Nur ein Sommer
Nur ein Sommer (2008), CH/DE Laufzeit 97 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 12.03.2009
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
23 Bewertungen
2 Kommentare
Keine
von Tamara Staudt, mit Anna Loos und Steve Wrzesniowski
Eva packt die Koffer. Ihr Freund Marco ist davon wenig begeistert. Aber Eva, die 35-jährige Mutter eines fast volljährigen Sohnes, hat keine Wahl – gute Jobs sind im brandenburgischen Eberswalde rar. Das einzige Angebot kommt aus der Schweiz: drei Monate als Melkerin auf einer Berner Alm. Kurzentschlossen macht sich Eva auf den Weg ins Land des Alpenglühens, um Senner Daniel bei der Versorgung seiner 40 Milchkühe zur Hand zu gehen. Reichlich skeptisch steht der ruppige Käsemacher der Deutschen Hilfskraft gegenüber. Doch die weiß alle Bedenken zu zerstreuen – durch harte Arbeit und großes Interesse an der hohen Kunst des Käsemachens. Aus Eva und Daniel wird schnell ein eingespieltes Team, das sich auch menschlich immer näher kommt. Das bleibt auch Marco im fernen Deutschland nicht verborgen. Am Ende der Saison jedoch trifft Eva eine Entscheidung fürs Leben, die alle überrascht.
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Cast & Crew
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Tamara Staudt
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Anna Loos
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Steve Wrzesniowski
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Robert Höller
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Dieter Stoll
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Oliver Zgorelec
Regie
Schauspieler
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Tamara Staudt
Drehbuch
Filmdetails Nur ein Sommer
Trailer zum Film Nur ein Sommer
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Kritiken (1) — Film: Nur ein Sommer
Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...
Kommentar löschenDer Funke will nicht so recht überspringen. Zu unentschlossen schwankt der Film zwischen den beiden Polen. Das liegt zum einen an der Rollengestaltung der Eva. Sie ist, wie sie ist, und das ohne jene Entwicklungen, die eine Figur interessant machen. Leicht und unkompliziert lässt sie sich treiben und arbeitet hart, ohne zu murren. Gegen diese Figur hat der durch seinen harten Job etwas unzufriedene, sehr einsame, aber nette Senner keine Chance, bildet nicht den notwendig starken Gegenpol zur dominierenden Hauptrolle, die von Anna Loos prächtig ausgefüllt wird. Auch die Bild- und Tonebene gehen nicht schlüssig mit der harten, anstrengenden Arbeit und den Entbehrungen fernab der Zivilisation zusammen. Das frühe Aufstehen, der lange Tag, die harte, physisch belastende Arbeit – die Darstellung des Alltags wird in der ätherischen Schönheit der Bilder ertränkt. Die Musik unterstützt plakativ die Szenerie, wobei die Frage erlaubt sei, ob die bisweilen auftauchende Jodelei nicht ein wenig zu abgedroschen ist.
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Kommentar — Film: Nur ein Sommer
Kommentar schreibenfabel 2012/05/31 16:23:30
Kommentar löschen"Nur ein Sommer" ist dann wohl die Deutsch-Schweizerische Hetero-Antwort auf "Brokeback Mountain".
Mit einem Türken und Anna Loos, die sich gegenseitig beim Nackigsein begaffen und später zusammen, natürlich auch im Adamskostüm, in die Käsewanne hüpfen, um ein bisschen zu rauchen und Wein zu schlürfen.
Zu zweit in der Einsamkeit - das gilt auch für sie und Daniel, ihrem Gastgeber hoch oben in den Schweizer Bergen. Sie, die arbeitslose Ostdeutsche, hilft ihm beim Melken, er, geschieden und einsam, würde sie gerne auch mal melken. Doch bis das endlich geschieht, müssen Unwetter überstanden und Tode von während des Essens sterbenden Vätern verdaut werden. Er stirbt, weil der Hund vorher den edlen Käse angeknabbert hat. Tragisch.
Aufgepimpt ist der Film mit Jodelmusik im Hintergrund und hübschen Aufnahmen von grünen Wiesen, idyllisch gelegenen Seen, Kühen und endlosen Berglandschaften.
Das ist alles ziemlich mau und wäre besser aufgehoben am Freitagabend in der ARD. Dort wäre es perfekte, zielgruppengerechte Unterhaltung.
Dabei verspricht die Schweiz auf ihrer Tourismus-Seite unter dem Punkt "Sommer entdecken" vollmundig "erfrischende Inspirationen im Land des Wassers". Unter erfrischend verstehe ich jedoch etwas anderes.
Dann doch lieber Österreich - die verhaften da wenigstens auch keine deutschen Steuerfahnder.
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