film im Kino ansehen den es bei uns nicht spielt, was ja ne gute Idee ist oder? Man muss ja das Muss mit dem Möchten verbinden, Also den Besuch einer Bekannte mit dem Kino. Na ja die 2 Weiber bleiben alleine zu Hause, tratschen ich gehe ins Kino, weil ja da ist es einfach super und ich muss mich ja weiter bilden mit Kino eben.

MARTIN im Film spielt eine Art Clint Eastwood, ruhig, Ire, und nett, er mag die Einsamkeit aber nicht, was ja klar ist, und da er auf Anne trifft bietet er Ihr an, im Garten zu arbeiten, dafür kriegt sie Essen und Bett gratis, was sie sehr gut findet, sich nur kurz bedankt, mehr mit Blicken als mit Worten. Ja die Frau redet so viel wie mein linker Schuh nach dem Joggen.

Was mich wundert, beide wissen voneinander nicht den Vornamen, ja die treffen sich einfach so, quatschen er kocht, sie futtert, sie arbeitet, beide bedanken sich, keiner will am anderen anstreifen, die typische neumodische blöde Art nichts von sich her zu geben um ja nicht enttäuscht zu werden. Na Ja kranke Gesellschaft halt.

Was den Film eigentlich so weiblich macht, Also so besonders ist einfach das Zwischenspiel der Beiden Hauptdarsteller in diesem Kammerspiel in Irland. Wenig wird geredet aber irgendwie dazwischen merkt man einfach viel, sie hört Musik die Anne und denkt nach, der Zuseher denkt auch nach was sie sich denken könnte, und außer Sex fallen einem da viele Gedanken ein. Er sieht auch viel in die Luft und viel sie an, Vielleicht mag er sie ja, kommt mir in den Sinn. Nun die beiden würden eh gut zusammen passen aber die reden so wenig. Schrecklich.

Sie machte ein Parfait aus frisch gekochten Kartoffeln, er bedankt sich, ein paar Worte reden, sie gibt ihm Essen, er gibt Ihr Musik für den CD man oder so. Irgendwie sind das Alte Verliebte Vielleicht, aber wie gesagt der Film ist kein reiner Liebesfilm. Eher so was wie ein Kammerspiel von 2 Leuten die sich fanden, von der Natur, von Irland, vom Leben von Problemen die unausgesprochen sind, und auch wenn der Film wenig Handlung hat, ist er nett, er trifft eher so ne Mischung zwischen „Schiffsmeldungen“ so von der Stimmung her, einen Film den ich Liebe, und den Film „Das Haus am Meer“ von der Zerbrechlichkeit her und das ganze ist einfach ruhig aufgebaut mit ein bisschen einsetzender Musik.

Anfangs sieht man noch Jump Cuts i Film, das stört mich, passt nicht dazu dann sieht man wie Anne von Holland nach Irland trampt, und in der Zwischenzeit einfach lebt und alles zurück lässt, nur ein Rucksack den hat sie mit, Na Ja ich wundere mich dauernd wieso die Leute nie Angst haben mit Hostel und Saw Zeitalter .

Da war so ne Szene wo sie am Rastplatz ne Familie traf die Ihr Butterbrote oder so geben wollte, sie wühlte lieber in der Mülltonne. So ne blöde Kuh, und dann trifft sie eben auf den kauzigen Martin der ein bisschen abbröckelt, ja ein netter Kerl, schönes irisches Steinhäuschen.

Der 1946 geborene Ire Rea hat ja im Film „V wie Vendetta“ den Finch gemimt und hier in seinem 59. Film spielt er so ne Art Ruhiger Einsamer Was weiß ich was ich bin Typ. Und Anne die am Strand hilft Dreck einzusammeln oder Algen was das sind, ja die sieht aus als hätte sie hier eine Arbeit und ein Leben gefunden um glücklich zu sein weil sie Früher nicht so viel schönes erlebte und dann endlich vergessen kann. Arbeit als Bestätigung des eigenen Ichs, Arbeit als Flucht in die Ruhe, Klassische Musik aus Deutschland als Metapher für das Nicht wissen, für das Ruhelose, für das Besiegen der Einsamkeit und des Ruhelos Sein, für die Antwort auf Fragen, Stephen Rea als Koch, Anne als gar kein Sexy Girl, irgendwie ist viel dazwischen, aber das so wenig geredet wird stört mich, Ich wollte der Anne was vor lesen aber auf der Leinwand hört die Holde mich nicht.

Der Film hat so kurze Zwischentitel, eines heißt z.b. Heirat, dann geht es einfach weiter in der Handlung mit einer Nacht Pause, Also sie sagt gute Nacht, dann Zwischentitel einblenden von der Heirat da, nächster Tag, es geht weiter. Wieso der Film in Locarno mit 6 Preisen ausgezeichnet wurde weiß ich nicht aber er ist gut gespielt.

Nur eines verstehe ich nicht, wieso stellt er Ihr dauernd das Essen vor die Türe? Sie will ja nicht mit ihm essen, und das ist eigenartig, bitte wenn ich da alleine herumlatsche in Irland, da würde ich mit jedem Essen, sogar mit einem Troll. Das Filmhaus übrigens gehörte der Familie von Oscar Wilde. Dem komischen Schriftsteller. Die 26 Drehtage wurden oft gedreht in Vejer de la Frontera, das ist da oben so ein kleines Dorf aus dem 12. Jahrhundert, die im Volksmund ‚pueblo blanco‘ genannt wird, und die Regisseurin Urszula irgendwas hat 6 Monate an dem Drehbuch geschrieben as ich in 3 Tage geschafft hätte.

Die Dreharbeiten waren schwer weil die Crew 40 Minuten auf den Hügel aufsteigen musste täglich zum Haus und gedreht mit ner 16 mm Kamera, weil man da oben auf dem Gebiet nicht unbedingt was hinstellen kann, weil alles abschüssig oder morastig ist. Was ich gut fand am Film sind die schön lang gezogenen Szenen und schönen Bilder der Insel, was mir nicht so gefallen hat ist dass es zu lange oft dauert, und dass die beiden so wenig reden, war aber ne gute Abwechslung zu andern Hollywood Filmen aber ich wurde müde und schlief fast ein, sonst war der Film gut, ja alleine im Kino ist nicht so schön.

Von der irischen Musik hörte ich zu wenig, und jetzt weiß ich wieso so viele Alkoholiker dort sind, ja da gibt es nichts und man geht in den Pub statt ins Kino oder ins Einkaufszentrum und sauft sich voll, halt bei einigen.

Im ganzen Gut gefallen aber nicht so super darum nur 75 von 100 Punkten.

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nordlicht

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

wunderbar ruhig, fließend, und dennoch zum schluss etwas aufwühlend. vor allem: wunderschöne bilder, sehr gut fotografiert.

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kristallrainer

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Bewertung9.0Herausragend

Der irische Film bekommt einfach nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient! Nothing Personal( eine irisch-niederländische Produktion) ist nun - nach Once(!) - erst der zweite irische Film,den ich sah und der mich auf Anhieb richtig fesselte und begeisterte. Der Film hat eine sehr melancholische Grundstimmung und hat anfangs kaum Dialoge zu bieten. Beides passt allerdings hervorragend in die irische Wildnis, in der der Film überwiegend spielt. Für mich ist Nothing Personal vielleicht das beste Filmdebüt,dass dieses Jahr im Kino lief. Unbedingt angucken!

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Fabs123

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein schöner, ruhiger Film, der einen daran erinnert, wie sich menschliche Beziehungen auf natürliche Weise, losgelöst von gesellschaftlichen Zwängen und Oberflächlichkeiten, entwickeln können.

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mar (-ion-)

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ein wirklich schöner, ruhiger film mit tollen bildern und einer bezaubernden darstellerin!

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Sonse

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"O sad, and sweet, and silent!"
So steht es im ersten Vers der zweiten und letzten Strophe von Oscar Wildes Gedicht "Lotus Land", welches er in Illaunroe in der Grafschaft Connemara schrieb. Sein Vater hatte dort im Westen Irlands ein Sommerhäuschen und das steht auch heute noch. Wildes Zeile trifft auf Urszula Antoniaks beeindruckendes Kinodebut "Nothing Personal" zu, welches an diesem Ort gedreht wurde.

Eine junge Holländerin versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und ist mit Rucksack und Zelt in Irland unterwegs. Anderen Menschen gegenüber ist sie ruppig und abweisend. Sie findet das abgelegene Haus eines Mannes, mit dem sie einen Handel schließt: Arbeit gegen Essen - keine Fragen und so wenig Kontakt wie möglich. Langsam bröckelt ihr Schutzwall selbstgewählter Einsamkeit...

Ich mag diese Art Filme, dieses Außenseiter-Genre, das Menschen in einem Film aufeinander treffen lässt und schaut was passiert, basierend allein auf ihrem Charakter und keiner äußeren Macht, unerhörten Begebenheiten oder was auch immer. Plot und Action bestimmen nicht was geschieht, sondern werden bestimmt von den Figuren, ihren Eigenheiten, Gefühlen und den Entscheidungen, die sie treffen. "Nothing Personal" ist so ein Film.

Wer immer alle Antworten vom Drehbuch auf dem Silbertablett serviert bekommen möchte, ist bei Antoniak an der falschen Adresse. Ihr Film entzieht sich wie ihre Heldin dem Zuschauer und gibt uns kaum Antworten auf die Fragen nach der Vergangenheit oder dem Privatleben ihrer beiden Protagonisten. Die Auslassungen muss der Zuschauer für sich füllen, die wenigen Andeutungen lassen dies jedoch größtenteils zu.

Die schroffen Landschaften von Galway unterstreichen den Minimalismus von "Nothing Personal". Antoniak hat ein gutes Auge. Lotte Verbeek wirkt alt und jung zugleich. Ihre zunächst namenlose Frau hat für sich eine karge Existenz gewählt - unterwegs egal wohin mit nichts als dem Nötigsten, will sie vor allem ihre Ruhe. Ihre Ablehnung stößt viele Zuschauer zunächst sicher ab und sie identifizieren sich eher mit der anderen Hauptfigur. Seine Ruhe hat auch (großartig stoisch wie immer) Stephen Reas allein lebender Mann. Nur er ist anders einsam, umgeben von allerlei Schönem: Natur, Musik, Bücher und stets mit einem vollen Kühlschrank voller leckerer, frischer Sachen.

Leider stellen sich durch die bewussten Lücken des Films immer wieder Fragen, die mich doch manchmal vom eigentlichen Geschehen unnötig ablenkten. Sei es durch Ungereimtheiten oder Ungeklärtem. Sie besitzt für ihren kleinen Rucksack doch ein wenig zu viel Kleidung, die überdies nicht ausschließlich praktisch ist, was ihrem Charakter zuwiderläuft. Auch ist sie für die Art ihres Lebens anfangs in erstaunlich guter Verfassung und ihre Haare sind sowieso immer frisch gewaschen und gepflegt. Denn frau muss natürlich in allen Lebenslagen hübsch sein, sonst gehört sie nicht vor die Kamera... Ein Hauch mehr Realismus hätte bei aller Poesie hier doch ganz gut getan. Er wiederum scheint keine finanziellen Sorgen zu haben, und keiner nennenswerten Arbeit nachzugehen. Sein Haus ist recht schick eingerichtet, er trinkt nur guten Wein, geht fast täglich einkaufen, auf einem Tisch steht ein Macbook Pro... Sein Wohlstand wirft unpassenderweise mehr Fragen auf als seine Familienvergangenheit.
Außerdem konnte ich das Ende nach rund einem Drittel Film bereits erahnen, was ein wenig schade ist, da ich gerade die Unberechenbarkeit der Handlung in dieser Sorte Film so liebe. Das ist vermutlich aber nur ein Problem für Leute, die schon sehr viele Filme gesehen haben.
Schließlich gibt's von mir noch einen Rüffel für die sinnlosen Kapiteleinblendungen ("Loneliness", "The End of a Relationship" etc.), die dem Zuschauer nichts sagen, was er aus dem Gezeigten nicht für sich selbst erschließen kann. Einerseits so wenig verraten wie möglich, andererseits redundante Hinweisschilder fürs Publikum aufstellen... So nicht.

Dennoch sollte man Antoniak nach ihrem preisgekrönten Erstling hier im Auge behalten. Denn trotz kleiner Fehler, was bleibt ist ein außerordentlich schöner Film über die Kunst des Alleinseins, der Einsamkeit und Freiheit sowie dem Bedürfnis nach menschlicher Nähe.

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dbeutner

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"auf einem Tisch steht ein Macbook Pro..." - Das muss man seit wenigen Jahren ja hinnehmen wie den Abspann - das nie von der Sinnfrage getragene massive Apple-Product-Placement ist ein Grund mehr für mich, keine solche Kiste zu besitzen :-|


Sonse

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@dbeutner:
Vor dem Product Placement-Vorwurf muss ich Antoniak hier aber in Schutz nehmen. Der Apfel ist nicht zu sehen, viel mehr meine ich den Rechner selbst erkannt zu haben und nannte ihn nur als Indiz für die seltsam anmutende Finanzsituation des Mannes.

Zum Thema Apple-Product-Placement:
Die Ironie hier ist oftmals, dass es sich um freiwilliges Product-Placement handelt. Dessen bin ich mir ziemlich sicher. Denn auch ich würde meinen Figuren, wenn ich sie denn mag und es zu ihnen passt, einen Mac geben.
Ich nutze Macs seit nunmehr über zehn Jahren und liebe das OS einfach. Nicht aus Mode oder Prestige, mit diesem Apple-Hype der letzten Jahre bin ich eher unglücklich, sondern weil die Rechner für mich (das muss nicht für jeden gelten) einfach am besten funktionieren. Noch zu OS 8-Zeiten fühlte ich mich von meinem Mac fast immer verstanden, drum mag ich ihn. :) Als ich mir damals meinen ersten Mac leistete, wurde mir mit den Worten "überleg dir das gut, das nutzt sonst keiner und die Zukunft dieses Unternehmens ist eher ungewiss" abgeraten. Damals galt noch "think different", heute trifft das leider nicht mehr zu.


AylaView

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ruhig, konsequent, toll.

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