Novemberkind
Novemberkind (2008), DE Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 20.11.2008
15 Bewertungen
Skala 0 bis 10
290 Bewertungen
28 Kommentare
Keine
von Christian Schwochow, mit Ulrich Matthes und Anna Maria Mühe
Inga ist bei ihren Großeltern in der DDR aufgewachsen und glaubt, ihre Mutter sei bei einem Badeunfall ertrunken. Eines Tages taucht ein Fremder in Ingas beschaulichem Dorf (Malchow) in Mecklenburg-Vorpommern auf und behauptet Ingas Mutter vor ein paar Jahren in Westdeutschland getroffen zu haben. Für Inga brechen Welten zusammen, als sie entdeckt, dass der Fremde, Robert, recht hat und ihre Mutter nach ihrer Flucht in den Westen von ihren Großeltern und dem ganzen Dorf totgeschwiegen worden ist. Warum hat ihre Mutter ihre sechs Monate alte Tochter in der DDR zurückgelassen? Diese Frage kann ihr nur ihre Mutter beantworten und so bittet sie Robert ihr bei der Suche nach ihr zu helfen.
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Cast & Crew
- Genre
- Drama
- Zeit
- Vergangenheit
- Ort
- Deutsche Demokratische Republik, Ostdeutschland, Stuttgart
- Handlung
- Autobahn, Badeunfall, Bahnsteig, Deserteur, Deutsch-Deutsche Grenze, Liebe, Mutter, Ost - West, Reise, Rote Armee, Suche, Tochter
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich, Witzig
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Kritiken (10) — Film: Novemberkind
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenDie Einbindung der verschiedenen Zeitebenen, die gerne auch mal für Verwirrung sorgt um dann den Zuschauer genauso gerne wieder zu überraschen, ist mehr als gelungen. Allerdings schafften es die jungen Darsteller in den Rückblenden nicht für mich glaubhaft rüberzukommen, außer natürlich Anna-Maria Mühe, die auch als spätere Inga beeindruckend spielt.
Ulrich Matthes als zwiellichtiger Kompanion muss sich erstmal im Verlauf des Films zu wahrer Größe aufspielen. Gerade in den Momenten wo das Dilemma seiner Figur besonders hervorsticht, kann man seine Augen nicht mehr von ihm abwenden.
Die fest-an-den-Figuren-verankerte Kamera ließ keine Mimk ungesehen, füllte aber das Cinemscope-Format nicht wirklich aus.
Die eher einfache Geschichte wurde hervorragend erweitert, da sie nicht nur als Vehikel für die Figuren, sondern auch als Projektionsfläche der deutsch-deutschen Geschichte genutzt wurde.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenChristian Schwochow gelang mit dieser leisen Ost-West-Geschichte ein tolles Debüt. Die Verstrickungen und unmenschlichen Zwänge im DDR-Regime, die moralischen Abgründe der West-Kapitalisten führen zu einem Drama, das ganz undramatisch entdeckt wird. Schwochow erlaubt sich mit der exzellenten Kamera von Frank Lamm sehr entspannte, stimmungsvolle Aufnahmen der Gegend und intensive Zeichnungen der Menschen. Die Musik (Daniel Sus) ist ebenso zurückhaltend wie die Erzählung. Grandios in der Mutter-Tochter-Doppelrolle brilliert Anna Maria Mühe, die Tochter des schwierigen Ost-Künstlerpaares Ulrich Mühe and Jenny Gröllmann. Anna Maria Mühe sorgt für die emotionale Verankerung der Zuschauer in der Geschichte, etwa in den bewegenden Momenten der Leugnung, wenn nahe Menschen sie erkennen und doch so tun, als sähen sie nicht. Ulrich Matthes („Der neunte Tag“) spielt einen zwiespältigen Part, als Autor oder als Beobachter, als Erfinder oder Antreiber der Story. „Novemberkind“ - ein exzellenter Film, jetzt im Kino und irgendwann sicherlich nach Mitternacht im Fernsehen.
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dlumic: filmrezension.de dlumic: filmrezension.de
Kommentar löschenMit "Novemberkind" präsentiert Regisseur Christian Schwochow sein Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Film ist nur teilweise gelungen: Die Handlung wirkt konstruiert, die Bildsprache hingegen gehört zum Besten, was im Jahr 2008 im Kino zu sehen war.
Der Inga in "Novemberkind" war kein klassisches Familienleben gegönnt. Ihre Mutter Anna machte in den Westen rüber, zusammen mit Juri, dem Deserteur. Bald trennten sich die beiden, findet Inga zusammen mit Robert heraus. Dass Robert nicht aus einer Selbstlosigkeit heraus Inga begleitet, kann sie noch nicht wissen. Ulrich Matthes spielt Robert kühl als stillen Beobachter der Gefühle Ingas, als heimlichen Nutznießer der Situation, in der sich die junge Frau befindet: Immerhin ist ihre Biografie gerissen, ihre Identität muss neu gefunden werden. Um dies darzustellen, haben Christian Schwochow und sein Kameramann Frank Lamm sich für eine exzellente Bildsprache entschieden. Grau-braun dominiert in der Farbgebung, was auch mit dem Titel des Films hervorragend korrespondiert. Nur die Handlung um Anna, die mit einem jungen Russen in den Westen floh, ihr Kind zurückließ und man ihrer im Osten mittels eines Grabsteins gedenkt, wirkt sehr bemüht. Christian Schwochow stellt ein deutsch-deutsches Einzelschicksal dar, dessen Geschichte sehr uninspiriert ist.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschen„Novemberkind“ ist in vieler Hinsicht ein innovativer ungewöhnlicher Film. Einer, der leise und unspektakulär einsetzt, mit Mühes Doppelrolle irritiert und sich trotz sparsamer Mittel zu einem packenden, komplexen Psycho-Krimi auswächst. Nicht zuletzt auch ein Film zu einem relativ unbekannten Stück der jüngeren deutschen Geschichte, über das öffentlich bislang niemand so recht zu reden traute. Höchste Zeit, das Schweigen zu brechen.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenSo viel romantische Schwere muss im Herbst spielen, denn im deutschen Herbst blühen nur die blauen Blumen, das heißt, man kriegt gleich eine eingetrübte Stimmung, wenn irgendwo »November« draufsteht. Folglich ist der ganze Film stahlgewittergrau, und das sind die helleren Parts. Man kann der Migräne beim Herankriechen zusehen.
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenRegisseur Christian Schwochow gelingt es, in seinem atmosphärisch und emotional sehr stimmigen Debütfilm die beiden Zeitebenen fast bruchlos miteinander zu verweben. So bleibt man immer orientiert, verliert keine der Geschichten und Personen aus den Augen, und Ingas Suche nach der eigenen Vergangenheit bleibt spannend, auch wenn manche Begegnungen im Handlungsverlauf noch etwas zu sehr die solide Drehbucharbeit erkennen lassen.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Novemberkind" [ist] so sehr Familienkrimi wie Zeitgeschichte. Der Regisseur setzt seine Enthüllungen geschickt dosiert ein und spielt gekonnt mit drei verschiedenen Wissensebenen: Wir Zuschauer wissen mehr als Inga, aber Robert weiß mehr als das Publikum wie auch Inga. Ein weiterer kluger Schachzug besteht darin, sowohl die Rolle Ingas als auch in Rückblenden die ihrer Mutter von Anna Maria Mühe spielen zu lassen, der wie keiner zweiten Darstellerin in diesem Lande Reife und Verletzlichkeit ins Gesicht geschrieben stehen.
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Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa
Kommentar löschenMit seinem Spielfilmdebüt liefert Schwochow eine überraschend reife Regieleistung. Die packende Geschichte wird atmosphärisch durch die stimmige Bild- und Farbdramaturgie unterstrichen. Die in warmen Gelbtönen gehaltenen Rückblenden vermitteln eine Sehnsucht nach vergangene Zeiten. Für die Gegenwart hat Kameramann Lamm schnörkellose Bilder gefunden, welche die innere Zerrissenheit der Protagonisten spiegeln. Der deutschen Nachwuchsschauspielerin Mühe gelingt es in der vielschichtigen Doppelcharakterstudie überzeugend, das Innenleben ihrer Figuren nach außen zu transportieren. In Matthes findet sie dabei einen geeigneten Gegenspieler, der bis zum Schluss immer noch eine Trumpfkarte in der Hand hält.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDer Reiz von "Novemberkind" liegt auch in der Dramaturgie, in der anspruchsvollen Verbindung mehrerer Handlungs- und Zeitebenen, und im Mut des Regisseurs, sein Publikum auch intellektuell herauszufordern. Viele Bilder sind schön komponiert, das Drehbuch ist klug und reif – anspruchsvolles Autorenkino; eine ungewöhnliche Reflexion über das deutsch-deutsche Verhältnis.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenEntgegen anderer Filme wie „Die Welle“ ist Novemberkind nicht explizit „Deutsch“ von seiner Art her, sondern weitaus zugänglicher. Dass die Handlung im Nachhinein weit weniger verschachtelt ist, wie sie eigentlich hätte sein müssen, stört da kaum noch. Bei seinem Debütfilm verzeiht man es Schwochow, dass er einige Figuren einführt, die keinen Zweck erfüllen und andere dafür ab einem gewissen Zeitpunkt aus dem Blickfeld verliert, die noch etwas hätten beitragen können. Seine Bemühungen jene Geschichte auf eine durchaus authentische und ehrliche Art und Weise dem Publikum zu präsentieren lassen viel erhoffen von dem geborenen Ostdeutschen.
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Kommentare (18) — Film: Novemberkind
rkuehne Fri, 14 Sep 2012 16:27:37 -0000
Kommentar löschenKein ganz schlechter Film, der eindrucksvoll und ohne die klassiche Ostalgie die Probleme der Ausreise/Flucht präsentiert. Problematisch find ich aber, dass Anna Maria Mühe, die man natürlich immer gern sieht, hier sich und ihre eigene Mutter spielt, was, abgesehen von der Lichtfarbe kaum voneinander zu trennen ist. Das hätte nicht sein müssen. Außerdem war Ulrich Matthes ein wenig anstrengend und kaum glaubwürdig.
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dbeutner Sun, 18 Dec 2011 19:01:56 -0000
Kommentar löschenTrüber deutscher Film, der sich einreiht in bemüht-dramatisch-dilletantisches Ost-West-Kino der letzten 10 Jahre. Hätte auch von Andreas Dresen stammen können. Wer die Darsteller lobt, muss schon irgendeinen Heimatbonus zu verteilen haben, denn im Vergleich mit "echten SchauspielerInnen" dreht sich das ganze durchgehend an der Schmerzgrenze. Ulrich Matthes ist zwar sympathisch, sticht aber leider nicht weniger negativ aus dem Restensemble hervor, wenn auch gerade seine Rolle vom Drehbuch her besonders "herausfordernd" angelegt ist. Da aber Drehbuch und Regie von Christian Schwochow stammen, liegt die Verantwortung wenigstens rel. zentral bei einer Person, die sich bei mir damit sofort auf die BlackList katalputiert hat.
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Tschoeni Tue, 08 Nov 2011 17:28:46 -0000
Kommentar löschenFestzuhalten bleibt, dass Anna Maria Mühe eine gute Schauspielerin ist und dem Film eine wirklich gute Idee zugrundeliegt. Der Film funktioniert aber dennoch nicht. Zum einen hat mich die Doppelrolle gestört. Es wäre besser gewesen, wenn die Mutter nicht ebenfalls von Frau Mühe gespielt worden wäre.
Zum anderen versandet der eigentliche Plot des Films und man nimmt das Ende irgendwie so mit.
Abschließend spricht Herr Matthes noch ein paar wirklich peinliche Sätze in sein Diktafon, sodass mehr als 5 Punkte leider nicht drin sind.
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TiH Wed, 02 Feb 2011 21:48:45 -0000
Kommentar löschenLeider sehr langatmig und verkopft. Nicht mein Fall, hab mich arg verloren in der dahin plätschernden Geschichte gefühlt. Auch wenn die schauspielerische Leistung überzeugen konnte, war der erzeugte Stimmungsbogen durchweg recht flach.
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Janus Winter Mon, 22 Nov 2010 20:05:03 -0000
Kommentar löschenSchauspielerisch plump, insbesondere Matthes nervt, aber auch die beiden Großeltern. Das sieht alles zu amateurhaft aus. Die Rückblenden sind gut geworden. Das Ende und Anna Maria Mühe retten den Film auf 6 Punkte.
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stalker Sun, 21 Nov 2010 02:24:57 -0000
Kommentar löschenDer Superstaat aus einem kritischen Winkel betrachtet, auch soetwas darf es in Stalkers Welt geben, so etwas schaut er sich auch an und denkt vielleicht, dass doch nicht alles gut so gut war, wie es immer war und eigentlich ist ihm heute nur noch eines halbwegs sicher, nämlich das geheime Gesetz, das dem verfilmten deutschen Anspruch Langweile zwangsverordnet, Dramatik muss langweiligen, Schmerz muss sich anfühlen wie tot und andere rektorale filmische Hirngespinste, ärgerlich, zumal Novemberkind als Kurzfilm durchaus gelungen wäre.
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Jomo Fri, 12 Nov 2010 21:41:07 -0000
Kommentar löschenHervorragend gespielt, Geschichte okay, aber Punktabzug für häufiges Kameragewackel.
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philopee Wed, 03 Nov 2010 14:35:43 -0000
Kommentar löschen"Novemberkind"
Erwartungen: Das übliche DDR-Geblubber mit der schon im Titel vorhandenen Anspielung auf den Mauerfall. Wahrscheinlich ein bitterernstes Drama das auf Humor-Diät ist und über schlechte Zeiten im Ostblock jammert. Das äußerst unansprechende Titelbild unterstrich meine Erwartungen.
Diese Erwartungen waren sicher nicht aus der Luft gegriffen, bedienen sich doch die meisten DDR-Dramen solchen Instrumenten, doch was sich hier bot ging tiefer als die übliche Ostblock-Tristesse und Persepektivlosigkeit.
Hier wird die Geschichte eines Mädchens (Inga) erzählt, das bei ihren Großeltern im Osten aufgewachsen ist. Ihre Eltern kannte sie nie. Plötzlich tritt ein Mann in ihr Leben der alles umkrempelt. Er bringt Inga auf die Spuren ihrer Eltern, die vor dem Mauerfall die Ausreise schafften.
Obwohl spannungsmäßig eher wenig geboten ist, trägt sich der Film über die Laufzeit ohne langweilig zu werden. Trotzdem werden die üblichen "Schwachpunkte" des deutschen Dramas wieder überdeutlich.
Teilweise gibt es Szenen in denen eine halbe Minute lang nur jemand melancholisch in die Luft starrt. Was Spannung erzeugen soll, wirkt eher einschläfernd.
Davon abgesehen ist "Novemberkind" ein durchaus akzeptabeles und auch solides DDR-Drama, das zwar mit der üblichen Spannungarmut, die deutsche Dramen nunmal in sich haben, aufkreuzt, doch emotional in einer sehr hohen Liga spielt. Somit wirkt die Geschichte zu keinem Zeitpunkt konstruiert. Anders als bei Vorreitern wie beispielsweise "Goodbye Lenin".
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jollyroger Thu, 21 Jan 2010 20:55:29 -0000
Kommentar löschenGut bis hervorragend gespielt, leider viel zu lahmarschig inszeniert und in vielen Szenen schlichtweg völlig unglaubwürdig.
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kohlepfennig Sun, 22 Nov 2009 21:11:12 -0000
Kommentar löschenSehr sehenswert dank toller Schauspieler!
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8martin Tue, 27 Oct 2009 10:48:49 -0000
Kommentar löschenEine irgendwie ergreifende Geschichte um die deutsch-deutsche Befindlichkeit im Rahmen der Wende. Es geht um Zurücklassen, Trennung und Neuanfang. Mutter-Kind Problematik. Nicht alles gelingt den Akteuren. Manche Beteiligte bleiben für den Rest ihres Lebens traumatisiert. Hier werden die tragischen menschlichen Folgen der Republikflucht dargestellt. Dabei geht es um Schuld und Identität. Eine Tochter sucht ihre Mutter, aber eigentlich sich selbst. Die Spannung kommt von den verschiedenen potentiellen Vätern, der verschachtelten Erzählweise und den farbig unterschiedlich kolorierten Rückblenden. So kann man den Film auch noch ein weiteres Mal anschauen, nicht nur wegen der wieder einmal überragenden Anna Maria Mühe.
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Nayuma Wed, 22 Jul 2009 17:47:23 -0000
Kommentar löschenSicherlich eine ernste Geschichte, weil sowas sicher kein Einzelschicksal zur damaligen Zeit war und der Film vermittelt auch eine angenehme Stimmung und wirkt sehr real, aber irgendwie hat mir einfach was gefehlt. Letzenendes fehlte mir irgendwie z.B. ein Happy Ende, dass ich echt erwartet und auch irgendwie passend gefunden hätte. Ich werde den Film sicher nochmal schauen. Hat aber definitv Potenzial.
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Thomas479 Tue, 20 Jan 2009 22:40:05 -0000
Kommentar löschenEin sehenswerter Film, der vor allem durch Anna Maria Mühe getragen wird.
Sehr gut umgesetzt wurden auch die Rückblenden in die Vergangenheit. Die durchgehend gute Erzählstruktur hält bis zum Schluss. Die Atmosphäre des Films ist brillant. Das liegt nicht zuletzt daran, das der Film fast ausschließlich an den Originalplätzen gedreht wurde.
Interesant ist auch der Part von Ulrich Matthes. Im Prinzip steht er stellvertretend für uns im Westen, die die DDR nicht "live" erlebt haben. Wir sind interessiert an den Schicksalen der DDR-Vergangenheit und sind auch betroffen. Wir wissen aber oft nicht, wie wir damit umgehen sollen und welche Reaktionen angepasst wären. Es ist also auch ein wichtiger Film über die Deutsch-Deutsche-Vergangenheit.
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alter.native Sat, 17 Jan 2009 12:21:34 -0000
Kommentar löschenDass Anna-Maria Mühe eine derart reife Leistung abliefert, haut einen fast um. Die Story des Filmes hat sicher einige Haken und Ösen und läuft immer mal wieder Gefahr überkonstruiert zu sein, wird aber durch die Schauspielkunst der Hauptprotagonisten zu einer ergreifenden deutsch-deutschen Tragödie, wie es sie auch gegeben haben könnte. Und Ullrich Matthes liefert mit seiner zwiespältigen Rolle gleich noch den Bezug zur gegenwärtigen Realität, die uns alle eingeholt hat.
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biney Sat, 03 Jan 2009 14:33:04 -0000
Kommentar löschenHat mir gut gefallen, an einigen Stellen franzt der Erzählstrang ein wenig, ansonsten aber eine eindrucksvolle Leistung für einen Debütfilm.
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larisssssa Sat, 13 Dec 2008 12:30:22 -0000
Kommentar löschenSuper Film, auch wenn man Anna Maria Mühe nicht so mag.
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annaberlin Thu, 20 Nov 2008 12:32:29 -0000
Kommentar löschenGelungenes deutsches Melodrama, das durch die schauspielerische Glanzleistung von Ulrich Matthes und Anna Maria Mühe besticht. Endlich mal ein Film, der die beiden Lieblingsthemen der Deutschen - Stasi und Nazis - einbindet, aber völlig in den Hintergrund treten lässt und den Platz freihält für eine kunstvolle Geschichte. Das Drehbuch ist besonders lobenswert - was Schwochow hier leistet, ist für einen Regie-Debütanten mehr als vielversprechend. Lobenswert auch die Musik, die perfekt zu diesem verwaschenen Novemberfilm passt.
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Helgomatic Wed, 12 Nov 2008 09:14:42 -0000
Kommentar löschenEin mal wieder wunderbarer deutscher Film, gespickt durch Spannung, Emotionen und natürlich mit etwas Ostalgie.
Mal eine etwas andere DDR-Flucht-Geschichte.
Anna Maria Mühe mal wieder mit einer sehr guten schauspielerischen Leistung.
Also, den Film "Novemberkind" kann man nur empfehlen.
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